Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Verbotener Tanz

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Shiny Flame, 6 März 2007.

  1. Shiny Flame
    Beiträge füllen Bücher
    6.934
    298
    1.627
    Verlobt
    Es ist mitten in der Nacht, ich müsste an meiner Examensarbeit sitzen, aber stattdessen schreibe ich lieber eine Kurzgeschichte und stelle jetzt fest, dass es mir langsam zu spät wird zum weitermachen. Also schreibe ich euch hier den Anfang, damit ich einen Grund habe, die Fortsetzung auch noch zu schreiben. Lob, konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge sind wie immer hochwillkommen.:zwinker:

    Das Dröhnen der Bässe erfüllte den Raum wie wummernder kirschroter Nebel, rosa Neonherzen glühten an der Wand, die Barhocker waren voll und die gesamte überfüllte Tanzfläche war an den Seiten verspiegelt. So konnte niemand erkennen, wo der Raum und die Tanzenden aufhörten und die Irrealität begann.

    Es roch nach einer Mischung aus Zigarettenrauch, Parfüm und Pheromonen – dieser leicht herbe Duft, der zu jeder Party-Nacht dazu gehört und den Tanzmuffel als Ausrede benutzen, um daheim zu bleiben. Jennifer Larsen schloss die Augen und sog die Luft gierig ein. Es roch nach Männern, nach Leben, nach dem Pulsieren der Musik, das bis in ihr Blut drang. Wie schön es war, sich endlich wieder jung zu fühlen, nur die zweiundzwanzig Jahre und kein weiteres zu haben.

    Viel zu lange war sie zu Hause geblieben, weil ihr Verlobter Marco mit diesen „Schicki-Micki“-Leuten nichts anfangen konnte. Nur einmal war er in eine Disco gegangen, in dieser Nacht hatten sie sich kennengelernt. Marco mochte lieber natürliche Mädchen, die nicht tussig angezogen herumliefen und nach Pfefferminzdrops, nicht nach Schminke rochen.

    „Du bist doch eigentlich gar nicht so“, hatte er gesagt, zwei Tage später, mit seinen sanft leuchtenden grün-braunen Augen, den niedlich kurzen, spitzen Eckzähnen und der liebevollen Stimme. „Du tust vielleicht immer so wild, aber tief drinnen bist du ein total liebes Mädchen, ich sehe das, eine echte Klassefrau.“ Bei ihrem allerersten Date, sie war neunzehn gewesen. Wer hätte sich keinen Freund gewünscht, der einem so tief ins Herz sehen konnte? Nach einem halben Jahr waren sie schon zusammengezogen, glücklich natürlich, immer glücklich. Immer glücklich, ja doch, wirklich.

    Sie wandte sich zu Irena und Carolyn, die Becks-Lemon-Flasche verkrampft in der Hand. Es war zu lange her, zu lange, sie gehörte nicht mehr hierher. Ihre Schultern waren steif und eckig, die Beine auf den ungewohnt hohen Absätzen taten weh. Sie war keine Schülerin mehr, die jedes Wochenende tanzen gehen konnte, immerhin musste jeder irgendwann erwachsen werden.

    Doch Irena, ihre alte Freundin Irena, hatte das nicht akzeptiert. Und Jennys Gesicht wirkte in dem Spiegel im schummerigen Licht zwischen den anderen Menschen tatsächlich so seltsam unwirklich, verführerisch schön und jung, die Augen strahlend von Maskara und Glitzerlidschatten, die Wangenknochen elegant vom Rouge umschmeichelt, die Lippen so voll und schön und schimmernd, Lipgloss auf weinrotem Lippenstift... Vielleicht war sie wirklich noch jung und hatte es nur vergessen?

    Irena war vor zwei Monaten zurück gekommen, weil sie jetzt hier eine Stelle hatte. Kirschrot gefärbte Haare, ein Piercing in der Unterlippe und die selben schönen und gleichzeitig fordernden Augen wie früher. Das war Irena. „Gott, hast du zugenommen, Jenny!“, hatte sie entsetzt geschimpft mit der Unbekümmertheit, die nur sehr alten Freunden erlaubt ist. „Da lässt man dich ein Jahr aus den Augen... Wieviel ist es?“

    „Sieben Kilo“, hatte Jennifer beschämt zugegeben. In Wahrheit war es wohl noch deutlich mehr, aber in letzter Zeit hatte sie sich nicht mehr auf die Waage gestellt. Und sie war nie ein Leichtgewicht gewesen.

    Aber Jennifer brauchte die Kartoffelchips und den Rotwein, um die ewigen Fernsehabende mit Marco gemütlich zu finden. Sie brauchte die süßen Cornflakes zum Frühstück, um das beklemmende Gefühl zu ertragen, dass sie immer öfter verspürte, bevor sie das Haus verließ, und sie brauchte das reichliche Mittagessen gegen das leere Gefühl im Bauch. Es hatte schon seine Richtigkeit so. Sie war ein liebes, nettes Mädchen, sie würde eine liebe, nette Hausfrau werden, wenn Marco und sie heirateten und Kinder bekämen. Die Stimme, die tief in ihr „NEIN“ zirpte, die erstickte sie jeden Morgen aufs Neue mit einem Extra-Löffel Zucker im Kaffee.
     
    #1
    Shiny Flame, 6 März 2007
  2. Solettihexe
    Verbringt hier viel Zeit
    57
    91
    0
    nicht angegeben
    wow

    wow .. gefällt mir echt gut
    du kannst gut schreiben
    bin gespannt wies weitergeht :smile:
     
    #2
    Solettihexe, 6 März 2007
  3. Shiny Flame
    Beiträge füllen Bücher Themenstarter
    6.934
    298
    1.627
    Verlobt
    wieder eine Seite geschafft

    Meine Güte, eigentlich sollte das hier eine ganz kurze, prägnante Geschichte werden, aber irgendwie brauche ich doch ein bisschen mehr Platz, um alles richtig zu erzählen. Hier also die Fortsetzung, wenn auch noch nicht das Ende.


    „Egal. Wir müssen mal wieder tanzen gehen, hörst du? Das tut dir gut. In zwei Wochen ist Caro wieder in der Stadt. Samstag Nacht ist Lady's Night im Café Eve, da gehen wir hin“, hatte Irena gesagt.

    „Ich komme nicht mit.“ Jennifer war entsetzt. Wie sollte sie so tanzen gehen? Mit diesen Fettpolstern auf ihrem Bauch, für die sie sich plötzlich verachtete? Mit diesem schwammigen, unattraktiven Gesicht, in dessen Schatten sich schon die ersten Abgründe künftiger Fältchen abzeichneten, gnadenlos, wie die Schatten unter den Augen, die sie nicht mehr wegschminken durfte? Und was würde Marco sagen?

    „Vorher gehen wir noch shoppen? Ich wette, du hast nur noch solche Spießerklamotten“, redete Irena weiter, als hätte Jennifer nichts gesagt.

    „Ich komme nicht mit.“

    „Samstag in zwei Wochen, es ist also abgemacht.“

    „Ich komme n...“

    Und Irenas dunkle, klare Augen hatten in Jennifers sanfte, blaue Augen geblickt, mit diesem Funkeln, dass man zuerst gar nicht bemerkte, wenn man nur auf die kirschroten Haare und das Piercing achtete. Dieses Funkeln, dass irgendwie in den kleinen Fältchen in Irenas Augenwinkeln entstand und von dort direkt zur dunklen Pupille in der Mitte des Auges sprang. Dieses Funkeln, das gleichzeitig herausforderte, neckte, beschwor und verspottete. Wer außer Irena hatte solche Augen? Wer hätte widerstehen können?

    Wie hätte Jenny widerstehen sollen, wo sie jetzt tief in sich das gleiche Glühen verspürte, als ob Irena nie weg gewesen wäre? Wenn sie plötzlich wieder wusste, dass auch ihre Augen glühen konnten, wie sie nicht mehr geglüht hatten, seit Marco sie „sein liebes Mädchen“ genannt und sie sich dankbar in die Sicherheit des Lebens mit ihm hatte fallen lassen?

    Waren Irenas Augen nicht um ein Vielfaches schöner als die von Marco, mit der von Lidschatten und Maskara-Wimpern eingerahmten abgründigen Schwärze in der Mitte der borkenbraunen Iris? Lauerte nicht in Jennys Augen die gleiche Schwärze voll von unsichtbarem Feuer?

    „In zwei Wochen...“

    Von einem Tag auf den anderen hatte Jenny kaum noch Schlaf gebraucht. Morgens wachte sie eine Stunde vor Marco auf, trainierte heimliche Sit-ups und verweigerte anschließend das gemeinsame Frühstück mit der Ausrede, sie hätte vorher schon gegessen. Ein kleiner Salat reichte ihr zum Mittagessen, und nach der Arbeit ging sie schwimmen, eine Stunde lang, angestrengt, mit vielen Pausen, aber von Tag zu Tag weniger.

    Nach drei Tagen hatte sie abends einen Rückfall und aß eine Tüte Kartoffelchips, nachdem Marco sie auf den Mund geküsst hatte. Danach wurde sie etwas vernünftiger, gönnte sich Müsli mit Musik zum Frühstück und Käsebrote zu Abend. In den Werbepausen des Abendprogramms verschwand sie in die Toilette und übte die Tanzfiguren von früher zu unhörbarer Geistermusik, verbissen den Hüftschwung trainierend, und zerkaute sich die blassen Lippen, die sie ihrem Spiegelbild zum Kuss darbot.

    Marco brachte ihr mit einem Mal Nougat-Pralinen von der Arbeit mit und führte sie am Donnerstag Abend zum Mexikaner aus. „Nimm was richtiges, nicht nur so einen mickerigen Salat, Jennifer!“ Vor einem Monat hatte er noch geschimpft, wie dick sie geworden war.

    Jenny lächelte nur, mit diesem Funkeln, das in den Augenwinkeln begann und gar nicht mehr so lieb und sanft wirkte. „Der Salat hier ist sehr lecker“.

    In dieser Nacht war sie zu müde, um mit Marco zu schlafen. Doch sie lag stundenlang wach und spürte das Blut im Rhythmus ihres Herzens pulsieren; vielleicht war es auch nur der Hunger. Doch nein. Es war, als hätte ihr der fast volle Mond auf dem Heimweg Silber in die Adern gegossen. Silbernes Feuer, subtil, verstohlen und magisch. Dieses Feuer war nicht für Marco bestimmt, das spürte sie. Auch nicht für einen anderen Mann. Es war ganz alleine für sie. Silbernes Feuer für Jenny, eine ganze verträumte Nacht lang, in ihre Decken gekuschelt, bis sie einschlief.
     
    #3
    Shiny Flame, 7 März 2007
  4. doschmi
    doschmi (26)
    Verbringt hier viel Zeit
    76
    91
    0
    Single
    sehr schön geschrieben.

    Bitter schreib dich weiter .

    gruß michi
     
    #4
    doschmi, 7 März 2007
  5. Loomis
    Loomis (29)
    Meistens hier zu finden
    1.095
    148
    187
    in einer Beziehung
    Meeeeeeeeeehr!! :drool:
     
    #5
    Loomis, 21 April 2007
  6. User 75070
    User 75070 (25)
    Meistens hier zu finden
    243
    128
    158
    vergeben und glücklich
    och, wieso wird nicht weitergeschrieben? die geschichte ist so schön...
     
    #6
    User 75070, 21 April 2007
  7. Shiny Flame
    Beiträge füllen Bücher Themenstarter
    6.934
    298
    1.627
    Verlobt
    sorry, hab grad examensstress...

    Die Geschichte wird erst in drei Wochen fortgesetzt, wenn das schlimmste vorbei ist und ich mal wieder tanzen war, um wieder das feeling dafür zu kriegen. Dann aber so schnell wie möglich :zwinker:
     
    #7
    Shiny Flame, 23 April 2007
  8. ~*+DeJuLe+*~
    Verbringt hier viel Zeit
    24
    86
    0
    Single
    klasse..

    hey ich hoffe deine story geht bald weiter ist nämlich total schön!
     
    #8
    ~*+DeJuLe+*~, 12 Mai 2007
  9. Shiny Flame
    Beiträge füllen Bücher Themenstarter
    6.934
    298
    1.627
    Verlobt
    So, der Anfang von der Fortsetzung ist da

    _ auf Anregung meines Freundes wird dieser Textabschnitt noch einmal editiert... _
     
    #9
    Shiny Flame, 19 Mai 2007
  10. User 75070
    User 75070 (25)
    Meistens hier zu finden
    243
    128
    158
    vergeben und glücklich
    und wann kommt die Fortsetzung..?^^
     
    #10
    User 75070, 28 Mai 2007
  11. Shiny Flame
    Beiträge füllen Bücher Themenstarter
    6.934
    298
    1.627
    Verlobt
    ist ja gut, ich mach ja schon :tongue:

    Schließlich war es Samstag geworden. Jenny hatte am Nachmittag immer wieder liebevoll ihre neue kurzärmlige Bluse an die Nase gehalten und den Ladenduft geschnuppert, blutrot, mit modisch umgekrempelten Ärmeln und einem so hünsch gestalteten Ausschnitt, dass ihr Dekolletee alle Aufmerksamkeit auf sich zog und so von den zu runden Hüften ablenkte.

    Für die Schuhe hatte sie mit Irena wirklich und wahrhaftig fünf Geschäfte abgeklappert, einfach so, für den süßen und völlig überflüssigen Luxus, hohe Absätze zu tragen, mit den Hüften zu schwingen und die Beine endlich einmal lang und schön scheinen zu lassen. Dazu der glitzernde Lidschatten, der hübsche Lippenstift, der XXL-Maskara... Neu, neu, neu, alles war neu, alles war schön und hübsch und passt so gut zu Jenny, wie sie sein wollte!

    Um halb neun war sie mit Irena und Caro zu einem Cocktail verabredet. Das bedeutete natürlich, dass sie um spätestens vier Uhr anfangen musste, sich vorzubereiten. Pünktlich um Viertel vor betrat sie die Dusche, wo sie achtsam überflüssige Härchen von allen möglichen und unmöglichen Körperstellen entfernte – auch von da, wo es heute abend eigentlich niemand mitkriegen dürfte.

    Genüssliches Abtrocknen, genüssliches Einkremen mit Turban auf dem Kopf, vorsorglich noch einmal Zähneputzen und dabei das Gefühl von Luft auf der Haut genießen... Es war, wenn man es richtig betrachtete, völlig unverständlich, warum Männer Frauen immer vorwarfen, viel zu viel Zeit mit dem Fertigmachen zu verschwenden.

    Während Jenny ihre alte Augenbrauenpinzette liebevoll in die linke Hand nahm und vorsichtig damit begann, den Wildwuchs über ihren Augen wieder in die fein geschwungenen Bögen von früher zu verwandeln, lachte sie leise darüber. Denn natürlich handelte es sich bei all diesen altvertrauten Ritualen nicht darum, dass sie unbedingt schöner werden musste. Nein, beim mehrstündigen Aufstylen ging es darum, die Erwartung zu genießen, in eine Gestalt zu zwingen und mit jeder liebevoll schmückenden Berührung den eigenen Körper in Vorfreude zu versetzen.

    Marco klopfte an die Tür. „Darf ich reinkommen?“

    „Moment!“ Ganz plötzlich war die Vorfreude einer nervösen Spannung gewichen. Jenny griff nach ihrem Bademantel und hüllte sich ein, den plötzlichen Wunsch nach einer Handvoll Lakritz unterdrückend. Dann machte sie die Tür auf. „Was gibt es?“

    „Andree hat gerade angerufen, wegen dem Grillabend. Ob wir nicht doch noch kommen wollen.“ Irgendwie hatte Jennifer das Gefühl, dass Marco enttäuscht war.

    „Aber du weißt doch, dass ich heute Abend Weiberabend habe“, sagte sie vorsichtig.

    „Ja, schon.“ Er schwieg. Jennifer bekam ein furchtbar schlechtes Gewissen und genierte sich.

    „Wärst du lieber mit mir zum Grillen gegangen?"

    „Ach, weiß nicht. Andree hat halt grade angerufen.“

    „Und wenn du einfach allein gehst?“, fragte sie, innerlich schon fast bereit, nachzugeben. Wenn sie jetzt ohne ihn in die Disko ginge, würde es ja doch keinen Spaß machen. Wie auch, wenn sie die ganze Zeit daran denken müsste, dass Marco jetzt unglücklich war.

    „Nee, das ist auch blöd.“ Er schaute sie auffordernd an. Jennifer verspürte plötzlich das starke Verlangen danach, ihren Frauenabend einfach abzusagen und mitzukommen. Es kam so selten vor, dass Marco von sich aus vorschlug, etwas zu unternehmen...

    Aber es ging nicht. Irgendwie wollten die Worte nicht heraus, die versprachen, zurückzubleiben, bei ihm zu bleiben, sich nicht mehr zu verändern. „Ich habe es Irena versprochen, und ich brauche noch Zeit, um mich fertig zu machen“, sagte Jenny leise und ignorierte das Gefühl von Beklemmung in ihrem Bauch.

    „Na gut, dann ruf ich Andree halt an und sag ab.“

    Jennifer lächelte gequält und machte die Tür zu, drehte den Schlüssel um und zupfte weiter an den Augenbrauen herum. Doch das Gefühl von Vorfreude war seltsamerweise verschwunden.

    Natürlich war das kein Streit gewesen, redete Jennifer sich ein. Keine hatte geschrien, keiner hatte den anderen beleidigt. Sie hatten ja über gar nichts geredet, nur darüber, was sie den Abend machen wollten, und das war sowieso schon geklärt.

    Sie schlüpfte in die bereitliegende Unterwäsche und in die neue Stoffhose und begann damit, die Haare zu fönen. Es war schon eine Weile her, dass sie das letzte Mal die Haare hochgesteckt hatte, das würde eine Weile dauern.

    Was hatte sie eigentlich so sehr an dem Gespräch mit Marco gestört? An der ganzen letzten Zeit, wenn sie ganz ehrlich war?

    Es war langweilig geworden, genau das war los. Eine Zeitlang war das schön gewesen, aber irgendwie fühlte sie sich mittlerweile innerlich tot dabei. Marco war gar nicht mehr ihr ruhender Pol, der sie vor der Welt beschützte, sondern fast schon ... Sie zögerte vor dem Wort "Gefängniswärter" und sprach es dann doch nicht aus.

    Es war Zeit, dass sie wieder anfing, sich selbst lebendig zu fühlen, spürte sie. Sie erinnerte sich noch an das Gefühl von silbernem Licht, doch es hatte schon wieder begonnen, zu verblassen. Jetzt musste sie selbst etwas dafür tun, sich weiter lebendig zu fühlen. Aber der Gedanke daran, dass sie sich damit gleichzeitig gegen Marco entschied, machte sie innerlich ganz krank. Das konnte doch nicht so sein? Das musste doch irgendwie anders gehen?

    Als sie schließlich vor dem Spiegel stand, von Kopf bis Fuß gestylt und beinahe eine Fremde, erkannte sie sich nicht wieder. Auf den hohen Schuhen stand sie doch etwas wackeliger als im Laden und die Schminke wirkte wie eine Maske.

    Mit einem vorsichtigen Kuss verabschiedete sie sich von Marco, der demonstrativ Computer spielte und sie kaum beachtete, wie um sie für ihre Eigenständigkeit zu bestrafen. Als sie die Treppen herunterging, hatte sie Angst vor dem Abend.
     
    #11
    Shiny Flame, 28 Mai 2007
  12. Nevery
    Nevery (30)
    Planet-Liebe ist Startseite
    8.688
    598
    7.629
    in einer Beziehung
    weiter... *anfeuer*
     
    #12
    Nevery, 11 Juli 2007
  13. Gorbi
    Gorbi (33)
    Meistens hier zu finden
    214
    128
    140
    offene Beziehung
    Eine wunderbare Geschichte.
    Etwas abgewandelt könnte sie aus meinem Leben stammen.
    Vielleicht ist es grad deswegen gleichzeitig so schwierig weiterzulesen und aufzuhören, weil ich eine mögliche Fortsetzung erleben musste.
    Sehr spannend und mitreißend geschrieben, bin gespannt wie es weitergeht.
     
    #13
    Gorbi, 12 Juli 2007
  14. User 77157
    User 77157 (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    2.512
    123
    6
    vergeben und glücklich
    eine wunderschöne story:smile:

    bin auf die fortsetzung gespannt:zwinker: .
     
    #14
    User 77157, 25 August 2007
  15. KittyCat3
    Verbringt hier viel Zeit
    225
    103
    1
    in einer Beziehung
    bitte schreib weiter das ist echt toll :anbeten:
    *um-fortsetzung-bettel*
     
    #15
    KittyCat3, 4 September 2007
  16. Shiny Flame
    Beiträge füllen Bücher Themenstarter
    6.934
    298
    1.627
    Verlobt
    ich will ja - aber damit ich das letzte Kapitel richtig schreiben kann, muss ich erst mal wieder richtig tanzen gehen, sonst kriege ich das Feeling dafür einfach nicht hin. Hatte schon drei Versuche weggeschmissen - und eine Verabredung für die Disco zu treffen, kann irgendwie doch ganz schön schwierig sein...
     
    #16
    Shiny Flame, 6 September 2007
  17. cassy-anna
    cassy-anna (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    71
    91
    0
    nicht angegeben
    Aber für das alles, was schon da ist: ein RIESEN Lob.
    Es ist sooo schön geschrieben, beschrieben, ...

    Toll!!

    Auch wenn ich selbst in einer solchen Situation nie war... ich fühlte mich grad so, als wär ich es... :schuechte :zwinker:
     
    #17
    cassy-anna, 25 September 2007

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - Verbotener Tanz
Diorama
Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches Forum
20 Dezember 2008
13 Antworten
sadtear
Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches Forum
20 November 2006
3 Antworten
Haika Ree
Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches Forum
3 November 2006
4 Antworten