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Verhaltens-Problem macht alles kaputt

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Rosenmädchen, 11 Dezember 2008.

  1. Rosenmädchen
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    Verlobt
    Hey an alle.

    Mir ist gerade zum Heulen zumute. Ich kann gerade mit niemanden reden.
    Und nicht mal meinen Freund kann ich einweihen.
    Ich weiß aber nicht, ob mich hier wer verstehen kann.

    Ich habe einfach Probleme, mit Arbeitskollegen auf der Arbeit locker zu sein, und verkrampfe mich total, und komme dann so auf eine Art rüber, daß mich niemand leiden kann.
    Ich habe irgendwie ein Verhaltens-Problem.

    Ich wurde früher von klein auf gemoppt, und das hat mich zerstört. Immer, wenn viele Menschen mit mir im Raum sind, "verändere" ich mich, ich stehe unter "Druck", daß ich mich stets "richtig" verhalten muß, daß mich alle mögen. Ich habe Angst, daß ich als "neues Opfer entdeckt" werde.
    Dann bewege ich mich anders, rede total gekünstelt freundlich, wirke unsicher ... und so mögen mich viele nicht ... sie sind dann noch nett zu mir, aber eben nicht "mögend", nicht herzlich oder sowas, oder der Spaß, mit mit zusammenzuarbeiten.

    Denkt mal an die Mobbing-Opfer aus eurer Klasse/ auf eurer Arbeit ... so ähnlich eingeschüchtert verhalte ich mich und irgendwie komisch, daß man mit denen einfach nicht reden will.

    Niemand will mir was Böses, das weiß ich. Aber ich kann nicht anders. Sobald mir eine Arbeitskollegin sympathisch wird, will ich ungewollt im Innern, daß diese Person mich mag. Ich suche irgendwie das Gefühl, daß man mich gerne hat (auf den Umgang auf der Arbeit bezogen).
    Und genau da verkrampfe ich mich total. Ich bin nicht mehr locker und stehe unter Druck. Und das macht dann, daß mich erst recht niemand mag.
    Ich kann es einfach nicht beschreiben, ihr müßtet es sehen - und ihr würdet mich garantiert auch nicht mögen.
    Und bei Personen, die ich nicht mag, bin ich genauso schlimm, weil die anderen immer so selbstbewusst sind und mich total unsicher machen. Das ist dann das Schlimmere.

    Und wenn es so ist, daß mich niemand wirklich mag, zieht mich das total runter (da bin ich leider extrem anfällig) und will das Handtuch werfen. Die Arbeit kann mir keinen Spaß machen, wenn ich da den ganzen Tag lächeln muß (bin Verkäuferin) und die Kollegen einem im Hintergrund am liebsten weghaben wollen.

    Aber ich will NICHTS aufgeben, ich will meine Ausbildung beenden. Aber ich bin mir selbst im Wege. Mein Verhaltens-Problem macht das kaputt. Ich sorge selbst dafür, daß mich niemand mag.

    Meinen Freund will ich nicht einweihen, er hat eh schon Angst, daß ich es nicht schaffe, die Ausbildung zu beenden. Weil er es nicht anders kennt, und seine Ex-Freundinnen alle stinkend faul waren und dem Staat auf der Tasche lagen. Ich will es anders machen und ihm zeigen, daß wir BEIDE uns etwas aufbauen wollen, ich arbeiten WILL, usw. Und das ist ja mein größter Wunsch.
    Aber daß es Gefahr läuft, wieder alles zu verlieren, liegt eindeutig an MIR (und nicht an den anderen, wie oft gesagt wird). Und deswegen habe ich Angst, ihn einzuweihen. Er wäre wohl enttäuscht von mir :cry:

    Wenn ich aufhören sollte:
    Eine neue Ausbildung anzufangen, raten mir die Eltern ab, da ich schon zu alt dafür wäre. Aber das ist ein anderes Thema. Und sie würden mich dann rausschmeißen. Und das will ich nicht.
    Außerdem wäre das Problem bei mir nicht behoben.

    Beim Psychologen sehe ich keine Hoffnungen, da war ich schon, wegen meinem Verhalten. Er sagte, ich könne an mir arbeiten, aber das dauert 1-2 Jahre. Und da sehe ich keinen Sinn. Ich kann doch nicht erst in 1-2 Jahren arbeiten, wenn alles "okay" mit mir ist. Ich will ja jetzt was machen, aber wie gesagt, ich mache es mir selber kaputt. Ich mache mir da keine Illusionen.

    Ich will ja, aber durch mein komisches Verhalten, wenn ich verkrampft werde und ZU gekünstelt, kann mich niemand leiden und dann ist das so wie früher, wo ich gemoppt worden bin. Dann falle ich sehr schnell in depressives Denken und denke sogar daran, mir das Leben zu nehmen. Weil es eh nie was wird, weil es an MIR liegt, ich aber nichts ändern kann.

    Und ich könnte das nie ertragen, wenn mein Freund sieht, was mit mir los ist. Ich will für ihn "perfekt" sein (auch wegen dem Mobbing früher entstanden) und nicht als "schwach" oder "krank" angesehen werden. Ich habe zu starke Hemmungen.

    Und Freunde habe ich auch nicht wirklich.

    Ach keine Ahnung, bin eh gerade durcheinander. Und das Schlimmste, ich kann mit niemanden reden.
     
    #1
    Rosenmädchen, 11 Dezember 2008
  2. Beelion
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    hol dir hilfe! :smile:



    das scheint ja wirklich sehr tief verwurzelt zu sein...
    so läuft unsere gesellschaft (leider) nunmal. die leute haben angst vor der selbstoffenbarung und bauen sich fassaden auf. das das auf dauer absolut anstrengend ist (und auch gesundheitlich sehr negativ) ist klar.

    hast du mal drüber nachgedacht dir hilfe zu holen? (oder hattest du sogar schon hilfe?)
    ne psychotherapie oder sowas...?
     
    #2
    Beelion, 11 Dezember 2008
  3. Rosenmädchen
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    Hallo Beelion, und erstmal Danke für die Antwort.

    Ich war schon beim Psychologen. Und es wurde klar, daß so ein Vorgang, wo man an sich arbeitet, Jahre dauern kann. Jahre!
    Was wäre bis dahin? Nicht arbeiten und bloß rumgammeln? Ich will meine Ausbildung machen!
    Aber sobald es wie früher ist (niemand kann mich leiden) bekomme ich sofort depressive Gedanken, es zieht mich so runter, ich komme mir wertlos vor. Sind schon mehr als nur Komplexe, in mir ist was kaputt.
    Aber ICH bin es ja. Warum ist es so, als wären in mir drinnen lauter Drähte, die mich steif machen und mich vor lauter Unsicherheit ZU gekünstelt rüberkommen läßt?
    Dabei sind es viele nette Menschen, mit denen ich so gerne zurecht käme.
     
    #3
    Rosenmädchen, 11 Dezember 2008
  4. Beelion
    Beelion (29)
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    naja warum ist ne gute frage...
    ich habe das ganze mal in psychologie "gelernt" aber das ist alles ja nur theoretisch.

    man könnte dich als "opfer der gesellschaft" bezeichnen :geknickt:
    es herrscht so ein druck bestimmt normen zu erfüllen denen du als kind warum auch immer wohl nicht so ganz ensprochen hast. und was macht die gesellschaft mit so jemandem? richtig... mobben :ratlos:
    eigentlich ist es ja nur selbstschutz das du jetzt eben automatisch "fassaden" aufbaust um eventuelle normabweichungen (die sicher auch zum teil eingebildet sind) zu verbergen.
    in gewisser weise verstellt ich jeder würde ich sagen - gehört auch dazu.
    es gilt den richtigen mittwelweg zu finden zwischen "verstellen" und "authentisch sein".


    bei dir sehe ich das problem darin das du das eben so extrem "drinnen hast".
    und genau deshalb denke ich musst du dir hilfe holen. ist das konkret mit dem psychologen? hast du wen gefunden? schau dir da immer mehrere sachen (und therapeuten) an.
    als tipp kann ich dir noch sagen das du dein selbstvertrauen stärken könntest. wie musst du entscheiden ;-)

    mach sport/fitness, geh tanzen, mach selbstverteidigung. ich garantiere dein selbstwertgefühl steigt! klar das is am anfang sicher nicht leicht da neu anzufangen aber würde dir garantiert helfen :smile:
    hast du da ne idee was du machen könnteest?
     
    #4
    Beelion, 11 Dezember 2008
  5. User 67627
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    vergeben und glücklich
    Warum solltest Du nicht weiterhin arbeiten gehen und trotzdem zum Psychologen gehen? :ratlos:
    Du musst doch nicht damit aufhören, nur weil Du eine Therapie beginnst. Wäre ja etwas kontraproduktiv.
    Aber gar nichts zu machen und nur darauf warten, das sich was ändert...ich glaube das funktioniert nicht.
     
    #5
    User 67627, 11 Dezember 2008
  6. Rosenmädchen
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    Nein, das meine ich nicht.
    Bis ich halt "normal" bin, vergeht einige Zeit. Ziemlich viel. Wenn ich eine Therapie machen sollte. Und bis dahin bin ich einfach zu sehr angeknackst. Bei jeder Kleinigkeit denke ich "Mich mag eh keiner, es macht mir einfach keinen Spaß". Dann ist mir auch zum Heulen zumute. Ich habe manchmal schon nasse Augen. Und werfe vielleicht das Handtuch, zumindest denke ich das viel, auch jetzt gerade. Aber das will ich ja nicht.
     
    #6
    Rosenmädchen, 11 Dezember 2008
  7. User 67627
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    vergeben und glücklich
    Ja aber wenn Du nichts machst, wird sich doch auch nichts ändern? Irgendwie versteh ich das nicht.
    Eine Therapie kann Dir laut Aussage eines Therapeuten helfen, aber es dauert Dir zu lange. Ja aber was soll denn passieren, wenn Du gar nichts machst? Sein Verhalten kann man nicht von heute auf morgen ändern, wenn es tiefverwurzelt ist. Da muss man dran arbeiten.

    Was ist denn für Dich eine Alternative? Die Ausbildung abzubrechen? Und was dann?

    Off-Topic:
    Irgendwas versteh ich jetzt wohl falsch, aber mir verschliesst sich der Sinn :ratlos:
     
    #7
    User 67627, 11 Dezember 2008
  8. Rosenmädchen
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    Selbstwertgefühl ist bei mir so eine Sache. Es ist eigentlich gar nicht da. Auch wenn ich so froh bin, meinen Freund zu haben. Aber solche Dinge stecken zu tief in einem drinnen, das geht auch nicht so schnell durch eine Beziehung raus.

    Hmm ... ich weiß aber auch gar nicht, wie ein Psychologe oder gegebenfalls Verhaltens-Therapeut das bei mir bewerkstelligen will. Durch Gespräche ändert er nicht mein Verhallten. Durch "Übungen" sicher auch nicht. Ich mache mir da keine Illusionen.
     
    #8
    Rosenmädchen, 11 Dezember 2008
  9. User 67627
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    Du hast ja aber auch schon von Grund auf eine negative Einstellung zu Dir selbst. Und die musst Du erstmal überwinden. Therapeuten sind geschultes Fachpersonal...die wissen schon wie sie das machen müssen :zwinker:
     
    #9
    User 67627, 11 Dezember 2008
  10. Rosenmädchen
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    Das ist es ja ... ich will ja nichts abbrechen ... aber ich fürchte, ich werde es irgendwann machen, weil ich nicht mehr kann, weil mich alles so runterzieht, daß mit mir niemand gerne auf der Arbeit zusammen ist. Immer das "Gleiche" zu sein, also unbeliebt und einfach eher lästig. Das hat mich alles so kaputt gemacht und kratzt immer noch weiter.
    Und wenn es so lange dauert, bis man an sich arbeitet, ist es bis dahin wohl zu spät, das ist meine Sorge. Also daß ich alles hinschmeiße.

    Was wäre, wenn ich alles hinschmeißen würde? Ich weiß es nicht. Vielleicht irgendwo in einer Sozial-Wohnung, weil meine Eltern mich rausgeschmissen haben und von Harzt4 leben, weil ich dann endgültig den Mut verloren habe, zu arbeiten, weil ich nie mit Menschen zurecht komme.
    Aber das WILL ich nicht. Ich will doch was erreichen und was sein.

    Aber ich merke gerade, ich bin wohl einfach nicht tauglich, irgendwo "unterzukommen".
    Und sowas hat mein Freund als Freundin, also mich :cry: :cry: :cry:
     
    #10
    Rosenmädchen, 11 Dezember 2008
  11. Beelion
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    naja ob es bringt deswegen nichts zu machen solltest du dir selber beantworten können :ratlos:

    das ist deine einzige möglichkeit! und noch dazu seine echt gute - sowas hilft ungemein.
    es hat niemand gesagt du sollst dein verhalten durch gespräche ändern. das sind fachleute die das studiert haben und bereits unzähligen menschen helfen konnten.

    GEH DA HIN! schau dir mehrere an und stell dich deinem problem...!
    (ansonsten muss ich echt so leid es mir tut "selber schuld" sagen...)


    und um konkret was zu tun:
    selbstvertrauen aufbauen - also was machen wie sport usw... siehe oben.

    ich glaube dir das es hart ist aber ich kann dir garantieren das es nicht besser werden wird wenn du daheim hockst und im netz surfst... geh dein problem aktiv an wenn du was änder möchtest! :smile:


    edit:
    sich im slebstmitleid zu baden ist recht einfach... kann ich auch gut.
    was aktiv zu tun ist nicht einfach - aber es hilft.

    wieso überlegst du "aufzuhören" wenn es hilfemöglichkeiten gibt?
    du bist noch nichtmal beim schlachtfeld angekommen und gibst schon auf...!
     
    #11
    Beelion, 11 Dezember 2008
  12. Rosenmädchen
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    Ich will ja was ändern ... :frown:

    Aber das Problem ist, daß ich nicht glaube, daß man mich wirklich so "anders" hinbekommt. Bzw. ich mich selber. Das geht doch gar nicht, man ist ja ein Mensch und kein Roboter ...

    Ich will hier nicht jammern und gar nichts tun ... aber ich mache mir keine Hoffnungen, weil ich mich schon immer ändern will, seit ich 15 Jahre war ... ich war immer irgendwie "anders" und wollte so nicht sein ...
    Andererseits habe ich dann nichts mehr, wenn ich resigniere ...
    Ich merke gerade, daß es so nicht weiter gehen kann ...
     
    #12
    Rosenmädchen, 11 Dezember 2008
  13. Beelion
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    seit du 15 bist... und was hast du bisher getan?

    versteh mich nicht falsch ich will dir hier keine vorwürfe machen!
    aber ich will dir die augen öffnen...

    du bist inzwischen erwachen und somit deines eignen glückes schmied!

    du verdrängst doch ganz offensichtlich mit der aussage man könne dir sicher eh nicht helfen...
    also überwinde das und schau dich nach hilfe um.
    kennst du es wie es wenn man probleme hat helfen kann einfach nur zu reden?
    ich wette mit dir das dir geholfen werden kann. aber den ersten schritt MUSST du machen!


    nochmal von oben meine frage:
    machst du was sport/hobbymäßig?
    falls nicht was könnte dir da gefallen?


    mädel TU WAS! :smile:
     
    #13
    Beelion, 11 Dezember 2008
  14. Rosenmädchen
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    Ich muß gestehen, ich habe nicht sehr viel getan bisher. Es gab auch wieder Zeiten, wo es nicht so schlimm war. Aber jetzt merke ich, daß ich vieles aufarbeiten muß.

    Ich mache eigentlich schon alles, was mir Spaß macht. Da vermisse ich eigentlich nichts. Das Einzige, was mich dann so runterzieht, ist die Sache mit der Arbeit und dem Verkrampft sein, das Gefühl, nicht gewünscht zu sein.

    Ich habe mir eben überlegt, daß ich morgen bei einem Psychologen anrufe, und etwas machen werde. Ist besser als gar nichts. Ob es was hilft, weiß ich nicht. Aber so kann es nicht weitergehen.
     
    #14
    Rosenmädchen, 11 Dezember 2008
  15. Beelion
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    ja! sehr gut! :smile:
    wenn der noch offen hat ruf bitte bitte sofort an. :smile:

    und wie gesagt schau dir auch noch andere an... genrell bei sowas (eventuell langfristigem) solltest du verschiedene meinungen hören und leute kennenlernen.

    vielleicht ist es auch nicht verkehrt wenn du mal bei so ner beratungsstelle anrufst... die wissen was es für möglichkeiten gibt und können dir sicher Tipps geben an wen du dich wenden kannst.


    wenn du nicht einknickst und dich irgendwann verkriechst wird sich sicher was ändern, auch wenn es ein langer prozess sein kann.
     
    #15
    Beelion, 11 Dezember 2008
  16. Rosenmädchen
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    Ich würde es mir so wünschen ... :cry:

    Mir ist gerade eh so zum Heulen zumute.

    Ich will was ändern, aber ich brauche auch die Kraft. Sehr viel Kraft habe ich nicht mehr.

    Dabei will ich doch im Umgang ganz normal sein, nicht zu gekünstelt, nicht zu verkrampft, aber ich kriege das einfach nicht raus .. was für andere so selbstverständlich aussieht, ist für mich ungeheure Qual.


    Habe heute gemerkt, wenn jemand normal mit mir redet, reibe ich unauffällig nervös meine Finger ... ich weiß nicht, wie man so sein kann, wie ich ...

    Mir geht es auch gerade so schlecht, daß ich heute abend nicht zu meinem Freund fahre. Ich bade das selber aus. Vielleicht ist es morgen nicht mehr so schlimm. Aber ändern wird sich so nichts.

    Ich muß was tun, aber wenn nichts hilft ...? Ich war mein Leben lang ein Außenseiter. Ich will doch nur einmal glücklich sein ...
     
    #16
    Rosenmädchen, 11 Dezember 2008
  17. User 53463
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    vergeben und glücklich
    Du sagtest doch dass das Verhalten was du an den Tag legst was nicht so gut ankommt nicht du bist sondern die Verkrampfung. D.h. ein Psychologe muss dich nicht anders hinbekommen sondern einen Weg finden wie du die Verkrampfung überwinden kannst. Du musst quasi einen Weg finden wie dir die Meinung anderer mehr am Allerwertesten vorbei geht damit du eben nicht mehr Verkrampfst.

    Bezüglich der Ausbildung: Schau zu dass du da am Ball bleibst. Wichtig ist erst mal, dass du die erfolgreich abschließt. Wie lange machst du die denn noch? Wenn du eine Therapie startest und die die ersten Erfolge zeigt werden deine Kollegen dein verändertes Verhalten doch sicher auch bemerken. D.h. da kann sich ja auch noch einiges verbessern. Von 0 auf 100 wäre ja auch etwas viel verlangt.

    Übrigens in Selbstmitleid versinken hilft dir nicht weiter. Du musst etwas tun um aus der Situation raus zu kommen.

    Wie hast du es geschafft, dass du bei deinem Freund entspannt sein kannst und nicht verkrampfst?
     
    #17
    User 53463, 11 Dezember 2008
  18. Rosenmädchen
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    Danke, das hat mich eben sehr aufgebaut.

    Und vielleicht hast du recht, vielleicht ist es das Verkrampft sein, was ich überwinden muß. Das klingt irgendwie richtig ...

    Ich werde was ändern, weil ich es will.
    Ich werde den Schritt machen und eine Therapie anfangen.

    Meine Ausbildung will ich ja abschließen. Ich muß etwa noch 2 Jahre lernen.

    Bei meinem Freund fühle ich mich "beschützt", das ist irgendwie nicht die "Außenwelt". Unsere Beziehung ist wie so ein eigener geschützter Raum.

    Irgendwie macht ihr mir wieder richtig Mut. Ich danke euch von ganzen Herzen.
     
    #18
    Rosenmädchen, 11 Dezember 2008
  19. hilja
    hilja (31)
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    vergeben und glücklich
    Dein Text könnte fast von mir sein. Auch mein Selbstwertgefühl ist momentan total am Boden. Ich habe vor kurzem eine neue Stelle angetreten und habe nun grosse Mühe mich zu integrieren, obwohl alle sehr nett sind zu mir. Ich verstelle mich zwar nicht unbedingt, aber es fällt mir einfach so schwer, mit den Leuten zu plaudern. Ich weiss einfach nicht was ich sagen soll und wenn mir was einfällt überlege ich wohl auch zu lange ob dies nun wirklich ok ist, statt, dass ich einfach rede. Ich glaube, dass die anderen nun den Eindruck haben, dass ich so sehr introvertiert bin und mir die Gespräche mit ihnen vielleicht sogar zu viel sind. Ich weiss es nicht. Und diese ganze Unfähigkeit, die ich da bei mir bemerke, die zieht mich nur noch mehr runter. Dein Problem kann ich also ganz gut nachvollziehen.

    Obwohl ich mich bisher auch geweigert habe, fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, möchte ich dich dazu ermutigen. Denn gerade in den letzten Tagen bin ich zum Schluss gekommen, dass es ohne wohl kaum zu schaffen ist, da wieder rauszukommen.

    Dir wünsche ich auf jeden Fall viel Kraft und viel Erfolg bei deiner Ausbildung. Den anderen danke ich für die hilfreichen Antworten.
     
    #19
    hilja, 12 Dezember 2008

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