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Verliebt für alle Zeiten! Ich vermisse Dich! (lang)

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Der Poet, 15 Januar 2007.

  1. Der Poet
    Der Poet (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Viele Wochen über haben wir nichts voneinander gehört.
    Viele Wochen ist es her, als Du mir mitteiltest, dass ich nicht derjenige bin, der ich zu sein hoffte.
    Viele Wochen über gabst Du mir das wundervollste Gefühl, das ich je hatte.
    Ich liebte Dich.
    Ich war bereit, Dir all meine Gedanken zu vermachen.
    Ich liebte Dich so sehr, dass ich Angst davor hatte es auszusprechen. Ich hatte Angst, dass ich Dich sofort verlieren würde. Und heute wünschte ich, ich hätte es gesagt, und wäre derjenige gewesen, der über sich hinausgewachsen wäre, und Dich vor die Entscheidung gestellt hätte.
    Aber Du warst bereits vergeben. Vergeben an einen anderen. Und bist es immer noch.
    An den, für den Du Dich entschieden hast.
    Schon Jahre vorher, als Du mit ihm zusammenkamst, war es vorherbestimmt, dass Du mich einst treffen solltest; und es war ebenso besiegelt, dass ich einmal an meiner unerfüllten Liebe zu Dir wachsen würde. Obgleich ich dieses Gefühl von damals wiederhaben möchte, fährt mein Zug in Richtung Ungewissheit. Ich bin in einen Zug eingestiegen, der mich zu Dir führte. Vorbeifahren war nicht möglich. Du standest dort und ich stieg aus. Nur einmal kreuzten sich unsere Blicke zu lange. Nur einmal haben wir uns ineinander verloren. Es war, als ob in einer Welt voller Chaos und Hektik plötzlich alles stillzustehen schien. Du gabst allem einen Sinn und Hoffnung. Du führtest mich durch Deine Stadt Deines Lebens, und ich sah schöne, aber auch traurige Orte. Orte, die ich gerne mit Dir besucht hätte. Orte, an denen ich gerne bei Dir gewesen wäre. Zu wissen, dass Du dort niemals alleine gewesen bist, macht mich froh. Aber auch traurig, weil nicht ich derjenige gewesen bin, der dich begleitet hat. Und noch weiter begleiten wird. Etwas an Dir gab mir das Gefühl, dass ich schon einmal da gewesen bin. Es ist schwer in Worte zu fassen, aber Du selbst bist wie das schönste Paradies, und hast mich herumgeführt. Ich sah das Leben in seinen prächtigsten Formen. Sah Tiere im Wasser, und Tiere auf dem Land laufen, allesamt die wunderbarsten Geschöpfe, die mich faszinierten und mich fesselten. Du hast Dich mir offenbart, Du zeigtest mir Dein Leben, Deine Träume, Deine Sehnsüchte. Ich fühlte mich geborgen an diesem Ort. Es war dort so schön, weil ich wusste, dass Du mich mit einem seidenen Tuch umhüllst, dass mich leicht an meinem Nacken kitzelt, langsam an meinem Rücken hinauf gleitet, und sich um meinen geschundenen Körper schmiegt. All diese wunderschönen Farben, die Du während Deines Lebens kreierst und noch kreieren wirst, und die nur wenige Menschen sehen können, lassen an Wunderbares glauben. Ich war, bin und bleibe einer von ihnen. Ich sah ein grünes Meer, dass am Horizont die leuchtend rote Sonne küsste. Ich sah das Leben viel klarer. Welches Geheimnis verbirgt sich dort? Was geschieht mit zwei Menschen, sollten sie diesen Ort erreichen? Würden sie die ewige Liebe erfahren? Würden sie, von einer höheren Macht geleitet, sich endlich erkennen?
    Ich träumte einmal davon auf diesem Meer zu rudern. Schier endlos ruderte ich weiter und weiter und weiter. Jedes Mal, wenn ich die Ruder in das grüne Wasser gleiten lies, um dem sagenhaften Ort, an dem wir beide Hand in Hand gehen würden, näher zu kommen, wirbelte ich die wunderschönsten Momente und Erinnerungen auf, die wir beide miteinander hatten.
    Mein Boot glitt ebenfalls durch dieses Wasser. Manchmal streckte ich meinen Kopf über das Boot hinaus, sah aber im Wasser kein Spiegelbild. Irgendwann glaubte ich diesen Ort in greifbare Nähe, aber es war nur eine Illusion. Mein Verstand spielte mit mir. Nur einmal wollte ich Dich sehen. Nur einmal wollte ich Dich küssen und Dir dabei in die Augen sehen. Auf dem Weg zum Ziel, trafen sich einst unsere Boote und wir ruderten ein Stück zusammen. Zusammen schafften wir es die wunderschönsten Gemälde zu malen, die sich Menschen nur ausdenken können. So schön, dass es nur das Göttliche sein konnte, das durch uns diese Werke komponierte. Diese Momente waren für mich die schönsten in meinem ganzen Leben. Doch auch eine See kann nicht ohne den Wind. Und ich stürzte in die Fluten. Mein letzter Gedanke war, warum? Warum ertrinke ich in den Wogen der Hoffnung? Warum kann ich nicht schwimmen und mich an das rettende Ufer bringen? Zuletzt sah ich Dich – an Deiner Seite einen anderen Menschen. Er reichte Dir seine über Jahre hinweg vertraute Hand und gemeinsam kamt ihr durch den Sturm. Ich hatte Dich endgültig und mit Gewissheit verloren!
    Währenddessen kämpfe ich weiter mit den Wellen, die mich auf und ab tragen, die mich umschließen, und mir eine beruhigende Melodie in mein Ohr flüstern. Es ist die Melodie, die einst meinem Herzen entsprang, um Berge versetzen zu können, und um mit Dir nach ihr zu tanzen.
    Und nun fließt sie dahin, flussabwärts, um am anderen Ende der Welt die Vollendung zu erlangen. Und erst jetzt erkenne ich, dass mein Herz gebrochen ist, und die einst schöne Melodie mich verlässt und zum letzten Male für mich erklingt.
    Nach all den vielen Wochen haben wir uns heute zum ersten Mal wieder gesehen. Du warst es, die mich sehen wollte. Und ich war derjenige, der Dich sehen wollte. Als Du heute hinter mir standest, schlug mein Herz höher. Nicht weil ich Angst vor dieser Begegnung hatte und Du dann wirklich da gewesen bist. Ich meine Dein Lachen, Deine Augen, und deren Magie, die das Universum so klein erscheinen lässt. Ich hatte wieder für kurze Zeit das Gefühl, dass ich das Ende der Unendlichkeit erblicke.
    Aber etwas war anders. Wir nahmen uns nicht in den Arm. Wir schauten uns nicht mehr minutenlang in die Augen. Wir vergaßen nicht mehr die Zeit, die für uns früher keine Bedeutung hatte. Wir besuchten heute einen Ort, der mir noch bis zum Ende meines Lebens die Geschichte zweier Menschen erzählen wird, die sich auf eine surreale Art und Weise liebten, und von denen sich einer hoffnungslos in den anderen verliebte. Einzig und allein das Wasser, die Sterne und deren funkelndes Licht, das inmitten der Nacht einst das von Dunkelheit umgebene Wasser in Lebendigkeit tauchte, waren Zeugen, als ich Dich das erste mal, hier an diesem See küsste.
    Wir fuhren also zu diesem See, und es war als spräche er zu mir. Als wollte er mir genau diese Geschichte erzählen. Wie sehr wünschte ich mir heute wieder. dass aus Sekunden Stunden, aus Stunden Tage, aus Tagen Jahre und aus Jahren eine Ewigkeit würden. Doch diese Absolution wurde mir nie zuteil.
    Was also soll ich machen? Soll ich Dein guter Freund bleiben? Soll ich Dich vergessen? Sprich´ zu mir! Sage mir, was ich tun soll! Soll ich jedes Mal das Gefühl haben, dass ich ertrinke? Dass sich meine Lungen in Deiner Gegenwart mit Sonnenlicht füllen, welches mich letztendlich auffrisst? Wie soll das weitergehen zwischen uns?
    Ich habe Dich vor vielen Wochen verloren, und nun werde ich Dich immer und immer wieder verlieren. Jedes Mal, wenn wir uns verabschieden werden, werde ich Dich verlieren. Jedes Mal werde ich daran erinnert werden, dass es einen Menschen wie Dich auf der Welt gibt, den ich nicht lieben darf. Jedes Mal, wenn ich an Dich denke, werde ich Dich verlieren.
    Mit jedem Male werde ich älter werden. Und so werden schließlich die Jahre vergehen. Irgendwann werde ich mal alt sein und die Orte besuchen, an denen ich am glücklichsten war.
    Ich wünsche mir, Dich dann dort zu treffen.

    Durch Dich weiß ich, dass ich nicht mehr lange darauf warten muss. Denn durch Dich habe ich erfahren und erkannt, dass das Leben nicht länger als ein Herzschlag dauert. So werden wieder aus Jahren Tage, aus Tagen Stunden und aus Stunden Sekunden. Du hast mir gezeigt, dass Du für mich die Ewigkeit unbedeutend machen kannst.
    Ich habe erkannt, dass alles umso schöner ist, je vergänglicher es ist.
    Selbst Du wirst älter und sollten sich unsere Wege in einer fernen Zukunft kreuzen, so werde ich Dir entgegenlächeln -
    und Gott dafür danken, dass bis dahin nur ein Augenblick vergangen ist.
     
    #1
    Der Poet, 15 Januar 2007
  2. flobig
    flobig (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    wow das is süss
     
    #2
    flobig, 15 Januar 2007
  3. *winnie*
    *winnie* (43)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Wirklich schön, erinnert mich an den Sommer mit meiner großen Liebe, die ich wieder getroffen und dann wieder verloren habe.
     
    #3
    *winnie*, 16 Januar 2007
  4. rettender-engel
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    wunderschön...:herz: :cry:
     
    #4
    rettender-engel, 16 Januar 2007
  5. Der Poet
    Der Poet (32)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    0
    Single
    Ich hatte gehofft, dass dieser Brief mein letzter gewesen wäre, stattdessen werde ich einen weiteren schreiben, den sie auch nie zu lesen bekommen wird. Warum darf ich sie nicht lieben. Wir sind fast seelenverwandt, aber sie meinte, sie bräuchte jemanden, an dem sie sich die Zähne ausbeißen könnte :mad: Trotzdem fühle ich eine starke Anziehungskraft durch sie :geknickt:

    Meint ihr, solche Zeilen wie oben könnten ihr Herz berühren?
     
    #5
    Der Poet, 18 Januar 2007

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