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Verlustangst

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von LadyMetis, 23 April 2008.

  1. LadyMetis
    LadyMetis (33)
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    Ich habe gerade die Suchfunktion durchgeschaut und auch einige Beiträge zu diesem Thema gefunden, allerdings trafen die alle nicht auf mich zu.

    Ich merke in letzter Zeit immer öfter dass ich große Verlustangst habe. Und zwar nicht in der Hinsicht dass sich mein Freund von mir trennen könnte oder ähnliches, sondern dass er einen Unfall hat oder sterben könnte.

    Ich bin mit meinem Freund jetzt fast 5 Jahre zusammen, wir werden dieses Jahr noch heiraten und wir bekommen ein Kind. Er ist 15 Jahre älter als ich, was mir bisher nie etwas ausgemacht hat oder unsere Beziehung beeinträchtigt hat.
    Dennoch denke ich ab und zu daran dass er ja mal früher sterben wird als ich und ich denke daran dass es so kommt und ich das miterlebe bzw. dann alleine weiterleben muss. Dann denke ich wieder, ok, er wird dieses Jahr 40, lebt also bestimmt noch bis er 70 ist, da haben wir ja noch 30 Jahre zusammen.
    Jetzt hat er zum Glück mit dem rauchen aufgehört, so dass ich mir um seinen gesundheitlichen Zustand nicht mehr so viele Gedanken machen muss wie früher als er noch geraucht hat. Trotzdem denke ich manchmal dass er sich zu viel zumutet z.B. an Stress in der Arbeit.

    Ich weiß nicht, wenn ich das so lese was ich gerade schreibe, macht mir das alles irgendwie Angst, auch meine Reaktion.
    Das ist doch nicht normal, oder?

    Kennt ihr diese Angst auch?
    Und, was kann man dagegen tun?
     
    #1
    LadyMetis, 23 April 2008
  2. SottoVoce
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    Mein Freund ist nur 2 Jahre älter als ich und ich mach mir solche Sorgen auch. :zwinker: Meine Eltern sind aber 14 Jahre auseinander und schon länger verheiratet und ich beruhige mich dann immer damit, dass - klingt bescheuert, ist aber so - mein Vater ja auch noch lebt. *g* Der Gedanke "wir haben ja auch noch sooooviele Jahre" beruhigt mich schon immer! Und zum Glück ist der Job von meinem Freund zwar sehr stressig und körperlich anstrengend, aber nicht lebensgefährlich (nicht wie mein Ex, der immerzu tauchen war und teilweise auch nach alten Fliegerbomben getaucht hat... :ratlos:).

    Vielleicht liegt es bei Dir auch mit daran, dass Du jetzt schwanger bist. Da ist man ja viel anfälliger für Gefühlsschwankungen und solche "Unsicherheiten". Führ Dir einfach immer wieder vor Augen, dass ihr noch lange und noch viel Zeit miteinander habt und versuch, Deine Gedanken lieber auf die NAHE Zukunft zu richten und nicht auf in-30-Jahren. :zwinker: Versuch, ein Problem dann zu lösen, wenn es eingetreten ist, und nicht, wenn noch ganz und gar unklar ist, ob es überhaupt je eintreten wird... :knuddel:
     
    #2
    SottoVoce, 23 April 2008
  3. Ginny
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    vergeben und glücklich
    Ich hab das auch. (Klingt wie ne Krankheit. :tongue: ) Ich hatte immer schon, noch vor meiner ersten Beziehung, diese latente Angst vor dem Tod des Partners, aber seit mir vor ein paar Jahren tatsächlich mein damaliger Partner verstarb, ist es extrem (was sicher auch nicht unverständlich ist). Allerdings geht es so die letzten 2-3 Jahre schon wieder ein bisschen besser, weil ich mir, auch wenn es makaber ist, sage, dass es extrem unwahrscheinlich ist, dass ich zum zweiten Mal in meinem noch so jungen Leben einen Partner durch Sterben verliere. Troitzdem ... diese Angst wenn der Partner etwas älter ist und viel beruflichen Stress hat, womöglich noch raucht oder sehr viel mit dem Auto unterwegs ist etc kenne ich nach wie vor leider sehr gut. Viel kann man nicht machen, außer sich zu sagen, dass es wirklich in unserem Alter selten vorkommt, dass man "Witwe" wird. Der Partner sollte die Ängste ruhig kennen und deswegen nicht "vergessen" sich zu melden, wenns abgemacht war - allerdings vermeide ich ganz feste Zeiten, in denen man sich meldet, denn wenn DANN etwas mal dazwischenkommt, macht man sich noch mehr verrückt. Ganz "normal" ist es nicht, denn ehrlich gesagt kenne ich in meinem persönlichen Umfeld eigentlich niemanden, der diese Ängste hat (und ich hatte sie ja schon bevor mir jemand verstarb). Wenns ganz arg ist, könnte auch eine Therapie oder Selbsthilfegruppe in Erwägung gezogen werden. Ich denke mir manchmal, wenn er denn stirbt, dann werd ich mir eben direkt danach auch das Leben nehmen, das ist aber eine makaberer und nicht empfehlenswerter Gedanke (obwohl er mich tatsächlich tröstet), vor allem weil ihr ja bald ein Kind habt.
    Weiß er denn von deinen Ängsten? Hilft es dir, wenn du darüber mit ihm sprichst? Mir zumindest tut das gut ... auch wenns für den Partner vielleicht nicht so schön ist, dass man quzasi sein Leben für gefährdet hält. <g>
     
    #3
    Ginny, 23 April 2008
  4. Sunny2010
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    Ich vermute auch,dass es wohl an deiner Schwangerschaft liegt,denn wenn er sterben würde wärst nicht nur du alleine (und Witwe),sondern dein Kind auch noch Halbwaise.Ich denke,dass es so eine doppelte Angst von dir ist.

    Aber mach dir keine Sorgen.

    Wir wissen nie,was morgen sein wird.Vielleicht wirst du morgen überfahren oder deine Mutter,oder deine beste Freundin.

    Das ist dann aber so,deswegen solltest du aber nicht in ständiger Angst leben,sondern dir im Klaren sein,dass jeder irgendwann stirbt.

    Genieße deine Schwangerschaft,deine Beziehung,etc. und versuche nicht so schwarz zu sehen.Das belastet dich,obwohl das alles garnicht nötig ist.

    Denke positiv und schüttele deine negativen Gedanken ab,sobald sie kommen :smile:
     
    #4
    Sunny2010, 23 April 2008
  5. LadyMetis
    LadyMetis (33)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Das Problem ist, er sieht das genau anders bzw. er macht sich über sowas gar keine Gedanken. Er geht solchen Gedanken quasi aus dem Weg.
    Es reicht ihm schon wenn im Fernsehen irgendwelche Schicksalsschläge oder so gezeigt werden, dass er umschaltet, weil er das nicht sehen kann.
    Ich habe es ihm schonmal gesagt und ihn gefragt ob er sich auch solche Gedanken macht. Aber er will über so etwas nicht nachdenken. Auf der einen Seite finde ich das auch gut, denn mit dieser Einstellung ginge es mir auch besser. Auf der anderen Seite finde ich aber auch, dass man sich nicht immer darauf verlassen kann dass immer alles gut geht und schön ist.

    Diese Gedanken mache ich mir aber nur nur jetzt seit der Schwangerschaft. Schon vorher hatte ich Angst ihn zu verlieren. Nur jetzt ist es noch schlimmer. Vielleicht wollte ich aus diesem Grund auch jetzt so schnell heiraten, damit ich quasi noch was davon habe (oh Gott, das liest sich echt schlimm).
     
    #5
    LadyMetis, 23 April 2008
  6. SottoVoce
    SottoVoce (34)
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    Aber ein bisschen "Grundvertrauen" ins Leben sollte man schon haben, find ich. Das ganze komplett ausblenden ist natürlich auch nix, sollte dann wirklich mal so ein Schlag kommen (was ich keinem wünsche), dann wäre ja alles noch viiiiiiel schlimmer, weil es dann ja auch noch das erste mal ist, dass man sich mit so einem Gedanken überhaupt auseinandersetzt. Also, ich denke jedenfalls, dass das dann schlimmer wär.

    Aber so wie Du, dass man sich ständig so ganz konkrete Sorgen macht - ich glaub, das ist auch nicht gut. :schuechte Besonders im Hinblick darauf, dass Du jetzt auch ein Kind bekommst. Bei dem wirds dann ja sicher ähnlich sein. Das ist am Anfang klein und man muss es betüdeln, aber irgendwann wirds groß und immer selbstständiger und dann gehts zum ersten Mal ne lange Treppe runter oder man entdeckt es urplötzlich auf einem Klettergerüst auf dem Spielplatz und einem bleibt fast das Herz stehen... Ich hab selbst einen Sohn, ich weiß, wie krass dieser Schreck oft sein kann. Aber ich seh auch Mütter, die dann losstürzen und das Kind da runterholen, damit es sich nix tun kann und das Kind völlig verunsichert wird. Der Keks darf rauf und runter wo er will - ich steh dann nur daneben (innerlich bereit, ihn jede Sekunde aufzufangen oder zuzupacken, wenn er abrutscht) - und inzwischen weiß ich, dass er genau einschätzen kann, was er wirklich KANN und was nicht. Manchmal guck ich absichtlich nicht hin, weil ich sonst hinstürzen und ihn "retten" müsste. *ggg*

    Deshalb solltest Du auf jedenfall insgesamt versuchen, so eine Verlustangst in den Griff zu bekommen. Du kannst Dein Kind nicht irgendwann einsperren, damit ihm nix passieren kann und wenn Du jedesmal einen halben Nervenzusammenbruch bekommen würdest, wenn es was gefährliches macht, dann brauchst nach wenigen Jahren ne Klapse. *g*

    Von daher - versuch, etwas lockerer zu werden und die Angst nicht so groß werden zu lassen. Es ist nicht verkehrt, sich bewusst zu machen, dass jedes Leben irgendwann mal endet. Aber sich dauernd auszumalen, wieso es gerade JETZT enden könnte, ist auch ziemlich blöd.
     
    #6
    SottoVoce, 23 April 2008
  7. Sunny2010
    Sunny2010 (31)
    Klein,aber fein!
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    Aber was soll er denn jetzt schon machen,außer euch finanziell abzusichern (zB. mit einer Lebensversicherung)?

    Wie stellst du dir das denn vor?Soll er genauso Angst haben,wie du und sich Gedanken machen?

    Freu dich doch,dass er dein Gegenpol darstellt und du ihm ein Scheibchen abschneiden kannst,indem du dir keine Sorgen machst :zwinker:
     
    #7
    Sunny2010, 23 April 2008
  8. Kiya_17
    Kiya_17 (27)
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    vergeben und glücklich
    Fühl dich geknuddelt. :knuddel:

    Ich hab diese Angst auch bei meinem Freund - also das er einen Unfall hat oder das er plötzlich eine unheilbare Krankheit bekommt. Auch bei meinem besten Freunden. Ich hab Angst das ihnen etwas zustößt und ich ihnen nicht helfen kann.

    Ich hab aber inzwischen akzeptiert das ich sie liebe (also meinen Freund im Sinne einer Liebesbeziehung und meine Freunde platonisch :grin: ) und das das eine Ausdrucksform dessen ist. Andere Formen wären knuddeln, umarmen, zusammen Spaß haben, ...

    Erzähl deinem Freund doch von deinen Sorgen und Ängsten, erklär ihm, dass dich das ängstigt und fertig macht... such einfach mal Trost bei ihm. Zumindest würd ich das machen. :smile:

    Alles Gute!
     
    #8
    Kiya_17, 23 April 2008
  9. it's true
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    nicht angegeben
    Denke auch dass diese Angst Ausdruck dafür ist, dass ihr diese Menschen eben sehr gern habt und euch nicht vorstellen könnt, sie zu verlieren. Sich deswegen aber dann tatsächlich ständig diese Situation auszumalen macht einem aber doch nur unnötig das Leben schwer.

    Vielleicht hilft es ja, sich ganz rational bewusst zu machen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass so ein Unfall tatsächlich eintritt, sehr sehr gering ist (wenn er nicht gerade als Minensucher arbeitet oder sonst einen sehr riskanten Lebensstil hat :zwinker: ). Was euch selbst angeht, habt ihr ja auch nicht ständig Angst, demnächst von einem Auto überfahren zu werden.
     
    #9
    it's true, 24 April 2008
  10. Kiya_17
    Kiya_17 (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Off-Topic:
    Zugegeben, ich habe eher die Angst unheilbar krank zu werden oder das ich eines Tages als Krüppel ende...
     
    #10
    Kiya_17, 24 April 2008
  11. User 71335
    User 71335 (49)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verliebt
    Mein Mann ist zwar etwas jünger als dein Mann (lustiger Gedanke:grin: ) aber ich habe diese Verlustängste bzgl. des Todes schon seitdem wir verheiratet sind, während und nach der Schwangerschaft gab es noch einen neuen Schub und der Gedanke ist mir eine Gewohnheit geworden, jedesmal wenn er das Haus verlässt oder gestresst ist, wenn ich ihn beim Schlafen ansehe, beim Sex wenn ich merke wie es sein Herz überanstrengt usw..
    Vielleicht ist der Gedanke sogar wichtig, weil man den Partner und die gemeinsame Zeit dann mehr zu schätzen weiß.

    Ich habe mich sogar an den Gedanken gewöhnt das ich vermutlich schon vor meinem 50. Lebensjahr Witwe bin, alles andere wäre ein großes Glück, denn gerade in den letzten Jahren merkt man wie der berufliche Stress die Familienverantwortung schwer auf ihm lasstet und als vor einem Jahr sein Vater urplötzlich an Herzversagen gestorben ist, ist mir die endlichkeit unserer Beziehung aufs neue Bewußt geworden.
    Allerdings reisst mich der Gedanke eigentlich nicht runter sondern stärkt mich und unsere Beziehung und ich versuche ihn so gut es geht zu entlasten und zu verwöhnen.

    Allerdings habe ich auch den Gedanken, vorallem seitdem ich Mutter bin, das ich plötzlich sterben könnte, auch mit dem Gedanken steh ich auf und geh schlafen und versuch so jeden Tag meinen KIndern eine Mutter zu sein, an die sie sich erinnern und einen Platz in ihrem Leben hat und hatte, das da was von mir in ihnen bleibt.:smile:
     
    #11
    User 71335, 24 April 2008
  12. fornix
    fornix (37)
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    nicht angegeben
    Ich kann dich voll und ganz verstehen. Weil ich vor einiger Zeit, kurz hintereinander, zwei mir sehr nahstehende Menschen verloren haben. Hatte mich da sehr mit dem Thema beschäftigt (gelesen) und auch oft das Gespräch mit weitaus erfahreren Menschen gesucht. Das hat mich sehr geprägt und mich auch ein Stück "reifer" zum Thema Tod werden lassen. Glaube ich zumindest. :tongue:

    Das wichtigste was man sich von vornherein bewusst machen sollte, ist das alles um uns endlich (sterblich) ist. Wir natürlich auch. Je eher man das akzeptiert umso leichter wird es für uns. Das ist nicht leicht, ich weiß das :geknickt: , aber der einzige Weg. Der Tod ist dabei auch nichts schlimmes, sondern ist oft die größte Erlösung. Gerade wenn derjenige schwer erkrankt ist und sich letztendlich nach dem Tod sehnt. Schwer oder traurig wird es letztendlich nur für die Menschen die demjenigen nahestehen.
    Letztendlich versuche ich es einfach zu akzeptieren, dass die Menschen von uns gehen werden.
     
    #12
    fornix, 24 April 2008
  13. capricorn84
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    Das "Problem" haben anscheinend ganz viele (hier). Ich auch. Zwar jetzt nicht dass er stirbt, sondern mich verlässt. Was für mich genauso schlimm wäre. Aber es ist schon so zb wenn er bei jemanden mitfährt der zb was getrunken :smile:kopfschue) hat habe ich Angst dass sie einen Unfall haben und er nicht mehr heim kommt. Ich hab mit ihm darüber geredet und er versteht das das ich mir Sorgen mache und verspricht dies nicht mehr zu machen.

    Wenn mein Freund jetzt sterben sollte, wüsste ich auch nicht mehr weiter, das würde ich nicht ertragen.

    Aber ich denke sunny2010 hat Recht damit, dass du jetzt doppelte Angst hast weil du ja ein Kind erwartest. :knuddel:

    Off-Topic:
    Übrigens Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft!
     
    #13
    capricorn84, 24 April 2008
  14. LadyMetis
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    Vielen, vielen Dank für eure lieben und sehr hilfreichen Beiträge!
    Einige vergleiche diese Situation mit der des eigenen Todes, das wiederum kann ich nicht nachvollziehen, denn ich habe vor meinem eigenen Tod überhaupt keine Angst bzw. habe ich mich mit diesem Thema schon sehr intensiv befasst.

    Nur in unserer Beziehung habe ich einfach das Gefühl bzw. den Gedanken, dass ich noch so viel mit ihm erleben möchte und noch so viel vor habe und es vielleicht nicht schaffen würde.
    Ich denke einfach, dass es wohl im Unterbewusstsein, doch der Altersunterschied ist. Weil der mich einfach klar werden lässt dass ich später sowieso alleine bleiben werde. Und die Angst, dass er so viel vor mir sterben wird :cry:
     
    #14
    LadyMetis, 24 April 2008
  15. capricorn84
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    Dann würd ich vorschlagen dass ihr das auch macht! Genießt eure Zeit zu dritt oder mehrt. Versuch nicht immer daran zu denken dass ihm was passieren könnte, sondern unternehmt das miteinander was du dir vorstellst!


    Jetzt nicht böse sein, aber warum denkst du dass er vor dir sterben wird? Es könnte auch umgekehrt sein.

    Mein Freund ist zb 9 Jahre älter als ich. Ich mache mir nicht soviele Gedanken darum, sicher ein bisschen schon, aber man soll dóch das Leben genießen und nicht immer dran denken was ist wenn der Partner mal nicht mehr ist.

    :knuddel:
     
    #15
    capricorn84, 24 April 2008
  16. SottoVoce
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    Aber hör mal, meine Eltern sind ungefähr auch soweit auseinander wie ihr zwei auch. Und sie sind JAHRELANG glücklich verheiratet und haben schon soooooo viel erlebt miteinander!

    Mach Dir nicht soviele Gedanken, das tut Dir einfach nicht gut, schonmal gar nicht, wo Du schwanger bist und Dir überhaupt nicht so einen Kopf machen solltest, sondern das alles einfach genießen. :zwinker:

    Und weißt Du, was positiv am Altersunterschied ist, so blöd das klingt? Meine Mutter ist Hausfrau und deshalb daheim. Sie hat 4 Kinder großgezogen und betreut jetzt meinen Sohn tagsüber (also ihren Enkel). Sie ist sehr jung Oma geworden, mein Vater in "normalem Alter". Das ganz tolle ist jetzt aber, dass er inzwischen im Vorruhestand ist und sie richtig viel Zeit miteinander genießen können. Sie ist noch jung genug, um ihn mitzureißen und sie hält ihn jung. Wäre er mit einer älteren Frau zusammen, wäre er ganz sicher viel weniger unternehmungslustig und viel "gesetzter" und einfach allgemein "älter". So ist er fit, vital, sie unternehmen viel, er tobt mit meinem Sohn durch den Garten, sie fliegen sonstwohin in den Urlaub usw... Sie haben endlich mal so richtig viel Zeit für sich. Und ich weiß, dass sie das echt toll finden und sehr, sehr glücklich miteinander sind. Meine Mutter "verjüngt" meinen Vater ganz extrem - und er "bremst" ihren "jugendlichen Überschwang" etwas (sie ist mindestens so temperamentvoll wie ich und neigt dazu, oft etwas übers Ziel hinauszuschießen *ggg*).

    Diese Verbindung von jung und alt (mal überspitzt formuliert) ist eigentlich richtig gut, weil sie BEIDEN gut tut!

    Meinst nicht, das könnte bei Euch auch mal so werden?
     
    #16
    SottoVoce, 24 April 2008
  17. Starla
    Gast
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    Also das finde ich ehrlich gesagt ganz und gar nicht normal! :eek: Schon gar nicht in diesem relativ jungen Alter.

    Wenn ich mir vorstelle, dass der Gedanke an meinen eigenen Tod oder an den meines Partners so allgegenwärtig ist, dass er mich täglich begleitet, dann würde ich lieber daran arbeiten, die Auslösefaktoren zu reduzieren.

    Soll heißen, weniger Stress, bessere Ernährung, regelmäßige Vorsorge etc. etc. Ist jedenfalls weitaus produktiver, als sich solch negativen Gedanken hinzugeben.

    Und ich bin froh, dass ich auch ohne diese Gedanken sowohl das gesamte Leben als auch die Beziehung zu meinem Partner zu schätzen weiß, puuh...

    LadyMetis, solange es nur eine Phase ist, sollte es Dich nicht beunruhigen. Am besten steigerst Du Dich einfach nicht so sehr in diese Gedanken rein :smile: Du wirst noch eine Menge mit ihm erleben und Du weißt doch auch nicht, wieviele Jahre er noch leben wird. Mein Opa und meine Opa sind beide über 90 geworden :zwinker:

    Selbst WENN ein Ende abzusehen wäre, würde es auch nichts bringen, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, denn Du wirst leider nichts daran ändern können, außer eben dafür zu sorgen, dass ihr einigermaßen gesund lebt. Und selbst das bietet keine Garantie :zwinker:

    Alles Gute zur Schwangerschaft übrigens (meine Mutter hat auch am 2.10. Geburtstag) :smile:
     
    #17
    Starla, 24 April 2008
  18. Party_Girl
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    Das habe ich auch sehr oft vorallem in letzter Zeit da meine Oma (lebt in England) sehr viele Probleme hat. Daher habe ich dann auch immer angst. Aber sie lässt sich das nie anmerken und lacht und reißt witze ^^. Bei meinem Hund ist das auch so weil er dieses Jahr 8 wird und ich bekomme dann auch immer mehr angst.

    Angst das es bei mir selber passiert natürlich auch, aber ich denke das ist bei jedem menschen so. Ich meine man sieht tagtäglich wie wo was passiert im TV. Da muss man ja mal angst bekommen. Man wird jeden Tag damit konfrontiert. Also ich weiß nicht aber ich denke dass das normal ist aber wenn es dich zu sehr belastet dann rede mal mit jemanden darüber das tut sehr gut danach fühlst du dich dann auch besser.
     
    #18
    Party_Girl, 24 April 2008
  19. User 71335
    User 71335 (49)
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    Das darf man jetzt nicht zu negativ sehen, ich empfinde das Gefühl und den Gedanken, nicht als belastend, sondern als "wärmend", gut und "lebendig".

    Kann auch mit meiner christlichen Lebenseinstellung zu tun haben, der Tod ist ja da nix abschreckendes, endgültiges für mich, sondern ein Teil des Lebens, seine Vollendung und Fortführung, für diese Vollendung muss man nicht unbedingt alt werden.
    Will das aber nicht zu theologisieren.:smile:

    Ich will nur einfach jeden Tag so leben, dass ich "jederzeit gehen kann" und "gehen lassen kann".

    Natürlich tut man alles dazu die Faktoren und Grundlagen für ein gesundes und langes Leben zu verbessern und zu erhalten, aber ich wehre mich nicht dagegen, dass das Schiksal (Unfall, Naturkatastrophe) trotzdem zuschlagen kann.
    Alles kann ich nicht verändern/ beienflussen, das liegt ausserhalb meiner Macht und das ist auch gut so.:smile: :zwinker:
     
    #19
    User 71335, 24 April 2008
  20. munich-lion
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    Hallo Du,

    ich sehe bei dir gewisse Parallelen zu meiner Freundin, die diese Ängste ganz verstärkt in der Schwangerschaft bekam, obwohl ihr Partner nur geringfügig älter ist als sie.
    Es war aber auch die Angst dabei, ein "neues Leben" mit Familie zu führen, da sie glaubte, trotz Partner, nicht alles perfekt in den Griff zubekommen und ohne ihn wohl völlig "hilflos" gewesen wäre.

    Allerdings ging es bei ihr dann so weit, dass auch noch körperliche Beschwerden wie Schlafstörungen, Beklommenheit, Panikattacken, Schilddrüsenprobleme u.s.w. hinzukamen, was sich jetzt bei dir hoffentlich nicht zeigt.
    Sie wurde auch extrem ängstlich, wenn er sich nicht regelmäßig meldete und hat mich auch diverse Male in der Nacht angerufen, weil sie vor Sorge nicht mehr Ein und Aus wusste, wenn er sich mal 10 Minuten verspätete.

    Ich weiß, dass Außenstehende leicht reden können, wenn sie einfach sagen: "Mensch, mache dir nicht so 'nen Kopp", denn ich weiß ja aufgrund der Erfahrungen und endlosen Gesprächen mit meiner Freundin, dass es in diesem Fall verdammt schwierig ist, diese Gedanken wieder herauszubekommen.
    Ganz wichtig ist die Hilfe und das Verständnis des Partners, auch wenn es manchmal für ihn nicht einfach sein mag.

    Du wirst eine schöne Zeit verleben...in der Schwangerschaft, beim Heranwachsen deines Kindes, mit dem geliebten Partner, der mit 39 noch dermaßen knackig jung ist, dass er seine Urenkel sehen wird.
    Genieße jede noch so kleine Begebenheit und sehe es als Geschenk an, dass nicht jeder so erfahren darf: Lieben und Geliebtwerden...

    Alles Gute für Euch!
     
    #20
    munich-lion, 24 April 2008

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