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Verweigern + Polizei?

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Chris797, 18 Januar 2008.

  1. Chris797
    Chris797 (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Moin,

    also folgende Situation: Ich bin T1 gemustert und müsste ja eigentlich zum Bund und so, aber mir wäre Zivi schon erheblich lieber...also würde ich gerne verweigern.

    Jetzt kommt aber das Problem: ich habe mich bei der Polizei beworben, hab den medizinischen Teil schon hinter mir und nächste Woche ist halt der Einstellungstest.

    Wenn ich bestehe und so, muss ich ja eh nicht zu Bund/Zivi...

    ...aber wenn nicht, will ich Zivi machen! Die Frage ist dann nur, ob ich überhaupt noch verweigern kann. Stehen die irgendwie in Kontakt und wissen, dass ich mich bei der Polizei beworben habe? Weil die typischen Gründe wie "Angst vor Gewalt, blabla" zählen dann ja wohl nicht mehr :x

    MfG
     
    #1
    Chris797, 18 Januar 2008
  2. Hygormeter
    Hygormeter (29)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Ich meine mal mitbekommen zu haben, dass das ungünstig ist. Ich kann dir jetzt nicht sagen, ob die ihre Akten checken, aber ausschließen würde ich es nicht. Der Verweigerung muss ein Lebenslauf beiliegen und der sollte eigentlich auch vollständig sein. Wenn du was rauslässt und das rauskommt, naja.
    Erst Zivi, dann Polizei ist weniger das Problem, aber erst Bewerbung und dann behaupten, dass du keine Waffen benutzen willst, ist natürlich nen Kunststück.
    Ich würde nochmal weiter Google durchforsten, es gibt da ein paar spärliche Infos.
     
    #2
    Hygormeter, 18 Januar 2008
  3. ichschonwieder
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Das dürfte eher nicht funktionieren.

    Einen KDV-Antrag stellen, Ersatzdienst leisten und sich dann für den Dienst mit einer Waffe bewerben? Sieht doch ziemlich unglaubwürdig aus, oder?
    Warum ist dir der Ersatzdienst lieber? Faulheit? Keine Lust lange zu fahren? Sich rumkommandieren zu lassen? Unterordnung wirst du überall haben, ob sie militärisch gefärbt ist oder einfach aus der Hierarchie in einem Unternehmen oder einer Behörde kommt.

    Edit:
    Off-Topic:
    Danke für die feige schlechte Bewertung. Langsam aber sicher muss man hier aufpassen, was man sagt. Was soll an meiner Aussage anranzen sein? Ist ein Diskussionsforum nicht dazu da, verschiedene Meinungen auszutauschen?
     
    #3
    ichschonwieder, 18 Januar 2008
  4. squarepusher
    Sehr bekannt hier
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    Single
    völlig egal wie das ausschaut - es gibt kein staatliches magistrat, das sich mit der glaubwürdigkeit von gewissensentscheidungen auseinandersetzt. die frage ist, ob es so oder so geregelt ist. in Ö müssen polizisten den wehrdienst gemacht haben. ich würde mich bei der polizei genau über ihre aufnahmebedingungen informieren. wenn sie zivis nicht "verbieten", du aber mit begründung deines zivis nicht genommen wirst, hast du evtl. sogar juristische möglichkeiten, dagegen vorzugehen, weil die polizei ein staatlicher dienstgeber ist und als solcher gleichbehandeln muss.
     
    #4
    squarepusher, 18 Januar 2008
  5. ichschonwieder
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Die Gesetze in AU und D mögen in vielerlei Hinsicht gleichen Charakters sein, aber Unterschiede gibt es zuhauf.
    Der Zivildienst zum Beispiel ist etwas, was man als Ersatz machen kann, um nicht an Waffen ausgebildet zu werden.
     
    #5
    ichschonwieder, 18 Januar 2008
  6. Novalis
    Novalis (35)
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    nicht angegeben
    Teile der Bundeswehr mit, daß momentan Dein Einstellungsverfahren bei der Polizei läuft und dann streng Dich an.
    Bei der Polizei siehts als Wehrdienstverweigerer schlecht aus.

    P.S. Wenn Du die Bundeswehr nicht magst, dann wirst Du an der Ausbildung und dem anschließenden Dienst bei der Bereitschaftspolizei wenig Freude haben.
     
    #6
    Novalis, 18 Januar 2008
  7. squarepusher
    Sehr bekannt hier
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    Single

    ich wollte nicht sagen, dass es egal ist, wie es "ausschaut", weil es in österreich so und so gesetzlich geregelt ist (nämlich genau so, wie der TS es NICHT brauchen könnte), sondern, weil es egal ist, wie es "ausschaut". entweder es ist erlaubt oder nicht - wie es "ausschaut" ist dann nebensächlich. p.s.: au -> australien :zwinker:
     
    #7
    squarepusher, 18 Januar 2008
  8. ichschonwieder
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single

    AU benutzen wir auf der Arbeit als Abkürzung, Verzeihung :zwinker:

    Aber mit Novalis hat ja schon ein ehemaliger Polizist hier was geschrieben, er sollte sich in der Hinsicht ja auskennen.
     
    #8
    ichschonwieder, 18 Januar 2008
  9. empirestate
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Solange du deine Gründe gut darlegen kannst, düfte eine Kriegsdienstverweigerung kein Problem sein, hab auch einige Kollegen, die Zivildienst geleistet haben.
     
    #9
    empirestate, 18 Januar 2008
  10. japanicww2
    Benutzer gesperrt
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    in einer Beziehung
    Aber wieso überhaupt verweigern? Kann mir nicht vorstellen, dass die Polizeiausbildung sich von der Grundausbildung der Bundeswehr so groß unterscheidet. Meine damit vor allem die härtere Gangart, Disziplin, Ordnung, körperliche Belastung. Wenn du schon nicht zum Bund willst, was willst du dann bitte bei der Polizei?
     
    #10
    japanicww2, 18 Januar 2008
  11. User 78196
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    nicht angegeben
    Hallo Chris,

    Ich weiß nicht, ob oder wie die Polizei darauf reagieren würde, dass du Zivildienst machen willst, aber ich denke nicht, dass umgekehrt die Bundeswehr etwas von deinen beruflichen Absichten mitbekommt.
    Berufe dich bei deiner Verweigerung auf den entsprechenden Paragraphen und begründe deine Entscheidung dann (halbwegs) glaubhaft.

    Ein ehemaliger Klassenkamerad von mir hat auch dieses Standard-Argument à la "Ich kann den Gebrauch von Waffen nicht mit meinem Gewissen vereinbaren" gebracht und sein Antrag wurde akzeptiert - obwohl er mehrfacher Jugendschützenkönig und langjähriges Mitglied in einem Schützenverein war. :zwinker:


    LG,
    Kuroi
     
    #11
    User 78196, 18 Januar 2008
  12. Novalis
    Novalis (35)
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    2
    nicht angegeben
    Naja, es ist schon ein Unterschied, ob man auf Scheiben schießt, oder ausgebildet wird, Menschen zu töten.
     
    #12
    Novalis, 18 Januar 2008
  13. User 18780
    User 18780 (33)
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    Verheiratet
    Na es macht ja schon einen unterschied, ob man als soldat dazu ausgebildet wird, menschen zu töten, oder als polizist ausgebildet wird, der allerhöchstens in einer ausnahmesituation menschen töten muss.

    man kann seine verweigerung ja dementsprechend auch formulieren.
    ... natürlich nur, wenn das auch der wahrheit entspricht!

    verweigern kann man übrigens immer. auch wenn man schon mit dem bund angefangen hat. evtl muss man dann aber vor so ein mündliches "gericht", bin mir da nicht sicher.

    gruß,
    Mann im M :zwinker: nd
     
    #13
    User 18780, 18 Januar 2008
  14. Novalis
    Novalis (35)
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    nicht angegeben
    .

    Ich sehe den Unterschied nicht. Überhaupt ist trotz Afghanistan die Wahrscheinlichkeit, als Polizist von der Schußwaffe gebrauch zu machen, wohl deutlich höher.

    Im Gegensatz zur Bundeswehr wird bei der Schießausbildung auch schon konkret auf menschliche Darstellungen geschossen. (Videofilme)

    Und für einen selbst mag das vielleicht irrelevant sein, für die Einstellungskommission ist diese Einstellung vielleicht das Zünglein an der Waage.
     
    #14
    Novalis, 19 Januar 2008
  15. User 18780
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    Verheiratet
    Ich bin der Meinung, dass man als Polizist nicht primär als "töter" ausgebildet wird, sondern das höchstens eine ausnahmesituation darstellt.
    Soldaten dagegen haben dagegen sozusagen die "lizenz zum töten", und müssen sich im kriegsfall dafür auch vor keinem gericht verantworten. ein polizist wird dagegen nach jedem erschossenen/getöteten vor gericht eine erklärung abgeben müssen, auch wenn die tötung gerechtfertigt ist.

    was afganistan für auswirkungen auf polizisten (die ja primär im inland arbeiten) hat, verstehe ich aber nicht.


    EDIT:
    auf wikipedia finden sich auch die vorraussetzungen für den polizeidienst:
    da steht nirgends was von wehrdienst

    gruß,
    Mann im M :zwinker: nd
     
    #15
    User 18780, 19 Januar 2008
  16. Novalis
    Novalis (35)
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    nicht angegeben
    Primär sicher nicht.
    Dennoch wird man dazu ausgebildet auf Menschen zu schießen. Und zwar auf welche die sprechen, sich bewegen und bei denen Treffer Wirkung zeigen.


    Und was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?
    Es geht darum, ob man sich mit dem Argument: "Ich möchte keine Menschen töten" im Einstellungsverfahren durchsetzen kann.

    Und ich sage: Es wird schwer.


    Ich sagte: Die Wahrscheinlichkeit als einer der deustchen Polizisten von der Schußwaffe Gebrauch zu machen ist höher, als als deutscher Soldat von der Schußwaffe Gebrauch zu machen.
    Obwohl wir inzwischen Soldaten in Kriegsgebieten haben.

    Die brauchst Du mir nicht vortragen, denn im gegensatz zu Dir habe ich eine Polizeiausbildung durchlaufen und ich denke im Gegensatz zu Dir weiß ich, wie Einstellungstests bei der Polizei ablaufen und welche Anforderungen gestellt werden.
     
    #16
    Novalis, 19 Januar 2008
  17. japanicww2
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    in einer Beziehung
    Lass mich raten Mann im Mond, du warst auch Verweigerer?

    Es ist definitiv nicht so, dass man bei der Bundeswehr jeden Tag zum töten trainiert wird. In der Grundausbildung umfasst das wirklich scharfe Schießen nichtmal eine Woche. Es gibt übrigens auch verschiedene Einheiten bei der Poilizei, ein SEK Beamter wird ja dann deiner Meinung nach auch direkt zum Töten ausgebildet, was ist der Unterschied zum Soldaten?
    Man wird beim Bund ja nicht für einen Angriffskrieg ausgebildet. Der Hintergrund des Wehrdienstes ist immer noch derselbe wie bei der Einführung dessen in der BRD; die Verteidigung der Bundesrepublik bei einem direkten Angriff.

    Also hört auf die Soldaten als potentielle Killer abzustempeln, denn genau das liest man aus solchen Aussagen heraus:

    Einen Kriegsfall mit einem Polizeieinsatz gleichzusetzen ist natürlich auch erste Sahne :rolleyes:
     
    #17
    japanicww2, 19 Januar 2008
  18. User 18780
    User 18780 (33)
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    Verheiratet
    schön dass sich alles um den threadstarter dreht. und schön, dass du meinen ausbildungsweg kennst ... *kopfschüttel*

    ich habe die kriterien für den threadstarter reinkopiert,der hier gerne infos haben möchte. auf streitereien um meinungsverschiedenheiten habe ich keine lust.

    mit dem unterschied habe ich nur angedeutet, dass es wohl - meiner meinung nach - auf die formulierung bei der verweigerung ankommt. mit einer entsprechenden formulierung kann man sehrwohl als polizist arbeiten, nicht aber zum bund gehen.


    bei der verweigerung geht es meines wissens nach auch nicht um die zeit während der "ausbildung". meine gewissensentscheidung beinhaltet besonders auch den fall, dass ich später gemäß meiner ausbildung eingesetzt werde - und das passiert wohl nur im kriegsfall. deswegen darf ich den bei einem verweigerungsschreiben sehr wohl in betracht ziehen.

    hier wohl keiner.


    Da legst du mir aber ganz schön sachen in den mund. mein satz enthielt das wörtchen "sozusagen". ich habe niemanden als killer abgestempelt. ein killer macht das meiner meinung nach "verbotenerweise", während ein soldat in einer entsprechenden situation erlaubterweise menschen tötet (ein polizist natürlich auch).

    für die verweigerung, welche polizeidienst von wehrdienst abgrenzen möchte, ist ein polizeieinsatz wohl mit einem kriegsfall zu _vergleichen_. sahne ist dazu nicht nötig :zwinker:

    gruß,
    Mann im M :zwinker: nd
     
    #18
    User 18780, 19 Januar 2008
  19. Loomis
    Loomis (29)
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    in einer Beziehung
    Ein Kumpel von mir ist jetzt auch bei der Polizei und hat weder das eine noch das andere gemacht... Der erzählte mir etwas in der Art, dass wenn man eine Ausbildung bei der Polizei macht, nicht zwingend zum Bund muss. :ratlos:

    Fragt mich nicht und schlagt mich auch nicht, ich habe das nur gehört.. Vielleicht weiß hier ja jemand was in die Richung?
    Oder der TS könnte beim Bund mal anfragen diesbezüglich...? (Auf die Gefahr hin, sich zu blamieren...)

    Der TS hat jetzt zwar noch nicht weiter geantwortet, aber ich denke nicht, dass die Verweigerung unbedingt auf dem Argument lastet "Ich will keine Menschen töten", sondern dass ihn dabei vielleicht eher der Zeitverlust wurmt. Immerhin steckt er jetzt ja schon mitten in dem Bewerbungsverfahren für die Polizei.
     
    #19
    Loomis, 19 Januar 2008
  20. User 78196
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    189
    nicht angegeben
    Sicherlich.
    Er hat es aber sinngemäß so ausgedrückt, dass er von Waffen allgemein keinen Gebrauch machen will.
     
    #20
    User 78196, 19 Januar 2008

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