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Verweigern + Polizei?

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Chris797, 18 Januar 2008.

  1. brainforce
    brainforce (34)
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    nicht angegeben
    als Polizeimeisteranwärter etc. muss man tatsächlich nicht zur Bundeswehr bzw. Ersatzdienst.

    Nur steckt der Threadstarter eben noch in der Bewerbungsphase...

    Es gibt auch Leute die waren direkt nach der Schule bei der Bundeswehr und haben sich erst danach bei der Polizei beworben...:zwinker:

    Jedenfalls muss man(n) nicht mehr zum Bund/Zivi sobald man einen Ausbildungsplatz bei der Polizei ergattert hat!:zwinker:

    @Threadstarter:
    Wann weißt du den Bescheid ob du bei der Polizei genommen wirst? Ich würde erstmal überhaupt nicht verweigern bzw. höchstens der Bundeswehr mitteilen das du ein Einstellungsverfahren bei der Polizei hast... fällt dies neg. aus kannst du immer noch verweigern...

    Schlecht wäre es allerdings wenn du tagtäglich mit einem Einberufungsbefehl rechnen müsstest... - das kommt wohl darauf an ob du noch zur Schule gehst oder nicht. Beginnst du gleich nach deiner Schulausbildung die Polizeiausbildung brauchst du nicht zu verweigern weil dann eh keine Möglichkeit mehr besteht dich einzuziehen...

    Ansonsten schreibst du ja selbst das du in einer Woche Einstellungstest hast - dort könntest du sicher auch mal diesbezüglich fragen bis wann du definitiv Bescheid bekommst ob du genommen wirst - auch wie das mit dem Bund abläuft könntest du fragen (natürlich erzählst du denen aber nichts davon das du verweigern möchtest!)
     
    #21
    brainforce, 19 Januar 2008
  2. User 76250
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Man merkt, dass Du nicht weißt, wovon Du sprichst. Zumindest auf die Bundeswehr bezogen.

    Auch Bundeswehrsoldaten können nicht ohne Rechtfertigung auf Menschen schießen. Und schon gar nicht von sich aus - Voraussetzung ist eine akute, definitive Bedrohungslage. Als die Bundeswehr damals in Tirana bei der "Operation Libelle" 98 Personen unterschiedlicher Staatsangehörigkeit aus dem Land gebracht hat, fuhr ein VW-Bus aufs Gelände, und die Insassen schossen auf die Flüchtenden. Soweit ich mich entsinne, wurde kein Flüchtender verletzt, getötet wurde keiner. Und nicht einmal die Typen im VW-Bus kamen ums Leben. Lediglich ein Hubschrauber wies Schäden auf.
    Kontrastprogramm: Im Kosovo betrieb die Bundeswehr 1999 einige Kontrollpunkte. In Pristina blieb damals ein Auto vor dem Kontrollpunkt stehen, und die Serben darin eröffneten das Feuer auf die deutschen Soldaten. Zwei Deutsche wurden dabei verletzt, einer davon schwer. Die Deutschen feuerten zurück, die Autoinsassen starben.
    Das sind die bekanntesten zwei Zwischenfälle der letzten 10 Jahre. Was weniger bekannt ist: In beiden Fällen folgte noch ein ewiger Papierkram mit Berichten, was passierte, warum und wieviel Munition verschossen wurde.

    Solche Legenden, wie Du sie verbreitest, trüben immer wieder zu Unrecht das Bild der Bundeswehr. Weil es eben Leute wie Dich gibt, die die Bundeswehr nicht von der Wehrmacht unterscheiden können.
    Übrigens sind allein in Tetovo mehr Projektile auf das deutsche Nachschublager abgefeuert worden als von deutschen Soldaten. Auch in Kabul wird das deutsche Lager häufig beschossen. 18 Bundeswehrsoldaten haben bisher dafür ihr Leben gelassen.

    Das heißt nicht, dass ich alles billige, was unter der Flagge der Bundeswehr passiert (ja, ich habe JBK gesehen). Aber wenn keiner seinen Arsch dafür hinhalten würde, dass Minderheiten, denen es weitaus beschissener geht als uns hier in Deutschland, nicht massenhaft drangsalert und ausgelöscht wurden, gäbe es heute ein großserbisches Reich von Slowenien bis Albanien und möglicherweise neue Bestrebungen, sich rundherum alles andere gewaltsam einzuverleiben.

    By the way: Dir sollte eigentlich bekannt sein, dass in den Ländern, in denen es politische Umstürze und UN-/NATO-Präsenz gegeben hat, in der Folge auch Bundespolizisten bzw. Bundesgrenzschützer ihren Dienst verrichtet haben.
     
    #22
    User 76250, 19 Januar 2008
  3. empirestate
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    Wird bei der Bundeswehr auch gemacht.
     
    #23
    empirestate, 19 Januar 2008
  4. Novalis
    Novalis (36)
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    nicht angegeben
    Das hat er nicht.
    Dann wäre er bei der Polizei wohl auch an der falschen Stelle.

    Genau so ists richtig.
    Bei mir wars so, daß ich täglich mit dem Einberufungsbefehl hätte rechnen müssen. Ich habe daraufhin mitgeteilt, daß ich in 3 bundesländern im Bewerbungsverfahren stehe und wurde daraufhin erstmal zurückgesetzt.
    Nach erfolgreichem Abschluß des Verfahrens tritt die Wehrpflicht dann zurück.

    Achso, war mir neu.
     
    #24
    Novalis, 19 Januar 2008
  5. deBergerac
    deBergerac (31)
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    Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung ist ein Grundrecht. Man kann jederzeit verweigern. Zu politisch bewegteren Zeiten ist es wohl sogar vorgekommen, dass Reservisten nachdem sie ihren Wehrdienst abgeleistet hatten verweigerten und als KDV anerkannt wurden. Gewissensprüfung vor Gericht gibt es seit den 80er Jahren nicht mehr.

    KWEA/BAZ und Polizeibehörden stehen diesbezüglich nicht im Kontakt.
     
    #25
    deBergerac, 20 Januar 2008
  6. Chris797
    Chris797 (28)
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    vergeben und glücklich
    Es geht mir eigentlich nicht darum, ob die Polizei von der Verweigerung mitbekommt, sondern eher andersrum, falls das mit der Polizei nicht klappt. Ob dann halt so ne Verweigerung noch ausreichend begründet werden kann. Das mit Menschen töten/Notfall ist natürlich ein guter Grund, der bei mir auch der Wahrheit entspricht. Die Frage ist nur, ob das reichen würde.

    Und irgendwer hat hier auch gesagt, dass ich bei der Verweigerung Lebenslauf reinbringen muss. Aber ich muss doch nicht in meinen Lebenslauf schreiben, wo ich mich beworben habe?
     
    #26
    Chris797, 20 Januar 2008
  7. User 78196
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    @ Novalis:

    Mit "er" habe ich hier nicht den TS gemeint, sondern den ehemaligen Klassenkameraden, den ich in einem früheren Post erwähnt habe.
    Kuck dir das nochmal an, dann weißt du, was ich gemeint habe.


    LG,
    Kuroi
     
    #27
    User 78196, 20 Januar 2008
  8. brainforce
    brainforce (34)
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    nicht angegeben
    das sollte dir aber auch wichtig sein, wenn du tatsächlich bei der Polizei anfangen möchtest...

    Heutzutage geht jede Verweigerung normalerweise problemlos durch! Diesbezüglich musst du dir echt keine Sorgen machen. Du könntest eine Verweigerung z.B. auch mit Glaubensgründen rechtfertigen oder einem aktuellen polit. Bezug, bzw. das du homosexuell bist usw...

    Eine Verweigerung wird heutzutage eigentlich niemanden mehr verweigert!
     
    #28
    brainforce, 20 Januar 2008
  9. carbo84
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    nicht angegeben
    Das muss man differenzierter betrachten, als du es tust.


    Ich denke du kannst schon einen Unterschied zwischen Soldat und Polizist machen. Polizisten töten nur aus absoluter Notwehr ! Soldaten dagegen operieren viel offensiver. Da kann es auch ohne unmittelbare Notwehrsituation dazu kommen, dass du jemanden erschiessen musst. Z.B. in einer offensiven Operation gegen Terroristen.
    Der sogenannte "finale Rettungsschuss" und auch jeder andere Schuss aus einer Polizeiwaffe zieht ein Ermittlungsverfahren nach sich, soweit ich weiß.
    Bei einem Soldaten gibt es doch im Krieg quasi nie so etwas, außer er erschiesst Zivilisten oder Kriegsgefangene.

    Ich habe in meiner Kriegsdienstverweigerung klar diesen Unterschied hervorgehoben. Sonst müsste ich die Polizei ja auch generell ablehnen oder für unmoralisch halten.

    Von daher kann man schon so argumentieren, dass man Waffeneinsatz bei der Polizei in Notwehrsituationen mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Du kannst ja sagen, ich bin zwar gegen tödliche Gewalt, aber würde mich oder andere dennoch auch mit tödlicher Gewalt schützen wenn sie UNMITTELBAR von einem Dritten bedroht wären ! Sonst hiesse es ja, dass du dich lieber umbringen lässt, als andere zu töten. Dabei spielt es keine Rolle, ob man auf menschliche Ziele schiesst. Denn es ist ja sowieso klar, wofür die Waffe gedacht ist. Nämlich um im NOTFALL, Menschen zu töten oder kampfunfähig zu machen, und nicht um Fliegen vom Himmel zu schiessen.

    Im Krieg ist es in der Regel nicht so, dass die feindliche Armee alle gegnerischen Zivilisten tötet. Das war vielleicht mal früher so und in diesem Fall wäre auch tatsächlich kein Unterschied zwischen Polizei und Armee zu machen, da auch hier dann eine DIREKTE also unmittelbare Bedrohung vorliegen würde (-> "Notwehr"). Aber man kann als Soldat seine Kampfbereitschaft ja nicht davon abhängig machen, wie der Feind nun Kriegsgefangene behandelt. So ein Soldat ist ja unbrauchbar. Von daher wärst du nicht zum Soldaten geeignet, wohl aber zum Polizeidienst.

    Im Übrigen weiss ich gar nicht, wer diese Anträge nun genau prüft. Laut einem EU-Gerichtsurteil glaube ich gelesen zu haben, dass eine Überprüfung einer Gewissensentscheidung durch eine Kommission sowieso rechtlich nicht zulässig ist. Kann aber sein, dass ich mich da irre.
     
    #29
    carbo84, 21 Januar 2008
  10. Novalis
    Novalis (36)
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    nicht angegeben
    Nein, denn:
    Schußwaffengebrauch durch Polizeibeamte richtet sich nach den Vorschriften über unmittelbaren zwang des jeweiligen Polizeigesetzes. Aus Notwehr erfolgt nie eine Schußabgabe.
    Außerdem: Finaler Rettungsschuß.

    Das widerlegt trotzdem nicht meine These bezüglich der Häufigkeit des Schußwaffeneinsatzes gegen Menschen.

    Nein. Ein Ermittlungsverfahren erfolgt bei Vorliegen eines Hinreichenden Tatverdachtes.

    Krieg. Darüber sprach ich aber gar nicht.

    Die "Notwehr" hatte ich ja bereits angesprochen.
    Darüber hinaus gibt es - durchaus zahlreicher - andere Situationen des Waffeneinsatzes.

    Fakt ist, und darum geht es letztendlich:
    Sind da zwei gleichgeeignete Bewerber und einer davon hat in seiner Verweigerung etwas von Waffen geschrieben, kann man sicher sein, wer von beiden genommen wird.
     
    #30
    Novalis, 22 Januar 2008
  11. Süßejana
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    ist fast richtig, soldaten dürfen kriegsgefange erschießen wenn sie die legitimen aktionen des der sie gefangen genommen hat behindern oder verweigern.
     
    #31
    Süßejana, 22 Januar 2008
  12. NetterKerl :)
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    nicht angegeben
    Hallo,
    wenn du zur Polizei gehen willst, dann musst du kein Zivi machen, oder zum Bund. Du musst nur eine Bewerbungsstelle bei der Polizei nachweisen.

    Liebe Grüße

    Ein netter Kerl
     
    #32
    NetterKerl :), 22 Januar 2008

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