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Verwirrt!

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Geraldine, 4 Mai 2005.

  1. Geraldine
    Gast
    0
    Hallo Ihrs,

    vielleicht erinnern sich einige noch an meine Geschichte, habe hier vor ca. 1 Monat gepostet.

    Bin mal wieder etwas down und kann diesen Menschen nicht verstehen, nicht vergessen.

    Nochmal die Kurzfassung. Mein nun Exfreund, hat mich nach 5-jähriger Beziehung verlassen. Wie es aussieht für eine andere Frau (Kabinenputze). Zudem hat er sich mit ner 3.Welt Nutte für billig Kohle, wahrscheinlich ohne alles vergnügt. Das Ganze ist passiert, nachdem er 5 Monate weg war (waren noch nie so lange getrennt).

    Für mich kam das Ganze sehr unerwartet, zumal er mir noch 6 Tage zuvor geschrieben hatte er liebe mich und ich solle ihm vertrauen. Huaahahaha, Witz des Jahres.

    Auch nachdem ich ihm geschrieben hatte, daß ich nicht weiter mit ihm über e-mail kommunizieren will (telefonieren blockt er ab und andere Kommunikationsmedien gibt es i. M. nicht) schrieb er noch weiter, daß ihn das nicht davon abhalten würde mir zu schreiben. Er fragt mich Löcher in den Bauch, wie es mir geht, daß er will, daß mein Leben ganz schnell wieder schön wird, daß er ganz viel an mich denkt (wird seiner Neuen sicher nicht gefallen). Was soll der Scheiß, was erwartet er, daß ich ihn anlüge und ihm sage, mir gehts hervorragend obwohl's mir total beschissen geht, nur damit er sein schlechtes Gewissen beruhigen kann? Hab ihm gesagt, er soll mich gefälligst in Ruhe lassen.

    Er hat nicht nur die Beziehung zerstört, sondern auch große Teile meines Lebens. Vor einem Jahr sind wir in eine größere Wohnung gezogen, die ich mir nicht alleine leisten kann, haben uns vertraglich verpflichtet diese zu renovieren, wobei das Bad noch nicht fertig ist. Na, wunderbar, sollte ich hier ausziehen müssen, so bleibt das wohl an mir hängen.
    Drei Monate bevor er Schluß machte hat er mich überredet den interessanteren, aber schlechter bezahlten Job, dem gut bezahlten Job vorzuziehen. Mit Letzterem hätte ich mich voll selbst versorgen können. Ich habe ihm vertraut und den anderen genommen, ja und nun, schöne Scheiße! Drei Monate ist das her, aber lt. seiner Aussage, ist die Trennung keine Kurzschlußreaktion, sondern schon lange geplant. Aha, netter Zug, läßt mich sozusagen voll ins offene Messer rennen, oder wie darf ich das verstehen?


    Ich kann diesen Menschen nicht verstehen. Er müllt mich zu mit seinem Seelenleben. Schreibt von Wahnsinnsanfällen, Autoagressionen, Arbeitsunlust etc.

    Ich denke er ist frischverliebt und hat sich nun endlich von mir getrennt, da ich doch lt. seiner Aussagen so furchtbar bin, warum schreibt er, daß es ihm so dreckig geht. Soll ich noch Mitleid mit ihm habe? Wofür, daß er so ein Schwein ist? Ist er wirklich krank? Ich kapier's nicht!

    Achja, daß er die Nutte besucht hat, ist ja sowieso meine Schuld, angeblich wäre unser Sexleben so langweilig gewesen. Welches Sexleben? Soweit ich weiß, setzt das die physische Anwesenheit mind. zweier Menschen vorraus.

    Und daß er sich nun trennt, hat aber rein gar nichts mit der anderen Frau zu tun, sondern nur damit, daß er angeblich schon seit Jahren unter der Beziehung leidet, eigendlich schon eeeewig keine Lust mehr hat, alles immer langweilig war und mit mir ja rein garnichts stimmt etc.. Achja angeblich hat er mich auch immer angelogen, wenn er "ich liebe dich" gesagt hat und sich selbst natürlich auch, weil zu dem Zeitpunkt glaubte er ja daran. Häh? Versteht das noch jemand, ich nicht mehr. Witzigerweise fallen Zeitpunkt der Neubeziehungsaufnahme und Abschiedsbrief haargenau zusammen. Zufälle gibt's, tztztz! Sehr bequem, dem anderen die Schuld für das eigene Versagen in die Schuhe schieben zu können. Das beruhigt so ungemein gut das eigene schlechte Gewissen.

    Warum ich so verwirrt bin, weil viele Teile seines Verhaltens für mich keinen Sinn ergeben. Weil er in den letzten 3 Monaten eine Verhaltensänderung von 180° durchgezogen hat. Er zieht Sachen ab, die ich ihm nie im Leben zugetraut hätte und ich kenne ihn seit über 5 Jahren. Das ist eine ziemlich bittere Erfahrung.

    Für jemanden wie mich, der eh schon sehr große Schwierigkeiten hat, anderen Menschen zu vertrauen, ist soetwas der Todesstoß. Es zeigt, egal wie lange man jemanden kennt, egal wie gut man jemanden zu kennen glaubt, man ist nie gefeiht vor Verletzung.

    Zweimal in meinem Leben habe ich versucht zusammen mit einem Mann etwas gemeinsam aufzubauen. Zweimal bin ich damit so dermaßen auf die Fresse gefallen, daß ich mich eigendlich nie mehr davon erholen werde (nicht nur in psychischer Hinsicht). Für mich ist dieses Thema einfür alle mal erledigt.

    Ich weiß, ich kann das nicht mehr, ich werde das nie mehr können. Ich habe meinen Glauben an Treue und Vertrauen vollkommen verloren. Und unter solchen Umständen will ich keine Beziehung mehr führen. Ich bin eine Zumutung für jeden Menschen, voller Mißtrauen, voller Ängste, voller Selbstzweifel.

    Ich weiß nicht, was ich mit diesem Menschen noch anfangen soll. Ob ich das alles jemals verzeihen kann. Die Brutalität mit der er das durchzieht, die Beliebigkeit mit der er mich ersetzt, die Gleichgültigkeit mit der er einfach mein Leben zerstört. Er will Freundschaft. Was soll das für eine Freundschaft werden? Auch in einer Freundschaft ist die Grundvorraussetzung Vertrauen. Einem schwacher, feiger Mensch, bei dem ich immer Angst haben muß, daß er mir in den Rücken fällt, werde ich nie vertrauen können.

    Ich weiß nicht, ob ich mich nochmal in diese Bezihung reinhängen soll. Denke ich an ihn früher, so wäre er es mir auf alle Fälle wert. Ziehe ich sein jüngstes Verhalten in Betracht, möchte ich ihn eigendlich nie wieder sehen. Ich will ihn nicht hassen, dafür hatten wir einfach eine zu schöne Zeit.
     
    #1
    Geraldine, 4 Mai 2005
  2. Damian
    Damian (36)
    Doctor How
    7.455
    598
    6.770
    Verheiratet
    Hallo Geraldine!

    Oha....ganz schöner Hammer...
    Vielleicht hat sich auch deswegen bisher keiner getraut zu antworten.

    Wie du schon gesagt hast: Es ergibt keinen Sinn.
    Jedenfalls nicht im Sinne von Logik. Es scheint mir, als wäre dein Ex-Freund krank...und du kannst dir ausmalen, dass ich nicht physisch meine...

    Er wird einerseits ein schlechtes Gewissen haben, andererseits gibt es da einen anderen Menschen, der ihm am Meisten am Herzen liegt...und das ist er selbst.

    Selbst wenn du jetzt noch so nobel wärst und ihm helfen wolltest..das geht sowieso nicht...schon gar nicht auf Entfernung.
    Brich den Kontakt ab, setze eine E-mailsperre (bieten mittlerweile alle Mailprovider an) und lass ihn hinter dir. Wenn ich richtig zwischen den Zeilen gelesen habe, dann willst du das ohnehin schon tun.

    Ich habe zwar noch nie in einer solche Situation gesteckt, kenne aber einen (auch männlichen) Kandidaten, der deiner Beschreibung recht Nahe zu kommen scheint.

    Zum Thema Vertrauen ...naja...ich kann dich wirklich verstehen. Man weiss es tatsächlich nie...auch nicht bei Freundschaften..da kann man sich auch kräftig in die Nesseln setzen. Irgendwann versucht mans halt mal wieder...ich drück dir die Daumen, denn zwischenmenschliche Beziehungen sind das einzige Heilmittel gegen die Einsamkeit.

    Ich wünsche dir viel Kraft und Stärke, um deine Probleme zu meistern.
    Wenn du virtuellen Beistand brauchst, dann warten wir hier alle auf dich :smile:


    Grüsse

    Damian
     
    #2
    Damian, 5 Mai 2005
  3. Geraldine
    Gast
    0
    Danke Damian für Deine lieben Worte.
    Das hat sehr gut getan. Besonders, da du die ganze Aktion auch als ziemlich heftig empfindest. Er (Ex) stellt sich nämlich auf den Standpunkt, daß Schlußmachen immer weh tut und daß es daher ziemlich egal ist, wie man es macht.
    Tja, ich kann ihm nur wünschen, daß er irgendwann mal etwas vergleichbares erlebt ud begreift, daß dem nicht so ist. Aber das wird wohl nie passieren.

    Krank, ja das fürchte ich auch. Und genau darin liegt auch mein ganzes Dilemma. Ist er wirklich krank, so möchte ich ihn nicht einfach fallen lassen, dann braucht er Hilfe, aber wie? Da hast du vollkommen recht, wie hilft man ihm dann und vor allem, was genau hat er?
    Solange ich das nicht genau weiß, fällt es mir so wahnsinnig schwer ihn loszulassen.

    Betrachte ich sein Verhalten mir gegenüber, würde ich ihn lieber heute als morgen in den Wind schießen. Andererseits denke ich mir, wenn ich der einzige Mensch bin, dem er dies alles zeigt, dann habe ich auch die verdammte Pflicht ihm zu helfen und natürlich mache ich mir auch Sorgen um ihn. Ich hoffe es ist verständlich, was ich meine.

    Magst Du vielleicht etwas von Deinem Freund erzählen, vielleicht bringt das ja etwas Klarheit.

    LG
     
    #3
    Geraldine, 5 Mai 2005
  4. Doc Magoos
    Verbringt hier viel Zeit
    3.733
    121
    0
    nicht angegeben
    Also sein Verhalten ist "krank", nicht er als Mensch. Du machst dir noch viel zu viel Gedanken um ihn. Lass ihn auf alle Fälle für den Moment fallen. In der Zukunft kann es ja vielleicht nochmal eine Chance geben, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Momentan verletzt du dich ja nur selbst, wenn du noch so viel an ihn denkst.

    Und zu den anderen Sachen. Ihr seid ja bestimmt beide als Mieter eingetragen. Damit bleibst du ja nicht auf der Problematik hängen. Und mit dem Job hast du meines Erachtens auch richtig entschieden. Das Leben ist vielleicht etwas schwieriger mit weniger Geld, aber auch langweiliger. Den Großteil der Woche verbringst du mit deinem Job, daher sollte dieser also besser sein als der Alte.
     
    #4
    Doc Magoos, 5 Mai 2005
  5. Geraldine
    Gast
    0
    Ich denke du machst es dir etwas zu einfach. Das liegt sicher daran, daß ich die Situation sehr eindimensional geschildert habe.

    Ok, ich will ihn nicht verteidigen, aber vielleicht wird es deutlicher, warum ich so zweifle, wenn ich etwas mehr aushole.

    Er mußte lange weg um zu arbeiten. Die ersten drei Monaten, heulte und jaulte er mir die Ohren voll, er will nach Hause, sein Arbeitsort sei die Hölle, er fühle sich dort sehr unwohl, sein Vorgesetzter mache ihn fertig etc.

    Ende Januar sprach er davon, daß er regelmäßig Alpträume hätte, ich würde ihn hassen und nicht mehr sehen wollen - was nicht der Realität entspricht. Er fing an an seinem Job regelrecht zu verzweifeln, sprach davon die falsche Ausbildung gemacht zu haben und daß das alles ein Fehler war und daß er das Gefühl hätte verrückt zu werden.

    Ende Februar kam heraus, daß er länger bleiben mußte und ich war unglaublich wütend auf ihn - war ein Fehler, ich bin ein Riesenrindvieh ich weiß. Wir haben uns unglaublich gestritten. In diese Phase ist dann wohl auch die Nutte plötzlich sehr attraktiv geworden.

    Ich war danach verreist und es herrschte eine Weile Funkstille. Dann habe ich ihn angerufen. Er hat nur geweint, meinte er sei erschöpft, könne nicht mehr, daß er keinen Sinn mehr in nichts sieht, daß sein Leben ohne mich wahrscheinlich viel einfacher wäre. Hörte sich für mich sehr nach "Die Welt hat mich verlassen, i'm a lonesom cowboy" an.

    Ich habe versucht ihn etwas aufzubauen, aber einfach war's nicht. Ich denke ich habe auch nicht wirklich geschnallt, wie beschissen es ihm eigendlich geht. Er schrieb nun regelmäßig, daß er Anfälle von Wahnsinn bekäme. Sich selbst zerstören wolle, alles hassen würde, keine Motivation für seine Arbeit hätte.

    Ich Riesenrindvieh dachte, wenn ich einen auf "ach komm wird schon wieder" mache, würde es besser sein. Heute weiß ich, ich hätte einfach mal zuhören müssen.

    Dann machte er Schluß, aber das war wie oben beschrieben nicht das Ende vom Lied. Nun ging es erst richtig los, er bezeichnete sich regelmäßig als verrückt, zynisch, berrechnend, willigte ein, daß er ärztliche Hilfe bräuchte, wollte nicht aufhören mit mir zu kommunizieren. Das einizge Telefonat was wir noch hatten, verbrachte er nahezu schweigend und heulte 1,5 Studen lang.

    Was mir besonders Angst macht ist, daß er sagte ich könne seine Sachen alle wegschmeißen, er würde mir das nicht zum Vorwurf machen. Er hat hier sehr viele persönliche Sachen liegen, teilweise wichtige Papiere, einen Fortbildungskurs für über 1000 Euro, seine komplette CD Sammlung, die er hütet wie seinen Augapfel etc. .

    Ich bekomme langsam Angst, daß dieser Mensch mit seinem Leben abgeschlossen hat. Er will seine Familie nicht besuchen, seine Eltern seinen Bruder, seine Freunde, die ihm eigendlich viel bedeuten.

    Und als letzter Punkt steht eine so massive Persönlichkeitsveränderung, wie ich sie noch nie bei einem Menschen erlebt habe. Ich verkläre sein Bild nicht, wenn ich sage, daß sein Verhalten in keinster Weise zu dem Menschen passt, den ich seit über 5 Jahren kenne, mit dem ich seit 4 Jahren zusammen lebe. So ein Schwein, hätte normalerweise nicht die Schwelle meines Hauses übertreten dürfen.

    Ich hoffe es ist nun deutlicher geworden, was hier eigendlich abgeht. Ich verzweifle langsam daran. Naürlich versuche ich es zu verdrängen und mein Leben zu leben, natürlich bin ich wütend auf ihn, aber es kommt immer wieder diese Sorge hoch. Sollte er sich etwas antun, ich könnte damit nicht leben, daß ich es geahnt habe und nichts unternommen habe.

    Bitte glaubt mir, ich bin nicht der Typ Frau, die klammert und nicht loslassen kann, ganz im Gegeteil, aber ich weiß i.M. einfach nicht mehr was richtig und was falsch ist.

    LG
     
    #5
    Geraldine, 5 Mai 2005

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