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Viel erlebt, trotzdem geschockt

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Dark84, 15 November 2017.

  1. Dark84
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    Single
    Heute habe ich etwas erlebt, was mich geschockt hat. Dabei dachte ich, dass es in dem Umfang nicht vorkommen würde...

    Ich bin selbstständig und arbeite auf Honorarbasis bei einer Hausverwaltung. Beim Erstgespräch (oder Vorstellungsgespräch) teilte ich mit, dass ich weiterhin selbstständig bleiben möchte und statt eines Gehaltes lieber gegen Rechnung arbeite. War ein Knackpunkt, sagte aber auch, dass ich "wie ein Angestellter" arbeiten werde. Soweit so gut. Das war Anfang 2016, gut 200 km von meiner Wohnung entfernt.

    Damals hatte ich eine Art "Bauchgefühl". Das Bauchgefühl war, meine Wohnung nicht zu kündigen. Auch hatte ich mit den Geschäftsführer über einen Vorfall meiner Vorgängerin gesprochen, wodurch der Firma ca. 17.000 € Schaden entstanden sind. Meine Frage war, was passiert, wenn mir - so hoffentlich nicht - ein ähnlicher Fehler entsteht. Antwort seinerseits: Brauchst dir keine Gedanken machen, das geht über unsere Firmenhaftpflicht.

    Ähnlich wie bei der Wohnung: Bauchgefühl. Ich habe eine eigene Haftpflicht nur für den Bereich Hausverwaltung abgeschlossen.

    Dieses Jahr hatte ich permanent das Gefühl, nur noch Notnagel und Prügelknabe zu sein. Bestätigung folgte Ende September. Vertrag wird nicht verlängert (01.03.2016 - 28.02.2018). Ich kann aber an mein vorheriges Business anknüpfen, dass ich auch während des Vertrages ausgeübt habe. Davon wusste der Geschäftsführer aber. Rhetorisch ist dieser absolut auf der Höhe, nach einem Treffen, um das ich gebeten habe, wurde der Vertrag auf den 31.12.2017 verkürzt. Mein Wunsch war dabei nur, dass wir die Übergaben frühzeitig durchführen und nicht am 25.02.2018. Seine Idee war es, dann einen "sauberen Schnitt" zum 31.12.2017 zu machen. Dass er dann keine Arbeit mehr für mich habe, sagte er später. Sogesehen war die frühzeitige Trennung in seinen Augen "einvernehmlich"...

    Der SuperGAU war allerdings heute. Ein Wasserschaden in einer Liegenschaft wurde nicht richtig bearbeitet und ein Folgeschaden resultierte daraus. Da der Prokurist diese Liegenschaft bereits im Oktober übernommen hat, hat er auch den Wasserschaden übernommen. Er hat Rücksprache mit dem Geschäftsführer gehalten. Deren Meinung nach liegt der Fehler bei mir und die Verwaltung wird diesbezüglich noch Kontakt mit mir aufnehmen.

    Wir sprechen hier von einem Schadensvolumen zwischen 10 und 15 TEuro.

    Gelobt sei mein Bauchgefühl, genau für diese Eventualität die Betriebshaftpflicht erweitert zu haben. Aber auf der anderen Seite bin ich auch extrem erschrocken darüber, dass man auf die Aussage des Geschäftsführer nichts geben kann. Ohne die Versicherung wäre mein wirtschaftliches Leben beendet...
     
    #1
    Dark84, 15 November 2017
  2. keenacat
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    vergeben und glücklich
    wenn es um Geld geht, immer alles schriftlich vereinbaren, am besten mit Verträgen die ein Jurist gesehen hat. gut, dass du auf dein bauchgefühl gehört hast! ist somit alles abgedeckt? hast du da schon infos? ich wünsche es dir sehr!
     
    #2
    keenacat, 15 November 2017
  3. User 98820
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    Er hat ja eine Aussage nicht über sich und sein Verhalten gemacht, sondern über das eines Dritten.
     
    #3
    User 98820, 15 November 2017
  4. MrBlau
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    Wenn ich da srichtig heraus gelesen habe, warst du da anscheinend in der handwerklichen Richtung tätig.
    Da kann man nur raten, die Finger von Hausverwaltungen zu lassen ;-) Hat zwar gerade Vorteile mit konstantem Auftragsvolumen etc., aber auch Nachteile...

    Kenne viele Handwerks Kollegen, die was angefangen haben mit Hausverwaltungen. Im Endresultat ist es dann aber irgendwann gescheitert und wer einmal die Erfahrung gemacht hat lässt in der Regel die Finger von solchen Vereinen. So wie Partner von Versicherungsschäden, ist im Prinzip das gleiche in Grün :smile2:)
     
    #4
    MrBlau, 15 November 2017
  5. BrooklynBridge
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    nicht angegeben
    Bei so großen Summen sollte man sich nie nur auf mündliche Zusagen verlassen. Vor allem, wenn das Bauchgefühl eh schon schlecht ist.
     
    #5
    BrooklynBridge, 15 November 2017
  6. Dark84
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    Ja, ist abgedeckt. Ohne Versicherung wäre ich auf dem Stand eines 20jährigen... Im Kinderzimmer ohne Auto und ohne eigene Wohnung. Insofern - alles gut.

    Doch, schon. Vor gut einem Jahr sagte er zu mir: "Alles gut, läuft über die Firma.". Jetzt: "Wir packen dich an die Eier!".

    Nein, ich war im kaufmännischen Bereich tätig. Abrechnungserstellung, Leitung von Eigentümerversammlungen, Objektbegehungen... Natürlich ist auch technisches Grundwissen Voraussetzung.

    Definitiv! Niemals wieder anders...

    Ich bin gespannt, wie sich das jetzt entwickelt. Am Ende wird nichts so heiß gegessen wie gekocht wird.
     
    #6
    Dark84, 15 November 2017

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