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Vom richtigen Zeitpunkt

Dieses Thema im Forum "Schwangerschaft, Geburt & Erziehung" wurde erstellt von User 72261, 26 Februar 2010.

  1. User 72261
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Vielleicht hat die eine oder andere Mutter hier ja einen Tipp für mich. Oder hat Ähnliches durchlebt. Die meisten meiner Freunde sind noch kinderlos.

    Ein Kind zu bekommen, ist eine Lebensentscheidung und ich sehe das absolut nicht durch die rosarote Brille. Ich weiß, es macht viel Freude, verändert aber auch das Leben völlig.

    Und nun? Ich komme einfach nicht drauf, wann der richtige Zeitpunkt für mich ist. Ja, viele sagen, den gibt es nie. Nur, wird es "richtiger", wenn ich noch zuwarte? Wird es immer ein großes Wagnis bleiben? Etwas, wofür man sich selbst ordentlich schupsen muss und es einfach machen.

    Ich bin 29 und habe einen tollen, wenn auch sehr stressigen Job, ich arbeite gerne und viel, wie auch mein Mann, weil mich die Arbeit erfüllt. Da ein Kind zu haben, geht, das sehe ich an Kollegen/innen. Dafür braucht es aber die Zusammenarbeit beider Partner und ich bin sicher, dass mein Mann auch bereit ist, im Job der Familie wegen mal zurückzustecken. Die Voraussetzungen hier sind also gut.

    Allerdings habe ich eher unsichere Arbeitsbedingungen, sprich keine Anstellung, sondern eher etwas in Richtung Scheinanstellung (leider üblich in der Branche). Allerdings, die Aussicht, das sich das nach der "Krise" ändert, ist da - und jetzt ein Kind kriegen? Schwächt das in dieser Situation nicht meine Verhandlungsposition?

    Dann sehe ich an mehreren Bekannten, wie ein Kind ihre Beziehung verändert. Viele verlieren ihre Lockerheit im Umgang miteinander, das Innige. Die Krisen häufen sich. Mein Mann weiß das noch besser als ich... Ich habe fast schon den Eindruck, dass viele es nicht schaffen oder nur sehr schwer, trotzdem eine schöne Partnerschaft zu führen. Mein Mann hat das wie gesagt schon durch und wir (er sicher besser) kennen die Fehler und wollen sie nicht mehr machen.

    Es klingt vielleicht komisch, aber ich kann mir nicht vorstellen, wie es ist, die ganze Zeit mit einem dritten Menschen in der Beziehung zu verbringen. Ich muss ehrlich sagen, dass mich die Anwesenheit des Kindes meines Mannes (wir verstehen uns grundsätzlich sehr gut) auch oft anstrengt und ich froh bin, dann wieder alleine zu sein. Dann aber wiederum denke ich, bei meinem Mann kann ich gar nicht genug Nähe haben. Vielleicht ist es bei einem eigenen Kind ja auch so.

    Und bei allen Zweifeln kommt dann zweierlei dazu: Der Gedanke, es jetzt eben nicht mehr ewig hinausschieben zu können (und altersmäßig zu wollen) wie noch vor ein paar Jahren.

    Und das Gefühl, dass es auch wunderschön wäre, einen kleinen Menschen mit meinem Mann zu haben.

    Lg,
    sara-mira
     
    #1
    User 72261, 26 Februar 2010
  2. Numina
    Numina (29)
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    Man kann sich vieles vorher nicht vorstellen :grin:

    Ich fands immer total anstrengend fremde Kinder in der Nähe zu haben und mit ihnen zu spielen.
    Bei meiner Tochter ist das sooooo anders.
    Es ist tatsächlich wie ein Teil von mir, einer, der mir gefällt und mit dem ich mich wohl fühle.

    Die Beziehung wird in einem gewissen Sinne anders.
    Anders, aber auf keinen Fall schlechter.
    Es schafft eine wunderbare Stimmung etwas geschaffen zu haben, das sooooo toll ist :grin:
    Ich find meine Beziehung jedenfalls immer noch klasse :grin:

    Vorraussetzungen geschaffen zu haben ist wichtig... aber dadurch kommt das "JETZT solls soweit sein"-Gefühl noch lange nicht. Eigentlich hören die Zweifel gar nicht auf bis man sein Wunder in den Händen hält und sagen kann "Es ist gut so!"
    Ich wünsch euch viel Erfolg beim Zeitpunktfinden :smile:
     
    #2
    Numina, 26 Februar 2010
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  3. User 15352
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    Ich würde sagen, dass Du/ihr euch noch Zeit lassen solltet.


    Du denkst bisher sehr rational übers Kinderkriegen nach - was bis zu einem gewissen Grad auch nicht verkehrt, ja, sogar richtig ist - aber solange Du (auch wenn das jetzt kitschig klingen mag) nicht fühlst, dass Du und Dein Partner eine Familie gründen wollt, würde ich warten.

    Zwar glaub ich, dass es den perfekten Zeitpunkt nicht gibt, aber es sollte der innige Wunsch nach einem Kind vorhanden sein, bevor man sich bewusst für eine Familie entscheidet. Das kann mit 21, 25, 29, 37 oder auch nie sein - die Hauptsache ist, dass beide Partner es wollen :smile:.
     
    #3
    User 15352, 26 Februar 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  4. User 75021
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    Ich denke auch das es den perfekten Zeitpunkt nicht gibt-es gibt nur den absolut falschen Zeitpunkt.
    Bei euch scheint ja einiges gesichert zu sein:
    Ihr habt eine langjährige Beziehung, seid in einem vernünftigen Alter, habt beide einen Job und du denkst sehr vernünftig!
    Die Sicherheit das alles gut geht, kann dir niemand geben.
    Man kann auch in einem festen Arbeitsverhältnis arbeitslos werden, die Beziehung kann auch ohne Kinder scheitern.

    Natürlich wird alles etwas komplizierter mit einem Kind, aber es ist zu schaffen.
    Nicht jede Beziehung geht den Bach runter. Für eine harmonische, reife Beziehung kann ein Kind sicher sogar eine Bereicherung sein-es schweißt zusammen.

    Du hast ja noch genug Zeit dir alles gründlich zu überlegen und mit deinem Partner zu besprechen (was sagt er eigentlich zu alledem? Wie denkt er?). Ich sehe bei euch jedoch überhaupt kein Problem kein Kind zu bekommen-IHR müsst euch nur sicher sein das ihr es wollt.
     
    #4
    User 75021, 27 Februar 2010
  5. die_venus
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    Auf den richtigen Zeitpunkt warte ich eigentlich auch noch. Denn es gibt so viele Dinge, die eigentlich noch besser laufen könnten. Man könnte vorher einen besseren Job haben, man könnte noch länger mit dem Partner zusammen sein, man könnte vorher schon in einer größeren Wohnung wohnen, man könnte sich vorher noch reifer fühlen ... diese Liste ist doch ins Endlose weiterführbar.

    Bei mir und meinem Freund würden auch viele sagen, dass es momentan noch der falsche Zeitpunkt ist. Wir wohnen noch nicht zusammen, uns trennen noch 500 Kilometer ... aber wir beide wollen ein Kind, wir wünschen es uns und sind uns sicher, dass wir beide tolle Eltern werden können. Das reicht für mich, nein für uns, um es nun zu wagen. Ich habe lange auf so einen Partner gewartet und es fühlt sich einfach richtig an.

    Ich glaube, wenn man auf DEN richtigen Zeitpunkt wartet, an dem wirklich alles stimmt, stirbt man irgendwann kinderlos, weil es ihn einfach nicht gibt.


    Und selbst wenn es ihn geben sollte, ist doch noch lange nicht garantiert, dass alles so bleibt und weiterhin so perfekt läuft.
     
    #5
    die_venus, 27 Februar 2010
  6. User 85905
    User 85905 (31)
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    Es gibt aus meiner Sicht drei Grundvoraussetzungen, wenn man ein geplantes Kind in die Welt setzen möchte:

    * eine gefestigte Psyche (also kein "Ich finde das Leben scheiße und ein Kind würde es besser machen" o.Ä.)
    * der innige Herzenswunsch von beiden, ein Kind zu haben (kein Kind hat es verdient, wenn man sich später sagt "Hätte ich doch nur genauer nachgedacht. Jetzt bereue ich meine damalige Entscheidung.")
    * eine gefestigte Partnerschaft

    Dass das erste bei dir gegeben ist, behaupten wir jetzt einfach mal :grin:
    Beim zweiten Punkt bin ich mir nicht so sicher... :hmm:
    Dein Post hatte nur im letzten Satz ein Argument, welches für ein Kind spricht. Aber das natürlich nur aufgrund deines Beitrages, der ja nur ein Ausschnitt deiner Gedankenwelt ist :zwinker: Wie fühlst du dich bei dem Gedanken, nie Kinder zu bekommen?
    Beim dritten Punkt bin ich mir auch nicht ganz sicher.
    Vermutlich bin ich naiv. Ich war mir schon dessen bewusst, dass ein Kind unsere Beziehung verändert und dass ein Kind auch ein "Stressfaktor" ist, den unsere Beziehung aushalten muss. Aber ich habe nie daran gezweifelt, ob unsere Beziehung ein Kind aushält...

    Meine Antwort klingt vermutlich gerade sehr negativ - und das tut mir leid! Aber sie beruht allein auf deinem Beitrag - den du vielleicht selbst nur aus einem "negativen" Blickwinkel geschrieben hast, weil du die rosa-rote Brille vermeiden willst.
    Deshalb ist aus meiner Sicht die zentrale Frage: Wie fühlst du dich jetzt bei dem Gedanken, nie Kinder zu bekommen?
     
    #6
    User 85905, 27 Februar 2010
  7. User 72261
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Vielen Dank an euch alle für eure Antworten :smile:

    Das denke ich mittlerweile auch.

    Also eigentlich denke ich über alles so rational nach und treffe Entscheidungen nach reiflicher Überlegung (wenn möglich natürlich). Das mit dem Fühlen ist so eine Sache. Das schwankt. Anfangs war eine ganz starke Sehnsucht danach da. Dann gab es natürlich das ein oder andere Problem, was uns und unsere Beziehung schon auch sehr gefordert hat. Jetzt kann ich sagen: Es hat uns sehr zusammen geschweißt, wir haben alles geregelt und daher kommen die Gedanken und Gefühle in Richtung Baby auch wieder :smile: Sie sind jetzt auch nicht mehr so stark nur gefühlsbetont wie in der ersten Verliebtheitsphase, also "es wäre soooo schön", sondern gehen irgendwie tiefer, schwer zu beschreiben. Vielleicht kommt die biologische Uhr dazu. Ich habe mal einen Spruch gelesen, so in etwa "Kinder sind die Sehnsucht des Lebens nach sich selbst". Vielleicht ist es auch etwas, das man nicht begreifen kann.

    Das denke ich auch. Die nötige Reife haben wir wohl. Anfang oder Mitte zwanzig wäre es für mich nicht in Frage gekommen. Manche brauchen da vielleicht länger als andere.

    Wir reden da ganz offen drüber. Er hat für mich Verständnis und würde es mir sogar freistellen, keine Kinder zu bekommen und trotzdem mit mir ein glückliches Leben zu führen. Ihm würde dabei ja schließlich nichtmal was weggenommen werden. Aber - ich weiß, dass ihn ein Kind, das er eben mit MIR bekommt, sehr glücklich machen würde. Er weiß auch, dass ich grundsätzlich und mit ihm Kinder kriegen möchte und mir nicht vorstellen kann, kinderlos zu bleiben. Er will es also und zeigt auch alle Bereitschaft, ein verantwortungsbewusster Vater für unser Kind zu sein.

    Das ist wohl wahr...

    Das könnte ich mir nicht vorstellen. Es gehört für mich ganz klar dazu.

    Ja, das ist in gewisser Weise naiv. Das ist nicht negativ gemeint, ein bisschen mehr Naivität in dieser Hinsicht würde ich mir manchmal wünschen :zwinker: Dass unsere Beziehung ein Kind nicht aushalten könnte, darum mache ich mir jetzt keine konkreten Sorgen. Garantien gibt es für nichts im Leben, aber mit meinem Mann habe ich eine sehr solide Basis geschaffen. Es ist einfach schön so, wie es ist. Und genau solche Beziehungen im Bekanntenkreis werden mit einem Kind gerade so sehr auf die Probe gestellt (nicht bei einem Baby, irgendwie fing es bei denen meist an, als das Kind 2 oder 3 war). Aber klar, man sollte sein Leben leben und nicht wegen dem anderer ins Zweifeln kommen.

    Wie gesagt, das kann ich mir nicht vorstellen. Das Gefühl ist, dass mir was im Leben fehlen würde.

    Nein, aber es ist das einzige Argument, das die Ebene Rationalität verlässt. Und ja, dieses wiegt schwerer als alle anderen, es ist ganz und gar nicht rational und geht viel tiefer.

    Liebe Grüße

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 15:07 -----------

    Ach ja:

    Genau so ist es.
     
    #7
    User 72261, 27 Februar 2010
  8. Livia228
    Livia228 (37)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hallo sara-mira,

    deine Gedanken kann ich gut verstehen.

    Vor meinem Sohn konnte ich mir nie vorstellen, einmal Kinder zu haben. Ich wollte nie welche. Das wussten auch Leute in meinem Umfeld und sie sagten es auch zu mir. "Dich kann ich mir gar nicht als Mutter vorstellen." So war es auch. An mir war nichts mütterliches.

    Viel zu frei und unabhängig, bequem und spontan. Komme ich heute nicht, komme ich morgen...
    Alles was ich hatte war mein Beruf, meine Freunde, meine Hobbys und lebte in den Tag hinein. Es war von allem genug da. Was sollte ich also ändern?

    Mit anderen Kindern konnte ich nie was anfangen. Und wenn ich ehrlich bin, geht es mir auch heute noch so. Fremde Kinder sind eben nun mal fremde Kinder. Das wird einem erst so richtig klar, wenn man erst mal sein eigenes auf dem Arm hat. Es ist wirklich etwas ganz anderes. Das konnte ich mir bis letztes Jahr nur nicht vorstellen, obwohl ich wirklich eine gute Vorstellungsgabe habe. :zwinker:

    Ja, so ein Kind verändert viel. Dieser Verantwortung tragende Mensch, der man dann wird, kurz Mutter genannt, hat schon weitgreifende Auswirkungen. Besonders in den ersten Monaten hat man genug damit zu tun, sich in seiner neuen Rolle zurechtzufinden.

    Wo stehe ich nun?
    Was ist mit all den Dingen, die zuvor mein Leben bestimmten?
    Habe ich mich verändert?

    Ja, man selbst verändert sich. Kinder strukturieren den Alltag neu. Man interessiert sich plötzlich für Dinge, die bisher keine Rolle spielten. Man muss mehr planen, organisieren, mitdenken und achtgeben.

    Aber siehe da? Irgendwann nach dieser Phase wird man feststellen, dass trotz alle dem auch noch ziemlich viel beim alten geblieben ist. Und wenn dann erst die Zeiten kommen, in denen das Kind zum ersten mal ein paar Stunden woanders ist und alle alltäglichen Arbeiten erledigt sind, dann weiß man gar nicht mehr wohin mit all der vielen Zeit von der man zuvor so unfassbar viel gehabt hat. :zwinker:

    Was die Beziehung betrifft...
    Ja, auch diese muss sich neu sortieren. Und das erst mal ganz profan aus Zeitgründen. Man muss spontaner werden, aber auch planender. Damit man unerwartete freie Zeit schnell zu nutzen weiß oder im Voraus erkennt, dass demnächst etwas Zeit für Zweisamkeit frei wird. Das ist ungewohnt, aber der Mensch gewöhnt sich ja bekanntlich an alles. :smile:

    Meine Erfahrung bzw. Beobachtung auch bei anderen ist: Eine Beziehung, die schon vor der Schwangerschaft einen Knacks hatte, kann zerbrechen, wenn das Kind erst mal da ist. Natürlich kommt es darauf an, was genau los war. Ein ordentliches Fundament sollte man sich also zugelegt haben.
    Starke Paare werden durch ein Kind noch mehr gestärkt. So sehe ich das jedenfalls ganz oft.

    Und ohne Kompromisse geht es sowieso nie. Mit Kind erst recht. :tongue:

    Lieber Gruß,

    Livia
     
    #8
    Livia228, 27 Februar 2010
  9. User 72261
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    2
    nicht angegeben
    Hallo Livia,

    danke, das ist sehr hilfreich :smile:

    Liebe Grüße
     
    #9
    User 72261, 2 März 2010

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