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Von "Krümelchen" bis "Klein-Leon" und noch viel weiter

Dieses Thema im Forum "Schwangerschafts-Tagebuch" wurde erstellt von Haribo85, 8 November 2005.

  1. Haribo85
    Haribo85 (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Angefangen hat alles im Juni. Mit manchmal unerträglichen Bauchschmerzen. Und Zigaretten haben nicht mehr geschmeckt. Jedesmal hätte ich kotzen können, wenn ich auch nur eine Zigarette gerochen habe. Und die Regel war zu dem Zeitpunkt zwei Wochen überfällig.
    Aber all das schob ich auf das Absetzen der Pille.

    Als die Bauchschmerzen nicht weg gingen und immer schlimmer wurden, ging ich zum Arzt. Die meinte, es sei alles in Ordnung und sie könne nix finden.
    Meinem Bauch störte diese Nachricht überhaupt nicht, der machte genauso weiter wie bisher - und tat höllisch weh.

    Irgendwann meinte mein Freund, ich solle mal zum Frauenarzt gehen und dort abklären lassen, was los sei.
    Also war ich Ende Juni bei meiner Frauenärztin. Die machte nen Urintest - der war negativ. Der Ultraschall zeigte auch nichts. Diagnose: Nicht schwanger! :flennen:
    Trotzdem sollte ich zwei Wochen später noch mal zum Arzt gehen. da ich da allerdings mitten im Prüfungsstress war, fehlte mir einfach die Zeit, auch noch zum Arzt zu gehen. Nach der Prüfung war ich 10 Tage im ferienlager und dann zwei Wochen bei meiner Mutter zum Haus hüten.
    Und so war ich erst am 08.08. wieder beim Arzt. Eer weniger, weil ich bauchschmerzen hatte. Aber drei Monate keine Regel??? :ratlos: Das ist nicht normal.
    Und da zeigte sie mir ein winzig kleines Lebewesen, dass sich in meinem Bauch eingenistet hatte und zu dem Zeitpunkt schon ca. 3 cm groß war - ich war damals bereits in der 11. SSW. Ich wusste nicht, ob ich an die Decke springen oder lieber heulen sollte, so happy war ich.
    Mein Freund flippte beinah aus vor Freude. Die Schwestern bei meiner Frauenärztin müssen sich krumm und lahm gelacht haben... so wie wir vor Freude vor dem Fahrstuhl getanzt sind.

    Jetzt standen wir allerdings vor der schwierigen Aufgabe, das freudige Ereigniss der Familie zu erzählen.
     
    #1
    Haribo85, 8 November 2005
  2. Haribo85
    Haribo85 (31)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Wie sagen wir es den Großeltern?

    Bei der Family meines Freundes war das gar nicht mal das Problem. Da wusste ich, die nehmen es, wie es kommt. Und werden auch kein großen Aufstand machen.

    Anders war das bei meiner Familie.
    Mein größtes Problem dabei war, es meiner Mutter irgendwie bei zu bringen ohne ne stundenlange Standpauke mit anschließender Moralpredigt zu bekommen. Denn von ihr wären sicherlich solche Kommentare, wie "du bist viel zu jung..." oder etwas in dem Dreh gekommen. Und darauf kann ich gut und gerne verzichten.
    Anfangs war ihr auch ständig anzusehen wie "glücklich" sie darüber ist, schon wieder Oma zu werden - und dann auch noch von mir. Irgendwann hat sie sich dann mit der Situation abgefunden. Auch wenn ich mir sicher bin, dass sie es immer noch lieber sehe, wenn ich damit noch ein paar Jahre gewartet hätte.

    Tja, irgendwann haben wir meinem Bruder und seiner Freundin beim Umzug geholfen.
    Und auf dem Weg zu ihnen haben wir meiner Mutter schnell einen Besuch abgestattet und ihr die "Hiobsbotschoaft" überbracht.
    Das - für mich - schöne an der Situation war, dass meine Mutter nicht stundenlang Zeit hatte und somit auch die Standpauke weglief.
    Eigentlich hätte ich ihr das lieber in aller Ruhe erzählt und nicht so "zwischen Tür und Angel". Aber sie hatte zu der Zeit viel auf Arbeit zu tun und deshalb war sie auch kaum zu Hause.
    Aber ich musste das einfach los werden. Ich schlief Nachts schon total beschissen. Und das noch viel länger für mich zu behalten hät ich einfach nicht hinbekommen.
     
    #2
    Haribo85, 10 November 2005
  3. Haribo85
    Haribo85 (31)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Verheiratet
    Das große Warten

    Ich war in der 11. Schangerschaftswoche, als ich erfuhr, dass sich Nachwuchs angemeldet hat.
    Und die Zeit bis März ist noch so verdammt lang.
    Das ich in die Halbzeit ging kommt mir auch so vor, als sei es verdammt lange her... dabei bin ich erst in der 24. Woche - und immer noch im 6. Monat :cry:

    "Schlimm" war ja auch, dass mein kleiner Untermieter ein Geheimniss um seine Identität gemacht. In der 18. SSW war ich zur Vorsorge beim Frauenarzt, da lag er so dämlich... Und wir wollten doch so gerne wissen, was es wird.
    Aber dann... in den 22. SSW. ENDLICH! sag ich da nur!
    Man hat sich geoutet. Und sofort den Namen Leon weggehabt.

    Und nun? Tja, jetzt müssen wir noch 4 Monate waren, bis wir den kleinen Mann im Arm halten dürfen.
    Und die Zeit will einfach nicht vergehen. Jeder Tag kommt mir wie eine Ewigkei vor.
    Kann denn nicht schon März sein?
     
    #3
    Haribo85, 13 November 2005
  4. Haribo85
    Haribo85 (31)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Ziemlich lange her, dass ich hier was geschrieben habe. Mittlerweile hat Leon auch den Weg zu uns gefunden (im Moment liegt er neben mir und schläft).

    Die Schwangerschaft an sich verlieft immer optimal. Ein paar Probleme gab es erst in den letzten Wochen.
    Als ich am 14.02. wieder zur Vorsorgeuntersuchung bei meiner Frauenärztin war, war sie schon ganz komisch. Sie hat ewig lange Ultraschall gemacht, ohne irgendwas zu sagen. Fragte nur mal, ob ich mich im Krankenhaus schon angemeldet hatte. Da kam mir schon die Panik. Dann sagte sie mir irgendwann, dass sie bei mir eine Gestose vermutete, weil ich in den letzten vier Wochen ca. 6 kg zugenommen hatte :schuechte , leichte Wassereinlagerungen in den Beinen hatte und die Plazenta ihrer Meinung auch sehr groß war. Also fuhr ich ins Krankenhaus zur Beobachtung. Dort sagten mir die Ärzte aber ziemlich bald, dass alles in Ordnung ist. Nach drei Tagen wurde ich wieder entlassen und sollte Montag wieder zur Frauenärztin.
    Dort wurde dann wieder ein CTG geschrieben. Das doofe an dem Tag: krümel hat geschlafen. Und da er das am letzten Tag im Krankenhaus auch die ganze Zeit gemacht hatte, schickte sie mich auf Grund mangelnder Kindsbewegungen wieder zurück ins Krankenhaus. Dort musste ich dann zählen, wie oft sich der Krümel innerhalb 24 Stunden bewegt. Es war zwar nicht so oft wie vorher, aber oft genug, damit mich die Ärzte nach zwei Tagen wieder nach Hause schickten.

    Eineinhalb Wochen war ich danach noch mal zu Hause, bis sich Leon eines morgens beschloss, seine Sachen zu schnappen und auf Wanderschaft zu gehen.

    Sonntag früh (05.03.) gegen halb sieben riss meine Blase. Ich weckte den Papa - der es anfangs gar nicht lustig fand, so früh am Sonntag geweckt zu werden ;-) Als ich ihm aber sagte, was los sei, war er schlagartig hellwach.
    Er rief dann bei seinen Eltern da, damit wir ins Krankenhaus fahren konnten. Sein Vater sagte uns, dass Chriss´s Mutter auf Arbeit sei - mit dem Auto.
    Oh Gott, was nun? Mir vielen auf Anhieb ne Hand voll Leute aus meiner Familie auf, die sich auch bereit erklärt hatten, zu fahren, wenn es so weit ist. Aber die wohnen alle außerhalb. Und bis die da sein würden - weiß Gott, was bis dahin passiert sein kann.
    Wir riefen dann im Krankenhaus an; die meinten, entweder einen Krankentransport oder ein Taxi. Das blöde ist nur: Ausgerechnet an dem Tag hatten wir kein Geld da. Und die nächste Bank ist ein ganzes Stückchen entfernt.
    Schlagartig viel mir ein, dass sich Chriss´s Cousin bzw. seine Freundin auch angeboten hatten, zu fahren. Also blieb uns nichts anderes übrig, als sie aus dem Bett zu klingeln. Und 15 Minuten später war sie auch da und wir fuhren endlich ins Krankenhaus.

    Dort angekommen, wurde erstmal der Muttermund untersucht. Diagnose: Muttermund zu, Gebärmutterhals noch nicht verkürzt. Innerlich stellte ich mich schon auf eine sehr, sehr lange Geburt ein. Dann wurde das CTG angeschlossen, Blutdruck gemessen und Blut abgenommen. Nach einer halben Stunde konnte ich dann erstmal frühstücken gehen.

    Zurück im Kreißsaal wurde ich ins Wehenzimmer gelegt und wieder ans CTG "angeschlossen". Chriss ist dann noch mal nach Hause gefahren um noch ein paar Sachen zu holen und ich hing die nächsten drei Stunden bis zum Mittagessen am CTG.
    Gegen zwei Uhr wurde ich dann noch mal untersucht. Diagnose diesmal: Muttermund immer noch zu.
    Ich hatte zwar Wehen, aber die waren kaum der Rede wert. Die Hebamme verschwand wieder und kam kurz darauf zurück und gab mir ein kleines Stückchen Tablette, das ich nehmen sollte. Sie sagte aber nicht, was das sei. Musste sie auch gar nicht, denn 15 Minuten später wurde mir das auch so klar: Die Wehen wurden nämlich langsam immer stärker!
    Das Blöde in der Situation war nur: Ich hing wieder am CTG und zwar auf der Seite. Da ich aber in den letzten Schwangerschaftswochen immer stärker Probleme damit hatte, auf der Seite zu liegen, konnte ich nach einer Stunde auch nicht mehr liegen. Was bedeutete, dass zu dem Wehenschmerz noch ein Stechen im Becken zu kam. Ich musste aber noch am CTG bleiben, da es immer mal wieder eine Unterbrechung bei der Aufzeichnung gab (hab bei den Wehen so sehr den Bauch angespannt, dass der Sensor verrutschte). Außerdem bekam ich bei jeder Wehe Rückenschmerzen - die fast noch schlimmer waren als die eigentlichen Wehen.

    Mittlerweile kam auch die Hebamme, die meinen GVK geleitet hatte, zu ihrer Schicht. Sie erlöste mich dann gegen 16 Uhr vom CTG und sagte, wir könnten auch ein bisschen rum laufen. Nichts lieber als das - konnte ich ja kaum noch liegen! Die Wehen ließen sich beim laufen auch besser veratmen. Nur die Rückenschmerzen ließen mich jedes mal fast an die Decke gehen. Nach zwei Stunden konnte ich dann nicht mehr und fragte die Hebamme, ob ich was gegen die Rückenschmerzen haben könnte. In dem Moment hätte ich auch ne PDA genommen - denn ich war wirklich fix und fertig. Sie schickte uns zurück ins Wehenzimmer und sagte, sie wolle vorher noch mal nach dem Muttermund sehen. Und siehe da, Muttermund 5 cm geöffnet. Sie sagte, dass die Rückenschmerzen Wehen seien und schickte uns in den Kreissaal. Dort gab sie Chriss einen Massageball und meinte, er soll mir einfach den Rücken damit massieren.
    Es war "herrlich", kann ich dazu nur sagen. So ließen sich auch die Wehen gleich viel besser veratmen.

    Die Hebamme ging dann wieder, weil im Kreißsaal nebenan auch grad eine Mami ihr Kind bekommen hatte. Logisch, dass sie da ne Weile weg blieb.
    Nach etwa 30 - 45 Minuten überkam mich dann während einer erneuten Wehe das Gefühl, pressen zu müssen.
    Ich muss sagen, ich war schon überrascht, da ich nicht damit gerechnet hatte, dass das so schnell ging. Nach zwei weiteren Wehen kam dann die Hebamme rein um nach uns zu schauen und ich fragte sie, ob man denn mitpressen dürfe. Sie fragte, ob ich denn das Bedürfnis dazu hätte. Als ich die Frage bejahte, untersuchte sie noch mal den Muttermund, der mittlerweile schon 8 cm offen war.

    Von da an ging eigentlich alles ganz schnell. Die Wehen wurden immer stärker und ich musste auch immer öfter mitpressen.
    Das Pressen an sich fand ich gar nicht so schlimm - auch wenn ich zeitweise echt Atemprobleme hatte. Während der Wehen hatte ich kaum genug Zeit um Luft zu holen bis der "Pressreiz" mich wieder überkam. Und die Abstände zwischen den Wehen ließen mir manchmal grade genug Zeit, um einmal tief ein- und wieder auszuatmen; ich hatte noch nicht mal richtig ausgeatmet, als die nächste Presswehe kam und hatte grade noch genug Zeit, um noch mal ein bisschen Luft einzuatmen und anzuhalten.
    Das Zusammenziehen der Gebärmutter war auch nicht das schlimmste. Am unangenehmsten fand ich das Gefühl in der Scheide, wenn das Köpfchen weiter nach unten rutschte. In den Momenten war ich echt glücklich, dass Chriss neben mir saß und ich ne Hand zum zudrücken hatte. Sein Arm sah danach aber auch wirklich mitgenommen aus. Er sagte auch immer, ich soll so fest drücken, wie ich wolle. Und ich könne den Schmerz ruhig raus schreien. Naja, nur wenn man kaum genug Luft hat um richtig mitpressen zu können, dann reicht es zum Schreien auch nicht mehr. Außerdem war ich viel zu sehr mit pressen beschäftigt, als das ich hätte schreien können.
    Irgendwann mittendrin zerstach die Hebamme dann die Fruchtblase ganz. (Eigentlich wollte ich ja eine Wassergeburt, aber zu dem Zeitpunkt war es dafür auch zu spät. Wenn ich was gesagt hätte, als ich vom Wehenzimmer in den Kreißsaal verlegt wurde, hätte es wohl geklappt. Aber zu dem Zeitpunkt war ich mit meinen Gedanken ganz woanders.)

    Um 19:29 Uhr war es dann endlich geschafft und unserer kleiner Leon war geboren. Er war 52 cm groß, wog 3450 Gramm und hatte einen Kopfumfang von 54 cm.
    Der Arzt gab mir dann noch ne Spritze, damit die Nachgeburt kam. Und eröffnete mir dann, dass er noch nähen müsse, da sie mich schneiden mussten. Und weil ich natürlich ein echtes Glückskind bin, ist der Schnitt, den sie gesetzt haben, gleich noch ein bisschen weiter gerissen.
    Das Nähen empfand ich als echt unangenehm. Sie hatten die Stelle zwar betäubt, aber ich bekam trotzdem jeden Stich mit. Und weil Schnitt und Riss nicht grad einfach waren, dauerte es noch mal ne halbe Ewigkeit, bis der Dok fertig war.
    Danach wurde Leon gewogen, gemessen und die U1 wurde gemacht, dann konnten wir weiter kuscheln.

    Gegen 22:30 Uhr wurde ich dann endlich auf die Wochenbettstation gebracht, bekam noch was zum Essen und durfte danach schlafen.
    Allerdings sagte die Schwester, sie käme gegen Mitternacht noch mal rein, weil ich bis dahin schon mal noch aufs Klo gehen sollte. Als sie gegen halb eins immer noch nicht da war, hab ich sie per Klingel gerufen, weil nun wirklich die Blase drückte und alleine sollte ich ja nicht gehen.
    Und mal gut, dass jemand da war, denn kaum das ich fertig war, verabschiedete sich mein Kreislauf und machte nen Abgang. Was zur Folge hatte, dass in der Nacht alle halbe Stunde Blutdruck und Puls gemessen wurde und an Schlaf somit nicht wirklich zu denken war.
     
    #4
    Haribo85, 21 März 2006
  5. Haribo85
    Haribo85 (31)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Verheiratet
    Das erste Jahr ist fast geschafft...

    Tja, nun ist es schon wieder fast ein Jahr her, dass Leon geboren wurde.
    Die Zeit verging echt wie im Flug. Ich frage mich manchmal echt, wo sie geblieben ist.
    Grade war Leon noch so klein (*mit den Händen zeig*), jetzt ist er schon so groß und läuft schon fast alleine und macht die ersten Sprechversuche und was er nicht schon alles gelernt hat.
    Und in zwei Wochen steht der erste Geburtstag an. Und dann haben wir kein Baby mehr - sondern ein waschechtes Kleinkind.

    Der Gedanke macht mich froh und traurig zu gleich!
    Traurig, weil einem so bewusst wird, dass die lieben Kleinen groß werden - was zwangsläufig bedeutet, dass sie in so etwa 18 Jahren nicht mehr auf ihre Eltern angewiesen sind.
    Und froh, weil es trotzdem schön ist zu sehen, wie sich ein Baby jeden Tag entwickelt, was es neues lernt und was für Fortschritte es macht.
     
    #5
    Haribo85, 20 Februar 2007

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