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Vorstellungsgespräch - muss Entscheidung treffen.

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Dreamerin, 12 Oktober 2005.

  1. Dreamerin
    Gast
    0
    Ich hatte ein Vorstellungsgespräch in meiner Nachbargemeinde, 3 km von mir zu Hause entfernt. Ich kann euch sagen, allein diese Heimatnähe ist schon ein Traum. Denn jetzt habe ich 1 Stunde und 15 Minuten einfach zur Arbeit, muss Auto, Zug und U-Bahn fahren und es nervt mich alles ungemein, was nur irgendwie in Verbindung mit meiner Arbeit gebracht werden kann...

    Soviel dazu.

    Auch die Leute dort waren mir sympathisch, das Gebäude, eben alles, es hat gepasst.

    Die Leute dort sind an mir sehr interessiert, das hat man richtig gemerkt. Es gibt nur einen Haken:

    Die Stelle ist für einen Angestellten gedacht, und ich bin Beamtin. Sie würden mich als Angestellte sofort nehmen... mit meiner Beamtenausbildung kann ich sofort in die Angestelltenstelle kommen. Ist nämlich in etwa die selbe Ausbildung.

    Jetzt ist es so, dass ich doch sehr an meinem Beamtenstatus hänge. Zur Zeit werden überall Stellen abgebaut und so hab ich was Sicheres.

    Andererseits gibts ja auch im Angestelltenverhältnis so einige Vorteile.

    Habt ihr Rat?

    Ich habe offen gesagt, dass ich gerne im Beamtenverhältnis bleiben würde. Dieser Herr klärt jetzt ab, ob man die Angestelltenstelle in eine Beamtenstelle umwandeln kann. Wenn das nicht geht, dann muss ich die Entscheidung treffen, ob ich Angestellte werden will oder nicht...

    PS Bitte nur schreiben, wer ETWAS Ahnung von dem Ganzen hat...
     
    #1
    Dreamerin, 12 Oktober 2005
  2. Sveniboy1984
    Verbringt hier viel Zeit
    301
    101
    0
    Single
    Also ich hab von der Sache keine Ahnung, aber drück dir die Daumen :knuddel:
     
    #2
    Sveniboy1984, 12 Oktober 2005
  3. Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
    6.884
    0
    2
    Single
    Ich hab "etwas" Ahnung, wenn auch nicht viel.

    Meine Eltern sind beide Beamte, meine Mutter hat teilweise aber schon viel mit Angestellten zusammengearbeitet. Es gibt wohl auch bei Angestellten so eine Regelung, daß sie die nach so-und-so-viel Jahren nicht "einfach so" rausschmeißen können, aber die werden unter Druck gesetzt und gemobbt ohne Ende, also regelrecht rausgeekelt, daß sie "freiwillig" gehen.

    Ich kann dir nur sagen, WENN du Beamtin bist, probier das zu bleiben. Wenn sie dir kommen mit: "Das wäre aber doch gar kein großer Unterschied..." *blablabla* - es IST ein großer Unterschied.

    Wie ist das eigentlich, "volle" Beamtin auf Lebenszeit wird man doch sowieso frühestens mit 27 (wenn ich mich nicht irre)? Wie ist das dann jetzt, können sie in ein paar Jahren sagen: "Tut uns leid, wir ernennen Sie nicht auf Lebenszeit?" - denn WENN dir das passieren KANN, hast du gute Chancen, daß es dann auch passiert...

    Sternschnuppe
     
    #3
    Sternschnuppe_x, 12 Oktober 2005
  4. Dreamerin
    Gast
    0
    Naja, darüber hab ich mir nie Gedanken gemacht...
    Weil ich auch noch nie gehört habe, dass jmd. nicht Lebenszeit wurde, obwohl alles gepasst hat. Da muss man schon entweder keine gute Leistung bringen oder krank sein oder so...

    Ich weiß eben, dass an Landratsämtern die Angestellten gekündigt werden... Sparmaßnahmen usw. Und Beamte wirste ja nicht los.
    Da (bei Angestellten) geht es einfach. Und für die ist das auch schwer, dann wieder was zu finden, weil sie ja eben gekündigt wurden.

    Ich kenn aber auch einen, der freiwillig Angestellter wurde, der ist im LRA auf der selben Stelle geblieben. Die Stelle war höher bewertet. Er hat dann den AL II gemacht (vergleichbar mit Aufstieg in den gehobenen Dienst) und kriegt jetzt gleich mehr Kohle. Also als Angestellter hat man nicht dieses starre System mit den Beförderungen, man kriegt sozusagen, das Geld, was man "verdient". Eben wie die Stelle bewertet ist.

    Wieso meinst du, die übernehmen mich nicht zur Beamtin auf Lebenszeit? Wieso ausgerechnet mich nicht? Da gibts sicher welche, die man eher loswerde sollte als mich :grrr:

    Ansonsten weiß ich, dass Angestellte nach 15 Jahren unkündbar sind.
     
    #4
    Dreamerin, 12 Oktober 2005
  5. Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
    6.884
    0
    2
    Single
    Na ja, weil sie auch da sparen, wo sie können... ich weiß nicht, wie "leicht" es ist, einen Beamten NICHT auf Lebenszeit zu übernehmen. Aber nach dem, was ich bei meinen Eltern erlebt hab, traue ich denen alles zu...

    Genau. Und vor allem gibt es bestimmte Angestellte, die dann eben nur innerhalb des öffentlichen Dienstes/der Justiz arbeiten KÖNNEN, weil sie nur dafür die Ausbildung haben und keinen Job gelernt haben, der in der "freien Wirtschaft" gebraucht würde.

    Klar, das KANN klappen. Muß aber nicht. Und ich hab die Erfahrung gemacht, daß da nur die davon profitieren, die immer schön spuren, sich einschleimen und nicht den Mund aufmachen.
    Was die Beförderungen angeht: Als Beamter wirst du mittlerweile auch nicht mehr automatisch alle paar Jahre befördert. Nur auf sog. "Funktionsstellen" --> und da kommen wiederum nur die hin, die nicht den Mund aufmachen, sich "hochschleimen". Man muß nicht gut sein oder was leisten - man muß nur den Mund halten.

    Ich sag ja nicht, daß die "ausgerechnet dich" loswerden wollen. :zwinker: Ich sag nur, daß da inzwischen gespart wird, wo's nur geht. Wie oben schon gesagt, ich weiß nicht, inwieweit das "leicht" oder "schwierig" ist, einen Beamten dann nicht auf Lebenszeit zu übernehmen, ob da schon triftige Gründen vorliegen MÜSSEN (laut Gesetz) oder ob es eben nur heißt: "Der Beamte kann... auf Lebenszeit übernommen werden", und sie einfach sagen können: "Tja, kann, muß aber nicht. Wir haben eh schon zuviel Leute...". Aber da kenne ich mich zu wenig aus.

    Ich weiß nur eins, ich will mal NICHT zur Justiz. Ich studiere ja Jura, aber ich hab bei meinen Eltern mitbekommen und gelernt, daß ich in diesen Scheißladen nicht rein will! Was die teilweise erlebt haben, was da mit einem gemacht wird... man kann niemandem trauen, es gibt mündliche "Zusicherungen", die nicht eingehalten werden, es werden Dinge gemacht, die laut Gesetz eigentlich gar nicht möglich sind, was da abgeht, ist schon unglaublich... meine Eltern haben immer noch einen Prozeß laufen, einen haben sie schon gewonnen.

    Na ja, bin da wohl negativ geprägt. Weiß aber auch, daß man gut Karriere machen kann, wenn man den Mund nicht zu weit aufmacht und die Mißstände ignoriert. Andererseits hat man auch gute Chancen, ganz, ganz böse über's Ohr gehauen zu werden. Eben mit so Dingen wie: "Jetzt kommen Sie erstmal und schauen Sie mal, wir sehen dann schon, daß wir da noch was machen..." - und später heißt es dann: "Sie hätten ja nicht zustimmen müssen. Was? Zusicherung? Nein, die gab's nicht".

    Sternschnuppe
     
    #5
    Sternschnuppe_x, 12 Oktober 2005
  6. Dawn13
    Verbringt hier viel Zeit
    3.916
    121
    0
    nicht angegeben
    Ich kenn mich mit Beamtenstati in Deutschland nicht aus und kann deshalb nur ganz pauschal dazu sagen, dass ich niemals einen Job behalten würde, an dem ich alles hasse, nur weil er (angeblich...) sicher ist. Letzteres halte ich eh für ein Gerücht, wenn die Wirtschaft nicht funktioniert, dann trifft es auch die, die angeblich nen sicheren Job haben. Allgemein: Lieber geh ich das Risiko ein, meinen Job wieder zu verlieren und hab dafür etwas, das mir zumindest etwas Spass macht als dass ich in irgendnem verstaubten Institut versauere.

    Edit. Sorry, hab erst jetzt gesehen, dass du noch ein P.S. angeführt hast. Ich lass das jetzt trotzdem mal drin.
     
    #6
    Dawn13, 12 Oktober 2005
  7. Dreamerin
    Gast
    0
    *Gesetz rauskram*
    *ungewohntes Gefühl, da schon so lange nicht mehr in der Hand gehabt*

    Art. 11 Abs. 2 Satz 1 BayBG: Ein Beamtenverhältnis auf Probe ist spätestens nach fünf Jahren in ein solches auf Lebenszeit umzuwandeln..." usw.

    Will meinen, dass man max. 5 Jahre Beamter auf Probe sein "darf". Außer natürlich man ist bis dahin noch nicht 27, dann gehts länger. Ich bin jedenfalls länger als 5 Jahre Beamtin auf Probe... weil ich es jetzt schon bin und ich bin erst 20 Jahre alt.

    Jedenfalls klingt das nicht so, als wäre das eine Ermessensentscheidung...

    Ich habe bereits die Ausbildung für die allgemeine innere Verwaltung. Ich kann überall hin... wo es Verwaltung gibt. Gemeinde, Landkreis, Bezirk, Regierung von Oberbayern, Arbeitsamt, Zweckverband, Verwaltungsgemeinschaft, Bundeswehr (?), usw.

    Naja dieser Typ, der das gemacht hat, saß in der Personalstelle auf einer A 8 oder A 9 Stelle. Hat dann ins Angestelltenverhältnis gewechselt, AL II gemacht und kriegt nun das Geld & hat sozusagen einen "Aufstieg" gemacht in den - vergleichbar - "gehobenen" Dienst. Und das nicht in Hof, wo man ein halbes Jahr am Stück weg ist, sondern in München, wo er täglich heim kommen konnte. Darin seh ich einen Vorteil. Und wenn im LRA Überbesetzung ist, wir DIESER Typ sicher nicht rausgeworfen. Er ist zwar kein Schleimer, sitzt aber an der "Quelle" und ist schon ein angesehener Mitarbeiter.

    *lol*
    Wem erzählst du das?
    Meine 2 Chefs warten schon ewig auf ihre Beförderung und sind frustriert wie Sau. Und wer darf das spüren? Klar... WIR ;-)

    Fluktuation...
    Die Stelle, auf die ich mich beworben hab, ist nur deshalb entstanden.
    Weil meine "Vorgängerin" geht auf die neu entstandene Halbtagsstelle. Die, die davor auf der Halbtagsstelle war, war eine Vollbeschäftigte... Hat man mal so eben die Zeit halbiert auf der Stelle...

    Ich denke, es ist einfacher, einen Beamten nach der Anstellungsprüfung nicht zu übernehmen. Mit Aushändigung des Prüfungszeugnisses biste ja kraft Gesetztes entlassen und 2 Minuten später kriegste normal deine Ernennungsurkunde zur XXXSekretärin z.A.
    Aber das hab ich hinter mir. Und mein z.A. ist auch weg. Bin also XXSekretärin.

    Kenn ich auch. Ich bin ja im Förderwesen tätig. Und wir halten uns an unsere Gesetze. Ein paar Gemeinden wollen das nicht einsehen, schnappen sich einen Landtagsabgeordneten, der sich dann an uns und ans Ministerium wendet. Die wenden sich dann an unseren Präsidenten und der an meinen Chef und ich muss dann was tun, was dem Gesetz wiederspricht :grin:

    Merkt man :zwinker:

    Ich finde gar nicht, dass man gut Karriere machen kann. Man ist in diesem starren System total gefangen. Man kann viel tun, man kann wenig tun, scheiß egal.
    Beurteilt KANN gar nicht gerecht werden, weil man nur so und so oft so und so viel Punkte geben darf usw. Und dann muss dich der Chef noch mögen, was meiner definitiv nicht tut, ich bin zu jung, zu "niedrig" (sprich: Kein Jurist und noch nicht mal im gVD) und noch dazu vom Land und nicht schön... und spreche Dialekt und trage keine Kostüme und Hosenanzüge... Musste mir meine Probezeitverkürzung schon erkämpfen. Glaub aber der Typ mag keinen... unterstellt jedem das Blaumachen usw.

    Ich habe ca. 10 Millionen € unter meiner Fuchtel zum verteilen (bin also in höchstem Maße korruptionsgefährdet *g*) und bis jetzt unterschreibt mein Chef jedes Schreiben von mir, wo ich jmd. Geld zuteile. Und jede Auszahlungsanordnung. Sprich: Mein Kopf ist aus der Schlinge, bzw. wir hängen zu zweit drin.

    Zusicherungen - IMMER schriftlich...
    Deshalb sichere ich auch nie was zu, was ich nicht zusichern kann. Von mir wollen so viele wissen, wanns endlich Geld gibt und ich kanns nicht sagen. Wir sind immer auf die Geldzuweisung von oben angewiesen und die erfahren wir Anfang des Jahres. Deshalb sag ich immer "rechnen sie mit 2-3 Jahren, aber die Auskunft ist nicht verbindlich, weil...".

    @ Dawn:

    Du hast Recht. Aber ich bin auf meinen Beruf angewiesen, ich würde schon gern meinen sicheren Arbeitsplatz behalten, (so lange er noch sicher ist) und niemals abhängig werden von irgendwem und auch nach Kindern usw. halbtags arbeiten können. Es HAT so viele Vorteile wie Nachteile, dieses Beamtengeschisse...
     
    #7
    Dreamerin, 12 Oktober 2005
  8. Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
    6.884
    0
    2
    Single
    Mit "Zusicherung" und "über's Ohr gehauen werden" meinte ich nicht das, was du gegenüber "Kunden" (um's mal so zu nennen :zwinker:) äußerst. Sondern ich meinte damit, daß du von deinen Vorgesetzten irgendwelche Dinge in Bezug auf deinen Job versprochen bekommst (andere Stelle, Beförderung, irgendeine Möglichkeit, dich weiterzuentwickeln, Arbeitserleichterung etc...), damit du erstmal "zufrieden" bist und nicht "aufmuckst".

    Sternschnuppe
     
    #8
    Sternschnuppe_x, 12 Oktober 2005

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