Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Wäre eine Therapie ratsam?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Mirija, 26 Februar 2007.

  1. Mirija
    Mirija (31)
    Verbringt hier viel Zeit
    154
    101
    0
    Verlobt
    Hallo,

    im Anbetracht der Ereignisse, die mir im letzten halben Jahr widerfahren sind, schulische Probleme und einem harten Schicksalsschlag in der Familie bin ich ziemlich aus der Bahn geworfen.

    Es ist jetzt nicht so, dass es mir die ganze Zeit voll schlecht gehen würde und ich nur noch am Heulen bin... eigentlich gar nicht. Es kommt nur von Zeit zu Zeit raus, wenn ich alleine bin vor allem. Da habe ich immer das Gefühl, dass sowieso "alles im Arsch" ist und nichts mehr Sinn macht. Ich fang dann wegen Kleinigkeiten zum Heulen an oder wenn Erinnerungen hochkommen. Oder wenn mir momentan alles über den Kopf wächst und ich einfach nur gerne eine Pause hätte... also "schubweise" werde ich richtig depressiv.

    Ich frage mich, ob das normal ist in meiner Situation. Ob ich mich von selbst wieder erholen werde oder ob es doch ratsam wäre, vielleicht einmal mit meinem Hausarzt darüber zu sprechen.

    Ich weiß, das sind jetzt nicht so viele Informationen. Ich kann gerne noch etwas mehr erzählen, falls euch das hilft. meine Frage ist jedenfalls ob ihr mir zu einer Therapie raten würdet... oder ob ich mir eher weniger sorgen machen sollte, weil das eh normal ist.
     
    #1
    Mirija, 26 Februar 2007
  2. Syber
    Syber (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    627
    103
    1
    vergeben und glücklich
    ...mich würde interessieren ob du niemanden hast (freunde od. familie) mit dem du über deine probleme sprechen könntest?

    ...wenn du niemanden hast od. du dich deiner familie / freunden einfach nicht anvertrauen willst, würde ich dir raten zum hausarzt zu gehen und eventuell ein gespräch mit einem / einer therapeutin zu führen..

    ...ich weiß jetzt nicht genau was dir alles passiert ist, aber für mich hört sich das eher so an, als würde es ohne hilfe nicht verschwinden...
     
    #2
    Syber, 26 Februar 2007
  3. die jule
    die jule (26)
    Verbringt hier viel Zeit
    353
    101
    0
    in einer Beziehung
    Wenn es dir nicht zu schwer fält, was ist denn in deiner Familie passiert??
    Wie Syber schon sagte versuch mal mit Freunden/Familie über deine Problem zu reden. Falls dir das zu schwer fällt gibt es in jeder Stadt Beratungstellen für junge Menschen. Diese Stellen vermitteln dir dann auch Adressen wenn sie bei dir eine "Krankheit" sehen.

    Was auch sher gut, ist wenn du das Geschriebene in einem Tagebuch oder in Gedichten aufschreibst. Nur ich weiß nicht ob du so eine Art von Mensch bist.

    Versuche auch möglichst wenig allein zu sein und Spass zu haben, denn Ablenkung ist immer gut.
     
    #3
    die jule, 26 Februar 2007
  4. Mirija
    Mirija (31)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    154
    101
    0
    Verlobt
    danke für eure antworten. also jetzt weiter.

    also, das ist es eigentlich nicht. ich habe menschen, denen ich mich anvertrauen kann und ich bin auch tatsächlich nicht alleine. ich habe keine probleme, über alles zu reden, das ist es auch nicht... ich bin relativ offen was das betrifft. aber natürlich ist es blöd, allen dauernd die ohren vollzuheulen.

    ich kann auch einen kleinen einblick in die dinge geben.
    es hat vor ca. einem halben jahr angefangen, ich hatte eine problematische Beziehung, die mich auch körperlich geschwächt hat (bin einen monat lang krank gewesen). ich hatte immer menschen die hinter mir standen und für mich da waren. aber klar, es hängt dann immer von der eigenen entscheidung ab und leiden tut man ja trotzdem alleine. so habe ich mit blogschreiben begonnen, was mich erleichtert hat - also es ist nicht so, dass ich mir nicht zu helfen wüsste oder so...

    wir haben ein recht großes haus und ich bin oft alleine und das sind dann eben die momente, in denen alles hochkommt... nicht immer, aber von zeit zu zeit eben. ich bin beispielsweise auch gerade eben alleine, aber ich habe kein problem damit.

    ...ich bin von einer problematischen beziehung in die nächste gerutscht, hatte letztes semester auch schulische probleme (keinen nerv dafür, so eine null-bock-phase eben), mir ist in einer 200 km entfernten stadt im ausland mein auto mal eingegangen (ich weiß, hört sich doof an, zehrte aber auch an meinen nerven) und naja... die krönung war, dass anfang des jahres ein sehr wichtiger mensch für mich praktisch "gestorben" ist und das hat mir dann den rest gegeben... ich stehe vor einer komplett neuen, ungewohnten situation und muss erst einmal damit zurechtkommen, ohne tag für tag auf dinge zu stoßen, die mich an diesen menschen erinnern...

    ...aber ich weiß ebennicht, sind diese schübe "trauerschmerz"? wird es wieder vergehen? oder komm ich aus diesem loch in das ich von zeit zu zeit falle, nicht mehr von selbst raus? schwer zu beurteilen. deswegen frage ich mich, ob es menschen hier gibt, denen es schon mal ähnlich ergangen ist und wie diese mit dieser situation umgegangen sind...


    und naja, das hört sich jetzt vielleicht oberflächlich an, aber falls ich jetzt eine therapie mache - das kostet ja nicht gerade wenig und ich möchte nicht, dass mein vater das erfährt, falls ich mich dazu entschließe, es zu tun... deswegen denke ich die ganze zeit nach.
     
    #4
    Mirija, 27 Februar 2007
  5. Melia
    Melia (37)
    Verbringt hier viel Zeit
    263
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Hallo Mirija

    für mich klingt das Ganze normal -- Du bist ein Mensch mit Gefühlen, bei dem die Ereignisse der letzten Zeit eben Spuren hinterlassen haben. Gerade weil Du Dich mit Deinem jetzigen "Freund" wieder in einer schwierigen emotionalen Situation befindest. Wir alle haben Phasen, in denen man sich vermehrt einsam und bedrückt fühlt. Von dem, was Du schilderst, würde ich auf keine Depression schließen.
    Wenn Du dennoch zu einem Arzt gehen möchtest: habt Ihr evtl. eine psychosoziale Beratungsstelle vor Ort? Soweit ich weiss, gibt es die Möglichkeit bei solchen Stellen 5 Sitzungen, also Notversorgung sozusagen, gratis zu bekommen. Eine Freundin meinerseits macht gerade eine Therapie, an die sie innerhalb von 2 Wochen gekommen ist, weil sie ein akutes Bedürfnis nachweisen konnte und eben von so einer Beratungsstelle an einen Arzt verwiesen wurde (dabei hat sie momentan nur das Problem der Orientierungslosigkeit und Antriebsschwäche).

    Grundsätzlich finde ich es allerdings bedenklich wegen jeder Kleinigkeit zum Psychater zu laufen, es gibt Probleme, die muss man auch aus eigener Kraft lösen können. (Das ist nicht auf Deine Probleme bezogen, sondern ganz allgemein gesprochen.)
     
    #5
    Melia, 27 Februar 2007
  6. Mirija
    Mirija (31)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    154
    101
    0
    Verlobt
    hallo... :smile:

    ja, du weißt ja noch ein wenig besser bescheid über die ganzen sachen.

    eben. das sehe ich auch so. auf der einen seite sag ich ja "ok, es ist ja nicht so schlimm, das kriegst du schon", aber auf der anderen seite hat man eben manchmal angst, dass man es quasi "übersieht" und auf einmal ist es dann zu spät.

    und das seltsame ist eben, dass ich jetzt eigentlich meiner meinung nach das schlimmste von allen schon überstanden habe und es langsam wieder bergauf geht... nur ab und zu bin ich trotzdem überfordert und will halt einfach, dass die zeit für eine weile stehenbleibt. das neue semester hat begonnen, der schulstress geht weiter und ich hab einfach angst, dass es wieder so weiter geht wie letztes semester. auf der einen seite ist es eine gute ablenkung, ja, aber auf der anderen seite nervt's nur.

    ...ich "therapier" mich ja quasi selbst, indem ich zum beispiel hier reinschreibe. mich ein bisschen damit beschäftige, was andere menschen dazu zu sagen haben, und es dann wieder ruhen lasse um mich wieder mit freiem kopf anderen dingen widmen zu können. ich fühle mich eigentlich nicht so nach einer therapie oder so, aber manchmal fragt man sich halt, wenn man wieder mal im bett liegt und sich in den schlaf heult weil man sich so elend fühlt. aber wie gesagt, das vergeht dann wieder. ich mache mir nur gedanken darüber, ob es irgendwann nicht wieder kommt und dann nicht mehr vergeht.

    so beratungsstellen gibt es gewiss in der stadt, ich werde mich wohl einmal schlau machen.


    ...achja. eine freundin von mir hatte einmal burnout und ich war eigentlich relativ überrascht über die heftige therapie die sie bekommen hat...
    das ganze hat sich über wochen hingezogen in denen sie regelmäßig termine beim psychologen hatte und über einen langen zeitraum hinweg auch medikamente einnehmen musste. so weit will ich halt auch nicht dass es kommt.
     
    #6
    Mirija, 27 Februar 2007
  7. Melia
    Melia (37)
    Verbringt hier viel Zeit
    263
    101
    0
    vergeben und glücklich
    hi :smile:

    Ich kann das gut verstehen. Ich habe in den letzten 3 Jahren, während der allgemeinen Examenszeit, nahezu alle meine Freunde zu einem Psychotherapeuten rennen sehen. Mit Ausnahme meines Freundes und mir waren ALLE beim Arzt und haben sich Antidepressiva verschreiben lassen oder wegen Leistungsdruck Sitzungen gehabt. Ich möchte echt nicht behaupten, dass es mir während dieser Zeit gut ging (ich habe eine langjährige Freundschaft zerstört deshalb), aber ich dachte mir immer, dass man mit Leistungsdruck (bis zu einem gewissen Grad) alleine klarkommen muss. Ein guter Freund ist wirklich schwer depressiv und wenn ich ihn ansehe, der starke Medikamente nehmen muss, und dann im Gegenzug die Mädchen, die zum Arzt gehen, weil sie gerade unter Antriebslosigkeit leiden (Zitat: "Ich kann meinen Abwasch nicht machen."), dann frage ich mich manchmal schon, ob wir nicht langsam in einer Gesellschaft leben, in der man keinem Druck mehr gewachsen ist und in der es in einem gewissen Sinne einfach chic ist zum Psychologen zu gehen.

    Du bist die Einzige, die Deine Situation hier wirklich einschätzen kann. Einerseits kann ich nur sagen: verwundert es Dich wirklich, dass es Dir nicht gut geht? Überleg Dir doch mal, was in der letzten Zeit passiert ist... schon ganz schön harter Tobak, vor allem weil es momentan bei Dir in vielen Beziehungen auch nicht rosig zu laufen scheint. Andererseits: Wenn Du das Gefühl hast abzurutschen oder einfach eine "unbeteiligte" Anlaufstelle brauchst, schau doch bei so einer Beratungsstelle vorbei. Schaden kann es ja nicht. Vielleicht bekommst Du dann ein neues Bild.

    Deine Schulsituation ist natürlich eine schwierige, da Du ja permanent kreativ sein musst. Soweit ich weiss, ist es aber auch möglich, durch bewusste Techniken diesen Kreativ-Schalter umzulegen... . Dieses extreme, unproduktive Rumhängen kenne ich übrigens auch von mir selbst -- jetzt gerade zum Beispiel :smile: :cry:

    Die Frage ist nur, ob man das nicht mittlerweile immer verschrieben bekommt, wenn man zum Arzt geht. Verweis noch mal auf meine Abwasch-Freundin, die jetzt eine Akut-Therapie über 3 Monate mit 2 Sitzungen die Woche bezahlt bekommt oder auf jeden meiner Freunde, der während des Examens aufgrund von Prüfungsstress leichte Antidepressiva verschrieben bekam.
     
    #7
    Melia, 27 Februar 2007
  8. Mirija
    Mirija (31)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    154
    101
    0
    Verlobt
    ...ich mein, was ist in diesen antidepressiva drinnen? mir ist der name entfallen, aber sie unterstützen den körper, wieder "glückshormone" zu produzieren, damit es einen dann wieder besser geht. soweit ich weiß kann man von diesen dingern aber auch abhängig werden, wenn man's übertreibt.

    ...ich häng hier auch rum :grin:. noch keine lust, schlafen zu gehen.

    ich finde das irgendwie schon stark, dass du in der zeit wo alle leute um dich rum zum therapeuten gerannt sind gesagt hast "das brauch ich nicht, das ist blödsinn", weil ich glaube, wenn das alle machen, fängst du ja selber auch schon an zu glauben dass du jetzt auch bald die nächste bist, die "bekloppt" wird vom leistungsdruck...

    ja, das auf knopfdruck kreativsein hat bei mir nicht so gut geklappt das letzte semester. wie gesagt, ich hatte einfach keine lust... keinen geist dafür. man kann nicht immer "funktionieren".

    ...meine "suche nach der wahrheit" ist wohl dann auch noch dazugekommen. der punkt im leben, an dem ich mich das erste mal gefragt habe, was mir wirklich wichtig ist. beruf oder familie? partner oder karriere? ist beides möglich? wo will ich einmal hin? - ich glaube, ich habe mich mehr für eine familie entschieden - obwohl mir das was ich mache, spaß macht. ich bin kein ellbogenmensch...


    zum thema "ich kann meinen abwasch nicht machen" hab ich auch noch was. dieses problem, so antriebslos zu sein hab ich auch. ich glaub da muss mans ich selbst aufraffen... ich bin in der letzten zeit ewig nur rumgelegen und habe alles in zeitlupe erledigt... die stunden vergingen wie nichts, während ich langsam die dinge erledigt habe die ich zu tun hatte, nur eben in der doppelten zeit davon, die ich normalerweise gebraucht hätte... was soll's...

    danke für deinen rat. du hilfst mir wie immer ziemlich weiter :knuddel: .
    ja, wenn's mich noch länger beschäftigt, werde ich wohl mal sehen, was leute von so einer stelle zu dem ganzen zu sagen haben...

    ich denke mir halt immer, andere leute erleben auch viel mist und denen geht's wohl noch viel schlechter als mir und die sind auch nicht daran gestorben...
     
    #8
    Mirija, 27 Februar 2007
  9. Melia
    Melia (37)
    Verbringt hier viel Zeit
    263
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Kenne ich. Raffe mich gerade auf und bibliographiere noch ein wenig...:smile:

    was die Antidepressiva betrifft, weiss ich auch nicht so genau, was da drin ist, aber ja, sie können süchtig machen, deshalb darf man sie auch nur einen kurzen Zeitraum nehmen (meine Freunde bekamen es immer so ca. 4 Wochen verschrieben, soweit ich mich erinnere). Sie sagten, dass man dadurch ruhiger würde und der Druck nachlässt. Man kann wohl wieder besser arbeiten.

    :schuechte Ich hatte gute Freunde und einen (auch inhaltlich) mir immer helfenden Freund. Das hat mich davor bewahrt. Zudem hat es geholfen, dass alle Freunde es mir hinter vorgehaltener Hand erzählt haben und es peinlich fanden :tongue:

    Ich glaube, dass wenn man einen Partner hat, der auch bereit ist mal zurückzustehen, viel mehr möglich ist, als man denkt. Zudem bist Du noch so jung, dass es nichts bringt, sich über Ungeschehenes riesige Gedanken zu machen. Klar, früher oder später steht eine Entscheidung an, aber bis dahin wird noch viel geschehen. Du wirst Dich verändern und die Situation um Dich herum auch -- ausserdem trifft man so eine Entscheidung meist nicht auf einmal sondern in kleinen Schritten :smile: (komme mir irgendwie altklug vor :engel: )

    Das Problem der Antriebslosigkeit kenne ich auch. Neulich habe ich 7Std gebraucht, um mir einen Tee zu kochen (vom Entschluss bis zur Durchführung :grin: ) Ich finde es nur komisch, deshalb zum Psychotherapeuten zu gehen und nicht das selbst auf die Reihe kriegen zu wollen. Erfahrungsgemäß funktionieren die Dinge auch, wenn man sich endlich mal aufgerafft hat: ein geregelter Tagesrhythmus kann Wunder wirken.

    .
    Da werd ich richtig rot. Danke. :schuechte

    So sehe ich es auch. Eine Bekannte ist stark körperbehindert und meistert ihr Leben so tapfer und energiegeladen, dass ich oft denke, dass ich schlicht und ergreifend eine Memme bin. Es kommt halt immer nur auf den Vergleich an.
     
    #9
    Melia, 27 Februar 2007
  10. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
    9.405
    248
    657
    nicht angegeben
    @Melia:

    Deine Beiträge bringen da vieles auf den Punkt, sehr gut kommentiert :jaa:

    Übrigens: Die Freundin meines besten Freundes macht auch regelmässig Therapien, wenn sie "Probleme" hat - um nacher selbst zum Ergebnis zu kommen, dass die Therapie eigentlich nix genützt hat. Und weil's nix geholfen hat, ihre "Probleme" zu lösen, geht sie kurz darauf in die nächste Therapie. Meinen Kumpel nervt's schon total und sagt ihr immer, was soll das bringen? Nachher sagt sie eh, es hätte nix geholfen.
    Da freut sich der Geldbeutel des Therapeuten:engel:

    Soviel zum Thema "es ist chic, zum Psychologen zu gehen und ne Therapie zu machen"!:kopfschue
     
    #10
    User 48403, 27 Februar 2007
  11. Mirija
    Mirija (31)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    154
    101
    0
    Verlobt
    eine arbeitskollegin von mir macht das auch.

    ich hab sie gefragt "warum gehst du zu irgendwem und erzählst ihm deine sorgen?"

    sie hat gemeint, sie bräuchte das. weil sie habe ja essstörungen und voll das problem damit... deswegen regt sie sich auch auf, dass die krankenkasse ihr nichts bezahlt - sie hat glaub ich gesagt, wenn quasi ein "bedarf" festgestellt würde, würde ihr die krankenkasse die hälfte der therapiestunden bezahlen...

    ...die ist zum beispiel wirklich ein mensch, von dem ich mir denke, dass er das nicht braucht...



    ...und ich denke mir, wenn man sich bei jedem "problemchen" gleich auf den rat eines therapeuten verlässt - dann hat man doch gar keinen grund mehr, etwas aus eigener kraft zu bewältigen. so begibt man sich doch immer mehr in einen teufelskreis hinein, oder? so denke ich mir das beispielsweise bei der bekannten von radl_django...
     
    #11
    Mirija, 27 Februar 2007
  12. User 68557
    User 68557 (26)
    Sehr bekannt hier
    2.084
    168
    391
    in einer Beziehung
    Ich kann mich gut in deine Lage reinversetzen! Vor 1 1/2 Jahren bin ich sehr krank geworden und mein Leben schien zu Ende...
    Es schien als könnte ich nie einen Führerschein machen, bekäme einen Behindertenausweis und müsste meine Hobbies aufgeben.. Könnte nie mehr alleine sein.. etc
    Ich vergaß mich fast.
    Ich hasste mich&ich wollte nicht mehr.
    Ich war auch kurz davor, einen Phsychologen aufzusuchen, doch dann bin ich zu dem BESTEN Neurologen (bin neurologisch erkankt) unter der Sonne gekommen, der mir all die Kraft gegeben hat, die ich brauchte. Er war also ein kleiner Phsychologe für mich.
    Ich bin raus aus meinem Loch. Und alles ist bei weitem nicht so schlimm wie es schien!
    Das siehst du sicher auch bald so!
     
    #12
    User 68557, 27 Februar 2007
  13. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
    9.405
    248
    657
    nicht angegeben
    Du hast es erfasst!
    Ich sehe allgemein immer öfters, dass Leute sich einem Therapeuten anvertrauen. Wenn es sich um gravierende Probleme handelt, ist eine psychologische Betreuung ja auch sinnvoll. Und dann gilt es, einen Therapeuten zu finden, bei dem man auch wirklich das Gefühl hat, ihm komplett alles anvertrauen zu können. Und das ist auch nicht so einfach. Es gibt gute Threapeuten und Quacksalber.

    Bisher hatte ich in meinem Leben noch keinen Psychologen benötigt. Das soll jetzt nicht als Angeberei klingen, sondern ich hatte immer versucht, auch grössere Probleme zu meistern. Das hatte mir auch ungemein geholfen, heute mehr oder weniger jede Situation zu meistern.

    Abgesehen davon wüsste ich gar nicht, ob bei mir eine Therapie, selbst wenn ich eine benötige, funktionieren würde, denn ich würde alles, was mir ein Psychologe sagt, hinterfragen, da er mich ja als Mensch gar nicht kennt. Wirklich geholfen hatten mir meine Familie oder meist meine besten Freunde, die mich in-und auswendig kennen. Ich hatte erst kürzlich mit meinem besten Freund darüber gesprochen, und er kennt mich seit 14 Jahren und ist ebenfalls der Meinung, dass eine Therapie bei mir keinen Sinn hätte, eben aus dem Grunde, ich hätte einen zu sehr starken (vielleicht falschen?) Ehrgeiz, Probleme aus eigener Kraft bewältigen zu wollen und Ratschläge eines Therapeuten in Frage stellen.

    Vor einem Jahr wollte ich eine Therapie machen, wegen jahrelangem Mobbingterrors auf dem Arbeitsplatz - weil ich so fertig war und glaubte, aus eigener Kraft das nicht bewältigen zu können. Erstaunlicherweise hatte ich mich so schnell wieder erholt, dass ich es nicht mehr für nötig hielt, nie Therapie zu machen. Wahrscheinlich habe ich einen sehr starken Selbsterhaltungtrieb in mir, ich glaub, das spielt eine entscheidende Rolle.

    Therapie ja oder nein - ich steh da allgemein ziemlich im Zwiespalt, weil ich relativ häufig und auch hier im Forum lese, dass Therapien am Ende nix geholfen haben:ratlos:
     
    #13
    User 48403, 28 Februar 2007
  14. Mirija
    Mirija (31)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    154
    101
    0
    Verlobt
    sorry. hab nicht mehr mit einer antwort gerechnet, deswegen hats gedauert :grin:

    ja, das denk ich mir wohl auch...
    ich kann mir nur noch erinnern, wie ich mit 16 oder so öfters zur schulärztin gegangen bin und die quasi als "seelischen mülleimer" missbraucht habe.
    mal jemanden vollzujammern ohne ein schlechtes gewissen zu haben oder angst zu haben dass dein gegenüber langsam die schnauze voll hat war schon ok, also danach gings mir schon besser. aber im endeffekt hat sie mir auch nicht wirklich geholfen. vor allem nicht damit, dann zu meinem klassenlehrer zu rennen und ihm zu erzählen dass ich prüfungsangst habe und er das dann natürlich in der ganzen klasse vor 25 leuten breitgetreten hat ("ja, wer hat das denn gesagt?")

    ich fühlte mich "betrogen" und nicht mehr ernst genommen. und wie du eben sagtest, warum soll mir ein wildfremder mensch helfen können, der mich nicht einmal kennt?

    ich weiß ja nicht, wie so eine sitzung abläuft. ich mein, wenns nur darum geht, mit jemandem zu sprechen, dann gibt es doch wie man sieht auch andere möglichkeiten oder?
     
    #14
    Mirija, 5 März 2007

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - Wäre Therapie ratsam
Savior84
Kummerkasten Forum
8 Mai 2016
132 Antworten
hhh
Kummerkasten Forum
30 September 2015
16 Antworten
Bass_One
Kummerkasten Forum
5 Januar 2015
22 Antworten