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Würdet ihr eine Beziehung eingehen mit Person mit niedriger Lebenserwartung?

Dieses Thema im Forum "Liebe & Sex Umfragen" wurde erstellt von *PennyLane*, 18 Februar 2010.

  1. *PennyLane*
    0
    ...........
     
    #1
    *PennyLane*, 18 Februar 2010
  2. User 66223
    User 66223 (31)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Es wäre zwar hart für mich aber ich würde dann versuchen soviel Zeit wie möglich mit der Person zu verbringen. Also JA, ich würde eine Beziehung eingehen, einfach weil ich wenigstens diese Zeit mit ihm genießen will die uns bleibt.

    Auf der einen Seite wäre der Verlust sicher verdammt schmerzhaft aber man weiß ja nicht ob die Beziehung bis zu seinem Ende auch halten würde, so hart es klingt. Das Risiko würd ich trotzdem sofort eingehen wenn mir der Mensch sehr wichtig ist!
     
    #2
    User 66223, 18 Februar 2010
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  3. User 48246
    User 48246 (30)
    Sehr bekannt hier
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    108
    vergeben und glücklich
    Na ja wenn man sich verliebt - verliebt man sich.

    Und wenn man danach sowas erfährt dann ändert das ja nichts an der Gefühlen!


    Also natürlich würde ich eine Beziehung eingehen und sehr schöne gemeinsame Jahre verbringen.

    Außerdem weiß ich aus eigener Erfahrung, was diese Prognosen bedeuten und wie falsch die dann sein können. Es gibt genug Leute, die noch viele Jahre länger leben, als die ursprüngliche Prognose war.
    Von daher: nein, mich würde das nicht von einer Beziehung abbringen.


    Und dazu kommt noch, dass man mit so einer Krankheit ja schon "gestraft" genug ist. Da ist es besonders wichtig, dass man Menschen hat, die zu einem stehen, Kraft spenden und unterstützen - auch in Zeiten wo es grad gesundheitlich nicht so gut ist.
    Ich hab selber erlebt, wie viel familiäre und partnerschaftliche Unterstützung dazu beitragen können, dass auch schwierige Zeiten einigermaßen gut überstanden werden können.
     
    #3
    User 48246, 18 Februar 2010
  4. krava
    krava (35)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
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    Verliebt
    Ich wäre sicherlich erstmal überfordert, aber eine Trennung wäre sicherlich nicht die Konsequenz!
    Zumal sich in 10 Jahren viel ändern kann, grade im Bereich der Medizin. Ich würde den betroffenen Mann in allen Belangen unterstützen und einfach das Beste hoffen.
     
    #4
    krava, 18 Februar 2010
  5. ülpentülp
    0
    ich stelle mir gerade eine partnerschaftsanzeige vor:

    er/sie .. xx alt, sucht xx, für xx. du solltest xx sein, xx haben ... und du solltest auf jeden fall wissen, das du noch lange lebst.

    wenn ich jemanden mag oder gar liebe, dann ist es doch unerheblich, welche lebenserwartung dieser mensch hat.
    eher im gegenteil: wenn ich weiß, das die lebenserwartung der geliebten person beschränkt ist, tue ich alles, um die zeit so schön wie möglich zu erleben. gemeinsam.

    der tot gehört nunmal zum leben. ob mit 80 oder mit ?30 ..
     
    #5
    ülpentülp, 18 Februar 2010
  6. CCFly
    CCFly (36)
    live und direkt
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    263
    Verheiratet
    wär mir egal, ich würde mit ihm zusammen sein wollen.
     
    #6
    CCFly, 18 Februar 2010
  7. User 88899
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Bin ich bereits. Mein inzwischen verstorbener Exfreund war bereits schwer krank, als ich ihn kennen lernte, d.h. er konnte zu dem Zeitpunkt noch ziemlich normal leben, hatte aber schon öfter in Lebensgefahr geschwebt und dann verschlechterte es sich, bis er letztendlich auch starb. Für mich war das die schrecklichste Zeit meines Lebens und ich habe seitdem wahsinnige Angst davor, dass mir mein jetziger Freund wegstirbt, auch wenn er nicht krank ist. Trotzdem hätte ich nicht auf die Beziehung verzichtet. Wenn ich verliebt bin, gibts eh kein Zurück mehr für mich, sofern derjenige sich nicht als mieser Charakter entpuppt. D.h. solche äußeren Bedingungen sind zwar scheiße, aber könnten mich nicht abhalten. Ich hätte auch sicher immer die Hoffnung, dass sich der Zustand bessert, manche leben ja trotz schwerer Krankheit viel länger als vorhersgesagt und die Medizin kann in den nächsten Jahren erhebliche Fortschritte machen. Mein Freund hätte sicher auch länger gelebt, wenn er nicht oft den Anweisungen der Ärzte zuwider gehandelt hätte, er hats phasenweise nicht genau genommen mit den Medikamenten usw.
    Es wäre aber eine harte Zeit, da ich eh übersensibel bei dem Thema bin.
     
    #7
    User 88899, 18 Februar 2010
  8. User 49007
    User 49007 (29)
    Sehr bekannt hier
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    168
    299
    Verheiratet
    Wenns passt würde ich das ohne gross zu überlegen eingehen! Lieber 10j mit den besten Menschen haben als nichts
     
    #8
    User 49007, 18 Februar 2010
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  9. Schattenflamme
    Öfters im Forum
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    nicht angegeben
    Kann ich schwer sagen. Die Vernunft sagt mir "tu es nicht". Es würde all meinen Lebensplänen zuwiderlaufen. Ich möchte eine Familie, ich möchte Kinder - und das in ziemlich genau 10 Jahren, vielleicht ein wenig früher.
    "Sehenden Auges" darauf zu zu laufen, dass ich dann ohne Freund und ohne Kinder - oder aber als alleinerziehende Mutter dastehe kann ich mir schwer vorstellen. Ich glaube meine Zukunftsangst wäre zu groß, als dass meine Liebe es aushalten könnte. Etwas anderes könnte es sein, wenn ich schon große/fast große Kinder habe.

    Ich weiß, es gibt keine Grantie dafür, dass ich mit Anfang 30 den Mann meines Lebens zum "Familie gründen" an meiner Seite habe. Aber dennoch möchte ich nicht, dass das von Anfang an ausgeschlossen ist. Genauso wenig kann ich mir vorstellen, eine Beziehung mit jemandem zu führen, der Familiengründung von Anfang an ausschließt.

    Allerdings kann ich einfach nicht sagen, was ich tun würde, wenn ich mich verliebe...
     
    #9
    Schattenflamme, 18 Februar 2010
  10. User 12900
    where logic cannot intervene
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    nicht angegeben
    Ja, würde ich.
    Ich bin 21, da halten die meisten Beziehungen eh nicht 10 Jahre. Das mag hart klingen, aber es ist nunmal so.
    Würde die Beziehung dennoch so lange halten, würde ich aber natürlich bis zum Ende zu ihm stehen.
     
    #10
    User 12900, 18 Februar 2010
  11. LiLaLotta
    LiLaLotta (31)
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    vergeben und glücklich
    Wenn ich bereits tiefere Gefühle für diese Person hätte, würde ich diese doch nicht einfach abschalten können! Also würde ich eine Beziehung eingehen, allerdings bezweifle ich, dass ich damit besonders glücklich wäre, wenn ich immer im Hinterkopf hätte, dass er bald sterben wird. Wobei ich mir vorstellen kann, dass man sich mit diesen Umständen auch arrangieren kann! Es wäre wohl eine Beziehung geprägt von Angst, Leidenschaft, Innigkeit und Dramatik, weil man versuchen würde, jeden Moment komplett auszunutzen...Aber sowas mag ich eh, da wären sich wenigstens beide Seiten über die Ernsthaftigkeit bewusst. Aber es ist ja nicht mal gesagt, dass die Beziehung auch wirklich so lange halten würde...
     
    #11
    LiLaLotta, 18 Februar 2010
  12. krava
    krava (35)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
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    Verliebt
    Wenn du beginnst zu lieben sagst du schon ja zu den Schmerzen des Abschieds...

    Das fiel mir grade noch dazu ein. :ratlos:
     
    #12
    krava, 18 Februar 2010
  13. *PennyLane*
    0
    .......
     
    #13
    *PennyLane*, 18 Februar 2010
  14. User 49007
    User 49007 (29)
    Sehr bekannt hier
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    Verheiratet
    auch da würde sich meine Meinung nicht ändern. Es spielt für mich keine Rolle ob jemand krank ist oder krank wird. Solange er halbwegs selbsständig ist, jedenfals am Anfang.
    Es kommt halt einfach nur auf die Liebe an. Wenn sich jemand in mein Herz schliesst spielt fast nichts mehr eine grosse Rolle
     
    #14
    User 49007, 18 Februar 2010
  15. User 18780
    User 18780 (33)
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    Verheiratet
    beim thema liebe gehe ich nur vorwärts, nicht zurück. probier es aus, wie du es bei jeder anderen beziehung auch machen würdest.

    wenn du eh schon verliebt bist, dann ist eine trennung von dieser person ohnehin schwer.
    wer weiß, vielleicht hält die beziehung ja nicht lange.

    seinen todeszeitpunkt kennen die wenigsten menschen. einen "gesünderen" partner zu wählen, und von einem menschen mit kurzer lebenserwartung abstand zu nehmen heißt ja noch lange nicht, dass dieser gesunde mensch nicht dennoch unvorhersehbar früher stirbt. mal ganz davon abgesehen, dass du vielleicht länger alleine bist und auf der suche nach einem ebenbürtigen partner, als du mit dem jetzigen zeit erlleben kannst.

    tod ist etwas ungewisses. es ist nur sicher, dass er irgendwann mal eintritt. und bis dahin kann man eine schöne zeit haben, und sein leben genießen. gemeinsam.
     
    #15
    User 18780, 18 Februar 2010
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  16. Película Muda
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    vergeben und glücklich
    Ich glaube, mir würde die Situation sehr zusetzen, weil ich grundsätzlich mit Verlustängsten zu kämpfen habe. Allerdings bin ich ein Mensch, der sich ganz oder garnicht verliebt und wenn ich mich wirklich in diese Person verliebt hätte oder dabei wäre, müsste es einfach so sein. Ich würde auf jeden Fall die Beziehung eingehen, gemeinsam versuchen, mit der Situation umgehen zu lernen und die Zeit bestmöglich genießen.

    Problematisch könnte ich mir eigentlich nur vorstellen, dass die Krankheit vielleicht zu sehr zum Thema in Beziehungsbereichen werden könnte, wo sie nicht hingehören sollte. Das heißt, dass ich zum Beispiel eventuell dazu neigen würde, zu viel Rücksicht zu nehmen oder mir gar einzureden, dass ich ihn nicht mehr verlassen kann, weil... und so weiter. Aber das ist jetzt reine Spekulation und führt ins Leere.
     
    #16
    Película Muda, 18 Februar 2010
  17. User 46728
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    vergeben und glücklich
    Hmm. Befindest du dich grad in der Situation?
    Wäre ich bereits verliebt, gäbe es kein Zurück.
    Aber: mein Cousin des xten Grades ist 50 und sollte eig mit 20 gestorben sein, so viel dazu. Er war einer der 1. Menschen, dem irgendwas (ich habs vergessen) in Canada in den 70ern transplantiert wurde und sein Körper hat das neue Organ abgestoßen. Man gab ihm wenige Monate. Es folgten Hautkrebs, leichter Tumor im Kopf (auf einem Auge sieht er sehr schlecht), er überlebte alles. Ein Bein wurde vor 1-2 Jahren amputiert, er sitzt im Rollstuhl. Er ist der lebensfreudigste Mensch, den ich gesehen habe. Hochintelligent, der 1. behinderte Mensch, der ein bestimmtes Studium dort abgeschlossen hat, er arbeitet, gibt Nachhilfe, ist Scrabble- und Schachmeister. Man würde nie auf die Idee kommen, dass er eig jeden Moment sterben könnte. Nur mal so nebenbei.
     
    #17
    User 46728, 18 Februar 2010
  18. waschbär2
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    vergeben und glücklich
    Vom Emotionalen mal ganz abgesehen, sehe ich auch rational keinen vernünftigen Grund, sich nicht auf solch eine Beziehung einzulassen. Denn es gibt keine Vorteile, es nicht zu tun.

    Es steht ja keine "Ersatzliebe" zur Verfügung, die man statt dessen mal kurz nehmen könnte.

    Und jede noch so kurze Zeit, in der man glücklich geliebt hat, ist es allemal Wert.
     
    #18
    waschbär2, 19 Februar 2010
  19. User 44981
    User 44981 (29)
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    Das ist eine sehr schwierige Frage und ich glaube nicht, dass ich hier im Voraus wirklich sagen kann, was ich tun würde, bevor ich eine solche Situation nicht mindestens ein mal erlebt habe... (und ich hoffe natürlich, so etwas nie erleben zu müssen)

    Das kommt sicherlich auf viele verschiedene Faktoren an:
    Wenn ich schon in einer Beziehung bin, kommt es natürlich nicht in Frage, die Beziehung wegen der geringen Lebenserwartung meiner Partnerin zu beenden.

    Aber wenn ich nur verliebt bin, kann ich mir gut vorstellen, dass mein Kopf, bzw. mein Verstand über meine Gefühle siegt und ich keine Beziehung mit dieser Frau eingehe, da ich sowieso eher von meinem Verstand als von meinen Gefühlen geleitet werde.
    Mein Kopf würde mir wohl sagen, dass eine solche Beziehung nicht nur zu vielen Problemen, großem Leiden, usw. führen würde, sondern auch noch meinen Größten Traum - eine Familie mit Kindern, die glücklich bei ihren Eltern aufwachen können - unmöglich machen würde... und mit diesen Argumenten wären die Siegchancen meines Kopfes über meine Gefühle sicherlich ziemlich hoch.

    Das ganze hört sich jetzt zwar ziemlich herzlos an... aber ich weiß einfach, welche große Macht mein Kopf und mein Verstand über mich hat, so dass ich das oben geschilderte Verhalten in diesem Szenario für das Wahrscheinlichste halte... - und ich weiß auch, dass diese "Macht des Kopfes" manchmal eine beschissene Sache sein kann.
     
    #19
    User 44981, 19 Februar 2010
  20. Seeker2010
    Gast
    0
    Hallo,

    also wenn ich mich diesem Thema nähere, dann unterscheide ich da mehrere Phasen.

    Gemessen ab dem Zeitpunkt, zu dem mein Partner mir das anvertraut, gerät man wohl als erstes Mal in Panik. Alles wirbelt durcheinander, 1000 Fragen kommen in einem auf, begleitet von unermesslicher Trauer.

    Der erste Reflex ist natürlich der, den ich hier auch häufig lese: Natürlich stehe ich zu meinem Partner. Das ist einerseits natürlich ethisch bedingt, denn einen Partner, der in höchster Not ist, verlässt "man" nicht. Andererseits hat sich an meiner Gefühlslage ihm gegenüber ja auch nichts geändert - ich denke, die Krankheit wirkt hier eher noch wie ein Durchlauferhitzer: Die Tatsache, dass dieses Glück vorschnell enden "könnte", verstärkt alle Gefühle eher noch. Könnte! In dieser ersten Phase hat man selbst die Endgültigkeit der Tatsachen nämlich noch gar nicht akzeptiert!

    In den nächsten Wochen würde man dann die nächste Phase durchlaufen: Den Revoluzzer.

    Alle ärztlichen Gutachten und sonstige Ergebnisse werden in Frage gestellt, es werden alternative Behandlungsmethoden gesucht, etc. - man stellt sich ganz dicht an die Seite des Partners und versucht Lücken zu finden, die bisher vielleicht übersehen wurden. Je weiter die Krankheit bereits fortgeschritten ist, desto unwahrscheinlicher dürfen die Heilungschancen von alternativen Behandlungsmethoden sein, die man ins Auge fasst. Die eigenen Gefühle werden hier vermutlich von einer gewissen "Sturheit" begleitet - dem unbedingten Willen nicht loszulassen.

    Die entscheidende Phase kommt aber vermutlich erst dann, wenn man auch das hinter sich hat. Sobald man einsehen muss, dass die verbleibende gemeinsame Zeit wirklich begrenzt ist. Hier gab es ja den schönen Film mit der "Löffel-Liste" - also man sucht all die Dinge zusammen, die man noch gemacht haben möchte, bevor man die Löffel abgeben muss.

    Man überlegt sich, wie man die verbleibende gemeinsame Zeit nutzen kann. Man überlegt sich, ob man seinem Partner alles gesagt hat, was zu sagen war. Man bringt sein Leben und seine Beziehung "ins Reine".

    Man kann einerseits nicht genau wissen, wann der Zeitpunkt wirklich kommt - ob es plötzlich passiert oder doch eher schleichend. Andererseits verändert sich aber auch der Partner. Gerade an ihm geht das ja nicht spurlos vorbei. Inwieweit die eigene Liebe halten kann, wenn der Partner ungerecht wird, mich von sich wegstößt, weil er phasenweise lieber alleine sein möchte - das kann man vorher nicht nur vom momentanen Stand der eigenen Gefühle abhängig machen.

    Der Partner kann Dinge erleben wollen, Orte bereisen wollen, Menschen kennenlernen wollen oder auch Dinge von mir verlangen, die ich nicht "mitgehen kann" - die ich ihm nicht geben kann, die mich überfordern. Der Partner kann sich einige der Dinge woanders holen, einzelne Dinge mit jemand anderem erleben (auch Betroffene z.B.) - Grenzerfahrungen, die ich nicht mit ihm teilen kann.

    Ich stelle mir da nur als Beispiel vor, dass meine kranke Partnerin noch ein Kind bekommen möchte, - ein Kind, mit dem ich dann alleine sein werde, ein Kind, zu dem die Ärzte sagen, dass die Partnerin die Geburt vermutlich nicht überleben wird. Oder anders herum: Der Mann ist totkrank. Die Partnerin ist Ende 20 und weiß genau, dass ihre eigene Familienplanung 10 Jahre später wohl abgeschlossen sein wird. Wenn sie sich entscheidet diesen Weg mit ihrem Partner mit zu gehen, wird sie gleichzeitig wohl auf Kinder verzichten müssen. Und das war so nicht geplant. Das soll nur andeuten, dass solche Situationen nie 2-dimensional sind. Eine so einschneidende Tatsache bringt viele begleitende Lebensentscheidungen mit sich.

    Ich stelle mir den Weg auf jeden Fall irgendwie schwerer vor, als dass ich meine Antwort auf den rein ethischen Reflex "klar bleiben meine Gefühle bestehen" beschränken möchte.

    Für mich würde das eine ganz klar im Kopf getroffene - aber vom Herz motivierte - Entscheidung erfordern, dass ich diesen Weg mit dem Partner mit gehe - bis zum Schluss. Und diesen Weg würde ich dann auch mit aller dafür erforderlichen Sturheit gehen, denn die Ereignisse (die wir ja noch nicht kennen) und auch der sich immer mehr verändernde Partner könnten meine Gefühle immer wieder auf die Probe stellen - und ich würde meinen Partner nicht auf halbem Weg alleine lassen wollen, in Momenten, in denen meine Gefühle gerade blind geworden sind und den Weg nicht mehr sehen können, müsste der Kopf die Führung übernehmen.

    Aber das sind nur ein paar Gedanken... :smile:

    Grüße vom Seeker
     
    #20
    Seeker2010, 19 Februar 2010
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