Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Wahnsinnige Verlustängste (davor Freunde, Partner zu verlieren). Bin ich unnormal?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Xorah, 30 März 2010.

  1. Xorah
    Verbringt hier viel Zeit
    849
    113
    71
    nicht angegeben
    Hey Ihr Lieben,

    ja... ich habe schon wieder ein Problem. Ein Problem, dass ich mir nicht anmerken lasse und das ich immer unterdrücke. Aber es schwebt permanent in mir... mal stärker, mal schwächer. Im Moment denke ich fast andauernd daran und nachts zerbreche ich mir darüber den Kopf. Obwohl es wahrscheinlich lächerlich ist.

    Inzwischen frage ich mich, ob ich überhaupt noch normal bin? Deshalb möchte ich mich an Euch wenden. Vielleicht hat/hatte einer von Euch ein ähnliches Problem und Tipps, wie man damit umgehen kann.

    Ich bin eigentlich ein ziemlich offener Mensch. Ich lache viel, strahle anderen gegenüber eine positive Austrahlung aus und bin sehr kontaktfreudig. Ich lerne schnell neue Leute kennen. Eigentlich alles super.

    Es gab aber Zeiten, in denen ich anders war. Ich bin in meiner Kindheit sehr oft umgezogen bin. Ich habe also immer wieder Freunde verloren und musste mir neue Freunde suchen. Hinzu kommt, dass ich damals und auch heute noch sehr oft von anderen Menschen enttäuscht wurde. Meine damalige beste Freundin hat mich "verlassen" als sie einen Freund hatte und deshalb keine Lust und Zeit mehr für mich hatte. Andere Freunde fanden mich irgendwann nicht mehr "cool" genug und haben mich aus der Clique ausgeschlossen. usw... Das ist passiert als ich zwischen 15-17 war.

    Inzwischen sollte ich eigentlich über solche Kindereien hinweg sein, richtig? Ja, ich rede mir selbst ein, dass das in der Vergangenheit liegt und ich nach Vorne schauen muss. Leider wiederholte sich diese Schema in den letzten Jahren immer wieder(im weniger kindischen Maß selbstverständlich). Weibliche Freunde meldeten sich irgendwann einfach nicht mehr. Immer war ich diejenige, die auf sie zu kam und etwas unternehmen wollte. Mir wurde bewusst, dass diese "Freundinnen" nicht mehr wirklich Interesse an mir hatten. Männliche "Freunde" meldeten sich nicht mehr, als sie eine Freundin fanden oder sie merkten, dass ich nicht mehr wollte. Cliquen in denen ich mich bewegte unternahmen irgendwann ohne mich etwas, ohne mich zu fragen, ob ich mit will. Anscheinend wurde ich einfach vergessen.

    Dies wiederholte sich in den letzten Jahren immer wieder. Mein Selbstwertgefühl hat darunter sehr gelitten. Ich fing an an mir zu zweifeln. War ich anderen Leute eine konstante Freundschaft nicht wert? War ich so langweilig, dass sie mich einfach nach einer Zeit vergaßen? Warum rufe ich immer an, aber niemand ruft zurück? Warum bin ich für Männer nur zu einem gut genug? Fragen über Fragen...

    Inzwischen hat sich einiges geändert. Ich bin jetzt nach außen hin wirklich selbstbewusst und bekomme immer Komplimente. Dennoch wiederholt sich das Schema. Aber unter allen "falschen Freundschaften" habe ich einige gute Freunde gefunden. Drei beste Freundinnen, mit denen ich über alles reden kann und die immer für mich da sind. Auch habe ich viele Kumpels, mit denen ich viel unternehme und feiern gehe. Mit meinen Kollegen verstehe ich mich gut und unternehme auch ab und zu mal was.

    Eigentlich alles super... Aber in mir steigt immer wieder das Gefühl hoch, dass nicht alles ewig hält. Ich habe immer wieder das Gefühl, dass ich früher oder später meine Freunde wieder verliere. Vor allem bei meinen männlichen Freunden habe ich wahnsinnige Angst, dass sie mich "verlassen", so bald sie eine Partnerin finden. Ich habe permanent Angst, dass sie dann keine Zeit mehr für mich haben... Ich ihnen dann egal bin.... und und und... Manchmal ist es mir unangenehm, sie anzurufen, weil ich Angst habe, dass ich ihnen auf die Nerven gehe oder dass es so rüberkommt, als wollte ich mehr von ihnen. Ich weiß, dass es nicht so ist. Sie rufen mich ja auch an und wir haben immer sehr viel Spaß. Bei den Kollegen habe ich permanent Angst, eines Tages nicht mehr "dazu zu gehören". Wenn sich zwei unterhalten und ich nicht weiß, um was es geht, schleicht in mir gleich das Gefühl hoch, dass ich ein Außenseiter bin. Völliger Blödsinn und total krank, ich weiß! Aber vor allem, weil es mir schon so oft passiert ist, kann ich einfach nicht loslassen.

    ABER: Das Gefühl ist immer in mir drin. Ist das überhaupt noch normal? Kennt jemand so etwas? Wie geht Ihr damit um?

    Dank fürs Lesen (was für ein Roman!)
     
    #1
    Xorah, 30 März 2010
  2. Seeker2010
    Gast
    0
    Auf den ersten Blick sieht das für mich eher danach aus, als hättest du Angst vor Veränderung...

    Zwar hast du längst umrissen, dass nichts im Leben "für ewig" ist, - dass Freundschaften, Cliquen, Partnerschaften, etc. - einem ständigen Wandel unterliegen - aber trotzdem hättest du gerne einige Dinge in deinem Leben gerne "eingefroren"...

    Alles so weit kein Problem bis hierhin - nur solltest du dir die Frage stellen, inwieweit es überhaupt Sinn macht den eigenen Selbstwert mit diesen Dingen in Zusammenhang zu bringen... Du kannst nur versuchen, Freundschaften (etc.) von deiner Seite aus so zu behandeln, damit sie möglichst lange halten - und dann kannst du hoffen, dass das deine Freunde auch machen werden...

    Wenn sich aber eine Clique umorientiert - oder Freundschaften "einschlafen" - dann bist du doch deshalb nicht "weniger wert"?

    Ich sehe also in erster Linie die Angst vor Veränderung in dir - und leider portierst du diese Schwäche auf dein Selbstwertgefühl... Diese unmittelbare Verbindung zwischen zwei Themen solltest du als Erstes in Frage stellen...

    Grüße vom Seeker
     
    #2
    Seeker2010, 30 März 2010
  3. *Luna*
    *Luna* (34)
    Meistens hier zu finden
    2.674
    133
    14
    Single
    Hört sich für mich auch Angst nach Veränderungen an..weil du gerne alles festhalten möchtest

    Man kann nie darauf vertrauen, dass sich im Leben nichts ändert, denn die einzige Konstante des Lebens ist der Wechsel, nichts bleibt so, wie es ist und wie es war.

    Es ist immer noch genug Zeit sich verrückt zu machen, wenn das wovor man Angst hat tatsächlich eintritt und wer weiß schon, wann das sein wird und ob überhaupt...Selbst, wenn sich Freunde von dir abwenden sollten, wäre es schade um solche Freunde? Ich glaube nicht.
     
    #3
    *Luna*, 30 März 2010

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - Wahnsinnige Verlustängste davor
Schattenkind
Kummerkasten Forum
24 Mai 2016
0 Antworten
Mirumu
Kummerkasten Forum
25 März 2015
8 Antworten
19dennis91
Kummerkasten Forum
8 November 2013
6 Antworten