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Wahre Freundschaft

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Blackie, 14 Februar 2003.

  1. Blackie
    Blackie (30)
    Verbringt hier viel Zeit
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    in einer Beziehung
    Hier folgt eine Geschichte, die mich sehr zum nachdenken veranlasste, lest sie euch unbedingt durch!

    Eines Tages, ich war gerade das erste Jahr auf der High School,sah
    ich ein Kind aus meiner Klasse nach Hause gehen. Sein Name war Kyle.
    Er sah so aus, als würde er alle seine Bücher mit sich tragen. Ich
    dachte mir:
    "Warum bringt wohl jemand seine ganzen Bücher an einem Freitag nach
    Hause? Das muss ja ein richtiger Dummkopf sein."

    Mein Wochenende hatte ich schon verplant (Partys und ein
    Fußballspiel mit meinen Freunden morgen Nachmittag), also zuckte ich mit den
    Schultern und ging weiter. Als ich weiter ging, sah ich ein Gruppe
    Kinder in seine Richtung laufen. Sie rempelten ihn an, schlugen ihm
    seine Bücher aus den Armen und schubsten ihn, so dass er in den Schmutz
    fiel. Seine Brille flog durch die Luft, und ich beobachtete, wie sie
    etwa drei Meter neben ihm im Gras landete. Er schaute auf und ich sah
    diese schreckliche Traurigkeit in seinen Augen. Mein Herz wurde weich.
    Ich ging zu ihm rüber, er kroch am Boden umher und suchte seine
    Brille,und sah Tränen in seinen Augen. Als ich ihm seine Brille gab, sagte ich:
    "Diese Typen sind Blödmänner." Er schaute zu mir auf und sagte:
    "Danke!" Ein großes Lächeln zierte sein Gesicht. Es war eines jener Lächeln, die
    wirkliche Dankbarkeit zeigten. Ich half ihm seine Bücher aufzuheben und
    fragte ihn, wo er wohne. Es stellte sich heraus, dass er in meiner Nähe wohnt,
    also fragte ich ihn, warum ich ihn vorher nie gesehen habe. Er erzählte
    mir, dass er zuvor auf eine Privatschule gegangen war. Ich hätte mich
    nie mit einem Privat-Schul-Kind abgeben. Den ganzen Nachhauseweg
    unterhielten wir uns; und ich trug seine Bücher.

    Er war eigentlich ein richtig cooler Kerl. Ich fragte ihn, ob er Lust
    hätte mit mir und meinen Freunden am Samstag Fußball zu spielen. Er
    sagte zu. Wir verbrachten das ganze Wochenende zusammen, und je mehr ich Kyle kennen
    lernte, desto mehr mochte ich ihn. Und meine Freunde dachten genauso über ihn.
    Es begann der Montag Morgen, und auch Kyle mitdem riesigen Bücherstapel war wieder da.
    Ich stoppte ihn und sagte:
    "Oh man, mit diesen ganzen Büchern wirst du eines Tages noch mal richtige Muskeln bekommen."
    Er lachte und gab mir einen Teil der Bücher.

    Während der nächsten vier Jahre wurden Kyle und ich richtig gute Freunde.

    Als wir älter wurden, dachten wir übers College nach. Kyle entschiedsich für Georgetown,
    und ich mich für Duke. Ich wusste, dass wir immer Freunde sein werden, und diese Kilometer
    zwischen uns niemals ein Problem darstellen würden. Er wollte Arzt werden und ich hatte vor
    eine Fußballer-Karriere zu machen. Kyle war Aschiedsredner unserer Klasse.
    Ich neckte ihn die ganze Zeit, indem ich sagte, er sei ein Dummkopf.

    Er musste eine Rede für den Schulabschluss vorbereiten. Ich war so froh, dass ich nicht derjenige war,
    der sprechen musste.
    Abschlusstag, ich sah Kyle. Er sah großartig aus. Er war einer von
    denen, die während der High School zu sich selber finden und
    ihren eigenen Stil entwickeln. Er hatte mehr Verabredungen als ich und alle
    Mädchen mochten ihn. Manchmal war ich richtig neidisch auf ihn.
    Heute war einer dieser Tage. Ich konnte sehen, dass er wegen seiner Rede sehr
    nervös war. Ich gab ihm einen Klaps auf den Hintern und sagte:
    "Hey, großer Junge, du wirst großartig sein!" Er sah mich mit einem jener
    Blicke (die wirklich dankbaren) an und lächelte. "Danke!", sagte er.

    Als er seine Rede begann, räusperte er sich kurz, und fing an: "Der Abschluss ist eine Zeit,
    um denen zu danken, die dir halfen, diese schweren Jahre zu überstehen. Deinen Eltern, Deinen Lehrern,
    Deinen Geschwistern, vielleicht einem Trainer... aber am meisten Deinen Freunden.
    Ich sage euch, das beste Geschenk, das ihr jemandem geben könnt,
    ist eure Freundschaft. Lasst mich euch eine Geschichte erzählen."

    Ich schaute meinen Freund etwas ungläubig an, als er von dem Tag
    erzählte, an dem wir uns das erste mal trafen. Er hatte geplant,
    sich an diesem Wochenende umzubringen. Er erzählte weiter, dass er seinen
    Schrank in der Schule ausgeräumt hat, so dass seine Mutter es
    später nicht tun müsste, und trug sein Zeug nach Hause. Er schaute mich an und
    lächelte. "Gott sei Dank, ich wurde gerettet. Mein Freund hat mich von dieser unsäglichen Sache bewahrt."

    Ich konnte spüren, wie die Masse den Atem anhielt als dieser Gutaussehende, beliebte Junge uns von
    seinem schwächsten Augenblick im Leben erzählte. Ich bemerkte wie seine Mutter
    und sein Vater lächelnd zu mir herüber sahen, genau das selbe, dankbare Lächeln.
    Niemals zuvor spürte ich solch eine tiefe Verbundenheit.

    Unterschätze niemals die Macht Deines Handelns. Durch eine kleine Geste
    kannst du das Leben einer Person ändern. Zum Guten oder zum Bösen.
    Die Schöpfung setzt uns alle ins Leben des anderen, um uns gegenseitig zu
    beeinflussen, auf jede Art und Weise. Sieh' das Gute in anderen.
     
    #1
    Blackie, 14 Februar 2003
  2. GreenY
    Gast
    0
    hört sich in meinen augen ziemlich edel an. doch ich glaube die geschichte ist so gut, dass sie sicherlich nicht echt ist.
    oder ist das tatsächlich mal passiert?
    hui.. naja.. wie auch immer.. interessante geschichte auf jedenfall!
     
    #2
    GreenY, 14 Februar 2003
  3. Angelina
    Gast
    0
    Wow,

    ich find die Geschichte auch wirklich gut
    und es stimmt, man soll nicht immer den Kopf in den Sand stecken, sondern auch mal etwas tun, etwas riskieren.
    Anderen Menschen helfen, das Vorrecht lassen... teilen...!
    Egal :smile:
    Eine kleine Geste am Tag, schafft doch jeder
    und schon gehts einem nen kleines bisschen besser! :zwinker:

    LG Angie
     
    #3
    Angelina, 14 Februar 2003

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