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Waldlauf

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Ken Guru, 19 Mai 2005.

  1. Ken Guru
    Gast
    0
    Der Motor erstirbt in dem Moment, in dem ich den Schlüssel drehe. Ich ziehe
    meine Laufschuhe an und steige aus, die Tür fällt mit einem satten *plopp*
    ins Schloß und ich laufe los.

    Das Leben beginnt neu, so fühlt es sich an. Der Wald verschluckt mich, Grün
    um mich herum, die Sonne bricht durch das Blätterdach und ich atme tief
    durch. Stille. Oder auch nicht, denn der Wald lebt: Vögel, Mäuse und tausend
    andere Geräusche vermischen sich mit den Gerüchen, die ich wahrnehme: Gras
    und Harz, Waldluft.

    Ein Zeile aus einem Lied der Fanta4(?) kommt mir in den Sinn: "Ich spüre
    Freiheit in mir - denke das ging aber schnell". Mein Beine wollen rennen,
    sprinten, springen, meine Lunge schreit nach Betätigung, ich zwinge mein
    Ich zur Ruhe.

    Die Gedanken kommen.

    Wo stehe ich? Was will ich? Wer bin ich? Ich laufe vorbei an einem Feld, auf
    dem die Ähren satt und grün im Wind wiegen und ich frage mich, was der Sinn
    des Ganzen ist. Wir Menschen sind so stolz auf uns, auf unsere technische
    Überlegenheit, dass wir uns die Welt untertan gemacht haben, aber was hat
    uns das gebracht?

    Wir werden geboren, man schickt uns in die Schule. Wir lernen Dinge, die wir
    zu einem großen Teil nie wieder brauchen. Beenden die Schule und beginnen
    eine Ausbildung und fangen an zu arbeiten. Bis kurz vor dem Tod ist unser
    Leben dieser Bahn unterworfen, die wir nie für uns wählen konnten, die die
    "Gesellschaft", das Kapital von uns erwartet.

    Wir gehen arbeiten um die Miete zu bezahlen, in einer Wohnung in der wir
    kaum leben, weil wir ja die meiste Zeit arbeiten sind. So wird die Wohnung
    zu einer Schlafstätte und nicht mehr. Dafür geht ein Großteil unseres Geldes
    drauf. Dann gehen wir einkaufen. Dinge, die wir nicht brauchen, nicht wollen,
    die uns krank machen, die wir trotzdem als "Lebensmittel" bezeichnen,
    welch Ironie! Tatsächlich macht es uns krank und dient nur dazu, dass einige
    wenige noch reicher werden. Nicht, dass ihnen dieser Reichtum nutzen würde!

    Sind wir wirklich so viel besser als Tiere? Hat man schonmal einen Fuchs ge-
    sehen, der sich 5 Tage die Woche zur Arbeit quält? Eine Demonstration der
    Igel gegen längere Arbeitszeit und für mehr Lohn? Ist das Leben der Tiere
    nicht ungleich lebenswerter, weil es mehr Qualität hat?

    In mir wächst der Wunsch, einfach weiter zu laufen. Immer weiter und weiter,
    all das hinter mir zu lassen, einfach Richtung China, Russland, America oder
    Afrika zu wandern. Tag für Tag zu entscheiden wo ich bin, wer ich bin und in
    welche Richtung meine Füße mich heute tragen sollen. Ein törichter Wunsch.
    Oder?

    Meine Gedanken schweifen ab zu meinem Leben. In mir ist eine tiefe Einsam-
    keit, die kein Mensch zu vertreiben in der Lage scheint. Ich habe Freunde,
    also Menschen die sich so bezeichnen würden. Bevorzuge den Begriff "Zeit-
    erscheinung" für mich selbst, denn sie tauchen irgendwann in meinem Leben
    auf und irgendwann verschwinden sie. Wahre Freunde, echte Liebe, das ist so
    selten in meinem Leben geworden, dass ich mich manchmal frage, wie sich das
    anfühlt. Ist das, was ich gerade empfinde echte Liebe?

    Ich hoffe es.

    Ich kann ficken, ich kann töten, manchmal sogar ohne Waffen und nur mit
    Worten. Immer weiter und weiter führt mich mein Weg. Ich bleibe nicht stehen
    oder schaue mich um - wie im wahren Leben auch. Ich bin wie eine Maschine,
    die programmiert wurde. Schritt für Schritt kämpfe ich mich vorwärts.

    Ich kann nicht hassen und vielleicht auch nicht lieben? Weiss es nicht, so
    vieles ist mir fremd und so oft denke ich über mich nach. Wo ist sie hin, die
    "Liebe meines Lebens", die Frau, die ich heiraten wollte? Mit der ich das Risiko
    eingehen wollte, Kinder in diese kranke Welt zu setzen? Sie ist weg, weil ich
    sie nicht geliebt habe. Sagt sie. Glaubt sie. Hatte sie recht? Who's next? Was
    ist mit der Frau an meiner Seite? Bin ich ehrlich zu ihr? Ich denke, ich bin es -
    so weit es mir möglich ist und doch muss ich mit der Wahrscheinlichkeit
    rechnen, dass sie beginnen wird, mich zu hassen.

    Ich möchte schreien, der Welt miteilen, dass ich fühle, dass ich ein empfind-
    sames Wesen bin, aber wann immer ich meinen Mund öffne, kommt nur Stille.
    Es ist Einsamkeit in mir. Tiefe Einsamkeit.

    Da ist mein Auto. Ich steige ein, atme durch, drehe den Schlüssel.

    Der Motor erwacht, das Leben schließt sich in mir ein. Ich rolle vom Parkplatz,
    500 Meter bis zur Straße. Reihe mich ein in die Reihe gescheiterter Existenzen,
    in die Reihe unglücklicher Menschen, die geboren werden, leben, ficken,
    sterben und ihr Leben lang nicht begreifen werden, was das ist:

    Leben.​
     
    #1
    Ken Guru, 19 Mai 2005
  2. Lenwe
    Lenwe (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    101
    0
    vergeben und glücklich
    Ich kenne solche Gedanken nur zu gut. Wenn man sich erst mal von dem Konsumzwang unserer Gesellschaft freimacht, dann merkt man, dass das was übrigbleibt, also das Leben an sich, nicht allzu viel ist. Für die meisten ist der Konsum, sei es der Konsum von Lebensmitteln, Lebensqualität oder auch der Konsum von Liebe der einzige Daseinszweck. Sie Arbeiten, um der Erwartung ein konsumfreudiges Leben zu führen gerecht zu werden. Manchmal glaube ich Huxleys "schöne neue Welt" ist schon längst Realität!
    Und dann frage ich mich:" Was kann ich machen, um anders zu sein? Wieso fällt mir nichts besseres ein, was ich mit meinem Leben anfangen könnte, als das zu tun, was alle anderen auch machen?"
    Alles ist heute komerzialisiert. Selbst Dinge, die in unserer Gesellschaft als heilig angesehen werden sind bestenfalls "Scheinheilig". Liebe ist ein Gebrauchsartikel geworden - nach einmaliger Benutzung wegzuwerfen!
    Sex ist nichts weiter als ein Statussymbol geworden, wer guten Sex hat ist jemand, wer keinen oder schlechten Sex hat zählt als gesellschaftlicher Versager.
    Redet man heute von sowas wie ewiger Liebe - auch wenn sie nur ein Wunschtraum ist wird man gleich als Weltfremd abgetan, als Mensch, der die Realität verkennt - die Realität die besagt, dass man Liebe wie ein Paar Schuhe wechseln kann! Heute hier Morgen dort und immer ist es natürlich die "eine, die wahre Liebe" - von wegen...
    Ich frage mich, sind die Menschen am Ende der Evolutionsleiter angelangt? Können wir uns nicht weiter erheben, über uns hinauswachsen? Ist die Kleingeistigkeit, die "Bauernmentalität" der Menschen wirklich alles, was wir als Spezies hervorbringen können?
    Diese Mentalität, die fern jedwedes Idealismus oder Utopismus nur die eigenen Bedürfnisse sieht? Oder das, was man für Bedürfnisse hält, denn ich wage zu bezweifeln, dass der Mensch wirklich ein Auto, ein grosses Haus einen Fernseher, einen Computer, einen ganzen Satz an Ikea-Möbeln etc. etc. etc. braucht!
    Ich frage mich: Für was arbeite ich eigentlich? Oder für wen? Wieso profitieren andere Leute mehr von meiner Arbeit als ich selber? Und wieso sind alle Menschen so kleingeistig, dass sie diese Tatsache verkennen?
    Manchmal denke ich: "Wenn das alles ist, wenn das das Leben sein soll, dann schulde ich Gott wenn er denn existiert gar nichts!"

    -Dein Bruder im Geiste
    Lenwe
     
    #2
    Lenwe, 19 Mai 2005
  3. Ken Guru
    Gast
    0

    Es sind Menschen wie Du, die die Änderungen bringen werden. Menschen, die
    das Verständnis von Leben erlangen konnten, denen klar wurde, wie falsch
    der Weg ist, den wir gehen. Die nicht dumme Schafe in der Herde der
    Konsumenten sein wollen... und keine "guten" Bürger, die den Mund halten,
    sonder die "Terroristen" sind, weil sie eine eigene Meinung haben.

    Es wird ein schleichender Prozess sein. Ich habe die Hoffnung an den Big Bang
    aufgegeben, mit dem alles neu beginnt. Aber ich bin festen Glaubens, dass
    Menschen andere Menschen bewegen können. Auch, wenn es noch einige
    Generationen dauern mag.

    Es ist aber so viel leichter, zu verzweifeln. Soviel leichter, sich unterzuordnen,
    den Menschen zu glauben, die Dir sagen, Du wärest ein Spinner, Realitätsfern
    und ohne Ahnung, wie die Dinge laufen. Du bist zu jung, kennst Du den
    Spruch? Die Aussage, Dir würde Lebenserfahrunge fehlen?

    Was für eine Erfahrung. Wäre es nicht so traurig, würde ich lachen.
     
    #3
    Ken Guru, 19 Mai 2005
  4. Hüpfgemüse
    Verbringt hier viel Zeit
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    91
    0
    nicht angegeben
    Das einzige was existiert bin ich selbst.
    Am Anfang war Dunkelheit. Und die Dunkelheit war ohne Form und leer.
    Und außer der Dunkelheit war auch ich. Und ich bewegte mich durch die Dunkelheit und sah, daß ich allein war.
    Es werde Licht.
     
    #4
    Hüpfgemüse, 19 Mai 2005
  5. Ken Guru
    Gast
    0
    Es wurde Licht. Besser ist das nicht....
     
    #5
    Ken Guru, 19 Mai 2005
  6. Lenwe
    Lenwe (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    288
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    0
    vergeben und glücklich
    Vielleicht fehlt uns einfach nur eine Intensive Erfahrung. Etwas das uns spüren lässt, das wir am Leben sind! Die Leute gehen Achterbahn fahren und Bungee-Jumping, weil sie sonst nicht wüssten, was Leben bedeutet. Oder man sucht diese Erfhrung in der Liebe. Man verletzt sich gegenseitig und selber immer wieder, bis man sich schließlich völlig verstümmelt hat, nur um etwas intensives zu fühlen.
    Kennst du den Film "Fight Club"? Manchmal wünsche ich mir, dass mir jemand voll eins auf die Fresse gibt, damit ich endlich etwas intensives fühlen kann! Vielleicht fehlt den Menschen in unserer Region auch einfach der Krieg als Teil der Menschlichen Existenz.
    Doch egal, was den Menschen fehlt und was sie bewegt; lange kann und wird es so nicht mehr weiter gehen. Entweder wir wachsen, oder wir gehen zu Grunde.
    Und was die Leute betrifft, die immer von "Lebenserfahrung" sprechen...
    Ich finde sowas auch nur lächerlich. Gescheiterte Existenzen, unzufrieden mit ihrem Leben. Lebenserfahrung?!? Ein Ausdruck des bloßen Neides auf diejenigen, die sich über die "Ideale" der Anderen erheben können. Ein Ausdruck der Enttäuschung über die eigene Schwäche. Ein Selbstzweck, ein pseudo-Lebenszweck. Nichts, keinen Cent ist sie Wert diese "Lebenserfahrung"! Als ob mein Leben zwangsläufig so verlaufen müsste wie das dieser "Erfahrenen". Wenn dem so wäre, hätte ich dann einen Grund überhaupt noch weiterzuleben? Wollen sie mir das Leben schlecht reden? Ich bin jung, ja, aber ich schäme mich nicht dafür! Lebenserfahrung ist ein Selbstbetrug, einer ihrer vergeudeten Jugend hinterhertrauernden Generation!

    Lenwe
     
    #6
    Lenwe, 19 Mai 2005
  7. columbus
    columbus (36)
    Verbringt hier viel Zeit
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    103
    2
    Single
    Ich lebe mit der Philosophie, im Leben immer ein Gleichgewicht herzustellen-in jedem Bezug.
    Auf Französsich gibt es den Spruch "Equilibre, c'est une force"-"Das gleichgewicht ist eine Kraft", und das spürt man zB wenn man am Anfang vor etwas Angst hat, sich aber an die Stresssituation gewöhnt und dann >ausgeglichen< ist.

    Das Gleichgewicht ist für mich der perfekte zustand-zwischen Mann und frau, zwischen tag und NAcht, zwischen links und rechts, zwischen arm und reich, zwischen meinem Körper und meinem Geist.

    Gleichgewicht Gleichgewicht Gleichgewicht. Das ist zwar für den Menschen oft wenig befriedigend, unsexy. Aber es ist immer die eigentliche Lösung.

    Ich habe aufgehört innerlich den Weg des Materialsimus zu folgen, den es gibt im Leben nur 2 Dinge die einem nicht mehr weggenommen werden können:

    1.Wissen
    2.Erfahrung

    Da investiere ich voll hinein. ich habe keinen fernseher,kein Auto, keine Wohnung gar nichts, und bin sehr froh das nicht zu haben.

    Warum?weil es mich nur von den wichtigen Sachen im Leben ablenken würde.

    Was ist gut was ist schlecht an einem Menschen? Bin ich gut, oder böse? Was ist mein ziel?

    Mein Ziel ist es mit sehr wenig Sachen sehr ausgeglichen und damit glücklich zu werden.

    ein Steinhaus in einer warmen gegend, davor ein Brunnen, einen Olivenbaum und viele viele Bücher sowie Musik und meine Gitarre. Das wars.

    Wie ein Pferd auf der Weide. Alles andere ist nur ein pakt mit dem Teufel.
     
    #7
    columbus, 19 Mai 2005
  8. Hüpfgemüse
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    aber, aber meine herren!
    warum so traurig? das ganze legen besteht doch aus dem lösen von problemen. allerdings ist es eine kunst, diese auchmal zeitweise beiseite zu schieben oder überhaupt einen haken an diese zu machen. ich, meine herren, ich kann das gut...
     
    #8
    Hüpfgemüse, 19 Mai 2005
  9. Ken Guru
    Gast
    0
    Traurig? Eher wütend, vielleicht regsignativ, who cares? Das Leben ist letzt-
    lich ein Spiel, eine Simulation und mein Fehler war lange Zeit, dass ich dachte
    ich bestimme die Regeln für mein Leben. Aber das ist mein Ziel.

    LG
     
    #9
    Ken Guru, 19 Mai 2005
  10. Hüpfgemüse
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    wer, wenn nicht du, bestimmt denn die regeln?
     
    #10
    Hüpfgemüse, 19 Mai 2005
  11. Ken Guru
    Gast
    0

    Das wüßte ich gerne. Bzw. glaubst DU, dass DU selbstbestimmt bist?

    LG
     
    #11
    Ken Guru, 19 Mai 2005
  12. Lenwe
    Lenwe (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    vergeben und glücklich
    Es geht nicht um Askese, genausowenig um "Glücklichsein" und Unglück.
    Es geht darum, dass die Bahnen in denen unser Leben verläuft vorherbestimmt sein sollen. Man ist nicht mehr frei! Man hat die Wahl zwischen roten oder blauen tapeten und man hat die Wahl zwischen Kaffee und Tee. Aber mehr Freiheit hat man nicht. Ich kann kein Leben in Deutschland führen, das meinen Vorstellungen von einem Leben entspricht. Ich habe die Freiheit, jeden Morgen um 6 Uhr aufzustehen und dann bis 16 Uhr zu arbeiten. Geht es denn nicht auch anders? Wir werden unterdrückt, nicht von Politikern sondern durch unsere eigenen Wünsche, und die Menschen die diese Kontrollieren. Ich sage nicht "Fernsehen ist Teufelswerk". Ich sage nur, dass ich nicht mehr weiss, ob ich selber Fernsehen will, oder ich nicht durch gesellschaftliche Zwänge unterbewusst dazu gezwungen werde. Das ist der springende Punkt. Wir leben in einer deterministischen, fatalistischen Welt. Wir sind nicht mehr frei. Und wir merken es nicht mal, weil wir jeden Tag die Freiheit so sehr bejubeln, dass wir nicht die eigene Unfreiheit im Geiste erkennen.
    Wir Leben nicht mehr für uns selber, sondern nur noch für andere.
    Erfahrung ist nichts, genausowenig wie Wissen. Alles relative Dinge, die von heute auf Morgen überholt sein können, so dass man dann sein Leben auf Sand gebaut hätte.
    Unsere Leben sind wie unser Essen geworden. Ein lauwarmer matschiger Hamburger, und keiner weiss so wirklich was drinn ist, und wo es herkommt. Es macht uns krank aber wir stopfen immer mehr davon in uns hinein.
     
    #12
    Lenwe, 19 Mai 2005
  13. Hüpfgemüse
    Verbringt hier viel Zeit
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    91
    0
    nicht angegeben
    ich betimme und entscheide. das ist völlig richtig! ich bestimme, wo es mit mir hin geht und arbeite hart daran. resignation ist mir ein fremdwort. ich bin aber auch komromissbereit und manchmal lasse ich mich auch gern lenken. bisher habe ich es in allen lebensitiationen gaschafft, das es mir gut geht und ich spass habe. mein persönliches wohlbefinden ist mir sehr wichtig obwohl ich kein egoist bin.
     
    #13
    Hüpfgemüse, 19 Mai 2005
  14. Ken Guru
    Gast
    0
    Lenwes Beitrag nimmt meine Antwort an das Hüpfgemüse vorweg...
     
    #14
    Ken Guru, 19 Mai 2005
  15. Hüpfgemüse
    Verbringt hier viel Zeit
    58
    91
    0
    nicht angegeben
    dann, meine herren sind ihre ansprüche und erwartungen an das leben wohl etwas hoch gegriffen. ich für meinen teil bin zu frieden, mit dem was ich bin und was ich hab. das ist zwar nicht viel aber der ideelle wert jedes einzelnen stückes, materiell wie immateriell, ist für mich sehr hoch. ich habe wünsche und träume und noch eine menge zeit, einige von denen zu erfüllen. sollte ich einige nicht schaffen, habe ich eben pech gehabt. ich fühle mich im geist und im handeln frei! die zeit setzt wohl die schärfsten grenzen. wenn ich mit veränderungen konfrontiert werde, werde ich auch diese, wenn vielleicht auch nur teilweise, zu meinem vorteil zu nutzen wissen.

    sagen sie mir nur wenn ich sie falsch verstehe.
     
    #15
    Hüpfgemüse, 19 Mai 2005
  16. Lenwe
    Lenwe (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    288
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Ich denke sie (du?) verstehen uns schon genau richtig. Und stützen durch ihre Selbstdarstellung eigentlich nur unsere Thesen.
    WER sagt denn, das meine Ansprüche zu hoch sind?!?
     
    #16
    Lenwe, 19 Mai 2005
  17. Tarim86
    Gast
    0
    Hallo alle zusammen ich miche mich hier einfach mal ein.
    Ich frage euch wer seid ihr?
    Ich frage euch was wollt ihr?
    Ich frage euch wohin geht ihr?
    Ich frage euch an was glaubt ihr?

    Beantwortet diese 4 Fragen für euch selbst und ihr werdet sehen das es unendlich viele Antworten geben wird !
    Ein wiederspruch ?Ich denke nein!
    Den der Mensch wandelt sich jede Sekunde seines Lebens und er muss diese Fragen und noch mehr ständig neu beantworten.
    Und das zeichen das ihr lebt ist das ,das ihr selbst hinter jeden einzelnen Entscheidung stehen könnt und ihr euch selbst noch im Spiegel eurer Seele(oder wie man das nennen will zb Bewusstsein)akzeptieren könnt!

    Greatz Tarim
     
    #17
    Tarim86, 19 Mai 2005
  18. Lenwe
    Lenwe (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    288
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Das ist doch der Punkt. Man steht eben nicht hinter jeder Entscheidung die man trifft. Diese Philosophie nennt sich Determinismus. Alles was man als Persönlichkeit oder eigene Freiheit in der Entscheidungsfindung bezeichnet ist nur das Resultat der Gesellschaftlichen und sozialen Konditionierung. Meine Entscheidungen sind nicht frei. Ich kann mich nicht entscheiden mein Leben lang nicht zu arbeiten. Genausowenig wie ich mich entscheiden kann nicht zu essen. Ich/wir sind so konditioniert. Ich kann mich nicht entscheiden, als Angestellter in einer Bank, um ein Beispiel zu nennen meine Haare rosa zu färben und mir ein Halsband mit Spikes umzuhängen. Konditionierung.
    Wer bin ich? Ich bin der Sohn meiner Eltern. Ein achtzigmillionstel der deutschen Bevölkerung. Ein sechsmilliardstel der Erdbevölkerung, das bin ich!
    Was will ich? Ich will erstmal wissen wer ich wirklich bin! Ich will wissen, wessen träume ich hier eigentlich lebe! Ich will wissen, wieso ich wissen muss was ich will!
    Wohin gehe ich? Kann ich die Zukunft lesen? Ich gehe auf den Tod zu, wann auch immer er kommen mag. Alles andere ist ungewiss!
    An was glaube ich? Ich glaube daran, dass ich nicht wirklich frei bin. An den Determinismus. Und ich hoffe, diesen eines tages überwinden zu können, und herauszufinden wer ich selber, unter meinem Schutzmantel aus Konditionierungen bin!
     
    #18
    Lenwe, 19 Mai 2005
  19. Homer1984
    Verbringt hier viel Zeit
    79
    91
    0
    Single
    @Ken Guru: Ich wollt nur mal sagen das ich den Text den du geschrieben hasst absolut Geil finde. Habe seit ner langen Zeit fasst genau die selben Gedanken aber wie du sie verpackt hasst ein Traum!!!
    Echt will ned schleimen aber das hat mich jetzt grad richtig begeistert als ich den Text gelesen hab. KLASSE!! :jaa: :jaa: :jaa:

    :bier:
     
    #19
    Homer1984, 19 Mai 2005
  20. Tarim86
    Gast
    0
    Was du hier sagst ist durchaus richtig ,du sagst das keine Entscheidung frei ist weil wir uns überhaupt entscheiden müssen oder hab ich da was falsch verstanden?

    Ich denke das wir uns aber in diesem Rahmen selbst finden müssen das wir hinter den uns gegebenen Möglichkeiten die wählen hinter der wir stehen und zu der wir stehen können!
    Ist natürlich nicht immer leicht oder einfach aber wer hat behauptet das leben sei einfach umd wer nur nach dem Sinn des Lebens sucht macht es sich mMn zu einfach, denn er4 erwartet das sich irgendjemand diese Antwort schon gegeben hat .Deshalb verweise ich mal wieder auf meine Signatur

    Greatz
     
    #20
    Tarim86, 19 Mai 2005

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