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Wann zusammenziehen?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von _princess_, 16 Juni 2009.

  1. _princess_
    Verbringt hier viel Zeit
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    in einer Beziehung
    Guten Tag an alle :smile:

    Ich möchte gerne Eure Meinung und vor allem Eure Erfahrungen wissen, wie negative, sowie auch positive. Und zwar Folgendes:

    Ich (20) und mein Freund (27) sind seit 4 Monaten zusammen. Es läuft alles ganz gut, für mich ist es eine ganz neue Erfahrung einen so liebevollen und aufmerksamen Partner zu haben und naja ich bin sehr zufrieden und er auch. Ein großes gemeinsames Hobby haben wir auch: Tiere.

    Nun ist es so, dass ich in so ziemlich genau einem jahr mein ABI haben werde und eine Ausbildung anfange. Hierzu werde ich gezwungen sein in eine WG oder ein billiges Zimmer zu ziehen. Mein Freund möchte schon seit langem ausziehen (er wohnt als Untermieter bei seinen Eltern im Dachgeschoss)

    Nun stellte er mir die Frage ob ich es mir vorstellen könnte wenn es soweit ist (also in ca. einem Jahr) mit ihm zusammenzuziehen, alleine wohnen möchte er nicht. Naja ich ebenfalls nicht.

    Natürlich nur als Überlegung, man weiß ja nie was kommt...

    Und naja seit diesem einen Gespräch bin ich ganz melancholisch, vor allem seit mir ein Freund ins Gewissen geredet hat, so früh über so ein ernstes Thema zu sprechen wäre totaler Quatsch.

    Findet ihr das genauso? Schadet so frühzeitiges "Planen" einer Beziehung? Vor allem weiß ich nicht woher diese negativen Gefühle kommen. Eigentlich bin ich richtig froh, dass er darüber offen redet und froh, dass er es ohne Bedenken möchte und ich habe schon seit ich erfahren habe, dass er ausziehen möchte diesen Zusammenzieh-gedanken im Kopf.

    Aber irgendwie scheint die Stimmung sich jetzt verändert zu haben.

    Ach ich weiß auch nicht.

    Was sagt ihr dazu?

    Liebe Grüße, ich :zwinker:
     
    #1
    _princess_, 16 Juni 2009
  2. User 66223
    User 66223 (31)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Ich finde es okay, dass ihr euch jetzt schon darüber Gedanken macht, vor allem wollt ihr ja nicht jetzt zusammen ziehen sondern in einem Jahr! Umgekehrt wäre es mich anders, da würd ich mir schon meinen Teil denken...

    Nur weil ihr darüber geredet habt, heißt das ja noch nicht dass ihr das dann auch machen müsst, wer weiß was bis dahin ist. Genießt es und plant wenn ihr wollt, lass dir da kein schlechtes Gefühl einreden :zwinker:
     
    #2
    User 66223, 16 Juni 2009
  3. User 37583
    User 37583 (37)
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Schiebe den Gedanken erst einmal bei Seite und denk in einem Jahr wieder darüber nach. In zwischen Zeit wirst du sehen wie die Beziehung verläuft.
    Ich kann ja verstehen, dass du dir Gedanken darüber machst, aber ich finde auch es ist jetzt noch etwas zu früh dafür. Du solltest dich erst einmal auf dein Abi konzentrieren.
    Ich würde immer jemandem Raten nicht sofort mit seinem Partner zusammen zu ziehen, sondern erst einmal alleine oder in einer WG gelebt zu haben, aber auch das ist persönliches Empfinden.

    Ach ja einen Rat kann ich dir noch geben, wenn es dann soweit sein sollte, bitte nicht mehr zusammenziehen, wenn schon ein Trennungsgedanke im Kopf ist...
     
    #3
    User 37583, 16 Juni 2009
  4. f.MaTu
    f.MaTu (31)
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    nicht angegeben
    hey

    klar kannst das schon ansprechen - aber wirklich planen würd ich da noch nichts. Ich würde es als "bestmögliche Alternative" verbuchen und sehen, wie sich alles entwickelt :smile: Planen könnt ihr dann immernoch, wenn absehbar ist, dass es bald soweit ist - also etwa Anfang nächsten Jahres.

    Ach, und wenn ihr aber planen wollt, macht das doch! Ist immerhin EURE Beziehung und ihr könnt tun, was IHR für richtig haltet und nicht irgendwelche Freunde :smile:
     
    #4
    f.MaTu, 16 Juni 2009
  5. capricorn84
    Beiträge füllen Bücher
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    Verheiratet
    Na wenn eure Beziehung in einem Jahr auch noch gut läuft und alles passt warum nicht?! Darüber nachdenken kann man ja, planen würd ich das ganze erst wenn es soweit ist.
     
    #5
    capricorn84, 16 Juni 2009
  6. Zantedeschia
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    Gemeinsam über die Zukunft nachdenken gehört doch zu den schönen Sachen am Verliebtsein - es sagt ja auch immer ein bisschen "Ich denke wir sind in einem Jahr noch zusammen, ich sehe eine gemeinsame Zukunft, ich würde langfristig gern mit dir zusammenwohnen". Das ist doch schön!!

    Menschen sind einfach unterschiedlich schnell bereit dazu, aber ich denke, da gibt es keine Regeln. Solange dein Freund und du euch wohl fühlt bei den gemeinsamen Planungen und keiner von euch das Gefühl hat unter Druck zu sein oder dass es einfach zu schnell geht, könnt ihr euch so viele Gedanken zur Farbe der Wohnzimmervorhänge machen wie ihr wollt!

    Was den anderen Freund, der dir ins Gewissen geredet hat, angeht - vielleicht ist er einfach ein bisschen langsamer dazu bereit sich auf solche Sachen einzulassen. Wie gesagt, das ist individuell unterschiedlich. Ist ja auch nicht schlimm, so lange es bei dir und deinem Freund stimmt!
     
    #6
    Zantedeschia, 16 Juni 2009
  7. warmcold
    warmcold (35)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    also ich sehe da auch kein problem. nachdem ihr schon 4 monate zusammen seid und erst in nem jahr zusammen ziehen wollt, isses wirklich ein gutes omen, dass ihr beide jetzt schon so weit denkt! ein bischen die eventualitäten abwägen - und dazu gehört auch negatives - ist aber ganz gesunder menschenverstand. selbst wenn man sich vergöttert, wird es irgendwann zu problemen kommen, das ist ganz normal. deswegen mein tipp: wenn ihr euch die wohnung sucht, dann nehmt ne große! 3-raum mindestens, damit jeder sein rückzugsgebiet hat! nichts ist schlimmer, als die ganze zeit aufeinander zu hocken, weil keiner sein zimmer hat, in das er sich verkriechen kann - ich spreche da aus erfahrung! wenn ihr das bedenkt, wird alles gut gehen, weil jeder so auch in zukunft seinen teil privatsphäre hat, den er sich wahren kann.

    aber genug der planung, jetzt genieß erstmal die zeit mit ihm und lass alles auf dich zukommen. wie sagt man immer so schön: wird schon schiefgehen :smile:
     
    #7
    warmcold, 16 Juni 2009
  8. User 12900
    where logic cannot intervene
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    nicht angegeben
    Um auf deine Frage mal einzugehen: Ich finde, das Planen schadet ganz und gar nicht. Mir macht das sogar Spaß. :smile:

    Ob Zusammenziehen aber in dem Alter das richtige ist, weiß ich nicht. Ich bin so alt wie du und über 1 Jahr mit meinem Freund zusammen - wir überlegen auch, ob wir nun im Herbst zusammenziehen wollen, aber irgendwie habe ich Angst, dass man dann wie ein altes Ehepaar nur noch nebeneinander her lebt.
    Aber der Wunsch ist da und irgendwann muss man es ja eh wagen... :zwinker:
     
    #8
    User 12900, 16 Juni 2009
  9. warmcold
    warmcold (35)
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    nicht angegeben
    exakt das ist es, auf was ich mit meinem post hinaus wollte: das passiert nicht, wenn jeder sein eigenes zimmer in der wohnung hat, dessen tür auch mal ne weile zu sein kann ;-) deswegen: 3-raum-wohnung mindestens und es gibt diese probleme nicht mehr. wobei man aber im vorfeld auch eigentlich gar nicht daran denken sollte, aber das ist wieder ne andere geschichte.
     
    #9
    warmcold, 16 Juni 2009
  10. capricorn84
    Beiträge füllen Bücher
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    Verheiratet
    Also ich kann das nicht bestätigen. :grin: Wir sind nach 4 Monaten Beziehung zusammen gezogen und wir sind kein altes Ehepaar. Uns wird sogar langweilig wenn wir mal einen Ruhetag einlegen und nix tun anstatt immer auf Achse zu sein. ;-)

    Wenn man denkt, man lebe dann wie ein altes Ehepaar dann wirds wohl auch eintreffen. ;-)
     
    #10
    capricorn84, 16 Juni 2009
  11. glashaus
    Gast
    0
    Ich würde wieder darüber nachdenken, wenn es konkret soweit ist. Dass ihr beide prinzipiell positiv gegenüber einer gemeinsamen Wohnung eingestellt seid, ist doch schön :smile:
     
    #11
    glashaus, 16 Juni 2009
  12. krava
    krava (35)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
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    Verliebt
    Ich denke auch, dass das jetzt erstmal ein hypothetischer Gedanke ist, aber in 1 Jahr wirds vielleicht konkreter. Das müsst ihr einfach abwarten und auf euch zukommen lassen.
     
    #12
    krava, 16 Juni 2009
  13. Grottenolmin
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Mal darüber zu reden ist doch okay, auch wenn die Beziehung noch nicht so lange geht. Ihr wollt ja nicht jetzt sofort zusammenziehen, sondern denkt drüber nach, das vielleicht in einem Jahr zu machen, wenn es sich anbietet.

    Du sagst, du hast dann Abi und willst eine Ausbildung machen - hast du schon einen Ausbildungsplatz, oder woher weißt du überhaupt, dass du in derselben Gegend bleiben wirst? Was macht dein Freund? Hat er einen festen Job, geht er noch zur Schule, macht er schon eine Ausbildung? Solange ihr nicht beide sicher wisst, dass ihr in einem Jahr in derselben Gegend sein werdet und da auch eine Weile bleiben werdet, halte ich konkretere Planungen sowieso noch nicht für sinnvoll.
     
    #13
    Grottenolmin, 16 Juni 2009
  14. Martouf
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich finde es schön, dass ihr beiden euch gemeinsam Gedanken darüber macht. Solange ihr euch beide bereit dafür fühlt, spricht grundsätzlich nichts dagegen, es zu tun.

    So eine gemeinsame Wohnung hat natürlich auch ein paar Rahmenbedingungen, die unbedingt geklärt werden müssen. Allen voran das Finanzielle und die Langfristigkeit. Sprich, ihr müsst die Wohnung so wählen, dass ihr nicht in einem Jahr schon wieder umziehen müsst, und ihr müsst sie so wählen, dass ihr euch sie ohne großartige Verrenkungen leisten könnt.

    Viel wichtiger als die Farbe der Wohnzimmervorhänge wäre also, ein Haushaltsbuch zu führen. Das ist eine Liste, in die man alle Einnahmen und Ausgaben jedes Monats einträgt und die Summen dazu ausrechnet. Ein Haushaltsbuch führt man immer mit Belegen, damit man die exakten Beträge hat und nicht ständig schätzen muss. Selbstverständlich musst du jetzt noch schätzen, aber später, wenn ihr tatsächlich eure Wohnung habt, hast du dann schonmal erlernt mit Quittungen zu arbeiten, das können nicht einmal die meisten Erwachsenen. Die fragen sich am Monatsende dann immer, wo das ganze Geld geblieben ist.

    Ich gehe im Folgenden von einer fairen Verteilung der Kosten innerhalb der Beziehung aus. Jeder trägt 50%.

    Du nimmst also deine Ausbildungsvergütung (geschätzt; bei Schätzungen ist man immer pessimistisch) und alle sonstigen Einnahmen, die du in einem Monat erhältst. Das sind deine gesamten monatlichen Einnahmen.
    Anschließend denkst du ganz genau nach, was für monatliche Ausgaben dich erwarten. Stell dir also vor, du würdest bereits in eurer gemeinsamen Wohnung leben. Du bekommst keine Sachleistungen (z.B. deine Eltern fahren für dich tanken, waschen deine Wäsche, bringen dir Essen mit), sondern tust so, als müsstest du dir alles selber kaufen. Du hast nur eine Zahl zu Beginn des Monats, die auf dein Konto überwiesen wird, und mit dieser Zahl musst du klarkommen. Auf gar keinen Fall darfst du ins Minus kommen, denn das hieße, dass die Ausgaben die Einnahmen übersteigen würden und du etwas nicht bezahlen könntest.
    Als allgemeine Kostenpunkte würden mir spontan einfallen: Kaltmiete, Nebenkosten, Versicherungen, Essen, Kleidung, Fahrtkosten, Medikamente, Telefon und Internet. Das sind, wie du merkst, alles Kostenpunkte, die gemeinsam zu 50% von dir und von deinem Freund getragen werden würden. Was hier nicht reingehört sind persönliche Ausgaben, beispielsweise dein Handyvertrag (schließlich gibt es ein gemeinsames Telefon), deine Partys, dein Schmuck und so weiter. Das wären persönliche Ausgaben, für die nur du allein verantwortlich wärest. Bei deinem Freund genauso. Wenn er sich ein neues Notebook kauft, ist das eine persönliche Ausgabe von ihm. Das solltest du im Haushaltsbuch strikt voneinander trennen.
    Wenn du nun eine Übersicht aller monatlichen Ausgaben hast, die euch beide betreffen, trägst du von diesem Wert 50% als Ausgaben in dein Haushaltsbuch ein.

    Somit hättest du eine Übersicht deiner monatlichen Einnahmen und Ausgaben. Was jetzt noch interessant wäre, wären die einmaligen Ausgaben. Ich könnte mir vorstellen, dass Renovierungsarbeiten vorgenommen werden müssen, dass eine Kaution hinterlegt werden muss oder eine Courtage für den Immobilienmakler, sofern zutreffend. Dies sind wie gesagt einmalige Ausgaben, die aber natürlich auch irgendwo in deinem Haushaltsbuch mit auftauchen müssen. Denn es soll ja deine finanzielle Situation tatsächlich korrekt abbilden. Wenn du vergisst, etwas dort einzutragen, fehlt dieser Betrag dann in der Endsumme und du hast eine Differenz, und musst überlegen, wo die herkommt. Daher gehören auch einmalige Ausgaben ins Haushaltsbuch.
    Einmalige Ausgaben trägst du einfach an dem Tag ein, wo du sie getätigt hast. Wenn du dir am 1.10.09 einen kleinen Transporter beim Autohaus ausleihst, um eure Sachen in die neue Wohnung bringen zu können, dann trägst du dieses Datum in dein Haushaltsbuch ein mit der entsprechenden Summe. Den Beleg (Quittung, Rechnung) sortierst du in einen Ordner ein. So kannst du später mal nachschauen, wie die Gesamtsumme zustande kam, z.B. wie viel du fürs Tanken bezahlt hast und wie viel für das Ausleihen an sich. Dadurch hältst du dein Haushaltsbuch übersichtlicher, denn es interessieren dich dort ja nur die Summen. Beispielsweise 30 Euro fürs Einkaufen heute und nicht, dass das Klopapier im 6-er Pack 1,49€ gekostet hat.
    Solltest du - wovon ich abraten würde! - irgendwas auf Raten bezahlen, dann wären das wieder monatliche Kosten, denn du bezahlst ja jeden Monat etwas von dem Gesamtbetrag. Das könnten dann höchstens größere Anschaffungen sein, wo euch jetzt im Moment das Geld für fehlt, wo ihr aber trotzdem auf das Produkt nicht verzichten könnt (z.B., wenn euch eure Waschmaschine beim Transport kaputt geht und ihr dringend eine neue braucht). Bei sowas aber immer auf die Zinsen achten und am besten ganz darauf verzichten. Ich persönlich würde niemals Geld ausgeben, was ich nicht habe, außer halt im beschriebenen Notfall.

    Nicht in diese einmaligen Ausgaben einzurechnen sind Möbel. Denn diese gehören definitiv rechtlich gesehen nur einer Person und werden nur von dieser genutzt. Sonderfälle wären z.B. eine Couch für das gemeinsame Wohnzimmer. Bei sowas im Möbelhaus immer darum bitten, den Kaufvertrag auf beide Personen auszustellen - dann unterschreiben beide, jeder bezahlt die Hälfte, jeder bekommt eine Kopie des Kaufvertrags und die Couch gehört euch beiden. Im Falle einer Trennung (daran müssen wir leider an dieser Stelle denken) kannst du dann den Kaufvertrag hervorholen und derjenige, der die Couch behalten will, bezahlt die andere Hälfte, um die Couch ganz zu besitzen. Das ist zwar etwas kompliziert, aber fairer. Für eine Lampe für die Küche, einen Kühlschrank oder eine Waschmaschine gilt dasselbe.

    Wo wir bei der Waschmaschine sind, wenn die wie vorhin beschrieben kaputt geht und ihr kein Geld für eine neue habt, dann ist das doof. Also sind wir beim nächsten Punkt: Niemals das Budget bis zum Anschlag ausreizen. Wenn du 500€ im Monat zur Verfügung hast, plane niemals 499€ davon für Ausgaben ein, sondern behalte dir etwas davon übrig. Nur so kannst du Kapital aufbauen, um dir eine gewisse finanzielle Sicherheit erhalten zu können. Natürlich ist das bei knappem Budget schwierig, aber das ist eine Frage der Selbstdisziplin. Muss ich mir jetzt wirklich die neue Handtasche mit den Glitzersteinchen kaufen oder hat das nicht noch bis zum nächsten oder übernächsten Monat Zeit, so dass ich dazwischen Kapital ansparen kann.

    Also...du hast an dieser Stelle ein Haushaltsbuch, in dem alle monatlichen Einnahmen und Ausgaben aufgeführt sind, die dich betreffen. Dazu hast du einen Ordner, in dem - nach Datum, Kategorie oder alphabetisch sortiert, je nach Geschmack - die dazugehörigen Belege aufbewahrt werden.
    Das alles hier hast du deinem Freund zu Lesen gegeben (ein freundliches Hallo an dieser Stelle *g*), so dass er sich sein Haushaltsbuch nach demselben Prinzip anlegen konnte. Gut. Damit wärt ihr der Realisierung eures Traums schonmal einen entscheidenen Schritt weiter gekommen. Denn nur mit sowas in der Hand kann man zu Eltern hingehen und beweisen, dass man erwachsen genug geworden ist, um tatsächlich auszuziehen. Ist nicht so, dass die euch daran hindern könnten, aber ich wollte es hier nur mal erwähnen, denn das verschafft euch eine starke Position und ein gutes Image. So bekommt man leichter mal Hilfe, wenn ihr jetzt fragt, wofür das gut sein soll. :grin:

    Alles klar. Dann geht's jetzt ans Eingemachte. Denn bei aller Liebe muss man ein Finanzsystem immer so planen, dass es einen guten Kompromiss zwischen eurem Zusammenleben und eurer Individualität darstellt. Also die Wirklichkeit möglichst gut abbildet und nicht irgendein Pfusch-Konstrukt ist, das man nur deshalb so gewählt hat, weil's einfacher war und man nicht soviel überlegen musste.
    Zurück zu dir, liebe _princess_. Du hast natürlich, das musst du für eine eigene Wohnung unbedingt haben und für die Ausbildungsvergütung natürlich auch, ein eigenes Konto. Da kommt dein Geld jeden Monat angeflattert. Und dein Freund hat auch eins und da kommt sein Geld drauf. Und jetzt habt ihr gemeinsame Ausgaben und individuelle Ausgaben. Kommen wir dann mit zwei Konten hin? Hm, möglicherweise. Es geht aber auch besser.
    Damit im Falle des Falles nicht einer von euch sich verziehen kann und der andere im Regen steht, macht ihr euch ein drittes Konto auf. Dieses Konto muss unbedingt euch beiden gehören. Das bedeutet wirklich, dass das Geld, was da drauf ist, euch beiden gehört. Auf dieses Konto überweist ihr - anhand eurer Haushaltsbücher ersichtlich - jeweils die Hälfte eurer gemeinsamen monatlichen Ausgaben pro Monat. Das heißt, wenn ihr im Monat (Fantasiezahl) 500€ Ausgaben habt, überweist jeder 250€ im Monat. Somit könnt ihr dieses Konto z.B. im Mietvertrag, im Vertrag mit eurem Energieversorger und so weiter angeben. Achtet bitte darauf, am Anfang etwas "Puffer" darauf zu überweisen, ebenfalls zu gleichen Teilen, denn Unternehmen buchen nicht unbedingt am selben Tag ab, wo ihr euer Gehalt bekommt. Zudem könnte ja mal euer Stromverbrauch höher gewesen sein oder so. Dadurch stellt ihr sicher, dass immer genügend Geld vorhanden ist, um eure gemeinsamen Ausgaben bezahlen zu können, das Konto also immer gedeckt ist.
    Warum das so toll mit dem dritten Konto ist, zeigt sich jetzt. Wenn du dir nämlich besagte Glitzersteinchen-Handtasche kaufst, bezahlst du das entweder bar (denn das 3. Konto bleibt "Papiergeld" - dort wird nichts abgehoben und das würde man auch auf den Kontoauszügen sehen!) oder mit deiner eigenen Kontokarte. Wenn er sich unbedingt ein neues Notebook kaufen möchte, bezahlt er das ebenfalls von seinem Konto. So kann jeder über sein eigenes Geld verfügen, und ihr führt dennoch einen gemeinsamen Haushalt zu gleichen Teilen. Ein faires Modell, nicht?

    Zum Thema Kontoauszüge: Es gibt beispielsweise bei der Sparkasse immer umsonst solche Hefter, wo man sich die Auszüge reinheften kann. Die Auszüge sind nummeriert mit Datum, Auszugs-Nr. und Seiten-Nr. Somit kann nichts verloren gehen, und falls was fehlt, fällt es sofort auf.
    Jeder hat sein eigenes Heftchen in seiner privaten Schublade, und euer gemeinsames Kontoheftchen tut ihr euch zusammen in den Schrank. Da kann dann auch keiner mogeln.
    Warum das mit den Quittungen so toll ist, zeigt sich hier ebenfalls: Euer Essen, Trinken, Zahnpasta, Haarshampoo und so weiter bezahlt ihr ja im Supermarkt, und dafür bekommt ihr eine Quittung (auch Bon oder Kassenzettel genannt). Diese Quittungen sammelt ihr und legt sie z.B. ebenfalls in diese Schublade. So könnt ihr immer genau in euer Haushaltsbuch eintragen, was ihr bezahlt habt.

    Na, aufgepasst?
    Richtig!
    Es gibt also für jedes Konto ein Haushaltsbuch. Für deines, für seines und für euer gemeinsames. Und die müssen sich hinterher mit den Kontoauszügen decken. Nur, dass eure Haushaltsbücher natürlich viel konkreter sind, d.h. ihr könnt (wenn man sich ein wenig Mühe gibt) beispielsweise euch in eurer Tabellenkalkulation am PC automatisch ausrechnen lassen, wieviel ihr für die einzelnen Bereiche (Miete, Nebenkosten, Essen, Kosmetikbedarf, ...) monatlich ausgebt. So könnt ihr dann später auch ganz schnell erkennen, wo es Einsparmöglichkeiten gibt oder wo noch Luft nach oben ist.

    Also. Bisschen viel auf Einmal, ich weiß. Aber es lohnt sich.
    Ihr habt:

    - zwei private Konten wo das Geld nur euch gehört
    - zwei Haushaltsbücher
    - zwei Ordner mit Belegen
    - zwei Kontoauszugsmäppchen
    ---> damit habt ihr die Kontolle über eure eigenen Finanzen.
    dazu
    - ein gemeinsames Konto wo das Geld euch beiden gehört
    - ein Haushaltsbuch passend dazu
    - ein Ordner mit Belegen
    - ein Kontoauszugsmäppchen
    ---> damit habt ihr die Kontrolle über eure gemeinsamen Finanzen.

    Was die Wohnungskosten angeht:
    Informiert euch beispielsweise bei Immobilienscout24.de über die gängigen Mietpreise in eurer Wunschstadt. Eine Miete besteht immer aus Kaltmiete und Nebenkosten. Das Resultat nennt man Warmmiete. Also Kaltmiete+Nebenkosten=Warmmiete. Indem ihr euch da verschiedene Wohnungen anguckt, könnt ihr euch eine Vorstellung davon verschaffen, was für eine Wohnung ihr euch leisten könnt.
    Denn ihr habt ja jetzt so gut es geht abgeschätzt, was für Einnahmen und Ausgaben euch gemeinsam erwarten und wieviel jeder für sich ausgeben und sparen möchte. Damit könnt ihr euch jetzt, und da muss man erstmal hinkommen wie ihr seht, mit relativ genauer Sicherheit gezielt Wohnungen anschauen, die auch garantiert eurem Budget entsprechen. So teuer wie nötig, so wenig Bruchbude wie möglich. Denn erst wenn ihr herausgefunden habt, wo euer Budget liegt und vor allem, wie es sich auf die einzelnen Lebensbereiche aufteilt, könnt ihr wirklich sagen: bis x Euro Warmmiete können wir uns leisten, oh Schatz guck mal, die da ist voll schön und passt in unser Budget! Lass uns die mal anschauen.

    Tja, und das mit den Wohnungen, den Mietverträgen und dem ganzen Schimmel-Scheiß heb ich mir dann für die nächste Folge auf. :zwinker:

    Viel Glück euch beiden!
    Ich hoffe, ich konnte zur Realisierung eures Traums ein wenig meinen Beitrag leisten.

    LG
    Martouf


    Edit: Was mir beim Durchlesen aufgefallen ist...viele werden jetzt denken: Wat macht der Martouf da jetzt für 'nen Aufstand, die beiden ziehen doch erst in einem Jahr zusammen. Ja. Stimmt. Habt ihr Recht. Aber je früher man das plant, umso weniger unangenehme Überraschungen erlebt man, und umso konkreter werden die Pläne. Das verhindert auch, dass jeder in den folgenden 12 Monaten beginnt sein eigenes Süppchen zu kochen und am Ende nix draus wird. Weil man dann immer im Kopf hat: So und so wird es werden, und man freut sich dann darauf, anstatt zu sagen: Ach, das wird eh nix mehr, wir haben noch nie darüber gesprochen und höchstens allgemein mal gesagt, dass wir zusammenziehen wollen.
     
    #14
    Martouf, 16 Juni 2009
  15. _princess_
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    86
    0
    in einer Beziehung
    Ui so viele Antworten... hätte ich garnicht erwartet. Danke für die verschiedenen Meinungen, so wie ich es im Gefühl habe sind die Meinungen sehr unterschiedlich.

    Wo mein Verstand sich natürlich laut äußert sind Sachen wie: kriege ich nachm Abi eine Lehr-, Studien-, Partikums- oder Arbeitsstelle?
    Werde ich komplett 50% der Kosten übernehmen können? (wobei sich da wohl Kompromisse treffen lassen)

    Da heißt es wohl abwarten :smile: und SO viele Gedanken wollte ich mir jetzt auch nicht machen :tongue:

    Liebe Grüße, ich
     
    #15
    _princess_, 16 Juni 2009
  16. Zuckerherz
    Zuckerherz (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    194
    103
    7
    Single
    Ich bin situationsbedingt mit meinem Freund nach 3 Monaten Beziehung zusammen gezogen. Entweder es klappt, oder nicht. Man muss auch mal was wagen. Im Nachhinein wars zur früh, aber man weiß ja vorher nie, wies läuft. Auch wenns vorher gut läuft, kann das Zusammenziehen in einer Katastrophe enden :zwinker:
     
    #16
    Zuckerherz, 17 Juni 2009

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