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War es richtig, dass Angela Merkel den Papst kritisiert hat?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Theresamaus, 5 Februar 2009.

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War es richtig, dass Angela Merkel den Papst kritisiert hat?

  1. Ein deutscher Regierungschef sollte Holocaustleugnung immer kritisieren. Egal bei wem.

    19 Stimme(n)
    70,4%
  2. Mit dieser Kritik trifft sie den falschen. Sie soll doch den Leugner kritisieren, nicht den Papst.

    6 Stimme(n)
    22,2%
  3. Gerade die CDU, deren Chefin sie ist, sollte zu heiklen kirchlichen Themen Stellung nehmen.

    8 Stimme(n)
    29,6%
  4. Den Papst darf niemand kritisieren, weil er unfehlbar ist, schon gar nicht eine Protestantin.

    2 Stimme(n)
    7,4%
  5. Damit wollte sie sich nur wichtig tun bei einem so heiklen Thema.

    6 Stimme(n)
    22,2%
  6. Einen deutschen Papst darf man als Deutsche schon eher kritisieren als einen polnischen Papst.

    1 Stimme(n)
    3,7%
  7. Diesen Papst sollte man wirklich kritisieren. Sonst entgleist die katholische Kirche ganz.

    10 Stimme(n)
    37,0%
  8. Das zeugt doch nur von ihrem latenten Anti-Katholizismus. Fürchterlich.

    1 Stimme(n)
    3,7%
  9. Sie hatte bestimmt Angst vor dem Zentralrat der Juden. Sonst hätte sie geschwiegen.

    7 Stimme(n)
    25,9%
  10. Wegen der Trennung von Staat und Kirche hätte sie sich raushalten sollen.

    5 Stimme(n)
    18,5%
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  1. Theresamaus
    Benutzer gesperrt
    118
    0
    35
    nicht angegeben
    Zum ersten Mal hat mit Angela Merkel ein deutscher Regierungschef den Papst öffentlich kritisiert. Der Grund ist allen bekannt: Rehabilitierung eines Bischofs, der den Holocaust leugnet.
    Findet ihr es richtig, dass Merkel den Papst so deutlich kritisiert hat, oder hat sie sich zu weit aus dem Fenster gelehnt? Da gebe es Stimmen für und gegen eine solche Aktion. Ihr könnt sowohl Pros als auch Kontras anklicken, wenn ihr unentschlossen seid.
     
    #1
    Theresamaus, 5 Februar 2009
  2. many--
    many-- (32)
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    1.358
    Verheiratet
    Teils teils. Meine ganz ungeordneten Gedanken dazu:

    -Jeder Religionsführer muss von Jedem kritisierbar sein.
    -Holocaustleugnung ist so ein typisch leerer Begriff, aber Tatsache ist, dass dieser Williamson einige Dinge gesagt hat, die seine Gesinnung als zweifelhaft erscheinen lassen.
    -Holocaustleugnung hat mal an sich nichts mit einer Exkommunikation zu tun.
    -Es melden sich in der Geschichte wieder mal Leute zu Wort, die meiner Meinung nach besser generell ihre Klappe halten würden.
    -Es scheint ein wenig so, als wäre Frau Merkel da auf den in diesem Zusammenhang typisch deutschen "Oh, oh, da geht es ja auch um uns, da sag ich mal besser was"-Zug aufgesprungen, nicht unbedingt notwendigerweise.

    Fazit: generell ist der Papst selbst für einen Papst ein reaktionärer Idiot und diese Pius-Brüder sind Taliban ohne Kaftan, aber Holocaustleugnung steht auf einen ganz anderen Blatt als kirchenrechtliche Dinge, also frage ich mich, warum sich da jetzt Leute einmischen, die ganz offensichtlich auf das "Holocaust" angesprungen sind, aber ansonsten vom Thema naturgemäß eher weniger Ahnung haben.
    Irgendwie gehen mir bei der Debatte beide Seiten schwer auf den Sack: einerseits die Gutmenschen, die jetzt "Holocaustleugner raus!" schreien - als ob ein paar reaktionäre Antisemiten mehr oder weniger den Vatikan jetzt so sehr verändern würden; da scheint es mir doch eher um die Machtdemonstration der allseits beliebten Lobby für Moral und Geschichtsbild zu gehen. Andererseits könnte ich kotzen, wenn ich sehe, wie auch in der europäischen Religionselite talibaneskes und bible-beltisches Gedankengut wieder salonfähig gemacht wird. Und gleichzeitig soll in Berlin der Religionsunterricht wieder an Schulen verpflichtend angeboten werden, ja, ja, welch glorreiche Renaissance des Übernatürlichen und ewig Vorgestrigen. Und das im Darwinjahr...
     
    #2
    many--, 5 Februar 2009
  3. tiefighter
    tiefighter (35)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Als ob den Popen sowas interessiert???
     
    #3
    tiefighter, 5 Februar 2009
  4. ProxySurfer
    Sehr bekannt hier
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    Single
    Klar war es richtig, den Papst zu kritisieren. Ich würde bei ihm noch viel mehr kritisieren.
     
    #4
    ProxySurfer, 5 Februar 2009
  5. simon1986
    simon1986 (30)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    2.015
    Verlobt
    Es war richtig. Aber ihre Worte waren zu wenig klar. Wie wenn sie Hemmungen hätte, "Seiner Heiligkeit" wirklich an den Karren zu fahren.

    Eine gewisse Wirkung haben solche Einwände. Denn aus eigener Einsicht ist der Papst bestimmt nicht zurück gerudert. Man muss den hauen, damit er sich ändert
     
    #5
    simon1986, 5 Februar 2009
  6. Garcon79
    Benutzer gesperrt
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    84
    nicht angegeben
    Es war sicher nicht falsch, etwas zu dem Thema zu sagen. Ob es aber auch nötig oder nicht doch eher überflüssig war, kann ich nicht beurteilen.
    Was ich mir aber wirklich wünschen würde, ist daß die Kanzlerin sich in ihrem eigentlichen Betätigungsfeld, nämlich der deutschen Innenpolitik, auch mal klar zu Wort melden würde, wenn ganz offensichtlich Bedarf besteht! Jüngstes Beispiel: Der unsägliche Streit um das Umweltgesetzbuch. Da streiten sich Gabriel und Seehofer wie die Kesselflicker, und was sagt die Kanzlerin dazu? Nichts! Und das ist ja immer wieder der Fall, daß die Kanzlerin sich aus innenpolitischem Streit heraushält.
    Wo bleibt da die Richtlinienkompetenz? Die steht ihr laut Grundgesetz zu, aber sie nutzt sie überhaupt nicht. Und warum? Weil sie eigentlich nur eines will: Sich selbst nicht inhaltlich festlegen, damit niemand sie kritisieren kann, wodurch sie hofft, sich ihre Wiederwahlchancen zu erhalten.
    Folge ist, daß doch eigentlich niemand weiß, was die Kanzlerin selbst für Überzeugungen hat (wenn sie überhaupt welche hat). Was ist denn IHRE Meinung zum Thema Umweltgesetzbuch, Steuersenkungen, Sozialabgaben, Bioethik, Iran, Israel etc.? Weiß man nicht!
    Weil sie überhaupt nicht führt, sondern eigentlich eher von ihren Ministern und momentan vor allem auch der CSU geführt wird, ist sie meiner Meinung nach der mit Abstand schlechteste Inhaber des Amtes "Bundeskanzler" seit der Gründung der Bundesrepublik.
     
    #6
    Garcon79, 6 Februar 2009
  7. Ich Kann helfen
    Sorgt für Gesprächsstoff
    34
    31
    0
    Single
    Ich finde das 60 jahre eine sehr lange zeit ist!Die leúte die früher dabei waren sind entweder über 80 oder tod!

    Man sollte echt mal nach vorne kucken und diese scheiß themas sein lassen, ich hör immer nur hitler hitler........ kuckt euch amerika an die sind viel schlimmer (Illuminaten, Freimaurer.....etz):angryfire
     
    #7
    Ich Kann helfen, 6 Februar 2009
  8. herbst88
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Es gibt nichts besseres auf der Welt als den Papst zu kritisieren, ich mache das liebend gerne, obwohl ich gläubige Katholikin bin. :smile2:
     
    #8
    herbst88, 6 Februar 2009
  9. User 77547
    Beiträge füllen Bücher
    2.288
    248
    1.642
    Verheiratet
    Natürlich darf die Merkel den Papst kritisieren. Jeder darf das.

    Obwohl ich kein Katholik bin und nix mit Benedikt am Hut habe, fand ich aber die Art und Wese der Kritik nicht gut.
    In Oberlehrerinnenmanier fordert sie den Papst zu einer Klarstellung auf und unterstellt damit implizit, dass es irgendeine "Unklarheit" darüber gebe, ob der Papst oder die offizielle katholische Kirche Antisemitismus ablehnt oder nicht. Da gibts aber keinerlei Unklarheit. Diesen schwachsinnigen Fehler mit diese Piusbrudersekte hin oder her.

    Naja, halt typisch Merkel. Die Frau hat null Standpunkte, schielt nur auf die Meinungsumfragen und agiert halt dementsprechend. Ist Papst-Bashing angesagt, wird gebasht. Ist "Wir-Sind-Papst" angesagt, ist sie auch Papst....
     
    #9
    User 77547, 6 Februar 2009
  10. Garcon79
    Benutzer gesperrt
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    84
    nicht angegeben
    Ganz genauso ist es. Merkel hält immer erst ihren Mantel in den Wind, um zu prüfen, woher er gerade weht. Und dann schließt sie sich dem an, was gerade beim Volk gut ankommt und opportun ist. Wenn sich die öffentliche Meinung zwei Wochen später dreht, dreht sich Merkel mit wie der Hahn auf der Kirchturmspitze.
    Das ist übrigens eine Eigenschaft, die sie sehr mit Horst Seehofer verbindet.
     
    #10
    Garcon79, 6 Februar 2009
  11. objekt.f
    objekt.f (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    4
    Single
    Ich denke der Papst als Oberhaupt der katholischen kirche ist jemand, der meilenweit über einem bundskanzler steht.
    Abgesehen davon dass sie damit nur dem Zentralrat ein bischen schöne Augen machen und der öffentlichen Empörung (Gott wie hasse ich das Wort "empörung" inzwischen) beitreten wollte

    sollten regierungen nicht dem volk dienen?
    Interessante Frage btw: Sollte eine Regierung des tun was das Volk verlangt, oder das was sie für Richtig hält. (Auch wenn das was anderes ist als die allgemeine stimmung im Lande will)
     
    #11
    objekt.f, 6 Februar 2009
  12. Garcon79
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    nicht angegeben
    Nein, eine Regierung darf nicht immer nur tun, was gerade die Mehrheit in Umfragen für richtig hält. Denn dann wären unpopuläre Maßnahmen ja niemals möglich, die aber in mancher Situation nötig sind. Aber es gehören Mut und Überzeugung dazu, auch mal etwas zu tun, was unpopulär ist, aber von dessen Richtigkeit man überzeugt ist. Das funktioniert natürlich nur, wenn man überhaupt eine Überzeugung hat, woran es der Merkel wohl oft fehlt.
    Und was eine Regierung vor allem nicht tun darf, ist ständig die Meinung zu ändern, nur weil sich gerade der Trend in den Umfragen gewandelt hat.
    Und was sie auch nicht tun darf, ist vor das Gemeinwohl die Interessen von Lobbygruppen zu stellen (auch Korruption genannt). Das ist in Deutschland ja bekanntermaßen auch ein sehr großes Problem.
     
    #12
    Garcon79, 7 Februar 2009
  13. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    0
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    nicht angegeben
    Von der Sache finde ich es richtig, Holocaustleugnung immer zu kritisieren, egal von wem. Es war doch so, dass Bischof Williamson auf deutschem Boden (Regensburg) bei einem Interview mit dem Schwedischen Fernsehen diese Leugnung ausgesprochen hat, was ein Straftatbestand nach deutschem Recht ist. Diesen Bischof kann man nach deutschem Recht verurteilen und aus dem Verkehr ziehen. Oder ist das nicht so?
     
    #13
    Theresamaus, 7 Februar 2009
  14. BABY_TARZAN_90
    Sehr bekannt hier
    1.610
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    Verliebt
    Ich möchte ja nicht zu Straftaten aufrufen. Aber vielleicht täte es diesem durch nichts und niemanden anfechtbaren Bischof gut, wenn er einfach mal ganz normal ein wenig verprügelt würde.
     
    #14
    BABY_TARZAN_90, 7 Februar 2009
  15. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
    4.093
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    2.105
    Single
    Frau Merkel hätte in ihrer Position als Bundeskanzlerin so viel wichtigeres zu tun, als den Papst zu kritisieren.
    Eigentlich sollte es ihr scheißegal sein, was in irgendeiner Religionsgemeinschaft abläuft, so lange es sich nicht gegen unseren Staat, unsere Rechtsordnung, o.Ä. richtet.

    Meiner Meinung nach sollte Religion Privatsache sein und keine Staatsangelegenheit. - Von daher finde ich jegliche öffentliche Kritik von politischen Funktionären an irgendwelchen religiösen Dingen unpassend, so lange diese religiösen Dinge nichts mit der Politik zu tun haben.
     
    #15
    User 44981, 7 Februar 2009

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