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Wart ihr schon mal abhängig?

Dieses Thema im Forum "Liebe & Sex Umfragen" wurde erstellt von LiLaLotta, 28 März 2010.

  1. LiLaLotta
    LiLaLotta (31)
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Hallo...
    Gerade heute erst hatte ich wieder ein Gespräch mit einer Frau, die Jahre lang von einem Mann abhängig war, der sie offensichtlich wie Dreck behandelt hat. (ständig andere Frauen, keine Zärtlichkeit, verletzende Bemerkungen usw.) Sie meint, dass man "nichts dafür kann", dass man den Mann "liebt". Genauso geht es einer sehr guten Freundin von mir seit Jahren. Sie hat sich sogar selbst verletzt wegen dem Kerl und hat sich total verändert :ratlos:

    Ich frage mich natürlich, ob man wirklich plötzlich einfach abhängig werden kann, ob man da keine Kontrolle mehr über sein eigenes Leben hat, ob man echt so hilflos ist und ob es wirklich "Liebe" ist, was man sich da einbildet zu fühlen.
    Ich selbst kann mir nämlich nicht vorstellen, dass man einen Mann lieben kann, der einen wie Scheiße behandelt und der nebenbei noch andere Frauen hat und einem Jahrelang immer dieselben leeren Worte erzählt. Ich würde mich so sehr schämen, mich dermaßen erniedrigen zu lassen und könnte mir doch selbst nicht mehr in die Augen schauen und schon allein deswegen glaube ich nicht, dass ich jemals zu diesen Frauen gehören werde.

    Meine Frage an euch: Wart ihr schon mal in so einer Lage? Kennt ihr jemanden? Was denkt ihr darüber?
     
    #1
    LiLaLotta, 28 März 2010
  2. krava
    krava (35)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
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    Verliebt
    Ich selber war davon noch nicht betroffen, aber ich kenn Fälle.
    Und meine Schwiegermutter ist praktisch heute noch abhängig von ihrem Ex-Mann, 15 Jahre nach der Scheidung. Sie lebt ihr Leben heute noch so, um ihm zu gefallen und hofft unterschwellig immer noch, dass er zu ihr zurück kommt. :schuettel: Andererseits beschimpft sie ihn aber...
     
    #2
    krava, 28 März 2010
  3. Soraya85
    Soraya85 (31)
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    vergeben und glücklich
    Ich kenne mehrere solcher Frauen (+ 2 Männer!), und ich muss sagen: Ja, sie können ihn (sie) trotzdem lieben, auch wenn das für unsereins nur schwer nachvollziehbar ist.

    Liebe ist etwas irrationales, aber ich glaube sie ist dennoch keine Freikarte, um einfach alles geschehen zu lassen. Es gibt Situationen in denen man gegen seine Gefühle handeln muss, auch wenn dies schmerzhaft ist.....
     
    #3
    Soraya85, 28 März 2010
  4. Satürnchen
    0
    Ich kann mir auch nicht vorstellen, eine solche Person zu lieben, die mich wie Dreck behandeln würde. Ich hätte ein zu hohes Selbstwertgefühl, um eine Person zu lieben, die mich schlecht behandelt. Das wäre für mich ein eindeutiger Grund, die Person nicht zu lieben.
    Ich kann es vielleicht verstehen, dass manche sich trotzdem nicht von solchen Personen trennen. Die sind dann meiner Meinung nach zu schwach, gegen ihre Gefühle anzukämpfen und mal die Rationalität zu rufen.
    Ich glaube aber, dass das mit wenn auch eventuell etwas Anstrengung ganz gut geht, langfristig von solch einer Person loszukommen. Man muss nur die Vernunft herbeiholen.
     
    #4
    Satürnchen, 28 März 2010
  5. LiLaLotta
    LiLaLotta (31)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Naja, das stelle ich mir schwer vor, wenn man erst mal drin steckt. Die Frage ist ja dann, wie man überhaupt in sowas reingeraten kann. Es wird immer wieder mit Alkoholsucht verglichen, aber ist das wirklich das gleiche?
     
    #5
    LiLaLotta, 28 März 2010
  6. Xorah
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    es kann auch mit kokainsucht etc verglichen werden. keines davon ist wirklich das gleiche, aber alle haben ähnliche konsequenzen:

    abhängigkeit, die dem eigenen leben schadet und einen verändert.

    ich kenne auch ein paar fälle. unter ihnen sind auch welche, die selbst wissen, dass sie falsch behandelt werden. sie schaffen es aber einfach nicht aus dem teufelskreis. alle nennen irgendwelche gründe und ausreden, weshalb sie den mann/frau angeblich nicht verlassen können. (das kind, gemeinsame wohnung, und und und). was wirklich dahinter steckt, ist für außenstehene schwer nachvollziehbar. ist es die gewohnheit? die innere sicherheit, nicht allein zu sein? die angst? die eigene trägheit? die blinde liebe?
     
    #6
    Xorah, 28 März 2010
  7. minnicat
    minnicat (27)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Also ich war noch nie abhängig, kenne aber einen anderen Fall in meinem Freundeskreis.
     
    #7
    minnicat, 29 März 2010
  8. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Verheiratet
    Ich war noch nie in einer solchen lange, aber ich kenne mindestens zwei oder drei Frauen, die in einer solchen Situation stecken. Ich selber kann es auch nicht nachvollziehen, weil mein Herz nie vollkommen über meinen Verstand hinwegdenkt, -sieht und darüber bin ich auch froh, wenn ich mir diese Frauen angucke, die ihr Leben vergeuden und so schwach sind. Mitleid habe ich da keins.
     
    #8
    xoxo, 29 März 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  9. SandraChristina
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich war von einem meiner Ex Freunde abhängig. Ein desolates Elternhaus mit missbräuchlichen Beziehungen führt nicht selten in eine desolate Partnerschaft mit ungleichen Machtstrukturen.
    Gott sei dank hat er mich irgendwann aus der gemeinsamen Wohnung geschmissen. Dies führte dann ganz langsam zur Wende.

    Ich nehms mir selbst nicht mal mehr übel. Ich habe dort gesucht, was ich zu Hause nie kennen gelernt hab. Heute weis ich, dass kann nur ich mir selbst geben.
     
    #9
    SandraChristina, 29 März 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  10. User 12900
    where logic cannot intervene
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    nicht angegeben
    Ich war selber auch nie abhängig von einem Mann, aber eine gute Freundin von mir war über 7 Jahre abhängig von ihrem Freund. Nach der Trennung ist sie wieder total aufgeblüht und kaum wiederzuerkennen (bzw. ich erkenne sie wieder, weil ich sie auch schon vor der Beziehung kannte, aber die letzten 7 Jahre war sie nicht mehr sie selbst).
    Da ich recht tief in der Geschichte drinsteckte, war es für mich immer unfassbar, wie sie das mit sich anstellen lassen konnte. Bei einem Gespräch sagte sie mir selber wortwörtlich, dass sie derzeit Scheuklappen aufhabe und es zwar eigentlich weiß, aber gar nicht sehen will, was er ihr da antut. :ratlos:

    Zur Trennung kam es aber nur durch eine räumliche Trennung (bedingt durchs Studium), hätte es die gegeben, wären sie vermutlich immernoch zusammen...
     
    #10
    User 12900, 29 März 2010
  11. User 75021
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    Verheiratet
    Ich war noch nie von einem Mann abhängig und werde es auch niemals sein!
     
    #11
    User 75021, 29 März 2010
  12. Fuchs
    Planet-Liebe-Team
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    Single
    Also das vorgeschriebene Szenario deutet auf ein starkes Machtgefälle hin: in diesem Fall die Frau, welche sich und ihre Bedürfnisse - bis hin zu Grundbedürfnissen wie körperliche Unversehrtheit - total dem Mann unterordnet. Sowas habe ich persönlich weder erlebt noch [strike]kenne[/strike] weiß ich es von anderen Paaren.

    Ich denke, dass diese krassen Fälle schon eine Form von Bindungssucht darstellen und quasi "krankhaft" sind. Damit stellen sie per definition schon etwas dar, wo man ohne "äußere Hilfe" eher nicht herauskommen kann. Das verleiht ihnen ja auch diese Tragik.

    Ob die abhängige Person ihren prügelnden Freund nicht auf perverse Weise doch liebt, vermag ich nicht zu beurteilen. Das lässt sehr viel Definitionsspielraum meiner Ansicht nach und hängt davon ab, ob man Liebe jetzt stets nur positiv konnotieren möchte oder eben nicht.

    Was ich auch interessant finde: Was geht eigentlich in der anderen Person vor, welche diese uneingeschränkte Macht über den anderen Menschen hat? Vermutlich wird durch diese totale Unterwerfung jeglicher Respekt so stark zerstört, dass man seinen Partner nicht mehr als Mensch wahrnimmt oder sogar dafür verachtet, dass er einen so "liebt". Andererseits wird sich hier ja auch nicht getrennt, so dass auch diese Person irgendwie (co)-abhängig zu sein scheint. Hier wird mit "immer mehr desselben" sich gegenseitig in den Abgrund gerissen und beide wollen es nicht sehen. Traurig, aber faszinierend.
     
    #12
    Fuchs, 29 März 2010
  13. capricorn84
    Beiträge füllen Bücher
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    Verheiratet
    Nein.
     
    #13
    capricorn84, 30 März 2010
  14. good_luck_lena
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    0
    nicht angegeben
    Ich kenne das von meiner Mutter

    Ich weiß, der Thread ist schon über ein Jahr alt, aber ich kenne eine solche Situation, und zwar von meiner Mutter...

    Sie war nicht "plötzlich" von einem Mann abhängig, es kam so: Meine Eltern waren beide noch minderjährig, als ich geboren wurde. Sie haben eine Ehe versucht, sich dann aber doch irgendwann getrennt. Von da ab hat meine Mutter, bei der meine Schwester und ich gewohnt haben, wechselnde Freunde gehabt, die schon nach relativ kurzer Zeit wieder gegangen sind. Bis schließlich einer kam, den sie auf alle Fälle halten wollte, weil sie ihn so sehr "liebte". Und das hat er gnadenlos ausgenutzt! Nach so etwa einem Vierteljahr war sie total abhängig von ihm und hat nur noch gemacht. was er wollte, und zwar auch ohne Rücksicht auf meine Schwester und mich. Wir waren einfach uninteressant... Diese Hörigkeit hat sich nicht so sehr in direkter Demütigung, wie Beschimpfen, gezeigt, sondern darin, daß sie ihm alle sexuellen Wünsche erfüllt hat. Für meine Schwester und mich war es eine schreckliche Situation, die sich für mich erst entspannt hat, als ich von zu Hause ausgezogen bin...
     
    #14
    good_luck_lena, 1 Juni 2011
  15. Shiny Flame
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    Verlobt
    Ich nenne solche Beziehungen "Halogenbeziehungen". Wenn es fast immer total "dunkel" ist im Beziehungsalltag - dann gewinnen die schönen Momente eine ungeheure Intensität, hell wie Halogenlicht oder gar ein Magnesiumblitz in der Dunkelheit. Und an diese Intensität, die durch den Kontrast zum lieblosen und verletzenden Alltag entsteht, kommt ein "normaler" Mann tatsächlich nicht heran.

    Wenn ein Mann sich nämlich jeden Tag so nett benimmt wie ein Halogen-Mann vielleicht ein oder zwei Mal im Monat - dann löst das lange nicht den gleichen Endorphinrausch aus wie nach einem Monat unglücklicher Sehnsucht. Und nach diesem Endorphinrausch kann man genauso süchtig werden wie nach einer Droge - es ist schließlich eine körpereigene Droge.

    Und ja, ich habe es auch schon mal erlebt - und ich musste mir über diese Prozesse auf diese Weise klar werden, die ich hier beschrieben habe. Das hat mir geholfen, davon wieder loszukommen.
     
    #15
    Shiny Flame, 2 Juni 2011

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