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warum finde ich immer ausreden?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von tfw, 9 Juni 2005.

  1. tfw
    tfw
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Hi

    mich macht meine schüchternheit und meine ausreden langsam richtig verrückt.

    meine situation:
    bin auf einem schüleraustausch und gehe in einem monat wieder zurück.
    habe mich vor einiger zeit in ein mädchen (auch ne austauschschülerin) verknallt.

    zu meinem problem:
    ich bin zwar generell schüchtern und nicht gerade offen, aber in die die ich mich verknallt habe da ist es doppelt so schlimm. warum???
    da könnte ich durchdrehen. :madgo: wie soll die denn merken das ich sie mag?
    jetzt habe ich mich vor ca. ner woche entschlossen ihr zu sagen das ich sie mag. da ich dann vllt. offener mit ihr reden kann. da ich nicht glaube das es eine gute idee ist es ihr in der schule zu sagen habe ich mich entschlossen sie zu fragen oder sie anzurufen ob sie sich mit mir in der stadt treffen will.
    nur jedes mall wenn ich sie anrufen will find ich wieder eine ausrede es nicht zu tun. und heute in der schule z.B. habe ich sie morgens getroffen, habe sie aber nicht gefragt, da ich mir gesagt habe, dass ich sie nach der schule frage ob sie direkt mit mir in die stadt gehen will. zu dumm nur das ich sie nach der schule nicht mehr gesehen habe. auf der seite bin ich sauer, weil ich weiterhin im ungewissen bin wie sie reagieren wird. auf der anderen seite jedoch bin ich erleichtert, das es nicht geklappt hat.

    wenn ich es mal logisch sehe:
    -ich will es nicht machen, weil ich sie dadurch "verlieren" könnte. (ist doch schwachsinn. man kann doch nichts verlieren was man nicht hat. richtiger wäre es wohl zu sagen: ich will es nicht machen, weil ich angst vor ihrer reaktion habe)
    -ich will es machen um zu wissen was los ist. (und um den ganzen wahnsinn aus dem kopf zu kriegen)

    das herauszögern bringt doch da gar nichts, denn ich muss ja was machen.
    es könnte zwar nicht klappen, was aber den selben effect hätte wie es nicht zu versuchen.

    mich macht es wahnsinnig.
    ich werde versuchen sie heute abend anzrufen und sie zu fragen ob sie am sonntag zeit hat.

    was ich mir hiervon erhoffe weiß ich selbst nicht genau. wahrscheinlich eine antwort die das problem auf wundersameweise lösst :tongue:
    danke fürs lesen auch wenn manches vielleicht keinen sinn ergibt.

    tfw
     
    #1
    tfw, 9 Juni 2005
  2. Doc Magoos
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Mir gehts so mit dem Zahnarzt. Schiebe es auch dauerhaft vor mir her.

    Nimm dir doch einfach vor, sie in der Schule anzusprechen. Direkt wenn du sie das erste mal siehst. Fang mit ein bisschen SmallTalk an. Und dann frag einfach wie es mit einem Treffen aussieht.

    Wohl oder Übel musst du über deinen eigenen Schatten springen.
     
    #2
    Doc Magoos, 9 Juni 2005
  3. Panamericana
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Moin :smile:

    Also als Austauschschüler wäre das doch noch einfacher, oder
    wohnt sie etwa in der Selben Stadt wie du ? (bezogen auf
    deine Heimat)

    Frag sie doch einfach, mehr als "nein, Danke" kann sie eh
    nicht sagen! Dann bist du aber endlich den ganzen Stress los.


    Gruß
    Robert
     
    #3
    Panamericana, 9 Juni 2005
  4. matkat
    matkat (29)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Mir gehts eigentlich immer genauso wie dir, ich trau mich auch nicht irgenwen auf irgendwas anzusprechen, egal worum es jetzt geht, und verschiebe es auf später. Ich kann nur sagen, du musst dich einfach mal überwinden. Du hast eh selbst erkannt, dass du nichts verlieren kannst außer vielleicht deine Ehre *gg*. Aber wir befinden uns ja nicht mehr im Mittelalter, wo die Ehre so wichtig ist. Nimms einfach locker, wenn sie nein sagt is es doch auch egal. Und warum sollte sie nein sagen? Wenn du sie z.B. auf ein Eis einlädst kann sie doch nicht nein sagen.

    Du musst dich einfach mal überwinden, wenn du nie etwas probierst, wirst du nie etwas erreichen. Besser eine Niederlage einstecken, als eine gute chance verpasst zu haben. Jaja ich weiß das ist leicht gesagt, aber ich muss mich auch immer wieder überwinden zu etwas. Du schaffst das schon! :zwinker:
     
    #4
    matkat, 9 Juni 2005
  5. tfw
    tfw
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    hab sie gerade angerufen :smile: .
    Leider war sie unter der dusche. ihre mutter sagt ihr aber das sie zurückrufen soll.
    mal sehn was passiert. das warten ist das schlimmste.

    ich werde sie fragen ob sie sich mit mir am sonntag in der stadt treffen will.
    auf nen kaffee.

    @Panamericana: Nein sie wohnt in Deutschland nicht in meiner nähe.
     
    #5
    tfw, 9 Juni 2005
  6. Panamericana
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    @ tfw, dann ist doch super, da du dir dann keinen kopf machen musst das sie dir nach 'ner Absage nochmal übern weg läuft ...

    Frag sie doch einfach und schau was draus wird! Ist doch
    sowieso die einzige möglichkeit klarheit zu bekommen.
     
    #6
    Panamericana, 9 Juni 2005
  7. tfw
    tfw
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    @Panamericana: doch. jeden tag in der schule, aber eben nur 1 monat lang. sehe das so, dass wenn es schief geht, lerne ich eben damit klar zu kommen. und auch wenn es vielleicht schwierig ist nach nem monat ist es vorbei.

    ist mir schon klar das ich sie fragen muss. bin eben nur unheimlich nervös deswegen :schuechte . die frage ist nur wie und wann.
    ist es wichtig wie und wann ich es ihr sag?
    denn von meiner seite aus, mir wäre es vollkomen egal wie und wann sie mich fragt. wenn ihr wißt was ich meine.
    und ich hab eben die "arschkarte", da wenn ich sie anrufe oder ich mich mit ihr unterhalte, ist es für sie nur ein "normales" gespräch(ist eine der sachen die ich an ihr mag, das sie unheimlich viel selbstbewustsein ausstrahlt.). nur ich hab eben immer die hintergedanken.

    ist es denn generell eine gute idee jemandem einfach so ins gesicht zu sagen das man sie mag? oder überfordert das einen eher?
     
    #7
    tfw, 9 Juni 2005
  8. EndlessSummer
    0
    Das kommt immer auf die Person an, der du sowas ins Gesicht sagst...und was diese Person im Gegenzug für dich empfindet. Ist aber schon ein großes Risiko. Vor allem, und bitte versteh mich nicht falsch, ist nicht böse gemeint: da du selbst sagst dass du eher schüchtern und nervös bist, könnte die Aussage denn zu verkrampft rüberkommen. Wenn man das ganze eher locker und vor allem so, dass die Frau lachen kann, rüberbringt, ist das schon besser.

    ALso wäre wohl eher eine nicht zu offensive Vorgehensweise angebracht. musst halt nen Mittelweg finden.

    Ach nochwas: Ich persönlich hab denk ich schon eine gesunde Portion Selbstvertrauen; aber bei allen Mädels, mit denen ich in den letzten Jahren was hatte (fest oder nicht) hab ich am Anfang innerlich gekotzt vor Nervosität und hab mir immer gedacht dass ich´s doch eh verbauere. Es lebe das Adrenalin. nach aussen hin hab ich aber angeblcih wie ne coole Sau gewirkt.
    Du siehst also, wie du dich fühlst und wie du nach aussen wirkst muss nicht das gleiche sein. Solange du nicht zusehr verkrampfst und dich ein bisschen unter Kontrolle hast ist Nervosität nichts schlimmes. Schärft nur die Sinne... :zwinker:
     
    #8
    EndlessSummer, 9 Juni 2005
  9. Lenwe
    Lenwe (33)
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    0
    vergeben und glücklich
    Betrachte das Ganze doch mal aus dieses Warte:
    Schüchternheit gibt es meines Erachtens nicht als Charaktereigenschaft. Schüchternheit ist nur eine gewaltige Sozialphobie von uns Menschen, insbesondere von uns Männern was Frauen betrifft! Wir bilden uns ein es sei nicht der richtige Moment, Ort oder Tag um sie anzusprechen. Wir rechtfertigen uns vor uns selber mit Argumenten wie "ich bin heute zu müde" "ich warte lieber bis sie alleine ist" oder der Klassiker "Morgen tu ichs ganz bestimmt!". Doch leider gibt es kein Morgen. Entweder sie ist Morgen mit einem anderen Kerl zusammen, der eben Cohunas hatte sie anzusprechen oder aber ein riesiger Meteor schlägt auf der Erde ein und löscht alles Leben aus!
    Also, woher kommt sie, diese unglaubliche Angst vieler Männer vor Frauen, die sie dazu bringt lieber eine Atombombe mit einem Presslufthammer zu entschärfen als einfach zu ihr hinzugehen und zu sagen "Hallo".
    Ich denke ein Grund hier ist in unserer Sozialisierung zu sehen. Wir wachsen in einer feminisierten Gesellschaft auf in der uns weisgemacht wird, dass es etwas schlechtes sei ein Mann oder männlich zu sein. Männer führen Kriege. Männer sind blöde und interessieren sich nur für Autos und Fußball. Männer sind Rülpelhaft. Männer sind faul. Männer neigen zur Aggression. Männer sind in der Geschichte für alles Elend der Menscheit verantwortlich. Männer haben keinen Geschmack. Männer sind grundsätzlich frauenfeindliche Macho-Monster. Und genau in diesem letzten Punkt liegt der Knackpunkt. Wir werden so erzogen, dass wir, wenn wir es besser machen wollen als die bösen bösen "Männer" wir nur eine grundsätzliche Haltung gegenüber Frauen kennen: "Wir vergöttern sie!" Frau entscheidet, mit wem sie ins Bett geht. Frau entscheidet, ob es zu einer Beziehung kommt. Und in 99% der Fälle beendet Frau auch diese. Männer sind Frauen gegenüber Apathisch geworden. Passiv. Es ist inzwischen schon alltäglich das alle Entscheidungen in welche Richtung eine Beziehung läuft von Frauen getroffen werden. Wir als Männer fühlen uns also nicht auf einer Stufe mit Frauen. Wir haben Angst es uns mit ihnen zu verscherzen, etwas zu sagen oder zu tun, was sie dazu bringt ihre Machtposition auszunutzen und uns zu verletzen. Oder aber wir fürchten der Tatsache ins Auge zu sehen, dass wir in einer Beziehung um unsere Position kämpfen zu müssen. Das von einer weiblichen Gesellschaft vermittelte Idealbild einer Beziehung ist DAS Trugbild schlechthin! Wir sehen Frauen alle Entscheidungen treffen und hoffen instinktiv, dass sie auch irgendwann den Part des Kennenlernens in ihr Repertoire übernehmen. Aber meine Herren, hier muss ich sie enttäuschen! Es ist immer noch die weitest verbreitete Ansicht, dass der Mann die Frau anspricht.

    Was Also kann man tun um seine Sozialphobie zu überwinden?
    1. Akzeptiert das Frauen keine höheren Wesen sind! Sie müssen genauso wie wir Essen, Schlafen, Sch...en, sogar was Sex betrifft haben sie genau dieselben Bedürfnisse wie wir, oft wollen sie sogar mehr Sex als die Männer (nur sie reden nicht darüber, weil sich eine jede Frau unglaublich davor fürchtet als Schlampe abgestempelt zu werden)
    2. Akzeptiert, dass NIEMALS NIE NIE NIE NIE NIE etwas passieren wird, ohne dass ihr etwas dafür tut!
    3. Akzeptiert eure Rolle als Männer, undzwar nicht als unabänderliches Übel, sondern als etwas positives, etwas das euch mit Stolz erfüllt! Mögen Frauen entscheiden, ob es zu Beziehung kommt oder nicht, aber ihr seid der Mann! Ihr könnt wählen, welche Frau ihr ansprecht und welche nicht! Frauen haben diese freiheit nicht, da sie nach wie vor darauf warten angesprochen zu werden!
    4. Akzeptiert die sexualität in euch selber! Schämt euch nicht für das was ihr von einer Frau wollt! Wenn ihr auch dafür schämt, dass ihr an Sex denkt, dann strahlt ihr auch nicht aus, dass ihr sexuelle Wesen seid. Und wie soll eine Frau ein sexuelles Wesen in einem Mann sehen, wenn er dies nicht einmal in sich selbst sieht? Hier landet Mann ganz schnell auf der "Lass uns Freunde bleibe"-Schiene
    5. Akzeptiert es, wenn ihr einen Korb bekommt. Dass heisst nicht, dass ihr beim kleinsten wiederstand die Flinte ins Korn werfen sollt, aber spätestens wenn sie euch sagt, dass sie kein interesse hat ist die Sache gelaufen. Na und? Was solls! Man fühlt sich nach einem Korb nur schlecht, wenn man wirklich Gefühle hatte für die Person, ansonsten ist es wie 5 Tacken beim Hütchenspiel zu verlieren. Oder Roulette...5 auf Rot - Schwarz gewinnt - und weiter gehts!
    Und wenn ihr meint, dass da Gefühle sein und ihr WIRKLICH etwas zu verlieren hättet, dann fragt euch doch mal, ob diese Gefühle nicht vielleicht das Resultat eurer Erwartungshaltung sind!
    Ich war früher genauso. Sobald ich eine Frau kennengelernt habe dachte ich "Oh man, die isses!" Jedesmal hab ich auf Teufel komm raus irgendetwas gesucht was mich mit ihr verbunden hat und mich daran geklammert. Dann irgendwann wurde mir klar, dass die Erwartung da draussen Liebe zu finden gar nicht so sehr meine eigene Hoffnung war, sondern vielmehr das Resultat meiner Konditionierung durch eine feminisierte Gesellschaft! Ja Liebe ist schön, Liebe ist wichtig, Liebe ist das allergrösste überhaupt, Liebe ist der Sinn des Lebens, Liebe ist GOTT, Leben ohne Liebe ist Sinnlos, traurig und besser gleich zu beenden. Das ist die Botschaft unserer heutigen Gesellschaft. Und ich als Otto Normalverliebter suche natürlich nach diesem wichtigen Ding, denn ich will ja dazu gehören, will unbedingt Teilhaben am Grössten Ding des Universums. Dann wacht man hoffentlich irgendwann aus der Rosa-Frauen-Erdbeerwelt auf und stellt fest, dass das Leben kein Tom Hanks/ meg Ryan Film ist.um richtig zu lieben muss man erstmal lernen auch ohne liebe leben zu können!

    Lenwe
    Also, hört endlich auf die Liebe zum Maß aller Dinge zu machen!
     
    #9
    Lenwe, 9 Juni 2005
  10. EndlessSummer
    0
    Die zwei Punkte die du anführst

    - feministische Gesellschaft unf

    - von der Gesellschaft auf unbedingte Liebe konditioniert zu sein...

    gut, über die Relevanz der einzelnen Punkte kann man jetzt Verschiedener Meinung sein, aber wie willst du die beiden denn bitte in Verbindung bringen? das ist doch wirklich keine logische Schlussfolgerung, zumindest so wie du das darlegst...

    ausserdem scheint mir deine Meinung in Bezug auf die Liebe ziemlich abgeklärt und kalt. Wenn man sich das alles nur lang genung einredet besteht mit Sicherheit die Gefahr, die Fähigkeit zu Lieben ganz zu verlieren...

    und eigentlich macht die Sache doch zuviel Spaß...
     
    #10
    EndlessSummer, 10 Juni 2005
  11. Lenwe
    Lenwe (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    288
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Es geht nicht darum nicht zu lieben, es geht darum sich seine eigene Vorstellung von Liebe zu machen. Und wir werden durch unsere Gesellschaft konditioniert, die uns ein romantisch-verklärtes Trugbild vermittlet, dass im wesentlichen den WEIBLICHEN Vorstellungen von Liebe entspricht. Was wir Männer dabei oft übersehen ist die Tatsache, dass diese Vorstellungen selbst von den Frauen nicht wirklich geteilt werden, sondern aus verschiedenen Faktoren rühren, u.a. der weiblichen Angst zu einer Schlampe gestempelt zu werden, die man als Antrieb des weiblichen Denkens niemals untershätzen sollte!
     
    #11
    Lenwe, 10 Juni 2005
  12. EndlessSummer
    0
    Das würde dann aber doch bedeuten, dass auch die Frauen durch die Gesellschaft auf ein Ideal hin konditioniert werden, dass nicht unbedingt ihrem Willen/ihren eigenen Vorstellungen entspricht?

    Die Gesellschaft (zumindest unsere westliche) konditioniert sich also selbst in eine Richtung, die sie (die Gesellschaft) eigentlich garnicht will? Die Frage ist ja dann, was bringt eine Gesellschaft dazu, sich selbst "falsch" bzw entgegengesetzt ihrem Streben zu konditionieren.

    Das heisst eine Unterbrechung dieser den eigentlichen Willen/Trieb unterdrückenden Konditionierung wäre nur möglich durch eine Veränderung unserer in diesem Sinn überholten Moralvorstellungen? Sei dies jetzt im Sinne sexueller Handlungen, sei es auf die Liebe bezogen?
     
    #12
    EndlessSummer, 10 Juni 2005
  13. Lenwe
    Lenwe (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    288
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Oh, Moralvorstellungen lass ich mal aussen vor, soweit möchte ich nicht ausholen. Ich hab in nem früheren Thread schon mal diese Theorie angebracht, hab jetzt aber keine Lust den wieder auszugraben, deswegen nochmal:
    Meine Theorie des gespaltenen Wunschbildes der Frauen in einer westlichen Gesellschaft:
    blablabla, hier gibts nur die kurzfassung. Also Frauen haben unterbewusste Wünsche, die den tatsächlich an einen Kerl angelegten Erwartungen entsprechen, sowie Bewusste Wünsche, die aber gar nicht als tatsächliche Bedürfnisse auftreten, sondern vor allem als eigene Wünsche wahrgenomen werden um einer gesellschaftlichen Erwartung gerecht zu werden. Ganz kurz und knapp mit einem (extremen) Beispiel versehen: Eine Frau x behauptet wenn man sie nach dem idealen Mann fragt er sollte verständnisvoll sein, immer für sie da sein, ihre Einkaustaschen tragen etc. also der typische nice guy typ. In der realität sucht sie sich dan einen Macho mit null Hirn der sie wie Dreck behandelt. Aus irgendeinem Grund liebt sie ihn aber und kann sich nicht von ihm lösen (Unterbewusste Wünsche). Also geht sie zu ihrem besten Freund, einem Nice Guy Typen um sich bei ihm auszuheulen (Bewusste Wünsche).
    Die neueste Tendenz ist allerdings, dass sich immer mehr Frauen ihrer Unterbewussten Wünsche klar werden. Deshalb springen die Männer nach und nach auf diesen Zug auf siehe:
    Der Weg um endlich Erfolg mit Frauen zu haben
    Also, der nice guy stirbt aus. Schüchternheit führt nirgendwo hin ausser in die Isolation.

    Die Gesellschaftliche Konditionierung erfolgt aber durch die Maßstäbe des Bewussten Idealbildes eines Mannes und damit auch einer Beziehung und letzten Endes auch der Liebe an sich, während die tatsächliche Partnerwahl nach den unbewussten Maßstäben stattfindet, die eher den archaischen Urtrieben entsprechen.
    D.h. diejenigen Männer, die sich der feminisierten gesellschaftlichen Konditionierung wiedersetzen können und nicht zu netten, lieben aber eben auch deshalb schüchternen Kerlen (die soooo viel Respekt vor Frauen haben das ich wage das schon als Angst oder Phobie zu bezeichnen), haben bessere Chancen beim anderen Geschlecht!
     
    #13
    Lenwe, 10 Juni 2005
  14. EndlessSummer
    0
    Das würde aber dann bedeuten, dass sich der trend (der Frauen) gegen ihre selbst zu verantwortende feminiserte Konditionierung wendet? D.h. dass sich einerseits der Status, den sich die Frauen durch die Emanzipation erkämpft haben, andererseits das durch eben diese Emanzipation durch die Frauen geschaffene Bild des erstrebenswerten Mannes (nice guy) durch das Verhalten der Frauen (also das Ausleben/die Verwirklichung der unbewussten Wünsche) wieder rückgängig gemacht wird.

    Die Emanzipation der Frau wird also durch ihren eigenen Trieb wieder verworfen, wenn auch unbewusst? (Wobei ich Emanzipation hier nur auf Partnerwahl bzw. zwischenmenschlichen Kontakt, nicht z.B. auf das Berufsleben beziehe.
     
    #14
    EndlessSummer, 10 Juni 2005
  15. Lenwe
    Lenwe (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    288
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Soweit möchte ich nicht gehen, es geht hier mehr um Partnerwahl als politische Rechte oder sowas.
     
    #15
    Lenwe, 10 Juni 2005
  16. EndlessSummer
    0
    Das meinte ich ja auch, siehe 2. Absatz.

    Emanzipation im Sinne einer völlig freien Partnerwahl, verbunden mit einem veränderten Idealbild des für diese Frauen begehrenswerten Mannes.

    Und dieser hier von mir als Emanzipation bezeichnete Wandel ist also entweder nur vordergründig vorhanden (war also niemals wirklich da bzw. konnte sich längerfristig nicht dursetzen) oder wird, falls er tatsächlich vorhanden war, durch das tatsächliche Verhalten der Frauen bei der Partnerwahl ausgehölt bzw. rückgängig gemacht.

    So hab ich deine Aussage interpretiert.

    Man könnte diese Beobachtung jetzt in verschiedenen Richtungen interpretieren:

    So könnte die Frau, bezogen auf ihre Partnerwahl, mit ihren neuen Möglichkeiten nichts anfangen/überfordert sein, und deshalb in ein altes Verhaltensmuster zurückfallen. (was ich nicht unterstützen würde)

    Oder die Frau hat, eben archaischen Urtrieben folgend (s. dein Posting) unbewusst erkannt, dass ein nice guy für die Familienplanung nichts taugt.

    HInzu kommt dann die Möglichkeit einer Aufteilung der Bedürfnisbefriedigung: Schutz/Fortpflanzung beim maskulinen Arsch, Gefühle/"Ausheulen" beim nice guy.
    So kann also jeder Mann, vereinfacht gesagt, entweder die eine oder die andere Rolle spielen.

    Ein Idealtyp wäre dann wohl die Mischung aus beiden, wobei für eine längerfristige Bindung der maskuline Teil deutlich überwiegen müsste.
     
    #16
    EndlessSummer, 10 Juni 2005
  17. Lenwe
    Lenwe (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    288
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Ja haste schon ganz gut erkannt worauf das ganze hinausläuft. Es ist nur so, dass ich die wesentliche Emanzipation der Frau in der Partnerwahl darin sehe, dass die Frau nicht mehr zwangsverheiratet wird, nsofern ist der Begriff Emanzipation hier unangebracht (betrachtet man das genauer sind wir Männer ja auch nicht wirklich frei in der Partnerwahl sondern eben UNSEREN Trieben unterworfen, insofern gäbe es nichts von dem sich die Frau emanzipieren könnte, ausser du meintest Emanzipation von den eigenen Trieben).

    In ein altes Verhaltensmuster zurückfallen ist natürlich schwer zu sagen, da diese Verhaltensmuster nur anhand von Tieren untersucht werden können, da diese unserem Evolutionären Urprung näher stehen als wir. Aber das geht dann wieder zu weit für meinen Geschmack.
     
    #17
    Lenwe, 10 Juni 2005
  18. EndlessSummer
    0
    Aber warum dann das "Heranzüchten" der nice guys? nur ein Versuch?

    Ich gebe Dir ja prinzipiell recht, finde es nur zu extrem. Ich denke nicht, dass der nice guy aussterben wird, sondern entweder als Gegenpol zum "masculine guy" weiterbestehen wird, bzw sich teilweise anpasst. Andererseits werden sich auch nicht alle Frauen dahingehend ändern, dass sie in der Partnerwahl ihren unbewussten Wünschen folgen.

    Ich meine mit Emanzipation schon auch die Entfernung von den eigenen Trieben, indem sie als unvernünftig angesehen werden. (so a la dem Wesen der Frau nicht angemessen) Dem Mann wird durch die Gesellschaft nur eher zugestanden, diesen Trieben nachzugehen. Was am Ende erstrebenswerter ist sei jetzt mal dahingestellt.

    Wenn die Frau also für sich (legitimerweise) das Recht beansprucht,in ihrer Partnerwahl ihren unbewussten Wünschen, also ihren Trieben, zu folgen, wäre das sozusagen die Emanzipation von der Emanzipation (die ihre ja mehr oder weniger vorschreibt, sie habe den nice guy zu wählen, weil der masculine guy sich durch sein Verhalten der Frau gegenüber selbst disqualifiziere)

    okay jetzt hab ich ein bisschen rumgesponnen.. :grin:
     
    #18
    EndlessSummer, 10 Juni 2005
  19. Lenwe
    Lenwe (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    288
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Nein Aussterben wird er nicht gänzlich, da es immer Kerle geben wird, die zwar wollen aber nicht dürfen :zwinker:
    Auch hier ist es hilfreich einen Blick in die Tierwelt zu werfen, wo bei einigen (Säugetier!) Spezies 5/6 aller Weibchen von 1/6 aller Männchen begattet wird...
    Was den Begriff der Emanzipation betrifft denke ich allerdings, dass eine Emazipation auch immer ein Bewusstwerden des gegenwärtigen Zustandes beinhaltet, dieses kann ich bei den Frauen in der Vergangenheit nicht erkennen. Und in der Gegenwart ist dieser Prozess erst gerade im Gange. Allerdings ist das Bewusstwerden selbst noch keine Emanzipation, ich kann mir klar darüber werden, dass mein Trieb Fleisch zu Essen aus der Steinzeit stammt, trotzdem esse ich weiter Fleisch. Hier sollte man die Frage anbringen: Ist es überhaupt sinnvoll sich von allen seinen Ur-Trieben -und Instinkten zu emanzipieren?
     
    #19
    Lenwe, 11 Juni 2005
  20. EndlessSummer
    0
    ICh denke dass der Begriff der wiblichen Emanzipation, über den wir hier reden, aus Maßnahmen zur Veränderung einer Situation gesehen werden kann, über den sich die Frauen bereits bewusst waren; also ein Prozess von Handlungen, der von der Erkenntnis ausgelöst, begleitet und vorangetrieben wird. Diese Erkenntis ist aber gesondert von der eigentlichen Handlung der Emanzipation zu sehen.

    Emanzipation kann also - bezogen auf die Veränderung von Kriterien für die Wahl des Partners - auch ohne bewusste Erkenntnis geschehen.

    Ich glaube eher dass die "erste" Emanzipation gerade durch ein Bewusstwerden des Zustandes ausgelöst wurde (gekoppelt mit anderen gesellschaftlichen Veränderungen), und dass die jetzige "zweite" Emanzipation (also die Abkehr vom nice guy) unbewusst passiert.

    Ein völlige Entfernen von seinen Urtrieben würde meiner Meinung nach zu einer Entfremdung des Menschen von sich selbst führen; dieses Entfernen ist jedoch nur bis zu einem gewissen Grad möglich, somit auch die Entfremdung.
    Die Frage, die sich mir stellt, wäre vielmehr: welche Urtriebe sind mir nützlich, welche nicht? Also eine differenzierte, bewusste Betrachtung des eigenen Verhaltens und der eigenen Bedürfnisse.

    UNd zu diesen Bedürfnissen könnte eben auch die Wahl des masculine guy als Partner zählen.
     
    #20
    EndlessSummer, 12 Juni 2005

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