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Warum gibt es so wenige Ingenieurinnen in Deutschland?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Theresamaus, 14 März 2009.

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  1. Theresamaus
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    An deutschen Hochschulen gibt es insgesamt ein wenig mehr Studentinnen als Studenten. :bier:
    Eine der wenigen Fachbereiche mit einem extremen Frauendefizit sind die Ingenieurswissenschaften. Eine Freundin von mir studiert Maschinenbau und in ihrem Fach gebe es nur ein paar % Frauen.
    Was sind eurer Ansicht nach die Gründe dafür, warum es in Deutschland so wenige Ingenieurinnen gibt?
     
    #1
    Theresamaus, 14 März 2009
  2. Mitbewohner
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    in einer Beziehung
    Weil sich viele einfach nciht dafür interessieren, würde ich sagen.
    Aber ich habe festgestellt, dass immer mehr Ingenieurin werden wollen.
    In unserem Jahrgang liegt die Frauenquote vielleicht bei 20-30%.
    Eins unter uns schon mindestens bei 40%. :eek:

    Bei uns an der Schule wurde auch in letzter Zeit ziemlich viel für die Mädchen getan. Es gab den Girls Day, verschiedene Besichtigungen bei Betrieben, Bio-Chemie-Wettbewerbe.
    Also es wird schon was getan, um das Interesse an Naturwissenschaften zu wecken, was vor ein paar Jahren bestimmt nicht so war.
     
    #2
    Mitbewohner, 14 März 2009
  3. User 71335
    User 71335 (49)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Ich bin ja Ingenieurin und kann nur sagen das es meist daran liegt das in der Schule bei vielen Mädchen die naturwissenschaftlichen Fächer leichter abgetan werden, vom Lehrer (der die Schülerinnen eh nicht ernst nimmt) oder auch vom Elternhaus, bzw. die musischen Fächer ganz besonders gefördert werden, teilweise auch durch Hobbys oder Spiel, da beginnt die Geschlechterrolle schon in der Spielkiste und im Kindergarten.

    Bei mir hatte schon meine Mutter einen Männerberuf und mathematisch-naturwissenschaftliche Themen waren immer aktuell, auch für mich, ich hatte keine weiblichen Verwandten, nur Bruder und Cousins, mein ganzes Spiel war von Anfang an "männlciher".
    Ich habe auch als Kind lange geglaubt, ich wäre ein Junge.:grin:

    Aber was halt auch ganz klar gegen ein Ingenieurstudium spricht für Abiturientinnen ist die fehlende berufliche Perspektive, man muss immer einen Spur härter und ehrgeiziger sein, als die Kommillitonen/Kollegen und Chefs sind superkritisch bei der Einstellung, bzw. Ältere nehmen dich als Frau in dem Beruf erstmal überhaupt nicht ernst. Auch damit muss man erstmal umzugehen wissen.:zwinker:

    Familie und Beruf sind auch nur ganz, ganz schwer vereinbar, zumindest ab dem mittleren Mangement. Wiedereinstieg nach Babypause fast unmöglich, da muss man sich eigentlich ziemlich früh zwischen Kind und Karriere entscheiden.:ratlos:

    Aber ist ein tolles und interessantes Studium gewesen und ich möchte weder das, noch meine aktive Zeit als Ingenieurin missen, aber mit Kindern ist es jetzt für mich Vergangenheit. Damit muss ich leider Leben.:cry:
    Aber das Wissen ist nie verloren, das ist das gute am Ingenieurwissenschaften, man kann es eigentlich überall in seinem Leben einsetzen und nutzen, auch für andere Berufe und Branchen.
     
    #3
    User 71335, 14 März 2009
  4. Habbi
    Gast
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    Off-Topic:
    Hm, ich bin ja Studentin einer Ingenieurswissenschaft und meine Kollegen halten mich für bekloppt wenn ich sowas sage und wenn ich sage dass es mich nervt wenn Prof X (wir haben wirklich so nen Deppen, Anfang 60, nimmt keine Frau für voll) mich nicht ernst nimmt. Gut zu wissen dass es noch jemanden gibt, der der Meinung ist, dass Frauen in diesem Beruf ehrgeiziger und härter sein müssen.
     
    #4
    Habbi, 14 März 2009
  5. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    Sehr viele Frauen (aber auch viele Männer) haben schon in der Schule früh das Interesse an der Mathematik und den Naturwissenschaften verloren, so dass sie (völlig zu Recht) glauben, ein Studium, in dem viel Wert auf diese Fäger gelegt wird, nicht zu schaffen.

    Dazu gelten die Ingenieurswissenschaften als Männerdomäne, was weitere eigentlich interessierte Frauen abschreckt, da sie vielleicht nicht nur mit Männern zu tun haben wollen und berechtigterweise Angst haben, als Frau in diesem Beruf nicht wirklich ernst genommen zu werden.
     
    #5
    User 44981, 14 März 2009
  6. dav421
    dav421 (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    907
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    nicht angegeben
    22 Frauen 196 Männer

    es liegt daran, dass nur die wenigen wirklich guten Frauen es in kauf nehmen dafür anfangs schief angeschaut zu werden

    hätte nichts dagegen, wenn da ein paar mehr wären
     
    #6
    dav421, 14 März 2009
  7. beefhole
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    da hab ich erst vor kurzem ein gespraech vom dekan der technischen fakultaet mitbekommen dass er es meist ganz anders nimmt und frauen wegen ihrer seltenheit schnell genommen werden

    das ist doch eher ein (firmen)politisches problem statt ein porblem der fachrichtung an sich


    soweit ichs mitbekommen hab ist vieles davon eh ein deutsches problem
    von spanischen kollegen/hiwis hab ich schon gehoert dass es in spanien zb mit der frauenquote voellig anders aussieht und der zahl spanischer mitstudenten/kollegen/hiwis mit denen ich zu tun hatte nach zu schaetzen ist das frau/mann verhaeltnis in spanien tatsaechlich ziemlich ausgeglichen
     
    #7
    beefhole, 14 März 2009
  8. Schweinebacke
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Interessiert wohl auch einfach viel mehr Männer als Frauen, genau wie Autos, Waffen oder andere technisches Zeugs.
     
    #8
    Schweinebacke, 14 März 2009
  9. Habbi
    Gast
    0
    Ist bei uns auch so. Frauen kommen eher mit nem schlechten Durchschnitt in solch einen Studiengang. Aber dennoch ändert das nichts. Frauen haben es in dem Fachbereich gerade älteren Kollegen gegenüber wesentlich schwerer als Männer. Man wird oft nur belächelt und nicht für voll genommen.
     
    #9
    Habbi, 14 März 2009
  10. Trogdor
    Trogdor (40)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich würde sagen, gerade im technischen Bereich veraltet Wissen sehr schnell, eine Familienpause ist da schwerer einzubauen als in anderen Fächern. Ich habe gehört, dass es bei mir im Studiengang (E-Technik) ein Studentin mit durchaus guten Noten gab, die dann zu Lehramtsstudiengängen (glaube Physik) gewchselt ist, weil man den Beruf viel besser mit Kinder vereinbaren kann.

    Dass das gerade in Deutschland so ausgeprägt ist, kann ich auch bestätigen, von Spanien und Italien habe ich weitgehend ausgeglichene Studentenzahlen gehört und auch in den USA habe ich einen weit höheren Frauenanteil als in D erlebt (zu meiner Zeit 4%). Eine Erklärung, die ich gehört habe, ist das in Deutschland mit seinem recht hohen Wohlstand immer noch das Bild des Mannes als Haupt/Allein-Versorgers vorherrscht, währen Frauen in ihrer Studienwahl sich eher selbst verwirklichen wollen. In anderen Ländern ist es viel häufiger der Fall, dass beide Elternteile arbeiten und einen aussichtsreichen Beruf anstreben.
     
    #10
    Trogdor, 14 März 2009
  11. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    nicht angegeben
    Das ist ein Anzeichen dafür, dass deutsche Männer zu viel verdienen. So viel, dass die Frau nicht unbedingt arbeiten gehen muss um Kinder zu ernähern. Und wenn sie doch zu wenig verdienen, jammern sie was das Zeug hält oder sie verzichten auf Kinder.
    Ein Teufelskreis.
     
    #11
    Theresamaus, 14 März 2009

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