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Warum haben soviele hier so eine negative Grundeinstellung zur Liebe?

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Galatea, 20 Oktober 2004.

  1. Galatea
    Gast
    0
    Es interessiert mich warum sich so viele Leute einfach nicht über diese Gefühle freuen können, sondern immer gleich rumjammern müssen.
    Offenbar plärrt jeder gleich rum, wenn er in der Liebe mal nicht das bekommt was er möchte (besonders bei den Männern ist das extrem schlimm).

    Könnt ihr denn nicht sehen, was ihr da geschenkt bekommt?
    Ist es nicht egal was am Ende daraus wird?

    Warum nicht einfach das Gefühl geniessen solange es da ist?
    Und sich nicht ständig einen Kopf machen, dass sich die Angebetete nicht für einen interessiert?
    Diese Gefühle sind für euch da! Nicht für den anderen.
    Wie ihr sie wahrnehmt und was ihr daraus macht ist allein eure Entscheidung.

    Liebe ist Freiheit. Sie sollte nur erschaffen, nicht zerstören.

    Warum schafft es kaum jemand das zu sehen, was er dazu gewonnen hat - das was man voneinander gelernt hat, die Art auf die man sich durch den anderen weiterentwickelt hat - alle jammern immer nur rum und sehen nur das, was sie nicht bekommen oder verloren haben.

    Und warum den anderen vergessen? Haltet doch das in Ehren was ihr gelernt habt.
    Verliert euch nicht in eurem Schmerz, sondern seht die vielen wunderbaren Dinge, die waren und noch immer gegenwärtig sind.
    Die Art des anderen, die ihr sicherlich teilweise übernommen habt - vielleicht seine besondere Sichtweise der Dinge, seine Art das Leben leicht zu nehmen, die Leichtigkeit mit der man auf andere zugehen kann, oder spezielle Worte, die er immer benutzt hat.

    Ein Teil des anderen wird so für immer in euch weiterleben (sowie ein Teil von euch in ihm) - und den kann euch auch niemand nehmen.
    Ob ihr dieses Geschenk erkennen wollt, anwenden was euch gegeben wurde und euch weiterbewegen und -entwickeln, das müsst ihr selbst entscheiden.
    Ich kann es euch nur raten.

    Denn genau diese Erfahrungen sind es doch was uns definiert, was uns Form verleiht und uns zu dem macht, was wir sind.
    Ohne genau diese Erfahrungen wären wir doch nur statische Objekte in einer statischen Existenz.
    Es ist gewissermaßen ein "sich selbst durch andere erkennen - und erweitern"

    Der Mensch ist geschaffen um sich zu entwickeln.


    Also nehmt doch das Leben und die Liebe bitte nicht so schwer.
    Es gibt soviel schönes im Leben, man muss nur erstmal den richtigen Blickwinkel finden (bzw. die richtige Wertschätzung)
     
    #1
    Galatea, 20 Oktober 2004
  2. Lichttänzer
    Verbringt hier viel Zeit
    69
    91
    0
    Single
    Ohne von deinem Beitrag auf deine persönliche Situation schließen zu wollen, muss ich sagen, dass mir aus deinen Zeilen das krasse Unverständnis entgegenspringt. Mir schoss beim ersten Lesen sogar der Gedanke durch den Kopf, dass du vielleicht noch nie verliebt warst. Oder, um ein wenig präziser zu sein, noch nie unglücklich verliebt.

    Ich persönlich kann das nicht. Den Schmerz einer unerfüllten Liebe ein Geschenk zu nennen, halte ich für eine Perversion. Sicher, was uns nicht umbringt macht uns stärker, und so weiter und so fort, aber ich bin sicher, dass jeder, der sich grade in wirklichem Liebes-Kummer befindet, nicht hingeht und sagt: "Na, immerhin hatte ich ein paar schöne [Zeiteinheit]. Was soll's denn, wenn ich mir jetzt jeden Abend bei billigen Balladen die Augen ausheule?"

    Diese beiden Sätzchen haben mich am allermeisten verwirrt. Liebe ist nur für mich selber da, nicht für diejenige, die ich liebe? Soll das heißen, Liebe ist egoistisch? Soll das heißen, wenn ich die Person, die ich liebe, umarme und küsse und streichle und nie wieder loslassen will, das nur für mich selber tue, weil es mir Spaß macht? Bevor ich mich selber in die Ecke diskutiere: Natürlich macht es mich auch glücklich, aber tue ich das in erster Linie nicht, um meiner Liebe einen Ausdruck zu verleihen und die Person, die ich liebe, glücklich zu machen?
    Ich habe bisher gelernt, dass die Liebe eines der wenigen Gefühle ist, die völlig ohne egoistischen Hintergrund existieren können. Deine beiden Sätze aber stellen eine völlig andere Voraussetzung an die Sache. Das mag man so sehen, allerdings habe ich die Liebe bisher nicht auf diese Weise kennengelernt.

    Deine folgenden Absätze finde ich klasse, sie sind eine prima Rückbesinnung auf das, was die Liebe eigentlich für uns darstellen sollte, deshalb nur eines: Du gehst davon aus, dass man die Liebe auch bekommen hat, sie aber später zerbrochen ist. Aber was ist mit den unzähligen Fällen, die verliebt sind, aber niemals Erwiderung finden? Sie können sich sicherlich nicht damit trösten, dass ihnen von ihrem vergangenen Glück doch zumindest Geistesgut zurückgeblieben ist, weil sie nicht mal vergangenes Glück haben.

    Seh ich wieder nicht. Es ging doch grade noch um Unglück in Liebe und Leben, wieso sollte man all das auf einmal nicht mal mehr schwer nehmen, wenn man dem ganzen schon die positive Seite abgewinnen soll?


    Ich kann mich mit deiner Einstellung nicht ganz anfreunden. Ich möchte dich keinesfalls angreifen, aber in meinen Augen scheint sie realitätsfern.

    Cherio,
    Lichttänzer
     
    #2
    Lichttänzer, 20 Oktober 2004
  3. Pug
    Pug (34)
    Verbringt hier viel Zeit
    265
    101
    0
    Single
    Hm, ich würde sagen, cih definiere Liebe wie eine Drogensucht:

    Du hast ein kurzes high, aber was danach kommt, wenn der Rausch weg ist, zieht dich ewig runter.

    Tja, bei der Liebe finde ich, ist das so. Nur die Zeiträume sind länger. Aus Stunden des High seins werden Wochen, vielleicht Monate und wenn man dann wieder runterkommt weil die Liebe nicht erwidert wird, dauert der Entzug Monate, wenn nicht Jahre.

    So seh ich das.



    P.S.: Bevor hier falsche Verdächtigungen aufkommen: Ich bin nicht von irgendwas abhängig und benutze auch keine Drogen, abgesehn vom (hin und wieder) guten alten Alkohol. Aber ich denke, das mit dem High und Down sein hab ich gut genug verstanden.
     
    #3
    Pug, 20 Oktober 2004
  4. *cinqueterre*
    0
    du hast schon recht mit dem was du schreibst.......
    so schön liebe auch sein mag und wie viel sie uns auch mit gibt so tut sie auch unheimlich weh.

    ich persönlich habe angst mich meiner neuen liebe zu öffnen den am ende tut liebe immer weh
     
    #4
    *cinqueterre*, 24 Oktober 2004
  5. Galatea
    Gast
    0
    Ich war schon verliebt, mehr als einmal - und meistens unglücklich.
    Denn sonst hätte ich auch nicht die Erfahrungen, die mich zu diesem Verständnis geführt haben.

    Dann fühlen wir ganz anders. Ich empfinde Freude, die jenige zu kennen, und sie zu sehen.
    Diese Gefühle, dieses Prickeln im Bauch, das Gefühl im Zentrum eines Orkans zu stehen und wie klarer und heller die Welt auf einmal wirkt.
    Sicher kenne ich auch das Gefühl der Sehnsucht, aber meistens denke ich dann an diejenige und muss schon wieder lächeln.

    Liebe ist etwas wunderbares und ich versuche sie so gut in mich aufzunehmen wie ich kann.

    Wenn eine Liebe zerbricht ist es natürlich schmerzhaft und auch ich brauch eine Weile um darüber hinwegzukommen. Aber der Schmerz ist meist nur kurz.
    Ich lasse mich davon nicht aus der Bahn werfen. Mein Leben ist noch immer schön, und ich bereue es nicht diese Erfahrung gemacht zu haben.
    Das was ich über mich selbst gelernt habe, wird bleiben (sowie all die guten Erinnerungen).
    Ich bin den steinigen Berg der Erkenntnis hochgeklettert und werde auch da oben bleiben.
    Und jede Liebe (sowie einige andere Personen im Leben) zeigt neue Möglichkeiten auf noch höher und besser zu klettern.
    Deshalb sehe Liebe niemals als Verlust an.

    Liebe ist nicht egoistisch, sondern eine freie Entscheidung!
    DU hast diese Gefühle, und nicht der andere.

    Die Entscheidung wieviel Liebe du dem anderen gibst hängt ganz allein von dir ab. Da kann der andere dir nichts vorschreiben.

    Deshalb ist Liebe für mich Freiheit.
    Freiheit anzunehmen und Freiheit zu abzugeben.
    Freiheit das zu sein, was man ist.

    Doch! Genau das meine ich ja. Man HAT etwas bekommen. Es bleibt etwas zurück!
    Nur können die meisten Leute das einfach nicht erkennen.
    Man lernt auch etwas über sich selbst, wenn man "unglücklich" verliebt ist.
    Man kopiert unwillkürlich Sprache und Gesten, manchmal sogar das Verhalten des anderen - und oft behält man etwas davon.
    Außerdem denkt man viel nach, über sich und die Welt (jedenfalls tue ich das).
    Vieles wird durch die Liebe nur induziert, doch das zählt genauso dazu!

    Ich meinte damit eigentlich nur, dass man nicht ständig solche Schwarzmalerei betreiben sollte :zwinker:
    Natürlich soll man die Liebe wichtig nehmen.

    Naja, ist ja auch nur mein Weg.
    Und ich würde niemals behaupten, dass er für irgendjemand anderen zutrifft.
    Aber bei mir funktioniert er. Und allein das zeigt doch schon dass es möglich ist :smile:
     
    #5
    Galatea, 25 Oktober 2004
  6. Galatea
    Gast
    0
    P.S. Wahrnehmung ist subjektiv.

    Und die Realität ist so wie du sie definierst.
     
    #6
    Galatea, 30 Oktober 2004

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