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  • Liza
    Liza (33)
    im Ruhestand
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    nicht angegeben
    8 Dezember 2005
    #1

    Warum ist Fremdgehen schlimm?

    So, bevor ihr jetzt alle empört aufschreit: NEIN, ich bin keine notorische Fremdgängerin.

    Aber ich hab eben mal wieder einen Fremdgeh-Thread durchgelesen. Und wie immer bei diesen Threads sind mir die teils doch sehr heftigen Reaktionen auf das Thema ins Auge gesprungen. Für viele hier gehört Sex mit einem/einer Anderen wohl zu den allerschlimmsten Dingen, die man in einer Partnerschaft tun kann.

    Wenn ich jetzt aber mal ganz rational darüber nachdenke, warum fremdgehen überhaupt etwas Schlimmes ist, fallen mir lediglich zwei Argumente ein:

    - Der Fremdgehende könnte sich irgendeine Krankheit einfangen und auf den Partner übertragen.
    - Er könnte sich in die dritte Person verlieben, was das Ende der Beziehung zur Folge hätte.

    Das klingt soweit logisch. Nur: Wenn beim Seitensprung vernünftig verhütet wird und der Fremdgehende zudem Sex und Liebe trennen kann, seinen Seitensprung irgendwo nachts in der Disco abschleppt und danach nie wiedersieht...

    Was genau macht dann diesen Seitensprung so schrecklich?

    Es geht hier nicht um Antworten wie "Meinen Partner will ich für mich allein", sondern vielmehr darum, warum genau man meint, den Partner in sexueller Hinsicht nicht teilen zu können. Ist das nicht einfach nur bloßer Besitzanspruch, Territorialverhalten?
    ... gut, das mag eine provokante These sein... aber es interessiert mich, was ihr dazu meint.
     
  • büschel
    Gast
    0
    8 Dezember 2005
    #2
    es sind bei mir:

    -ich will nr 1 sein
    -möchte volle hingabe (hin/zurück)
    -territorialzeugs auch noch
    -saubere "aura"
    -gesundheit auch, ja
    -verletzt es nicht den inhalt der liebe?
     
  • Nightwriter
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    8 Dezember 2005
    #3
    Auch wenn du dich hier wohl auf konträre meinungen freust, stelle ich mir diese Frage schon lange.

    es ist genau so, wie du beschreibst:
    1. krankheit
    2. Verliebungs-gefahr

    Anderes fällt mir auch nicht ein, was dagegen sprechen sollte.

    Aber ich diskutiere leidenschaftlich gerne über dieses Thema - auch im real-live. Und da haut mir dann immer die meinung entgegen, es sei eben Vertrauensbruch, Untreue usw. Allerdings: wenn es ein Vertrauensbruch wäre, dann müsste ich jemandem mal etwas versprochen haben. Aber wie es in unserer gesellschaft aussieht, ist es so, dass dieses Versprechen wohl gar nicht erst ausgesprochen werden muss, damit es gilt.
    Und Treue in der Liebe beziehe ich ebenfalls darauf, dass man nur eine Person liebt und ihr seine Liebe schenkt. Das muss aber nicht sex sein, es kann aber bei manchen Paaren sex sein, nämlich dann, wenn sie sich versprechen, aus Liebe nur mit dem anderen zu schlafen.

    Nein ich finde "bewusstes" Fremdgehen, also mit Verhütung, mit dem Ausschluss, sich zu verlieben und wenn es dem anderen als ONS oder Affäre abgesprochen ist, okay!

    die Nummer 1 kannst du dennoch sein. man merkt ja oft auch, was man vermisst, wenn man es nicht mehr hat, oder wie sehr man seine Heimat mag, wenn man wo anders wohnt.
    ähnlich könnte es dabei sein, außer man hat Angst, zu "schlecht" für die Ansprüche des partners zu sein.

    Den Inhalt der Liebe verletzt es nur, wenn beide ihre Liebe auch über Sex definieren. das ist nicht zwangsläufig so!
     
  • einTil
    einTil (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    8 Dezember 2005
    #4
    zusätzlich finde ich noch:
    - Wenn es nicht vorher abgesprochen ist, dann nimmt der Fremdgehende in Kauf die Gefühle des Partners zu verletzen.
    - Es muss nicht unbedingt ein verlieben in die "dritte" Person sein, vielleicht ist der Sex auch einfach erfüllender bzw. spannender, so das der Fremdgehende immer wieder fremdgehen will (psychische "Abhängigkeit")
     
  • büschel
    Gast
    0
    8 Dezember 2005
    #5
    das liegt evtl auch an meinem sternzeichen :zwinker: :smile:

    ich will alles sonst gibt´s nichts :smile:
     
  • Nightwriter
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    8 Dezember 2005
    #6

    und was, wenn du alles willst, ist wenn du mehr als nur deine/die eine freundin willst, wenn du alles und alle willst???
     
  • büschel
    Gast
    0
    8 Dezember 2005
    #7
    nee, alles von ihr dann :smile:

    ach;

    bin einfach eher der standart-lover wahrscheinlich
    etwas besitzergreifend und eifersüchtig :smile:
     
  • Liza
    Liza (33)
    im Ruhestand Themenstarter
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    nicht angegeben
    8 Dezember 2005
    #8
    Beim ersten Punkt hast du vollkommen Recht; das ist für mich selbst der entscheidende Grund, nicht fremdzugehen: Ich möchte meinen Partner nicht verletzen.
    ... aber die Frage hier im Thread ist ja, warum fremdgehen schlimm ist. Und da ist sie auch schon wieder, die Frage: Warum sind die Gefühle des Partners durch das Fremdgehen verletzt? Warum ist das so schlimm für ihn?
    Im Prinzip hat man mit diesem Argument dieselbe Frage nur auf eine andere Person projeziert :zwinker:.

    Und was deinen zweiten Punkt angeht: Wenn es bei jemandem tatsächlich zu einer Abhängigkeit vom Fremdgehen an sich kommt, er es ständig wiederholen MUSS und ihm das Fremdgehen am Ende wichtiger ist als das Sexualleben mit dem Partner, ist derjenige so suchtkrank, dass er seine Sucht über den Partner stellt. Ich denke mal, das würde bei jeder Sucht ein Problem in der Beziehung geben, nicht nur beim Fremdgehen. Und man könnte jetzt auch sagen, dass die wenigsten, die Alkohol trinken, auch davon abhängig werden - warum sollte das beim Fremdgehen anders sein?
    Und wenn jemand jetzt nicht psychisch so angreifbar ist, dass er sehr schnell in eine Sucht fällt, sollte er doch eigentlich vielmehr in der Lage sein, das, was am Seiten sprung "besser" war als mit dem Partner, auf das Sexualleben mit ebensolchem zu übertragen?

    Nur nochmal zum Nachdenken :zwinker:...


    @Nightwriter:
    Ehrlich gesagt - ich frag's mich auch schon seit Ewigkeiten, der Gedanke ist nur bei einem Thread eben wieder hochgekommen...

    Ich finde Fremdgehen im Prinzip auch nicht tragisch. Ich mahce es nicht, weil ich den Willen meines Partners respektiere, auch wenn mir nicht so ganz klar ist, warum er das jetzt eigentlich will... aber ganz ehrlich: Den Sinn dahinter habe ich für mich selbst noch nie so wirklich gesehen.
     
  • büschel
    Gast
    0
    8 Dezember 2005
    #9
    das ist wenn jemand von dir ein stück schokokuchen will und du ihn fragst warum er schokokuchen mag..

    gibste ihm ein stück; ja oder nein :smile:
    so seh ich das :smile:
     
  • beefhole
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    8 Dezember 2005
    #10
    beluegen ... vertrauensmissbrauch ... hintergehen ...
     
  • Numina
    Numina (31)
    ...!
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    Verheiratet
    8 Dezember 2005
    #11
    Ich bin zu stolz um noch mit jemandem zusammenzusein, der mit fremdgegangen ist. Mir wird beim bloßen Gedanken daran schon schlecht...und bei jedem Gedanken daran. Die Beziehung wäre einfach kaputt.
    Und natürlich ist es auch ein wenig Besitzanspruch. Mein Partner und ich haben übers fremdgehen als etwas gesprochen, das definitiv ein Beziehungsende nach sich zieht, weil wir die Vorstellung beide nicht ertragen. Wenn einer von uns nun fremdgeht verletzt er den anderen wissentlich und auch vorsätzlich.
     
  • Touchdown
    Touchdown (38)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    8 Dezember 2005
    #12
    Meinen Partner körperlich zu teilen, bedeutet für mich auch, ihn emotional teilen zu müssen. "Sinn" einer Beziehung ist ja, dass man eine exklusive Emotionalität teilt. Wenn diese Emotionalität jedoch geteilt werden muss, dann gibt es auch keinen Grund, ein Beziehung einzugehen, weil das ja keinen Unterschied zum wilden Rumrammeln machen würde.
    Jetzt versuche ich mal die Aussagen "Liebe und Sex kann man trennen" zu entkräften.
    Klar kann man (zumindest nicht unerheblich viele) Sex haben ohne den entsprechenden Menschen zu lieben (ONS). Bei mir ist liebe aber sowas, wie ein exklusiver Club. Nur ein anderer darf Mitglied sein und jeder, der Mitglied im Club sein will, darf nur in diesem Club sein (quasi eine bijektive Abbildung).
    Für mich bedeutet Beziehung, dass man Emotionalität und eben auch körperliche Intimität nur mit einem Menschen hat, ansonsten ist es keine Beziehung.
    Um mal weiter in dieser Metapher zu sprechen: Klar kann man Parties feiern, mit wem man will, aber solangen darf man halt auch nicht in meinen exklusiven Club.
     
  • darksilvergirl
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    8 Dezember 2005
    #13
    das frag ich mich auch schon ne weile.. aber irgendwie sieht mein freund das komplett anders, also is das einzig schreckliche dran dass ich ihn verletzen würde - zu viel ums zu tun.

    edit: beim nochmal kurz drüber nachdenken - die gefahr dass sich der mit dem man sex hatte in einen verliebt... auch nen guter gegengrund.
     
  • Sovereign
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    8 Dezember 2005
    #14
    Fremdgehen ist etwas schlimmes, zumindest für mich...

    Da ich Liebe und Sex nun mal nicht trennen kann, kann ich mich Touchdown anschließen. Eine Beziehung besteht nur aus 2 Personen!

    Sollte es aber dazu kommen, daß ich betrogen worden wäre, so würde ich mich zum Einen fragen, warum meine Partnerin fremd gegangen wäre, ob die 3. Person etwas hat, was ich nicht habe, etwas kann, was ich nicht kann, ob sie dort mehr Liebe findet als bei mir... zum Anderen stellte sich dann sofort die Frage, ob ich bereit wäre, mit einer Dame, eventuell auch weiterhin, intim zu werden, welche ebenfalls für Fremde offen ist... Die Antwort wäre und ist NEIN!!!

    Sollte ich fremdgehen, dann würde ich mich fragen, was mich dazu bewogen hat, was mich dazu gebracht hat, das Vertrauen, welches der Partner in mich hat, auf solche Weise zu verachten, zu mißbrauchen... Auch hier wäre ich nicht bereit, die Beziehung fortzusetzen, weil ich weder ihr noch mir in die Augen schauen könnte.

    Fremdgehen ist also eine Art Vertrauensbruch... und wer sagt hier, daß es sich dabei um nichts schlimmes handelt???
     
  • Grinsekater1968
    Chauvinist
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    1
    nicht angegeben
    8 Dezember 2005
    #15
    Fremdgehen wäre eigentlich für mich unter diesen Umständen nicht so das Problem - doch ich habe wenig Vertrauen in eine Frau, selbst wenn sie überzeugt davon ist, Sex und Liebe voneinander trennen zu können. Wenn der Liebhaber sie nur halbwegs gut behandelt, wird sie damit auf kurz oder lang Schwierigkeiten bekommen. Außerdem ist es inkonsequent - entweder man geht verbindlich etwas miteinander ein, das eben auch jedes Techtelmechtel mit Anderen ausschließt, oder man spart sich die Beziehung direkt.
     
  • SunTzu
    SunTzu (37)
    Verbringt hier viel Zeit
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    86
    0
    vergeben und glücklich
    8 Dezember 2005
    #16
    Wenn ich in einer reinen Sexbeziehung wäre (Konjunktiv) und Sex und Liebe getrennt wären, dann wäre Fremdgehen für mich kein Problem. Da ich aber nicht in so einer Situation bin und somit die beiden Dinge zusammengehören, wäre das Ganze für mich ein absoluter Vertrauensbruch. Der Fall "Mit 'ner/'nem anderen rumknutschen" liegt für mich nicht sonderlich anders.
     
  • desh2003
    Gast
    0
    8 Dezember 2005
    #17
    Ist es dann nicht so, dass man was sucht, was man in der bisherigen Beziehung nicht findet. Oder noch nicht so wahrgenommen hat oder wahrhaben wollte, dass man was vermisst?

    In der Umkehrung mein ich nicht, dass man fremdgehen muss, um herauszubekommen, dass was fehlt. Nur, dass, wenn es soweit gekommen ist, sich diese Frage auch stellen muss. Und dass es was über den Status der noch aktuellen Beziehung aussagt.
     
  • Dreamerin
    Gast
    0
    8 Dezember 2005
    #18
    Ehrlich gesagt habe ich mich das auch schon gefragt... Warum man das eigentlich SO schlimm findet.

    Aber wenn ich dran denke, dann sträubt sich alles in mir. Es ist so ein Gefühl...

    Außerdem würde mein Freund von mir nur noch wenig Respekt kriegen, wenn er seine "Lüste" nicht soweit unter Kontrolle hätte...

    Und ich mags auch nicht, wenn er geil auf eine andere ist... Mag sein, dass das jeder mal ist (auch ich!), aber dann muss man das den anderen doch bitte nicht spüren lassen.
     
  • Kerowyn
    Kerowyn (34)
    Benutzer gesperrt
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    vergeben und glücklich
    8 Dezember 2005
    #19
    moral und vertrauen. kann man eigentlich von selbst drauf kommen, ohne groß nachzudenken. bin erstaunt.

    aber in zeiten von ONS's, dreiern, notorischen fremdgehen (ist ja nicht so schlimm) etc. wird das thema wohl immer mehr sensibilisiert.
     
  • Grinsekater1968
    Chauvinist
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    nicht angegeben
    8 Dezember 2005
    #20
    Moral ist überflüssig, zumindest wird das gerade in den letzten 30 Jahren immer unwichtiger, hab ich so den Eindruck. Amerika zeigt wie´s gemacht wird. Ein fremdes Land, das eine Menge Öl produziert, spielt nicht so mehr so mit wie man´s gern hätte ? Prompt wird dort die Menschenrechtsverletzung beklagt, die Terrorgefahr beschworen - es wird Einmarschiert und alles in Schutt und Asche gelegt. Die Turnschuhe werden von malaysianischen Kindern genäht ? Kein Problem, Hauptsache NIKE, ein amerikanisches Produkt - und günstig ..
    Wozu das führt wenn ma dieses Schema auf Lebensmittel überträgt (Fleischproduktion) erleben wir ja im Moment .. Kein Wunder also, wenn man - was Beziehungen angeht - ähnlich denkt.
    Bleibt noch Vertrauen. Auch hier gilt : Der Ehrliche ist der Dumme. Irgendwie schade.
     

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