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Warum mangelt es in Deutschland an akademischem Nachwuchs?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Theresamaus, 11 September 2008.

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Warum mangelt es in Deutschland an akademischem Nachwuchs?

  1. Weil es in Deutschland deutlich weniger Studienplätze gibt als es Studienbewerber gibt.

    5 Stimme(n)
    12,2%
  2. Weil die desolaten Zustände an hiesigen Unis viele Abiturienten abschrecken.

    12 Stimme(n)
    29,3%
  3. Weil viele Studenten sich das Studium wegen der Studiengebühren nicht leisten können.

    19 Stimme(n)
    46,3%
  4. Weil durch die Einführung des Zentralabiturs die Hürde für das Abi höher geworden ist.

    1 Stimme(n)
    2,4%
  5. Weil immer mehr Leute dümmer werden und das Studium einfach nicht packen.

    13 Stimme(n)
    31,7%
  6. Weil sich viele Leute vom akademischen Abschluss keine berufliche Zukunft erhoffen.

    13 Stimme(n)
    31,7%
  7. Weil immer mehr Akademiker Deutschland verlassen (z.B. in die Schweiz, USA usw.)

    28 Stimme(n)
    68,3%
  8. Weil es deutschen Schulen nicht gelingt, Leute mit Migrationshintergrund gut auszubilden.

    22 Stimme(n)
    53,7%
  9. Weil durch die frühe Selektion (4. Klasse) viele Leute keine Chance auf ein Studium haben.

    15 Stimme(n)
    36,6%
  10. Weil immer mehr Leute lieber Geld verdienen wollen anstatt ewig zu studieren

    18 Stimme(n)
    43,9%
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  1. Theresamaus
    Benutzer gesperrt
    118
    0
    35
    nicht angegeben
    Die OECD schlägt Alarm. :ichstehim In Deutschland gibt es immer weniger Akademiker, so dass die deutsche Wirtschaft demnächst ihre Folgen massiv zu spüren bekäme :eek: Verglichen mit anderen Ländern ist der Anteil der Akademiker in Deutschland ziemlich gering. Woran liegt das eurer Ansicht nach?
     
    #1
    Theresamaus, 11 September 2008
  2. User 15352
    Beiträge füllen Bücher
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    1.502
    Verheiratet
    Off-Topic:
    ...und ich dachte, es ginge um von Akademikern gezeugte Babys :schuechte .
     
    #2
    User 15352, 11 September 2008
  3. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
    118
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    35
    nicht angegeben
    :ROFLMAO:

    Nee, hier geht es um ein ernstes Thema, das die Wirtschaft in Zukunft plagen wird :cry:
     
    #3
    Theresamaus, 11 September 2008
  4. Henk2004
    Henk2004 (33)
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    vergeben und glücklich

    Weil die deutsche Berufsausbildung so gut ist.... (duales System Techniker, Meiste etc.)

    In anderen Ländern gibt es sowas nicht in dem Ausmaß, so dass diejenigen die mehr lernen möchten dann eben studieren.

    Man kann in Deutschland mit nem Techniker oder Meister gut und gerne 50.000€ im Jahr verdienen und Stellen besetzen für die sonst teilweise Akademiker eingesetzt werden.

    Meines Erachtens ist das der Grund.

    Studiengebühren etc. kommen natürlich noch hinzu.
     
    #4
    Henk2004, 11 September 2008
  5. Schildkaempfer
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    0
    nicht angegeben
    Ach Quark, das wird die Wirtschaft nicht plagen. Die Wirtschaft will ja keine Akademiker. Die Leute sollen von den Hochschulen schon praktisch ausgebildet sein, dass sie gleich anfangen können zu arbeiten.
    Nicht umsonst fangen auch die Unis an, mit der Studienreform, anwendungsorientiert auszubilden.
    Akademiker sein, heißt ja: Denken können! Und diese Leute werden in Zukunft nur noch an der Uni zu finden sein.
    Warum sonst, wird wohl ein Bachelorabschluß eingeführt, der nichts anderes, ist als ein besserer Berufsschulabschluß?
     
    #5
    Schildkaempfer, 11 September 2008
  6. User 76250
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    3.050
    Single
    Was würde ich mit einem Uniabsolventen machen, wenn er sich bei mir bewerben würde? Wahrscheinlich erstmal in die Lehre nehmen...

    Ganz ehrlich: Ich hab schon einige Absolventen erlebt, die frisch von der Uni kamen, sich auf ihren Dipl. sonst was einbildeten - und doch von nix 'ne Ahnung hatten, weil sie bloß Theorieweltmeister waren.
     
    #6
    User 76250, 11 September 2008
  7. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    nicht angegeben
    In der FAZ habe ich letzte Woche gelesen (ja, ich lese FAZ :-D), dass deutsche Bildungspolitiker Bachelor oder überhaupt den Bologna Prozess für gescheitert erklären. Ein Diplom soll weiterhin ein besseres Ansehen haben in der Wirtschaft als ein deutsches Bachelor. Nur wenn 70 % der Bachelorstudenten auch anschließend Master machen würde das Sinn machen und sie wollen Master in Diplom umbennen.
     
    #7
    Theresamaus, 11 September 2008
  8. Schildkaempfer
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    nicht angegeben
    Ich hoffe, dass das Diplom wieder eingeführt, aber es wird einige Zeit dauern.
    Das jetzige System beibehalten und alle machen den Master hieße, das der Schuss mit der Studienzeitverkürzung nach hinten los gegangen ist.
    Dipl. = 8 Semester
    B. + Ma. = 10 Semester
    im Regelfall.

    Leider haben die Hochschulen und die Wirtschaft die gravierenden Nachteile des neuen System erst erkannt, als die Politiker die Umstellung schon beschlossen haben.
     
    #8
    Schildkaempfer, 11 September 2008
  9. Pornobrille
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    nicht angegeben
    Haha, die sind so doof.
    In anderen Ländern wollen sie schon seit Jahren in ein ähnliches System wie Diplom umschlaten und Deutschland will sich wieder "anpassen". Das haben sie davon.

    Also von Bachelor halte ich echt wenig. Ich weiß nicht wie es bei den nichttechnischen Studiengängen ist, aber bei den technischen ist das ein Abrackern und ständiges Prüfungen schreiben, auswendig lernen, was man nach 2 Tagen wieder vergisst. Die Leute werden durchgeprügelt und der Druck ist dermaßen groß,

    Bin sehr froh, dass ich noch einen Studiengang mit Diplom gefunden habe, ist halt doch etwas lässiger und man hat auch Zeit mal einen Sprachkurs oder ein freiwilliges Fach zu wählen.
     
    #9
    Pornobrille, 11 September 2008
  10. User 29290
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    Weil der akademische Nachwuchs ins Ausland geht, wo er mehr Geld bekommt und bessere Forschungsbedingungen hat.:engel:
     
    #10
    User 29290, 11 September 2008
  11. Schildkaempfer
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    0
    nicht angegeben
    Das ist in den geisteswissenschaftlichen Studiengängen nicht anders.
    Jedes Modul muss geprüft werden, was nicht immer sinnvoll ist, und das - da hast Du völlig recht - fördert das Bulimie-Lernen ungemein. Aber der Prozess wird sich jetzt nicht mehr stoppen lassen.
    Dafür werden die Akkreditierungsagenturen schon sorgen, die sich an der Umstellerei dumm und dämlich verdienen.
    Was hätte man mit dem Geld für die Bibliotheken anschaffen können...
     
    #11
    Schildkaempfer, 11 September 2008
  12. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    nicht angegeben
    Deutsche Politiker und die Öffentlichkeit machen ein zu großes Theater wegen PISA, OECD-Studien und dem ganzen Pipapo. Man hätte alles auch etwas gelassener sehen können und nicht immer Sorgen machen, wenn Deutschland ** Plätze hinter Finnland liegt und so.:kopfschue
     
    #12
    Theresamaus, 11 September 2008
  13. User 32843
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    :jaa:
     
    #13
    User 32843, 11 September 2008
  14. User 77547
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    Das ist zwar definitiv der Fall, wie ja schon "Raven" selbst beweist. Aber für die generell niedrige AkademikerInnenquote in Deutschland ist das wohl keine zentrale Ursache. Die absolute Zahl der Nachwuchswissenschaftlerinnen im Ausland ist ja vergleichsweise gering, wenn auch irgendwann "tödlich" für den Forschungsstandort.

    Eigentliche Ursache der geringen Akademikerquote in D ist nach meiner Einschätzung, dass bereits zu wenige das Abitur machen. Dies hängt wiederum mit dem beschissenen Bildungssystem in Deutschland zusammen (dreigegliedert, zu geringe individuelle Förderung, Benachteiligung von Kindern aus Elternhäusern mit geringem sozio-ökonomischen, usw.....ist ja alles hinlänglich bekannt, empirisch geprüft und belegt....nur tut keiner was).
     
    #14
    User 77547, 12 September 2008
  15. Schweinebacke
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    nicht angegeben
    Unter anderen, weil es immer noch eine gewisse "Pfui Uni"- und insbesondere "Pfui Mathe"-Mentalität in Deutschland gibt, es gibt nicht umsonst das Wort "Streber".
    In anderen Ländern ist die Einstellung zu guten Leistungen in der Schule einfach eine ganz andere.

    In den USA wäre eine arme Einwandererfamilie stolz, wenn ihr Kind ein Stipendium bekommt, hier gibts erstens kaum Stipendien und Bildung ist in niedrigen Schichten einfach kein so angesehenes Gut. Natürlich ist auch das Bildungssystem schuld, aber wenn Kinder allen Scheiss haben (Handy, Playstation, Mofa etc.), das Geld aber angeblich für Nachhilfe nicht reicht, dann läuft da auch was bei den Eltern falsch.
     
    #15
    Schweinebacke, 12 September 2008
  16. Süßejana
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    lieg wohl einfach daran das wir auf klasse anstatt masse ausbilden, denn uns fehlen ja nur im vergleich zu anderen ländern die akademiker, von der qualität der anderen spricht natürlich wieder keiner.

    außerdem haben wir ein sehr gutes bildungssystem. jeder kann alles erreichen wenn er will.

    ein kumpel von mir hat es von der hauptschule bis an die fachhochschule geschafft.
     
    #16
    Süßejana, 12 September 2008
  17. Schweinebacke
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Die Frage ist doch dann: Warum landen dann in unserem Bildundssystem Leute, die eigentlich zu mehr fähig sind auf der Hauptschule, was für die meisten nunmal jegliche Karriereabsichten beendet.
     
    #17
    Schweinebacke, 12 September 2008
  18. ...oleander...
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    17
    vergeben und glücklich
    Probleme...

    Hallo,

    Ich sehe die Probleme ein wenig woanders. Viele Jahre war es so, daß man in vielen akademischen Berufen als Studienabgänger keinen Job fand.

    Anfang der 90er war das im Maschinenbau so: ein Bekannter mit einem guten Abschluß und einem "Top-Lebenslauf" (Schule-Bund-Lehre-Studium) hatte über 150 Bewerbungen geschrieben, und nur 2 Vorstellungsgespräche gehabt.

    Dafür "boomte" zu dieser Zeit das Bauingenieurwesen: Studienabgänger konnten bei 5 Bewerbungen zwischen 3 Stellenangeboten wählen. Ergebnis: 450 Studienanfänger allein in meiner Heimatstadt (mit entsprechenden Problemen bezüglich Hörsaalkapazität, etc.)

    Ende der 90er dann waren kaum Jobs im Bauingenieurwesen zu finden, und wenn dann zu erschreckend niedrigen Einstiegsgehältern.

    Und bei den Architekten sah (und sieht!) es noch schlimmer aus. Auch jetzt noch bewerben sich Leute mit 5 und mehr Jahren Berufserfahrungen für ein Jahresgehalt von 30.000 Euro (fix, keine weiteren Zulagen). Und dafür hat man dann 5 bis 7 Jahre studiert...?

    Bachelor und Master sind hierzulande noch recht junge Studiengänge, daran muß sich "die Industrie" wie auch "die Hochschulen" erstmal gewöhnen. Meiner Auffassung nach studieren derzeit viele auf Bachelor, und kaum jemand macht weiter. Das sollte sich aber in den nächsten Jahren auch einspielen.

    Und "die Industrie", die sich jetzt beklagt, sollte sich mal Gedanken machen, ob die "zu wenigen" Akademiker nicht eine Folge von deren eigenen Versäumnissen sind.

    Meine Meinung!

    Gruß o.
     
    #18
    ...oleander..., 12 September 2008
  19. Fuchs
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    Single
    Also ich kann es verstehen.

    Als Ursachen hierfür sehe ich die tragischen Entwicklungen der letzten Zeit: Bologna Prozess, Studiengebühren und speziell auf NRW bezogen das Hochschulfreiheitsgesetz. Das sind alles Faktoren, die das Studium nicht gerade schmackhaft machen, zudem oftmals noch das Bild einer ungewissen Zukunft selbst für Akademiker gezeichnet wird.

    Meiner Ansicht nach werden die Leitgedanken der Humboldt'schen Universität systematisch zerstört. Die Universität ist schon lange kein Ort mehr, wo Forschung und Lehre eine Einheit bilden und wo selbstständig und vorallem frei geforscht wird. Das dieser Leitgedanke der fruchtbarste Nährboden für Innovation gewesen ist, der sicherlich maßgeblichen Einfluss auf die Hochschullandschaft Deutschlands hatte, ist wohl vorallem der Wirtschaft nicht bewußt.

    Da werden öffentliche staatliche Hochschulen privatisiert - Bildung wird nicht nur Ware sondern Privileg und die Universität wird zur Firma, die mit know-how handelt. Ich überlege ernsthaft, ob ich in solch einer Struktur überhaupt irgendwann einmal arbeiten möchte - wo ist der Unterschied zu jeder anderen Firma, wo ich womöglich noch mehr Geld verdienen könnte?

    Wilhelm von Humboldt würde im Grabe rotieren, wenn er sehen könnte, wie hier alles den Bach runter geht. :kopfschue
     
    #19
    Fuchs, 12 September 2008
  20. Süßejana
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    du willst uns aber damit nicht ernsthaft erzählen das es menschen gibt die studieren um an einer uni zu arbeiten? dazu gehört ein gehöriges maß an dummheit. im übrigen werder in zukunft hoffentlich nurnoch professoren mit berufserfahrung eingestellt.
     
    #20
    Süßejana, 12 September 2008

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