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Warum sind manche Eltern so ARSCHLÖCHER

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Schere, 6 Februar 2008.

  1. ToreadorDaniel
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    Stimmt, dann bin ich meiner Verantwortung nicht nachgekommen. Nur wird da vermutlich jede Regel nichts bringen. Das ist natürlich auch wieder so ein Extremfall. Es geht eher darum dem Kind etwas mehr Freiheiten zu geben und nur dann reagieren, wenn es sich falsch verhält. Sprich zuviel trinkt oder das vereinbarte nicht einhält.
    Bsp.: Mein Kind feiert Geburtstag und möchte Alkohol trinken. Gehen wir jetzt mal von 16 aus, sodass Bier erlaubt ist. Dann kann ich Bier auf der Feier gestatten. Kommt aber Schnaps auf dem Tisch, woher auch immer, ist es meine Pflicht den Schnaps selber zu vernichten um die Kinder zu schützen. :zwinker: So bin ich meiner Verantwortung nachgekommen ohne vorher großartig ein Verbot ausgesprochen zu haben.
    Hoffe ist jetzt ein wenig klarer geworden.

    Möglich und wünschenswert. Dann wäre mein gedachtes Gespräch doch eine guter Idee. Die Eltern können zurückrudern und alles wird gut.

    Wir sollten vielleicht ein Buch schreiben für die Eltern. Hmm also ich muss sagen, dass die Aufklärung die ich genossen habe doch sehr gut war. Einmal durch Schule, dann "Das Jungen Frage Buch", das Forum und nicht zuletzt auch die Bravo. Natürlich ist es nicht einfach für die Eltern, da gib es leider auch keine Anleitung für. Schwierig. Na ja hoffe das uns sowas nicht passiert. Wir wissen jetzt ja was für Fragen man in dem Alter hat. :zwinker:
     
    #41
    ToreadorDaniel, 7 Februar 2008
  2. Reliant
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    Ja ein objektiver Arzt kann in 10 Minuten oft mehr sagen als ein Elternteil nach 24 Stunden, ganz einfach aus dem Grund weil er mehr Erfahrungswerte hat. Ob man mit 14 Sex haben soll oder nicht, ist hier nicht die Frage, ich finde nicht das es notwendig ist. Es ist aber nicht ohne Grund legal. Und das Mädchen hat Reife bewiesen indem es sich um Verhütung gekümmert hat und ehrlich zu den Eltern gegangen ist. Da gibts 20 Jährige die wesentlich unverantwortlicher mit ihrer Sexualität umgehen. Das Kind hat alles richtig gemacht. Die Eltern überhaupt nicht, die haben wie schon vorher mit ihrer Zwanghaften Kontrolle total überreagiert.

    Wie gesagt ich kenne ein Mädchen das so erzogen wurde seit dem sie 14 war. die hatte mit 18 den totalen Zusammenbruch weil sie überhaupt nicht mit der Eigenverantwortung klar kam, sie hat 0 Menschenkenntnis, würde mit dem Erstbesten mitgehen der ihr Aufmerksamkeit schenkt, und ist so zum perfekten Opfer erzogen worden.

    Verantwortung heißt auch Freiraum zu geben. Wenn man nicht vertraut trägt man keine Verantwortung, kann man auch gar nicht, denn man muss den anderen Kontrollieren.
     
    #42
    Reliant, 7 Februar 2008
  3. Die_Kleene
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    Jaa, Alkohol immer selber vernichten, ich habs verstanden :grin:
    Leider ist das trinken überhaupt kein Extremfall mehr, aber das nur am Rande. Durch Regeln kann man übrigens eine Menge beeinflussen. Bei uns lautet die Regel, dass ich mich 1. nicht unter den Tisch saufen darf, 2. nichts vollkübeln darf und 3. mich prinzipiell etwas zurückhalte (auch wegen des Sports)
    Ich halte mich an die Regeln, ansonsten werden nämlich meine Ausgehfreiheiten eingeschränkt, es gibt Streit und da hab ich keine Lust drauf. Ich fahre als die simple Vermeindungsstrategie und da kriegt man sein Kind, glaube ich, sogar relativ schnell hin, wenn die Eltern konsequent auf diesen Regeln beharren und auf ihre Einhaltung achten.

    Ich weiß nicht, ob das so gut möglich ist. Dadurch dass der TS und seine Freundin das ganze zusätzlich auch noch mal ein bisschen hochgeschaukelt haben, entwickelt sich daraus ein Machtkampf, den die Eltern (verständnisvollerweise) auch nicht verlieren wollen und dürfen. Deswegen können sie (höchstwahrscheinlich) nicht mehr zurückrudern. Ob das der richtige Weg ist, sei mal dahin gestellt, aber damit die Eltern einen anderen Weg gehen können, müssen der TS und seine Freundin diesen Weg erstmal frei machen und daran hapert es momentan noch gealtig.
    Ja, wir sollten ein Buch schreiben :grin: Ich schreibe eh so gerne, wie man ja sieht :zwinker:
    Unser Biounterricht war ürbigens zum k.... Man hat nichts gelernt und schon gar nichts wichtiges,
    Ja, die Bravo leistet glaube ich heut zu Tage viel Aufklärungsarbeit :grin:


    Übrigens wollte ich noch mal auf den Thread "Wer macht Abtreibungen" im Aufklärungsforum hinweisen. Dort findet man genau die von mir angesprochene Problematik und die TS ist kaum älter als die Freundin unseres TS.

    Und jetzt geh ich schlafen, ich bin ja schließlich ein braves Kindchen :zwinker:
    Gute Nacht! :smile:

    also doch mal mal was schreiben...

    Die Eltern kennen ihr Kind aber keine 24 Stunden sondern 14 Jahre. Von mir sagen auch alle, ich sei ja so verantwortungsbewusst, reif und überlegen und wenn man mich wirklich kennt, dann weiß man, dass ich das auch nicht immer bin, ich besitze lediglich die Fähigkeit so zu wirken, als ob ich Ahnung hätte. Damit kannst du jeden Außenstehende täuschen.
    Und nur weil ein Kind ein Kondom benutzt, hat es sich mMn noch nocht ausreichend mit Verhütung befasst. (das liegt aber auch daran, dass ich Kondomen nur bedingt traue und die PD gerne umgehen würde).

    Die Frage ist, warum ist das Mädchen zu seinen Eltern gegangen. Ich habe es oben schon mal angesprochen. Sie wird gewusst haben, was es für Konsequenzen haben wird (sie kennt ihre Eltern nämlich 14 Jahre...) und ist trotzdem "beichten" gegangen. Woher kam dieser Redebedarf? Ich glaube nicht, dass sie sich sicher und wohl in ihrer Situation gefühlt hat.

    Zwischen 14 und 18 liegen vier lange Jahre in denen schon allein das Gesetz Jugendlichen stufenweise erlaubt. Auch Eltern werden sich bewusst, dass ihre Kinder erwachsene, verantwortungsvolle Menschen werden und passen Stück für Stück ihren Freiraum an. Warum soll das schon mit 14 passieren? Sollen 14-jährige jetzt auch schon in die Disko um sich frei entfalten zu können? Vielleicht sollte man die Kirche auch mal im Dorf lassen.

    Ich habe (mMn) schon mehr als genug zum Thema Verantwortung und Freiraum geschrieben und ich habe wenig Lust mich permanent zu wiederholen. Wenn du meine vorhergegangenen Texte gelesen hast, dann solltest du meine Antworten dort finden.

    Weiterhin bin ich übrigens der Meinung, dass ich 14-jährige etwas besser beurteilen kann, ich habe diese Exemplare täglich um mich... (Ich habe diese Aussage mal getätig ohne dass ich damit jmd zu nahe treten will und ohne dass sie eine Art Arroganz ausdrücken soll!)
     
    #43
    Die_Kleene, 7 Februar 2008
  4. Reliant
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    Es geht hier aber darum das die Eltern die Tochter absolut kontrollieren. Vom Gesetz her dürften über 10 Jährige zB bis 22 Uhr ausgehen, natürlich können Eltern das einschränken, macht das aber permanent Sinn? Ab 14 wird übrigens die Ausgehzeit auf 24 Uhr erhöht. Hat sich der Gesetzgeber da vielleicht was überlegt und auch die Entwicklung berücksichtigt?
    Du magst viel mit 14 Jährigen zu tun haben, das haben Entwicklungspsychologen auch, und ich hab noch von keinem gehört oder gelesen der sagte "es ist gesund dem Kind alles zu verbieten und es Permanent zu kontrollieren"

    Die Pubertät von Mädchen beginnt heute durchschnittlich mit 10 Jahren. Das heißt die Eltern hatten bisher 4 Jahre Zeit das Mädel verantwortungsvoll aufzuklären. Stattdessen haben sie sie kontrolliert und versucht alles mit Regeln zu bestimmen, dazu sind sie aber gar nicht mehr in der Lage, und sie haben damit wohl auch nichts gutes bewirkt.

    Und wenn du mein Zitat von Dr. Derschmidt durchließt, welchen Erziehungsstil haltest du für angemessen, und für welchen würdest du den der Eltern halten wenn du dir das durchsuchen von ICQ Verläufen, das permanente Kontrollieren und verweigern von Freiräumen?

    Das sich die 14 Jährigen in deiner Umgebung noch kindisch benehmen tut mir leid für dich, aber als ich am Gymnasium war und mit 18 Schulsprecher, haben sich die 14 Jährigen Klassensprecher nicht umbedingt kindisch verhalten, kanns also vielleicht auch ein wenig mit der Erziehung zu tun haben?

    [edit] und gerade das die Eltern das Kind 14 Jahre kennen spricht eher für die Meinung des Frauenarztes, Jemanden den du gut zu kennen meinst schätzt du oft falsch ein, weil du auf grund subjektiver Erfahrungswerte mit der Person urteilst, und nicht mit einem Objektiven Blickwinkel. Gerade in der Pubertät merken viele Eltern das sie ihre Kinder überhaupt nicht mehr kennen.
     
    #44
    Reliant, 7 Februar 2008
  5. Tanne
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    Zumindest Wikipedia sieht das für die BRD etwas anders:

    Bei öffentlichen Veranstaltungen gilt i.d.R bis 14 Jahre 20h, ab 14h bis 22h und ab 16 darf man bis 24h bleiben, je nach Veranstalter (z.B Kirche) darf man u.U auch länger bleiben.

    Zum TS:

    es kann auch etwas bringen, mit den Eltern zu "verhandeln". Was wäre z.B Voraussetzung, um etwas zu dürfen. Man sollte ich vorher ein paar Dinge überlegen, die man als Gegenleistung bieten könnte. z.B freiwillig schon um 18h zu Hause sein und nach Absprache ist am WE dann auch mal 21h drin.

    Man zeigt seine Zuverlässigkeit und erhält dafür mehr Freiheiten.

    Gibt es denn niemand, der Einfluß auf ihre Eltern hat? Freundin ihr er Mutter die ihr mal bitten könntet, mal mit ihrer Mutter zu reden? Ist meist besser als jemand externes.

    Nachspionieren sollte in dem Alter mehr als tabu sein (strafbar), wenn es nicht sehr gute Gründe dafür gibt. Mit 14 kann man auch schon erwachsener sein als manche 18 Jährigen. Für /me ist daher das physikalische Alter nicht wichtig, nur das innere zählt ;-)
     
    #45
    Tanne, 8 Februar 2008
  6. Samaire
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    nicht angegeben
    Ich würde dir raten, dich mal ein bisschen im A&V-Forum aufzuhalten. Nur weil man sich mit 14 die Pille verschreiben lässt und GLAUBT, man sei reif genug für Sex, heisst das noch längst nicht, dass man es tatsächlich auch ist. Es ist sicher gut, dass man sich überhaupt Gedanken zur Verhütung macht - allerdings finde ich nicht, dass das etwas ist, was man speziell zu loben hat, denn Sex und Verhütung sind in diesem Alter unweigerlich miteinander verknüpft und wer ersteres ums Verrecken haben will, der soll sich zuerst um zweiteres kümmern, tut er das nicht, dann ist es mit der Reife nicht weit her.

    Und nein, ein Arzt kann in 10 Minuten einen Menschen sicher nicht besser beurteilen, als die eigenen Eltern. Denn das, was der sieht oder hört, ist nur ein minimer Teil dessen, was schlussendlich bei einem so wichtigen Thema wie Sex wirklich von Einfluss ist.


    Diese tollen theoretischen Erklärungen verschiedener Erziehungsstile in allen Ehren, aber in der Praxis ist immer alles anders und zudem um einiges individueller. Ausserdem hat hier keiner gesagt, dass ein völlig autoritärer Erziehungsstil Sinn macht (der liegt ja hier auch absolut nicht vor!), sondern nur, dass es
    1. sicher nicht Sache des neuen Freundes ist, die Erziehung der Eltern nicht nur in Frage zu stellen, sondern er sogar noch glaubt, die Frechheit besitzen zu müssen, die Eltern darauf anzusprechen -nach 4 Wochen!
    2. das Kind sich ZUERST an die Regeln zu halten hat und DANN von mir aus eine Lockerung beanspruchen kann


    Ausserdem finde ich das, was Die_Kleene sagt bezüglich des Redebedarfs zum Thema Sex/erstem Mal sehr interessant und sie könnte durchaus Recht haben mit gewissen Vermutungen.

    Auch das hier:

    ist eine sehr sehr wichtige und gute Bemerkung. Die Sicht der Eltern oder deren Gefühle scheinen hier nämlich keine Sau zu interessieren, sind aber genauso wichtig, wie die der jungen Teenagertochter.


    Und ich kenne 15 Mädchen, die so erzogen wurden, und die heute äusserst verantwortungsbewusste, vernünftige und reife Persönlichkeiten sind. Und dies übrigens schon mit 18, 19, 20 waren.

    Jemand, der "zusammenbricht" (was auch immer das heisst), weil die Eltern ihr im zarten Alter von 14 Jahren verboten haben, bei ihrem Freund zu pennen, der wäre auch zusammengebrochen, wenn es dieses Verbot nicht gegeben hätte.
     
    #46
    Samaire, 8 Februar 2008
  7. ...oleander...
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    vergeben und glücklich
    Schwierige Situation.

    Off-Topic:
    @Kleene: schöner Beitrag, mir gefällt, wie Du Dich mit der Situation auseinandersetzt und auch die "unpopuläre" Seite der Geschichte anpackst. Wenn Du als 20-jährige auf Dein (jetziges) Handeln als 16-jährige zurückblickst, wird es Dir genau so gehen wie jetzt: vieles wird Dir "kindisch" vorkommen. Und als 28-jährige wird Dir auch Dein Handeln als 20-jährige... - aber das ist ja nicht das Thema.

    Deutlich anderer Meinung bin ich beim "raushalten durch den TS" - aber dazu gleich mehr


    Zwischen Eltern und Kindern hat sich über viele Jahre hinweg ein Verhältnis aufgebaut mit Strukturen, die nicht immer förderlich oder "richtig" sind. Im speziellen Fall werden die Grenzen der Privatsphäre deutlich überschritten. Aber das ganze hat sich über viele Jahre so entwickelt und wird von den Beteiligten weitgehend akzeptiert und eben "gelebt".

    Der Freund der Tochter (und erst Recht der vollzogene GV) bringt das häusliche Gefüge ordentlich durcheinander. Hier kann man aber nicht einfach einen "Schalter umlegen" und von einem Tag auf den anderen eine ganze Menge Dinge ändern, sondern hier muß ziemlich behutsam versucht werden, die Dinge Stück für Stück zu ändern - ein gewaltiger Lernprozeß übrigens für die Eltern!

    Ein Gespräch zwischen Freund und Eltern bringt m.E. gar nichts, der wird von den Eltern nicht "für voll" genommen und ist ja (in deren Augen) "der Störenfried".

    Freund und Freundin sollten sich zusammensetzen und eine Strategie entwickeln. Dabei könne die Eltern des Freunds eine große Hilfe sein (wenn die Eltern dazu bereit und in der Lage sind), ein großer Bruder oder eine große Schwester der Freundin, Verwandte der Freundin, usw. Und dann eben versuchen, Stück für Stück Dinge zu ändern.

    Dazu gehört, daß man ruhig und sachlich die Situation mit den "Helfern" erörtert, deren Meinung einholt und auch bereit ist, andere Meinungen zu tolerieren und ggf. von seinen eigenen Standpunkten ein wenig abzurücken.

    Das braucht (leider) Zeit und Geduld - aber es lohnt sich. Meiner Meinung nach sollten die Verletzung der Privatsphäre und die übertriebene Kontrolle der Eltern die ersten Ansatzpunkte sein. Ausgehuhrzeit und andere Dinge sollten erst in einem zweiten Schritt in ein paar Monaten angegangen werden.

    Das ist zwar alles recht mühsam, und ist (unberechtigterweise!) sehr einseitig, aber wenn die Situation nicht allmählich entschärft wird, dann geht die Beziehung sehr schnell kaputt. Einfach deshalb, weil eine 14-jährige sehr stark abhängig vom Elternhaus ist, und der beschriebene Druck (der Eltern) auf beide so groß wird, so daß sich die Freundin (ungewollt und ggf. sogar unbewußt) entscheiden muß...

    Meine Meinung!

    Viel Erfolg,

    Gruß o.


    Ach ja, viele Eltern sind bzw. können "Arschlöcher" sein (ich mag das Wort nicht besonders, insbesondere nicht interfamiliär). Viele Kinder aber auch...
     
    #47
    ...oleander..., 8 Februar 2008
  8. Starla
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    Ich sag mal so: Wenn die 14jährige Tochter nach einem lächerlichen Monat mit ihrem Freund ins Bett springt, können die Eltern mit ihren Bedenken ja nicht so unrecht gehabt haben.
     
    #48
    Starla, 8 Februar 2008
  9. Reliant
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    Ja Samaire du hast natürlich völlig recht, der Weg der Eltern ist der einzig richtige, und es ist völlig ok seinen Kindern zu misstrauen, ihnen hinterherzuspionieren und sie nicht altersgerecht zu behandeln.
    Und natürlich muss ein Autoritärer/Autokratischer Erziehungsstil gut sein wenn du ihn gutheißt, da ists ganz egal was Entwicklungspsychologen sagen, die Lügen eh alle um ein Komplott der Laissez-Fair Anhänger.

    Das das Misstrauen in der Erziehung die Persönlichkeit nachhaltig schädigen kann, das durch Misstrauen und Autoritäre Erziehungsmethoden Verhaltensstörungen wie Automutilation, Anorexie oder Bulimie gefördert werden können, ignorieren wir, denn auch wenn das schon fast eine Jugendsäuche geworden ist, ist doch alles nur eine Erfindung.

    Und du verstehst es falsch, es geht nicht darum dem Jugendlichen alles zu erlauben, es geht darum Grenzen sinnvoll zu setzen und sich auch mit dem Jugendlichen auseinanderzusetzen. Wenn du sagst "ja, du musst um 19 00 daheim sein" dann reicht als Begründung weder "Ich musste das auch" noch "Weil ich es sage" sondern dann solltest du schon wenigstens drei gute Gründe haben die du auch vor dem Kind Argumentieren kannst, wobei du auch auf seine Argumente eingehen musst. Genausowenig bringt es Sex zu vertäufeln oder zu verbieten, sonst hätte die USA nicht die meisten Kinderschwangerschaften, auch das kann man in einer Vernünftigen Art mit dem Jugendlichen klären, wenn man als Elternteil reif genug dazu ist.

    Auch zu sagen "ich hab nie gegen strenge Regeln rebelliert" zeugt schon von einer nicht normalen Entwicklung, denn gerade in der Pubertät gehört es zur Entwicklung dazu Grenzen zu überschreiten wenn diese zu Restriktiv sind und gegen die Autorität zu rebellieren.

    Und wir sind schon lange, von der Vorstellung abgekommen das das Kind von natur aus böse ist, und erst durch Erziehung zum guten gefördert wird, sondern wissen heute das jede Verhaltensweise von der Erziehung oder dem Sozialen Umfeld geprägt wird. Wer seinem Kind nicht vertraut, sorgt nur dafür das er ihm auf lange sicht auch nicht vertrauen kann.

    Und Eltern haben weder das Recht den PC der Kinder zu durchsuchen, noch ihr Zimmer permanent zu Kontrollieren, noch ihre Entwicklung zu behindern.

    Aber was red ich, bei dir ists ja in deinen Augen gut gegangen, also weißt du eh alles besser, und egal wieviele Experten zitiert werden, egal wieviel Hintergrundmaterial man präsentiert, du weißt es natürlich besser.

    [edit] ...oleander... besser kann mans fast nicht ausdrücken.

    @Starla, die Frage ist ist, wäre sie auch mit ihm ins Bett gehüpft wenn ihr die Eltern vertraut hätten? Das glaube ich nämlich nicht. Sie spürt von ihren Eltern nur misstrauen und ein strenges Regelkorsett, von dem sie sich zu befreien sucht, und auch befreien muss, sie kann ja nur dadurch weitergehen das sie sich an den Erziehern reibt, da ihr ja durch das Misstrauen und die Regeln kein Input geliefert wird. Hätten sich die Eltern mit ihr auseinandergesetzt, ihr gesagt ja, Sex ist ok, unter gewissen Vorraussetzungen, wär es vielleicht gar nicht soweit gekommen. Ursache und Wirkung, das Verbot war zuerst da.
     
    #49
    Reliant, 8 Februar 2008
  10. Starla
    Gast
    0
    Das sind alles Spekulationen und da bewerte ich lieber die Tatsachen. Mir wurde auch nichts verboten und ich habe "trotzdem" recht früh Sex gehabt (zumindestens war es "damals" früh).

    Ein paar Grenzen sind wirklich wichtig (hätte ich mir in der Hinsicht vielleicht auch gewünscht), sofern nicht übertrieben wird. Dauernd ins Zimmer zu gehen oder ICQ Logs zu überprüfen, ist natürlich nicht der richtige Weg.

    Aber ich finde es in Ordnung, wenn die Eltern dagegen sind, dass ein 14jähriges Mädchen nach so kurzer Zeit mit ihrem Freund schläft, wobei die Eltern letztendlich sowieso nichts verhindern können, aber ihren Standpunkt, den dürfen sie jawohl noch behalten.
     
    #50
    Starla, 8 Februar 2008
  11. Dandy77
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    nicht angegeben
    Hallo,

    ich finde es nicht scheiße, wenn Eltern sich um ihre Kinder kümmern. Was das heißt, weiß man glaube ich, erst , wenn man selber Kinder in diesem Alter hat.

    Als die, vermutlich eher konservativen, Eltern der besagten 14-jährigen in dem selben Alter waren, galt ein Mädchen, dass nach einem Monat mit einem Jungen schläft als "Flittchen". Wenn dieses Mädchen gerade erst 14 war - war sie ein "Mega-Flittchen". Für die Eltern der besagten 14-jährigen ist es schwer zu verdauen, ein "Mega-Flittchen" zu haben. Kein Wunder also, dass sie so wenig Vertrauen zu ihr haben.

    Nun zu dir, lieber TS. Wenn das mit meiner Tochter passiert wäre, hattest du von mir nicht nur Hausverbot bekommen, sondern wärst von mir im Garten auch noch über einer verkehrtherum gelegte Harke geführt worden. Beschwer dich also nicht, du bist ganz gut bei weggekommen. Da es für Eltern schwer ist, ihr Kind als "Mega-Flittchen" zu akzeptieren wird ein anderer Schuldiger gesucht. Rat mal wer dieser geile Bock ist?

    Stichwort Überwachung der Tochter: Ich kann nicht beurteilen, inwieweit du das verzerrt wahrnimmst. Aber nur weil ich meiner Tochter sage, sie soll den Teller mit Essensresten aus ihrem Zimmer in die Küche bringen, habe ich noch nicht ihr Zimmer durchsucht.
    Das ganze hat etwas mit Vertrauen zu tun. Ein Mädchen, das als 14-jährige nach einem Monat mit einem Jungen pennt, macht es schwer, bei ihr die nötige Reife für Vertrauen zu finden.

    Als meine Tochter mit 15 einen festen Freund hatte, habe wir ausführlich über "das erste mal" gesprochen. Dieses Gespräch war die Basis meines Vertrauens in sie. Sie hat mich nicht enttäuscht.

    Stichwort rebellieren: Kinder mit 14 rebellieren immer. Den ganzen Tag. Sie zeigen damit oft nur, wie unreif sie sind. Das schafft kein Vertrauen.

    In mehreren Gesprächen und mit ihrem Verhalten hätte das Mädchen sicherlich die ihr gesteckten Grenzen ausdehen können.

    Das wird jetzt erstmal schwierig.
     
    #51
    Dandy77, 8 Februar 2008
  12. Reliant
    Reliant (36)
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    vergeben und glücklich
    Ausgehend von den ICQ Durchsuchungen kann man schon einige Rückschlüsse ziehen, genauso aus dem "Wenn du dich gegen Autorität wehrst wirst du bestraft" Computer verbot nach dem Passwort.

    Das du frühen sex gehabt hast, hat dir das geschadet? Laut studie im News Bereich ist ja auch später Sex eher schädlich, auch wenn ich das für übertrieben halte.

    Natürlich können die Eltern dagegen sein, werden sie auch in den meisten Fällen, nur gibts dann zwei Arten damit umzugehen. Entweder man stellt ein Verbot in den Raum, und bestraft das gegebennenfalls, durch Kontaktsperre oder sonstwas, oder man findet sich von vornherein damit ab das man nichts machen kann, klärt das Kind auf, auch über die eigenen Bedenken, und lasst es dann selbst Entscheiden. Und eine gute Aufklärung kann viel bewirken, unter anderen auch die Fragen die die_kleene aufgeworfen hat beantworten. Auf der anderen Seite nimmt sie Sex damit auch das verbotene, verruchte und rebellische. In einem Gespräch kann man auch einen Wert für die Sache vermitteln, was man mit einem Verbot nicht schafft, das Ergebniss sind dann Jugendliche die war Sex verboten bekommen aber mit "Ist ja nur Sex" argumentieren.
    Glaubst du bei den ganzen Teenschwangerschaften war Sex von den Eltern erlaubt?
    Viele Probleme die wir mit Jugendlichen haben resultieren aus Verboten und mangelnder Kommunikation. In Stammeskulturen wo Kinder viel früher in die Gesellschaft der Erwachsenen Integriert werden, läuft die Entwicklung viel gesünder ab. Der Heranwachsende hat eine Frage, weiß das er sich damit an eine Vertrauensperson wenden kann, und kann dann selbst Entscheiden ob er reif genug ist, ohne sich beweisen zu müssen.
    Alles was die Eltern mit ihrer Erziehung erreichen ist, das sie die Beziehung zu ihrer Tochter auf lange sicht kaputt machen, das sie im besten Fall so stark ist das sie darüber hinwegkommt, weil sie vielleicht auch in ihrer Umgebung nichts anderes mitbekommt, oder das sie daran Zerbricht und ihre Persönlichkeit schaden nimmt.
     
    #52
    Reliant, 8 Februar 2008
  13. Samaire
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Reliant, du liest auch nur, was du lesen willst und ich hab keinen Bock mehr, mit dir weiterzudiskutieren. Erzieh du deine Kinder meinetwegen dann antiautoritär, meine werden Regeln haben, jeder wie er will.

    Nur noch hier zu ein Kommentar:

    Mir wäre es absolut neu, dass zum Erwachsenwerden zwangsweise Rebellion dazugehören muss. Ebenso wäre es mir neu, dass es falsch ist, Regeln zu beachten. Das heisst nicht, dass man gewisse Dinge nicht hinterfragt (Bemerkung daher, weil sonst garantiert dieser Einwand käme). Aber sich über alles hinwegzusetzen und das damit zu rechfertigen, dass das ja angeblich zur "normalen" Entwicklung dazu gehört, ist etwas vom Dümmsten, was ich je gehört habe. Allerdings überrascht mich eine solche Aussage in unserer heutigen moralfreien, egoistischen, "ich-mache-nur-was-mir-gefällt-mir-scheissegal-was-andere-denken" Gesellschaft herzlich wenig. Man merkt heute schon deutlich, wer es noch in jungen Jahren lernt oder gelernt hat, mit anderen respektvoll umzugehen und sich an gewisse Vorschriften zu halten und Einschränkungen zu beachten - und man merkt auch, wer das nicht gelernt hat.

    @Dandy77:
    Ein schöner Beitrag, danke.
     
    #53
    Samaire, 8 Februar 2008
  14. brainforce
    brainforce (34)
    Beiträge füllen Bücher
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    568
    nicht angegeben
    Ich denke bei einer "guten" Erziehung ist keine "Rebellion" notwendig da es wohl kaum Gründe dafür gibt.

    Hinterfragt wird selbstverständlich gerade in der Pubertät gerne und viel - nicht immer ist es nötig...:tongue: aber es gehört nun einmal dazu.

    Aber eine "Rebellion" ist wohl nicht unbedingt nötig zumindest nicht bei halbwegs "ordentlicher Erziehung".

    Sicher machen auch Eltern Fehler - aber Fehler macht jeder, wichtig ist nur das man nach Bekanntwerden zu ihnen steht und sich ggf. entschuldigt.

    ansonsten kann ich den Beiträgen von Samaire nur zustimmen.:smile:
     
    #54
    brainforce, 8 Februar 2008
  15. Starla
    Gast
    0
    Klar gehören Verbote und Rebellion dazu, jedoch kann keine Rebellion stattfinden, wenn von den Eltern für alles Toleranz gezeigt wird und keine Grenzen gesetzt werden.

    Doch gerade das ist heutzutage ein Problem, denn in unserer von Jugendwahn gezeichneten Gesellschaft wollen Eltern mit ihren Kindern in Discos gehen, sich genauso unmöglich kleiden und blooooß nicht als erwachsen gelten. Das macht es schwierig für Jugendliche, sich abzugrenzen und auch abzulösen, aber genau DAS ist sehr wichtig.

    Die Rolle der allseits Verständnisvollen sollten aber Freunde übernehmen und nicht die Eltern. Die müssen einen klaren Standpunkt haben und ihren Kindern sehr wohl z.B. harten Alkohol verbieten, wenn sie minderjährig sind und nicht mit den Worten abwiegeln: "Och, hat uns auch nicht geschadet".

    Wie gesagt, das mag ja alles so sein, aber das müssen Jugendliche SELBST erlernen und ständig wissen, dass es einen Fels in der Brandung gibt.
     
    #55
    Starla, 8 Februar 2008
  16. Reliant
    Reliant (36)
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    vergeben und glücklich
    Ich glaub wirklich lesen kannst du auch nicht.

    Die Antiautoritäre Erziehung ist genauso falsch wie die Autoritäre. Schon die Grundprämissen sind rein schwarz weis. Antiautoritär: das Kind ist von natur aus gut, Autoritär das Kind ist von natur aus böse.

    Dandy77 hats sehr gut ausgedrückt. Er hat mit seiner Tochter geredet, und ihr danach vertraut und wurde nicht Enttäuscht. Perfekt gemacht, und genau das ist der Erziehungsstil den ich favorisiere, und damit steh ich nicht alleine da.

    Die Eltern als Vertrauensperson die Grenzen setzen, diese aber auch in Gesprächen erklären und ihren Kindern dann Vertrauen.

    Und zum Thema Rebellion die in strengen Erziehungssystemen dazu gehört geb ich dir noch ne kleine Lektüre, auch wenn ich weiß das es nichts nützt

    @Starla, ja, aber der Fels in der Brandung sollte ein kommunikativer Fels sein, und auch erklären. Jugendliche brauchen Grenzen das stimmt, und sie brauchen Vorbilder, aber sie brauchen genauso Freiräume und Verantwortung um Erwachsen werden zu können.

    Der Fels in der Brandung der sagt "du sollst nicht stehlen" hat damit nicht unrecht, hat aber noch keine Moral und keine Grundsätze vermittelt. Der Fels in der Brandung der erklärt "Du sollst nicht stehlen weil..." setzt genauso eine Grenze aber eine die mehr vermittelt als nur das Verbot des Autokraten.
     
    #56
    Reliant, 8 Februar 2008
  17. Dandy77
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    @ reliant

    mit viel Wohlwollen kann man deine Beiträge damit entschuldigen, dass du noch keine Kinder in diesem Alter hast.

    Hier aber als Argumentation für frühen Sex Kulturen heranzuziehen, die ihre Kinder schon mit 14 verheiraten, ist absoluter Schwachsinn.

    Fehlverhalten wird immer innerhalb einer Kultur als solches verurteilt. Was meinst du, würde mit dem TS in einem moslemischen Kulturbereich passieren, wenn er mit einer 14-jährigen geschlafen hätte. Der Fall Marco aus Uelzen war ja breit genug in den Medien.
     
    #57
    Dandy77, 8 Februar 2008
  18. Reliant
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    vergeben und glücklich
    Das ist jetzt ein lächerlicher Vorwurf.

    Ich hab gesagt das Stammeskulturen ihre Kinder früher ans Erwachsen werden heranführen, nicht das sie früher Sex haben.

    Ich bin nicht dafür Sex für 14 jährige als normal zu erklären, nur nicht dafür es nur durch Verbote zu regeln.

    Aber langsam glaub ich funktional lesen ist eine Kunst...
     
    #58
    Reliant, 8 Februar 2008
  19. Schere
    Schere (25)
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Vielen dank, dass hier soviel reingeschrieben wird. Aber vielleicht solltet ihr mir lieber helfen, als euch gegenseitig zu beweisen, dass der andere es besser weiß :zwinker: (richtet sich nicht an alle)
    Trotzdem nochmal ein riesengroßes DANKE

    Edit:
    Gegen sowas sage ich nicht. Aber wenn meine Freundin aus der Schule heim kommt und ihren Vater auf ihrem Stuhl sitzen sieht, wie er Schubladen ,,durchwühlt" (bischen übertrieben ausgedrückt) oder ihren Schrank ,,durchsucht" dann sehe ich das alles ein wenig anders, oder nicht...?

    Ihre Eltern haben ihr nich NIE vertraut. Auch bevor wir miteinander geschlafen haben schon.

    Ich beschwere mich nicht darüber, dass ich noch so ,,glimpflich" darüber weggekommen bin. Ich verstehe auch, dass die Eltern ,,schockiert" sind. Aber so...?
     
    #59
    Schere, 8 Februar 2008
  20. Starla
    Gast
    0
    Das ist alles logisch und selbst erklärend :zwinker:
     
    #60
    Starla, 8 Februar 2008

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