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Was beeinflusste westdeutsche Jugendliche?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von [instin(c)t], 24 August 2006.

  1. [instin(c)t]
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    vergeben und glücklich
    Liebe Planetarier!
    Ich schreibe für mein Leben gern und arbeite an einem Roman. Er handelt rund um einen Leuchtturm an der Nordseeküste und dort treffen verschiedene Charaktere aufeinander - warum? Ein Klassentreffen steht an.
    Meine Protagonisten sind allesamt Mitte 30 und diskutieren ihr Leben. Einer arbeitet in einem Verlagshaus, eine andere ist Buchhalterin etc.... Leider werde ich erst 20 und kann auf keine "westdeutschen" Bekannten zurückgreifen. Mein Roman soll aber zeitnah bleiben. Deswegen ein paar Fragen:

    Was hat eure Jugend beeinflusst?
    Welche politischen/historischen/persönlichen Ereignisse gab es?
    Wie entwickelte sich eure Karriere?
    Wann fingt ihr an euer Leben vollends in die Hand zu nehmen und Wann kam der erste Karriereschub?
    Wie ward ihr damals eingestellt? Welche Parteien habt ihr befürwortet und wie habt ihr eure Einstellung nach außen getragen?
    Was ist mit der ersten großen Liebe? Wann und wie lange hielt sie? Durch was ging sie auseinander?


    Ich hoffe einige von euch können mir helfen meinen Figuren Vergangenheit zu geben. Ich könnte zwar Geschichtsbücher durchforsten und mein Wissen mit Zahlen belegen aber mir ist lieber zu wissen was die Menschen wirklich bewegt hat!
    Danke im Voraus!
    instinct
     
    #1
    [instin(c)t], 24 August 2006
  2. cooky
    cooky (36)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    :schuechte Ich bin wohl auch zu jung dafür.

    Aber ich lege dir folgende Website ans Herz:
    http://www.becoming-german.de/

    Das ist ein Projekt, bei dem man deutsche Kindheits- und Jugenderinnerungen spenden und empfangen kann, supergute Seite :smile:
     
    #2
    cooky, 24 August 2006
  3. [instin(c)t]
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Danke für den Tipp, ist keine schlechte Seite aber Kindheit ist mir ein wenig zu früh um damit chrakterformende Ereignisse einzubauen! Oder habe ich mich falsch orientiert? Bin bloß zu einer Wahrscheinlichkeitsstatistik gekommen?!
     
    #3
    [instin(c)t], 24 August 2006
  4. Gravity
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Auch wenn ich noch nicht ganz mitte 30 bin... Allerdings eines auch vorweg: Ich hab keinen Standard-Lebenlaufs. Mein Leben verlief eher holprig bis stolpernd und weicht ziemlich vom Ideal ab. Meine Jugend drehte sich hauptsächlich um Gemobbt-werden, die daraus entstandene Phobie und die Probleme damit. Dadurch, dass sich fast alles darauf konzentrierte, waren die Einflüsse von außen eher gering. Mein glich in meiner Jugend eher einer Flucht mit Verstecken und danach einem Stillen der Blutungen in meinem Versteck. Und auch heute noch ist es eher ein zähes, quälendes Durchkämpfen.


    Was hat eure Jugend beeinflusst?
    Mobbing meiner Mitschüler und Ablehnung beim anderen Geschlecht. Zu dem kam ein destruktives Familiensystem, was nicht geeignet war, den "Einflüssen" - sprich Mobbing und Ablehnung - von außen entgegen zu wirken. Destruktiv heißt hier, das mir die Familie psychisch nicht helfen konnte, selbst wenn sie es wollte. Es raubte mir die Motivation und ermutigte mich nicht gerade irgendwas zu unternehmen. Ein solides Fundament bildete es nicht.


    Welche politischen/historischen/persönlichen Ereignisse gab es?
    Ich erinne mich an das Tschernobyl- und Challenger-Unglück. Ok, nicht wirklich Jugend - ich war zehn. Der erste Irakkrieg. Ich hab damals auf dem Computer mitgemacht und den Krieg quasi nachgespielt. Kriege fand ich damals in so fern fazinierend und anziehend, weil es meinem Leben ähnlich war. Selbst heute noch - nur hat es heute eine andere Färbung: Inzwischen ist eher so eine "alte Veteran"-Einstellung (Lieber kein Krieg, der Krieg bringt das schlimmst hervor). Ich neige zum Militarismus, ich lehne mich an die Ordnung und Organisation an - Waffen mag ich nur aus technischer Sicht. (schießen ist laut und schmutzig - also lieber nicht).
    Von der Politik in meiner Jugend weiß ich nichts mehr, da ich einfach zu sehr auf meine eigenen Probleme und mit dem Mobbing beschäftigt war.


    Wie entwickelte sich eure Karriere?
    Eher schlecht als recht. In der Schule hatte ich nur ein Ziel: Raus hier, weg von hier! ('94) Eine Ausbildungsstelle zu finden war sehr schwer und zunächst erfolglos, weil ich höllische Angst vor Vorstellungsgesprächen hatte. Zum Zeitpunkt wo ich 17 war, war meine Phobie bereits voll ausgeprägt und bestimmte von da an alles. Nach der Schule war ich erst mal Arbeitlos und hab durch hilfe anderer, einen Aushilfsjob angenommen.
    '95 hatte ich kurzfristig eine Ausbildungsstelle, von der ich aber fast panisch floh, weil sich die Mobbingsituation in der Berufsschule wiederholte.
    '97 bis '99 war ich dann beim Bund. Bis auf die Tatsache, dass ich Angst vor allen Vorgesetzten hatte, fühlte ich mich dort sehr wohl.
    '99 war dann mal wieder eine Runde auf dem Arbeitsamt angesagt. Aber ich hatte inzwischen erkannt, dass ich eine soziale Phobie hatte und begab mich nach sechs Monaten "vorbereitung" in Therapie.
    '00 begann ich eine berufsvorbereitende Maßnahme. Die dann zwei Jahre später in eine überbetriebliche Ausbildung überging. So hatte ich dann zehn Jahre nach Schulabschluß endlich meine Ausbildung.
    Und seitdem suche ich eine Arbeitsstelle....
    Tolle entwicklung meiner Karriere, nicht wahr?


    Wann fingt ihr an euer Leben vollends in die Hand zu nehmen und
    wann kam der erste Karriereschub?

    Ich hatte nie das Gefühl, mein Leben auch nur im geringsten in der Hand zu haben. Ich fühl mich eher so, dass ich von einer Situation in die nächste stolper - manche sind besser, manche schlechter. Höchstens als ich in Therapie ging, war das so ein kleines Aufbäumen gegen mein Leben. Alles andere fühlt sich an, als wenn ich ständig gegen eine Wand laufe. Egal was ich mache, wenn es nicht will, will es nicht.
    Ein Karriereschub gab es in dem Sinne nie. Höchstens ein kleiner, als ich es endlich geschafft hatte, meinen IHK-Schein zu kriegen.


    Wie ward ihr damals eingestellt? Welche Parteien habt ihr befürwortet und wie habt ihr eure Einstellung nach außen getragen?
    Ich war damals wie heute politisch Neutral. Mit Politik konnte ich nichts anfangen: Sie half mir nicht, sie bekämpfte meine Probleme nicht und auch sonst war es nur etwas, was andere betraf.
    Meine Einstellung hab ich gar nicht nach außen getragen. Meinungsäußerungen waren damals völlig unmöglich, weil ich "Strafe" von anderen erwartete.


    Was ist mit der ersten großen Liebe? Wann und wie lange hielt sie? Durch was ging sie auseinander?
    Frauen gab es damals nur in der Form, dass sie mich nicht beachteten oder offen ablehnten. Andere Frauen gab es nicht. Ändern tat sich das erst als ich auf mitte 20 zu ging. '00 fing ich an mit Frauen zu reden. Erst nur über E-Mail etwas später dann auch über Telefon. Daraus ergab sich nichts, sondern endete eher "Du bist nett, aber..."
    Es gab auch mal eine, die auf mich stand, aber das konnte ich so gar nicht wahrhaben, ließ mir Zeit und sie verlor das interesse. Trotzdem würde ich sie als meine große Liebe bezeichnen, auch wenn nichts aus uns wurde. Allerdings hat auch genau das mein Leben verändert. Dieses Ende, hat mein altes Weltbild zusammenbrechen lassen. "Keine Frau mag mich", konnte einfach nicht mehr stimmen. Das riß ganze Mauern ein und wirkte sich auch auf andere Lebensbereiche aus.
    Ansonsten wars das Liebestechnisch bis heute. Derzeit hab ich einfach keinen guten Stand bei Frauen, weil ein paar Punkte meiner Attraktivität abträglich sind. So belaß ich das jetzt erstmal darauf, ein wenig Normalität mit befreudeten Frauen zu üben. Und wenn mein Leben dann geregelte Bahnen einnimmt, kann ich mir nochmal einen Kopf um Frauen machen.
     
    #4
    Gravity, 25 August 2006

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