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Was findet ihr unmenschlicher, den finalen Rettungsschuss oder Todesstrafe?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Theresamaus, 13 März 2009.

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  1. Theresamaus
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    nicht angegeben
    In Deutschland gibt es keine Todesstrafe, aber in 12 von 16 Bundesländern gibt es den finalen Rettungsschluss für die Polizei. Der Amokläufer von Wenningen hätte auf diese Weise von der Polizei erschossen werden können, hätte dieser sich nicht selbst umgebracht und versucht weitere Passanten zu erschießen.

    Was findet ihr denn unmenschlicher? Einen Amoklöufer während der Tat durch einen finalen Rettungsschuss aufgrund des Ermessens der örtlichen Polizei (ohne Gerichtsverhandlung) zu erschießen oder nach einer ordentlichen Gerichtsverhandlung hinzurichten (Todesstrafe)?

    Das sind natürlich zwei völlig verschiedene Dinge, aber es ändert nichts daran, dass in beiden Fällen der Staat den Amokläufer tötet. Nur dass das letztere in Deutschland nicht erlaubt ist.
     
    #1
    Theresamaus, 13 März 2009
  2. tiefighter
    tiefighter (35)
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    Ich finde beides nicht unmenschlich. Zum finalen Rettungsschuss: Warum heisst er wohl so? Genau, damit weiters Uebel verhindert wird. Er kommt auch nur dann zum Einsatz, wenn alle anderen Mittel versagt haben.

    Zur Todesstrafe: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Dieses Sprichwort hat im 6-Tage-Krieg schon gegolten und sollte meiner Meinung nach auch fuer Moerder gelten. Allerdings durch humane Methoden, wie Schuss oder Gift. Die Strafen fuer Moerder sind in diesem Lande einfach viel zu gering. Nach spaetestens 25 Jahren ist man wieder draussen. :kopfschue
     
    #2
    tiefighter, 13 März 2009
  3. Theresamaus
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    nicht angegeben
    Ich finde den finalen Rettungsschuss auf offener Straße grausamer. Da weiß man nie genau wo die Kugel ihn treffen wird.
     
    #3
    Theresamaus, 13 März 2009
  4. Grottenolmin
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    nicht angegeben
    Off-Topic:
    Humane Tötungsmethoden? Ah ja... :ratlos:
     
    #4
    Grottenolmin, 13 März 2009
  5. BABY_TARZAN_90
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    Der finale Rettungsschuss ist eine äusserste Notmaßnahme, so zu sagen Tötung aus Notwehr, um unschuldige Opfer zu verhindern, und in Situationen, in welchen umgehend gehandelt werden muss.

    Die Todesstrafe wird nicht aus einer Notlage heraus vollstreckt. Unabhängig davon, ob sie jetzt grausam ist oder nicht. Sie ist eine Tötung in einer Situation, die auch ganz andere Lösungen erlauben würde.

    Off-Topic:
    @Tiefighter: Alle Kulturstaaten haben die Todesstrafe abgeschafft, und die Fachleute sind gegen ihre Wiedereinführung. Warum? Weil sie im Fall eines Irrtums nicht korrigierbar ist, weil sie erwiesenermaßen nichts nützt und weil sie das Menschenleben zusätzlich entwertet. Nach US-Erfahrungen kommt die Todesstrafe erst noch besonders teurer zu stehen.
     
    #5
    BABY_TARZAN_90, 13 März 2009
  6. Theresamaus
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    nicht angegeben
    Auch ein finaler Rettungsschuss ist nicht mehr korrigierbar. Vielleicht erschießt der Amokläufer noch weitere Menschen, vielleicht auch nicht, weil die Patronenhülse leer ist. Wenn man den Amokläufer erstmal erschossen hat und danach feststellt, ach, er hätte eh niemanden mehr töten können, ist es zu spät.
     
    #6
    Theresamaus, 13 März 2009
  7. Roo
    Roo (25)
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    Ja, aber der Polizist muss davon ausgehen, dass er weiterhin eine immense Gefahr für andere Personen darstellt, da er ja nicht weiß, ob er nicht doch noch Patronen hat. Ein Gefangener, der schon lebenslänglich bekommen hat, stellt keine Gefahr dar (im Normalfall, gab auch schon Ausnahmefälle :zwinker: ).
     
    #7
    Roo, 13 März 2009
  8. tiefighter
    tiefighter (35)
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    Hmmm, ich weiss ja nicht, wie es bei euch da drueben ist, aber "lebenslaenglich" in D heisst maximal 25 Jahre, eventuell mit anschliessender Sicherungsverwahrung. Nach diesen 25 Jahren kann der Gute munter weitermorden, vllt auch schon frueher, wenn er wegen seiner ach sooooo schweren Kindheit frueher rauskommt. Das einzige Mittel, was da abhilfe schafft: Genickschuss, rein in die Grube, Grube zu, alles Gut
     
    #8
    tiefighter, 13 März 2009
  9. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    nicht angegeben
    Was ich mal gehört habe ist, dass bisherige Todesstrafegegner sich in Todesstrafebewürworter verwandeln, falls ihnen etwas zustoßen sollte und ihre Kinder durch Amokläufer oder Sexualstraftäter umgebracht werden.
     
    #9
    Theresamaus, 13 März 2009
  10. simon1986
    simon1986 (30)
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    Das kann ich mir auch vorstellen.
    Aber das ist eben gerade ein Grund dafür, die Durchführung der Strafe nicht (wie früher zur Zeit der Blutrache) den Opfern und ihren Angehörigen zu überlassen.

    Wenn wir alle Verbrechen verhindern wollten, müssten wir auch erstmalige Täter schon vor der Tat erkennen und unschädlich machen. Und das geht natürlich nicht.

    Zum Thema: Der "finale Rettungsschuss" ist ein schlimmes weil softes Wort für die Notwehr gegen einen wild gewordenen Amokläufer. Eigentlich ist er eine Panne, denn man kann das Verbrechen dann oft nicht mehr voll aufklären. Aber er ist von zwei Übeln das kleinere.
     
    #10
    simon1986, 13 März 2009
  11. Garcon79
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    T-Maus, du vergleichst hier Äpfel mit Birnen!
    Die Todesstrafe ist eine unmenschliche, weil im Irrtumsfalle nicht mehr korrigierbare Strafe, die aus gutem Grund nach Art. 102 GG verboten ist.
    Ein finaler Rettungsschuß ist eine präventive Maßnahme, die nicht dazu dient, den Täter durch "Liquidation" zu bestrafen, sondern Gefahren für Leib und Leben anderer verhindern soll. Er ist nur dann zulässig, wenn wirklich keine andere Maßnahme Aussicht auf Erfolg verspricht.
     
    #11
    Garcon79, 14 März 2009
  12. Papier
    Gast
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    Grundsätzlich: Der Finale Rettungsschuss wird in einer Extremsitution die auf Sekunden basieren kann gefällt um direkt! eine Person zu retten. Keines davon ist bei der Todesstrafe der Fall - im Gegenteil, Prozesse bei der Todesstrafe können Jahrzehnte dauern und niemand direkt! wird daduch gerettet.

    Es sind somit vollkommen unterschiedliche Anwendungen, die eine aus der akuten! Notsituation heraus die andere aus einem sehr umstrittenden Strafrecht.
     
    #12
    Papier, 14 März 2009
  13. krava
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    Auch ich kann den Vergleich nicht ganz nachvollziehen.

    Die Todesstrafe lehne ich vollumfänglich ab!!
    Humane Tötungsmethoden wurden da bislang nie angewandt, wenn es die überhaupt gibt. Und das Resultat ist immer gleich, von daher NEIN.

    Bei so einem Amokfall wie in Winnenden gab es wohl keine Alternative als den Täter zu erschießen und ihn so zu stoppen. Niemand von uns war dabei, niemand von uns kann die Emotionen nachvollziehen. So ein Amoklauf eskaliert schnell und man muss entsprechend auch schnell handeln! Groß Zeit, um abzuwägen bleibt nicht, wenn der Täter schon über 10 Menschen getötet hat, noch wer-weiß-wieviel Munition dabei hat und auch nichts mehr zu verlieren hat.

    Und wie groß wäre das Geschrei wohl erst gewesen, wenn die Polizei ihn nicht durch den finalen Rettungsschuss gestoppt hätte und er stattdessen noch ein paar Passanten, Kinder usw. erschossen hätte?!?!?! :eek: :eek:
    Dann hätte wohl ausnahmslos jeder der Polizei vorgeworfen, dass sie zu Unrecht sein Leben geschützt hat.

    Auch die Hinrichtung des Täters würde mir mein evtl. getötetes Kind nicht zurückbringen, von daher würde es mir nicht die Genugtuung verschaffen, die ich mir vielleicht erhoffen würde.
     
    #13
    krava, 14 März 2009
  14. objekt.f
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    Finde beides nicht unmenschlich.
    Der finale Rettungsschuss wird nur angewand, wenns wirklich nicht mehr anders geht und nicht bei irgendwelchem kleinkram, sondern wenns wirklich nötig ist.
    Die Todesstrafe halte ich persönlich für humaner als Lebenslänglich + Sicherheitsverwahrung.
    Allerdings sollte der Sträfling selber darüber entscheiden dürfen
     
    #14
    objekt.f, 14 März 2009
  15. musicus
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    "why do we kill people to show killing people is wrong?"
     
    #15
    musicus, 14 März 2009
  16. CCFly
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    naja es geht hier ums töten von menschen, das ist ja schonmal nicht besonders menschlich oder? und wenn der täter bei nem amoklauf getötet wird, dann geschieht das doch zum schutz der anderen menschen. also nachvollziehbar. bei der todesstrafe gehts ja daraum, nen bereits inhaftierten menschen umzubringen, was ja eigtl schon ziemlich überflüssig ist, er richtet ja keinen schaden mehr an. vorausgesetzt er ist lange genug inhaftiert, um keinen schaden mehr anzurichten. außerdem gibts ja immer noch die möglichkeit, dass der inhaftierte unschuldig verurteilt wurde.
     
    #16
    CCFly, 15 März 2009
  17. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    nicht angegeben
    Das mit unschuldig ist so ne Sache.
    Wenn Tim K. lebend verhaftet worden wäre, hätte er in den USA ne Todesstrafe gekriegt. Und da will jemand sagen, er könnte evtl. unschuldig verurteilt worden sein?
     
    #17
    Theresamaus, 15 März 2009
  18. BABY_TARZAN_90
    Sehr bekannt hier
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    Niemand sagt, dass nicht auch zweifelsfrei Schuldige verurteilt werden. In solchen Fällen macht das Irrtumsargument gegen die Todesstrafe tatsächlich keinen Sinn.
    Aber die Schwere der Strafe darf nur von der Tat und den Tatumständen abhängen - und nicht davon, ob Zweifel an der Täterschaft bestehen.
     
    #18
    BABY_TARZAN_90, 15 März 2009
  19. CCFly
    CCFly (36)
    live und direkt
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    ich meinte das allgemein, nicht auf den amokläufer bezogen.
     
    #19
    CCFly, 16 März 2009
  20. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    So sehe ich das auch.

    Der finale Rettungsschuss ist in meinen Augen nur Notwehr für eine Person, die sich selbst nicht wehren kann - von daher völlig in Ordnung, um weitere Morde, etc. zu verhindern.

    Aus Sicht eines verurteilten Täters fände ich es wohl angenehmer, zu sterben, als lebenslang und ohne Hoffnung auf Freilassung eingesperrt zu werden. Ich gehe sogar so weit, zu sagen, dass zweiteres aus einem Täter eine extrem gefährliche tickende Zeitbombe machen kann, da ihm sein Leben nichts mehr Wert ist und er evtl. alles versuchen könnte, sich selbst umzubringen oder auch mit extrem brutalen, nahezu chancenlosen und für ihn und Andere lebensgefährlichen Aktionen wieder in die Freiheit zu gelangen.
    Von daher bin ich auch für einen freiwilligen Tod als Alternative zur lebenslangen Haftstrafe mit Sicherheitsverwahrung.
     
    #20
    User 44981, 16 März 2009

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