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  • prof_kai
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    nicht angegeben
    30 Juni 2012
    #1

    Was haltet ihr von diesen "Frauen-Verstehen" Büchern ?

    Hier habe ich mal zwei gut bewertete Bücher zum Thema "Frauen+Verstehen" auf Amazon.de gefunden:

    [ame=http://www.amazon.de/Wie-Frauen-ticken-Fakten-Frauenversteher/dp/344215457X/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1341069142&sr=1-2]Wie Frauen ticken: Über 100 Fakten, die aus jedem Mann einen Frauenversteher machen[/ame]

    Lob des Sexismus: Frauen verstehen, verführen und behalten

    Was hält ihr von solchen Büchern ? Sind diese eigentlich
    empfehlenswert ?
    Habt ihr so etwas selbst schon mal gelesen und euch gewundert,
    dass es tatsächlich so ist ?

    (So als Ergänzung für die gesammelte Erfahrung wäre es doch super,
    falls es hier nicht um Abzocke geht.)

    Vielen Dank für eure Meinung.

    lg Denni
     
  • User 106548
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    30 Juni 2012
    #2
    Großes, leichtverständlches, massenkompatibles (damit leicht verkaufbares) Bla-Bla, mit dem Menschen, die zu blöd oder zu ignorant sind, andere Menschen richtig zu verstehen, eine pseudo-wissenschaftliche Step-by-step Anleitung für ein glücklichers Liebesleben aufgescwhatzt wird.
    Nur leider lassen sich Menschen und die Realität nicht in grobe Kategorien packen.

    Gehe lieber raus ins Leben, schalte Augen, Ohren, Hirn und Gefühle an und Du kannst Dir das Geld sparen und hast sogar noch Spaß dabei.
     
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    30 Juni 2012
    #3
    "Lob des Sexismus" habe ich selbst gelesen. Teilweise ist es mir wirklich sauer aufgestoßen, weil man wirklich das Gefühl hatte, der Autor sieht Frauen eher als naive Dummchen, die geil aussehen müssen und machen müssen, was der Mann sagt. Und wenn sie nicht nach seiner Pfeife tanzen, sucht er sich eben ein neues Chick.
    Es gibt sicherlich Bücher, die helfen können, an der Persönlichkeit zu arbeiten, die Anregungen enthalten, wie es leichter fällt, auf Menschen zuzugehen, etc., aber das oben genannte gehört nicht dazu.
     
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    30 Juni 2012
    #4
    Erlaube mir, meine Ansicht zu diesen Büchern, wie allen Ratgebern, und besonders "Lob des Sexismus" in einem Smiley auszudrücken, den ich zu Ehren dieses """"Buches"""" Lob des Sexismus getauft habe:

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  • User 36171
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    30 Juni 2012
    #5
    Nicht viel. Ich denke, dass man kostengünstiger (sprich kostenlos), weniger ideologie-gebunden (!) und persönlicher ähnliche Ratschläge auch im Internet oder im Gespräch mit Freunden findet. Ich finde Männer, die glauben, sie wären der Held, weil sie ein Buch gelesen haben und dessen unendlich langweilige Klischees überall wiedersehen, ziemlich unsympathisch.
     
  • Sit|it|ojo
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    30 Juni 2012
    #6
    Was will man(n) mit Frauenversteher-Büchern? Warum überhaupt muss man sich die Idiologie aufsetzen lassen, Frauen verstehen zu wollen? Wenn, dann will ich mein Gegenüber verstehen, dies aber nicht auf ein Geschlecht runtergebrochen. Ich habe Lob des Sexismus nicht gelesen und andere Ratgeber ebenfalls nicht, da mir der Sinn reine Geldmacherei ist. Da mögen ja hilfreiche Tips drin stehen aber wohl im völlig falschen Kontext. Das Geld kann man eher in Freizeitaktivitäten investieren, wo man andere Leute kennen lernen kann.

    Versteh nicht warum viele Kerle immer der Meinung sind man müsse die Frau verstehen. Viel mehr ist es doch so, das man sich selber verstehen muss. Die Fragen die man dort an Frauen stellt, die sollte man erstmal an sich stellen und genau herausarbeiten wer man überhaupt ist. Was gefällt mir, was ist mir wichtig, ist es zwangsweise erforderlich eine breite Masse anzusprechen mit seinem Verhalten, Kleidungsstil etc.? Ich kann diese ganze Fragerei über das andere Geschlecht nicht nachvollziehen. Was juckt es mich ob 60% der Frauen auf geile Oberkörper stehen oder den Gentleman Himself haben wollen? Ich bin auf der Welt um mich glücklich zu fühlen und das Leben zu leben was ich mir selber aussuche. Nicht was mir andere vorschreiben wollen um mehr Erfolg im leben zu haben. Was nützt es dir, wenn du die Blonde, vollbusige Bardame am Abend abschleppst wenn sie garnicht dein Typ ist? Was bringt es dir, wenn Ratschläge und Tips dein Ich so sehr verzerren, dass du dich wenig später fragst wer du überhaupt bist oder ob du das gerade überhaupt bist?

    Wenn mehr Leute mal zu sich selber stehen würden, zu ihren Fehlern, Macken und Eigenarten, dann bedürfte es auch nicht solcher Ratgeber. Wenn mir eine Frau sagt das und das passt mir ihr nicht an mir, naja dann ist das so. An der nächsten Ecke gibts noch 100 andere die vielleicht genauso sind wie ich oder ähnlich. Wo ich aber nicht anfangen muss mich für zwei Titten und bissel Sex zu verbiegen. Wenn ich eine Frau kennen lernen will, dann will ich das auch aus genau dem Grund. Nämlich sie selber kennen lernen. Sie ist für mich kein reduziertes Fickobjekt was ich jetzt manipulieren muss um Abends zum Stich zu kommen. Sondern ich schätze sie als attraktiven Charakter ein, der wo möglich meinen Horizont erweitern kann.

    Ich halte diese Dinge für absolut daneben aber so lange wie es diesen Markt gibt wird das Publikum was diese "Bibeln" benötigt auch nicht kleiner. Der Weg in Buchladen ist doch viel einfacher, als sich mit seiner eigenen Persönlichkeit im vollen Umfang auseinander zu setzen. Männer die Frauen lediglich auf ihre sexuelle Attraktivität reduzieren sind arme Menschen für mich und die werden auch nie in den Genuss kommen, was es bedeutet wenn man sein Gegenüber Wertschätzen kann. Ich mag vielleicht die dargestellte Dominanz noch befürworten aber niemals so respektlos wie es oftmals getätigt wird. Wie will man Respekt von einer Frau fordern, wenn man sie als respektloses Fick-Objekt sieht?

    Die Frauen, die sich gerne so reduzieren lassen mag es geben aber ich denke das stellt klar die Minderheit da. Mit diesen Büchen magst du beschriebene Frauen flachlegen können, die werden dir aber keinesfalls mehr Qualität geben als bis zur Bettkante :zwinker: Wer sich damit zufrieden gibt, der soll den Weg gehen, meiner ist es definitiv nicht.
     
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  • many--
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    30 Juni 2012
    #7
    Lustig, dieses Buch heißt tatsächlich im Untertitel: "...Frauen verstehen, verführen und behalten"? ... Ich glaube, es gibt ein Wort für ein solches Menschenbild, es fällt mir nur gerade nicht ein...
     
  • User 32843
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    30 Juni 2012
    #8
    Ich bin prinzipiell der Meinung dass wir nicht von "Frauen" und "Männern" umgeben sind, sondern von anderen Menschen, die an und für sich recht individuell sind.

    Wenn mir also jemand ein Buch verkaufen möchte, das verspricht, dass ich alle Menschen (immerhin fast 7 Milliarden) damit komplett verstehen kann... :grin::grin::grin:

    Im Allgemeinen: wenn ich mich für einen anderen Menschen wirklich interessiere, dann brauche ich keine Drei-Tage-Regel, keine Tipps über wie ich ihn/sie innert 6 Stunden ins Bett kriege, etc., weil dann liegt mir ja etwas an den individuellen Eigenschaften dieser Person, und nicht an denen die sie sich mit vielen anderen Menschen teilt.

    Also: wenn ich Massenware/Austauschbare Menschen bevorzuge: ja, kann helfen. Wenn ich mich individuell mit einer Person auseinandersetzen möchte: totaler Mumpitz. Ich bin für letzteres :smile:
     
  • KillPhil78
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    30 Juni 2012
    #9
    ……
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 18 Mai 2014
  • User 29377
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    nicht angegeben
    30 Juni 2012
    #10
    Gut, ich hatte sowas selbst noch nie in der Hand, daher kann ich nur einen Eindruck schildern.

    Dieser sagt mir, dass das oft wohl Machwerke sind, die entweder
    a) absolut Blinden Offensichtlichkeiten vorkauen, oder
    b) "die Frauen" (oder was auch immer die Autoren genau mit dem Begriff sagen wollen) als eine Art Kollektiv betrachten. Ähnlich solcher Tiersokus à la "Der gemeine Bergmolch ernährt sich vorwiegend von blablabla ...".

    ==> Wohl größtenteils völlig albern. :rolleyes:
     
  • xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    1 Juli 2012
    #11
    Ich habe "Lob des Sexismus" gelesen und mag das Buch. Es hat mir bei meiner Persönlichkeitsentwicklung und bei dem Verständnis von Mann und Frau geholfen.
     
  • MsThreepwood
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    1 Juli 2012
    #12
    Für Menschen, die ungern reflektiert denken und sich im Vorfeld für ihre Entwicklung von einem "Buch" Tipps holen müssen: Super!!

    Für Menschen, die noch halbwegs Verstand besitzen: Ich schliesse mich chelles Smiley an.
     
  • Dark84
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    2 Juli 2012
    #13
    Wo wir gerade bei unreflektiert sind: Schade, dass viele hier genanntes von sich geben. Ich hab LdS von einem Bekannten ausgeliehen bekommen, habs auch noch nicht ganz durch. Vor allem Aussagen wie:

    Sorry, wer noch nie eins dieser Bücher auch nur gelesen hat, finde ich es massiv anmaßend, eine solche Quintessenz daraus schließen zu wollen. Es ist ebenso oberflächlich, wie man es dem Buch selbst zuzuschreiben versucht. Im Vorwort selbst sagt dieses Buch nämlich: "Ein endloses Enigma wartet darauf, von dir entdeckt und erfahren zu werden. Hoffe nicht, es jemals vollständig lösen zu können!". Zumal du die Aspekte des Buches selbst ansprichst, was wiederum darauf schließen lässt, dass du nicht den blassesten Schimmer hast, was da überhaupt drin steht.

    Aber es ist immer wieder bemerkenswert, dass Leute sich allein vom Thema und Überschrift an sich abschrecken lassen. Denn dort fängt das Buch nämlich an und zwar Arbeit an seiner eigenen Persönlichkeit. Es könnte etwas in diesem Buch stehen, was mein Ego verletzt. Eine Situation wird dort vielleicht beschrieben, die ich auch mal erlebt habe und das Buch sagt mir, ich hab mich wie der erste Mensch dort verhalten. Naja, vielleicht ist dieses Buch dann wirklich zu harter Tobak und sie sollten eher "Who moved my Cheese" lesen.

    Trotzdem...

    Ich möchte die Einleitung des Buches hier mal zum Besten geben:


    Vorwort
    Die größte Unbekannte eines Buches bist du, der Leser. Darf ich Vermutungen äußern?
    Erstens: Du bist jung. Jung wie in „Was zum Teufel fange ich mit meinem Leben an?“ oder „Wer um alles in der Welt war Sid Vicious?“ (Und nicht wie in „Was siehst du mich so an? Das ist wie Billard spielen mit einem Seil, Schätzchen!“ oder „Noch zwei, drei Mal das Pensi-onsalter erhöhen und ich kann wieder in die Dorfdisko.“) Das ist fast ein wenig schade. Von dieser Lektüre würden auch Männer profitieren, die dem Leben auf Erden schon weitaus länger dienen. Denn die Erfahrung zeigt, dass die Altersweisheiten der Männer über das andere Geschlecht einen enttäuschend resignativen Charakter haben.
    Zweitens: Du bist ein Mann. Dies ist schließlich keins der Bücher, die Tante Edeltraut ihren Cousinen bei Kaffee und Kuchen empfehlen würde. Auch die Möglichkeit, dass dir mein Werk als Klassenlektüre in einem Mädcheninternat oder als Gratisbroschüre im Warteraum einer Gynäkologenpraxis unterkommt, halte ich für vernachlässigbar.
    Und drittens: Du hast, mehr oder weniger und im weitesten Sinne, Probleme mit Frauen. Probleme mit Frauen wie in „Für eine überschüssige Libido bräuchte ich von Rechts wegen einen Waffenschein“ oder „Schwanzfutter gibt’s nicht in der Tierhandlung“. Was, und davon wird noch die Rede sein, soviel bedeutet wie: Du hast Probleme mit dir selbst.
    Gut getroffen? Nein? So ging es jedenfalls dem Autor vor einigen Jahren, der sich deshalb einen weiteren gewagten Schluss zutraut: Du, lieber Leser, möchtest ebenso wie ich damals und heute die schönsten, klügsten, zärtlichsten, zartesten, einfühlsamsten und humorvollsten Frauen (sowie viele, auf die das nicht unbedingt zutrifft) kennen lernen, verführen und schließlich mit deinem dritten Fuß bekannt machen, woraufhin du sie so lange behältst, wie du es Kraft deines Körpers und Geistes kannst beziehungsweise willst.
    Mit großer Wahrscheinlichkeit aber willst du vor allem dieses eine Mädchen, diese eine Lichtgestalt, diese eine Göttin endlich besitzen, deren Traumbilder dir in den schlaflosen Nächten deiner Jugend wohltuend grausam den Hals und anderes gewürgt haben. (Falls nur den Hals, bitte sofort in Kapitel 3 über den Madonna-Hure-Komplex weiter lesen!) Jawohl, die Rede ist von dem Mädchen, das du liebst, seit Onkel Robert damals den Terrier seiner kessen Nachbarin Rosalie vergiftete und du gemeinsam mit Rosalies Tochter (Oh Göttin!) im Kindergarten den Leichenzug organisieren musstest. Oder zumindest ihre Nachfolgerin. Weißt du, wen ich meine? Hast du ihr Gesicht vor dir?
    Ja, in diesem Buch geht es um Frauen und wie man sie verführt. Nein, dieses Buch alleine kann aus dir keinen neuen Casanova machen. Ohne dein Zutun bringt es dich genauer gesagt keinen einzigen Schritt weiter. Du kannst hunderte Bücher kaufen und dir von ihnen den richtigen Umgang mit Frauen dozieren lassen – wenn du hinterher bloß zum Wichsen unter die Dusche gehst, ist nichts gewonnen. Entscheidend ist also, was du draus machst (du weißt schon, so wie beim LSD, dem Kommunismus und beim Hartweizengrieß). Und was bedeutet das, etwas daraus zu machen?
    Es heißt, dass du deinen Arsch hochkriegst. Es heißt, dass du rausgehst und genau das tust, wovor du dich am meisten fürchtest. Es bedeutet, deine Masken abzulegen und gegen die Sonne anzublinzeln, auch wenn es anfangs brennt wie die Hölle. Das alles kann ich nicht für dich tun. Das kann, genauer gesagt, niemand jemals für dich tun. Frauen zu verführen schei-tert daran, woran auch ein glückliches Leben scheitert: An der Angst.
    Worum geht’s hier also wirklich? Um Aufmunterung und Mutmache. Um einen dezenten Tritt in den Arsch. Um die Hoffnung, dass ich dir, lieber Leser, ein selbstbestimmtes Leben schmackhaft machen kann. Ich habe dafür den denkbar verführerischsten Köder an den Ha-ken genommen. Jetzt musst du nur noch anbeißen. Die Kunst der Verführung verweist wie unzählige andere Disziplinen am Ende auf eine Kunst der Lebensführung selbst, und die Welt braucht Männer von der Art, wie du einer werden könntest (und Frauen, wie du sie wirst haben können).
    Obwohl es für das Verständnis des Buches irrelevant ist (eine Handvoll nützlicher Fachaus-drücke habe ich verwendet, sie werden im Glossar am Ende des Buches und im Text an pas-sender Stelle erklärt) und keine Vorkenntnisse erforderlich sind, möchte ich darauf hinwei-sen, dass ich dieses Buch als Mitglied der PickUp&Seduction-Community schreibe, die gegen Ende der Neunziger Jahre in den USA entstand und sich vorwiegend per Internet austauschte. Erst vor kurzer Zeit gelangte die Kunde von den selbsternannten Profi-Aufreißern durch Neil Strauss‘ Bestseller The Game (deutsch: Die perfekte Masche) nach Mitteleuropa. Die hiesigen Internet-Foren, denen die wenigen deutschsprachigen Eingeweihten bis dato den Charakter einer schmalen Untergrundszene verliehen hatten, begannen sich plötzlich zu fül-len. Viele der interessierten Neuankömmlinge machten mit der Hilfe alteingesessener PUAs (Pick Up Artists, zu deutsch etwa: Verführungskünstler) die ersten Schritte auf dem Weg zum Erfolg mit Frauen. Doch die unzähligen frei zugänglichen Techniken, die gedruckt mittlerwei-le Bibliotheken füllen würden, konnten viele angehende PUAs nicht zufrieden stellen. Was sie zu hören bekamen, waren bloße Anleitungen zum Sex, und sobald sie dieses Ziel erreicht hatten, waren sie im Umgang mit Frauen auf sich alleine gestellt und wurden dabei häufig von einer bitteren Wirklichkeit eingeholt. Denn zentrale Aspekte des (Zusammen-)Lebens mit Frauen, wie etwa Liebe, Treue, Verlustangst oder Eifersucht, bleiben in der Lehre der Verführungskünstler häufig außen vor; bisweilen hat es sogar den Anschein, dass eine unausgesprochene Regel sie zum Tabu macht. Andere sehen die Verführungskunst sogar als eine Art Rache an den Frauen. Es steht kein Denkmodell zur Verfügung, dass die Bedeutung dieser starken und elementaren Gefühle erklären kann. Immer öfter fragen sich Mitglieder der Community: Wozu das alles, letzten Endes? Diese Frage ist nicht zufällig kennzeichnend für Tätigkeiten, die uns langweilig sind, keine starken Gefühle auslösen oder uns sogar ab-stoßen. Nur einige wenige scheinen einen Weg gefunden zu haben, dauerhaft mit Frauen glücklich zu werden. Leider gehören sie nicht zu den lautesten Stimmen an den mittlerweile weitgehend von kommerziellen Interessen durchdrungenen Treffpunkten der PUAs.
    Die Community ist auf einem Auge blind. Sie abstrahiert von Gefühlen oder ist bestrebt, sie zu unterdrücken oder zu verdrängen, um das erreichen zu können, was sie Erfolg bei Frauen nennt. Die Folge ist, dass sich irgendwo zwischen phase shift und kiss close, zwischen limiting belief und pattern blindness plötzlich eine bedrückende Orientierungslosigkeit breit macht.
    Ich weiß nicht, wie du das siehst, lieber Leser. Aber sind Gefühle nicht der eigentliche Grund, warum wir mit Frauen Umgang haben wollen? Ich für meinen Teil möchte mich nicht emoti-onal kastrieren, wenn ich zum Weibe gehe. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die An-häufung möglichst vieler Vollzüge der finale Zweck jener Kraft sein soll, die Menschen zu den großartigsten Kunstwerken inspiriert hat, Königreiche gestürzt hat und über die schönsten Geschichten erzählt werden, die es gibt. Ein endloses Enigma wartet darauf, von dir entdeckt und erfahren zu werden. Hoffe nicht, es jemals vollständig lösen zu können!
    Als meine Freunde und Kollegen aus der Community begannen, mich mit ihren Beiträgen und Fragen zu einer umfassenderen Darstellung meiner Ansichten anzuregen, dachte ich noch daran, einen „Beziehungsratgeber“ zu schreiben, ohne zu erkennen, dass es sich bei dem Wort Beziehung nur um ein erlerntes und damit schwer bedeutungs- und zwangsbelas-tetes soziales Konstrukt handelt, das einem tieferen Verständnis dessen, was zwischen Mann und Frau wirkt, im Wege steht. Erst während der Arbeit an Lob des Sexismus wurde mir voll-ständig klar, dass die scharfe Unterscheidung von Verführung und anschließender glücklicher Partnerschaft nicht zu rechtfertigen ist. Beides gelingt mit denselben Techniken, folgt den-selben Gesetzen. Verführung ist das gekonnte Spiel mit einer Magie der Natur, die von all den mühsam gezimmerten Begriffen von Partnerschaft bis Seitensprung nichts weiß. Es spielt somit eine erstaunlich geringe Rolle, ob du diesen Text als langjähriger Ehemann und Vater liest, der nichts weiter will, als mit seiner Frau bis ans Ende seiner Tage in Glück zu leben, oder als junger Aufreißer, der das kleine Gretchen von nebenan nach Hause geleiten will. Beziehungen sind bloß Verführungen, denen wir ab einem gewissen Zeitpunkt einen anderen Namen geben. Der Verführer behält seine Partnerin, wenn er es auch nach langen Jahren noch versteht, sie zu verführen. Das mag für erfahrene PUAs sogar die wichtigste Information dieses Buches sein.
    Nun aber Schluss mit dem Expertentalk für Eingeweihte. Es soll in diesem Buch der Versuch unternommen werden, zu einem umfassenden Verständnis der Verführungskunst in Theorie und Praxis zu gelangen. Das Ziel ist ein Modell, das nichts mehr ausklammern und fürchten muss, und das den grundsätzlichen Mechanismen der Anziehung und der Liebe Rechnung trägt – ohne zu verhehlen, dass wir sie niemals vollständig werden ergründen können und ohne zu leugnen, dass der richtige Umgang mit Frauen nur ein (wenn auch häufig schreiend neonfarbener) Pinselstrich in jenem tragischen Gemälde unserer Existenz ist, das wir uns entweder demütig von anderen hinkritzeln lassen oder das wir selbst malen können, wenn wir den Mut dazu haben.
    Also. Lies dieses Buch, denk ein bisschen drüber nach und wirf es dann von mir aus ins Feuer, ehe du in Zentralasien beim Wiederaufbau der Opium-Wirtschaft hilfst.
    Bleibt noch etwas zu sagen, ehe wir ins Detail gehen? Ach ja, die obligatorische Warnung für Schnellerschrockene. Vieles, was du hier lesen wirst, wird dich überraschen. Vieles wirst du kaum glauben können. Und vieles wird deiner sozialen Programmierung ein paar veritable blue screens of death bescheren. Vorsicht ist geboten. Die harten Fakten über Männer und Frauen lesen sich nicht so stromlinienförmig wie der aktuelle Knigge. Was würde der Stein-adler sagen, den du neulich im Fernsehen dieses süße Häschen hast zerfleischen sehen? Er würde sagen: Ich habe die Regeln nicht gemacht. Mache ich mich schuldig, bloß weil ich sie genieße?
    Wenn du in dieser Hinsicht übersensibel bist und obendrein zu übereilten Schlüssen neigst, solltest du dieses Buch beiseite legen und über einen anderen Verwendungszweck dafür nachdenken. Ich darf an dieser Stelle auf den verblüffend hohen Brennwert von Papier hin-weisen. Durch die geringe Dichte des Buchblocks scheint auch ein Einsatz als Isoliermaterial nicht völlig ausgeschlossen. Hör dich ein bisschen um. Irgendjemand baut immer.
    Der Sexismus, den ich lobe, ist unpolitisch und unmoralisch. Er steht nicht im Widerspruch zu Gleichbehandlung und –berechtigung in der Rechtsprechung oder am Arbeitsmarkt. Er taugt nicht zur Rechtfertigung von Unterdrückung, Ausbeutung oder Gewalt gegen Frauen. Er ist die mythische Kraft hinter der Liebe. Er ist primär, natürlich und unausrottbar, eignet sich zur Ekstase wie zum Selbstmord. Du kannst ihn fühlen, wenn du einer Frau, die du begehrst, in die Augen siehst. Dieses Buch lehrt nichts weiter, als seine Gesetze zu verstehen und sich seine besten Seiten zu Nutze zu machen.
    Es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Ihn verdrängen, heißt leiden. Ihn spüren, heißt lieben. In verstehen, heißt verführen. Denn nirgendwo fällt dieser Unterschied so schwer ins Gewicht wie dort, wo sich die Geschlechter am nächsten kommen: In der Liebe, in Beziehungen und beim Sex.
     
  • bike4444
    bike4444 (21)
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    2 Juli 2012
    #14
    naja ich halte nicht viel von weil jede frau anderst tickt. deswegen findet man da zu 80% den inhalt der bücher im netz.
     
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  • User 48403
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    2 Juli 2012
    #15
    Ich habe mir mal so einen "Ratgeber" durchgelesen, und mein Fazit daraus: Ich schliesse mich Mark11 in allen Punkten an.
    Der Begriff "Frauenversteher" ist an sich schon unlogisch resp. falsch. Frauen kann man als Mann nun mal nicht verstehen, daran ändern auch Schmöker nichts, ausser dass sie dem Käufer das Geld aus der Tasche ziehen.
    Man kann halt mit allem Geld machen, und das meiste Geld wird nun mal mit der Arglosigkeit/Unwissenheit gemacht.
     
  • User 29904
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    2 Juli 2012
    #16
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    2 Juli 2012
    #17
    Ich fand LdS ganz lustig, bis ich gemerkt habe, dass das keine Satire ist und Leute das wirklich ernst nehmen :ratlos:
     
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  • User 29904
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    2 Juli 2012
    #18
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  • User 48403
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    2 Juli 2012
    #19
    Erfahrungssache.
    Mir jedenfalls ist bisher noch keine Frau begegnet, welche ich wirklich verstehen konnte.

    Aber möglicherweise denke ich auch zu kompliziert und merke gar nicht, dass Frauen eigentlich recht einfach zu verstehen sind.....
     
  • User 77547
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    2 Juli 2012
    #20
    Solche Bücher sind m.E. absolut überflüssig, weil sowieso nur "Klischees" verbraten werden.

    Manche Menschen "verstehe" ich besser, manche weniger. Das lässt sich auch nicht an deren Geschlecht festmachen.

    P.S. Es sollte sich außerdem doch inzwischen rumgesprochen haben, dass in praktisch allen psychologischen Variablen die Varianz INNERHALB der Geschlechter größer ist als ZWISCHEN den Geschlechtern. Wer das kapiert hat, der braucht auch keine Geschlechter-Ratgeber mehr und legt auch sonst alle Bücher gleich wieder weg, wo "Frauen", "Männer" und Dinge wie "Einparken" im Titel vorkommen.
     
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