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  • Einsamer Wolf
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    13 Januar 2008
    #1

    Was ist aus dem Volk der Denker geworden?

    Servus,

    langsam Frag ich mich Ernsthaft was aus Deutschland wird. Von mehreren Leuten die ich kenne, die an verschieden Unis/FHs studieren, hör ich fast immer das selbe. Und zwar wird der "Andrang" auf technische Studienfächer immer weniger.
    Bei meinem Kumpel an der Uni war letzte Woche tag der offenen Tür. Von über 3500 Leuten haben sich grad mal 20 fürn Studiengang Elektrotechnik interessiert, aber fürn Sozial*irgendwas warns allein 1200 Leute.
    Bei uns an der FH warens auch ähnliche Werte.
    Andere Leute die ich kenne bestätigen alle samt auch diese Entwicklung.

    Wer soll bitte Deutschland technisch nach vorne bringen, wer soll noch was entwickeln, wie Grundig und Co.

    Wenn das so weitergeht wird Deutschland noch ein sozialbescheuertes Land. Ist doch blos noch verrückt.
    Ich sehs ja schon an jüngeren die ich kenne...da wird eigentlich keine Zeit mehr damit verbracht das Mofa zu frisieren, Fahrräder zu richten, irgendwelche Sachen aus Holz basteln. Nur noch PC, Console und solche Medien sind in...ist echt traurig.

    Schildert mal euren Eindruck von dem ganzen.
     
  • crimson_
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    13 Januar 2008
    #2
    Off-Topic:
    Hab selbst was "Sozialbescheuertes" studiert. Von mir kannst Du keine Antwort erwarten, denn zu den Denkern gehöre ich wohl nicht :engel:
     
  • User 16687
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    13 Januar 2008
    #3
    Es war ja auch das Land der Dichter und Denker :grin:

    Sind also Menschen, die nichts technisches studieren weniger Denker? Und können also nur Techniker das Land nach vorne bringen?
     
  • Joppi
    Gast
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    13 Januar 2008
    #4
    Von meinen männlichen Freunden studieren fast alle was technisches oder naturwissenschaftliches. Kannst du das was du sagst empirisch belegen?

    Und was das jetzt mit Mofa frisieren zu tun haben soll verstehe ich auch nicht. Das eine hat mit dem anderen doch nicht unbedingt was zu tun....

    Dass es in dem Bereich einen Fachkräftemangel gibt, ist allerdings wahr.
     
  • brainforce
    brainforce (35)
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    nicht angegeben
    13 Januar 2008
    #5
    Es hat eben jeder andere Interessen so einfach könnte man es sagen... und das Interesse für tech. Berufe scheint heutzutage eben nicht mehr so hoch zu sein aus welchen Gründen auch immer.
     
  • User 64981
    User 64981 (30)
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    vergeben und glücklich
    13 Januar 2008
    #6
    Find ich auch nich gut, dass die alle in den sozialen Bereich wollen :frown: nachher is für mich nixmehr da *stampf*

    Im Ernst : Ich glaube eher, dass der soziale Bereich durch ein paar mehr Studienfächer nun einfach interessant geworden ist - und ich vermute ebenso, dass der Großteil der Interessenten für den sozialen Bereich weiblicher Natur waren.
    Es interessieren sich schon noch sehr viele für Technik. Nur gehn die dann an bestimmte Unis dafür - welche auch immer das sein mögen...
    Andererseits is auch gut möglich, dass sich viel mehr anmelden werden, als jetzt aus Interesse mal da waren. :smile:
     
  • Einsamer Wolf
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    13 Januar 2008
    #7
    Ja aber durch Dichter kommen wohl keine neuen Technologien Zustande. Woher soll die zukünfige Stromversorgung kommen, Mobilität etc. Es gibt genug Probleme, die wohl nicht durch Gedichte zu lösen sind.

    @elevin
    Ich will niemanden beleidigen oder so, aber für mich gibts blos Technik und Naturwissenschaften. Der Rest hat für mich sehr den Beigeschmack von Voodoo...

    @Joppi
    Empirisch belegen kann ich nichts. Woher sollte ich auch an die Daten kommen. Ich schilder halt bisher meine Erfahrungen und auch das was immer von den Profs kommt wenns in lockerer Runde um solche Themen geht.
    Und für mich hat sowas wie Mofafrisieren schon was damit zu tun, denn da gehts schon darum das man sich mit Technik im allgemeinen ausseinandersetzt. Sowas vermiss ich bei der heutigen Jugend irgendwie.
     
  • Silverfish
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    nicht angegeben
    13 Januar 2008
    #8
    Ich verstehe das Problem ehrlich gesagt nicht so ganz. Die meisten Menschen studieren das, was sie interessiert. Man kann doch niemanden zwingen, etwas zu studieren, das gar nicht seinen Interessen entspricht. Wenn du alles außer Technik für Vodoo-Zauber hältst, dann ist das deine Sache. Dass es derzeit zu wenig ausgebildete Ingenieure gibt, ist eine Tatsache, aber viele befinden sich noch in der Ausbildung und es gibt nach wie vor genug Wissenschaftler und Facharbeiter in technischen/naturwissenschaftlichen Bereichen, die dafür sorgen, dass wir auch in Zukunft keine Probleme mit der Stromversorgung bekommen werden (dazu tragen eher die schwindende Erdölreserven der Erde bei). Das wir vor dem Abgrund stehen, weil nicht jeder sein Mofa frisiert, halte ich allerdings für ein Gerücht.
     
  • crimson_
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    vergeben und glücklich
    13 Januar 2008
    #9
    Off-Topic:
    Ich möchte auch niemanden beleidigen, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich von einem "Denker" halten soll, der Wissenschaften, die ihn nicht interessieren und die über seinen streng naturwissenschaftlichen und technischen Horizont hinaus gehen, als Voodoo abtut…

    Egal, das ist ja nicht das Thema.
     
  • Spiderprincess!
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    vergeben und glücklich
    13 Januar 2008
    #10
    Sozial Berufe sind Zukunftsberufe. Ich verstehs vollkommen dass sich viele dafür entscheiden.

    Ich bin zwar Lagerlogistikerin (Ebenfalls ein Zukunftsberuf) werd aber nach meiner Lehre umsteigen auf Krankenschwester. :zwinker:
     
  • Joppi
    Gast
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    13 Januar 2008
    #11
    Ich habe meinen Roller frisiert :schuechte und hatte keine Lust auf einen technischen Beruf :zwinker:

    Zur Empirie. Hierfür sollte es sehr leicht sein Daten zu finden. Schau dir einfach die Zahl der Studienanfänger bei den einzelnen Studienfächer in den einzelnen Jahren an. Hatte sone Statistik schon des öfteren in der Hand, die gibts also. Kannst sie ja mal suchen, wenn dich das Thema so sehr interessiert :zwinker: Ich bin mir fast sicher, dass sie deine "Theorie" wiederlegen wird..
     
  • el_wayne
    el_wayne (33)
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    13 Januar 2008
    #12
    Tja, das Land der Denker... Ups, da ist wohl was runtergefallen, Goetheschillerhölderlinhesseundso liegt jetzt traurig in der Ecke. Arme Dichter, nicht einmal in dieser schönen Umschreibung unseres Landes kommen sie noch vor, dabei war der Stabreim doch so schön.

    Ja, die Denker... Klar, da waren ein paar große Naturwissenschaftler dabei. Andererseits: Kant, Feuerbach, Marx, Habermas! Naja, die haben wohl nicht gedacht (Und wer braucht die schon? Sind ja nur Philosophen, vulgo Schwätzer). Und dann Luther, Schindler, Luxemburg, Lessing, Staufenberg, die Geschwister Scholl, Duden, Brandt, Dutschke, (EDIT 15.01.: Schwarzer nicht zu vergessen!) ... Alles Vorreiter und Exponenten eines "sozialbescheuerten Deutschlands"!

    Gegenfrage: Wer bringt uns voran, wenn wir auf der Welt nur noch einen technisierten, gewinn- und wettbewerbsorientierten Materialismus haben? Daran wird das Land nämlich bestimmt nicht gesunden...
     
  • dj6239
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    Single
    13 Januar 2008
    #13
    Dichter & Denker?

    Die sich Big Brother und Uri Geller ansehen? :wuerg:
     
  • Schildkaempfer
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    13 Januar 2008
    #14
    Nein, nicht mal gewinnorientiert. Denn das ist wirtschaftliches Gedankengut und die Wirtschaftswissenschaften gehören zu den Sozialwissenschaf...äh, Vodoowissenschaften.

    So eine Einstellung führt dazu, dass z.B. Atombomben gebaut werden, nicht weil wir welche brauchen, sondern weil wir es können. Nur sind dann keine Leute mehr da, die sich Gedanken über die Folgen machen. Macht nix, ist ja nur Sozialgewäsch.

    Eine Gesellschaft lebt nun mal von der Vielfalt... uups, jetzt habe ich wieder gedacht, sorry.
     
  • User 67771
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    13 Januar 2008
    #15
    Off-Topic:
    Ich stimme deinem Beitrag inhaltlich zwar hundertprozentig zu, aber was hat denn Stauffenberg in dieser Reihe zu suchen?:ratlos:
     
  • el_wayne
    el_wayne (33)
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    13 Januar 2008
    #16
    Off-Topic:
    Nicht schlimm, kommt vor :zwinker:
     
  • Ich_Tarne_Eimer
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    Es ist kompliziert
    13 Januar 2008
    #17
    :grin: jaja...das Land der Dichter und Denker...ne, mal ernsthaft. Ich dachte wo ich den Titel gelesen hatte erst, dass es in Deutschland zu wenig Leute gibt, die sich eben mit diesen sozial,- und philosophisch assoziierten Inhalten beschäftigen. Aber dass nun gerade auf diese hier verbal leicht "geschimpft" wird, amüsiert mich.

    Eben und man darf nicht vergessen, dass soziale Fortschritte eben auch Ergebnisse des "Denkens" sind und da nützt es mir nichts, wenn ich weiß wie ein Motor zusammengebaut ist. Dem Thread würde etwas mehr Anerkennung für alle Disziplinen und auch den Errungenschaften, die durch die "Sozialen" entstanden sind, ganz gut tun.

    Und was explizit zu Frage nach technischem Fortschritt angeht, so sind doch PC´s, die laut TS ja Mofas den Rang ablaufen, auch technisch und dort liegt doch wohl auch ein Stück technische Zukunft.
     
  • el_wayne
    el_wayne (33)
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    nicht angegeben
    13 Januar 2008
    #18
    Off-Topic:
    Ich halte es für eine historische Großtat, sein Leben in die Waagschale zu werfen, um die Welt von Hitler zu befreien. Zwar nicht ganz so edel wie bei den Geschwistern Scholl, aber trotzdem erwähnenswert, finde ich.
     
  • User 67771
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    13 Januar 2008
    #19
    Off-Topic:
    Naaja... so lupenrein waren seine Beweggründe auch wieder nicht. Aber lassen wir das, das würde an dieser Stelle zu weit führen. Sobald "Valkyrie" angelaufen ist, wird es bestimmt einen Thread dazu geben.:zwinker:
     
  • simon1986
    simon1986 (32)
    Benutzer gesperrt
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    13 Januar 2008
    #20
    Das wäre meine zweite Berufswahl gewesen:smile:

    Ich finde es richtig wenn man bei der Berufswahl seine Wünsche berücksichtigt, denn in einem Beruf der mir nicht liegt könnte ich nicht gute Arbeit leisten.
    Aber wieso nicht auch drauf achten, was es braucht?

    Benötigen wir wirklich mehr Medienwissenschafter als Krankenschwestern?

    Und noch zur Terminologie:
    Medienwissenschaft gilt als Sozialwissenschaft. Man befasst sich mit gesellschaftlichen Phänomenen.
    Krankenpflege als Sozialberuf.
    Ist Arzt oder Ärztin ein Sozialberuf? (ich fasse diesen beruf so auf, aber ich höre immer wieder, dass ich einen Prestige-Beruf anvisiere)

    Das würde dann heissen: Sozialberufe wählt man aus innerer Verpflichtung den Menschen gegenüber. Sie sind deshalb schlechter bezahlt. Obschon hohe Löhne stets mit besonderer Verantwortung gerechtfertigt werden.
     

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