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Was mach ich da nur? Ich will nicht Bulimiekrank sein.

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von coffee, 16 März 2007.

  1. coffee
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich fühle mich wirklich schlecht.
    Ich weiß nicht, wie ich anfangen soll. Ich habe da wohl irgendein Problem, mit mir selbst wie es scheint.
    Ich habe Komplexe, vor allem im Bezug auf mein Gewicht. Nun, ich bin nicht dick, das weiß ich, aber ich finde mich nicht schön. Ich gefalle mir nicht, ich finde da ist zuviel von allem, zuviel fett.

    Haltet mich bitte nicht für bescheuert, ich weiß nicht wie ich das erklären soll.
    Nun, es ist so, dass ich das seit geraumer Zeit mache.. Also ein paar Wochen. Ist noch nicht so oft vorgekommen, aber ich habe Angst, dass es überhand gewinnt und ich es nicht mehr kontrollieren kann.

    Am Anfang hab ichs nur gemacht, wenn ich - wie ich fand - zuviel gegessen habe. Das konnte auch nur ein bisschen zuviel Obst gewesen sein, egal was. Wenn ich fand es war zuviel, fühlte ich mich furchtbar. Ich wurde dann maßlos, hab alles in mich hineingestopft ohne hungrig zu sein, hatte nur Appetit und wusste nicht wann genug war. Danach habe ich mich furchtbar gefühlt, mir war schlecht und ich fühlte mich zu dick.
    Ich kam auf die Idee, alles wieder auszukotzen.

    Das ist innerhalb der letzten Wochen öfter passiert, eher willkürlich, nicht geplant oder so.
    Vorhin war mir langweilig. Ich hatte Hunger und begann zu essen, es hat mir geschmeckt und ich wollte noch mehr. Ich dachte, langsam ist es mal gut. Naja,... aber dann kam mir der Gedanke, wieso ichs nicht danach einfach wieder ausspucken könnte, dann wäre es quasi wieder weg. Ich hab mehr und mehr gegessen, als letztes noch Schokolade hinterhergeschoben (getreu nach dem Motto: Wenn schon, denn schon.) und mir wurde schlecht. Nicht nur das, ich fühlte mich schlecht.
    Hab Wasser hinterhergespült und alles wieder ausgekotzt, bis nichts mehr rauskam und der Hals wehtat.

    Jetzt sitz ich hier und hab Angst. Bei den letzten Malen habe ich mir immer gesagt, das mache ich nicht mehr, ich werde einfach nicht mehr soviel essen, dann muss ich es auch nicht mehr machen. Das sage ich mir jetzt wieder, aber wer weiß ob ichs einhalte.
    Ich will das nicht, aber ich konnte nicht anders vorhin. Jetzt ist mir noch schlechter als vorher, ich will nur noch schlafen, aber ich habe Angst, dass das so weitergeht in Zukunft. Ich will das nicht!
    Ich bin verzeifelt, ich möchte wirklich nicht Ess-Brech-abhängig werden, aber ich weiß nicht, was ich tun kann.
    Vielleicht helfen ja ein paar Worte eurerseits? Hier gibt es niemanden, dem ich mich anvertrauen könnte, niemand würde das verstehen.
    Ich weiß nicht weiter, also schlagt mir bitte nicht vor, einen Therapeuten oder sonstwas aufzusuchen (Ha, vermutlich übertreibe ich total), nur sagt mir irgendwas... :kopfschue
     
    #1
    coffee, 16 März 2007
  2. Marylin
    Marylin (32)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich glaube, da wichtigste ist erstmal:
    Sei nicht böse auf dich, weil du das tust!
    Selbstverachtung ist nicht der richtige Weg!
    Hab doch ein bisschen Verständnis für dich!

    Es ist aber genauso wichtig, dass du versuchst herauszufinden, warum du es immer wieder tust.
    Wie geht es dir mit deinem Leben?
    Bist du zufrieden?
    Wofür stehen die Fress-Attacken und das Erbrechen?
    Was empfindest du dabei und danach?

    lg
    Marylin
     
    #2
    Marylin, 16 März 2007
  3. wundera
    Gast
    0
    Hallo Coffee, :winkwink:

    Warum möchtest Du keinen Therapeuten aufsuchen? Genau das hätte ich dir nämlich geraten... oder vielleicht eine Beratungsstelle, da kann man sich ja auch anpnym beraten lassen ...
    Ich finde gut, dass Du nicht noch mehr ins Essen-Brechen reinrutschen willst und vor Allem, dass Du das jetzt schon einsiehst (wow, ich habe viel länger gebraucht, und die Zeit war im Nachhinein gesehen wirklich verlorene Zeit..:ratlos: ).
    mmm... ich weiß jetzt nicht, was Du hören/wissen willst, kennst du schon die Seite hungrig-online.de? Da gibt es viele Infos zu den verschiedenen ES und ein Forum dazu.

    Die Sache ist ja die, dass es nicht reicht, wenn Du dich zwingst, dein Essen nicht zu erbrechen (also das ist schon ein wichtiger Schritt) aber Du musst dich ja auch wohlfühlen können in deinem Körper und dich so akzepiteren wie Du bist... das weißt DU ja auch schon, aber wenn Du in den SPiegel schaust, fühlst Du plötzlich etwas anderes, oder?
    Deswegen hätte ich ja auch ne Therapie vorgeschlagen, damit Du erkennen kannst, woher das kommt und wie du dich selber mehr lieb haben kannst, ohne nach dem Essen aufs Klo zu rennen.

    hmm, und was mir sonst noch einfällt...
    -wenn Du gerade einen Essanfall hast, es ist nie zu spät, diesen zu beenden, Du kannst immer den vollen Teller in den Müll kippen...
    -wenn DU alleine wohnst, kannst DU auch darauf achten, dass DU erst garnicht so viele Vorräte in der WOhnung hast, dass DU dich schlimm überessen kannst
    -Waage wegschmeißen
    -nicht schlechtgelaunt in den Spiegel schauen, ich sehe dann immer mindestens 10 KIlo mehr drann an mir :geknickt:

    mhh... mehr fällt mir gerade nicht ein, ich glaube ich habe auch etwas wirr geschrieben, sorry :zwinker: es ist eben auch schwer, ich erinnere mich daran, wie ich mich damals gefühlt habe und da hätten mir 10 Leute sagen können "Du bist okay so, wie Du bist" ich hätte es doch nicht geglaubt und eben einfach gedacht, die verstehen micht nicht und irgendwie muss man eben mal selber draufkommen (was natürlich nicht von heute auf morgen geht...)

    LG, wundera
     
    #3
    wundera, 16 März 2007
  4. Dasmaedl
    Dasmaedl (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    91
    0
    vergeben und glücklich
    Ich würde dir auch den Tipp geben, dich an einen Therapeuten zu wenden, bevor es überhand gewinnt und du evtl. nicht mehr ambulant behandelt werden kannst. Meine Schwester hatte vor ein paar Jahren auch Bulimie, sodass das richtig ausgeartet ist. Die Verdauung war im Eimer, das überhaupt aufs Klo gehen konnte, musste sie 3x täglich Leiensamen essen, die Speiseröhre war angefressen, die Haare sind ihr ausgefallen und die fingernägel sind ihr abgebrochen. Ständig war ihr kalt. Danach musste sie in eine Klinik gehen.
    Die Auslöser sind oftmals in der tiefsten Kindheit vorgefallen, auch wenn man sich dann als erwachsener denkt, dass es gar nicht so schlimm war.
    Irgendwann wird das Erbrechen zu einer Sucht, wo man selber nicht mehr rauskommt, sondern sich selber noch mehr kaputt macht. Das ist wie mit einer Drogensucht, irgendwann kannst du auch nicht mehr sagen: "Ab morgen höre ich mit dem scheiß auf" und dann bist du von einem auf den anderen Tag geheilt.
    Auch wenn du das mit dem Therapeuten nicht hören willst, aber nur er kann dir helfen gewisse Sachen aufzubereiten und dir beizubringen, wie du in diesen Momenten des Erbrechens damit umgehst, das du stark genug bist, es nicht zu tun.
     
    #4
    Dasmaedl, 17 März 2007

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