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Was machen bei Überzucker, wenn man KEIN Diabetiker ist?

Dieses Thema im Forum "Lifestyle & Sport" wurde erstellt von VelvetBird, 12 April 2006.

  1. VelvetBird
    Gast
    0
    Hallo :smile:.

    Weiß jemand, was man am besten macht, wenn man KEIN Diabetiker ist, dennoch auf Grund einer großen Menge Zucker plötzlich Überzucker hat?

    Was hilft da? Viel trinken? Kann man sonst noch was machen?
     
    #1
    VelvetBird, 12 April 2006
  2. User 38570
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    offene Beziehung
    Wie kommst Du darauf, Überzucker zu haben? Messwerte?

    Grundsätzlich rutsch ein Nicht-Diabetiker nicht in hohe Blutzuckerbereiche (Hyperglykämie). Ausnahme könnte nur eine schwere Infektion sein - aber das wäre selbst dann immer noch eine Ausnahme. Im Normalfall steigt ein Blutzuckerwert bei einem Nicht-Diabetiker nie über 120 - 140 mg/dl, auch nicht nach übermässiger Zuckeraufnahme.

    Wenn sowas vorkommt, würde ich dringend zu einem Arztbesuch raten, um den Langzeitblutzuckerwert bestimmen zu lassen. Vielen entwickeln langsam einen Diabetes und wissen es oft nicht.

    Viel Flüssigkeit (Wasser) hilft, wenn die Werte nicht extrem hoch sind. Die Flüssigkeit wirkt verdünnend, damit die überschüssige Glukose ausgeschieden werden kann.

    Normalwerte bei gesunden Menschen:
    nüchtern: 60 - 80 mg/dl
    eine halbe Stunde nach einer Mahlzeit: 80 - 120 mg/dl

    Allerdings streiten die Experten bei den Werten etwas...
     
    #2
    User 38570, 12 April 2006
  3. VelvetBird
    Gast
    0
    Hallo,

    danke für deine Antwort.

    Nein, es geht nicht um mich, ich habe einfach nur aus Interesse gefragt. Ich dachte, wenn man Unterzucker haben kann, kann man bestimmt auch Überzucker bekommen, auch wenn man kein Diabetes hat.

    Na gut, dann hat sich meine Frage schon geklärt :smile:.
     
    #3
    VelvetBird, 12 April 2006
  4. User 38570
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    offene Beziehung
    Achso! :smile:

    Nunja, die Frage ist gerechtfertigt, mit Hinblick auf den Unterzucker. Allerdings: Auf zu viel Glukose im Blut kann der Körper sofort mit Freisetzung von Insulin reagieren. Und die Menge des Insulines richtet sich dabei danach, was benötigt wird, um den Blutzucker in den Normalbereich zu bekommen.

    Bei Unterzucker ist der Grund meist eine Nahrungskarenz, man hat also zu wenig oder gar nichts gegessen. Nun kann der Körper dies zwar auch ausgleichen, aber nur langsam. Der Körper speichert dies als Glykogen und muss es erst zurück umwandeln. Das dauert und man bekommt die Symptome des Unterzuckers zu spüren... ;-)
     
    #4
    User 38570, 12 April 2006
  5. Dreamerin
    Gast
    0
    Wie würde sich Überzucker bemerkbar machen?
     
    #5
    Dreamerin, 13 April 2006
  6. VelvetBird
    Gast
    0
    Das weiß ich nicht genau, aber ich bekomme es gelegentlich bei meinem Vater mit (er ist allerdings Diabetiker), er schwitzt dann meistens stärker, fühlt sich schlapp, bekommt Probleme mit dem Kreislauf. Manchmal meint er aber, er geht mal messen, weil er nicht genau weiß, ob er Unter- oder Überzucker hat, das scheint sich also zumindest ähnlich anzufühlen.
     
    #6
    VelvetBird, 13 April 2006
  7. Diva
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    @Firebird: Kennst du dich ein bisschen mit Diabetes aus? Weißt du zufällig die Referenzwerte für Glukose im Urin? Und wie hoch der Glukosewert im Urin sein kann? Was hat das für Auswirkungen?
     
    #7
    Diva, 13 April 2006
  8. User 38570
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    offene Beziehung
    Nunja, was heißt auskennen. Ich bin gelernter Altenpfleger, da hat man das Thema Diabetes sehr intensiv in der Ausbildung und in der täglichen Arbeit. Meine Mutter ist auch seit vielen vielen Jahren Diabetiker.

    Welche Konzentrationen konkret im Urin auftreten können, weiß ich jetzt aus dem Kopf nicht, kann ich aber gern mal nachschauen. Sicher ist jedoch, dass ein Blutzucker ab einem Wert von über 160 mg/dl dann auch im Urin nachweisbar ist - nennt man die Nierenschwelle. Nur noch zur Anmerkung: Nach Aussage der Ärzte könnte man diesen dann sogar schmecken. Aber soweit wollte ich dann doch nicht gehen.

    Grundsätzlich ist es eher nebensächlich, wie hoch die Konzentration im Urin ist, relevant ist die Konzentration im Blut. Hier kommt es aber drauf an, wie ein Diabetes eingestellt ist. Wer dauerhaft schlecht eingestellt ist, kann Werte erreichen, bei denen andere längst ins Koma gefallen wären. Ähnliches gilt für den Unterzucker. Ich selbst habe schon Blutzuckermessungen mit Werten über 500 mg/dl (normal sind wie ich bereits geschrieben hatte 80 - 120), aber auch Werte von 30 oder 40.

    Das Problem ist eigentlich immer weniger der momentane hohe BZ-Wert, sondern vielmehr, wenn er dauerhaft hoch ist. Das führt zu Schädigungen bei der Durchblutung und der Nerven. Die eigentliche Gefahr sind die so genannten Spätfolgen, welche oft nach 10 bis 20 Jahren auftreten: Erblindungsgefahr, Durchblutungsstörungen, Impotenz, offene Beine, Empfindungsstörungen...
     
    #8
    User 38570, 13 April 2006
  9. Diva
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Wow, danke für die ausführliche Anwort.

    Ich frage nicht wegen einem Menschen, sondern wegen meinem Pferd. Ich weiß seit einer Woche, dass er Diabetes hat. So wie ich bis jetzt festgestellt habe, gleichen sich die Werte von Mensch und Pferd sehr. Sein Blutzucker liegt bei 180 mg/dl und sein Urinzucker bei unglaublichen 1251 (weiß die Einheit leider nicht, aber normal soll 0-16 sein)! Der Tierarzt sagte, es ist ein Wunder, dass mein Pferd noch auf den Beinen steht. In dem Moment hatte ich das Gefühl, dass der Urinzucker auch sehr wichtig ist.

    LG Diva
     
    #9
    Diva, 13 April 2006
  10. kittie
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    nicht angegeben
    habe jetzt absolut gar keine ahnung, wie das beim pferd aussieht, weiss aber dass glucose im urin beim gesunden menschen so gut wie nicht vorkommt, wenn ein befund im urin vorliegt ist die schon genannte nierenschwelle überschritten.
    glucose wird immer in verbindung mit wasser ausgeschieden, folgen sind dementsprechend polyurie(häufiges wasserlassen) und polydipsie(extremer durst)
    meine mich erinnern zu können, dass das auf dauer auch auswirkungen auf die nieren hat, hab meine unterlagen zu diabetes allerdings gerade nicht da, kann also nicht nachgucken...

    ah:
    http://www.netdoktor.de/laborwerte/fakten/urinuntersuchung/urin_zucker.htm
    und allgemein zu diabetes:
    http://www.netdoktor.de/thema/diabetes.shtml
     
    #10
    kittie, 13 April 2006
  11. Diva
    Verbringt hier viel Zeit
    538
    101
    0
    nicht angegeben
    Oh ja, er säuft sehr, sehr viel. Dadurch sind wir ja erst drauf gekommen ihn auf Diabetes testen zu lassen. Und dementsprechend pinkelt er auch. Seine Box ist immer nass, egal wie viel Stroh wir reinpacken.

    Aber wie kommt es, dass der Urinzucker viel höher ist als der Blutzucker? Müsste nicht erstmal der Blutzucker hoch steigen? In dem Link steht auch, dass (bei gesunden Menschen) der Urinzucker zehnmal niedriger ist, als der Blutzucker.

    Das mit den Nieren hört sich nicht gut an, denn ein Pferd kann man nicht an die Dialyse packen.
     
    #11
    Diva, 13 April 2006
  12. *lupus*
    *lupus* (40)
    Verbringt hier viel Zeit
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    123
    5
    nicht angegeben
    Das der urinzucker beim Gesunden niedriger ist, ist ganz logisch. Der wenige Zucker, der über den Primärurin ausgeschieden wird, wird fast vollständig zurückresorbiert.

    Beim Diabetes kann die Niere das aber nicht kompensieren und so bleibt ein Teil des Zuckers im Urin zurück. Der Urin wird aber sehr konzentriert von den Nieren (der Körper will natürlich nicht unnötig Wasser verschwenden). :zwinker:

    Ich kenne mich Tiermedizin ja nicht so aus, aber Werte von Menschen kann man nur bedingt auf Pferde übertragen. :zwinker:

    Deshalb ist es ja umso wichtiger, daß man Blutzuckerwerte genau einstellt. :zwinker:

    Wie alt ist denn Pferd?
     
    #12
    *lupus*, 13 April 2006
  13. FreeMind
    Gast
    0
    Bevor man Diabetes eindeutig mit Messgeräten bestimmbar konnte, war es Aufgabe der Krankenschwester, die Ärzte hielten sich vornehm zurück, über einen Geschmackstest einen Diabetiker zu diagnostizieren. Im Urin soll man eine deutliche Süsse schmecken, auch die Konsitenz soll sich in eher klebrig ändern.

    Nur als kl. Anmerkung ;-) Nein ich bin kein 60järhiger Krankepfleger ;-)

    Gruss
    AleX
     
    #13
    FreeMind, 13 April 2006
  14. AncientMelody
    0
    Ein Pferd mit Diabetes kenne ich bisher nicht, aber mit dem "menschlichen Diabetes" kenne ich mich auch selber recht gut aus, habe ich ja auch selber.
    Ich denke, dass die Einheit des Zuckers im Urin wohl eine andere ist als die des Blutzuckers.
    Ich habe z.B. so einen "Ketontest" zuhause stehen, mit dem man testen kann, ob Keton durch den Urin ausgeschieden wird. Da die Messung über den Urin nur sehr ungenau ist, kann man bei den Teststreifen auch nur ablesen, ob kein, einfach positiv, zweifach positiv oder dreifach positiv vorhanden ist.
    Wie schon erwähnt wurde, tritt Keton bzw. allgemein Aceton erst ab der so genannten Nierenschwelle auf (ca. 180 mg/dl).
    Mal eine andere Frage: Hat das Pferd denn Typ 1 oder Typ 2 Diabetes? 180 mg/dl ist ja noch nicht allzu hoch... aber der sehr starke Durst würde wohl eher für einen Typ 1 sprechen...
     
    #14
    AncientMelody, 13 April 2006
  15. User 38570
    Planet-Liebe Berühmtheit
    3.427
    348
    2.472
    offene Beziehung
    Ja klar, früher war das eben noch echte Handarbeit, nix mit High-Tech-Messgeräten wie heute. Da gab es auch mal eine Story von einem Professor und drei Studenten bezüglich des "Erschmeckens" von Diabates. Wenn ich selbst mal Diabetes bekommen sollte (ist recht wahrscheinlich bei mir), dann kann ich es ja mal testen... ;-)
     
    #15
    User 38570, 13 April 2006
  16. AncientMelody
    0
    Das musst du dir nicht antun... :zwinker:
    Man kann den Diabetes auch am typischen Acetongeruch erkennen. Meine Oma hat auch vermutet, dass ich Diabetes habe, weil ich immer so nach Aceton gerochen habe (sie ist gelernte Krankenschwester).
     
    #16
    AncientMelody, 13 April 2006
  17. fragment
    Verbringt hier viel Zeit
    279
    101
    0
    Single
    Mich schüttelt es gerade. Mir hat es schon gereicht, dass ich in den ersten Tagen meinen Zucker noch via Ketontest messen durfte.

    Danke an die Technik, dass es heute die Messgeräte gibt! :smile:
     
    #17
    fragment, 13 April 2006
  18. Diva
    Verbringt hier viel Zeit
    538
    101
    0
    nicht angegeben
    Hi

    Also mein Pferd ist mittlerweile 16, aber er säuft schon fast sein ganzes Leben mehr als andere. Nur letzte Zeit kommt er gar nicht mehr von seiner Tränke weg, so schlimm ist das geworden.

    Welcher Typ er ist, kann ich nicht sagen. Ich habe gelesen, dass Pferde mit Typ 1 sehr schnell sterben, deswegen denke ich er hat Typ 2. Leider kann man einem Pferd auch kein Insulin spritzen bzw. man kann schon, aber das übersteigt jegliche finanzielle Mittel. Mache mir im Moment total Sorgen, dass ich mal in den Stall komme und Winnetou liegt da wegen Überzucker im Koma.

    Im Moment beraten sich zwei Tierärzte wie es weiter geht, aber die sind sich selber unsicher, denn es ist sehr selten, dass ein Pferd Diabetes hat.

    @AncientMelody: Testest du deinen Blutzucker jeden Tag mit einem Messgerät? Weißt du wie viel so ein Messgerät kostet, wenn es nicht die Krankenkasse bezahlt?
     
    #18
    Diva, 14 April 2006
  19. *lupus*
    *lupus* (40)
    Verbringt hier viel Zeit
    3.811
    123
    5
    nicht angegeben
    So 25 -30 €.

    So teuer sind die nicht. :zwinker:
     
    #19
    *lupus*, 14 April 2006
  20. fragment
    Verbringt hier viel Zeit
    279
    101
    0
    Single
    Also es gibt schon welche für 9,99 Euro, allerdings ist das nicht das Problem, was auf Dauer richtig teuer ist, sind die Teststreifen (die man als Diabetiker Typ I allerdings nicht selbst bezahlen muss).
     
    #20
    fragment, 14 April 2006

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