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  • stella2002
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    vergeben und glücklich
    27 Mai 2009
    #1

    was trauriges gelesen und dann darüber nachdenken

    Kennt ihr das auch?
    Ihr lest,seht etwas was euch traurig macht und ihr macht euch total viele Gedanken und denkt darüber nach wie sich die "Opfer" wohl fühlen??


    Ich arbeite bei einer privaten Krankenversicherung in der Vertragsabteilung (Tarifwechsel)

    Heute musste ich eine Beihhilfeänderung vornehmen, um diese Änderung durchführen zu können benötige ich den Grund.

    Der Grund war: Tod von 2 Kindern

    Ich habe dann mal etwas im Leistungsverlauf geschaut und gesehen, dass wir eine Kinderwunschbehandlung bezahlt haben (Frau konnte auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen)

    Dankesschreiben des Versicherungsnehmers etc waren auch dabei und die Frau wurde auch sofort schwanger

    Es wurden Zwillinge. Das Mädchen ist nach 60Tagen gestorben der Junge nach 61 Tagen.

    Das fand ich total traurig und mich hat das echt runtergezogen...

    wollte mir das nur mal von der Seele schreiben :smile:

    Danke fürs Lesen
     
  • Trogdor
    Trogdor (41)
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    nicht angegeben
    27 Mai 2009
    #2
    Ja, kenne ich nur zu gut. Erst vor wenigen Tagen habe ich eine Nachricht über einen Fall gelesen, bei dem ein Landwirt seinen unbemerkt in der Scheune spielenden Sohn mit etwas (Gras glaube ich) begraben hat, vieleicht davor auch schon überrollt. Der Gedanke, seiin Kind getötet zu haben ist echt absolut unvorstellbar.

    Da hilft nur schnellstens verdrängen.
     
  • Pink Bunny
    Pink Bunny (28)
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    in einer Beziehung
    27 Mai 2009
    #3
    Ja kenne ich auch aber ist schon ne weile her.

    Als dieses großte Erdbeben in China war kam ein Bericht darüber in den Nachrichten und da waren 2 Sachen die mich extrem traurig gemacht haben.

    Sie haben einen Mann unter den trümmern gezeigt dem versucht wurde zu helfen. Er bat um ein Telefongespräch mit seiner Frau und konnte ihr noch sagen wie sehr er sie liebt. eine Stunde später war er tot.

    Der andere Fall bei diesem Beben war ein Vater der um seinen Sohn geweint hat. Der kleine ging in einen der eingestürzten Kindergärten und sie haben gerade Mittagsschlaf gemacht als es passierte.

    Obwohl ich nicht betroffen war musste ich noch Tage danach deswegen weinen wenn ich dran gedacht habe und auch jetzt nimmt mich dieser Gedanke noch sehr mit.
     
  • 27 Mai 2009
    #4
    Nein, kenn ich nicht im Bezug auf anderes, ausser mir selbst.

    Ich denke zwar für den Moment dran, vergesse es aber sehr schnell dann.
     
  • User 53338
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    offene Beziehung
    28 Mai 2009
    #5
    Ja doch, auch wenn ich mit vielen Schicksalen konfrontiert werde, gibt es immer ein paar die einem dann doch besonders nahe gehen oder ueber die man laenger nachdenkt.

    Aktuell ist das bei mir ein Junge mit dem ich zusammen arbeite. Seine Mutter hat von den Aerzten gesagt bekommen, dass sie nur noch sechs Monate leben wird. Der Junge weiss es noch nicht, aber er bekommt vieles mit und ist in der Schule entsprechend verhaltensauffaellig (er hat Autismus, wodurch das ganze noch mal mehr ins extreme geht). Ich arbeite wirklich gerne mit ihm zusammen, er ist ein solch liebes und aufgewecktes Kind. Der Gedanke das er bald seine Mama verlieren wird zerreisst mir das Herz.

    Ansonsten versuche ich so etwas wieder schnell von mir zu schieben, was mir auch gut gelingt. Ich wuerde sonst kaputt gehen.
     
  • CCFly
    CCFly (37)
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    28 Mai 2009
    #6
    mich macht sowas dann auch gleich traurig und manchmal weine ich.
     
  • minnicat
    minnicat (28)
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    vergeben und glücklich
    30 Mai 2009
    #7
    Mich macht so etwas auch immer sehr traurig... Aber auch wenn man in der Zeitung liest, dass ein Mann seine Tochter über Jahre vergewaltigt hat und so... Letztens hat mir eine Bekannte etwas von sich erzählt, dass hat mich richtig fertigemacht, obwohl es ja nichts mir mit zu tun hat und auch schon Jahre her ist. Ihre Eltern sind gestorben als sie klein war und im Kinderheim wurde sie 2 Jahre lang vergewaltigt... Mir wird noch immer ganz komisch wenn ich daran denke... :cry:
     
  • Sonata Arctica
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    vergeben und glücklich
    31 Mai 2009
    #8
    ich hab ja bis zuletzt in einer apotheke gearbeitet und da kriegt man auch wahnsinnig traurige schicksale mit. ich lese auch in einem krankenpflegeforum. die geschichten die da teilweise erzählt werden, sind wirklich manchmal unfassbar traurig.
     
  • Beastie
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    31 Mai 2009
    #9
    ich hab gelernt, schicksale, die nich mich selbst betreffen, weit von mir zuschieben
    geht im meinem beruf nich anders

    und es klappt auch ganz gut
     
  • BrooklynBridge
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    7 Juli 2009
    #10
    Ein gesundes Maß an Empathie. Ich kann sowas auch schnell nachfühlen, aber lange beschäftigt es mich dann meistens auch nicht.
    In Berufen, in denen sowas öfter vorkommt (z.B. im medizinischen Bereich, oder als Kriminalpolizist, oder oder oder) ist aber auch ein gesundes Maß an Distanz nicht verkehrt.
     
  • Beelion
    Beelion (31)
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    8 Juli 2009
    #11
    ich habe mal an ner integratien montessorischule gearbeitet wo ca. 40-50% behinderungen hatten und auch einige "problemfälle" waren. ich war da im sekreteriat und habe sämtliche bewerbungen durchgeschaut und bearbeitet. da waren richtig heftige lebensgeschichten dabei, von tragischen behinderungen, missbrauch und andere traurige dinge. war da teilweise auch immer genickt, aber sowas gehört eben leider auch dazu.
    (zum glück musste ich ja n icht entscheiden wer nen platz kriegt)
     
  • LaKrItZe
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    vergeben und glücklich
    10 Juli 2009
    #12
    Ja, das kenne ich nur zu gut, dass mir einiges sehr nahe geht. Ich brauche nur Nachrichten sehen, und schon kullern manchmal die Tränen...

    Arbeite als Arzthelferin und als einmal eine Patientin anrief und weinend sagte, dass ihr Mann eben gestorben ist war das auch wie ein Schlag in den Magen. Das muss ich unbedingt abstellen, ich kenne die Leute doch gar nicht und trotzdem bin ich so weich. Bin halt sehr emphatiefähig. Vor allem muss ich lernen Beruf und Privates voneinander zu trennen, so dass ich mir zu Hause nicht noch den Kopf darüber zerbreche.
     
  • Loomis
    Loomis (31)
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    10 Juli 2009
    #13
    Kenne ich zu gut; mir bleibt so etwas oft länger im Kopf.

    Meine Mutter hat mir neulich von Nachbarn aus ihrer Kindheit erzählt. Die hatten ein ca. 2 Jähriges Kind adoptiert, weil sie keine eigenen Kinder bekommen konnten. Der Junge bekam gleich einen neuen Namen verpasst und man verbot ihm, seinen alten Namen zu benutzen oder zu verraten. Ein paar Jahre später hat es dann bei dem Paar endlich mit "eigenem" Nachwuchs geklappt, da haben sie den Jungen dann zurückgegeben.

    Ich war so sprachlos, dass mich das noch Tage später bewegt und schockiert.
     
  • squarepusher
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    10 Juli 2009
    #14
    ich denke dass jeder, der in gesundheitsberufen arbeitet, oder in einem der satellitenbranchen, geschichten mitbekommt, die einem die haare aufstellen.

    ich habe in meiner zivi-zeit vieles davon erlebt und erzählt bekommen und es ist ein wahnsinn.. zweimal ging es mir deswegen wirklich dreckig: am anfang des zivildienstes, als ich mit der geballten ladung alter, verzweiflung und krankheit konfrontiert wurde - ich brauchte zwei tage, um die sache zu "verkraften" - dann ging es mir aber sehr gut dort, die düsteren gedanken waren wie weggeblasen...
    bis.. ich selbst teil so einer geschichte wurde. wir hatten einen patienten, der regelmäßig.. naja, ich muss das hier jetzt nicht ausbreiten. aber das hat mich sehr betrübt, und ich habe seit jeher einen hohen respekt vor menschen, die sich bis ins hohe alter nicht von ihrer vergangenheit und ihrem alter unterkriegen lassen, die positiv bleiben. den höchsten respekt, eigentlich.
     
  • LaKrItZe
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    vergeben und glücklich
    13 Juli 2009
    #16
    Das ist ja mal echt heftig. Erst mal ein Kind adoptieren, sodass man erst mal eins hat und wenns dann mit dem Schwangerwerden klappt, einfach wieder zurückgeben, wie ausgeliehen. Herzlos...
     
  • GreenEyedSoul
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    14 Juli 2009
    #17
    Mir geht es auch oft so, aber eher wenn ich von Schicksalsschlägen im Fernsehen sehe oder in Büchern lese.
    Neulich kam Engel im Einsatz mit Verona Poth (jaja, ich gucke das sonst auch nicht, aber ich habe gebügelt...) und dort war ein 5-jähriger Junge, welchem beide Nieren fehlten. Er musste täglich Unmengen von Tabletten schlucken, musste aufpassen, was er isst (der Papa hat ihm immer das Essen abgewogen) etc.

    Sowas nimmt mich oft total mit und daneben wirken unsere Problemchen echt lächerlich.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 10:00 -----------

    Sowas macht einen ja wirklich sprachlos, unfassbar.
     
  • VelvetBird
    Gast
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    14 Juli 2009
    #18
    Ich werde oft traurig, wenn ich von schlimmen Schicksalen lese. Erst neulich wieder, da war ich auf der Homepage eines Tierheimes bei mir in der Nähe. Dort war ein Bild von einer Farbatte (also einer "Haustierratte", keine wilde!), die völlig verwarlost abgegeben wurde, angeblich wurde sie gefunden. Die arme Kreatur hatte sehr viele kahle Stellen im Fell, war abgemagert und die Stellen, die kahl waren, waren auch noch blutig bzw. verschorft. Das Tier sah aus, als wäre die Haut verätzt worden (unwahrscheinlich, aber so sah es aus, wahrscheinlich Fehl-/Mangerernährung, Parasitenbefall, etc.).
    Das hat mich zum Weinen gebracht, teils wegen Mitleid, teils aus Wut gegenüber demjenigen, der das Tier so hat verkommen lassen und hätte ich noch Kapazität, hätte ich das Wesen bei mir aufgenommen. Leider haben wir bereits 2 Rudel, die sich schon nicht miteinander verstehen, ich hätte mich unmöglich noch um ein weiteres Tier kümmern können, vor allem weil ich es dann hätte vermitteln oder in ein Rudel integrieren müssen. Diese Hilflosigkeit war das Schlimmste überhaupt.
     

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