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Was tun, wenn Partner konträre Meinungen vertritt?

Dieses Thema im Forum "Liebe & Sex Umfragen" wurde erstellt von User 91095, 9 Januar 2010.

  1. User 91095
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Stellt euch vor, ihr seid in einer Beziehung mit einem tollen Menschen, ihr seid verliebt und alles ist großartig. Und dann irgendwann fangt ihr mal an über irgendwelche gesellschaftspolitischen Themen zu diskutieren. Es stellt sich heraus, dass euer Partner einige Vorstellungen habt, die ihr überhaupt nicht teilen könnt, z.B. dass er Homosexualität verurteilt. Oder bei politischen Entscheidungen eine komplett andere Meinung vertritt (Stichwort Tibet, Israel, etc.) oder in seiner politischen Färbung anders ausgerichtet ist. Was macht ihr dann?
     
    #1
    User 91095, 9 Januar 2010
  2. User 48246
    User 48246 (30)
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Na ja in der ersten Verliebtheitsphase wird man das nicht so wichtig nehmen. Aber je länger man zusammen ist und je öfter man wegen solcher grundlegender Meinungsverschiedenheiten aneinander gerät - dann wird man irgendwann merken, dass das kein Partner für die Ewigkeit sein kann.
    Früher oder später wird man sich also trennen.... vielleicht nicht nur wegen diesem "Problem" - sondern weil vermutlich auch mehr nicht passt!

    Darüber diskutieren ist natürlich trotzdem wichtig... kommt ja auch dann immer auf das Thema an und in wie weit man die andere Meinung akzeptieren kann. Wenn aber in vielen, grundlegenden Themen die Meinung soweit auseinanderklafft, das kann auf Dauer eher nicht gut gehen.
     
    #2
    User 48246, 9 Januar 2010
  3. User 49007
    User 49007 (29)
    Sehr bekannt hier
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    Verheiratet
    Das ist bei uns öfters so. Er akzeptiert halt meine Meinung und ich seine. Man muss nicht 100% die gleiche Meinung haben. Deshalb gibts dennoch kein Streit über sowas
     
    #3
    User 49007, 9 Januar 2010
  4. honi soit qui mal y pense
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Hängt von der objektiven Relevanz des Thema und auch von meiner subjektiven Toleranzgrenze ab. Beispiel politische Färbung: eine konträre Meinung ist durchaus willkommen, dadurch lässt sich wunderbar diskutieren. Vielleicht ändere ich ja auch meinen Blickwinkel, bemerke mein bisheriges Scheuklappendenken. Was ich jedoch nicht versuchen würde: jemanden auf Teufel komm raus bekehren zu wollen, das ist zum einen nur bedingt möglich, zum anderen sind gegensätzliche Meinungen auch das Salz in der Suppe. Meiner Meinung nach manchmal besser als dieser "Einheitsbrei", auch wenn es immer wieder heißt "gleich und gleich gesellt sich gern".
     
    #4
    honi soit qui mal y pense, 9 Januar 2010
  5. Shiny Flame
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    Verlobt
    Ich kann es nciht sagen. Ich habe inzwischen bei einigen Menschen, die ich sehr schätze, konträre Meinungen in mir sehr wichtigen Bereichen erlebt - früher dachte ich immer, mit so jemandem könnte ich nie befreundet sein. Jetzt war ich sogar einmal mit jemandem zusammen, der sehr konträr dachte, und das war nicht (direkt) der Trennungsanlass.

    Mir geht es nicht direkt um die Meinung - die kann meinetwegen durchaus abwichen - sondern um die verabsolutierende Einstellung. Ich kenne jemanden, ehemaliger Soldat, der denkt sehr nationalistisch und regt sich immer über unsere Politik auf, sagt sogar was im Sinne von "das wird so nicht ewig weitergehen" - aber gleichzeitig ist er sexuell devot und bisexuell, dazu Rollenspieler und insgesamt eine sehr interessante, komplexe Persönlichkeit. In mancher Hinsicht geistig weiter und aufgeklärter als viele Leute, die politisch wie ich ticken, also tendenziell pazifistisch und eher links. Mit diesem Mann bin ich in vieler Hinsicht nicht einer Ansicht, aber ich unterhalte mcih sehr gerne mit ihm, weil er geistig einfach so komplex ist und wir gegenseitig unsere unterschiedlichen Ansichten respektieren. Durch unseren Austausch erweitern wir beide unsere Positionen und werden insgesamt vielschichtiger, was uns beiden durchaus gefällt.

    Dieses Vielschichtige ist mir wichtiger als Positionsgleichheit. Lieber so jemand als einen, der meine politischen Tendenzen fanatisch nachbetet.
     
    #5
    Shiny Flame, 9 Januar 2010
  6. aiks
    Gast
    0
    Oh das ist bei uns auch so. In den meisten Fällen sind wir uns einig - aber er ist z.B. ein EU-Befürworter und ich bin ein EU-Gegner.
    Wir beide akzeptieren unsere Standpunkte und verstehen sie auch (es ist ja immerhin nicht alles schlecht/gut an der EU).

    Ich glaub das einzig Wichtige ist hier, dass beide gut und fair diskutieren können. Und dass dann nicht einer von beiden immer wieder mit einem Streitthema anfängt. Politische Streitthemen sollen dort bleiben wo sie hingehören: In politischen Diskussionen.
     
    #6
    aiks, 9 Januar 2010
  7. al pacino
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Interessantes Thema. Grundsätzlich würde ich sagen, dass es darauf ankommt, wie weit man in der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit vorangekommen ist. Ich sehe es als Charakterstärke an, wenn man andere Meinungen, die sich von der eigenen unterscheiden, stehen lassen kann, ohne sich angegriffen zu fühlen bzw. selbst aggressiv zu werden. (Voraussetzung wäre dabei aber aus meiner Sicht aber, dass der andere die jeweilige Meinung "wirklich vertritt" und die auch anhand Beispielen bzw. Argumenten belegen kann). ABER: Auf der anderen Seite denke ich, dass das nur bis zu einem bestimmten Punkt klappt. Wenn die Meinungen / Ansichten zu weit aus einander gehen, dann wird es schwierig. Gerade dann, wenn es um emotionale Themen geht. Wenn starke Emotionen im Spiel sind, dann ist mit bloßen Argumenten nicht viel auszurichten.
    Insgesamt: Ihr müsst wohl versuchen, den anderen so zu akzeptieren, wie er ist und denkt. Vermutlich wird nur die Zeit zeigen, ob ihr das auf Dauer könnt.
     
    #7
    al pacino, 9 Januar 2010
  8. Lily87
    Gast
    0
    Man muss sicher nicht immer einer Meinung sein, aber ich könnte zb nie mit einem Partner zusammen sein, der menschenverachtende Einstellungen hat, also zb gegen Homosexualität ist, oder wenn er Kinder/Tiere hasst. Eben eine Meinung hat, mit der ich nicht leben kann. Aber ein solcher Mensch passt sowieso nicht zu mir. :zwinker:

    Ansonsten sind Diskussionen willkommen und erwünscht, das macht Spaß. :teufel:
     
    #8
    Lily87, 9 Januar 2010
  9. Augen|Blick
    0
    Sehe ich haargenauso, man kann ja schlecht bei alles und allem einer Meinung sein. Zumal viele Einstellungen ja auch auf Erfahrungen oder einem gewissen Hintergrundwissen basieren. Ernsthafte Probleme hätte ich wohl nur mit dogmatischen Ansichten oder religiösem Fanatismus.
     
    #9
    Augen|Blick, 9 Januar 2010
  10. al pacino
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Ich glaube aber, dass es Lotusknospe anders gemeint hat. Ihr ging es, aus meiner Sicht, nicht um bloße Meinungsverschiedenheiten, sondern schon um unterschiedliche Ansichten bei wichtigen Themen.
     
    #10
    al pacino, 9 Januar 2010
  11. User 91095
    Planet-Liebe-Team Themenstarter
    Moderator
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    nicht angegeben
    Ja, es ging schon um konträre Ansichten bei Themen, die einem persönlich wichtig sind. Das mag bei mir etwas anderes sein als bei anderen Leuten. Deswegen wollte ich es nicht weiter konkretisieren.
     
    #11
    User 91095, 9 Januar 2010
  12. many--
    many-- (32)
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    Verheiratet
    Kommt immer darauf an, wie wichtig das Thema ist. Wenn mein Partner eine andere Meinung zum Thema Nahostkonflikt oder europäische Wirtschaftspolitik oder meinetwegen Bildungspolitik der BRD hat - super, hat man was zu diskutieren.

    Wenn mein Partner aber zB religiös zum Fundamentalismus oder auch nur zum Dogmatismus neigen würde oder in gewissen ethischen Fragen radikal andere Meinungen verträte als ich - nun, das wäre insofern problematisch, als dass diese Einstellungen nicht nur theoretisch, sondern auch ganz praktisch unser Leben beeinflussen könnten: religiöse Kindererziehung? Sexuelle Tabus aus religiösen Gründen? Familienpräsenz im Tempel? Was, wenn das Kind schwul wird? Was ist mit Geburtenkontrolle und/oder Abtreibung? Wie sieht es mit der Toleranz zu Mitmenschen mit Minderheitshintergrund aus?
    Das sind Fragen, die schnell evident werden könnten, und da ist es dann evtl nicht mehr mit Diskussion getan, da würde man dann im praktischen Lebensalltag in sehr unterschiedliche Richtungen gehen, was evtl. einfach nicht machbar wäre.
     
    #12
    many--, 9 Januar 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  13. User 12900
    where logic cannot intervene
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    nicht angegeben
    Damit hätte ich sicherlich ein Problem.

    Das hingegen würde mich nicht stören.

    Solange er nicht zu Extremen neigt, denke ich, ich könnte damit leben.

    Insgesamt kommt es also ganz drauf an, in welchen Punkten er eine konträre Meinung hat. Mein Freund und ich sind uns in vielen Dingen einig, aber in einigen Punkten kommen wir eben auf keinen gemeinsamen Nenner.

    Solange diese Punkte nicht gegen meine Überzeugung sprechen oder meine Prinzipien verletzen, kann ich damit gut leben. Schränken sie den Alltag dann aber ein, oder sind sie einfach nicht durchdacht, sondern eher Stammtischparolen, würde ich schon nochmal über die Beziehung nachdenken.
     
    #13
    User 12900, 9 Januar 2010
  14. User 32843
    User 32843 (29)
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    nicht angegeben
    Das hätte ich auch genauso sagen wollen, aber ich hätte das nie so schön hinbekommen... *unterschreib*
     
    #14
    User 32843, 9 Januar 2010
  15. BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Im Allgemeinen versuche ich, mit anderen Menschen die Gemeinsamkeiten zu finden, nicht die Unterschiede zu betonen (von diversen Forumsdiskussionen abgesehen :zwinker:).
    Das einzige, wo ich intolerant bin, ist die Intoleranz selber. Abgesehen davon kann es natürlich sein, dass unsere Einstellungen so auseinander klaffen, dass wir gar keine gemeinsame Basis mehr haben. Dann kann die Beziehung natürlich auch nicht funktionieren.
     
    #15
    BrooklynBridge, 9 Januar 2010
  16. User 20579
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Für mich kommt es auch weniger darauf an, was jemand vertritt, sondern weswegen und wie er es vertritt.

    Es gibt Themen, da gibt es keine Kompromisse - wenn also z.B. jemand frauenfeindlich eingestellt ist und mich nur aufgrund meines Geschlechts für ein bisschen blöder hält, dann hat sowas kaum Aussicht auf Erfolg.

    Eine gewisse gleiche Einstellung bei wichtigen Grundgedanken ist mir wichtig.

    Ansonsten ist es mir eben sehr wichtig, dass jemand seine Meinung fundiert begründen kann und weiß, warum er sie hat. Ich bin relativ offen für andere Gedankengänge und tolerant gegenüber unterschiedlichen Lebensformen, sofern sie niemandem schaden. Ich kann auch konträre Meinungen nachvollziehen und meine eigene Meinung überdenken. Was gar nicht geht, ist wenn jemand keine Ahnung hat oder Stammtischparolen nachplappert. Da werde ich zur Furie.

    Wenn Gedankengänge nicht fertig sind, ungar oder in sich unlogisch, kann ich mit jemandem auch nicht diskutieren. Ich erwarte also, dass jemand zumindest intelligent genug ist, um sich auf andere Argumente einzulassen und nachzuvollziehen, wo diese herkommen.

    Ein Beispiel ist z.B. beim Wählen - von mir aus kann jeder wählen, was er möchte, ist ja auch richtig so. Wenn ich nun mit jemandem darüber aber rede und er sagt "Ich wähle die, denn die anderen haben gelogen" dann werde ich wütend, weil so gesehen alle lügen :zwinker: Wenn mir jemand aber sagt, dass er jemanden wählt, weil er die politischen Standpunkte ebenso sieht, dann ist es für mich völlig in Ordnung.

    Mein Freund und ich ticken in vielen Sachen gleich, aber ich sehe manches pragmatischer und er idealistischer. z.T. reiben wir uns auch, aber sofern in bestimmten Punkten die gleiche Einstellung herrscht, dann finde ich das sogar spannend. Oft haben wir auch am Ende die gleiche Meinung oder stellen die Diskussion ein, weil wir merken, dass wir das gleiche denken.
     
    #16
    User 20579, 9 Januar 2010
  17. User 36171
    Beiträge füllen Bücher
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    248
    957
    Verheiratet
    Genau so sehe ich es auch.
     
    #17
    User 36171, 9 Januar 2010
  18. HollyBernet
    Sorgt für Gesprächsstoff
    27
    28
    1
    Single
    Größtenteils akzeptiere ich immer konträre Meinungen, ich habe riesigen Spaß daran zu diskutieren und bin auch offen gegenüber anderen Meinungen oder Argmumenten. Von daher gibt es da auch keine Probleme.

    Aber es gibt einige Themen, die sind mir so wichtig, dass der Mensch, der dort konträr denkt schon sehr außergewöhnlich sein muss.
    Grundsätzlich fängt das bei religiösen fundamentalistischen und rassistischen Meinungen an. Aber auch, wer die Kriege dieser Welt befürwortet oder sexistisch ist, hat dann nicht wirklich noch viele Chancen.
     
    #18
    HollyBernet, 9 Januar 2010
  19. Liza
    Liza (32)
    im Ruhestand
    2.206
    133
    47
    nicht angegeben
    Ich oute mich mal als eine von denen, die "Ich wende mich ab" angekreuzt hat. Vielleicht habe ich die Fragestellung aber auch einfach radikaler interpretiert als die anderen User.

    Natürlich kann man nicht bei allem einer Meinung sein, auch dann nicht, wenn es um politische oder gesellschaftliche Themen geht. Ich diskutiere auch leidenschaftlich gern und hätte keinerlei Probleme, das auch mit meinem Partner so zu handhaben :zwinker:. Aber wenn konträre (nicht nur abweichende, sondern wirklich konträre) Ansichten Themen betreffen, die mir fundamental wichtig sind und die in meinen Augen vor allem direkt die menschliche Würde betreffen, ist der Ofen sehr schnell aus.
    Ich halte es schon für sehr unwahrscheinlich, dass ich mich überhaupt in jemanden verliebe, ohne seine politische Einstellung zu kennen - aber selbst wenn das mal passiert, wäre wohl jede Zuneigung schlagartig verflogen, wenn ich feststellen muss, dass diese meinen eigenen Werten widerspricht.
     
    #19
    Liza, 9 Januar 2010
  20. User 90972
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    4.291
    348
    2.134
    Verheiratet
    ich würde es von seiner meinung und dem thema abhängig machen.
    solange unsere meinungen sich in nur einem thema unterscheiden könnte ich vllt damit leben. sollten es aber mehrere sein, wäre das ganz schon schwieriger.

    grundsätzlich glaube ich aber auch, dass ich mich einen menschen mit komplett anderen ansichten gar nicht erst verlieben würde. über sowas rede ich eigentlich zwangsläufig irgendwann, auch während der kennenlernphase...
     
    #20
    User 90972, 9 Januar 2010

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