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Was tut ihr für Eure Umwelt???

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Sparco, 8 Juni 2002.

  1. Sparco
    Gast
    0
    Ich habe kurzfristig beschlossen, mich aktiv für unsere Umwelt einzusetzen!

    Gestern morgen habe ich einen Werbespot mit Günter Jauch gesehen dem zu
    entnehmen war, daß die Krombacher Brauerei und Greenpeace ein
    beispielloses Projekt zur Rettung des Urwaldes ins Leben gerufen haben:
    Für jeden getrunkenen Kasten Krombacher Bier werden sie 1m² Urwald
    retten.
    In mir erwachte sofort der bisher tief in meinem Innersten verborgen
    gewesene Naturfreund und Umweltschützer und so beschloß ich, auch meinen
    Beitrag zur Rettung der Urwälder beizutragen.
    Während ich so mit der Rettung des einen oder anderen Meters Regenwald
    beschäftigt war kam meine Freundin nach Hause. Bei der anschließend
    geführten, hitzigen Debatte mit ihr machte ich vermutlich die gleiche
    Erfahrung, wie Tausende andere Umweltschützer vor mir auch: Ich stieß auf
    völliges
    Unverständnis. Der Urwald schien ihr völlig egal, mein Engagement für
    die Natur und das Leben aller Menschen lehnte sie völlig ab. Sie wollte
    nicht verstehen, daß man eine so große Aktion wie die Rettung der Natur
    nicht aufschieben kann, ganz gleich, ob es erst Vormittag ist oder nicht.
    Da sie in keinster Weise einsichtig war und man(n) bereit sein muß, für
    die Vollbringung solcher Taten Opfer zu bringen, verließ ich das Haus.
    Niedergeschlagen, nein traurig, lief ich zunächst ziellos umher. Angst
    beschlich meine Gedanken. Angst um die Wälder. Verzweiflung machte sich
    tief in meinem Inneren breit, denn mit jeder verstrichenen Minute hätte
    ich wieder einige Quadratzentimeter unwiederbringlicher Natur retten
    können.
    Die Angst schnürte meine Kehle zu, die Verzweiflung ließ meinen Hals
    austrocknen. Wie groß war da meine Freude, als ich unerwartet auf eine
    Versammlung
    gleichgesinnter Umweltaktivisten traf! Ich erkannte sie sofort, denn als
    Zeichen ihrer Verbundenheit hielten sie alle eine Flasche Krombacher in
    der Hand, die sie demonstrativ leerten.
    Schnell nahmen sie mich in ihre Mitte auf und so erfuhr ich sehr bald,
    daß einige von ihnen sich bereits seit Jahren mit der Rettung ganzer
    Kontinente beschäftigen, unbeachtet von der Öffentlichkeit, genau hier,
    an diesem Kiosk! Ich bewunderte die Zeichen ihres teilweise jahrelangen
    Kampfes:
    Die von den Entbehrungen ausgemergelten Körper, die zum Aufforsten
    nötigen, prallen Bäuche, den Geruch nach Jahrtausende altem Urwaldboden,
    die
    mannigfaltigen Insekten und ich übersah auch nicht, daß sich einige beim
    Kampf um die Natur wohl die Zähne ausgebissen hatten.
    Nachdem wir zusammen eine ungefähr tennisplatzgroße Menge natürlichem
    Urwaldes gerettet hatten stellte ich fest, daß der Schutz und die
    Rettung der Umwelt ihren Tribut zollten. Durch das lange stehen
    schmerzten meine Füße, die Waden krampften, selbst die Zunge war durch die
    langen
    Debatten in ihrer Funktionsweise beeinträchtigt: Ich hatte immer größere
    Mühen
    beim Aussprechen der großen Buchstaben eines Satzes oder Wortes. Aus
    diesem Grund beschloß ich, die Versammlung zu verlassen und machte mich
    auf
    die
    Suche nach weiteren Mitstreitern.
    In einer Gaststätte ganz in der Nähe wurde ich dann auch sofort wieder
    fündig: Gut ein halbes Dutzend Umweltler hatte sich dort eingefunden und
    arbeitete hier im Verborgenen an der Rettung der natürlichen Ressourcen.
    Schnell war ich aufgenommen. Ich war gerührt als der Wirt meine Hand
    nahm und mir sagte: "Junge, rette den Urwald, wir zählen auf Dich", und
    orderte die 4te Lokalrunde um unsere Aktion voranzutreiben. Da die
    anderen Gäste darauf bestanden, neben dem Urwald auch zusätzlich Gebiete
    wie die
    Sahara, die Wüste Gobi und den Rheingau wieder aufzuforsten und somit
    auch den Aufbau des heimischen Waldbestandes zu unterstützen, blieb mit
    nichts
    anderes übrig, als zu der Runde noch Jägermeister zu ordern.
    Ganz schwindlig war mir vor Stolz und Glück, als ich viel später die
    Kneipe verließ. Plötzlich sah ich die Welt mit anderen Augen! Leicht
    verschwommen zwar, aber dafür sah, nein fühlte ich, daß sich unsere gute
    Mutter Erde drehte. Nicht gleichmäßig und in eine Richtung, nein, es waren
    eher
    ruckartige Bewegungen in abwechselnde Richtungen. Welch eine Erfahrung!
    Vor Glück taumelnd lief ich zu meinem Auto und beschloß, einen
    Demonstrationszug durch die Kneipen der Innenstadt durchzuführen, um die
    vielen, anderen Menschen auf die Probleme aufmerksam zu machen.
    So fuhr ich in Richtung Stadt und war gerade einem Ozonloch ausgewichen
    als ich am Straßenrand einen Streifenwagen entdeckte. Auf der Fahrbahn
    standen mehrere Polizisten und schauten in meine Richtung. Sie mußten
    von meinem Vorhaben erfahren haben, denn sie hielten gezielt mein Fahrzeug
    an. Von
    Vorkontrollen bei Demonstrationen hatte ich ja bereits gehört, war aber
    dennoch verwundert, wie schnell sich das rumgesprochen hatte.
    Nachdem ich angehalten und aus meinem Wagen gestiegen war, entschloß ich
    mich zu einer spontanen Sitzblockade auf der Straße. Wenn ich im
    nachhinein darüber nachdenke, war es keine rationell erklärbare Aktion,
    eher ein Zwang meines Unterbewußtseins. Ich saß und mein Körper weigerte
    sich,
    wieder aufzustehen. Mir widerfuhr das gleiche Schicksal wie
    Sitzblockierern in Brockdorf oder entlang der Castor - Strecke: Ich wurde
    durch die
    Polizisten weggetragen. Auch sie wollten den ernst der Lage nicht
    verstehen, obwohl ich sie immer wieder darüber aufklärte.
    Später, auf dem Revier erschien dann endlich ein vernünftiger Mensch. Er
    hörte sich mein Problem in aller Ruhe und sichtbar interessiert an und
    erklärte mir dann, daß er die Anzahl der von mir geretteten Bäume
    feststellen wolle. Ich hätte den Schutz der Umwelt quasi im Blut und er
    bräuchte aus diesem Grund etwas davon. Ich war glücklich, diesen
    verständnisvollen Menschen getroffen zuhaben. Mein Engagement würde
    amtlich festgehalten und der Nachwelt erhalten!
    Dafür gab ich ihm gerne mein Blut.
    Wenig später befand ich mich zu Fuß auf dem Weg nach Hause. Meinen Wagen
    hatten die netten Beamten behalten, damit er durch seine Abgase nicht
    alle meine Bemühungen wieder zerstört, wie sie mir erklärten. Auch haben
    sie mir fest versprochen, nach dem Recyclingverfahren aus meinem
    Führerschein ein Flugblatt zur Unterstützung der Rettungsaktion zu
    machen.

    Froh und mit der Gewissheit, etwas großartiges getan zu haben ging ich
    dann nach Hause. Unterwegs rettete ich an der Tankstelle noch ein paar
    Pflänzchen und erinnerte mich an eine alte Weissagung der Indianer:

    Erst, *wenn die letzte Ölplattform versenkt,
    **die letzte Tankstelle geschlossen,
    **das letzte Auto stillgelegt,
    **die letzte Autobahn begrünt ist,
    **werdet Ihr feststellen, daß Greenpeace nachts kein Bier
    verkauft.

    Das war jetzt nicht ganz die Wahrheit aber ich hoffe daß es Euch trotzdem gefallen hat. :grin:
     
    #1
    Sparco, 8 Juni 2002
  2. User 2070
    User 2070 (34)
    Benutzer gesperrt
    502
    101
    0
    Verlobt
    Einfach Klasse!! Muss auch gleich mal etwas Urwald schützen gehen :grin: *rofl*
     
    #2
    User 2070, 8 Juni 2002
  3. AntiChristSuperStar
    Verbringt hier viel Zeit
    92
    93
    22
    nicht angegeben
    Lasst uns den regenwald abholzen gehen, is eh nur gefährlich :drool:
     
    #3
    AntiChristSuperStar, 8 Juni 2002
  4. Sokrates
    Gast
    0
    ich möchte wetten, die kaufen urwald, roden das gelände und baun da hanf an :grin:

    greetz
     
    #4
    Sokrates, 9 Juni 2002
  5. ProxySurfer
    Sehr bekannt hier
    4.942
    198
    652
    Single
    Umwelt

    Der meiste Wald geht durch Auto-Abgase kaputt. Ich werde nur Bahn, Bus und Rad fahren. Das ist mein (ehrlicher!) Beitrag zur Umwelt. Auch wenn ich dadurch als unflexibel gelte und keinen Job bekomme.
     
    #5
    ProxySurfer, 9 Juni 2002
  6. Monique
    Gast
    0
    Also bei diesen Beitrag war ich echt nur am grinsen:grin: und kam garnicht auf so Ideen wie ProxySurfer geschrieben hat, aber nix für ungut.

    Gruß Monique
     
    #6
    Monique, 9 Juni 2002
  7. Schnupp
    Gast
    0
    Was tue ich für die Umwelt? Hm, weiss net... nix? Also ich verzichte nicht auf ein Auto, oder sonst irgendwas.

    :smile:
     
    #7
    Schnupp, 12 Juni 2002

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