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  • spätzünder
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    5 Oktober 2008
    #1

    Was versteht man unter Gleichberechtigung, Würde, Gleichheit?

    Die Frage ist einfach, was unter Gleichberechtigung, Würde, Gleichheit etc. verstanden wird.
    Die Grundgesetze gelten nur für bestimmte Menschen, nämlich nur für den arbeitenden, gesetzestreuen Deutschen. Vor diesem Hintergrund kann man durchaus sagen, dass die Grundgesetze gut umgesetzt sind.
     
  • User 67771
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    5 Oktober 2008
    #2
    Off-Topic:
    Ist das nicht ein Widerspruch in sich?:ratlos:
     
  • spätzünder
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    5 Oktober 2008
    #3
    Off-Topic:
    Offenbar nicht. Euphemismen beschönigen oft die widerlichsten Tatsachen.
     
  • Novalis
    Novalis (36)
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    nicht angegeben
    5 Oktober 2008
    #4

    Das ist kein Widerspruch, das ist eine Falschaussage.
    Unser Grundgesetz teilt sich in Menschenrechte und Bürgerrechte,
    Menschenrechte gelten für alle Menschen, Bürgerrechte nur für bestimmte. Die Bürgerrechte erkennt man daran, daß es heißt: "Alle Deutschen haben das Recht...".
    Der Rest sind Menschenrechte,

    Off-Topic:
    Ah Oh bitte keine Hartz4 Diskussion....
     
  • spätzünder
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    5 Oktober 2008
    #5
    Off-Topic:
    Nein, auch diese gelten nur für arbeitende, gesetzestreue Bürger.

    Ist keine. Ist ne Menschen- und Grundrechtsdiskussion. Oder erkennst du an, dass H4-Empfänger z.B. kein Freizügigkeitsrecht haben?
     
  • gert1
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    5 Oktober 2008
    #6
    Off-Topic:
    Danke das du mir keinen Vorwurf machst :tongue: Im Moment ist das mit den Löhnen wohl noch so, aber ich denke wenn die "neue" Generation arbeitet und die "alte" in Rente oder sonstwohin geht, wird sich das ziemlich ändern. Ausserdem haben Frauen auch Vorteile :zwinker: Überall! :tongue:
     
  • Nachtwächter
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    5 Oktober 2008
    #7
    @Spätzünder

    Höchst interessant. Arbeitslose, gesetzlose Bürger werden gefoltert und getötet?

    Wirklich höchst interessant...
    Hoffentlich erkennt jeder, was du wieder für einen Müll schreibst...:confused:
     
  • User 16351
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    5 Oktober 2008
    #8
    In Grundrechte darf eingegriffen werden. Es stellt sich immer nur die Frage nach der verfassungsmäßigen Rechtfertigung des Eingriffs.

    Bevor jetzt das große Lamentieren losgeht, ein paar konkrete Fragen, auf die ich gerne konkrete Antworten hätte:

    1. Welche Grundrechte gelten nur für arbeitende, gesetzestreue Bürger?

    2. Welche gelten nicht für gesetzeswidrig handelnde Bürger und wurde das Grundrecht zufällig in diesen Fällen in zulässiger und vom Grundgesetz vorgesehener Art und Weise eingeschränkt?

    3. Welche gelten nicht für arbeitslose Bürger und wurde das Grundrecht zufällig in diesen Fällen in zulässiger und vom Grundgesetz vorgesehener Art und Weise eingeschränkt?
     
  • spätzünder
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    6 Oktober 2008
    #9
    Keine Ahnung. Habe ich nicht gesagt.

    Eigentlich alle. Aber um mal einige, besonders hervorstechende Grundrechte rauszupicken: 1 (Würde), 11 (Freizügigkeit), 12 (Berufsfreiheit), 14 (Eigentum).

    Eigentlich auch jedes.

    Siehe meine erste Antwort.
     
  • User 16351
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    6 Oktober 2008
    #10
    Hups, da hast du aber jeweils die Hälfte der zweiten und dritten Frage übersehen und versehentlich nicht mitzitiert! Kann ja mal passieren - ich warte dann noch auf deine vollständige Antwort!
     
  • spätzünder
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    6 Oktober 2008
    #11
    Off-Topic:
    Natürlich ist es mit dem Grundgesetz vereinbar, dass Arbeitslose kein Freizügigkeitsrecht haben. Es steht ja schließlich auch unter GG 11,2 drin.

    Oder wie muss ich deine Frage verstehen? Ich sage ja gerade, dass das GG von vorneherein nur für gesetzestreue, arbeitende und sich bürgerlich verhaltende Menchen galt und gilt.
     
  • User 16351
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    6 Oktober 2008
    #12
    Off-Topic:
    1. Die Aussage, dass Arbeitslose kein Freizügigkeitsrecht haben, ist in ihrer Pauschalität falsch.
    2. Es steht auch nicht so in Art. 11 II drin.
     
  • Beastie
    Beastialische Beiträge
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    6 Oktober 2008
    #13
    Off-Topic:
    genauso, dass sie kein eigentum haben dürfen oder keine freie berufswahl
     
  • User 16351
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    6 Oktober 2008
    #14
    Und das ist ebenfalls falsch - eine tendenziöse Missinterpretation der grundgesetzlich vorgesehenen Einschränkbarkeit der Grundrechte.
     
  • mufasa
    mufasa (32)
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    6 Oktober 2008
    #15
    Tja. Ich arbeite nun seit ca. 3 Jahren als Heilerziehungspflegerin und habe inzwischen Menschen mit den verschiedensten Behinderungen kennen gelernt. Ich kann dir versichern, dass Theorie (Gesetzestexte) und Praxis - wie in so vielen Fällen - zwei verschiedene Paar Schuhe sind.

    Du musst eins unterscheiden: Laut Gesetz darf niemand aufgrund einer Behinderung benachteiligt werden. D.h. nichts anderes, als dass ein Mensch mit Behinderung (im Folgenden mit MmB abgekürzt) in rechtlichen Dingen nicht anders behandelt werden darf als ein Mensch ohne Behinderung. Er ist vom Zeitpunkt seiner Geburt bis zu seinem Tode rechtsfähig so wie jeder Mensch, und damit ist das Grundgesetz VORERST in die Tat umgesetzt.

    Im Alltag ist es nicht zu verhindern, dass ein MmB anders behandelt wird. Teilweise MUSS er sogar anders behandelt werden, da es ihm aufgrund seiner körperlichen, seelischen, geistigen und/oder psychischen Behinderung garnicht anders möglich wäre, weitesgehend uneingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

    --> mehr dazu übrigens im Sozialgesetzbuch IX (SGB IX), Stichwort: Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen

    Ich kann nur den Kopf schütteln, wenn der Gesetzgeber vom "persönlichen Budget" spricht: Der MmB muss in der Lage sein, über seine finanziellen Angelegenheiten selbst zu entscheiden und diese selbstbestimmt zu verwalten, so wie er es für sich gerne haben möchte. Man geht sogar so weit, zu sagen, dass ICH, als Fachbetreuer, den DIENSTLEISTER darstelle, der MmB ist MEIN ARBEITGEBER (so weit, so gut) und er soll selbst entscheiden, wann er meine Dienstleistung für welche Bereiche und welchen Zeitraum in Anspruch nehmen will. Hört sich gut an, oder?

    In der Praxis sieht es leider anders aus. Ich habe mit Menschen gearbeitet, die nicht sprechen, nicht schreiben, nicht hören, nachgewiesen nicht erinnern, teilweise sogar nicht assozieren. Da wird es dann schwierig mit der Selbstbestimmung - nicht umsonst gibt es gesetzliche Betreuer, Vormunde und eine Menge anderer wichtiger Leute, die immer wieder mal ein bischen Gott spielen und mehr oder weniger über ihren Schützling bestimmen. Bestimmen müssen! Versteh' mich nicht falsch: Ich hoffe immer (!) und schließe nie (!) aus, dass so ein schwerst-mehrfach-behinderter Mensch den eigenen Willen hat, über sich und sein Leben zu entscheiden. Leider ist es nur oft genug so, dass ich als Betreuer nur rätseln kann, was in den Köpfen dieser Menschen vor sich geht, da sie es mir teilweise noch nicht einmal mehr mit einem Zwinkern nahe bringen können.

    Mein Tipp an dich: Die Idee in einen Wohnbereich (nicht Wohnheim, bitte...) zu gehen und die Betroffenen selbst zu fragen, ist gut. Vorrausgesetzt du informierst dich vorher, welche Menschen dort leben (ich würde dir z.B. nicht empfehlen, auf gut Glück mit einem Mensch mit psychischer Behinderung sprechen zu wollen) und sprichst vielleicht mit einem (optimalerweise Bezugs-)Betreuer, der dir dann auch sagen könnte, welche Bewohner dafür "in Frage kommen". Grundsätzlich sind viele MmB recht aufgeschlossen, wenn sich jemand aufrichtig (!) für sie interessiert - aber hier ist natürlich wie sonst auch jeder Mensch als Individuum anzusehen.

    PS: Übrigens: Nicht alle Menschen mit Down-Syndrom sind lustig, knuddelig, fröhlich, nett und munter und es gibt sogar welche, die nicht nur kuscheln und sofort dein bester Freund sein wollen. Das musste mal gesagt werden. :zwinker:
     
  • spätzünder
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    6 Oktober 2008
    #16
    Off-Topic:
    Eine Einschränkbarkeit für arbeitslose und gesetzesuntreue, im allgemeinen aber generell für "kritische" Zustände der Gesellschaft.
     
  • User 16351
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    6 Oktober 2008
    #17
    Off-Topic:
    Grundrechte müssen in kritischen Situationen in verfassungsgemäßer Weise eingeschränkte werden können, da nicht jeder die "ich respektiere die Werte und Bedürfnisse der Allgmeinheit und des Einzelnen aus eigener, tiefer Überzeugung und nicht bloß wegen der drohenden Sanktion"-Einsicht hat.
     
  • spätzünder
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    6 Oktober 2008
    #18
    Off-Topic:
    Das ist doch tautologisch, was du da sagst. Das Grundgesetz MUSS in der Tat in bestimmten Situationen oder für bestimmte Menschen nicht gelten - sonst wäre es kein bürgerlich-kapitalistisches Grundgesetz.
     
  • Nachtwächter
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    6 Oktober 2008
    #19
    Doch, das hast du.

    Spätzünders Antwort:
    Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Beides Menschenrechte.
    Wo werden diese fundamentalen Menschenrechte verletzt?
     
  • User 16351
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    vergeben und glücklich
    6 Oktober 2008
    #20
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    Gähn. Gääähn. Bevor ich vollständig gelangweilt einschlafe von der ewigen Leier: Wie sähe denn deine Verfassung aus?
     

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