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Welche Konsequenzen hätte die Abschaffung der Wehrpflicht in Deutschland?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Theresamaus, 1 November 2009.

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Welche Konsequenzen hätte die Abschaffung der Wehrpflicht in Deutschland?

  1. Nein, es wird sich gar nichts ändern. Soldaten gibt es genug.

    4 Stimme(n)
    13,3%
  2. Der Verteidigungsetat wird sinken, weil es weniger Soldaten zu versorgen gebe.

    8 Stimme(n)
    26,7%
  3. Der Verteidigungsetat wird steigen, weil mehr Berufssoldaten auch mehr Kosten bedeuten.

    5 Stimme(n)
    16,7%
  4. Die Bundeswehr hätte einfach zu wenig Soldaten.

    8 Stimme(n)
    26,7%
  5. In der Bundeswehr würde fast nur noch aus Asis bestehen.

    3 Stimme(n)
    10,0%
  6. Das bedeutet auch Abschaffung des Zivildiensts und der soziale Sektor würde zusammenbrechen.

    17 Stimme(n)
    56,7%
  7. Frauen verlieren den beruflichen Zeitvorteil, den sie gegenüber den Männern bisher hatten.

    10 Stimme(n)
    33,3%
  8. Der Staat hätte weniger Skrupel, Soldaten in Kampfhandlungen einzusetzen wie z.B. in Afghanistan.

    5 Stimme(n)
    16,7%
  9. Es gebe weniger Kriminalität, weil viele Männer den Umgang mit Schusswaffen nicht mehr lernen.

    4 Stimme(n)
    13,3%
  10. Viele Kasernenstandorte würden wirtschaftlich in den Ruin getrieben werden wegen Kasernenschließung.

    15 Stimme(n)
    50,0%
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Status des Themas:
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  1. Theresamaus
    Benutzer gesperrt
    118
    0
    35
    nicht angegeben
    Die neue Koalition will den Wehrdienst auf 6 Monate verkürzen. Es gibt auch eine Diskussion darüber, ob eine Wehrpflicht überhaupt noch sinnvoll ist.
    Erwartet ihr Konsequenzen aus einer etwaigen Abschaffung der Wehrpflicht in Deutschland?
     
    #1
    Theresamaus, 1 November 2009
  2. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
    4.093
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    2.105
    Single
    Wenn der Wehrdienst auf 6 Monate verkürzt wird, kann man ihn auch gleich voll ganz abschaffen. - Denn die Konsequenzen daraus wären auch kaum größer als die einer Verkürzung des Wehrdienstes auf 6 Monate.

    Den Wehrdienst an sich halte ich sowieso für völlig sinnlos - egal ob er jetzt 6 oder 9 Monate dauert.

    Der Zivildienst war bei einer Dauer von 9 Monaten aber wirklich noch gut und sinnvoll. - Bleiben Zivis dagegen nur 6 Monate, reicht das für die meisten Zivi-Stellen einfach nicht (Beim roten Kreuz dauert allein die Ausbildung für Zivis schon 3 Monate!), so dass es wohl kaum noch Zivi-Stellen gibt. Die fehlenden Zivis müssen dann wohl oder übel durch richtige Arbeitskräfte ersetzt werden, was die Kosten im Gesundheitssystem, in der Pflege, Kinderbetreuung, Versorgung behinderter Menschen, usw. deutlich erhöhen wird - und dass müssen dann wohl oder übel alle Bürger bezahlen.
     
    #2
    User 44981, 1 November 2009
  3. User 66279
    Sehr bekannt hier
    1.870
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    vergeben und glücklich
    Wie banane schon sagte:
    Die Zivistellen werden durch Berufspfleger ersetzt.
    Dadurch werden die Kosten, die bei Abschaffung der Bundeswehr eingespart werden, eigentlich nur verlagert.
    Ich sehe allerdings den Vorteil, dass engagierte Studenten ein Jahr eher ins Berufsleben einsteigen können.
    Deshalb würde ich eine Abschaffung des Wehrpflicht eher befürworten als eine Verkürzung.
     
    #3
    User 66279, 1 November 2009
  4. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    Ich rechne eher damit, dass die Kosten insgesamt immens steigen, da bei einer Abschaffung der Wehrpflicht sicherlich mehr Berufssoldaten eingestellt werden würden, die die Einsparungen schon wieder auffressen werden.
     
    #4
    User 44981, 1 November 2009
  5. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
    118
    0
    35
    nicht angegeben
    Was ist mit Abrüstung?
     
    #5
    Theresamaus, 1 November 2009
  6. Thomaxx
    Gast
    0
    gg die Abschaffung

    1. de facto besteht die Wehrpflicht nur noch auf dem Papier
    2. bestünde bei einer Berufsarmee die Gefahr eines "Staates im Staat"
    3. bei einer Berufsarmee hätte wohl der Staat weniger Skrupel diese auch einzusetzen
    4. eine Wehrpflichtarmee bringt alle Teile der Gesellschaft in dieser zusammen
    5. wer das Recht auf freie Bildung, Meinungsfreiheit, freien Wahlen usw. hat, sollte auch die Pflicht haben diese zu verteidigen
    6. warum ein sich bewährtes System mit Wehrpflicht und Zivildienst abschaffen? weil ein paar Egoisten dann erst ein Jahr später studieren können?
     
    #6
    Thomaxx, 1 November 2009
  7. User 76373
    Verbringt hier viel Zeit
    984
    113
    67
    in einer Beziehung
    Sehe ich auch so.
     
    #7
    User 76373, 1 November 2009
  8. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
    118
    0
    35
    nicht angegeben
    Eben nicht. Der pazifistische Teil der Gesellschaft sowie alle Männer, die körperlich nicht 1a sind, finden keinen Platz in einer Wehrpflichtarmee.:schuettel: Ganz zu schweigen von Frauen, die Hälfte der Bevölkerung ausmachen. Sowie Ausländer.
     
    #8
    Theresamaus, 1 November 2009
  9. Thomaxx
    Gast
    0
    Off-Topic:
    Pazifismus ist auf keine Gesellschaftsschicht beschränkt, genauso wenig wie die körperlichen Voraussetzungen.....Frauen können sich freiwillig melden. Dass Ausländer nicht in der BW dienen dürfen, finde ich auch schade.....ich wär dafür die alle einzuziehen und Sie alles lesen dürfen, wo "streng geheim" drauf steht :smile:
     
    #9
    Thomaxx, 1 November 2009
  10. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
    4.093
    348
    2.105
    Single
    Ich glaube nicht, dass eine Abschaffung der Wehrpflicht zu einer Abrüstung führt.
    Viel eher werden die fehlenden Wehrpflichtigen durch Berussoldaten ersetzt.
    Vielleicht weil so etwas wie eine "Wehrgerechtigkeit" schon längst nicht mehr existiert.
    Die meisten jungen Männer werden heutzutage doch sowieso ausgemustert - teilweise aus völlig ungerständlichen Gründen (oder ist es nachvollziehbar und "gerecht", dass fast alle richtig sportlichen und körperlich leistungsfähigen Leute ausgemustert werden, weil sie genügend Sportverletzungen vorweisen können?).
    Weiterhin werden dann auch noch Leute mit wirklichen körperlichen Beschwerden grundlos als tauglich befunden.
     
    #10
    User 44981, 1 November 2009
  11. Thomaxx
    Gast
    0
    haha, wenn ich aus Überzeugung handle (in dem ich zum Bund oder Zivi gehe), brauch ich bestimmt nicht so ein Wort wie "Wehrgerechtigkeit".....denn das interessiert mich dann nicht.

    Nennen wir das Kind doch beim Namen: die ganze beschissene Diskussion ist doch nur aufgekommen, weil einfach kaum noch wer Bock hat, und weil man keinen Bock mehr hat, greift man das größere, populistisch wirksamere, der beiden Übel an, den Bund und macht den Zivi gleich mit kaputt, is ja egal, hauptsache ich musste nix machen und was geht mich fremdes Elend an und dann kommt eben bei der Umfrage: "Was hast du gemacht: Bund oder Zivi?" mehrheitlich ein "Nix von beiden :grin:"
     
    #11
    Thomaxx, 1 November 2009
  12. kabacake
    Benutzer gesperrt
    43
    0
    7
    Single
    naja der bundswehr wirds net besonders weh tun. nur die sozialdienste wird es wohl hart treffen, denn die sind auf billigarbeiter angewiesen.
     
    #12
    kabacake, 1 November 2009
  13. User 93844
    User 93844 (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    113
    40
    nicht angegeben
    Ich bin dagegen, dass der Wehrdienst auf sechs Monate gekürzt wird (sind schon neun Monate wirtschaftlich gesehen recht fraglich). Einziger Vorteil wäre, dass die Leute noch eine Chance haben, sich die Bundeswehr (Bw) vor einer Verpflichtung als Zeitsoldat (SaZ) genauer an zugucken. 40 % aller Nachwuchskräfte generiert die Bw aus Wehrdienstpflichtigen, die bleiben, weil ihnen das Betriebsklima gefallen hat.

    Auch der Zivildienst hat unter dieser Kürzung enorm zu leiden. Gerade im Rettungsdienst, wo 45 % aller Rettungssanitäter (RS) (also im Prinzip die Rettungswagen (RTW) -fahrer) aus Zivis bestehen, würden wegfallen, da die Ausbildung (drei Monate) einfach zu lang und der darauf folgende Nutzen zu kurz wäre. Auch ein effizienter Brand- und Katastrophenschutz dürfte dadurch immer schwieriger werden, da immer weniger Menschen (gerade in der Altersstruktur 16 - 28 Jahre) eine "kein Bock"-Mentalität an den Tag legen.

    Generell wäre ich dafür, den Wehrdienst entsprechend dem israelischen System auszuweiten: Hier müssen alle, ob Männlein oder Weiblein, Dienst an der Waffe oder einen entsprechenden sozialen Ersatzdienstleisten - dies würde auch der Gleichberechtigung von Mann und Frau dienen.
     
    #13
    User 93844, 1 November 2009
  14. User 76250
    Planet-Liebe Berühmtheit
    3.193
    348
    3.050
    Single
    Genau das ist die Frage. Bei einer Wehrpflichtarmee hat die Bundeswehr die Auswahl. Es ist Sache der Verwaltung, entsprechend die Kriterien für die Teilnahme am Grundwehrdienst festzulegen. Wenn aus Gewissensgründen verweigert wird, kann die Verwaltung den Grad des Anzweifelns selbst bestimmen und notfalls jeden Einzelfall bis in die letzte Instanz durchprügeln. Auch die Kriterien für den Musterungsgrad kann die Verwaltung selbst bestimmen. In einer Wehrpflichtarmee ist es definitiv leichter, eine entsprechende Masse an Soldaten in den Dienst zu kriegen, die den Anforderungen entsprechen.

    Anders sieht es in einer Freiwilligenarmee aus. Da ist die Bundeswehr unter Umständen gezwungen, jeden zu nehmen, der will - unabhängig vom Eignungsgrad. Nämlich dann, wenn weniger Bewerbungen eintreffen, als Plätze zur Verfügung stehen. Und gerade in einer Zeit, in der die Bundeswehr stark im Ausland vertreten ist und ggf. noch größere Kontingente gebraucht werden (was passiert beispielsweise, wenn die Situation in Pakistan kippt?), könnte es dann schwer werden, geeignete Soldaten ins Ausland zu schicken.

    Dazu bitte ich mal zu überlegen, wer freiwillig zur Bundeswehr geht? Wohl kaum die Bildungselite, also diejenigen, die einen 1,5-er Abiturschnitt haben oder besser. Für wen wäre eine Freiwilligenarmee denn attraktiv? Mit Sicherheit für alle, die auf dem freien Markt keine Chance haben und durch die Kaderzwänge der Bundeswehr ein Einkommen erhoffen.

    Zudem bin ich nicht so vermessen zu glauben, dass alle Neonazis so dumpf nationalsozialistisch und bei den Altnazis anbiedernd sind wie Rieger es war. Ein Grund, warum die NPD keinen größeren Zulauf hat: Die sind bislang nicht clever genug gewesen, die Gesellschaft tatsächlich zu unterwandern, sondern blöken ihre Parolen. Was aber, wenn sich das mal ändert? Dann ließe sich eine Bundeswehr unter Umständen unterwandern. Und wir hätten vielleicht nicht bloß einen Staat im Staat, sondern ggf. eine Instanz geschaffen, die mit Gewalt die geltende Ordnung abschaffen könnte. Vielleicht nicht 2011. Aber vielleicht 2030.
     
    #14
    User 76250, 1 November 2009
  15. User 76373
    Verbringt hier viel Zeit
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    in einer Beziehung
    Sehe ich auch so.

    Diese gefahr halte ich für sehr konstruiert, wenn auch nicht völlig ausgeschlossen. Die Bundeswehr schaut sich die eigenen Leute schon an.
     
    #15
    User 76373, 1 November 2009
  16. User 76250
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    Aber wie genau schaut sie hin, wenn sie noch 1.000 Planstellen offen hat?
     
    #16
    User 76250, 2 November 2009
  17. User 76373
    Verbringt hier viel Zeit
    984
    113
    67
    in einer Beziehung
    Meiner Meinung nach ziemlich genau, ich denke nicht dass man solch eine Weltanschaunug lange verbergen kann, im übrigen reagiert sie ziemlich hart in solchen fällen.
     
    #17
    User 76373, 2 November 2009
  18. User 78066
    User 78066 (39)
    Sehr bekannt hier
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    Verheiratet
    Meiner Meinung nach wird es odentliche Probleme im Gesundheitsbereich geben .... Mal ehrlich, die Wehrpflicht gibt´s doch nur noch, damit es den Zivildienst gibt ...
    Wenn ich die Bundeswehr-geschichten mir anhören muß :rolleyes: ... macht wenig Sinn.
     
    #18
    User 78066, 2 November 2009
  19. Minnesänger
    Benutzer gesperrt
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    53
    59
    nicht angegeben
    Gegen eine allgemeine, zwölfmonatige Dienstpflicht für alle Männer und Frauen im direkten Anschluß an ihre Schulausbildung ist sicherlich nichts einzuwenden. Allerdings sollte man hier mal strikt zwischen zivilem und militärischem Dienst unterscheiden. Frauen sollten ausschließlich zu zivilen Diensten, Männer ausschließlich zum Militärdienst herangezogen werden. Ausgenommen von der Dienstpflicht wären selbstvertändlich Mütter und Väter sowie aus gesundheitlichen Gründen absolut dienstunfähige Personen.

    Von einer Berufsarmee halte ich mal überhaupt nichts. Die Gründe sind bereits hinreichend ausgeführt worden. Würde die Bundeswehr mal ihrem eigentlich Sinn gemäß eingesetzt werden, nämlich zur Verteidigung von Freiheit und Sicherheit des Deutschen Volkes, anstatt irgendwo in den afghanischen Bergen herumzuturnen, wäre eine ausgedehnte Wehrpflicht mit Sicherheit auch angemessen zu unterhalten.
     
    #19
    Minnesänger, 2 November 2009
  20. User 77547
    Beiträge füllen Bücher
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    Ich finde die Reduzierung des Wehrdienstes auf 6 Monate und die damit verbundene Verkürzung des Zivildienstes beschissen. Das hat enorme Auswirkungen insbesondere für soziale Organisationen, die Zivildienstleistende beschäftigen.

    Ich bin ein Anhänger der Wehrpflicht. Selbst habe ich Zivildienst geleistet (damals noch 20 Monate) und ich fand die Zeit an sich ebenso wie den Prozess der Entscheidung (Wehr- oder Zivildienst) einen Gewinn.

    Eigentlich fände ich es sogar gut, wenn auch Frauen Wehr- bzw. Zivildienst leisten müssten. Das ist aber natürlich nie und nimmer politisch durchsetzbar.
     
    #20
    User 77547, 2 November 2009

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