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  • Chimaira25w
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    nicht angegeben
    15 November 2007
    #1

    Welches Gesetz regelt was?

    Hi. Vielleicht kann mir ja hier jemand weiterhelfen...
    Kennt jemand eine Tabelle im Internet die mir aufzeigt, welches Gesetz was regelt?

    Natürlich kann man viele Sachen aus den Namen des Gesetzes ableiten, aber nicht alles ist klar ersichtlich.

    Ich brauche unter anderem folgende Gesetze: Jugendschutzgesetz, Arbeitsschutz, Jugendarbeitsschutz, Betriebsverfassungsgesetz, Berufsbildungsschutzgesetz, Kündigungsschutzgesetz.
     
  • Dunsti
    Dunsti (40)
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    vergeben und glücklich
    15 November 2007
    #2
    Ich würde entweder die einzelnen Begriffe bei Wikipedia eingeben oder bei juris die Gesetze im Netz aufrufen, alleine schon aus den einzelnen Kapitelüberschriften ergibt sich, was da Trumpf ist. ("Schutz von Jugendlichen in der Öffentlichkeit" - ist doch eindeutig, oder?)
     
  • Chimaira25w
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    15 November 2007
    #3
    So eindeutig ist das nicht. Ich habe hier zum Beispiel eine Aufgabe die um die Kündigungsfrist geht. Tja als erstes denkt man, dass das im Kündigungsschutzgesetz steht. Ist aber falsch. Es steht im BGB.
    Gemerkt habe ich es erst dadurch, da dort der Paragraph 622 angegeben wurde und ich dann hergeleitet habe, dass das Kündigungsschutzgesetz niemals 622 Paragraphen beinhaltet. Und ich hatte Recht.
    Ich dachte nur, dass es vielleicht eine Art Tabelle im Internet gibt, wer was regelt. Was ja auch nur ein Wunschgedanke :zwinker:
     
  • User 12370
    User 12370 (31)
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    nicht angegeben
    15 November 2007
    #4
    Von dem hatt ichs am dienstag auch erst :zwinker:

    Das BGB regelt sozusagen die Geschehnisse des Alltags, und dazu gehört auch das Arbeitsverhälltnis und dessen Rahmenbedingungen. Erst wenn es etwas spezieller wird, musst du andere Gesetze hinzuziehen. Wenn es zb. um jugendliche arbeitnehmer geht, das Jugendarbeitsschutzgesetz und bei urlaubsregelungen das Urlaubsgesetz. Grob gesagt geht man also immer vom "allgemeinen" zum "speziellen"
     
  • Novalis
    Novalis (36)
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    nicht angegeben
    15 November 2007
    #5
    Wichtiger Punkt.
    lex specialis vor lex generalis.

    Das ist nämlich das nächste Problem, wenn man ein Gesetz gefunden hat, heißt es noch lange nicht, daß dieses im Endeffekt auch angewendet wird.
     
  • User 76250
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    15 November 2007
    #6
    Das ist doch gar nicht so schwer...

    Wie der Name schon sagt, beschäftigt sich das Kündigungsschutzgesetz mit dem Schutz vor Kündigung. Da geht es dementsprechend um Kündigungen, die nicht der vom Gesetzgeber erdachten Norm entsprechen (sprich: frist- und formgerechte Kündigungen). Alles, was die Dinge des Alltags angeht, inklusive den allgemeinen Regelungen zum Vertragsrecht, findest Du, wie Aurelie schon treffend anmerkte, im BGB. Alles, was die juristische Strafbarkeit von Handlungen betrifft, findest Du zunächst mal im StGB. Alles, was da nicht drin steht, ist entweder nicht strafrechtlich verfolgt oder wird in einem eigenen Gesetz geahndet, wie z.B. im JuSchG (§ 27 regelt beispielsweise Strafen für die Zugänglichmachung jugendgefährdender oder von der Bundesprüfstelle indizierter Medien, § 28 alles andere, was dem Jugendschutz zuwider läuft). Ein weiteres Beispiel ist das MarkenG, wo die Strafvorschriften in den §§143 bis 145 stehen.

    Vorgehensweise bei Strafrecht:
    1. StGB
    2. Spezialgesetz bzw. -verordnung

    Vorgehensweise bei bürgerlichem Recht:
    1. BGB
    2. Spezialgesetz bzw. -verordnung

    Vorgehensweise bei Handelsrecht:
    1a. (wenn ins HR eingetragen) HGB
    danach und andernfalls
    1b. BGB
    2. Spezialgesetz bzw. -verordnung (sofern vorhanden, z.B. AktG)
     
  • waschbär2
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    vergeben und glücklich
    15 November 2007
    #7
    Es hat schon seine Vorteile, wenn man Jura studiert hat :-D

    Und wenn ich hinzufügen darf: Letztendlich legt die Rechtsprechung fest, was wirklich aktuelles Recht ist.
    Selbst das Bundesverfassungsgericht ändert mal seine Meinung ...
     
  • Schäfchen
    Schäfchen (37)
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    15 November 2007
    #8
    Off-Topic:
    Geltende Meinung vs. Mindermeinung, oder so wars doch?
     
  • waschbär2
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    15 November 2007
    #9
    Off-Topic:
    Falsch. Geltende Rechtsprechung gegen Volksempfinden :-D
     
  • Novalis
    Novalis (36)
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    15 November 2007
    #10
    3 Juristen, 4 Meinungen?

    Mal neben waschbärs gelungenem Gag:

    herrschende Meinung, Literaturmeinung, BGH-Meinung, Meinung des Dozenten, Meinung des zuständigen Staatsanwaltes, Innensenatos...

    Alles von Belang ;-)

    Zusätzlich zum theoretischen Meinungschaos und dem Gegensatz Rechtsprechung/ Volksempfinden gibt es ja auch noch die Auswüchse der Praxis in Form von:

    "Totschlag? Mord? Klar hat der mit dem Messer zum Herzen gestochen, aber erstens wollte der gar nicht töten, das sieht man ja schon daran, daß es nicht geklappt hat und viel wichtiger zweitens: unsere Polizeiliche Kriminalstatistik darf diesen Monat keinen Totschlag mehr haben, wir haben schon zwei zuviel"
     
  • Chimaira25w
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    15 November 2007
    #11

    Danke. Mal sehen ob ich es damit hinbekomme. Ich finde es trotzdem verwirrend. Wieso kann man nicht einfach die Gesetze hinpacken, wo es der Name auch schon sagt?
    Hätte ich mir vielleicht vorher überlegen sollen bevor ich hier meinen Ausbilderschein mach. :geknickt:
     
  • Schmusekatze05
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    15 November 2007
    #12
    Off-Topic:
    In Klausuren sollte man die Bedeutung der Meinung des Dozenten nicht unterschätzen. Die wird unter Umständen wichtiger als die des BGH :zwinker:
     

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