Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Welches Maß an Sexualität benötigt der Mensch?

Dieses Thema im Forum "Liebe & Sex Umfragen" wurde erstellt von Matze1234, 14 November 2009.

  1. Matze1234
    Verbringt hier viel Zeit
    108
    101
    0
    nicht angegeben
    Hallo Leute,

    mir ist heute mal durch den Kopf gegangen, was wäre, wenn ein Mensch seine Sexualität (jeglicher Art) nicht ausleben kann (abgesehen davon, dass es dann vllt. kein Kind gibt ;-) ).
    Stellt euch vor, man würde euch so sehr darin einschränken, dass ihr keinen Sex haben oder z.B. keine Selbstbefriedigung machen könntet/dürftet?
    Denkt ihr, dass Menschen, die sehr lange in ihrem Leben oder sogar nie Sex haben, physische/psychische Beeinträchtigungen davon tragen würden?

    Bin gespannt auf eure Meinung.
     
    #1
    Matze1234, 14 November 2009
  2. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
    20.750
    698
    2.618
    Verheiratet
    Ich lebe seit 8 Jahren ohne SB und es geht mir gut.
    Ich glaube nicht, dass Menschen irgendwelche Beeinträchtigungen davon tragen, denn die Gedanken sind weiterhin frei ...
     
    #2
    xoxo, 14 November 2009
  3. MrShelby
    Sehr bekannt hier
    1.393
    198
    813
    Single
    Wie man in manchen Threads schon lesen konnte, wird dann der Orgasmus/Samenerguss halt nachts kommen, wenn man was sexuelles Träumt. Es sich tagsüber zu "verbieten" bringt daher nix...
     
    #3
    MrShelby, 14 November 2009
  4. BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    5.855
    598
    5.377
    nicht angegeben
    Aber du lebst nicht seit 8 Jahren ohne Sex, von daher ist das wohl ein sehr schwacher Vergleich.
    Die Gedanken sind frei, aber die Gefühle und Bedürfnisse des Menschen bestehen weiter.
    Ich glaube, dass es schon Folgen haben wird. Nicht in Form von schweren Erkrankungen, aber ich glaube es wäre schon eine komische psychische Entwicklung. Man unterdrückt einen Teil seiner selbst, und es würde mich nicht wundern dass ein solcher Mensch zu einem "komischen Kauz" wird.

    Das hab ich sogar früher schon in meinem Biobuch gelesen :zwinker:. Du hast sehr Recht.
     
    #4
    BrooklynBridge, 14 November 2009
  5. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
    20.750
    698
    2.618
    Verheiratet
    Menschen kompensieren und sublimieren täglich, daher glaube ich an keine (auffälligen= Folgen.
     
    #5
    xoxo, 14 November 2009
  6. Fuchs
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    5.487
    398
    3.287
    Single
    Sexualität ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Im Gegensatz zu Atmen, Essen und dergleichen ein sehr geduldiges Grundbedürfnis, was aber nichts dran ändert, dass es befriedigt werden möchte. Wenn Triebe nicht befriedigt oder der Drang zumindest sublimiert wird, beginnen Menschen zu Leiden und aus diesem Leid und dem Unvermögen der Kompensation können dann meiner Ansicht nach durchaus psychische Störungen entstehen.

    Welches Maß an Sexualität ein Individuum nun genau benötigt, lässt sich nicht verallgemeinern. Asexuelle Personen bspw. kommen auch ohne ganz gut zurecht.
     
    #6
    Fuchs, 14 November 2009
  7. many--
    many-- (32)
    Beiträge füllen Bücher
    3.052
    248
    1.358
    Verheiratet
    "Der Mensch"? Ich denke - auch wenn die Aussage ausgelutscht ist - das ist doch von Fall zu Fall sehr unterschiedlich.

    Genrell bin ich der Meinung, dass eine bewusste Unterdrückung des Sexual- wie jeden angeborenen Triebes psychische Folgen für den Menschen hat. Diese können aber evtl. durch die soziale Umgebung und die herrschenden Sexualmentalitäten abgeschwächt werden - aber eben auch verstärkt.

    Persönliche Einschätzung: offene und ausgelebte Sexualität gehört für mich persönlich zu meinem Lebensgefühl dazu, und ich könnte eigentlich nicht, ohne merklich an Glück zu verlieren, darauf verzichten.
     
    #7
    many--, 14 November 2009
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  8. BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    5.855
    598
    5.377
    nicht angegeben
    Aber mit Sex und SB wird ein gleiches Grundbedürfnis befriedigt. Ich denke auch nicht, dass Menschen auffällige Folgen (wie schwere psychische Erkrankungen) davon tragen, denn genau dazu gibt es ja den Schutzmechanismus, zu sublimieren. Aber dennoch glaube ich dass den meisten Menschen etwas fehlen würde, es gäbe eine latente Unzufriedenheit die m.E. der Entwicklung nicht guttun kann.
     
    #8
    BrooklynBridge, 14 November 2009
  9. Da stimm ich dir zu, aber ich bin der Meinung, dass man dies keineswegs verallgemeinern kann, sondern da jede Mensch eben völlig andere Erwartungen hat.
     
    #9
    Chosylämmchen, 14 November 2009
  10. ViolaAnn
    ViolaAnn (26)
    Verbringt hier viel Zeit
    946
    113
    67
    Verheiratet
    Aber auch nur wenn sie schon Sex hatten.
    Etwas das man nicht kennt, kann man auch nicht vermissen.
    Man kann es sich zwar wünschen es zu haben, aber vermissen nicht, da man nicht weiß wie es ist.

    Bei SB ist es natürlich was anderes, dazu braucht man ja keinen anderen Menschen
    und ich glaube kaum das man SB jemanden verbieten kann, wie sollte das denn bitte aussehen?

    Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wenn man ihn nun das nimmt was er gewohnt ist, dann kann es folgen haben. Hatte man es aber noch nie bzw will es nicht, dann fehlt einen auch nichts. So wie xoxo schon schrieb.

    LG ViolaAnn
     
    #10
    ViolaAnn, 14 November 2009
  11. Nun, ist vielfach in der Geschichte geschehen und zum Teil sogar verteufelt worden.

    Onanieren kommt nicht umsonst, zwar fälschlicherweise, von einer, vom "Herrn" missfallener, Person Namens Onan.

    Man erinnert sich nur zum Beispiel an den Keuschheitsgürtel, der wurde nicht immer eingesetzt für das sexuelle Vergnügen. ;-)
     
    #11
    Chosylämmchen, 14 November 2009
  12. User 54458
    Verbringt hier viel Zeit
    330
    113
    45
    vergeben und glücklich
    Ich denke, dass man das nicht pauschalisieren kann. Jeder Mensch ist anders und hat eine unterschiedlich stark ausgeprägte Sexualität.
    Und ich denke durchaus, dass es Menschen gibt, die ohne Sex/Selbstbefriedigung leben können und sich dadurch nicht eingeschränkt fühlen. Es ist ihnen einfach nicht wichtig und für sie nicht Teil eines erfüllten Lebens. Insofern entstehen da nicht in jedem Fall Beeinträchtigungen.
     
    #12
    User 54458, 14 November 2009
  13. User 36171
    Beiträge füllen Bücher
    1.879
    248
    957
    Verheiratet
    Also, das kann man doch nun wirklich nicht pauschalisieren!
    Jeder hat da andere Bedürfnisse.

    Im Übrigen befriedigt man mit Sex und Selbstbefriedigung den glechen Trieb. Ich finde es Unsinn zu behaupten, dass man leidet, wenn man keinen Sex und nur SB haben kann.
    Wenn dann leidet man unter fehlender menschlicher Nähe oder sozialen Kontakten.

    Triebbefriedigung im Allgemeinen (also SB) halte ich aber schon für wichtig und essentiell - je nach Bedürfnissen in einem unterschiedlichen Maße.
     
    #13
    User 36171, 14 November 2009
  14. Lily87
    Gast
    0
    Es gibt sicher Menschen, die lange Zeit ohne Sex auskommen. SB fällt bei manchen wohl auch weg. Das hat individuelle Gründe, wie zb eine Lebenskrise.
     
    #14
    Lily87, 14 November 2009
  15. virtualman
    virtualman (32)
    Benutzer gesperrt
    1.001
    0
    5
    Single
    Ich denke der Körper wird das allmählich herunterfahren, Samenproduktion wird nicht mehr so hoch sein usw...
    Was er unbedingt braucht hat er ja, also Essen Trinken usw..., also dürfte es keine gesundheitlichen Einschränkungen geben.
    Seelische weiß ich nicht.
     
    #15
    virtualman, 14 November 2009
  16. many--
    many-- (32)
    Beiträge füllen Bücher
    3.052
    248
    1.358
    Verheiratet
    Doch, kann man :zwinker: und genau darum geht es: denn wenn man etwas, was man nie explizit kennen gelernt hat, dennoch "vermisst", also das Bedürfnis hat, dieses etwas rein instiktiv zu tun - eben genau dann ist dieses "etwas" ein Grundbedürfnis, welches zu unterdrücken im Wortsinn "unnatürlich" wäre.

    Natürlich hast du auch recht, wenn du sagst, dass man Sex - oder vielleicht gewisse Formen davon - nicht vermisst, wenn man sie nicht kennt. Denn: die reine Befriedigung des Geschlechtstriebes, das ist das Grundbedürfnis - die Formen desselben - GV, OV, oder etwas ausgefallener: Löffelchenstellung - sind ja akzidentiell, das vermisst man sicher nicht, wenn man es gar nicht kannte. - Analogie: wenn du Hunger hast, willst du essen. Grundbedürfnis. Kandierte Feigen mit türkischem Honig sind hingegen kein Grundbedürfnis - wenn du sie aber mal kennen gelernt hast und danach nicht mehr bekommst, wirst du sie vermissen :zwinker:
     
    #16
    many--, 14 November 2009
  17. D-Man
    D-Man (30)
    Meistens hier zu finden
    1.236
    133
    84
    in einer Beziehung
    Eine wesentliche Folge von Abstinenz bei Männern ist, dass der Körper irgendwann aufhört, Spermien zu produzieren. Negative Folgen, wie du sie suggerierst wird es wohl nicht geben. Wie Xoxo schon sagte: Man passt sich an.

    Off-Topic:
    Allerdings sublimieren einige dadurch dass sie lustige Beiträge über die verkorkste, gemeine, niederträchtige, oberflächliche, gemein-verkorkste und niederträchtig-oberflächlich, sowie auch über die gemein oberflächliche unter umständen auch verkorkst-niederträchtige Frauenwelt schreiben, die sie einfach nicht zum Schuss kommen lässt, aus diversen, vom Schicksal nahezu betrügerisch inzenierten Gründen! (Vielleicht habe ich adjektive wie "oberflächlich-verkorkst" ausgelassen, die darf man sich dann aber denken).


    Soll heißen: Du wirst dich nicht dein ganzes Leben lang nach nem Fick verzehren, sondern irgendwann ist das Verlangen weg und selbst wenn du ihn haben könntest, wirst du es wahrscheinlich nicht wollen.
     
    #17
    D-Man, 14 November 2009
  18. ein wort: zölibat?!
     
    #18
    nut3lla n!n.joa, 14 November 2009
  19. Maxx
    Sehr bekannt hier
    1.378
    198
    621
    Single
    Da stimme ich nur teilweise zu. Es geht um das Vermissen in der Form, dass etwas Gewünschtes nicht vorhanden ist, etwas das bisher nur der Fantasie entsprang und entgegen des eigenen Wunsches nie Wirklichkeit wurde. Also ja, man kann Sex vermissen, wenn man nie welchen erlebt hat und mit zunehmendem Alter kann hingegen das schmerzliche Gefühl stetig stärker werden, dass man aufgrund der nicht gemachten Erfahrung etwas verpasst hat.

    Besonders GV oder aber auch OV sind jedoch sehr allgemein gehaltene Begriffe und während GV die klassische Penetration, wenn auch in verschiedenen Stellungen, umschreibt, kann dieser in der Vorstellungskraft genauso erlebenswert sein wie die Praktik OV, welche ein Unerfahrener sich wünschen oder vermissen kann, da nicht viel Fantasie vonnöten ist, um sich als Unerfahrener auszumalen wie es ist, wenn man einen geblasen bekommt. Man könnte also sagen, dass ein Unerfahrener vielleicht grundlegende Praktiken wie Handjob, Blowjob oder den klassischen GV vermisst, nicht aber den Wunsch verspürt von jetzt auf gleich das ganze Kamasutra rauf und runter durchzunehmen.

    Wenn man mit 16 oder 18 bereits seit einiger Zeit sexuell aktiv ist, dann lässt sich im Nachhinein natürlich leicht sagen, dass man nichts vermissen kann, was man bisher noch nicht erlebt hat, da die Person mit unerfahrenen 14 den Sex vielleicht mangels sexueller Reife oder Partner auch noch nicht vermisst hat. Konfrontiert man aber einen 40-Jährigen ohne Erfahrung mit diesen Worten, der schon über eine ganze Generation lang auf sein erstes Mal wartet, dann wird dieser vermutlich nur die Augen verdrehen und hat allenfalls ein müdes Lächeln für eine solche aus seiner Perspektive törichte Aussage übrig.
     
    #19
    Maxx, 15 November 2009
  20. many--
    many-- (32)
    Beiträge füllen Bücher
    3.052
    248
    1.358
    Verheiratet
    Ganz kurz: mein Punkt war, dass es einen Unterschied zwischen dem Grundtrieb und Dingen gibt, von denen man gehört hat. Wenn du also, sagen wir mal, noch nie was davon gehört hast, dass es sowas wie Sex überhaupt gibt, wirst du trotzdem die Befriedigung des Geschlechtstriebes vermissen. Aber Fantasien über bestimmte Formen der sexuellen Befriedigung wirst du nicht haben, denn du weißt ja gar nicht, dass so was existiert! Du wirst also gar nicht wissen, dass du etwas verpasst hast, dass dir Erfahrungen fehlen, denn du weißt gar nicht, dass die Sache überhaupt existiert! Du hast nur das nebulöse Gefühl, dass dir etwas fehlt, dass du einen unbefriedigten Trieb hast. Wie stark dieses Gefühl ist, hängt vermutlich vom Menschen ab.

    Das ist natürlich nur ein sehr, sehr theoretischer Fall, heutzutage quasi unmöglich. Aber stell dir mal eine Gesellschaft vor, in der Sex allgemein sehr stark tabuisiert ist und bestimmte Praktiken wie Oralsex als so strafwürdig und verdammenswert gelten, dass die einzigen, die überhaupt wissen dürfen, dass es so etwas gibt, die Regulierungsbeamten sind. In einer solchen Gesellschaft würde wohl kaum jemand wissen, dass es die Freuden des Blowjobs gäbe, ergo würde das kaum jemand vermissen.

    Dieses Beispiel ist übrigens real. Im Europa des Mittelalters waren die einzigen Menschen, denen man etwas über fortgeschrittene Sexualpraktiken beibrachte, die Beichtväter. Als diese dann begannen, explizit nach solchen Dingen zu fragen, erkannte die Kirche schockiert, dass sie durch diese Fragen ihren Schäflein überhaupt erst die verbotenen Gedanken in den Kopf setzten, und verbot prompt das explizite Fragen nach bestimmten Sexualpraktiken.
    Kein Scherz.
     
    #20
    many--, 15 November 2009

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - Welches Maß Sexualität
Rory
Liebe & Sex Umfragen Forum
7 Mai 2015
14 Antworten
rosaroteblume (; <3
Liebe & Sex Umfragen Forum
25 April 2014
45 Antworten
Kuno
Liebe & Sex Umfragen Forum
22 April 2013
55 Antworten
Test