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  • Theresamaus
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    nicht angegeben
    9 Oktober 2007
    #1

    Wenn die Eltern eures Partners Nazi-freundliche Bemerkungen machen sollten

    Ein paar Kommilitonen von mir haben mir mal nebenbei erzählt, dass ihre Eltern gelegentlich merkwürdige Bemerkungen machen was die Zeit des Nationalsozialismus betrifft, nämlich dass es damals auch gute Sachen gegeben hätte und so :eek: Ich will jetzt nicht weiter konkretisieren.
    Aber wenn die Eltern eures Partners solche Bemerkungen machen würden, was würdet ihr tun?
     
  • Schmusekatze05
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    9 Oktober 2007
    #2
    Meine Großeltern sagen sowas auch ab und an, und ich finde, dass sie damit nicht Unrecht haben. Nicht alles war schlecht zu dieser Zeit. Natürlich sind viele Gräueltaten geschehen, und das war schlecht, aber das Leben der normalen Leute auf dem Land war halt nicht komplett schlecht während dieser Zeit. Die meistens hatten Arbeit, das war für sie halt gut. Meine Großeltern hatten sogar während des Krieges aufgrund der eigenen Landwirtschaft meistens ausreichend zu essen, es ging ihnen nicht so schlecht, wie anderen Menschen in Deutschland, und der Zusammenhalt der Menschen in der schweren Zeit war zum Teil viel größer als heute.
    Von daher würde ich mich in solche Äußerungen nicht pauschal reinsteigern, sondern hinterfragen wie das gemeint ist. Nur, wenn sie die Verbrechen, die begangen wurden als nicht schlecht bezeichnen, dann würde ich für mich Konsequenzen ziehen.
     
  • betty boo
    betty boo (31)
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    9 Oktober 2007
    #3
    die eltern meines freundes würden sowas garantiert nich sagen. die regen sich ja schon darüber auf, wenn ihr jüngster sohn zu seinem komischen kurz-pottschnitt ne bomberjacke und jogginghosen trägt :grin:

    (nebenbei: die famile ist deutsch-türkisch)
     
  • MakemyNight
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    9 Oktober 2007
    #4
    also ich hock mich zu denen und hör mal alles genau an .

    dann würd ich für mich die sache beurteilen. und mir meinen teil denken .

    aber kommt ja natürlich auch drauf an in welchem zusammenhang und unter welchen umständen.
     
  • User 18889
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    9 Oktober 2007
    #5
    Sollen sie doch, mir egal.
     
  • Strassenköter23
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    9 Oktober 2007
    #6
    schon passiert.....
     
  • Sad Michi
    Sad Michi (36)
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    Es ist kompliziert
    9 Oktober 2007
    #7
    Ich würde sagen: "Haben Sie immer noch nicht genug, Frau Herman..." :zwinker:
    Aber im Ernst: Der Vater meiner Freundin ist zwar politisch weiter rechts anzusiedeln als ich, aber nicht so weit, dass es grenzwertig wäre, sondern im ganz normalen Bereich. Wenn es anders wäre, würd ich mit meiner Freundin drüber sprechen. Schwierig, sich das vorzustellen, aber je nach Grad der "Nazi-Freundlichkeit", was immer das auch genau heißen mag, wäre das sicher nicht einfach. Noch schlimmer fände ich allerdings, wenn diese "Freundlichkeit" auf die heutige Zeit übertragen würde ohne den historischen Bezug.
     
  • Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    9 Oktober 2007
    #8
    Es kommt natürlich darauf was man genau sagt, aber ich hab schon mal Leute sagen hören, die meinten, heutzutage werde Berlin nur noch von Ossis und Schwulen regiert und sowas hätte es beim Hitler nicht gegeben und so. Das hat mir echt die Sprache verschlagen.
     
  • Schmusekatze05
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    9 Oktober 2007
    #9
    Sowas geht natürlich gar nicht!
     
  • Scheich Assis
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    9 Oktober 2007
    #10
    "Merkwürdige Bemerkung" und "Nationalsozialismus" sind doch schon 2 aufeinander so extrem konditionierte Ausdrücke, dass alle bei diesem Reizwort nur mehr in dieselbe Richtung denken.

    Hätte es die Eva-Hermann Diskussion 10 Jahre früher gegeben, wäre mein Geschichtslehrer heute auch im Häfn.

    Die goldene Waagschale empfinde ich nur mehr als heuchlerisch. Man darf ja heutzutage überhaupt noch froh sein, dass die Kabarettisten noch frei rumlaufen. Die Karikaturisten hats ja schon erwischt.


    Für diejenigen die das jetzt nicht verstehen: Man kann doch hoffentlich noch 60 Jahre danach ohne vorgehaltener Hand über gewisse Dinge offen sprechen. Ich hab kein Problem damit.
     
  • brainforce
    brainforce (35)
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    9 Oktober 2007
    #11
    dieser Auspruch ist zwar saublöd und auch zu verurteilen:kopfschue - aber falsch ist er ja nicht unbedingt (ausgenommen die Ossis):zwinker:
     
  • Deepstar
    Deepstar (31)
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    9 Oktober 2007
    #12
    Naja, mein Vater sagt auch öfters mal, dass früher nicht alles schlecht war, dabei hatte er es selbst nicht erlebt.

    Mein Urgroßvater war damals an der Ostfront und hinterher in sowjetischer Kriegsgefangenschaft und sagte selbst, dass die Zeit bis zum Krieg nicht schlecht war. Er sprach sogar davon, dass die Nationalsozialisten nur drei große Fehler gemacht hatten, nämlich zum einen den Krieg zu beginnen und zweitens hinterher einen Zwei-Fronten-Krieg daraus zu machen und halt als letztes diese KZ Geschichte. Erst als die Niederlage näher rückte, würde es erst schlecht. Auch meine Urgroßmutter behauptet sowas ähnliches. Meine Großmutter kann diese Ansicht aber nicht teilen, sie wurde entsprechend durch die Flucht von Preußen vor den Sowjets hierher sehr geprägt.

    Ich muss sagen, ich hätte keine großen Probleme mit solchen Äußerungen, zum einen wissen es Leute die es erlebt haben eh besser als was ich mit meinem Schulwissen beitragen kann. Außerdem solange man da vernünftig darüber diskutieren kann, ist das alles kein Problem. Ist ja nicht so, dass meine Urgroßeltern alles gut gefunden haben, aber es gibt für sie aus dieser Zeit eben nicht nur schlechtes zu berichten, sind dadurch ja automatisch keine Nazis.
     
  • Theresamaus
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    10 Oktober 2007
    #13
    Ich finde, Eva Herman ist so ein prominentes Beispiel dafür. Dabei ist sie nicht einmal alt. Ich fand es voll krass wie sie sich gestern bei Johannes B. Kerner aufgeführt hat :kopfschue
    Die Autobahn mit der Hitlerzeit in Verbindung zu setzen erweckt denn Eindruck als wollte man sagen, es gäbe heute keine Autobahnen, wenn es Hitler nicht gegeben hätte. Diese Schlussfolgerung finde ich falsch, weil bestimmt jemand anders daraufgekommen wäre, wenn man die Entwicklung der deutschen Industrie betrachtet.
    Viele Menschen versuchen einen kausalen Zusammenhang zwischen Hitler und vermeintlich guten Sachen herzustellen, obwohl der Zusammenhang nicht nachweisbar ist.
    Ich finde es schon richtig, dass Kerner sie Eva Herman rausgeschmissen hat.
     
  • Scheich Assis
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    10 Oktober 2007
    #14
    Ist ja klar, die positiven Errungenschaften will keiner würdigen weil man dann ja sowieso als Nazi gilt in der Öffentlichkeit und in den Medien...eh klar xD

    Das is ja das was man von den Gutmenschen ständig vorgekaut bekommt. Bloß die Dinge in der Zeit nicht näher betrachten, prinzipiell und generell war ALLES schlecht.

    Es geht hier nicht um die Person Hitler selber, sondern um die Zeit und die Regierung unter ihm. Natürlich ist der Zusammenhang nachweisbar. In jeder Zeit gab es Gutes und Schlechtes.
    Sogar Hitler war ein Mensch - man stelle sich vor.


    Ich möchte die Diskussion nicht neu aufrollen. Hört auf zu heucheln und lernt zu differenzieren, god damn it!
     
  • User 67771
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    10 Oktober 2007
    #15
    Käme darauf an, was genau sie sagen.
     
  • daniseb
    daniseb (34)
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    11 Oktober 2007
    #16
    Ja lerne zu differenzieren. Natürlich war damals nicht alles zwingend schlecht. Aber das bei den Autobahnen anzubringen ist mal wieder einfach unwahr, die waren auch schon in Planung bevor der Herr an die Macht kam. Aber das ist OT.

    Die Eltern, von den Personen die sich bis jetzt geäußert haben und repektive deren Freundinnen, dürften zwischen 30 und höchstens 60 Jahre alt sein. Damit haben sie diese Zeit aktiv nicht miterlebt, deswegen halte ich es schon für bedenklich, wenn sie Kommentare in diese Richtung abgeben würden. Denn das heißt, meiner Ansicht nach, das sie das Thema nicht ausreichend reflektiert haben. Warum müssten sie denn sonst in einer unglaublich schrecklichen geschichtlichen Zeit auf die Suche gehen nach den paar Dingen, die gut waren? Das zeugt meiner Ansicht anch von einer verklärung und einem falschen Umgang mit diesem Thema. Von dem her finde ich es nicht OK und würde es auch nicht sofort auf die leichte Schulter nehmen.

    Ich würde mit Ihnen drüber sprechen wollen und auch diskutieren, aber natürlich nicht aufbrausend oder harsch werden, da geht es ja auch um Respekt...
     
  • User 12616
    User 12616 (29)
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    11 Oktober 2007
    #17
    Wichtiger wäre, wie mein Partner auf solche Äußerungen reagiert. Wenn er zustimmt, darüber lacht oder ähnliches, dann wäre er garantiert die längste Zeit mein Freund gewesen.

    Ich würde mich deswegen nicht von meinem Partner trennen, mit mir zusammen ist sowieso nur, wer halbwegs meine politische Meinung vetritt. Aber, falls ich seine Eltern häufig sehen würde, gäbe es sicher einige heftige Diskussionen über das Thema. Bin wortgewandt genug, wodurch ich schon in der Lage bin, meine Sicht der Dinge klar zu stellen und die (zu dieser Sache wohl oder übel schlechten Argumente) zu widerlegen.
     
  • Ich_Tarne_Eimer
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    11 Oktober 2007
    #18
    Kommt darauf an wann und wie sie es sagen...

    generell würde ich sie nicht sofort zur Rede stellen, sondern erst mit meiner Partnerin darüber sprechen.

    Dann muss man aber auch noch differenzieren, was sie genau sagen und ob das auch regelmäßig Fall ist - also eine Tendenz eindeutig auszumachen ist.
     
  • User 65313
    Toto-Champ 2008 & 2017
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    11 Oktober 2007
    #19
    Mir ist jetzt gerade nich ganz klar worauf alles hinaussoll - geht es hier um Nazi-freundliche Kommentare oder um Kommentare, dass es damals auch gute Taten gab?
    In meinen Augen nämlich ein riesen Unterschied.
    Nazi-freundlich hätte für mich zur Folge, nach dem Gespräch meinen Freund mal drauf anzusprechen und ihn zu fragen was er dazu meint. Oder, wenn ich die Eltern schon länger kenne, würde ich direkt anfangen darüber zu reden.

    Die Aussage, dass es gute Dinge gab ist für mich kein Grund. In meinen Augen ist das Fakt. In jeder Regierung gab es gute Seiten. Ich setze als selbstverständlich voraus, dass die weltumspannenden Ereignisse im dritten Reich zu verurteilen sind. Aber dass es im eigenen Land nicht auch gute Dinge gab, darf nicht verdrängt werden, im Gegenteil, das wäre für mich eine Naivität die ich nicht nachvollziehen kann.
    Und darüber soll man auch reden können und nicht die Klappe halten müssen aus Angst davor, als Nazi abgestempelt zu werden. Das is Schwachsinn, gute Dinge zu verdrängen, nur weil sie unter bösem Schatten stehen.
     
  • americangirl
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    11 Oktober 2007
    #20
    Ich verachte jeden Nazi! Kann nicht verstehen, wie man sowas gutheissen kann. Aber wenn seine Eltern so denken und er das total verabscheut, hätte ich einfach mit den Eltern keinen kontakt mehr. Aber wenn er auch darüber lacht, gäbe es ein heftiges Gespräch.
     

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