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Wenn du wüsstest wie sehr ich dich Liebe

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Puschi, 8 August 2006.

  1. Puschi
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verliebt
    Hallo diese geschichte ist von einer sehr guten Freundin ich möchte sie gerne hier reinstellen und die meinungen von anderen hören
    na ja hier ist die Geschichte



    Es war wieder ein regnerischer Tag als Kiran ihre Haare wie jeden Morgen zu dem üblichen strengen Zopf nach hinten zusammen band. Sie guckte auf ihren Terminkalender und sah dass heute nur Büroarbeit zu machen war und die Praxis wohl geschlossen bleiben musste. Kiran Kapoor war 26 Jahre alt und leidenschaftliche Tierärztin. Sie war neu in die Gegend gezogen und kannte noch niemanden, doch ihre Praxis lief die paar Tage schon sehr gut, wo sie in der Stadt Vasco lebte. Sie war sehr zufrieden doch achtete sie darauf, dass sie nicht zu nah an ihre Patienten trat und verhielt sich sehr distanziert zu den anderen Leuten. Also ging sie an diesem Samstagmorgen in ihr kleines Büro. Eigentlich hatte es keine Ähnlichkeiten mit einem Büro eher mit einer Gefängniszelle. Kiran hatte nur einen Schreibtisch einen kleinen Schrank und eine Lampe im Zimmer, von der kaltes Licht herabstrahlte. Sie setzte sich an den Schreibtisch und begann die Rechnungen durchzugehen und zu arbeiten. Um die Mittagszeit erlaubte sie sich eine Pause und ging in ihre Wohnung in der sie sich einen Kaffe machte und sich auf das Sofa sinken ließ. Ihre Gedanken schweiften zurück über das, was geschehen war bevor sie umgezogen ist. Nein, sie zwang sich nicht mehr daran zu denken schließlich war sie hauptsächlich hierhin gezogen um alles zu vergessen. Sie seufzte und ging wieder in ihr Büro. Doch sie kam nur langsam voran, weil sie mit ihren Gedanken nicht ganz bei der Sache war. Ihre Gedanken waren immer noch bei IHM. Sie dachte daran wie er Abends zu ihr gekommen war, sanft ihre Wange gestreichelt hat, ihr einen Kuss auf die Stirn gegeben hat und sie das glückliche Gefühl der Geborgenheit überfiel. Er sagte noch : “Ich liebe dich über alles, ich würde mein Leben für dich geben, und ein Tag an dem ich dich nicht sehe ist für mich ein verlorener Tag, ich liebe dich mehr als mein Leben”, und dabei sah er ihr immer erst in die Augen, wie genau sie sich noch an alles erinnerte, und sie legte den Finger an ihre Lippen und küsste ihn ganz zärtlich auf den Mund und spürte wie er es genoss und das machte sie glücklich. Doch dann war sie wieder in der Realität und da war sie ohne ihn. Er hatte gesagt, dass alles gut wird, dass er es mit ihrer Liebe schaffen würde, doch.....

    Sie durfte jetz nicht weiter daran denken redete sie sich immer wieder ein, du willst es vergessen, ja du, Kiran Kapoor willst es, nein musst es vergessen, musst vergessen dass du durch ihn Liebe erfahren hast, musst vergessen was er zu dir gesagt hat, musst Ihn vergessen. Sie saß an ihrem Schreibtisch und versuchte angestrengt sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren und es schien ihr wie eine Erlösung als das Telefon klingelte. Sie nahm ab und hörte eine Frau am anderen Ende der Leitung schluchzten: “Entschuldigen sie, hier ist Frau Saxena und...” Kiran hörte wie sie in ein Taschentuch schniefte...” und ich brauche unbedingt eine Tierärztin, das sind sie doch oder?” Kiran verdrehte die Augen, nicht wieder so eine hysterische Frau, die glaubt ihr geliebtes Haustier wäre tot, nur weil es einen Knochen gequetscht hat, doch sie blieb freundlich und sagte nur: “Ja das bin ich”. Frau Saxena war anscheinend erleichtert und fragte nun : “ Können sie zu mir kommen, ich wohne direkt eine Straße weiter, meine Katze...” wieder ein schniefer ”.... meine Katze wurde angefahren und sie bewegt sich nicht mehr und.....” Den Rest des Satzes bekam Kiran nicht mehr mit, weil die Frau wieder eine Heulattacke überfiel, und sie so laut ins Telefon jammerte, dass Kiran den höhrer etwas von ihrem Ohr entfernt. Kiran wartete einen Moment bis sie versuchte die Frau zu trösten: “ Es ist bestimmt nicht so schlimm wie sie denken, das krieg ich bestimmt wieder hin, können sie ihre Katze bringen oder muss ich wirklich zu ihnen kommen?” Frau Saxena hatte sich wieder ein wenig beruhigt als sie sagte:” Ich trau mich nicht sie anzufassen, weil ich Angst hab ihr weh zu tun und ich glaube... also es sieht ganz schlimm aus, könnten sie vielleicht nicht kommen, ich wohne im Blumenhimmel Nr. 7 .” Kiran überlegte kurz, sah auf die Uhr, es war bereits 5 Uhr, wenn sie jetz zu Frau Saxena fuhr konnte sie danach Feierabend machen. Nach kurzem Schweigen sagte Kiran: ”Ja natürlich komme ich, ich bin dann in einer Viertel Stunde bei ihnen und beruhigen sie sich wieder, auf wiederhören.” Mit diesen Worten legte sie auf.

    Frau Saxena ahnte gar nicht wie dankbar Kiran ihr war, dass sie nun einen Grund hatte ihr Büro zu verlassen. Somit ging Kiran in ihre Praxis und suchte einige Sachen heraus steckte sie noch in ihre Arzttasche, zog sich ihren Mantel an und ging die Haustür raus. Es schüttete wie aus Gübeln und so rannte sie schnell zum ihrem Auto, doch als sie im Auto saß und losgefahren war, blickte sie mißmutig an sich herunter, weil sie feststellen musste, dass sie doch sehr nass geworden war. Nach 5 Minuten fahrt kam sie an die Straße Blumenhimmel und suchte die Hausnummern ab bis sie Nummer 7 gefunden hatte. Sie stieg aus und betrachtete das Haus. Vor dem Haus war ein Garten angelegt worden, indem nun die Blumen vom Regen niedergedrückt wurden. Sie sah die Blumen an und sie weckten in ihr Erinnerungen. Auch sie hatte damals einen Garten angelegt mit vielen verschiedenen Blumen und wenn es regnete sah sie mit Ihm aus dem Fenster und sah traurig auf die armen Blumen. Sie sagte dann immer: “ Schau mal, die armen Blumen müssen wieder gegen den Regen ankämpfen, hoffentlich schaffen sie es sich nach dem Kampf mit dem Regen sich wieder aufzurichten”, daraufhin lächelte Er über ihr Mitgefühl den Blumen gegenüber drückte sie fest an sich und sagte: “Du bist meine Blume, doch ich passe auf dass kein Regen dich trifft, denn ich werde immer für dich da sein.” Seine Worte klangen immer noch in ihren Ohren als sie dort im Regen starr und steif vor Hausnummer 7 stand und die Blumen betrachtete. Sie war mittlerweile klätschnass geworden und sie fror auch ein bisschen und somit lief sich aus der Erstarrung gelöst auf die Haustür zu. Sie wollte grade auf die Klingel drücken, da wurde die Haustür schon aufgerissen. Frau Saxena war eine pummelige Dame die wohl Anfang 40 war und ihre Haare waren aufgewühlt und durcheinander und auf Kiran wirkte sie sehr konfus. “Sind sie Mrs. Kapoor? Dann kommen sie rein, sie müssen sich sofort um meinen Puschel kümmern, während ich ihnen ein Handtuch hole damit sie sich was abtrocknen können. Kommen sie, hier entlang.” Kiran folgte Frau Saxena ins Wohnzimmer wo ihre Katze auf einem Kissen lag. Kiran öffnete ihren Koffer kniete neben der Katze und untersuchte sie. Sie hatte eine böse Fleischwunde, eine gebrochenen Hinterlauf, und eine kleine Wunde am Ohr und sie behandelte alles äußerst vorsichtig und zielstrebig. Als sie gerade dabei war den Hinterlauf zu schienen, kam die Frau wieder, die als sie anfing zu untersuchen verschwunden war. Sie hatte einen Kaffe und ein Handtuch in der Hand und legte es neben Kiran. Frau Saxena begann zu erzählen wie sich alles zugetragen hatte: “ Ich bin grad von der Arbeit gekommen, da sah ich meinen puschel reglos auf der Straße liegen, ich fing an zu schreien und holte meinen Mann, der sie dann hier ins Haus trug. Wahrscheinlich wurde sie angefahren.” Kiran hörte gar nicht richtig zu und hatte auch nur im Augenwinkel bemerkt wie ihr Handtuch und Kaffe hingestellt wurden.

    Erst als Frau Saxena fragte:” Wie ist es eigentlich dazu gekommen dass sie Tierärztin geworden sind?” lauschte Kiran auf, weil ER sie damals das selbe gefragt hatte und auch heute antwortete das selbe : “Ich mochte schon als kleines Kind Tiere und schon damals war es mein Traum Tierärtzin zu werden, weil ich den Tieren einfach helfen und die Welt somit ein bisschen freundlicher machen wollte. Weil die Welt kam mir als Kind immer so brutal vor und ich wollte ihr ein bisschen davon nehmen indem ich Tieren helfe und somit auch ihre Besitzer glücklicher mache.” Frau Saxena sah sie gerührt an: “Das ist schön, es gibt nicht viele Menschen die so denken wie sie.” Für einen Bruchteil von Sekunden sahen sie sich in die Augen und Kiran begann diese Frau zu mögen. Nachdem Kiran die Katze zuende behandelt hatte schrieb sie noch eine Salbe auf und wollte sich verabschieden, doch Frau Saxena war ihr so dankbar, dass sie sie unbedingt einladen wollte. “Kommen sie doch am Donnerstag zum Kaffeetrinken, ja?” Doch Kiran lehnte höflich ab, denn sie nahm prinzipiell von Kunden keine Einladungen an. Frau Saxena drängte sie immer wieder auf einen anderen Termin, doch Kiran sagte immer wieder: “Es tut mir leid, aber ich kann nicht, da muss ich arbeiten.” Schließlich gab Frau Saxena enttäuscht auf und Kiran tat es fast ein bisschen leid, weil sie sie eigentlich mochte, aber es ging nun mal nicht, sie hatte ihre Arbeit und die hatte Vorrang. Als sie das Haus verließ hatte es bereits aufgehört zu regnen und sie sah wie sich die Blumen wieder aufrichteten und ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. Das erste Lächeln seit ein paar Tagen. Sie stieg ins Auto ein und fuhr los, doch sie hatte nicht bemerkt dass sie beobachtet worden war. Ein Mann mit einem langen grauen Mantel und einem tiefen Schlapphut hatte einige Meter entfernt auf einem Weg gestanden und jede ihrer Bewegungen beobachtet. Schließlich hat er in Gedanken geflüstert: “du kannst uns nicht davon laufen, wir werden dich kriegen” und somit dann umgedreht und im leichten Neben verschwunden. Kiran war froh als sie zu Hause angekommen war und machte sich erstmal etwas zu essen. Sie schob sich schnell ne Pizza rein und setzte sich ins Wohnzimmer auf die Couch. Doch als sie da so alleine saß fühlte sie sich einsam und sie machte den Fernseher an, doch da nix vernünftiges lief schaltete sie ihn bald wieder aus. Tja, dachte sie bei sich, sie konnte die Einsamkeit wohl doch nicht so leicht verdrängen sie sich das gedacht hatte. So erhob sie sich von der Couch und beschloss sich schon fertig zu machen und ins Bett zu legen. Sie machte alles und als sie im Bett lag, versank sie in Träumen an die Vergangenheit. Plötzlich kam ihr ein verbrannter Geruch in die Nase sie sprang auf und bekam einen gewaltigen Schrecken. Sie hatte die Pizza im Ofen vergessen. So ein Mist, dachte sie als sie den Ofen sauber machte und die schwarz verkohlte Pizza herausholte. Sie riss alle Fenster auf, schmiss die Pizza weg und nahm sich stattdessen einen Apfel und eine Banane mit hoch. Kiran setzte sich wieder auf ihr Bett, doch träumen konnte sie nun auch nicht mehr. Sie beschloss zu schlafen nachdem sie gegessen hatte und legte sich hin. Sie schlief in einem großen Doppelbett und so war es kein Wunder dass sie sich merkwürdig fühlte, alleine in so einem riesigen Bett zu schlafen. Sie drehte sich nach rechts, doch ihre Sehnsucht und ihre Einsamkeit wuchsen ständig, wenn sie an die leere Seite neben sich dachte oder wenn sie sich auf die andere Seite wälzte. Schließlich, nachdem sie sich in die Mitte gelegt hatte, schlief sie doch ein, doch sie hatte einen sehr unruhigen schlaf und wachte immer wieder ganz kurz auf.
    Am nächsten Morgen stand sie dann mit Kopfschmerzen auf, schluckte gegen Mittag eine Kopfschmerztablette und kümmerte sich den Rest des Tages um ihre Patienten. Am Abend als sie Feierabend hatte, machte sie sich einen Wein auf, eigentlich hatte sie IHM versprochen mit dem trinken aufzuhören, doch jetz war er nicht da, sie war allein und er war.... schluck, schluck, schluck, da hatte sie das erste Glas Wein auch schon runtergekippt. Sie begann sich wieder ein zuschenken und ab dem dritten Glas trank sie dann aus der Flasche. Doch als Kiran die Flasche wieder auf den Tisch abstellte, sah sie ihr Spiegelbild in der Flasche. Sie war schon angeschwippst oder auch ein bisschen betrunken, als sie anfing mit ihrem Spiegelbild zu reden:” Warum ich jetz trinke? Weil`s mir so verdammt schlecht geht deshalb trinke ich! Was guckst du mich so an? Jaa ich weiß ich hab es ihm versprochen nicht zu tun. Siehst du ich bin nichts wert nicht mal ein Versprechen kann ich halten. Oh ich hasse mich dafür! Ich hatte es IHM doch versprochen!” Mit diesen Worten nahm Kiran die Flasche und warf sie gegen die Wand und rannte hoch in ihr Schlafzimmer und schmiss sich auf ihr Bett. Dort fing sie an zu weinen: “Warum hast du mich nur allein gelassen, warum? warum mein Engel musstest du gehen?” Langsam beruhigte sie sich wieder, sie zog sich um und schlief dann schnell ein. Am nächsten Morgen stand sie auf und hatte wieder leichte Kopfschmerzen, die jedoch im laufe des Tages vergingen. Zur Mittagspause musste sie feststellen

    die geschicht geht noch weiter sobald sie mir den rest schickt^^
     
    #1
    Puschi, 8 August 2006
  2. sleepyDragon
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Absätze wären nicht schlecht. Dann kann man die Geschichte auch lesen.
     
    #2
    sleepyDragon, 8 August 2006
  3. CrazyJo
    CrazyJo (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    uff!bis hier her habe ich es gelesen! ich finde die geschichte sehr gut!ich bin sehr gespannt wie es weiter geht,oder warum die zwei nicht mehr zusammen sind!!!

    aber bitte das nächste mal absätze machen,dann scheint der text nicht so lang und es ist besser zum lesen!!

    hoffentlich kommt bald der nächste teil!
     
    #3
    CrazyJo, 8 August 2006
  4. Frischverliebt
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Geile Geschichte. Lässt sich echt prima lesen, aber meinen Vorgängern stimme ich zu, dass Absätze nicht schlecht wären.

    Bitte Vorsetzung unbedingt schicken....
     
    #4
    Frischverliebt, 8 August 2006
  5. Black Beauty
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    Soo jetz hab ich mich auch hier angemeldet ich bin die Freundin von Puschi die die geschichte schreibt, jetz kann ich also selber meine Texte hier reinstellen. Ich stell gleich noch nen Teil der Geschichte rein, denn sie scheint einigen ja zu gefallen.

    Zur Mittagspause musste sie feststellen, dass sie nichts mehr richtiges zum Essen hatte, also beschloss sie einen Einkauf zu machen und fuhr in das Stadtzentrum von Vasco. Als sie für die nächsten Tage Vorrat gekauft hatte, beschloss sie noch Frische Sachen zu kaufen. Kiran wollte noch eine Gurke, zwei Salate und noch ein paar Tomaten, und die besten und gesündesten gab es, ihrer Meinung nach, im Bioladen. Also suchte sie einen Bioladen und fand auch bald einen. Im Bioladen sah sie sich noch ein bisschen um und kaufte die Sachen die sie haben wollte.

    Es war ein kleines Lädchen und sie drehte sich um als die es klingelte und sie sah, dass eine etwas pummelige Frau den Laden betrat. Als Kiran näher hinsah, bemerkte sie, dass es sich um Frau Saxena handelte. Auch diese schien sie jetz erkannt zu haben und kam überrascht auf sie zu: “Hallo Frau Kapoor, wie geht es ihnen? Ich danke ihnen nochmals, dass sie gekommen sind. Meinem Puschel geht es schon viel besser, er ist schon fast wieder ganz gesund.” Sie lächelte Kiran an die nur distanziert höflich sagte:” Es ist schön zu hören, dass es ihrer Katze schon besser geht.”

    Kiran fühlte sich ein bisschen unwohl in Gegenwart dieser Frau, doch sie wusste selbst nicht warum. Wahrscheinlich weil sie für ihre Freundlichkeit sehr dankbar war und sich zu ihr hingezogen fühlte, sich aber irgendwas in ihr dagegen wehrte.
    Als Frau Saxena fragte: “Wollen wir nicht zusammen einen Kaffe trinken gehen, natürlich nur wenn sie Zeit haben.” Und zu Kirans eigener Überraschung lehnte sie dieses mal nicht ab sondern sagte: “Ja, ich hätte noch was Zeit und ich danke ihnen für dieses Angebot.” Frau Saxena sah sie erst verdutzt an, denn so eine förmliche Zusage hatte sie noch nicht erlebt machte sich aber nichts daraus und freute sich nur, dass sie die Einladung angenommen hatte.
    Nachdem Frau Saxena noch ein paar Sachen gekauft hatte und auch Kiran ihre Sachen bezahlt hatte gingen sie auf die Straße und Frau Saxena meinte: “ Also ich kenne ein wunderschönes Kaffee, die machen einen wunderbaren Kuchen den müssen sie unbedingt probieren, erst ist gar nicht weit weg. Achja, und sie können mich duzen ich heiße Magerethe Saxena aber alle nennen mich Maggy also nennen sie mich auch so ok?” Zum ersten mal in Maggys Gegenwart lächelte Kiran und sie dachte “Was für ein wunderschönes Lächeln” und Kiran überlegte nicht lange und sagte: “Ja natürlich mein Name ist Kiran.”

    Von da an herrschte eine lockere Stimmung zwischen ihnen und als sie im Kaffee saßen unterhielten sie sich angeregt. Kiran war überrascht wie einfach es gewesen war mit Maggy Freundschaft zu schließen und was für eine einnehmende und unkomplizierte Person sie war. Als sie sich nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt, bei dem Maggy ihr alles zeigte und erklärte, trennten fühlte sich Kiran sehr wohl, und doch war sie sehr überrascht und fühlte sich ein wenig überrumpelt, als Maggy sie zum Abschied in die Arme schloss und drückte. Doch gegen ihren Willen musste sie sich eingestehen, dass diese Umarmung diesem Menschen wieder etwas näher gebracht hatte, und damals wusste sie noch nicht, dass daraus eine tiefe jahrelange Freundschaft werden würde.
    Als sie später wieder alleine im Auto saß, überdachte sie das, was passiert war. Maggy. Sie war schon ein merkwürdiger Mensch, sie war so offen, natürlich und hatte so etwas ehrliches an sich, dass man sich bei ihr wohl fühlen musste. Sie hatte an diesem Nachmittag viel über sie erfahren, zum Beispiel dass sie Apothekerin war, verheiratet und eine Tochter hatte, die studierte. Dass ihr Mann viel unterwegs sei, und sie deshalb ihre Katze so liebte.
     
    #5
    Black Beauty, 9 August 2006
  6. Black Beauty
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    Als Kiran zu Hause angekommen war, packte sie ihre Sachen aus und räumte sie in die Schränke ein. Anschließend dachte sie daran, dass ihr Büro unmöglich so bleiben könnte und nahm sich ein paar Zeitschriften und blätterte sie durch. An jede Seite wo sie etwas schönes fand machte sie einen Zettel rein. Sie beschloss später erst zu entscheiden was sie wirklich kaufen wollte. Danach war sie sehr müde und legte sich bald schlafen. In ihren Träumen war sie wieder bei IHM und in ihren Erinnerungen, doch ihre war vorher noch aufgefallen, dass sie heute erstaunlich wenig an ihn gedacht hatte und sie war darauf ein wenig stolz, dass sie endlich einen fortschritt gemacht hatte, ihn zu vergessen.

    Die nächsten Tage vergingen wie im Flug und sie arbeitete übermäßig viel. Maggy rief einige Male an um zu fragen ob sie Zeit hätte, doch sie musste ablehnen weil sie eine Menge Arbeit in ihrer Praxis hatte. Doch Maggy ließ nicht locker und nachdem sie eine Woche alle zwei Tage angerufen hatte, ließ sich Kiran erweichen und sagte zu. So verabredeten sie sich also für den nächsten Donnerstag. Kiran arbeitete auch die restlichen Tage wie besessen, denn so versuchte sie ihre Erinnerungen an IHN zu vergessen und zu verdrängen. Und es brachte auch ein bisschen was, denn sie war Abends zum Teil dann so müde, dass sie keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte und sofort in einen traumlosen Schlaf viel. Nur einmal träumte sie noch von der Vergangenheit. Doch es ging ihr immer schlechter und sie war immer öfter schlecht gelaunt, was ja auch kein wunder war. Oft starrte sie die Leute die ihre verletzten Tiere brachten mit einer solchen Gefühlslosigkeit an, dass manche im ersten Moment erschreckt zurückwichen. Doch die Tiere behandelte sie mit bewundernswerter Sänfte und das wussten die Leute nach den eineinhalb Wochen. Sie lernten ihre distanzierte Art kennen und schätzten die gute Tierärztin in ihr. Und da sie auch meilenweit die einzige Tierärztin war, blieb ihnen auch gar nichts anderes übrig als sie so zu nehmen wie sie war.
    Am Donnerstag Nachmittag hatte sich Kiran also von 1 bis 5 Uhr freie Zeit geschafft und wurde um viertel vor Zwei von Maggy abgeholt. Vorher hatte Kiran sich noch eine Stunde fertig gemacht und überlegt was sie anziehen sollte, denn Maggy wollte sie an einen wunderschönen Ort führen, doch sie hatte nicht gesagt wohin, dass sollte eine Überraschung werden. Letztendlich entschloss sie sich ein weißes Sommerkleid mit großen gelben Blumen anzuziehen und als sie sich im Spiegel betrachtete kam eine Erinnerung wieder zurück.

    Sie stand auch damals vor dem Spiegel um sich in dem neuen Kleid zu begutachten, was er ihr geschenkt hatte. Sie sah, wie sie sich vor ihm gedreht hatte und sie seine Blicke spürte, als würden sie sie festhalten. Seine Augen folgten ihr bei jedem Schritt, jeder Bewegung die sie machte und sie hörte ihn sagen: “Du siehst wunderschön in diesem Kleid aus, komm ich lad dich zum Essen ein, dann kann ich mit deiner Schönheit angeben.” Und genau wie damals stand sie nun vor dem Spiegel, sie schüttelte kurz den Kopf und ging dann aus dem Bad, als es auch schon an der Tür schellte und Maggy draußen stand. Sie fuhren zusammen in Maggys Auto und Kiran wollte nun endlich wissen wohin es gehen sollte, doch Maggy grinste nur schelmisch und sagte sie werde es schon sehen. Als Maggy sag wie unzufrieden Kiran aussah verwandelte sich ihr verschmitztes Grinsen in ein lautes Lachen: “Wenn du dich sehen könntest, wie du jetz guckst, so als würdest du mich gleich auffressen wollen.” Kiran sah sie erst etwas irritiert an und lächelte dann auch, denn dem ansteckendem Lachen von Maggy konnte selbst sie nicht wiederstehen.

    Nach 10 Minuten hielt Maggy am Straßenrand und sagte: “So jetz sind wir fast da, wir müssen nur noch ein paar Minuten laufen”, und als sie ausgestiegen waren und beim gehen intensiv redeten, merkten sie nicht dass eine graue Gestalt sie unauffällig beobachtete und ihnen stets folgte. Doch Kiran fühlte sich irgendwann beobachtet und drehte sich nervös um, doch der graue Mann war schnell in einen schmalen unscheinbaren Weg abgebogen und entfernte sich von ihnen. Kiran viel nichts besonderes auf und auch Maggy beruhigte sie: “Was hast du denn? Uns folgt schon niemand und wenn, was wäre dabei? Wir sind halt zwei gutaussehende jung gebliebene Damen, komm sei mal locker und entspann dich.” Kiran blickte sich noch mal kurz um und meinte dann: “Du hast recht, was mach ich mir unnötig Sorgen, ich bin viel zu ängstlich, alles ist in Ordnung also wovor sollte ich schon Angst haben.” Dabei lachte sie gekünstelt und Maggy schaute sie skeptisch an verlor aber kein Wort darüber.
    Nach ein paar Minuten waren sie da und Maggy sagte: “Schau her, willkommen vorm Land der Blumen! Der wunderschönste und größte Gartenblumenpark den es weit und breit gibt, hier erstrahlt jede Blume in ihrem eigenen Glanz. Es wird dich umhauen komm wir gehen rein.”
     
    #6
    Black Beauty, 10 August 2006
  7. Black Beauty
    0
    Als sie drinnen waren standen Kiran Mund und Augen offen, denn es bot ihr ein beeindruckender Anblick. Maggy lachte und meinte nur: “Na hab ich zuviel versprochen? Mach den Mund zu sonst wird dein Herz kalt. Ich wette du hast noch nie so eine wunderschöne Pracht von Blumen gesehen, aber wart nur ab bis du in die Mitte des Parks kommst.” Kiran stand einfach da und konnte es gar nicht fassen? War das denn möglich? Konnte es etwas so schönes geben?
    Maggy beschloss Kiran den Anblick genießen zu lassen und sagte, dass sie etwas zu essen besorgen würde. Kiran hörte es gar nicht richtig nur wie eine entfernte Stimme, denn sie war wieder in eine Erinnerung zurückgefallen, als sie mit IHM im kleinen Naturpark war und auch ein paar Blumen bewunderte, die zwar nicht an die in diesem großen Park herankamen, doch die auch farbenfroh glänzten und sich der Sonne entgegenstreckten.

    Damals hatte er zu ihr gesagt: “Ich werde dich nie verlassen, und auch wenn ich sterbe, meine Liebe wird immer bei dir sein, und immer wenn du eine Blume siehst, sollst du an mich denken und an meine unendliche Liebe und an mein Leben dass ich dir geschenkt habe. “ Ihr waren Tränen in die Augen gestiegen und er war immer näher an sie herangekommen, so dass sie seinen Atem spürte. Er hatte ihren Kopf vorsichtig zwischen seine Hände genommen, seine Finger an ihren Ohren entlang gleiten lassen und ihre Tränen eine nach der anderen weggeküsst jede einzelne und hatte nach jeder sanft geflüstert:” Ich liebe dich.” Als sie aus dem Park gingen engumschlungen kaufte er ihr so einen riesigen Blumenstrauß mit den herrlichsten und fröhlichsten Blumen die sie je gesehen hatte. Nachdem er ihr den Strauß gegeben hatte sagte er: “Wenn du wüsstest wie sehr ich dich liebe.....”
    Plötzlich wurde sie aus ihren Erinnerungen gerissen als Maggy ankam und meinte: “Hier schau mal ich hab uns was zu essen geholt, zwei Fischbrötchen, ich hoffe du magst so was, komm lass uns weitergehen.” Mit diesen Worten hackte sie sich bei Kiran ein und zog sie weiter. Doch Kiran konnte ihren Blick einfach nicht von den strahlend Gelben Sonnenblumen, den Narzissen und was es nicht sonst alles noch für Blumen waren, wenden. Sie war wie verzaubert, als würde sie sich in einer neuen Welt befinden. Sie gingen einen Weg entlang, wo rechts und links Apfelbäume in ihrer herrlichsten Pracht standen. Manchmal da viel eine Blüte vom Baum vor ihnen auf den Weg und Kiran fühlte sich so glücklich und befreit und ein breites Lächeln überflutete ihr Gesicht. Sie bemerkte gar nicht, dass sie Maggy kaum zuhörte, die unentwegt redete, weil der Zauber bis tief in ihr Herz gedrungen war. Die Blumen hatten einen Moment des Glücks in ihr Leben gebracht, sie wusste selbst nicht warum sie sich so fühlte, aber sie dachte auch nicht darüber nach, sie genoss es einfach wie das Glück auf sie herab fiel.

    Nach einem ca. 20 Minütigem Spaziergang auf Wegen, die von tausenden und abertausenden roten, hellblauen, lilanen, gelben, dunkelblauen, weißen und vielen anderen gemischtfarbigen Blumen umzingelt waren, kamen sie auf einen großen Platz und auch dort hatte Kiran wieder Grund zum Staunen. In der Mitte des Platzes war ein riesiger Springbrunnen. Das Wasser spritzte nur so aus ihm hervor und auf der seichten Oberfläche wuchsen Wasserrosen und Wasserlilien in den verschiedensten Lila tönen. Da herum war ein Kiesweg angelegt der links einen kleinen Abzweig hatte und den man leicht übersehen konnte wenn man nicht wusste, dass er da war.
    Kiran stand auf dem Kiesweg und beobachtete den Springbrunnen und konnte sich nicht Sattsehen denn alle weiteren größeren Wege die Abzweigten, waren mit den verschiedensten Arten von Rosen verziert und es war ein wirklich himmlischer Anblick. Kiran stand da und sagte: “Maggy wie kann ich dir je dafür danken, dass du mich an diesen Ort geführt hast, ich fühl mich so befreit, es ist so wunderschön.” Dabei umarmte sie Maggy ganz fest und drückte sie ganz fest an sich.
    Maggy kam fast nicht mehr aus ihrer Überraschung raus, denn sie hatte nicht gedacht dass Kiran so emotional reagiert, aber sie lächelte nur froh in sich rein, dann hatte ihre Überraschung ihren Zweck erfüllt. Nach der innigen Umarmung zog Maggy wieder an Kiran und meinte: “Komm, du wirst gleich Augen machen, jetzt gehen wir zu meiner Lieblingsstelle.”

    Kiran war überrascht, dass es immer noch weiterging und die Blumen nie aufhörten. Sie ließ sich gehorsam von Maggy führen und sie gingen auf einem ganz schmalen Pfad der kaum zu sehen war. Nach 3 min. kamen sie auf eine ganz kleine Wiese, die in ihrem saftgrün in der Sonne strahlte. Und jetz wusste Kiran, dass sie diesen Tag nie vergessen würde, denn um diesen kleinen runden Fleck Wiese waren tausende von Sonnenblumen. Es war einfach ein Sonnenblumentraum. Und wenn man in die Ferne guckte sah man wie die Sonnenblumen nach einer Zeit in Magerethen übergingen und wie der Springbrunnen in die Höhe ragte.
    Es war atemberaubend. Sie legten sich nebeneinander auf die Wiese und genossen die Stille und den Zauber der Sonnenblumen. Sie lagen bestimmt über eine Stunde nur so da und waren am dösen und ausruhen. Es tat ihnen beiden gut, die Stille, die ungewohnte Ruhe und die magische Atmosphäre die alles überschattete. Doch dann meinte Kiran irgendwann: “Wir sollten jetz lieber aufbrechen, ich muss um 5 Uhr wieder zu Hause in meiner Praxis sein.” Maggy sah sie traurig an: “Schade, dass wir schon aufbrechen müssen, ich wollte dir noch eine traumhafte Stelle zeigen, aber was nicht geht das geht nicht. Dann lass uns gehen.” Und so bummelten sie durch die Blumen und unterhielten sich über Gott und die Welt.

    Sie kamen an dem beeindruckenden Springbrunnen vorbei und am Schluss wieder durch den Apfelbaum umzäumten Weg. Als sie wieder am Ausgang standen sagte Maggy: “Das müssen wir unbedingt wiederholen, ich muss dir noch etwas zeigen,” dabei zwinkerte sie mit dem linken Auge, “ginge Sonntag bei dir?” Kiran überlegte nicht lange nichts sollte sie mehr davon abhalten Nocheinmahl in den Blumenpark zu kommen. Auf dem Rückweg zog sich der Himmel zusammen und die Wolken zogen über die Sonne es schien als wäre mit ihnen auch das gute Wetter aus dem Garten verschwunden. Es wurde dunkler und düsterer und auf dem Weg zum Auto hofften sie beide dass es nicht anfangen würde zu Regnen bevor sie das Auto erreicht hatten.
    Als sie am Auto angekommen war fing es fürchterlich an zu gießen, doch Kiran sah trotzdem die große graue Gestalt mit Hut die in einiger Entfernung von dem Auto auf dem Weg stand. Doch sie dachte sich nichts dabei und unterhielt sich auf der Autofahrt über den Garten und sie schwärmten zusammen von den Blumen. Bei ihrem Haus angekommen stieg Kiran schließlich aus, bedankte sich noch mal inbrünstig bei Maggy für die wunderschöne Überraschung und verabschiedete sich dann.
    Zu Hause ging sie schon bald in die Praxis und arbeitete noch ein wenig und machte sich nach Feierabend noch was zu essen und ging dann ins Bett. Sie fühlte sich glücklich, irgendwie befreit und so erholt wie schon lange nicht mehr. Es schien ihr so, als hätte sie 4 Wochen Urlaub gemacht und in der Nacht träumte sie von den Blumen und sie lächelte im Schlaf. Am nächsten Morgen ging sie mit Eifer an die Arbeit und begann sogar zu pfeifen, während sie einem Hund ein Medikament verschrieb. Sie hielt die Erinnerung an den letzten Tag ganz fest und klammerte sich daran, wie ein ertrinkender an einen Strohhalm.

    Am Abend sah sie sich Prospekte an, in denen Lampen ausgestellt waren und sie beschloss morgen Vormittag in dieses Möbelhaus zu fahren und sich dort eine Halogenlampe zu kaufen, die ein helles und doch warmes Licht ausstrahlte. Auch beschloss sie, als sie im Schlafzimmer sich ins Bett legte, dass sie sich ein neues Bett kaufen würde und einen neuen Nachttisch, denn ihr altes sah schon sehr schäbig und abgenutzt aus, weil ihre Oma es schon benutzt hatte. So schlief sie zufrieden ein.
    Am Vormittag des nächsten Tages rief sie Maggy an und fragte ob sie nicht Lust hätte mit ihr eine Lampe einkaufen zu gehen. Maggy war hocherfreut und sie kauften zusammen eine wunderschöne Lampe, die einen silberner Stil mit einem weißen Fluter hatte. Nebenbei kauften sie auch noch eine Deckenlampe für ihr Büro und Kiran erzählte ihr, was sie alles noch vorhatte. Maggy war begeistert und steuerte noch einige Ideen bei und sie beschlossen sich irgendwann in den nächsten Wochen zu treffen und ihr Büro renovieren. Sie gingen noch zusammen Essen in einem wunderschönen Restaurant mit vorzüglichen Gerichten. Danach fuhren sie abgefüllt und papp satt zurück. Kiran setzte Maggy noch ab, bedankte sich dafür, dass sie mitgekommen war und fuhr zu sich nach Hause.

    Sie war hochzufrieden und sie freute sich auf Morgen. Denn Morgen war Sonntag, da hatte sie frei und wollte mit Maggy noch mal in den Blumenpark gehen. Den Rest des Tages arbeitete sich munter und ging dann auch zeitig schlafen, schließlich wollte sie nicht das Risiko eingehen, morgen müde zu sein uns so schlief sie bald und ohne Probleme in den Schlaf. Am Sonntag stand sie früh auf und sah aus dem Fenster. Regen. Oh nein, hoffentlich hört der bald auf, dachte sie, aber nach einem guten Frühstück war es immer noch am Regnen. Der Regen wollte einfach nicht aufhöre und prasste nur so gegen die Fensterscheiben und drückte die Blumen runter.
    Heute der Ausflug würde wohl wortwörtlich ins Wasser fallen, dachte sie traurig und sah den Regentropfen nach. Damals hatte sie sich oft auch über den Regentropfen gefreut; sie hatte dann immer mit IHM vor dem Fenster auf dem Sofa gesessen und den Regentropfen nachgeschaut und oft haben sie sich dabei auch geliebt und er hat ihr ins Ohr geflüstert:” Wenn du wüsstest, wie sehr ich dich Liebe, ich verliebe mich jeden Tag neu in dich, Liebe jeder deiner Marotten, deiner Launen einfach alles an dir.” Sie hatte ihn nur angelächelt und leidenschaftlich geküsst, ja da war sie sich sicher gewesen, sie würde nie wieder einen Mann so lieben wie IHN. Aber heute, stand sie vor dem Fenster und die Regentropfen lösten eine depressive Stimmung in ihr aus.
    Es war wieder das Telefonklingeln, dass sie aus ihren Gedanken riss, und wie beim ersten Mal, war Maggy dran. Maggy schlug vor, da sie nicht in den Blumengarten gehen konnten, stattdessen ins Kino zu gehen. Kiran war zwar sehr enttäuscht sagte jedoch trotzdem zu und so verabredeten sie sich für 3 Uhr. Das Wetter zog sich immer mehr zu, sofern es möglich war und es fing an zu Gewittern.

    Kiran holte sich eine Decke machte sich einen starken heißen Kaffe und Kuschelte sich in ihre Couch ein. Sie machte den Fernsehr an und guckte einen modernen Liebesfilm, doch während des Filmes stieg die Sehnsucht wieder in ihr auf und sie dachte wieder an ihn wenn doch bloß dieser Autounfall... aber nein, sie wollte nicht daran denken, nicht an das blutüberströmte Gesicht, an das verwinkelte Bein und an die Hand an der zwei Finger fehlten.
    Plötzlich traten alle Bilder wieder auf, sie sah ihn wie er im total zerschrotteten Auto mit eingequetschter Hüfte hing und sie begriff dass es zu spät war, dass der Mann den sie als einziges Lieben gelernt hatte, gestorben war, tot war, von dieser Welt verstoßen worden war. Das war nicht gerecht, warum hatte Gott ihr das angetan? Warum? Sie hasste ihn dafür, ja das waren harte Worte, doch der Hass auf Gott saß abgrundtief in ihrer Seele.
    Dort saß sie auf der Couch, wie ein elendes Bündel mit starrem eisigem Blick, der durch alles hindurchzugucken schien. Es war unheimlich wie sie da saß im düsteren, mit starren Augen, die immer glasiger wurden. Doch dann kam das bekannte Klingel Geräusch, die Türklingel und sie wurde wie schon sooft aus ihren Gedanken gerissen und Ärgerte sich fürchterlich, dass sie ihre Gedanken nicht unter Kontrolle hatte.

    Es war kurz vor drei und Maggy stand vor der Tür. Dieses mal brauchten sie ein bisschen Länger bis sie auftauten und ins Gespräch kamen, weil Kiran sehr wortkarg war. So gingen sie ins Kino und guckten sich einen wunderschön traurigen film von einer Prinzessin an. Sie fanden beide den Film klasse und auf der Rückfahrt redeten sie noch lange. Kiran beschloss trotz des Regens noch von Maggys Haus zu ihrem zu laufen, weil ihr nach frischer Luft und Bewegung war. So verabschiedete sie sich vor Maggys Haus von ihr und lief los.
    Sie überlegte wie lange sie wohl brauchen würde, sie schätzte so eine viertel Stunde bis zwanzig Minuten. Der Regen auf ihrer Haut zu spüren tat ihr gut und sie begann sich im Kreis zu drehen und begann vor sich hinzutanzen, während der Regen auf sie niederprasste. Schon als Kind hatte sie sich ab und zu im Regen gedreht, obwohl es eigentlich verrückt war.
    Nach zwanzig Minuten war sie kurz vor dem Haus, doch irgendetwas kam ihr merkwürdig vor. Sie wusste dass etwas nicht stimmte, obwohl sie nicht genau sagen konnte was es war. Vielleicht weil Im Klo Licht brannte, was höchst ungewöhnlich war. Aber vielleicht war es auch der grau umschleiernde undurchsichtige Nebel der alles unheimlich und gespenstig machte. Sie wollte sich einreden, dass alles nur Einbildung war, doch es klappte nicht. Komisch, wieso bekam sie plötzlich Angst, sie ging ganz langsam die Einfahrt hoch. Es waren nur noch 7 Meter, da, es raschelte im Baum, sie zuckte zusammen und drehte sich mit einem Ruck um, doch....... Da war nichts.

    Sie wendete sich wieder der Haustür zu. Ihre Angst war nahe zu greifbar, doch sie riss sich zusammen und sagte sich: “ Wovor habe ich schon Angst, ich habe doch nichts getan, also stell dich nicht so an.” Und mit der Haustür im Visier steuerte sie auf ihr Haus zu. Als sie vor der Haustür stand, atmete sie tief durch, legte die Hand auf die Türklinke und drückte ganz langsam runter, sie hatte vergessen abzuschließen. Panik überkam sie, was nun, was wenn.... Doch sie verbot sich weiterzudenken. Sie näherte sich der Küchentür, das Licht war noch nicht an, sie öffnete die Tür, ihr Panik breitete sich im ganzen Raum aus, als sie mitten in der Dunkelheit der Küche stand. Sie suchte nach dem Lichtschalter. Sie fand ihn und drückte langsam darauf. Und wie aus dem nichts erschien auf ihrem Küchenstuhl, sie konnte es nicht fassen und ein großer Schrecken überfiel sie - Der graue Mann.
     
    #7
    Black Beauty, 11 August 2006
  8. süßerEngel
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Ist dass das Ende?Ich hoffe nicht denn diese Geschichte ist mir echt ans herz gewachsen.:zwinker:
     
    #8
    süßerEngel, 12 August 2006
  9. Black Beauty
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    Sorry an alle, aber ich hab den Text ein bisschen umgeändert um es spannender zu halten =( Tut mir leid

    Sie wusste nicht wer er war, nicht warum er gekommen war, nicht was er hier von ihr wollte. Wer war er bloß? Als er seinen großen Schlapphut aus den Augen schob und sie anblickte, wurden ihre Augen starr vor Angst. Irgendwie kam ihr das Gesicht bekannt vor, irgendwo hatte sie ihn schon einmal gesehen da war sie sich ganz sicher. Doch was wollte er? Sie sah ihn an und stotterte : “Wer bist du? Wer zum Teufels Namen bist du?” Er schaute sie nur mit ausdruckslosem Gesicht an, er war ihr unheimlich wie er da still saß und sie nicht aus den Augen ließ. Schließlich, nach geisterhaftem Schweigen, brach er die Stille: “Wer ich bin wirst du zu einem späteren Zeitpunkt noch erfahren. Doch du solltest wissen, dass ich gekommen bin, weil ich dir die Wahrheit sagen will über das was geschehen ist und dir genau erzählen will, wie alles passiert ist, denn ich finde du hast ein Recht darauf zu wissen, warum dein Mann sterben musste.” Kiran war verwirrt, woher sollte dieser fremde Mann wissen wie alles passiert ist und überhaupt, sie wusste doch was passiert war es war doch ein Autounfall.

    Doch in ihr schlich sich eine Ahnung hoch dass doch alles anders war als sie glaubte. Sie stand immer noch am gleichen Fleck und sah in schockiert an, jetz verstand sie gar nichts mehr, ihr Schatz war bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Doch warum kam dieser Mann und fing wieder damit an, sie wollte es doch vergessen, wollte die Vergangenheit vergessen. Warum musste er kommen und in ihr die alten Bilder wieder aufwecken, gerade wo sie sich damit abgefunden hatte. Er beobachtete wie es in ihrem Kopf arbeitete: “Ich weiß du bist verwirrt und du weißt nicht wer ich bin und ich werde es dir jetz auch noch nicht sagen, denn es würde nichts bringen, da du dich an mich wahrscheinlich nicht mehr Erinnern kannst. Du hättest wissen können, dass ich dir folgen würde, und dich finden würde. Du musst dich der Wahrheit endlich stellen, das habe ich dir schon bei der Beerdigung gesagt, doch du konntest mir nicht zuhören, du wolltest es nicht. Aber ich hielt es für richtig dass du es erfährst.” Sie erinnerte sich ganz dunkel, dass jemand dauernd auf sie eingeredet hatte, jemand hatte versucht ihr etwas zu sagen, doch sie war nicht ansprechbar gewesen, der seelische Schock hatte zu tief gesessen.

    Sie versuchte sich an die Gestalt, an das Gesicht zu Erinnern, doch es wollte ihr einfahl nicht einfallen. Und ganz automatisch wie damals, als sie damit konfrontiert wurde sagte sie: “Ich will das nicht hören, geh en Sie wieder weg, verschwinden Sie aus meinem Haus”, doch ihre Stimme war leise und zitterig und der Graue Mann erkannte durchaus die Unsicherheit die in ihrer Stimme mitschwankte. Er meinte nur: “Nein, ich werde nicht gehen, ich werde bleiben, und ich werde dafür sorgen, dass du dich endlich von deinen Erinnerungen trennst, damit du wieder lieben kannst.” und mit Geflüster und Gemurmel fügte er ganz leise hinzu:” Damit du mich lieben kannst”, doch dass verstand Kiran nicht, weil es zu undeutlich genuschelt war. Sie fühlte sich immer noch überrumpelt, da saß er nun, und sie fühlte sich ihm wehrlos ausgeliefert und was noch viel schlimmer war, sie fühlte sich ihrer Vergangenheit ausgeliefert. Doch auf einmal entdecke sie auch ein anderes Gefühl in ihr, ein Gefühl der Neugier was er ihr erzählen würde. Kiran beschloss, dass sie nicht ewig vor der Vergangenheit weglaufen konnte und sich nun anhören wollte was er ihr zu sagen hatte.

    Endlich rührte sie sich und sagte zu ihm: “Ok, ich werde Sie nicht rauswerfen, ich werde mir nun anhören was Sie mir erzählen wollen, weil ich glaube, dass ich nun dafür bereit bin, die Wahrheit zu ertragen, obwohl ich nicht weiß ob sie die Wahrheit sagen, ich kenne Sie ja nicht.” Damit setzte sie sich ihm gegenüber auf den Stuhl und sie sah, wie ein kurzer Schatten von Überraschung über sein Gesicht huschte und er dann langsam lächelte. Er begann zu erzählen: “Eines musst du mir aber versprechen, dass du mich nicht unterbrichst und mir hinterher nicht vorwirfst, dass ich dir dies erzählt habe, denn nachdem ich dir das erzählt habe wirst du ein anderes Bild von deinem Mann bekommen. Also, dein so alles geliebter Mann ist nicht bei einem Autounfall ums Leben gekommen es war ein Anschlag auf deinen Mann.” Kiran stockte der Atem, nein dass konnte nicht wahr sein, ihr Mann hatte doch niemandem was getan, er konnte doch nicht mal einer Fliege was zu Leide tun. “Mit in dem Auto saß noch ein Zwillingspaar, seine besten Freunde seit der Kindheit, davon wusstest du nichts, einer der Zwillinge hat den Anschlag überlebt, doch sein Gesicht wurde völlig entstellt.”

    Kiran versuchte sich die Freunde ihres Mannes in Erinnerung zu rufen, doch es wollte ihr nicht gelingen. Plötzlich sah Kiran dass entstellte Gesicht des Mannes vor sich und sie wich ein Stück zurück. “In das Benzin wurde eine Säure gefüllt die auf dem Benzin eine Schicht bildete. Doch sobald die Schicht zündete, flog das Auto in die Luft und es war ein Wunder, dass einer der Brüder überlebte. Und weißt du, warum dies alles geschehen musste? Dein ja so alles geliebter Mann war Schuld! Ja du hast richtig verstanden. Dein Mann hatte sich während seiner Lebenszeit nicht nur Freunde gemacht, nein wahrlich nicht. Er hatte Feinde eine Menge Feinde, mehr als du dir vorstellen kannst. Wäre er in manchen Situationen ein bisschen freundlicher gewesen dann wäre er noch am Leben, und seine Freunde auch, und alle könnten ein normales Leben führen.” Er sah sie verbittert an, doch sie wollte es nicht wahrhaben, nein ihr Mann war keine Verbrecher, kein Gangster, kein schlechter Mensch gewesen, dass konnte sie nicht glauben. Das durfte nicht war sein, ihr Mann war ermordet worden, das konnte einfach nicht wahr sein. Dieser Mensch der vor ihr saß, sagte dass so leicht, er hatte es sich sicher nur ausgedacht. Doch tief im Inneren wusste sie, dass er Recht hatte, obwohl sie ihn nicht kannte.

    In ihr kam eine Erinnerung hoch, wie sie IHN stellte, als sie Morphium versteckt zwischen seinen Anziehsachen entdeckt hatte. Sie hatte es vermutet, doch er hatte sie beruhigt und zu ihr gesagt: “Hälst du mich für so einen schlechten Menschen. Vertraust du mir so wenig? Ich fühle mich krank, sehr krank ich wollte dir es nicht sagen, weil ich wusste es würde dich verletzten. Ich kann nachts vor Schmerzen nicht mehr einschlafen, dafür habe ich das viele Morphium gebraucht. Bitte verzeih mir, dass ich es dir nicht schon vorher gesagt habe. Es tut mir so leid.” Er hatte dabei so schuldig aus seinen wassertiefen blauen Augen geguckt, dass sie ihm durch seine halblangen schwarzen Haare gefahren ist, und geflüstert hat: “Es ist nicht schlimm, alles wird gut, ich liebe dich.”

    Damit war die Sache aus der Welt gewesen, sie war einfach zu naiv gewesen, fuhr es ihr jetz durch den Kopf, wie konnte sie damals nur so dumm sein. Nun ja, sie war verliebt gewesen, sehr verliebt und vielleicht hätte er ihr sonst was sagen können, sie hätte es ihm geglaubt und wahrscheinlich hätte sie ihm alles verziehen, solange er sie liebte. Als sie in das Gesicht von dem Fremden sah, schien es ihr so als sähe sie leichte Verbitterung darin, doch sie war sich nicht sicher weil es nur bruchteile von Sekunden waren.
     
    #9
    Black Beauty, 12 August 2006
  10. Black Beauty
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    Doch er sprach mit der selben monotonen Stimme: “Ich gebe dir eine Chance, rauszufinden, dass ich die Wahrheit sage, denn ich möchte meine Identität noch nicht preisgeben. Wenn du Beweise willst geh zu dem Restaurant, dort arbeitet ein Kellner mit auffallend blonden Haaren. Er ist sozusagen ein Freund von mir. Ihn sprichst du an und sagst, dass der Graue Mann dich schickt, er wird dir dann weitere Anweisungen geben, die dir helfen werden es selbst herauszufinden.“ Er sah sie noch mal kurz an und erhob sich:” Ich werde jetz wieder gehen, und überlasse es dir, was du weiter unternehmen willst.” Kiran saß wie gelähmt auf den Stuhl, das war zuviel, was sie erfahren hatte. Sie sah dem grauen Schatten nach, wie er durch die Tür ging. Es kam ihr alles noch so unwirklich vor, der fremde Mann in Grau, so unheimlich er ihr erschienen war, so freundlich war er doch zu ihr gewesen. Den Rest des Abends versuchte sie angestrengt darüber nachzudenken wer er sein könnte. Doch noch mehr grübelte sie über ihren Mann nach, konnte das wirklich sein? Konnte es wahr sein was er gesagt hatte? Sollte es wirklich möglich sein? Auf jeden Fall beschloss sie der Spur auf den Grund zu gehen, denn er hatte die Neugier in ihr geweckt und vielleicht war ja auch was wahres daran, wer weiß? Mit diesen Gedanken schlief sie schließlich ein.

    Am Montagmorgen stand sie auf und band wie immer ihre Haare hinten mit einer schwarzen Spange zusammen. Als sie in die Küche ging um sich einen Kaffee zu kochen, viel ihr der letzte Abend ein. Sie sah den Grauen Mann wieder auf ihrem Küchenstuhl sitzen und seine Worte glitten nochmals an ihr vorüber. Sie schüttelte den Kopf, sie durfte sich jetz nicht den Kopf darüber zerbrechen, wahrscheinlich war es nur irgendein Verrückter. Nachdem sie noch kurz beim Bäcker war und gefrühstückt hatte ging sie an ihre Arbeit. Doch der Gedanke an den Grauen Fremden ließ sie nicht los, er verfolgte sie überall, egal wo sie sich gerade befand. Am Nachmittag machte sie eine Stunde früher Schluss und beschloss das Restaurant zu suchen, dass der Fremde in Grau ihr genannt hatte.

    Erst rief sie Maggy an, doch die konnte ihr nicht weiterhelfen, schließlich blätterte sie im Telefonbuch und suchte nach dem Restaurant “Zur goldenen Schnecke” . Schließlich fand sie die Telefonnummer und rief dort an und fragte nach der Adresse. Sie bekam freundlich Auskunft und setzte sich in ihr Auto als sie das Handschuhfach öffnete fand sie eine Schachtel Zigaretten. Sie zog erstaunt die Augenbrauen hoch, sie mussten noch von IHM sein. Sie wusste, dass er manchmal rauchte, doch er hatte ihr versprochen damit aufzuhören. Einen Moment lang war sie verwirrt und wusste nicht was sie davon halten sollte, also legte sie die Zigaretten wieder zurück und startete den Wagen. Sie fuhr ca. eine viertel Stunde durch die Straßen, bis sie das Restaurant “Zur goldenen Schnecke” gefunden hatte. Sie stieg aus dem Auto und es war ihr, als hätte sie einen Grauen Schatten um die Ecke huschen gesehen, doch sie war sich nicht sicher und als sie nachguckte war weit und breit nichts von einer Grauen Gestalt zu sehen. Sie schüttelte mit dem Kopf drehte um und ging in das Restaurant.

    Sie setzte sich in eine Ecke und bestellte sich eine Cola. Sie hielt ausschau nach einem Kellner mit auffallend blonden Haaren, doch sie entdeckte ihn nirgendwo. Schließlich fragte sie einen Kellner im Vorbeigehen: “Entschuldigen Sie, haben sie vielleicht einen Kollegen mit auffallend blonden Haaren?” Der Kellner lächelte, er war Italiener und sprach mit deutlichem Akzent: “Ja, Sie können nur unseren Fabi meinen, er ist der Jüngste von uns und erst 21 Jahre alt, aber er hat heute keinen Dienst, kommen sie Morgenfrüh wieder, wir machen um 10 Uhr auf, wie sagten sie war ihr Name?” Kiran lächelte ihn dankbar an, soviel Hilfsbereitschaft war sie nicht gewohnt und auch die viele Auskunft und die offene Art des Kellners überraschten sie: “Ja ich danke ihnen vielmals, mein Name ist Frau Kapoor, ich werde dann morgen wieder vorbeikommen, danke”, sie bezahlte noch und verließ dann das Restaurant, tja da hatte sie heute wohl Pech gehabt, dachte sie enttäuscht, da musste sie es Morgen wohl wieder versuchen.

    Sie fuhr noch am Imbiss vorbei und kaufte sich einen Hotdog und aß ihn während sie zu sich nach Hause fuhr. Ihre Gedanken waren wieder beim Grauen Mann, wo auch sonst. Zu Hause angekommen hatte sie irgendwie immer noch Hunger, also beschloss sie sich noch eine Pizza reinzuschieben und dieses Mal würde sie sie nicht vergessen. Sie schaute noch kurz in die Zeitung und nach einer halben Stunde holte sie die Pizza heraus und aß sie auf. Danach war sie sehr satt und gut und beschloss sich noch mal an die Arbeit zu setzten. So saß sie noch bis 11 Uhr in ihrem Wohnzimmer und war Formalitäten am abarbeiten. Anschließend ging sie hoch machte sich fertig und überlegte dabei wann sie morgen aufstehen sollte. Sie entschied sich für 9 Uhr, dann konnte sie so gegen 10 im Restaurant sein und endlich herausfinden ob der Graue Mann die Wahrheit sagte.

    Sie dachte, als sie im Bett war wieder an IHN, an ihren geliebten Mann, wie sie mit ihm damals immer zusammen im Bett gekuschelt hatte und sie einfach nur in seinen Armen gelegen hatte, seine Nähe gespürt und seinen Geruch eingezogen hatte. Er hatte ihr immer die Stirn geküsst und ihr ein Gefühl der Geborgenheit gegeben. Damals hätte sie nie geglaubt, dass sie einmal ohne ihn Leben musste, doch sie hatte ihn ja nicht unter der Vorraussetzung geheiratet, dass er länger da ist wie sie. Doch es schmerzte immer noch, dass er nicht bei ihr war, und noch mehr schmerzte sie es, zu hören dass er ein schlechter Mensch gewesen sein sollte, wo er zu ihr doch immer so liebevoll gewesen war. Nein, ihr Engel konnte so etwas doch nicht getan haben er war doch zu allen freundlich gewesen, oder nicht? Doch bevor sie darüber nachdenken konnte war sie eingeschlafen.
     
    #10
    Black Beauty, 12 August 2006
  11. Black Beauty
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    Am nächsten Morgen klingelte ihr Wecker um 9 Uhr und weckte sie aus ihrem Schlaf. Sie rieb sich die Augen, richtete sich auf, sah aus dem Fenster, es Regnete schon wieder, und ließ sich mit einem Plumpsen wieder ins Kissen zurückfallen. Sie hatte keine Lust aufzustehen sie hatte so etwas wunderschönes geträumt, doch sie erinnerte sich, dass sie ja um 10 Uhr im Restaurant sein wollte, regen hin oder her. Also richtete sie sich ein Zweites mal auf und schwang ihre Beine aus dem Bett. Sie machte sich fertig und wurde immer fröhlicher, denn es gefiel ihr Gedanke, dass sie heute endlich etwas herausfinden würde.

    Gegen 10 Uhr setzte sie sich ins Auto und war um viertel nach schließlich beim Restaurant. Dort lehnte schon ein Kellner vor der Tür und war am Rauchen. Er viel ihr sofort auf denn sein Haar war außergewöhnlich blond und struppig. Das musste er sein, gespannt ging sie auf ihn zu und sprach ihn an: “Sind Sie Fabi, der Kellner der in diesem Restaurant arbeitet?” Der Kellner musterte sie von oben bis unten und sagte dann mit einer dunklen Stimme: “Ja, der bin ich, sie haben sich gestern nach mir erkundigt... Frau Kapoor?” Erst war Kiran überrascht, dass er ihren Namen kannte, doch er hatte wohl mit dem anderen Kellner schon geredet: “ Ja, die bin ich. Der Graue Mann schickt mich, er sagt Sie seien ein Freund von ihm?” Während sie das sagte, kam sie sich albern vor, hier stand sie nun und sagte, dass ein grauer Mann sie schicke, er musste sie für verrückt halten, doch er sagte nur: “Soo soo der Graue Mann schickt Sie, und was wollen sie wissen?” Kiran sah ihn ein wenig unbeholfen an: “Ähmm, ich weiß auch nicht so genau, ich bin hier wegen meinem Mann und wollte etwas über dessen Vergangenheit rausfinden, können sie mir nicht irgendwas sagen?” Dabei hielt sie ihm ein Foto von ihrem Mann unter die Nase, doch der Kellner schüttelte den Kopf:” Nee, nee da müssen Sie zur Alten Ilse, die kennt den bestimmt und kann ihnen einiges erzählen. Die kennt und kannte alle hier, is schon bestimmt über 70 und noch gut in Form. Hier ist die Adresse.” Mit diesen Worten drückte er ihr einen Zettel mit einer Adresse in die Hand und verschwand wieder im Restaurant.

    Kirans Herz machte Freudenhüpfer doch als sich die Freude gelegt hatte und sie im Auto saß um nach Hause zu fahren war sie ein wenig muffig weil sie schon wieder weitergeschickt worden war. Wer weiß wohin sie die Alte Ilse schicken würde. Zu Hause angekommen arbeitete sie wie gewöhnlich bis Abends und legte sich dann ins Bett. Im Bett machte sie noch einen Tagesrücklauf und dachte über den Kellner und das erfahrene nach. Doch bald war sie eingeschlafen.

    Am nächsten Morgen stieg sie aus ihrem Bett, sah den Zettel, erinnerte sich überlegte ob sie nicht direkt heut früh zur Alten Ilse fahren sollte, schob den Gedanken aber erstmal beiseite und machte sich fertig. Wie üblich steckte sie sich mit der selben schwarzen Spange ihre Haare fest, putzte sich die Zähne und machte all das, was sie jeden Morgen machte. Als sie fertig war, frühstückte sie etwas und kochte sich den allmorgendlichen Kaffee, dann ging sie an ihre Arbeit und arbeitete ohne Mittagspause bis halb sechs durch. Sie hatte heute wieder besonders viele Hunde, Vögel und Katzen untersuchen müssen. So war es kein wunder, dass sie sich müde fühlte und sich noch mal einen starken schwarzen Kaffee kochte und trank. Anschließend holte sie sich den Zettel mit der Adresse und setzte sich in ihr Auto. Nachdem sie die Straße nach zwanzig Minuten lästigen Suchens gefunden hatte, hielt sie vor einem alten Backsteinhaus, dass eindeutig eine Renovierung nötig hatte.

    Als sie an der Haustür klingelte öffnete ihr eine kleine alte Dame mit einem grauen Haarbüschel. Sie ist wahrscheinlich genauso alt wie das Haus, dachte Kiran, doch laut sagte sie: “Guten Tag, ich bin Mrs. Kapoor, ich bin gekommen weil man mir sagte, dass sie hier alle Leute gekannt haben und ich würde ihnen gerne ein paar Fragen stellen, hätten sie was dagegen?” Die alte Frau musterte sie skeptisch und runzelte die Stirn: “Hm, wie eine Verbrecherin sehen Sie mir nicht aus, doch heutzutage weiß man nie genau, was und über wen wollen sie denn wissen?” Kiran sah sie hoffnungsvoll an: “Ja ich kann sie ja verstehen, aber es ist wirklich wichtig für mich. Es geht um meinen verstorbenen Mann, Kevin Kapoor, können sie sich an ihn erinnern?” Zu ihrer Überraschen lächelte die alte Dame sie an: “Kommen sie herein, sie können mich alles fragen, was sie wissen möchten.”

    Kiran ging in das alte Haus, von Innen sah es ordentlich und gemütlich aus. Im Wohnzimmer war sogar ein Kamin in dem ein kleines Feuer brannte. Vor dem Feuer lag ein kleiner Teppich und am Rande des Kamins döste eine Katze. Die alte Frau gebot Kiran auf einem der zwei Sessel vor dem Kamin Platz zu nehmen und Kiran musste feststellen dass sie sehr weich und bequem waren. Wieder sagte die Alte Frau: “Was wollen sie nun also wissen? Über Kevin? Ich bin schon alt und weiß viel, wahrscheinlich kann ich ihnen weiterhelfen. Achja, und nennen sie mich einfach Ilse, das tun alle die mich kennen.” Kiran sah sie an und nickte, sie atmete noch mal tief durch bevor sie begann zu erzählen, von dem Fremden und dass sie nun die Vergangenheit rausfinden wolle und ob sie, die alte Ilse, ihr alles erzählen könnte was sie über Kevins Vergangenheit kenne, doch wolle sie auch wissen, woher sie ihn kenne?
     
    #11
    Black Beauty, 15 August 2006
  12. Black Beauty
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    Die Alte Ilse hörte sich alles geduldig an und antwortete mit einer erstaunlich klaren Stimme für ihr Alter: “Ich kenne Kevin so gut, weil er der beste Freund meines verstorbene Sohnes war. Schon als Kinder waren sie sehr dicke Freunde und diese Freundschaft hielt ein Leben lang. Kevin und mein Sohn Marc haben sich so gut verstanden, sie haben alles zusammen gemacht, doch niemals hätte einer gedacht dass diese Freundschaft ewig sein würde. Eine Freundschaft auf Lebenszeit. Sie waren beide so glücklich, bis mein Sohn von dieser Erde genommen wurde, als er ums Leben kam. Auch als Erwachsene waren sie noch befreundet und der Kontakt war nie abgebrochen, bis mein Sohn starb....” Sie wischte sich eine schnell eine Träne weg, die sie nicht zurückhalten konnte. “Aber so ist das Leben nun mal, es gibt und nimmt Leben. Aber eine Kleinigkeit war da noch.”

    Kiran sah sie mit fragendem Gesicht an. “Ja, wir haben in der Tasche von seiner Jacke einen Zettel mit einem Spruch gefunden, er schien ihn selbst aufgeschrieben zu haben denn es war seine Schrift. Es war in der selben dunkelgrünen Jacke die auch Kevin besaß, sie hatten sie sich mal zusammen gekauft. Den Zettel habe ich aufbewahrt, sie können sich den Spruch mal durchlesen.” Somit stand sie auf, ging zu einer Schublade und holte einen Zettel hervor und zeigte ihn Kiran, die ihn durchlas. Für sie klang es eher wie ein Rätsel als wie ein Spruch und so fragte sie nach was es bedeuten sollte, doch auch die Alte Ilse wusste nicht Bescheid: “Ich habe auch keine Ahnung, ich habe schon viel über diese Worte nachgedacht, aber bin zu keinem vernünftigem Entschluss gekommen, mittlerweile habe ich es aufgegeben.”

    Kiran wusste, dass sie dieses Rätsel alleine knacken musste also fragte sie: “Ist nicht schlimm, dass sie mir in dem Fall nicht helfen können, das werde ich dann wohl alleine herausfinden müssen, aber könnte ich den Zettel nicht mitnehmen?” Doch die Alte Ilse schüttelte nur traurig den Kopf: “Es tut mir leid, aber es ist eine Erinnerung an meinen toten Sohn und ich glaube sie verstehen wenn ich es lieber behalten würde?” Kiran sah sie verständnisvoll an: “ Ja natürlich verstehe ich das”, und wie gut sie die Frau verstand, sie hatte zum Teil ja auch immer noch mit den Erinnerungen zu kämpfen die nicht verschwinden wollten, “aber ich kann ihn mir doch wenigstens abschreiben oder?” Dagegen hatte die Alte Ilse nichts einzuwenden und gab Kiran einen Stift und einen Zettel und Kiran begann zu schreiben

    “Ich liege bei den Toten, doch niemand wird mich finden, denn ich liege unter falschen Linden und alles aufzugraben wäre verboten. Mein Inhalt ist wertvoller als Geld, doch auch nur für diejenigen, für die ich gezählt habe in dieser Welt. In der Erde werde ich nun ewig ruhen, wie wohl alle ungefundenen Truhen.”
    Kiran ging nochmals Wort für Wort durch und überlegt was wohl damit gemeint war. Doch sie beschloss Zu Hause näher darüber nachzudenken. Sie bedankte sich herzlich bei der Alten Dame und verabschiedete sich dann. Als sie im Auto saß dachte sie über das Rätsel nach, was es wohl bedeutete? Zuhause angekommen, dachte sie nur an das Rätsel und rief sich immer wieder die Worte ins Gedächtnis. Beim Abendessen vergaß sie manchmal sogar abzubeißen, weil sie so sehr in ihren Gedanken versunken war. Auch im Bett ließ sie das Rätsel nicht los, was hatte es bloß zu bedeuten, sie konnte lange nicht einschlafen, erst ganz spät vielen ihr die Augen zu.
     
    #12
    Black Beauty, 17 August 2006
  13. naddali
    naddali (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    wow die geschichte ist echt super, bin mal gespannt wie sie zu ende geht!
    hast du die ganz alleine geschrieben? *respekt*!
    hoffe der nächte teil kommt bald....

    grüßle naddali
     
    #13
    naddali, 18 August 2006
  14. Black Beauty
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    Ja ich schreibe die geschichte alleine ^^ Und danke, ich freue mich immer über Meinungen.

    Am nächsten Tag kam sie nicht zur Ruhe, sie musste dauernd über das Rätsel nachdenken, “Ich liege bei den Toten” das hieß doch, dass etwas auf dem Friedhof lag, wahrscheinlich eine Truhe, denn es hieß ja “wie alle anderen ungefundenen Truhen”. Doch wo und auf welchem Friedhof lag diese Truhe? Und was war in der Truhe? Sie dachte die ganze Zeit darüber nach und stürzte sich in die Arbeit. Am Abend war sie halbtot gearbeitet und ihre Gedanken waren abgemartert, sie war fix und fertig körperlich und psychisch. Sie konnte sich einfach nicht von dem Rätsel befreien, so war sie froh als sie Abends vor Erschöpfung in einen tiefen Schlaf fiel.

    Auch der nächste Tag begann mit einem Haufen Arbeit und sie arbeite wie ein Tier. Sie gönnte sich kaum eine Pause nur ab und zu um sich einen Kaffe zu kochen. Sie war regelrecht besessen von dem Rätsel. Am frühen Abend saß sie wie schon am Vortag in ihrem Büro und saß über ihren Papieren, als das Telefon klingelte und wieder war es wie eine Befreiung.
    Es war Maggy die sie herzlich einlud noch mal mit ihr in den Blumenpark zu gehen, doch Kiran sagte nur unhöflich: “Nein danke ich habe keine Zeit ich muss arbeiten.” Doch Maggy gab nicht auf: “Komm doch mit, du bist nicht normal, es ist nicht normal wie viel du arbeitest und noch unnormaler ist es dass du nicht noch mal in den Blumenpark gehen willst.” Kiran schnaufte empört, das musste sie sich nicht gefallen lassen: “ Du, ausgerechnet DU willst mir sagen ich sei nicht normal, guck dich doch mal an. Du bist immer am lachen, das ist nicht normal, du bist immer am essen, das ist nicht normal, und so eine erzählt mir ich sein unnormal.” An der anderen Leitung verzog Maggy gekränkt das Gesicht: “Ok, ich bin nicht auf dich angewiesen, weiß gar nicht warum ich dich überhaupt gefragt hab, hätte mir denken können dass du dich mit so “unnormalen” Leuten wie mir nicht dauerhaft abgibst. Also dann Tschüss.” Und bevor Kiran was erwidern konnte hatte Maggy schon sauer aufgelegt. Was war wohl in sie gefahren? Was sie sich zu behaupten erlaubte. Unerhört.

    Doch als sie sich nach einiger Zeit wieder beruhigt hatte und ihre Wut abgeflaut war, machte sie sich Gegen ihren Willen Sorgen um Kiran, so hatte sie sie gar nicht eingeschätzt, so launisch. Am Abend war sie etwas traurig, dass so was passiert war, denn sie hatte Kiran wirklich gemocht. Kiran war inzwischen auch stinkwütend, was wagte diese Frau nur zu sagen, und das auch noch ohne mit der Wimper zu zucken. Von wegen sie sei nicht normal? Die hatte ja einen Schuss in der Birne. Am Abend aber dachte sie wieder über alles nach, und ihr kam der Gedanke dass sie vielleicht wirklich zu viel arbeitete. Hatte Maggy am Ende doch Recht? War sie nicht normal? Hatte sie sich da in eine Sache reingesteigert ohne es zu merken?

    Ganz langsam schlich sich ihr schlechtes Gewissen ein und belästigte sie. Was war nur mit ihr los gewesen? Wie hatte sie behaupten können Maggy wäre nicht normal? War sie etwa neidisch gewesen? Nein, das konnte nicht war sein. Am Abend, als sie im Bett lag war sie immer noch am nachdenken. Warum war das nur alles passiert? Nun hatte sie ihre einzige Freundin weit und breit vergrault. Ihr schlechtes Gewissen plagte sie die halbe nacht und um drei Uhr setzte sie sich wieder auf: “Ja, das mache ich jetz, morgen früh stehe ich auf und gehe in die Stadt und kaufe ihr etwas schönes und danach besuche ich Maggy und bringe das wieder in Ordnung.”

    Hoffentlich klappt das, dachte sie, doch warum nicht? Sie musste sich auf jeden Fall entschuldigen. Um halb Vier schlief sie dann endlich ein. Doch sie schlief sehr unruhig und wälzte sich hin und her und murmelte im Schlaf vor sich hin.
    Am nächsten Morgen war sie froh, dass diese Nacht vorbei war und ein neuer Morgen begann. Sie steckte sich die Haare zusammen und machte sich fertig. Doch sie konnte nichts frühstücken, ihr schlechtes Gewissen war ihr auf den Bauch geschlagen. Doch weil es noch zu Früh war, beschloss sie noch einen Morgenspaziergang zu machen, durch die frische Morgenluft, das würde ihr bestimmt gut tun. Sie öffnete die Haustür und sie sah, dass sich über nacht eine leichte Nebeldecke über der Straße gebildet hatte. Sie ging eine Runde um den Block aber dann wurde ihr zu kalt.

    Als sie so fröstelnd im Nebel stand kam wieder eine Erinnerung in ihr hoch, sie stellte sich vor wie Kevin neben ihr auftauchen, ihr geliebten Kev. Wie er seine Jacke auszog und um sie legte, wie sie eingehüllt von seinem Duft weiterging und er sich eng an sie drückte damit sie nicht frierte. Ihr war wohlig warm und sie flüsterte in sein Ohr: “Danke, vielen Dank für alles”, und zärtlich fuhr sie ihm durch seine schwarzen Haare und sah ihm in die Blauen Augen. Diese Augen, es war das erste was ihr an ihm aufgefallen war, diese Hellen blauen Augen, die so lieb und treu gucken konnten. In die sie sich als erstes verliebt hatte. Doch dann schwebte wieder das Rätsel in ihren Gedanken und die blauen Augen verblassten und auch die Illusion löste sich langsam wieder in Luft auf und wurde von dem Rätsel weggedrängt. War es wirklich Kevin gewesen, diese Illusion neben ihr? Sie hatte sie nicht genau erkennen können und doch war sie sich sicher, denn sonst hatte sie niemand so behandelt.

    Sie stand da, es fing an zu tröpfeln, bei jedem Regentropfen bekam sie erneut eine Gänsehaut. Sie war weiß geworden, wieso sah sie jetz schon Illusionen, was war mit ihr los, ihr Kopf brummte auf einmal gewaltig, ihr wurde schwindelig, was geschah mit ihr, sie hielt sich an dem Zaun fest und nach einiger Zeit wurde es besser. Komisch, dachte sie, das war doch nicht normal, oder doch? Sie beeilte sich nach Hause zu kommen, sie rannte schon fast, der Nebel lichtete sich und es wurde heller. Zu Hause richtete sie sich wieder her und sobald sie fertig war, stieg sie in ihr Auto und fuhr in die Stadt. Doch was sollte sie Maggy kaufen? Was würde gut genug sein, damit sie ihr verzieh? Warum musste das bloß kommen? Die Sonne schien in ihren hellen Strahlen auf die Erde und erwärmte die kühle Morgenluft, als Kiran durch die Straßen schlenderte. Da entdeckte sie ein kleines nettes Schokoladenlädchen, sie ging rein und ein duftender Geruch kam ihr entgegen. Sie sah sich alles ganz genau an und schließlich fand sie etwas wunderschönes in einer Ecke eines Regals. Es war ein dickes Sorry, das mit Schokolade geformt worden war, und das mit Schokoladenblumen umrandet war. Es sah schön aus und dem entsprechend war auch der Preis, aber das machte Kiran nicht, sie kaufte es und ließ es sich verpacken und in eine Tüte stecken. Mit der Tüte in der Hand ging sie schließlich frohen Mutes aus dem Laden.

    Ob sie wohl noch einen Blumenstrauß kaufen sollte? Ja, das wäre wohl das mindeste, dachte sie bei sich. Also ging sie noch in einen Blumenladen und kaufte einen Prachtvollen wunderschönen Blumenstrauß der in seinem Glanz Strahlte. So ging sie die Tüte in der einen Hand, den Strauß in der anderen Hand, die Straße entlang zum Auto. Sie fühlte sich aus irgendeinem Grund beobachtet, sie blickte einige Male über die Schulter, doch die Straße war jedes mal menschenleer. Sie beschloss sich zusammenzureißen, sie war schließlich nicht paranoid und niemand hatte einen Grund sie zu verfolgen. Als sie dann wieder Auto fuhr war ihr mulmig zu Mute. Entschuldigen war noch nie so ihr Ding gewesen und sie beschloss noch nicht zu Maggy zu fahren, vielleicht schläft sie ja noch, dachte sie, doch sie wusste, dass sie sich nur drücken wollte und das als Ausrede benutzen wollte. Sie beschloss erst am Nachmittag zu ihr zu fahren, ob jetzt oder nachher das würde keinen unterschied machen, dachte sie.
     
    #14
    Black Beauty, 18 August 2006
  15. Black Beauty
    0
    ---Ich freue mich auch immer über Meinungen und Kommentare----

    Zu Haue angekommen fing sie wieder mit der Arbeit an und öffnete ihre Praxis, doch heute war der Teufel los und sie konnte nicht früher Schluss machen so musste sie bis halb sechs arbeiten. Als sie endlich Feierabend hatte, beschloss sie trotzdem noch zu Maggy zu fahren, die Sache in Ordnung zu bringen damit sie mit ruhigem Herzen schlafen konnte. Aufschieben auf den nächsten Tag würde nun auch nichts mehr nützen. Es kostete sie viele Überwindungen, denn es war ihr auch peinlich.

    Doch schließlich setzte sie sich um 7 Uhr, nachdem sie sich umgezogen hatte, ins Auto und fuhr zu Maggy. Doch je näher sie dem Haus kam, desto unhohler fühlte sie sich in ihrer Haut. Sie wurde immer aufgeregter und nervöser und fuhr hinterher nur noch ganz langsam, doch auch das half nichts, es ließ sich nun nicht mehr aufschieben. Als sie vor Maggys Haus ausgestiegen war und vor ihrer Haustür noch mal tief Luft holte und krampfhaft mit der einen Hand die Blumen festhielt die Tüte abstellte, drückte sie den Klingelknopf. Sie hielt die Luft an, da öffnete sich die Tür und Maggy blickte sie überrascht an, damit hatte Maggy zu allerletzt gerechnet. Doch sofort, als sie an das Telefonat dachte, versteinerte sich ihre Miene wieder und sie war drauf und dran die Türe wieder zuzuschmeißen.

    Kiran stand hilflos vor der Tür, wie oft hatte sie sich diese Scene ausgemalt und sich Entschuldigungen ausgedacht, doch jetz, wo sie dastand, war sie der Situation hilflos ausgeliefert und nicht ein Wort kam über ihre Lippen. Maggy wollte die Türe grade wieder vor ihrer Nase zumachen, da fing Kiran an zu Reden: “Es tut mir leid, es tut mir so schrecklich Leid, bitte rede mit mir, ich will dir alles erklären.” Mit verzweifeltem Ausdruck im Gesicht sah sie Maggy an, da überkam sie die Anst. Was, wenn Maggy ihr nicht verzeihen würde, wenn sie sich nicht anhören würde was sie ihr sagen wollte, wenn sie die Tür wieder zuschlug.
    Doch Maggys Gesicht war wieder ernst als sie das zweite Mal hinsah. “Ist ok, aber lass so was nie wieder vorkommen.” Kiran sah sie an und sie begann aus dem Herzen zu strahlen und fiel Maggy um den Hals: “Dankeschön, ich danke dir, Danke”, Maggy war über diese stürmische Umarmung überrascht, sie hatte nicht gewusst, wie sehr Kiran ihre Freundschaft schätzte, doch sie war froh dass die Sache jetzt geregelt war. “Komm setzten wir uns ins Wohnzimmer und am Besten du erzählst mir alles ok?” , Kiran nickte eifrig, wie ein kleines Mädchen sah sie aus wie sie so strahlte.

    Sie setzten sich ins Wohnzimmer auf das Sofa an den Tisch. “So dann erzähl mal den Grund warum du so pampig warst”, meinte Maggy und sah Kiran dabei tief in die Augen. Kiran antwortete: “Es ist eine lange Geschichte und ich fang am besten ganz am Anfang an...” und so erzählte sie ihrer besten Freundin alles, von ihrem verstorbenen Mann und dem Geheimnis über sich dass er mit ins Grab genommen hatte, über den Grauen Mann, die Alte Ilse und zu allerletzt von dem kniffeligem Rätsel, das Rätsel, von dem sie besessen gewesen war, das sie so störrisch gemacht hatte, sodass sie sogar ihre einzige beste Freundin beleidigt hatte. Maggy hörte in aller Ruhe zu und nickte ab und zu verständnisvoll, sie war einfach ein Schatz, dachte Kiran bei sich. Ihr konnte sie wirklich alles erzählen, sie konnte sich nicht vorstellen was passiert wäre, wenn diese Freundschaft ihretwegen zerbrochen wäre, unvorstellbar.

    Sie redeten noch bis tief in die Nacht und Kiran ging es mit jeder Stunde besser je mehr sie sich von der Seele redete. Maggy war eine geduldige Zuhörerin, eine bessere gab es nicht.
    Doch bei dem Rätsel konnte auch Maggy ihr nicht weiter helfen doch sie lud Kiran ein am nächsten Tag noch mal in den Blumentag zu fahren, denn sie kenne dort eine Stelle, die Ideal dafür sei, über etwas nachzudenken. Kiran dachte nicht lange nach und sagte mit Freuden zu.
    Wie glücklich sie aussieht, dachte Maggy, es ist selten dass man sie so sieht, doch tief in ihrem Inneren ist sie ganz bestimmt immer so lieb und glücklich, sie hat bestimmt nur Angst es zu zeigen, Angst wieder Glücklich zu sein, Angst vor einer schönen Zukunft. Sie hält dieses Glück in sich Versteckt und nur ganz selten kommt es heraus, sie hatte bisher nur zweimal diesen Ausdruck des Glücks in ihrem Gesicht gesehen und das war einmal im Blumenpark und einmal heute. Wie hübsch sie doch aussähe wenn sie öfters lächeln würde.

    Sie musste etwas daran ändern, dachte sie, als sie Kiran zum Abschied fest an sich drückte. Ihre Freundin sollte endlich wieder glücklich sein, das hatte sie sich nun in den Kopf gesetzt und sich fest vorgenommen. Nachdem sie sich herzlich verabschiedet hatten fuhr Kiran nach Hause glücklich und froh, dass alles so gut geklappt hatte. An diesem Abend schlief sie sofort ein und im Gegensatz zu den anderen Nächten schlief sie endlich mal wieder richtig tief und gut.
     
    #15
    Black Beauty, 21 August 2006
  16. Black Beauty
    0
    Am nächsten Morgen stieg sie frohen Mutes aus dem Bett, sie Pfiff ein Liedchen vor sich hin und war putzmunter denn sie hatte himmlisch geschlafen. Sie machte wie üblich ihre Arbeit verarztete Hund Katze und noch vieles mehr. Sogar die Sonne schien wieder, so als würde sie sich mit ihr Freuen. Gegen Mittag rief Maggy an: “Hey wie geht es dir? Ich wollte dich was fragen, hättest du Lust heute bei dem schönen Wetter mit mir noch mal in den Blumenpark zu gehen, da es das letzte mal ja wortwörtlich ins Wasser gefallen war?”

    Kiran sprang hoch vor Freude dieser Tag versprach noch schöner zu werden und das hätte sie nie geglaubt, so sagte sie natürlich ohne um Schweife zu. Sie jubelte innerlich vor Freude, wieder das Meer von Blumen zu sehen, sie hätte es nicht glauben können, aber diese Blumen fehlten ihr irgendwo schon, und sie verspürte eine innere Unzufriedenheit die aber sofort verschwand wenn sie von der Blumenpracht umgeben war. Konnte das Glück sein? War sie die ganze Zeit unglücklich? Ja natürlich, sie hatte ja auch Grund dazu, schließlich war ihr Mann gestorben und dann das Rätsel.... Aber war es nicht irgendwann an der Zeit die Vergangenheit hinter sich zu lassen? Nein, beschloss sie, so war es nicht und so ist es nicht. Ihr ging es doch gut.

    Sie dachte nicht weiter darüber nach sondern ging essen. Anschließend überlegte sie was sie sich anziehen sollte. Sie war bester Laune also zog sie eines ihrer Lieblingskleider an. Es war wunderschön, auch mit vielen Blumen übersäht und figurbetont, was ihr super stand. Sie überlegte sogar, ob sie ihre Haare heute vielleicht offen tragen sollte, doch sie entschied sich dagegen, wen scherte es schon wie sie ihre Haare trug. An ihrer Hochzeit, so erinnerte sie sich, hatte sie ihre Haare offen getragen. Sie hatte wunderschönes Haar gehabt, was ihr locker und leicht über die Schultern viel. Sie erinnerte sich, dass alle sie bewundert hatte und wie stolz sie sich damals gefühlt hat, weil ER, zu ihr gesagt hatte, dass sie wunderschön elfengleich aussähe und er sich jeden Tag aufs neue in sie Verlieben könne.

    Doch heute beschloss Kiran ihr Haar doch bei ihrer gewohnten Frisur zu lassen, weil sie wusste, dass sie die Haare nur stören würden, wenn sie die ganze Zeit ins Gesicht fielen, schließlich wollte sie den Zauber der Blumen genießen und nicht damit beschäftigt sein, ihre Haare fern von ihrem Gesicht zu halten. Als sie fertig war, lief sie summend die Treppe runter, da sah sie den Zettel auf dem das Rätsel stand, sie nahm ihre Handtasche und beschloss den Zettel mitzunehmen, vielleicht viel ihr in den Blumen etwas sinnvolles ein, was ihr weiterhelfen konnte.
    Da klingelte es schon an der Tür und Kiran rannte zur Tür und öffnete sie.
    Doch sie sah nicht wie erwartet Maggy vor der Tür stehen. Verdutzt sah sie sich um, was sollte denn das jetzt? Da fiel ihr Blick auf den Boden, dort lag ein Zettel.

    Mit gerunzelter Stirn hob sie ihn auf und las “Heute Abend werde ich wieder kommen, sei da, gezeichnet Der Graue Mann”. Was hatte das denn jetzt zu bedeuten, wieso warnte er sie vor, es schien wirklich wichtig zu sein. Doch ihre Gedanken wurden von einem Hupen unterbrochen, Maggy war inzwischen angekommen und in die Einfahrt gefahren. Kiran steckte schnell den Zettel in ihre Handtasche und lief auf das Auto zu. Sie setzte sich rein und begrüßte sie herzlich. Dann ging es los.
    Sie unterhielten sich angeregt und wieder war Kiran froher als je zuvor, dass sie sich wieder mit Maggy vertragen hatte. Kurz vor dem Blumenpark hielten sie an und liefen wieder das letzte Stück. Als sie wieder im Park standen und umzingelt von Blumen waren, die in einer einzigen Vollkommenheit erstrahlten traute Kiran auch dieses mal ihren Augen nicht.

    So wunderschön hatte sie es gar nicht mehr in Erinnerung gehabt. Wie konnte sie diese Herrlichkeit nur vergessen? Sie stand da und genoss wie das Glück auf sie herabfiel. Es umgab sie wie eine durchsichtige Hülle, die nie wieder abfallen wollte. Maggy stupste sie kurz an und sie schlenderten langsam in den Park hinein. Sie bewunderten die Pracht und die Variationen der Blumenarten. Es war faszinierend wie manche einfach und andere kompliziert strukturiert waren. Kiran musste sich zwingen nicht vor jeden einzelnen Blume stehen zu bleiben und jeder einzelnen zu betrachten, so das jede ihre verdiente Bewunderung bekam. Sie gingen sehr gemütlich und nach einiger Zeit fingen sie langsam an zu sprechen, aber ohne das der Zauber verflog.
    Die Sonne schien ihnen ihren Weg und Maggy führte sie. Sie gingen erneut zu ihrem Platz inmitten der Blumen, doch dieses mal blieben sie nicht länger wie eine halbe Stunde, weil Maggy Kiran unbedingt noch etwas zeigen musste. Es viel ihr schwer sich von diesem wunderschönen Platz zu trennen, doch hätte sie zu diesem Zeitpunkt gewusst, wohin Maggy sie führen wollte, hätte sie keine Probleme gehabt ihn zu verlassen. Maggy tat geheimnisvoll und sagte, dass sie an einen Ort kommen werden, der etwas sehr magisches und anziehendes an sich hat. Kiran war gespannt, was würde sie zu sehen bekommen? Maggy fuhr fort: “Wenn du an diesem Ort umherwanderst, kommst du dir vor wie eine Elfe, die durch ihr Zauberland streift.” Kiran konnte es kaum erwarten und ging zügiger, sie wollte endlich zu diesem Ort gelangen, den Maggy so geheimnisvoll beschrieb.

    Dieser Ort sollte ihr noch mehr gefallen als der Letzte, doch Kiran konnte sich das kaum vorstellen, denn es war absurd, dass es noch etwas schöneres gab, als den Platz inmitten der Blumen. Doch war Maggy bisher nicht immer ehrlich gewesen? Sie hatte doch immer die Wahrheit gesagt, egal was sie zu ihr gesagt hatte. Doch ein noch schönerer Ort? Kiran musste sich zurückhalten um nicht ins Rennen zu kommen, die Neugier hatte sie gepackt. Maggy lächelte vor sich hin, sie freute sich schon auf das Gesicht und die Augen, die Kiran machen würde, wenn sie es erstmal sah. Die Luft wurde ein bisschen kühler und die Pflanzen veränderten sich, sie waren zwar immer noch bunt, doch wuchsen sie nun auf schwarzer Erde und waren seltsam geformt. Wohin würde Maggy sie führen?
     
    #16
    Black Beauty, 28 August 2006
  17. Shiny Flame
    Beiträge füllen Bücher
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    Verlobt
    Kannst du nicht Doppelabsätze zwischen den Absätzen machen?

    Ich habe nämlich leider aufgeben müssen, weil ich am Bildschirm immer nicht so gut lesen kann!

    Wäre total schön, wenn du alles noch mal daraufhin überarbeiten könntest! ICh würds nämlich voll gerne weiter lesen...
     
    #17
    Shiny Flame, 2 September 2006
  18. Black Beauty
    0
    ja natürlich kann ich doppelabsätze machen, danke für den tipp

    Dir Blumen nahmen tropische formen an, war das denn möglich? Wollte Maggy sie in einen Regenwald führen? Voller Ungeduld drängte Kiran schneller zu gehen und dass Maggy ihr es doch verraten solle wohin sie gehen. Doch Maggy blieb standhaft, Kiran würde es schon sehen. Ab und zu standen jetzt rechts und links vereinzelt interessant aussehende Bäume, welche, die Kiran noch nie zuvor gesehen hatte. Plötzlich traten sie durch eine Wand von verschiedenen Efeugewächsen und Kiran musste zweimal hinsehen. Maggy hatte nicht zuviel versprochen. Vor ihr bot sich ein Bild, das sie sich in ihren schönsten Träumen nicht hätte ausmalen können. Sie sah auf einen wunderschönen Wasserfall, der rechts und links von wunderschön erblühenden Pflanzen umgeben war.

    Das Wasser breitete sich zu einem wunderbar glänzendem ruhigen See aus. Um ein Viertel des Sees war ein riesiges Ufer auf dem sehr große Steine lagen. Dort war das Wasser nur 10 bis 15cm hoch und es schwammen zum Teil eine ganz besondere Art von rosa Rosen auf dem Wasser, die von Innen heraus leicht Fliederfarbig glänzten. Es war ein Traum! Rechts und links von dem See standen Regenwaldbäume, doch es war gar nicht kalt oder schwül, die Luft war sehr angenehm klar und sauber. Da wo das Wasser auf den See traf, schäumte es sich zu allen Seiten und eine dünne Nebelschicht lag vor dem Wasserfall. Von Unten herauf wuchsen jeweils rechts und links ganz dunkelblaue, schimmernde Blumen den Wasserfall hoch, sodass es sehr mystisch aussah, so als wären sie in einem geheimnisvollem Zauberland, genauso wie Maggy es gesagt hatte.

    Maggy ließ Kiran Zeit, alles auf sich einwirken zu lassen, denn sie wusste wie es war, wenn man es das erste mal sah. Kiran machte vorsichtig einen Schritt nach vorne, sie konnte es einfach nicht glaubten, sie fühlte sich so befreit, so als könne sie sich jeden Moment in die Lüfte schwingen und leicht wie ein Vogel durch den Himmel schweifen. Vor ihr War ein Weg, den sie gehen musste um voran zu kommen. Genauso wie im Leben, der Weg liegt immer vor einem, doch man musste auch den Mut haben, den Weg zu gehen und egal was kommt. Man darf nie vergessen voran zugehen und nicht stehen zu bleiben, denn sonst geht man ein wie eine Blume, weil man nur noch in den Tag hinein lebt und das Lebenswichtige vergisst, und manchmal sogar vergisst, dass auch wenn Liebende von dieser Welt verstoßen wurden, das Leben weitergeht. Kiran hatte das noch nicht ganz begriffen, doch heute waren ihre Gedanken wieder weiser geworden und sie beschloss bald wieder ihren Weg weiterzugehen und nicht mehr länger zu Trauern, und dieses Mal wusste sie, dass sie es schaffen würde.

    Schweigsam ging sie mit Maggy den Weg entlang und dachte noch lange nach was wohl noch alles auf ihrem Weg lag und ob sie je wieder glücklich werden konnte. Sie gingen immer weiter und bogen irgendwann rechts ab auf eine Art Trampelpfad und es gab soviel zu sehen, dass sich Kirans Gedanken mit der Zeit verloren und sie damit beschäftigt war, sich das meiste einzuprägen: “Ich finde es Schade, dass man soviel immer vergisst, vor allem von den Schönen Dingen, ist es nicht so?” Maggy nickte zustimmend: “Ja, meistens bleiben schlechte Erlebnisse viel länger im Gedächtnis als schöne, das ist schon traurig.” Beide Freundinnen hingen ihren eigenen Gedanken nach und genossen die Ruhe. Jeder war in seiner eigenen Gedankenwelt gefangen und die Füße trugen sie ohne zu wissen wohin es gehen sollte.

    Dieses Schweigen war magisch, genau wie alles andere um sie herum auch, die Pflanzen hatten magische leuchtende Farben und alles glänzte in einem mystischem Schimmer. Bald wurde es wieder etwas heller und die Sonne schien wieder stärker auf sie ein, als sie zu einer Brücke kamen. Es war eine weiße Brücke, die schöne Verzierungen und Schnörkeleinen hatte, und doch war sie von Grund auf massiv gebaut. Unter ihr floss ein Bach entlang und Kiran hörte das sprudelnde Wasser in ihren Ohren. Es war beruhigend, als sie die Brücke betraten, die gerade so breit war, dass sie beide bequem nebeneinander gehen konnten und es nicht zu eng oder zu breit war.
     
    #18
    Black Beauty, 2 September 2006
  19. Packset
    Gast
    0
    ....
     
    #19
    Packset, 2 September 2006
  20. Shiny Flame
    Beiträge füllen Bücher
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    1.627
    Verlobt
    Danke schön! Ist echt prima geschrieben, und auch ne schöne Geschichte.
     
    #20
    Shiny Flame, 2 September 2006

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