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Wenn [keine] Liebe krank macht.

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Mìa Culpa, 11 August 2010.

  1. Mìa Culpa
    Gast
    0
    So, es ist eindeutig an der Zeit für einen Seelenstrip, denn so langsam mache ich mir selbst Angst.

    Die Vorgeschichte: Wir kennen uns seit knapp zweieinhalb Jahren, von Anfang an war da etwas Besonderes zwischen uns und dennoch gab es ein ewiges Hin und Her - mein glorreicher Verdienst. Ich hatte immer nur Pech mit Männern, dann kommt endlich mal einer daher, der anders ist und ich verfalle in Zweifel. Nun, er war über ein Jahr lang sehr verliebt und sehr bemüht. Ich denke, größtenteils habe ich ihm das ehrlicherweise zurück signalisiert und seine Hoffnung genährt, aber eine richtige, feste Beziehung kam dennoch nie zustande.

    Die Wende: Seit Herbst oder Winter ist er nun in einer neuen Beziehung und die letzten neun Monate, seit ich eben davon weiß, waren für mich die Hölle. Sicher, es gab wenige gute und viele weniger gute Phasen, aber generell ist das ein nicht enden wollender Schmerz, mit dem ich einfach nicht fertig werde.

    Jedenfalls, er weiß von meinen Gefühlen. Die habe ich ihm nach seiner Beziehungsbekanntmachung in zig tränenreichen Telefonaten relativ deutlich gemacht. :rolleyes: Er fragte damals: "Ach, Mia, wo waren die Gefühle nur vorher die ganze Zeit?" Hoffnung. Allerdings schrieb er auch: "Du kannst im Moment genauso wenig kämpfen wie ich es konnte". Hoffnung zunichte gemacht. Das war im Dezember. Dann haben wir über sie erst mal kein Wort mehr verloren. Ich war mir zeitweise sogar sicher, dass es mit ihr schon wieder vorbei ist. Tja, da habe ich mich geirrt.

    Die Gegenwart: Wir halten zwar Kontakt, allerdings beläuft sich dieser auf einen belanglosen SMS-Wechsel alle paar Wochen. Überwiegend bin ich diejenige, die sich meldet und ich bin mir nicht sicher, ob er schlicht kein Bedürfnis mehr danach hat oder ob er mir zuliebe auf eine Kontaktaufnahme verzichtet, um mich eben zu schonen.

    Im Juni haben wir uns auf meinen Wunsch hin getroffen. Es war seltsam, ihn nach so langer Zeit wiederzusehen, aber auch sofort wieder sehr vertraut. Er hat mir dann im Laufe des Abends ungefragt erzählt, dass er mit ihr inzwischen zusammenlebt und sie sogar Nachwuchs planen. Klingt ziemlich bescheiden so far, ich weiß.

    Mein Dilemma: Ich liebe diesen Mann. Das ist mir jetzt sonnenklar. Und ich kann nicht akzeptieren, dass es vorbei sein soll. Noch weniger kann ich seine neue vermeintliche "Traumbeziehung" akzeptieren. Ich kann einfach nicht glauben, dass er von jetzt auf gleich die Richtige trifft, mich, in die er für so lange Zeit verliebt war, mit der er dieselben Pläne hatte, die er nun mit ihr zu realisieren scheint, sofort links liegen lässt und sie jetzt gemeinsam und auf Teufel-komm-raus ihre rosarote Zukunft planen. Als hätten sie beide Torschlusspanik gehabt, einander gefunden und nun müssten sofort Nägel mit Köpfen gemacht werden, damit ja nichts mehr schief geht. Ich kann das nicht nachvollziehen, mir kommt das alles wahnsinnig naiv vor, insbesondere das Zusammenziehen nach nur wenigen Monaten - so hätte ich ihn niemals eingeschätzt. Aber gut, wahrscheinlich ist das lediglich die frustrierte Interpretation einer "Verlassenen". Nur frage ich mich eben, ob es, wenn ich ein Bisschen Recht hätte, nicht doch noch eine Chance für mich gäbe. Ich befürchte nämlich auch, dass er mir das alles nicht abkauft. Ich vermute, er denkt, dass ich dieses plötzliche Gefühlsdrama nur veranstalte, weil mir ein anderes Kind im Kindergarten mein Lieblingsspielzeug weggenommen hat. Doch dem ist nicht so - und ich weiß nicht, ob es Sinn macht, ihm das nochmal zu verklickern oder ob so etwas eher kontraproduktiv wäre, weil ich ihn noch mehr und noch mehr bedränge.

    Immer mal wieder fasse ich den Plan, ein weiteres Treffen auszumachen und ihm ohne gespielte Coolness und "Siehst Du, wie toll und unwiderstehlich ich immer noch bin?"-Haltung offen zu sagen, dass ich ihn zurück will und vor allen Dingen, wie ernst ich es meine. Dass das eine beknackte Idee ist, weiß ich selbst, im Prinzip weiß er sowieso schon, was in mir vorgeht, aber ich will eben einfach nichts unversucht lassen und wenn es wirklich etwas gäbe, das ich sagen könnte, womit ich ihn zum Nachdenken bringen würde…

    Aber egal. Das spielt alles eigentlich gar keine Rolle, denn ich gehe davon aus, dass er, sofern kein Wunder geschieht, zumindest in absehbarer Zukunft nicht zu mir zurückkommen wird. Und damit muss ich irgendwie leben, aber ich weiß nicht wie. Meine Vernunft sagt mir natürlich, ich sollte um meiner selbst willen den Kontakt abbrechen. Das Ding ist, dass ich das aber eigentlich gar nicht will. Ich kann mir mein Leben ohne ihn nicht vorstellen. Ob Freund oder Kumpel - egal. Er fehlt mir menschlich so sehr. Ich wache morgens auf, denke daran und der Tag ist versaut. Ich heule ständig und überall. Ich denke an ihn und das Wasser spritzt mir aus den Augen. Ich erkenne mich nicht mehr wieder. Er wohnt in Frankfurt (ich in Stuttgart) und ich weiß nicht, wie oft ich in den letzten Monaten nach Frankfurt gefahren bin. Einfach so. Ich fahre zu ihm, wende und fahre zurück. :rolleyes: Ich hab mitten in der Nacht überprüft, ob ihr Name auf seinem Klingelschild steht. :rolleyes: Ich ziehe mir täglich ihre kleinen Kommentare auf seine Facebookseite rein. Ich weiß, wie krank das alles klingt. Deshalb schreibe ich auch hier. Ich habe Angst, dass ich mich da in etwas hineinsteigere, das irgendwann eskaliert. Versteht mich nicht falsch, ich habe nicht vor, seine Reifen zu zerstechen oder ihre Bremsen zu manipulieren, aber ich habe auch keine Lust mehr auf den allabendlichen Nervenzusammenbruch. Ich habe schon überlegt, mir professionelle Hilfe zu suchen, andererseits wüsste ich nicht, was man mir sagen könnte, damit es mir besser geht. Ich brauche ihn zurück, das ist das einzige "Heilmittel". Nicht zu verachten wären allerdings ein paar Pillen, mit denen ich mich mal so richtig abschießen könnte, damit ich nicht ständig an all das denken muss. Ich habe das Gefühl, als würde ich langsam durchdrehen. Ich fantasiere darüber, wie er mir sagt, dass Schluss mit ihr ist. Ich denke die ganze Zeit an alles, was zwischen uns war. Ich stelle mir vor, was die beiden zusammen machen. Ich kann kein Datum aus einer Zeit lesen, in der er mich noch wollte, ohne dass mir die Tränen kommen. :rolleyes: Ich schreibe ihm nachts erbärmliche SMS, auf die er dankenswerterweise nicht reagiert. Zu meiner Verteidigung: Nur zwei oder drei insgesamt und nur eine in letzter Zeit. Ich kann nicht fassen, dass ich damals alles hätte haben können, was ich mir jetzt wünsche. Ich sollte mich momentan eigentlich mit wirklich wichtigen Dingen auseinandersetzen, aber ich habe mein Leben so ziemlich eingestellt. Ich arbeite und den Rest des Tages sitze ich heulend Zuhause. Das war's. Das ist doch krank! Ich quäle mich einfach unendlich, fühle mich total psychopathisch und weiß mir keinen Rat.

    Hat irgendjemand eine Meinung zu irgendeinem Teil der Geschichte? Mein Kopf ist jedenfalls wunderbar leer. Das ist doch auch schon was. :grin:
     
    #1
    Mìa Culpa, 11 August 2010
  2. Dr-Love
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    :knuddel: Dich hat es aber arg erwischt. Du schreibst selber davon das Du überlegst professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das wäre tatsächlich eine Möglichkeit. Hast Du keine Freundin/Freund mit dem Du darüber mal quatschen kannst?

    So machst Du Dich selber kaputt. Das ist niemals nicht gut für Dich.
     
    #2
    Dr-Love, 11 August 2010
  3. LiLaLotta
    LiLaLotta (31)
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    vergeben und glücklich
    Ich finde die Idee eigentlich nicht beknackt. Manchmal muss man eben alles versucht haben, um endlich die Hoffnung aufzugeben.
    Ich würde ihm noch einmal all das sagen, was du fühlst...und danach ist es an ihm. Wenn er bei seiner Freundin bleiben will, dann gönn ihm sein Glück...Wie heißt der Spruch...was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir.
    Ich finde, da ist was Wahres dran. Wenn es dir so schlecht geht, dann bleibt dir vermutlich nichts anderes übrig, als den Kontakt abzubrechen. Aber das kannst du erst, wenn dein Kopf und dein herz begriffen haben, dass du alles getan hast und dass es vorbei ist.
     
    #3
    LiLaLotta, 11 August 2010
  4. User 35148
    User 35148 (43)
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    nicht angegeben
    Hmm... :knuddel: das klingt alles nicht sonderlich gut.

    Reinsteigern? Das tust Du nicht, denn Du bist schon viel zu tief drin, mitten drin im Trennungs- und Verarbeitungschaos.

    Du liebst ihn wirklich oder ist das nur ein Schatten, ein Echo der damaligen Gefühle, die Du einfach noch am glühen lässt, weil sie Dich am Leben halten?
    Er fehlt Dir menschlich? Aber das ist nur die Hälfte... denn alles was er Dir geben könnte... will er Dir nicht mehr geben. Chancen gehabt, Chancen vertan.

    Ihr habt schon eine räumliche Trennung.
    Dass Du zu ihm fährst... ist tatsächlich verrückt, aber das geht bestimmt vielen so, hab ich auch schon gemacht...
    Einfach sehen ob sie da ist, und dann traurig umkehren weil kein Licht am Fenster brennt.
    Aber dann vielleicht doch erleichtert, weil es nicht zu einer weiteren Situation gekommen ist,
    für die ich vielleicht keine richtige Begründung hätte.

    Du weisst doch daß er Dich aufgegeben hat, er lebt Dir geradezu vor was alles hätte sein können.
    Aber das ist nicht mehr Dein Leben, das ist seines!

    Du mußt Dich endlich von ihm lösen. Komplett. Ganz und gar.
    Lass ihn los, auch in Deinem Herzen und in Deinem Kopf!
    Lösch seine Nummern, denn er ruft Dich doch eh nicht an.
    Schreibe ihm nicht mehr, denn er antwortet doch nicht.
    Und schnüffele ihm auch nicht mehr online hinterher.
    Er hat es im Moment gut, soll er doch glücklich werden.
    Aber mache Dein Glück doch nicht mehr so von seinem abhängig.
    Er hat alles was er sich wünscht? Gut für ihn.
    Es ist klar traurig daß es Dir im Moment nicht so gut geht.
    Aber das wird vorbei gehen, wenn Du Dich nicht mehr dauernd so auf ihn fokussierst.

    Du brauchst Abwechslung. Abstand. Erholung von all dem.
    Und irgendwann eine neue richtige und ehrliche Beziehung mit der Liebe die Du Dir so sehnlichst wünschst.

    Vielleicht ist es Glück daß Du es schon einmal erfahren durftest, wie das ist, so richtig verliebt zu sein,
    vielleicht ist es auch Pech daß Du nun so auf Entzug bist.
    Ich hatte weder das eine noch das andere... kann aber trotzdem nicht sagen was schlechter oder was besser wäre.
    Vielleicht verläuft mein Leben glatter und sicherlich auch langweiliger, dafür hast Du dann deutlich ausgeprägtere Höhen und Tiefen.

    Sicher, Du wirst dann eine Zeit lang vielleicht in ein noch tieferes Loch fallen, wenn Du dann ganz alleine bist
    und keine Gefühlsregung mehr für ihn hast.
    Aber dann wirst Du frei sein... für jemanden anderes!

    Ganz allein bist Du sowieso nicht.
    Hier im Forum ist meistens immer irgendwer :zwinker:

    :engel:
     
    #4
    User 35148, 11 August 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  5. Fuchs
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    Single
    Hallo Mìa! :smile:

    So richtig weiterhelfen werde ich dir in deiner Angelegenheit nicht können. Dir sind die Schlüsselelemente der Geschichte ja schon selbst bewusst. Fakt ist, du hast sehr heftigen Liebeskummer und als ob das nicht schlimm genug wäre machst du dir selbst starke Vorwürfe, weil du ja diesen Mann hättest haben können.

    Ersteres ist eine Sache, die weh tut und die man durchstehen muss. Du weisst selbst, dass dir dein Verhalten dabei gerade nicht hilft. Dennoch explizit: Gehe nicht den Impulsen nach, die dich dazu treiben diesen Mann weiter hinterherzulaufen (sei es per SMS oder mit dem Auto), denn sie stürzen dich tiefer in deinen Kummer und lassen dafür viel Raum. Das du so viel weinst ist unangenehm, aber eine Sache, die ich recht "adäquat" finde für Liebeskummer. Räume diesen Gefühlen ruhig Zeit ein, aber lasse sie eher geschehen, als dich hineinzusteigern.

    Es tut mir Leid, dass dies so furchtbar allgemein klingt, aber dein Problem hat keine Lösung im eigentlichen Sinne. Du musst sehen, wie du deinen Kummer bewältigst und da wirst du auch am besten wissen, was bei dir funktioniert.

    Was deine Selbstvorwürfe anbelangt kannst du vielleicht lernen, sie als Antrieb zu nutzen, um im kommenden deine Unsicherheit etwas abzulegen und vielleicht mutiger zu werden. Niemandem ist geholfen, wenn du dich nun dem Erstbesten aus Angst an den Hals wirfst, aber vielleicht möchtest du deinen Charakter in der Hinsicht ja stärker entwickeln? Ich denke, dass eine solche Geschichte eine recht harte Lektion ist, die einen aber auch reifen lassen kann.

    Was die Sache mit dem Nachvollziehen der neuen Beziehung deines Geliebten anbelangt: Sowas ist oftmals nicht für außenstehende nachvollziehbar. Torschlusspanik zu unterstellen fällt natürlich leicht, aber du weißt nicht, was ihn letztlich an diese Frau bindet oder andersherum. Du musst dieses Gefühl aber auch nicht nachvollziehen können. Es ist ein unumstößlicher Fakt, dass er mit ihr zusammen und glücklich ist und was noch viel übler ist: selbst, wenn eine Trennung stattfindet, besteht noch immer keine Garantie, dass er dann zu dir kommen würde. Alles Dinge, die dir sicherlich selbst bereits bewusst sind (was man am übermäßigen Gebrauch der :rolleyes: erkennt), die du aber aus deinem Bewusstsein verdrängst, wenn du anfängst, dich weiter in die Sache hineinzusteigern. Mache das besser nicht und halte deinen Blick auf die Sache rational, auch wenn es hart ist.

    Was das Freundschaftliche anbelangt und die Tatsache, dass du ihn einfach nicht aus deinen Leben halten kannst: Das musst du nicht. Du machst dir diese Option durch dein Verhalten allerdings kaputt und dich gleich mit. In deinem Zustand bist du viel zu "irrational" um deine Gefühle noch so weit trennen zu können, dass du deine Wünsche und dein Begehren nach Nähe und Liebe von dem freundschaftlichen Gefühl noch unterscheiden könntest. Du kannst das erst wieder in Angriff nehmen, wenn du mit dir selbst klar kommst, was dir ein weiterer Grund sein sollte, dich zusammenzureissen.

    Ich hoffe, dass du das durchstehst und das dein Kopf bezüglich der Sache langsam zur Ruhe kommt.
     
    #5
    Fuchs, 11 August 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  6. metamorphosen
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    vergeben und glücklich
    Die Chancen für ein Happy End sind eher nicht vorhanden.

    Um diese neue Beziehung einzugehen musste er sich ja entlieben, sonst hätte das gar keine Chance gehabt. Das ist kaum noch rückgängig zu machen, selbst wenn Du immer noch etwas besonderes für ihn bist und sicherlich auch noch gewisse Gefühle da sind. Aber für eine Beziehung wird das nicht mehr reichen.

    Das Entlieben wird für Dich jetzt besonders schwer, weil Du immer das Traumbild, was hätte werden können, vor Augen hast und dieses nie durch den schnöden Alltag und Probleme zerstört werden kann. Eine sehr romantische, aber ziemlich unbefriedigende Form der Liebe.

    So richtig schlau werde ich aus der Begründung auch nicht. Du wolltest ihn nicht wegen irgendeiner Unsicherheit. Und es war nicht möglich diese Unsicherheit gemeinsam zu überwinden? Irgendwelche Dinge müssen ja sehr dagegen gesprochen haben.

    Mich würde schon sehr die Diskrepanz zwischen Deiner damaligen Sicht und der Sicht im Nachhinein interessieren. Im "hätte ich doch" und "wir waren ja so knapp dran" kann man nicht leben. Wenn man es ganz nüchtern betrachtet, dann konnte man eben irgendwie doch nicht und es hat einfach nicht wirklich gepasst.

    Über kurz oder lang wirst Du akzeptieren müssen, dass es Teil von Dir und Deiner Geschichte ist, dass Du damals nicht ja sagen konntest. Das Leben wird nicht in der Theorie geführt, sondern live und in Farbe und hypothetisches hat darin wenig Raum.

    Das bewältigen des Liebeskummers wird durch diese ganzen Sachen schwieriger. Du kannst nicht auf den Partner und seine Fehler sauer sein, Dir nicht hinterher sagen das es alles gar nicht so golden glänzt wie es schien. Um dann irgendwann mit der ganzen Sache Frieden zu schließen.

    Du kannst höchstens wütend auf Dich sein, aber das hilft nicht so gut weil es ihn noch höher hebt und Dich tiefer runterstößt. Für die Liebeskummerüberwindung muss es ja umgekehrt sein.

    Vorerst wirst Du wahrscheinlich um einen Kontaktabbruch bzw. eine sehr starke Verminderung des Kontaktes nicht rumkommen. Du wirst Deinen Frieden mit Dir selber schließen müssen und akzeptieren dass es eben nicht möglich war. Es war nicht eure Zeit und es sollte nicht sein.

    Off-Topic:
    Für zweimal unsinnig Sprit nach FFM verfahren, schaffst Du es auch hierher. :zwinker: Dann siehst Du mal was anderes, kannst die Stadt erkunden und ich mach was gutes zu Essen. Vielleicht willst Du es auch doch mal mit gepflegtem Alkoholmissbrauch versuchen. :tongue: Der Alkohol löst keine Probleme, macht aber vieles einfacher. :grin:
     
    #6
    metamorphosen, 11 August 2010
  7. Piratin
    Piratin (38)
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    Verheiratet
    Off-Topic:
    genau, ich komm dann auch. *ggg* Ich weiss wo bei metamorphosen der Alkohol steht.
     
    #7
    Piratin, 11 August 2010
  8. Mìa Culpa
    Gast
    0
    Danke für eure Beiträge. Als ich vorhin aufgewacht bin, dachte ich: "Na, das könnte doch mal ein vergleichsweise guter Tag werden". Kaum sitze ich hier und lese, heule ich schon wieder los. :rolleyes: :zwinker:

    Ich bin ja schon froh, dass jemand außer mir die Idee überhaupt gut findet. Andererseits scheint er in seiner neuen Beziehung fest verankert zu sein und das, was ich erwarte, wird sowieso nicht passieren. Er wird wohl kaum sagen: "Oh, Du meinst es also tatsächlich ernst? Na gut, dann setze ich sie doch mal direkt vor die Tür und Du kannst einziehen." :rolleyes: Das ist doch absurd. Wie gesagt, eigentlich weiß er ja sowieso, wie's mir geht. Und er hat sich trotzdem nicht davon beeindrucken lassen. Ich bin einfach hin- und hergerissen und würde ihm noch so vieles sagen wollen.

    Mir haben schon so viele zur Ablenkung geraten. Ich hab mich daraufhin mit mehr Männern getroffen als in meinem ganzen Leben zuvor und die waren auch alle "okay". Es gab nichts auszusetzen, aber sie interessieren mich halt nicht. Ich sitze einem gegenüber, wir reden über irgendwas und ich denke die ganze Zeit, dass er jetzt was ganz anderes gesagt hätte und meine Gedanken schweifen ab. :rolleyes:

    Ich hab mir sogar ein E-Book gekauft: "Wie ich meinen Ex-Partner zurückbekomme". :grin: Von fünf Wochen Kontaktabbruch hab ich zwar nur drei durchgehalten, dafür hab ich mich plangemäß mit drei Typen getroffen, die mein Selbstbewusstsein aufbauen sollten. Dann das Treffen mit ihm und zack - alles bricht wieder ein, weil er - unverständlicherweise :rolleyes: - nicht vor mir auf die Knie gefallen ist.


    Das ist wirklich der Knackpunkt an der Sache. Ich hatte schon früher sehr heftigen Liebeskummer, wenn mich mal wieder einer nicht wollte, aber er wollte mich ja - nur eben jetzt nicht mehr. Das krieg ich nicht in meinen Kopf. Ich sitze so oft kopfschüttelnd da und frage mich, was mich damals nur zurückgehalten hat.

    Ich weiß. Während der Zeit, in der wir keinen Kontakt haben und ich mich - auf welche Weise auch immer - nicht mit ihm auseinandersetze, geht es mir auch besser. Aber wie gesagt, ich will eigentlich gar nicht loslassen. Und da ertrage ich lieber den Schmerz und hab ihn gedanklich näher, als dass ich ihn vergesse. Zudem denke ich, je weniger ich von mir hören lassen, desto mehr denkt er, dass er mir egal geworden ist und dann vergisst er mich wiederum auch.

    Du hast natürlich Recht, aber im Moment denke ich - obwohl ich gar nicht so denken und ihm das auch nicht unterstellen will -, das ist eine kopflose "Wir bringen schnell alles in trockene Tücher"-Geschichte und sie ist der einzige Grund, der zwischen uns steht. Ich bin überzeugt davon, wäre sie damals nicht aufgetaucht, wären wir uns wieder nähergekommen.

    Ich kann mir gar nicht vorstellen, ihm jemals auf nur freundschaftlicher Ebene zu begegnen. Und noch weniger kann ich mir vorstellen, dass ich ihn abhake und nie wieder mit ihm rede. Aber eine andere Alternative gibt es nunmal nicht. :schuettel:
     
    #8
    Mìa Culpa, 11 August 2010
  9. Fuchs
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    Single
    Wenn du ihm noch so viel zu sagen hast, kannst du das natürlich in Erwägung ziehen. Manchen Menschen hilft es, wenn sie diesbezüglich einen Brief schreiben ihn aber eventuell nicht abschicken. Nur muss dir dabei klar sein, dass das nur hilft diesen Druck etwas von dir loszunehmen, es aber im wesentlichen die Sache selbst nicht positiv beeinflussen wird. Unter Umständen steigerst du dich damit auch in ein "Drama" hinein oder belastest auch ihn sehr damit. Wäge da gut ab, ob es dir die Sache wert ist oder ob du dich nicht doch nur wiederholen würdest.

    Was Männer treffen anbelangt um den Geliebten zu vergessen scheinst du mir dafür auch nicht der Typ zu sein. Ich weiß auch nicht, wie dir so viele Männer untergekommen sind, aber es hört sich für mich so an, als ob sie dir nicht einfach nett über den Weg liefen sondern das da gezielt und recht künstlich Situationen erzeugt wurden, um sich zu unterhalten. Zusammengenommen mit deinem emotionalen Zustand ist es klar, dass die Männer so überhaupt keine reelle Chance bei dir hatten.

    Ratsamer wäre es wirklich, einfach alleine unter Menschen zu gehen ohne wirklich darauf aus zu sein, jemanden zur Ablenkung oder Bekämpfung eigener Gefühle zu finden. Lass dich einmal selbst ein bisschen frei! :smile:

    Zu dem "kopflosem und unüberlegten" Vorgehen der Person deines besonderen Interesses musst du auch eingestehen, dass du die Motive und Personen überhaupt nicht kennst. Von ihm wirst du vielleicht ein genaueres Bild entwickelt haben als von ihr, aber wenn sich Menschen zusammentun, ergibt sich dennoch etwas völlig Neues und es mag zudem sein, dass du Seiten an ihr überhaupt noch nicht gesehen hast (oder sehen willst), die sie gerade liebenswert für ihn machen, auch wenn es nicht dasselbe war, was dich so liebenswert für ihn gemacht hat.

    Sich an solcherlei Strohhalmen zu klammern, dass es ja auch wieder (oder vielleicht sogar wahrscheinlich?) auseinandergehen könnte ist jedoch gefährlich und treibt dich in deinen Masochismus weiter rein. Du willst ja förmlich leiden; willst ihn nicht loslassen und willst nicht akzeptieren, dass es hier kein "Happy End" für euch geben wird. Sicherlich steht es dir frei, mit diesem Kummer zu leben und womöglich musst du dich sogar abfinden, dass er nie ganz verschwinden wird, aber du musst aufhören ihm so viel Raum zu lassen.

    Durch deine Selbstvorwürfe empfindest du deine Selbstbestrafung da als erlösend und willst diesen Schmerz gerade spüren. Dieser Masochismus wird dich aber nachhaltig schädigen und dich - trotz der Reife, die du vielleicht durch diese Geschichte erfahren hast - zukünftig sperren.

    Letzten Endes sollten dies alles Dinge sein, die du als kluge, aber eben auch nicht fehlerfreie Frau ohnehin von dir wissen solltest. Eigentlich ist es nur eine schwache Hoffnung, dass es dich rational ein wenig bestärken könnte, wenn du die Sachen von "jemand Fremden" liest, weswegen ich hier noch einen kleinen Roman hinterlasse. Ich glaube aber, das einzige, was dir in deiner Misere wirklich helfen könnte, wäre jemand, der dich mag, mal mit dir weggeht, dich reden lässt und sanft in den Arm nimmt. Hoffe du findest eine solche Person oder einen anderen Weg, deine Gefühle zu kompensieren.
     
    #9
    Fuchs, 11 August 2010
  10. glashaus
    Gast
    0
    Ich finde deinen Ansatz, mal professionelle Hilfe aufzusuchen (und wenns nur zum Loswerden ist) gar nicht so verkehrt, besonders wenn du eigentlich der Meinung bist, die einzige Lösung sei eine Rückkehr von ihm zu dir. Vielleicht kann dir das helfen, mal diesen Teufelskreis aus "immer an ihn denken" zu durchbrechen und neue Wege zu finden, wie du damit umgehen kannst. Nachdem du schon so lange und intensiv in dem Problem "gefangen" bist, wird es für dich alleine vielleicht schwierig.
     
    #10
    glashaus, 11 August 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  11. Clocks
    Clocks (30)
    Meistens hier zu finden
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    in einer Beziehung
    Nachdem ich sowas fast so ähnlich durchgemacht habe, davon aber 100% geheilt bin, sehe ich das Ganze eher robust und gefühlskalt und bin kein Freund mehr von Kuschelmuschel-Ratschlägen – also überleg dir, ob du weiterlesen möchtest :smile:

    Geh alleine raus - lenk dich ab - fuck ten other men: alles gut gemeinte Ratschläge, aber ich fürchte, das hilft sunner echten couchpotato wie dir auch nicht weiter.
    Du kannst es natürlich versuchen, und wenns klappt ist es schön. Wird es wohl aber nicht, sonst wärst auf diese tollen Ideen ja auch schon von selbst gekommen.

    Also bleiben neben dieser noch zwei andere Möglichkeiten:

    1. Weiter rumeiern wie jetzt.
    2. Dich voll reinhängen und versuchen ihn zeitnah mit voller Kraft wieder zu gewinnen, ohne dabei etwas unversucht zu lassen.

    zu 1.: Glückwunsch, Zeitverschwendung und jünger werden wir alle auch nicht.

    zu 2: Das Ganze hat zwei mögliche Endzustände E1 und E2 :zwinker:

    E1: ihr kommt zusammen, alles ist "schön". Überlege dir dann bloß, dass du mit einem Mann zusammen bist, der seine feste Partnerin, mit der er zusammen gewohnt hat und Kinder wollte, von heut auf morgen hat sitzen lassen.
    Also schwebst auch DU ständig in dieser Gefahr. Wer weiß, vielleicht taucht ja bald noch eine ältere Liebe wieder auf?

    E2: Er wird irgendwann dermaßen angenervt und sauer auf dich sein, weil du sein vermeintlich glückliches Leben derart störst. Dass wird er dir hoffentlich deutlichst zu verstehen geben, irgendwann wird er dir garnicht mehr antworten, vielleicht antwortet dir seine Frau, weil auch sie Wind davon bekommen wird. Vielleicht schreit er dich an, vielleicht kriegst du Hausverbot oder einen Platzverweis :smile:
    Jedenfalls treib es mit allen Mitteln (vielleicht nicht grade mit strafrechtlich relevanten) bis zu dem Punkten, an denen dir mehrfach unmissverständlichst klar wird, dass er SIE und nicht DICH will. Dabei wirst du solch einen Zorn auf ihn entwickeln, dass du ihn irgendwann garnicht mehr zurückhaben willst.
    Tut zwar ein paar Tage unvorstellbar weh und ist nichts für latent suizidgefährdete Personen – aber es ist unglaublich effektiv. Eigene Erfahrung :smile:

    Was immer du tust, tu es mit voller Konsequenz, tu es jetzt bald und zieh es schnell durch.

    PS: Und ich dachte schon, du fährst dort wirklich bloß Flugzeuge gucken…
     
    #11
    Clocks, 11 August 2010
  12. Zantedeschia
    Sorgt für Gesprächsstoff
    272
    43
    25
    nicht angegeben
    Zeit heilt alle Wunden - aber ein bisschen mithelfen musst du schon! Wenn du schon weißt, dass es dir besser geht wenn du nicht an ihn erinnerstwirst, dann tu dir doch diesen Gefallen. Lösch sein Facebook-Profil aus deiner Freundesliste, dann KANNST du dir ihre Kommentare nicht mehr reinziehen!

    Das ist das beste Argument für professionelle Hilfe: DU weißt nicht mehr was man dir sagen könnte - wenn du es wüßtest, wär ja auch alles super, oder? Dass du es nicht weißt, heißt nicht, dass dir ein Therapeut nicht helfen könnte. Im Gegenteil: Gute Therapeuten stellen die Fragen, auf die man selbst nicht kommt. Und unterbrechen den eingeschliffenen Gedankenkreislauf, der immerzu in den gleichen Bahnen läuft!

    Ansonsten habe ich leider auch keine guten Tipps - mir hilft bei Liebeskummer Briefe zu schreiben (gerne auch in Form von mehreren gefüllten DinA4 Blöcken) und gnadenloser escapism. Im schlimmsten Fall such dir irgendeine süchtig-machende Serie und kauf dir die DVD-Boxen. Abende vor dem Fernseher sind immer noch besser als Abende, die du nur mit Heulen verbringst!
     
    #12
    Zantedeschia, 11 August 2010
  13. User 29904
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    248
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    nicht angegeben
    x
     
    #13
    Zuletzt bearbeitet: 22 Februar 2016
    User 29904, 11 August 2010
  14. Mìa Culpa
    Gast
    0
    Das hat er mich auch oft gefragt, aber ich kann darauf einfach keine befriedigende Antwort geben. Weder ihm, noch mir - oder jetzt Dir. Aber ich versuch's mal: Zum einen war es sicherlich die Angst vor dem Sprung aus dem ewigen Singleleben in eine ernsthafte Beziehung. Ich dachte damals, am Besten lasse ich es langsam angehen und nachdem das - rückblickend wohl nur für mich - so gut geklappt hat, bin ich da auf eine Unverbindlichkeitsschiene gerutscht und hab den Absprung verpasst. Allerdings hatte ich auch nicht den Eindruck, dass ihn das so massiv störte, aber da war ich wohl einfach nur blind. Zum anderen hatte ich zu dieser Zeit eine schwierige Phase und war dabei, erst mal mein Leben zu ordnen. Ich hatte den Kopf nicht auch noch für "so etwas" frei. Vielleicht hätte ich erkennen sollen, dass das keine zusätzliche Belastung geworden wäre, sondern einfach nur etwas ungewohntes Neues, aber eben nichts, wofür man Kraft oder Energie gebraucht hätte. Klingt das einigermaßen logisch? Wie dem auch sei, ich bin sowas von dämlich.

    Das Problem ist auch, dass ich ihm überhaupt keinen Vorwurf machen kann. Nicht mal den schwachen, dass er mich jetzt nicht mehr will. Ich kann ihm schlicht nicht verübeln, dass es ihm irgendwann zu blöd mit mir wurde. Dass er zusätzlich eine neue Frau gefunden hat, macht da eigentlich nicht mal den Unterschied, aber ich bilde mir eben ein, dass er immer noch Interesse an mir hätte, gäbe es sie nicht. Dabei muss das ja nicht mal sein. Jedenfalls hat er das alles höchst anständig über die Bühne gebracht, er hat es mir gesagt, mich rumheulen lassen, mich betteln und jammern lassen und war trotzdem weiterhin NETT - der Arsch. :zwinker: Auch bei unserem Treffen. Gut, er war ein Bisschen übertrieben kronloyal ihr gegenüber, was doch beinahe einen kleinen Brechreiz bei mir ausgelöst hat, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass er sich nur aus Gründen der Höflichkeit mit mir getroffen hat. Er hat auch gesagt, seine neue Beziehung würde nicht bedeuten, dass wir keinen Kontakt mehr haben könnten. Wenn man bedenkt, dass wir jetzt so gut wie keinen Kontakt mehr haben, habe ich da wohl so einiges versaut. :hmm:

    Off-Topic:
    Danke für das Angebot, könnte ich glatt mal annehmen, das hast Du nun davon. :tongue: Das letzte Mal ist eh viel zu lange her.

    Das wäre ganz praktisch für den Fall, dass er es gar nicht so gemeint hat, dass ich seinen Alkoholvorrat plündere. :grin:


    Jain. Ich hab jetzt nicht wahllos irgendwelche Typen "von der Straße" gedatet, die hatten mehr oder weniger alle "Potential", aber es war eigentlich schon vorher klar, dass da eher keiner dabei ist, der mich umhaut. Selbst wenn mir einer einen linken Haken verpasst hätte, ich hätte es wohl nicht mal registriert.

    Ja, darüber hab ich auch kürzlich mit meiner Freundin gesprochen. Dass er sich durch sie natürlich schon verändert hat und nicht mehr der ist, der er mal für mich war. Aber in meinen Kopf will das noch nicht so richtig rein.

    Danke. Auch für den anderen Beitrag, ich kann gar nicht viel dazu sagen, weil Du einfach Recht hast.

    :tongue:

    Das kann ich mir vorstellen. Andererseits weiß ich nicht, ob es mir das wirklich wert ist, so eine Reaktion von ihm zu provozieren und ihn somit als möglichen Irgendwann-mal-wieder-platonischen-Freund zu verlieren. Sein Verhalten mir gegenüber rechne ich ihm hoch an, insofern wäre es von mir nicht sonderlich fair, ihm jetzt so einen Stress zu machen. Außerdem würde ich mir auch praktisch alles verbauen, sollte er sich doch eines Tages von ihr trennen.

    Ich hab schon vor einigen Tagen angefragt, ob wir uns nicht mal wieder treffen wollen. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass er noch zustimmt - denn bis jetzt kam keine Reaktion -, könnte ich mir das alles mal durch den Kopf gehen lassen. Ich würde ihn zumindest darum bitten, dass er mir ins Gesicht sagt, dass es vorbei ist, es keinerlei Chance mehr für mich gibt, er mit ihr glücklich ist usw. Vielleicht hilft es ja schon, wenn ich ein explizites "Nein!" aus seinem Mund höre - ohne dass ich vorher bis zum Äußersten gehe.

    Off-Topic:
    Ach, das war sowas von toll. Da hab ich sogar vorübergehend das Heulen eingestellt. :zwinker:


    Das habe ich schon so vor zwei Wochen gemacht - und jetzt ärgere ich mich. :rolleyes: Seine Nummern hab ich gestern mal gelöscht und meiner Freundin zur Verwahrung gegeben. :zwinker:

    Okay, mein Satz klang schon ziemlich unsinnig. Ich meinte eigentlich, dass es nichts gibt - was auch immer es sein mag -, das man mir sagen könnte, das die Sache für mich besser macht. Außerdem ist es sowieso schwierig, einen Termin zu bekommen bzw. den Richtigen zu finden. Als ich das schon mal wegen anderer Probleme in Angriff genommen hab, hat sich das über Monate hingezogen ohne dass ich auch nur einmal richtig mit jemandem gesprochen hätte. Zumal ich mir sowieso nicht sicher bin, ob ich einer wildfremden Person von Angesicht zu Angesicht mein Herz ausschütten könnte.

    Ja, das stimmt. Das geht jetzt zwar schon seit fast neun Monaten so, aber vielleicht brauche ich trotzdem einfach noch ein Bisschen mehr Zeit bis ich sagen kann: "Okay, scheiße gelaufen, aber das Leben geht weiter." Es kann ja nur besser werden - oder?
     
    #14
    Mìa Culpa, 11 August 2010
  15. User 35148
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    Genau! Und mit Ablenkung meinte ich auch nicht zwangsläufig andere Männer.
    Vielleicht müsstest Du etwas finden was Dich so sehr beschäftigt daß Du einfach keinen Gedanken mehr an den einen oder anderen Typen verschwendest.

    Die Frage ist nur: willst Du das selber überhaupt... von dem einen loskommen, nicht mehr bei jedem kleinsten Gedanken an ihn heulen (ich übertreib mal) usw.
    Gibt es im täglichen Umfeld Dinge die Dich zu sehr an ihn erinnern?
    Dann verbanne diese, oder ändere etwas. Es muß nicht alles auf einmal passieren,
    es gibt viele Schräubchen an denen man drehen kann :zwinker:

    :engel:
     
    #15
    User 35148, 11 August 2010
  16. User 20579
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    Ich kann gerade keinen Tipp geben, der nicht schon da steht, aber ich finde die Geschichte einfach total traurig :frown: Fühl dich mal gedrückt, das tut mir echt leid.

    Ich würde wohl einen ausführlichen Brief schreiben oder wenn ich den Mut hätte, es ihm persönlich sagen und dann die Reaktion abwarten. Wenn dann nichts bei rumkommt, würde ich den Kontakt reduzieren oder abbrechen, je nachdem, was geht.

    Wenn ich jetzt ein Mann wäre, der zuviel Pickup gelesen hat, würde ich dir wohl unterstellen, dass du an Oneitis leidest und dich dringend heilen musst :zwinker: Letztlich wird es wohl auf sowas hinauslaufen.
     
    #16
    User 20579, 11 August 2010
  17. User 29377
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    Oh weh.
    Das kommt mir doch in Grundzügen irgendwie bekannt vor ...

    Tja, was soll man sagen bzw. raten?
    Ich kenne beides. Sowohl die von Dir beschriebene Situation, die sich rein auf die nicht erfüllte Liebe bezieht (vielleicht nicht ganz so extrem, aber schon vergleichbar), als auch die "Schuldgefühle", es selbst verbockt zu haben.
    Waren bei mir zwar zwei verschiedene Stories, aber egal. Die eine kennste ja eh :zwinker:

    Ich hatte ja auch alles Mögliche versucht. Ablenkung. Ja, gute Idee. Hat ja auch zeitweise geklappt. Das Problem mit der Ablenkung ist bloß dieses, dass man - zumindest wenn die Ablenkung auf dem Treffen mit anderen potentiellen Partnern basiert - irgendwie immer versucht, den eigentlich angepeilten "Traumpartner" 1:1 zu ersetzen.
    Was natürlich schwer wird. Also jedenfalls mir ging es so. Dadurch waren dann natürlich sämtliche Treffen von Anfang an zum Scheitern verurteilt, weil ich nicht wirklich in der Lage war, jemandem eine faire Chance zu geben.

    Ablenkung ... was sonst? Arbeiten wie ein Bekloppter. Zwischendurch tadellos. Hilft aber auch nicht ewig. Die Gedanken holen einen früher oder später immer wieder ein. Egal, was man tut oder worüber man eigentlich nachdenkt.
    Sich die Freizeit mit gezielten Aktivitäten zuknallen, um wenig Zeit zum Nachdenken zu haben. Wundervoll. Aber eben auch wieder nur bedingt und zeitlich begrenzt. Ich hatte einiges versucht, um einfach derartig durch die Tage und Wochen zu hetzen, dass einfach keine Zeit bleibt, sich blöden Gedanken hinzugeben.
    Das Dumme ist nur: man gewöhnt sich an alles. Und irgendwann wird es schwer, Dinge zu finden, die einen wirklich so stark mitreißen, dass die Gedanken nicht doch irgendwann wieder durchbrechen.

    Sich mal ordentlich volllaufen lassen. Löst exakt gar nichts. Alkohol hat keine Antworten, aber man vergisst die Fragen. Auch was wert. Sollte man aber vielleicht wirklich eher punktuell einsetzen.
    Man kann sich ja nunmal auch nicht den ganzen Tag vollschütten ... :grin:
    Außerdem ist halt auch hier der Erfolg eher Glückssache. Man kann ja auch noch viel tiefer in die Depris reinrutschen.

    Joa. Wie Du siehst mangelt es mir logischerweise auch an sachdienlichen Ratschlägen.
    Tatsache ist allerdings, dass ich es mehr oder weniger wohl geschafft habe, aus diesen beiden Nummern wieder raus zu kommen.
    Nach einer kleinen Analyse in den Untiefen meiner Hirnwindungen bin ich zu folgenden Schlüssen gekommen:



    Schuldgefühle:
    Man denkt, man hätte alles so haben können, wie man es jetzt will, wäre man bloß nicht so doof gewesen.
    Nö! Erstens ist mal die Frage, ob es, wenn es damals geklappt hätte, jetzt überhaupt alles so wäre, wie man es heute gerne hätte.
    Und zweitens: Wenn es damals hätte klappen können bzw. sollen (so schicksalsmäßig berachtet), dann hätte es wohl auch geklappt. Also wird wohl irgendwas dagegengesprochen haben.
    Kaum eine Beziehung zerbricht an (oder entsteht nicht wegen) einer einzelnen Situation.
    Also wird damals auch hier und da immer mal wieder dieses oder jenes nicht so ganz optimal gewesen sein.
    Daran ist niemand schuld. Und da hätte man wohl auch realistischerweise nicht viel machen können.
    Bei meiner Situation damals war es z. B. eine einzige Situation, die dazu geführt hat, dass nichts lief. An der war auch so gesehen ich schuld. Trotzdem hätte sowohl sie als auch ich selbst locker die Chance gehabt, den blöden Ausgang dieser einen Situation noch mal zu revidieren. Kam aber nicht zustande. Also muss ich rückblickend sagen, dass es so ultimativ sicher wohl doch nicht war, sonst hätte ja kaum alleine daran alles zerbrechen können ...
    ==> Klar ist es bitter, wenn man denkt, dass man "alles hätte haben können". Aber einerseits muss es nicht so gewesen sein und andererseits kann man sich schlecht alleine die Schuld zuweisen, wenn es trotzdem nicht geklappt hat. Versuche nach Möglichkeit, Dich da nicht so reinzusteigern. :zwinker:



    Problematik der nicht erfüllten Liebe an sich:
    Ja, ja. Der Kopf versteht schon, dass es an sich Schwachsinn und vollkommen aussichtslos ist. Nur das interessiert geschickterweise die weniger rationale Sichtweise ziemlich geringfügig.
    "Hmm. Man könnte ja doch noch Chancen haben. Er/sie/es könnte ja mit dem aktuellen Partner auch mehr aus Gewohnheit und Mangel an nennenswerten Alternativen zusammensein /-bleiben."
    "Hmm. Dieser Blick. Er/sie/es scheint wohl doch mehr für mich zu empfinden, als er/sie/es zugibt und sich selbst eingesteht ..."
    Ganz toll. Da hilft dann schnell das rationale Verstehen und die Einsicht, dass es nichts bringen wird, wirklich nicht mehr viel.
    In dieser Hinsicht bin ich eigentlich auch diverse Aktionen zur Verdrängung oder Ablenkung durch. Sinnlos einfach mal hinfahren kenne ich auch. Völlig daneben eigentlich. Eigentlich ...
    Man macht sich in dieser Zeit völlig kaputt und sieht keinen Ausweg. Außer vielleicht Kontaktabbruch und an's andere Ende der Welt ziehen. Dort wird alles besser. Hoffentlich.
    Aber man will den Kontakt nicht abbrechen, weil der Mensch an sich so übertrieben genial ist.
    Aber anders dreht man durch.
    Man stellt sich vor, wie einfach oder wenigstens aussichtsreich alles sein könnte, wenn er/sie/es einfach mal erwähnen würde, dass mit der aktuellen Beziehung Schluss ist.
    Passiert aber nicht.
    Meine Fresse, ich kann mir echt gut vorstellen, wie Dir zumute ist ... :frown:

    Was meine Erfahrung gezeigt hat: Man braucht irgendeine Sorte Klarheit. Eine, die in Kopf und Herz stattfindet. Man muss die Situation akzeptieren und darf nicht mehr daran rütteln.
    Oder zumindest nur, wenn sich die Ausgangslage elementar ändert. Das kann heißen, mit der "Zielperson" zu reden und ein eventuelles Nein als gegeben anzusehen. Was bei mir z.B. nicht möglich bzw. nicht praktikabel war und deshalb nur in meinem Hirn simuliert werden konnte. Du hast das schon durch. Wird als auch nicht weiterhelfen.
    In Deinem Fall würde sich die Klarheit wohl nur dadurch erreichen lassen, dass Du wirklich alles versuchst, was in Deiner Macht steht (und für Dich moralisch vertretbar ist), um ihn zurückzugewinnen. Würde ich denke ich auch empfehlen.
    Sonst macht man sich irgendwann auf'm Sterbebett immer noch die Vorwürfe, es nicht genug versucht zu haben.
    Wenn es dann auf ein Nein hinausläuft, ist es evtl. wenigstens "leichter", sich von den letzten irrationalen Resthoffnungen zu verabschieden.
    Helfen kann natürlich schon auch, wenn man es schafft, seine Zeit mehr in Freunde, Hobbies oder Treffen mit anderen potentiellen Parntern zu stecken. Hat halt logischerweise alles auch so seine Tücken bzw. die Erfolgsaussichten sind halt z. T. eher gering, wenn man es gezielt tut, um sich von irgendetwas abzulenken.
    Hilfreich wäre natürlich, wenn Du ihm böse sein könntest, aber das ist ja offenbar auch nicht wirklich drin. Objektiv betrachtet ja auch besser so. Aber hier wäre es ganz praktisch ...

    Ansonsten muss halt eine Kombination aus Kontaktabbruch, Ablenkung und nach Möglichkeit neuen Bekanntschaften her. Das hat doch bis jetzt noch den meisten geholfen.




    Tja, da habe ich mich wohl ein wenig in Rage philosophiert ... wirklich überraschende neue Erkenntnisse sollten nun eh nicht wirklich drinstecken.
    Egal. Just my 2 ct.


    Jedenfalls kann ich mir ziemlich gut vorstellen, wie es Dir gerade geht und ich wünsche Dir natürlich, dass Du einigermaßen sauber aus der Sache rauskommst.

    Fühl Dich zumindest mal gedrückt :knuddel:




    LG,

    ein Honk
     
    #17
    User 29377, 12 August 2010
  18. Maxx
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    Einen ultimativen Rat habe ich zwar auch nicht auf Lager, aber ich melde mich dennoch mal zu Wort, weil ich bei dieser Geschichte an eine Theorie denken muss, an der durchaus etwas dran sein könnte. Sie besagt, dass wenn jemand sich übermässig lange und intensiv gefühlsmässig auf eine Person fixiert, die für sie (über diesen Zeitpunkt hinweg) eigentlich unerreichbar ist, dies ein Anzeichen dafür ist, dass derjenige im Grunde gar nicht wirklich bereit dazu ist eine Beziehung einzugehen und zu führen.

    Derjenige hält deshalb in seinen Träumen und Gedanken an besagter Person fest und malt sich aus wie schön es wäre diesem Menschen nahe zu sein und eine Beziehung mit ihm zu führen. Einerseits weil er es total schön fände und sich eigentlich auch real nichts sehnlicher wünscht, aber andererseits weil er als freier Mensch, der mögliche Konflikte eher scheut, auch frei bleibt, solange er sich lediglich seinen Gedanken, Vorstellungen und Phantasien hingibt und sich nicht jetzt und sofort mit allen Konsequenzen wirklich auf diesen besagten Menschen einlassen muss. Das Festhalten an jemandem, der unerreichbar ist, sorgt dafür, dass derjenige sich langfristig selbst blockiert und sich nicht wirklich öffnen kann für neue Bekanntschaften, selbst dann wenn neue Bekanntschaften gemacht werden. Es verhindert, dass das Spiel von neuem losgeht und er womöglich in eine Situation gelangt, wo er sich mit allem Drum und Dran in eine Person neu verliebt, die für ihn erreichbar ist. Möglicherweise fürchtet er sich insgeheim vor einer solchen Situation, weil er dadurch erneut in die Lage geraten würde sich entscheiden zu müssen. Er hat Angst davor erneut damit konfrontiert zu werden, dass eine Beziehungsanbahnung wieder schief läuft und zwar aus dem Grund, weil er selbst aus irgendwelchen Gründen Mühe damit hat sich auf jemanden wirklich einzulassen.

    In einer solchen Situation kann es natürlich verlockend sein gleich von vornherein bei seinem Traumbild vom potentiellen Traumpartner zu bleiben, der im Grunde unerreichbar ist. Der Wunsch von einer perfekten Beziehung mit dem perfekten Menschen an seiner Seite ist verständlich und das zähe Festhalten an der reinen Vorstellung davon kann darin begründet sein, weil demjenigen insgeheim durchaus bewusst ist, dass sich dieser Wunsch zumindest teilweise in der Realität sehr schnell als Illusion herausstellen könnte.

    Denn jeder weiss eigentlich, dass eine Beziehung nicht nur schön, perfekt und rosarot ist, wie man sie sich in seiner Phantasie nur allzu gerne ausmalt, sondern dass sie, wenn man die negativen Seiten nicht ausblendet, harte Arbeit bedeutet und nervenaufreibend sein kann. Für eine Beziehung bereit zu sein bedeutet mehr als es nur schön zu finden einen lieben Menschen an seiner Seite zu haben, denn man muss Dinge miteinander teilen und ggf. zurückstecken können, muss manchmal Kompromisse eingehen und mit Konflikten umgehen können. Man braucht eine gewisse Stabilität und sollte mit sich im Reinen sein, um sich selbst in Gegenwart eines anderen Menschen und den anderen Menschen selbst dauerhaft ertragen zu können. Vor allem jedoch leuchtet wohl jedem ein, dass man einen Menschen, der in der eigenen Vorstellung idealisiert wird, in einer festen Beziehung auch von anderen Seiten kennen lernen würde, die eben nicht zu den Schokoladenseiten gehören.

    Auch aus diesem Grund kann es verlockend sein sich gedanklich auf den Menschen zu fixieren, weil man in der Gedankenwelt eben nicht erfahren muss, wie der besagte Mensch plötzlich seine negativen Seiten zeigt, wie das vermutlich der Fall sein würde, wenn man mit ihm eine richtige Beziehung eingeht.

    Wie schon gesagt wurde hat ein solches Hineinsteigern auf Dauer etwas von Masochismus. Es zerreisst einen gefühlsmässig, weil es auf der einen Seite total schön ist, aber auf der anderen Seite höllisch weh tut. Und man kann sich in seiner Vorstellung die Option offen halten, dass man mit dem Menschen seiner Träume vielleicht doch eines Tages real zusammen kommt, wenn man dazu bereit ist oder wenn die Zeit es so will. Diese Option wird aber dann real zunichte gemacht, wenn der besagte Mensch plötzlich nicht mehr frei ist, weil er sich an jemand anderen fest bindet.

    Im Prinzip will man vielleicht auch weiterhin träumen, aber ohne diese Option, die insgeheim ja ein Wunsch ist, macht der Traum keinen Sinn mehr, denn ein Teil von einem will ja nicht nur träumen, sondern wünscht sich sehnlichst, dass der Traum zumindest irgendwann Wirklichkeit wird. Also muss man sich entweder versuchen einzureden, dass es vielleicht doch noch eine Chance gibt, bzw. sich irgendwann eine Chance erneut auftun wird, damit aus dem reinen Traum wieder ein Traum mit Option auf mehr wird oder man entscheidet sich dazu, was sicherlich die gesündere Alternative ist, den Traum mit allen damit verbundenen Hoffnungen und Gedanken endgültig zu begraben.

    Das waren meine Gedanken ins Blaue, die mir gekommen sind, als ich die Geschichte gelesen habe. Besonders auch bei dem Teil, als die TS geschildert hat, dass sie zu Beginn durchaus Chancen bei dem Mann hatte und etwas Besonderes zwischen ihnen war, sie es aber wohl abgeblockt hat oder sich vermutlich nicht darauf einlassen konnte, als er zum Greifen nahe war.

    Ob sie sich aber in meinen Schilderungen irgendwo wieder erkennt, das weiss ich nicht und möglicherweise würde sie heute den Mann mit offenen Armen empfangen und könnte mit ihm eine glückliche Beziehung führen, wenn sich ihr die Gelegenheit bieten würde.

    Wenn es aber so sein sollte, dass sie im Grunde (noch) nicht bereit dazu ist eine Beziehung einzugehen, wäre es vielleicht durchaus empfehlenswert mithilfe einer Therapie zu versuchen dem Problem auf den Grund zu gehen.
     
    #18
    Maxx, 12 August 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  19. Loomis
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    in einer Beziehung
    Liebe Mia,

    fühl dich erstmal fest :knuddel:
    Ich denke, ich kann gut nachvollziehen, wie du dich gerade fühlst. Vielleicht brauchst auch du so eine letzte, verzweifelte Aktion, von der du eigentlich weißt, dass sie nichts bringt. Vielleicht kommt dann die Erkenntnis, dass es aussichtslos ist und du kannst endlich damit abschließen. Du hast es verdient, das zu können.
    Es ist schonmal gut, dass du seine Nummer gelöscht hast; ich werde das bei "meinem" wohl auch tun. Momentan bin ich einfach nur auf Krawall gebürstet und das kann nur meinem Image schaden. :zwinker:

    Ablenkung ist auch hier wohl eine gute Medizin. Triff dich mit Leuten, tu Dinge, die du schon immer tun wolltest. Sammle Erfahrungen (vielleicht nicht zwingend mit Männern :zwinker: ), erinnere dich wieder an die guten Seiten in deinem Leben. Denn das besteht nicht nur aus diesem Mann.
    "Der sichere Hafen bist nur du selbst", hat meine Ma mir gesagt und ich denke, sie hat Recht damit. Besinne dich auf dich selbst zurück, mach dein Lebensglück von niemandem abhängig; erst recht nicht von einem Mann. Und lass die dummen Schuldgefühle; die bringen dich nicht weiter. :knuddel:

    Mehr kann ich leider nicht sagen.. Die Idee mit der professionellen Hilfe ist gar nicht so schlecht. Probieren kannst du es ja mal, das schadet sicher nicht. :smile:

    Ich drücke dir ganz fest die Daumen und denke an dich!
     
    #19
    Loomis, 12 August 2010
  20. metamorphosen
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    vergeben und glücklich
    Das klingt für mich nicht danach als hättest Du die Beziehung eingehen können. In der Praxis konntest Du es eben nicht. Du warst nicht bereit dafür.

    Ich denke Du solltest lernen diese Tatsache zu akzeptieren. Das Leben ist nicht dafür da alles richtig zu machen und alles was das Leben anbiete auch richtig zu nutzen.

    Du wirst erst wieder frei sein, wenn Du akzeptieren kannst das diese "Fehlentscheidung" (wir werden nie erfahren ob es eine war) zu Dir und Deiner Entwicklung gehört.

    Das ist die Nachbetrachtung. Die hilft nicht weiter und da ist man immer schlauer. Man hätte für den Anfang die Kraft und den Mut gebraucht, den Du zu diesem Zeitpunkt nicht hattest. Ich sehe da keinen Raum für Vorwürfe.

    Das ist ja gerade das fiese. So nett und verständnisvoll zu sein ist ja schon geradezu sadistisch. :tongue:

    Hier gibt es auch kaum eine Möglichkeit der üblichen Liebeskummerbewältigung.

    Du wirst eines Tages aufwachen müssen und Dich entscheiden dass Du dieses ganze "hätte ich doch" und "könnten wir doch" nicht mehr willst und über Bord wirfst. Das Du wirklich wieder im hier und jetzt leben willst. Einen guten Grund von außerhalb wird es dafür nie geben, selbst wenn Du ihn durch weitere Aktionen völlig vergraulst und sauer machst. Es muss aus Dir selber kommen.

    Nicht er oder die Situation halten Dich gefangen, sondern das bist nur Du selber.

    Off-Topic:
    Das Angebot ist ernst gemeint.

    Ihr bekommt doch alles von mir. Naja, fast alles. :grin: Auf den Alkohol soll es jedenfalls nicht ankommen. :tongue:

     
    #20
    metamorphosen, 12 August 2010

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