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wer bin ich?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von AncientMelody, 31 August 2005.

  1. AncientMelody
    0
    hallo!
    entschuldigung für den etwas unaussagekräftigen betreff, aber ich weiß keinen betreff für das thema.
    nun, wo soll ich anfangen?

    ich stelle immer wieder fest, dass ich eigentlich selber gar nicht weiß, wer ich überhaupt bin. damit meine ich, dass ich manchmal gar nicht genau weiß, was mein verhalten ist, was meine wünsche sind usw.
    in meinem lebensabschnitten war ich wohl unterschiedlicher, als man eigentlich sein kann...

    kurzer lebenslauf
    geburt - kindergarten:
    ich war recht faul bzw. gemütlich. war kreativ, offen, fröhlich. die erzieherinnen im kindergarten haben meinen eltern immer gesagt, dass ich wohl nie probleme in der schule haben werde.
    grundschule:
    ich war sehr beliebt, hab immer gute noten geschrieben (fast nur einsen), habe etwas für die schule gemacht, aber nicht sonderlich viel, hatte viele freunde, war auch noch offen, selbstbewusst usw.
    gymnasium (5. + 6. klasse)
    ich hatte drei gute freundinnen. bin aus meiner grundschulklasse das einzige mädchen gewesen, dass aufs gymnasium gegangen ist, daher war es anfangs etwas schwierig für mich. wir vier waren praktisch eine eigene gruppe und hatten mit den anderen nicht viel zu tun. meine noten waren noch ganz gut (so im zweierbereich). wir waren "außenseiter", da wir (noch) nicht viel von schminken, markenkleidung usw. gehalten haben und andere gesprächssthemen hatten. ein mädchen aus der gruppe "wechselt" zu der mehrheit der klasse..."da warens nur noch drei..."
    7. klasse
    ein mädchen aus meiner "gruppe" wiederholt freiwillig, da sie von mitschülern bis aufs übelste gemobbt worden ist. "da warens nur noch zwei" meine noten waren auch nicht mehr so gut... in der 7. klasse wurde bei mir eine krankheit diagnostiziert, die viel verändert hat...gehe seitdem zu nem psychologen..habe oft streit mit meinen eltern
    8. klasse
    meine schulischen leistungen sind schlecht geworden. ich habe nichts mehr für die schule getan. wollte nicht mehr in die schule gehen, da ich von klassenkamerade gemobbt worden bin.
    die achte klasse schaffte dann meine damals beste freundin nicht und musste wiederholen..."da war es nur noch eine..."
    9. klasse
    ich war also alleine in der klasse. hatte keine freunde mehr. mit den mitschülern verstand ich mich gar nicht mehr, hatte jeden tag aufs neue angst vor der schüle bzw. den mitschülern.
    9. klasse, 2. halbjahr
    ich werde in die psychiatrie eingewiesen. dort war ich ein halbes jahr. war die einzige gymnasiastin. die anderen leute gingen auf die haupt- oder sonderschule. nahezu jeder hat dort geraucht, geritzt oder hatte eine essstörung.
    in der zeit habe ich mit all diesen sachen auch meine ersten erfahrungen gesammelt (habe zum glück mit allen drei sachen aufgehört...) ich hatte wieder ne freundin, aber sie war ganz anders als ich... hielt nicht viel von der schule usw. sie zog mich manchmal sogar noch mehr runter...
    10. klasse
    ich bin glücklicherweise auf ner neuen schule aufgenommen worden. war aber wieder gleich außenseiter, da ich ziemlich schüchtern bin. schulisch war ich auch ziemlich schlecht, war in gefahr, dass ich die klasse nicht schaffen könnte...
    dann lernte ich einen jungen kennen, der dann auch mein freund wurde. den kontakt zu dem mädchen aus der psychiatrie stellte ich bald ein. der junge half mir sehr viel in der schule.
    11. klasse
    ja, die 10. habe ich dann noch geschafft. in der 11. war ich schulisch wieder besser, hatte aber nach wie vor soziale schwierigkeiten. jedoch hatte ich an selbstbewusstsein dazugewonnen -> freund
    12. klasse
    bin noch besser in der schule geworden, mit den mitschülern lief es auch einigermaßen gut
    sommerferien
    plötzliche trennung des freundes, eine welt brach für mich zusammen
    13. klasse
    ja, da stehe ich jetzt. mit den mitschülern läuft es ganz gut, schulisch geht es auch, jedoch merke ich, dass mir die hilfe fehlt. mit meinen eltern verstehe ich mich inzwischen wieder etwas besser.
    wirkliche freunde habe ich keine.

    ja, das war jetzt erstmal etwas viel. mir geht es darum, dass ich eigentlich gar nicht weiß, wer ich wirklich bin.
    wie man in meinem lebenslauf sehen kann, war ich zu den verschiedenen zeiten auch ein ganz anderer mensch: mal fleißig, mal faul. mal gut in der schule, mal schlecht. mal habe ich geraucht, jetzt rühre ich nicht mal alkohol an usw.

    vielleicht könnt ihr mir etwas helfen, dass ich zu mir selbst finde. vielleicht habt ihr ja eine idee. ansonsten würde ich mich auch einfach über kommentare freuen.
    danke!
     
    #1
    AncientMelody, 31 August 2005
  2. Aurora Sun
    Gast
    0
    Als ich das so gelesen hab, habe ich ganz stark an mich gedacht. Gab auch mal ne Zeit wo ich Aussenseiter war, psychische Probleme hab ich auch noch dazu und durch meinen Freund hat sich das alles gebessert...naja jetzt bin ich hier und versuch anderen Tips zu geben. Dir kann ich leider nicht helfen. Ich weiß auch nicht ob ich aus dem ganzen Scheiß schon raus bin, aber der Schulwechsel (Schulzusammenlegung) jetzt hat mir ganz gut getan.
    Versuch einfach so zu sein, wie du bist und dich für niemanden zu verstellen nur um Freunde zu finden. Das geht nämlich nicht gut
     
    #2
    Aurora Sun, 31 August 2005
  3. AncientMelody
    0
    nur ist das problem, dass ich gar nicht weiß, wer bzw. wie ich bin.
    ich habe angst, dass das mein ganzes leben so weiter geht.
    mache im nächsten jahr abi und außerhalb der schule habe ich kaum kontakt zu gleichaltrigen. eine beste freundin habe ich schon seit ca. 4 jahren nicht mehr bzw. seit 4 jahren habe ich gar keine freunde mehr. der junge, mit dem ich 2,5 jahre eine Beziehung geführt habe, war praktisch die einzige person in meinem leben.
     
    #3
    AncientMelody, 31 August 2005
  4. Icetake
    Icetake (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    93
    91
    0
    Single
    hi AncientMelody,
    also ich sehe mich irgendwie auch in deinem post wieder.
    ich war zwar nicht aufm gymnasium aber das is ja erst mal nebensächlich.
    ich habe auch so gut wie nie soziale kontakte knüpfen und wenn dann waren das irgendwie keine richtigen und haben nicht so wirklich lange gehalten.
    ich war also auch immer ein totaler außenseiter und komme mir auch wenn ich mal unter leuten bin immer so richtig scheisse und ungemocht vor. :geknickt:
    tut mir leid wenn ich dir jetzt nicht richtig weiter helfen konnte.
    ich wünsch dir und allen den es noch so geht, mich eingeschlossen, das sie aus dieser lage irgendwie irgendwann mal wieder rauskommen.

    lg :zwinker:
    icetake
     
    #4
    Icetake, 31 August 2005
  5. Aurora Sun
    Gast
    0
    In wie weit weißt du denn nicht, wer du bist? Wie äußert sich das denn?

    Freunde finden ist nie einfach. Ich glaub ich bin auch nicht sonderlich gut in sowas. Versuch doch einfach mal per Internet mit jemandem Kontakt aufzunehmen (zum Beispiel hier im Forum), vielleicht geht das dann im "echten" Leben einfacher für dich.
     
    #5
    Aurora Sun, 31 August 2005
  6. AncientMelody
    0
    danke!
    inwieweit sich das äußert? habe ich doch schon geschrieben.
    ich weiß nicht mal, was meine hobbies sind. vielleicht habe ich gar keine hobbies. ich weiß nicht, ob ich faul oder fleißig bin. ich weiß nicht, ob ich mich anderen eher anpassen sollte oder ihnen aus den weg gehen sollte. ich weiß so vieles nicht.
     
    #6
    AncientMelody, 31 August 2005
  7. Icetake
    Icetake (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    93
    91
    0
    Single
    naja manchmal komme ich ganz gut mit leuten aus und am nächsten tag wieder überhaupt nicht, ich weiß einfach nicht was da mit mir los ist weil ich immer denke ich benehme mich doch genauso wie gstern auch.
    ich habe meinen realschulabschluss gemacht ujnd dachte jetzt da ich in ne neue schule gekommen bin (schon vor einem jahr) das es besser wird da mich da ja noch keiner kennt.
    aber pustekuchen, am anfang kam es mir so vor als ob es evtl. doch funktionieren könnte doch wenn ich jetzt nach einem jahr bilanz ziehe is es doch ganz genau so wie früher.
    ich kann mich einfach nicht in die gesellschaft eingliedern. ich weiß einfach nicht warum das bei jedem klappt nur bei mir nicht.
    eine freundin von mir hat mir schon Tipps gegeben was ich evtl. mal ändern könnte doch das wären solche veränderungen das wenn ich das mache ich nicht mehr ich wäre und ich hahb mir immer geschworen mioch niemals für andere zu verstellen denn wenn sie nicht so wie ich bin mit mir klar kommen dann kann ioch auch nicht mit denen klar kommen.

    lg
     
    #7
    Icetake, 31 August 2005
  8. Aurora Sun
    Gast
    0
    Toll Hobbies hab ich auch keine. Meine Mutter kam immer mit dem tollen Vorschlag: "Na such dir doch mal nen Hobby". Ja toll, aber wie nen Hobbie finden, wenn man an nichts interessiert ist. Ich seh es jetzt einfach als mein Hobby an hier zu schreiben, was anderes hab ich da auch nicht.

    So geht es mir auch. Vielleicht geht es ja vielen so, nur sie sagen es nicht so offen?!
     
    #8
    Aurora Sun, 31 August 2005
  9. Icetake
    Icetake (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    91
    0
    Single
    das kann natürlich sein, vielleicht bin ich ja gar nicht so anders wie die anderen, die anderen sagen das nur niemals weil es ihnen vllt peinlich oder unangenehm ist.
    ich wees auch nicht so genau was mein hobby ist. hab glaube auch keins.
    ist das eigentlich schlimm wenn man das nicht hat?? :ratlos:

    mfg
     
    #9
    Icetake, 31 August 2005
  10. AncientMelody
    0
    in meinem "umfeld" sind die anderen aber ganz anders als ich. die saufen immer viel, sind kein bisschen schüchtern, sagen was sie denken usw.
    ich bin wohl nicht so...
    das mit dem hobby nervt schon etwas, wenn man sich vorstellen soll... man wird ja oft nach seinen hobbies gefragt...und tv gucken oder im internet surfen sind für mich keine hobbies. das mache ich fast nur aus langeweile.
     
    #10
    AncientMelody, 31 August 2005
  11. Aurora Sun
    Gast
    0
    Naja saufen ist kein Hobby und auch in keinster Weise cool. Andere sind vielleicht auch schüchtern, versuchen es aber mit einer "gespielt" offenen Art zu verstecken. Und sagen was man denk sollte man schon, man muss es aber nicht übertreiben. Solche Personen, wie du sie da beschreibst sind nicht wirklich gute Vorbilder.
    Ich mach das eigentlich auch nur, weil ich nichts anderes zu tun hab, aber was solls, jetzt hab ich was zu tun, ich hab das Forum und versuch jetzt nen bisschen mehr im Internet zu machen.
     
    #11
    Aurora Sun, 31 August 2005
  12. enteo
    Gast
    0
    Was sind Hobbies? Beschäftigungen? Spaß haben? Ist doch auch egal. Solange du Spaß hast an dem was du machst (z.B. hier mit Leuten plaudern) ist doch alles ok.

    Wie Aurora schon sagt, versuchen viele es auch einfach zu überspielen. Z.B. mit irgendwelchen Sprüchen oder Alkohol. Und versuch dich nicht an anderen zu messen. Du bist DU.

    Sei einfach so wie du bist! Und mach dich nicht selbst so schlecht denn mir scheinst du sehr sympatisch rüber zu kommen.
     
    #12
    enteo, 1 September 2005
  13. Sweetsymphony
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Koennte von mir sein, ausser das mit dem Gymnasium.

    Weiss auch nicht wer ich bin. Ist das "andere" ich?
    Bin ich, ich, wie ich gerade eben bin oder in der Oeffentlickeit?

    Habe ich Hobbys? Wenn ja welche? Sind es denn Hobbys, eigene Interessen?

    ...... usw usw.

    Ich bin momentan in einer Therapie. Mir wurde angeboten in eine Klinik zu gehen aber das habe ich abgewiesen, aus guten Gruenden.
    Eine Klinik, so sagt mein Theraputh, kann manchmal genau das Gegenteil bewirken von dem was dort zielgerichtet verfolgt wird.

    Ich weiss nicht inwieweit das bei dir der Fall sein mag, sprich deine eigene Behinderung im Leben.
    Bei mir ist es so, dass durch wenige aussere Kontakte das Feedback fehlte.
    Das heißt, ich wusste nicht wie ich auf andere wirkte.
    Das heißt auch wiederum das man sich selbst nur kennenlernen kann wenn man eine Reaktion auf sich selbst bekommt.

    Wenn man keine Kontakte hat bleibt dies aus.
    Fazit, man weiss nicht wie oder wer man ist.

    Schwer zu erklaeren wie man sich selbst finden kann.
    Ich bin gerade selbst dabei, mir hilft dabei die Therapie sehr viel.
    Wichtig ist das dieser Mensch der einem hilft, jemand ist mit dem man gut auskommt. Nicht jeder Therapeut oder Psychiather ist fuer deinen Menschen geeignet.
    Such den richtigen. Die meisten die schlechte Erfahrungen mit solche Leuten gemacht haben, hatten den falschen Menschen als Therapeuth/Psychiather.


    Dieses Thema, also das finden seiner eigenen Persoenlichkeit, ist momentan Hauptthema in meinen Stunden.
    Er gab mir auch den zwingenden Rat, Kontakt zu anderen Menschen zu suchen.
    Die anderen sind wie ein Spiegel fuer unser selbst.
    Das und die eigenen Beduerfnisse, dazu noch viele kleine Dinge machen uns am Ende aus.
    Aber grundlegend gilt, wie will man wissen wie man selbst ist, wenn man niemanden hat der einen sozusagen zeigt wie man ist.
    Das geschieht alles unbewusst, mehr oder weniger.

    Aber das soll nicht heißen das man es von anderen Menschen abhaengig machen sollte wie man sich gibt.
    Das oben beschriebene passiert automatisch. Verstellt man sich aber bewusst um mit Menschen gut auszukommen dann ist es unnatuerlich.

    Hobbys, sind unsere Beduerfnisse an Dingen die uns gefallen, bei denen man sich entspannen kann, jeh nach Art des Hobbys.
    Nur wie soll man ein Hobbys beginnen oder haben, wenn man nicht auf sich selbst hoert? Sondern sich maskiert.

    Die Hobbys oder Interessen, die eigenen natuerlich, kommen dann wenn man weiss was man selbst will.
    Das wiederum kann man nur wissen wenn man weiss wer man selbst ist.
    Ein kleiner Teufelskreis auf den ersten Blick, sicher.
    Aber das Ich und wie man es aufbauen kann, habe ich ja schon etwas erklaert.
    Zumindest in etwa so wie es mir zum Teil mein Therapeuth erklaerte.

    Das eine fuehrt zum anderen.
    Aber es ist so, das Selbst ist immer da. Nur der "Vorhang" ist dann ein anderer.

    Du bist du, also das Geruest von einem Haus. Aber die Mauern sind so gestaltet wie sie anderen gefallen und nicht dir selbst.

    Reiß die Mauern ein und baue sie neu auf wie sie DIR gefallen.
    Das heißt, suche etwas was es dir leicht macht dich auszudruecken. Wo du sehen kannst: "So bin ich vielleicht!"

    Fantasybilder, Kurzgeschichten ueber dich selbst, irgendetwas mit dem du arbeiten kannst, dass etwas von dir wiederspiegelt.

    Hoffe das hilft dir etwas. Mir hat es teilweise sehr geholfen und hilft mir immer noch.
     
    #13
    Sweetsymphony, 1 September 2005
  14. nickthequick
    Verbringt hier viel Zeit
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    88
    5
    Single
    Hi AncientMelody,

    Ich glaube, du bist zur Zeit in einem wahren Teufelskreis gefangen, der nicht so leicht zu durchbrechen ist. Aus soziologischer Sicht gilt: Menschen, die in etwa die gleichen Interessen/Hobbies/Vorlieben haben, verhalten sich ziemlich gleich und kommen daher auch recht gut mit einander aus beziehungsweise haben immer ein gemeinsames Gesprächsthema.
    Anscheinend teilst du nun leider nicht unbedingt die Verhaltensweisen der anderen (Trinken, Mode, etc.) und weißt auch nicht so recht, was dir eigentlich Spaß macht. Das verkompliziert die Sache nun ungemein. Entweder du passt dich in deinem Habitus den anderen an - wozu ich dir nicht raten würde-, um dich für sie "interessant" zu machen oder du suchst dir Leute, auch wenn es anscheinend nicht so viele davon gibt, die in etwa so Denken beziehungsweise ähnliche Interessen haben wie du. Das setzt natürlich voraus, dass du dir deiner Interessen bewusst wirst.

    Mein Rat an dich:
    Versuch über irgendwelche formalen "Organisationen" mit anderen Leuten in Kontakt zu kommen. Mit "Organisationen" meine ich entweder irgendwelche Vereine, wie Sportvereine, politische Vereine, Kirche, etc., oder versuche dir, je nachdem wie viel Zeit du hast, einen Nebenjob zu suchen, der dich automatisch mit anderen Leuten in Kontakt bringt, wie etwa kellnern. Das setzt aber voraus, dass du einigermaßen weißt, was dir Spaß macht, denn eine Sportart auszuüben, die dir nicht gefällt, ist sicherlich auch nicht das Wahre.
    Der große Vorteil von solchen "Organisationen" ist, dass du mit Gleichgesinnten in Kontakt kommst und es schon eine gewisse gemeinsame Grundlage für ein gegenseitiges aufeinander zugehen gibt. Der Rest kommt dann im Normalfall ganz von alleine.

    Viel Glück dabei.

    P.S. Versuch die ganze Situation auch ein bisschen positiv zu sehen. Dadurch, dass die anderen wie Herdentiere alles den anderen nur nachmachen um dazu zu gehören, gebe sie jedwede Individualität auf, die du dir bis jetzt erhalten hast.
    Eigentlich ist es ja sehr positiv, wenn du dich nicht durch die anderen in deiner Identität konstruieren lässt und dir möglichst klar machst, dass irgendwelche Identitäten nur ein Mangel an Selbst-bewusstsein überspielen sollen.
     
    #14
    nickthequick, 1 September 2005
  15. GameBoy
    Gast
    0
    joa das kann mal sein das es die klugen (wie viele meinen bessern tolleren leute vom gymi und solche leute die hasse ich die haben keine ahnung wie es auf einer hauptschule ist, die denken voll die schläger und so was nur gekloppe) auch mal drann glauben müssen .............. jaja so ist das leben
     
    #15
    GameBoy, 1 September 2005
  16. AncientMelody
    0
    das habe ich nie behauptet. mir ist klar, dass nicht jeder mensch auf der hauptschule "dumm" ist und nicht jeder mensch auf dem gymnasium "schlau"... aber das war hier auch nicht das thema vom thread!
     
    #16
    AncientMelody, 1 September 2005
  17. Sweetsymphony
    Verbringt hier viel Zeit
    266
    101
    0
    Single
    Vorurteile sollte man nicht vorschnell faellen, Gameboy.

    Jeder hat seine Probleme, der eine mehr der andere weniger. Und Gymnasiasten haben diese ebenfalls, wie auch Hauptschueler.

    Sieh hier nicht die Schulbildung sondern einen Menschen der hier ersteinmal um Rat bittet. War ebenfalls auf einer Hauptschule aber das heißt nicht das ich einem Gymnasiasten Hilfe/Rat verwaehre.

    Und mit besser oder schlechter hat das schon rein garnichts zu tun. Jeder ist gleich, und alle sind nur Menschen.

    Wie dem auch sei, zum Thread selbst kann ich das was ich geschrieben habe nur wiederholen.
    Du musst, wie gesagt, irgendetwas finden womit du dich identifizieren kannst.

    Kleidung? Oder etwas was vorerst leichter faellt, wie schreiben zB oder vll etwas Sport, einfach ein kleines Interesse an etwas finden.
    Aber ich rate dir dich von Chats fernzuhalten und das zu deinem Hobby zu machen.

    Nebenbei, jeder Mensch durchlaeuft Phasen in seinem Leben wo er sich Fragen an den Kopf wirft. Im Jugendalter natuerlich umso mehr ^^.

    Wenn dann solche Ereignisse zustande kommen wie bei dir, verstaerkt es das ganze natuerlich. Das beste ist das du es nuechtern betrachtest und nicht alle schlechten Erlebnisse auf einen Haufen wirfst.
    Konzentriere dich vorerst auf die schoenen Dinge die du heute erlebst und erleben kannst

    Es ist schwer die Vergangenheit nicht zu beachten oder ruhen zu lassen, doch waere es manchmal besser. Tue mir selbst dabei schwer, kenne das also gut :zwinker: .

    Die Beitraege hier sind gute Hinweise. Wichtig ist das du Kontakte aufbaust.
    Alles weiter folgt danach. Dann kehrt sich der Teufelskreis in die positive Richtung :zwinker: .
    Man lernt Leute kennen durch die man sich selbst einschaetzen kann usw usw.

    Wuensche noch viel Glueck :smile: .
     
    #17
    Sweetsymphony, 2 September 2005
  18. alex-b-roxx
    0

    Ich will dir nicht an die Karre fahren, aber der Mensch ist nun mal ein Herdentier. Was bringt mir Individualismus, wenn ich dafür einsam bin?

    Ich finde mich auch in diesem Beitrag wieder. Grundschule war ich schulisch zuerst total der Durchhänger und habe mich nur geprügelt. Meine Eltern schickten mich zum Schulpsychologen und dort wurde festgestellt, ich bin überdurchschnittlich intelligent aber auch massgeblich verhaltensgestört und hyperaktiv. Nach einem Jahr Behandlung oder Therapie waren meine Noten gut bis sehr gut und ich war sozial kompetent. Ich bin mit einem Notendurchschnitt von 1,2 aufs Gymnasium gekommen.

    Dort war es die ersten zwei Jahre schulisch gesehen nicht verkehrt. Der Standard war natürlich was höher, aber ich war ein recht guter Schüler. Allerdings wurde ich auch gemieden und immer mehr geschnitten und gemobbt, was in der siebten Klasse schliesslich dazu führte, daß meine Noten rapide in den Keller gingen. Es ging so weit, daß ich wiederholen musste.
    Seltsamerweise kam ich in dieser Klasse sehr gut zurecht und fand auch einige neue Freunde. Darum lief es zunächst auch schulisch wieder recht gut für mich. In der achten jedoch, ich weiss nicht mehr genau, warum, kam ich mit den Lehrerwechseln nicht zurecht. Ich wurde wieder schlecht in der Schule, was dazu führte, daß ich auf die Hauptschule gehen musste.

    Dort fand ich sofort wieder neue Freunde. Daher kenne ich auch meinen besten Freund, der eine ähnliche Karriere auf der Realschule hingelegt hatte. So ungefähr lässt sich mein Leben fortsetzen. Fakt ist: ein jeder erlebt ne Menge scheisse. Die Frage ist aber nicht, ob man sich davon umhauen lässt, sonder es ist wichtig, daß man wieder aufsteht. Daß man sich nicht, wie du ergibt und sagt: ich kann eh nix dran ändern. Das man an seiner Einstellung was tut. Dann kommt man auch aus diesem Mist heraus.
     
    #18
    alex-b-roxx, 2 September 2005
  19. Sweetsymphony
    Verbringt hier viel Zeit
    266
    101
    0
    Single
    Moment, sie hat momentan das Problem nicht zu wissen wer sie wirklich ist.

    Ist sie, sie selbst weil sie Probleme hat? Ist sie derjenige der sie momentan ist? Oder sind die Probleme das was einen gerade aussmacht, in einer solchen Situation?.....koennte man ewig weiterfuehren.

    Sie hat nunmal vieles erlebt, dass sie diese Fragen stellen laesst. Ist schwer zu erklaeren aber kann das sehr gut nachvollziehen, da ich momentan ein und dasselbe Problem abarbeite.


    Und mit Individualismus hat das rein garnichts zu tun. Man ist nicht einmal individuell, weil man nicht weiss wer man ist.
    Mein Therapeuth meinte auf meine Frage: "Wer bin ich ohne das jetzt? Wer bin ich ohne Probleme?" ...nur, dass sie die schlimmste Frage darstellen kann die sich ein Mensch selbst stellen kann.

    Soll nicht demotivieren aber das soll nur zeigen das es ernst ist.
    Wenn man sich das wirklich bewusst selbst zur Frage stellt.

    Wenn es wirklich schlimm werden sollte und dies zu Depressionen fuehrt, such dir Hilfe.
    Und eines vorweg, Depressionen koennen gefaehrlich werden, wenn man sie nicht wirklich zu Anfang behandelt
    .
    Und diese Binsenweisheiten nutzen nichts, âla "Gib dir einen Arschtritt".
    Das wissen solche Menschen selbst.
    Das einzige was solche "Sprueche" ausloesen sind Erwartungen die den betroffenen nur noch mehr unter Druck setzen und das hat auf die Dauer Folgen.

    Wenn jemand sich selbst solche Fragen stellt kann es auch unter anderem daran liegen das er durch andere zuviel unbewusst beeinflusst wurde.
    Sprich, andere bildeten mehr und mehr sein eigenes Bild. Das kann entstehen wenn von vornerein etwas schon nicht stimmte, in der eigenen seelischen Entwicklung.

    Ich betreibe jetzt absichtlich mal Worthcase aber soetwas kann durchaus seeehr tief sitzen und etwas vollkommen anderes als Ausloeser besitzen.

    So in etwa war/ist es bei mir, es ist wirklich kompliziert zu erklaeren.
    Wie ein Baum und viele Aeste. Ein Grundstein auf dem alles aufbaut.

    Nunja, tut mir leid wenn dies hier jetzt etwas dramatisch klingen mag, nur viele tun das ab als waere es nur ein kleines Problemchen.

    Vieles wird nicht beachtet was das angeht. Es kann etwas einfaches sein aber auch etwas schwerwiegendes, dass ist das Problem an einer solchen Sache.

    Indemfall, such dir Rat wenn du denkst es alleine nicht mehr zu schaffen.
    Dann achte aber darauf das du auch den richtigen dafuer findest.
     
    #19
    Sweetsymphony, 2 September 2005
  20. AncientMelody
    0
    ich bin seit über 5 jahren bei verschiedenen psychologen. der ursprüngliche grund dafür war, dass ich oft streit mit meinen eltern hatte. bin auch medikamentös eingestellt.
    ich weiß manchmal nicht so wirklich, was ich machen soll. jetzt ist zum beispiel wieder ein wochenende. ich hätte viel zu tun, wie z.b. hausaufgaben machen, putzen, lernen etc., aber ich kann mich nicht dazu aufraffen und außerdem weiß ich nicht, womit ich anfangen soll.
    was könnte ich noch erzählen, wo sich meine unkenntnis bemerkbar macht? von natur aus bin ich wohl ein unordentlicher mensch, aber ich fühle mich im chaos nicht wohl. ich kriege es aber nicht wirklich hin, mein zimmer ordentlich zu halten.
    mit den leuten aus meiner stufe komme ich in letzter zeit einigermaßen klar, aber eben nur in der schule. außerhalb habe ich keinen kontakt zu ihnen. das ist ne ziemliche zwichmühle. ich bin unglücklich, dass ich alleine bin, aber ich traue mich auch nicht, mal jemanden anzusprechen oder so.
    und momentan fühle ich mich besonders einsam nach der trennung. mir kommt es nicht unbedingt darauf an, eine partnerschaft zu haben, aber das war eben so ziemlich der einzige soziale kontakt von mir in den letzten jahren.
    und ich bin eben auch sehr wählerisch und vielleicht nicht so leicht "erreichbar", da ich kaum kontakt zu jemandem habe. ich finde mich so eigentlich ok und ich glaube auch nicht, dass andere leute mich unbedingt hässlich oder unfreundlich finden.
    ach, ich weiß auch nicht. wenn jemand noch fragen hat, dann stellt sie ruhig.
    sorry für den beitrag, den ich einfach so drauf los geschrieben habe.
     
    #20
    AncientMelody, 3 September 2005

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