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Wie bekomme ich sie wieder zurück?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von BaalRoG, 2 April 2006.

  1. BaalRoG
    Gast
    0
    Hallo,

    ich möchte euch im Folgendem etwas aus meinem Privatleben/ meiner Partnerschaft schildern, was mich seit langer Zeit intensiv beschäftigt.

    Da ich selbst unfähig zu sein scheine, zu einem befriedigendem Ergebnis zu kommen, was ich tun soll, brauche ich eure Hilfe! Selbst wenn ich befürchte, eure Tipps schonmal im Freundeskreis auf ähnliche Weise gehört zu haben.

    Dennoch sind mir eure Beiträge mehr als willkommen. Und nun zum Thema:


    Folgendes hat sich in den lezten 4 Jahren grob zugetragen (ich versuche möglichst objektiv zu schildern):

    Vorweg: Ich war/bin ein lebenslustiger Typ, trieb Sport aus Spass und konnte Menschen um mich herum immer schnell begeistern. War sehr gesellig und gut drauf.

    Im November 2001 hatte ich dann plötzlich seltsamerweise 2 Zusammenbrüche in der Disko. Kein Arzt wußte, was los war... Ich strotzte im Grunde wohl vor Gesundheit... Sollte mir laut Arzt nichts mehr dabei denken, fühlte mich aber innerlich unwohl...

    Ich lernte dann meine große Liebe im Dezember 2001 kurz vor Weihnachten kennen. Alles passte auf Anhieb. Das beste Erlebnis meines Lebens. Wir hatten uns innerhalb von nur 2 Treffen sofort gern und kamen beim 3. Treffen prompt zusammen. Sie war sehr schön und wir waren beide noch Jungfrau. Das war für mich total klasse, denn ich bin eher der Typ, der lange auf die Richtige wartet und derlei Erfahrungen von Grund auf gemeinsam machen möchte.

    Um Sylvester rum ging es mir irgendwie schlecht. Fühlte mich überfordert und physisch merkwürdig. Bekam Herzrhythmusstörungen. Daraufhin ließ ich mich ins Krankenhaus fahren von meiner Freundin. Das verunsicherte sie mächtig. Mich auch.

    Wir überwanden unsere Zweifel füreinander und die 3 Tage Krankenhausaufenthalt. Ich wurde gesund entlassen. Sie blieb bei mir. Klasse.

    In den Folgemonaten verliebten wir uns sehr ineinander. Sehr! Wir passten super zusammen, ähnliche Interessen, gleicher sozialer Hintergrund. Top!

    Wir unternahmen viel zusammen und hatten Spass...

    Ich musste allerdings respektieren, dass sie aufgrund ihres Examens viel zu tun hatte und merkte frühzeitig, dass sie eher einen zurückhaltenden Charakter hatte.

    Somit war sie auch im Bett eher zurückhaltend, was mich ein wenig störte, aber ich erwähnte es zunächst nicht. Schließlich hatte ich keine Erfahrung auf dem Gebiet und wollte die Frau nicht unter Druck setzen, hoffte aber schon, wenn der Unistress von ihr fiele, dass sie auch in dem Bereich etwas forscher wäre und ich mit ihr Erfahrungen erlangen könnte.


    2002 lief insgesamt hervorragend und wundervoll, obwohl wir nicht in den Urlaub fahren konnten aufgrund ihres Examens. Ich schmiedete Pläne, wollte eine schöne Zukunft für mich und meine Freundin erreichen. Schrieb Bestnoten in der Uni und träumte irgendwann von einer eigenen Familie, Haus im Grünen.

    (Natürlich waren wir noch zu jung, aber zumindest hatte ich solche Pläne. Sie war eher etwas zurückhaltender in der Hinsicht, was mich etwas kränkte, aber das war ok. Wir hatten ja noch 10 Jahre Zeit.)


    Doch unser Glück sollte schnell versiegen. Anfang 2003 brach ich nach einem Geburtstagsabend morgens bei ihren Eltern aus bis dato unbekannten Gründen zusammen und fiel für ein paar Minuten in Ohnmacht.

    Spätestens ab da geriet ich in Panik, begann, mir um meine Gesundheit ernsthafte Sorgen zu machen. Ging zu diversen Ärzten und beschritt einen Weg, den ich heute als den Anfang vom Ende meiner genialen Beziehung bezeichnen würde.

    Die Folgemonate wurden zu einer Tortur. Ich steigerte mich in etwas hinein und liess diverse Tests über mich ergehen.
    Die Beziehung geriet in den Hintergrund. Mittlerweile hatte ich starke Herzarrhythmien (HRS) bekommen, doch laut Ärzten war alles paletti. Das ganze nahm mich extrem mit und ich sprach aufgrund meiner extrovertierten Art viel darüber mit meinem sozialen Umfeld. Monatelang.

    Irgendwann reichte es meiner Freundin und sie drohte mir mit Trennung, wenn ich mich nicht zusammenreißen würde.

    (Ich muss dazu sagen, dass ich wohl wirklich sehr penetrant meine Gesundheit in den Vordergrund stellte, zumal ich mich mittlerweile täglich sehr schwach und müde fühlte und kein Arzt mir helfen konnte.)

    Langsam fühlte ich mich von ihr auch im Stich gelassen, doch nach ihrer Drohung riss ich mich zusammen, sprach nur noch sporadisch darüber. Die Beziehung war mir wichtiger...

    Ende 2003 waren wir wieder ein glückliches Paar, machten einen tollen Urlaub in Deutschland und ich fühlte mich besser. Sie wollte mit mir anschließend zusammenziehen.

    Kurz zuvor hatte ich jedoch einen Entschluss gefasst, meine HRS durch eine Elektrophysiologische Untersuchung und durch eine Ablation wegmachen zu lassen.

    Doch es klappte nicht. Frust!

    Um sie zu schützen vor dem, was da vielleicht noch kommen könnte, lehnte ich ein Zusammenziehen ab. Das kränkte sie enorm, doch ich erkannte es nicht. Irgendwann später hat sie es mal erwähnt, wie enttäuscht sie darüber war. (Zu Recht)

    Anschließend geriet meine Freundin in heftigste Probleme in der Uni, nachdem sie einen Aufbaustudiengang besuchte, der ihr so gar nicht lag. Hinzu kam, dass sowohl ihre beiden Großeltern auf dramatische Art und Weise und meine Großmutter 2 Monate später ums Leben kamen.

    (Wir hatten jeweils beide unserer Großeltern sehr lieb gehabt.)

    Eine harte Zeit und es ging mir mittlerweile Anfang 2004 sauschlecht. Ich war in der Zeit dann nicht mehr für sie da. Konnte nicht, empfand mein eigenes Leben als bedroht an, hatte schwere Kreislaufprobleme und wollte mit dem Tod ihrer Großeltern nicht belastet werden.

    Es kam, wie es kommen musste. Ich fragte sie, wann sie wohl wieder "normal" werden würde, ich bräuchte sie. Das war natürlich total daneben, aber in einer emotionalen Situation entstanden.

    Ihre Reaktion: Ich solle mal zum Psychologen gehen. Das empfand ich als Schlag ins Gesicht.

    (Im Nachhinein denke ich, sie meinte es nicht so, wie ich es auffasste. Sie meinte es einfach nur gut mit mir.)

    Im März 2004 fanden die Ärzte dann den vermeintlichen Übeltäter für meine Probleme: Borreliose. Hoffnung kam auf!

    Ich bekam im April 2004 eine heftige Infusion über 3 Wochen, die mich total erledigte. Ich zog mich komplett zurück aus gemeinsamen Aktivitäten, wollte nur noch alleine sein, schlafen, erholen. Über Monate. Es brachte zunächst wenig. Ich war verzweifelt. Meine Uni ging schlecht, ich verlor die Perspektiven im Leben. War schnell gereizt und fühlte mich wieder missverstanden, wenn ich mein Leid klagte.

    So ging es bis Ende 2004. Meine Freundin beschwerte sich manchmal über meine Art und das ich mich so gehen liess. Sicher zu recht, aber verstanden fühlte ich mich dadurch erst recht nicht. Ich erkannte, dass ich mich beziehungstechnisch falsch verhilet, war körperlich aber nicht dazu in der Lage, unser altes Leben wieder aufzunehmen.

    Dennoch riss ich mich mal wieder zusammen, wusste jedoch, dass ich sie über kurz oder lang auf die Art verlieren würde und fühlte mich schuldig, weil ich nichts mehr mit ihr unternahm, so wie sie es verdient hätte. Ich maulte viel rum und war nur noch ein Schatten meiner Selbst.

    Und sie war mir so "treu" trotz der schwerer Zeiten, wie es sich ein Mann nur wünschen kann. Eine tolle und pflegeleichte Frau. Das einzige, was mich wirklich störte zu dem Zeitpunkt, war, dass sie kaum Zeit für mich hatte. Sie war sehr pflichtbewusst.

    (Heute denke ich, ich war wohl dermaßen nervig geworden, dass sie vielleicht bewusst nur wenig Zeit hatte für mich)

    Ende 2004 waren die Bakterien fort. Ich hatte jedoch die erheblich starken HRS noch und durch die Infusion Schwindel und Benommenheit dauerhaft "hinzugewonnen". Die ganze Tortur hatte also letztlich wenig gebracht.
    Also beschloss ich, noch eine EPU machen zu lassen, um die Hauptursache meiner gesundheitlichen Probleme wegzubekommen. Ich hatte aber so arge Zweifel und Bedenken vor dem Eingriff, dass ich den letzten Schritt doch nicht mehr wagte.

    Stattdessen wurde ich jähzornig. Tipss, Ratschläge, gut gemeinte Wünsche usw. schlug ich alle in den Wind. Ich fühlte mich hilflos...
    Meine Freundin zog sich daraufhin zunehmend zurück, so dass Zärtlichkeit, Kuscheln und Intimität auf der Strecke blieb.

    Um Weihnachten herum eskalierte alles. Ich hielt es nicht mehr aus, die Gesamtsituation überforderte mich. Ich begann leider Gottes, ihr Vorhaltungen zu machen, was meines Erachtens so alles schief ging. Interpretierte die Wirkung meines eigenen Verhaltens der letzten Monate und Jahre komplett falsch. Bürdete ihr Schuld auf, wo keine war.

    (Zugegeben, sie war ein unnahbarer Typ von Mensch, sehr konsequent und hart zu sich und anderen, doch im Nachhinein glaube ich, dass sie sehr viel rationaler die Situaition erkannt hat, als ich, der sehr emotional an die Dinge heran geht.)

    Unseren Jahrestag nutze ich als Ventil, um alle störenden Aspekte aus meiner Sicht ihr an den Kopf zu werfen. So kannte ich mich gar nicht und sie mich auch nicht.

    Ich entschuldigte mich kurz danach und sie steckte es zunächst weg. Doch dieser Abend sollte für immer zwischen uns stehen.

    Ab da stritten wir uns häufig. Und doch rauften wir uns wieder zusammen, allerdings eher platonisch. Januar bis Juni 2005 war immer wieder gekennzeichnet von Streit und Glück. Mitte 2005 reichte es mir einfach nicht mehr aus. Ich stellte plötzlich Ansprüche. Machte ihr Vorhaltungen wegen der mangelnden Intimität... Wir drohten einander mit Trennung, bekamen die Kurve einfach nicht mehr, waren voneinander genervt.

    Bis zum Sommer, da zog sie die Reißleine und sagte, sie hätte keinen Elan mehr.

    So war es dann auch. Die Trennung... Ich wollte es nicht wahrhaben, sagte ihr, ich würde um sie kämpfen und mich ändern, sobald es mir besser gehe. Doch sie hatte aufgegeben an mich zu glauben. Das nahm mich sehr mit und doch verstand ich ihre Beweggründe. Ich war wohl zu unsensibel geworden durch meine ganzen Probleme. Wir hatten einfach zu viel durchgemacht und ich hatte mich total falsch verhalten!

    Danach trafen wir uns noch oft und es ging mir physisch langsam besser...

    Im Dezember, 2 Tage vor unserem Jahrestag, brach sie dann den Kontakt ab per Telefon... Sie sagte, es müsse Gras drüber wachsen... Es hätte sich zuviel angesammelt an Negativaspekten...

    Seither habe ich keinen Kontakt mehr zu ihr... Sie bleibt hart. Ich bin seit 2 Monaten wieder ziemlich gesund, was das ganze irgendwie zynisch erscheinen lässt, denn ich liebe sie noch immer extrem...


    Was sagt ihr?
     
    #1
    BaalRoG, 2 April 2006
  2. MrEvil
    MrEvil (31)
    Verbringt hier viel Zeit
    755
    101
    0
    Single
    Tut mir leid, es ist vorbei.

    Genau wie du habe ich Fehler gemacht und Sachen getan,die ich sonst nie tun würde. Mich anders verhalten etc...

    Immerhin wusstest Du ja wie ernst die Lage war und doch hast du nichts unternommen.Du hast ihr viel zu sehr weh getan. Vielleicht hat sie Dir ja verziehen. Wer weiß? aber Sie hat es sicherlich noch lange nicht verdaut was alles passiert ist. ( deine geschichte ähnelt ein wenig meiner :zwinker: )

    Ich kann Dir leider nichts anderes sagen. Wenns einmal vorbei ist,ist es für immer vorbei. Du wirst es irgendwann schaffen über sie hinweg zu kommen.
     
    #2
    MrEvil, 2 April 2006
  3. zwieselmaus
    Verbringt hier viel Zeit
    1.306
    121
    0
    vergeben und glücklich
    ich kann eigentlich grad garnichts sagen...
    das ist irgendwie unglaublich...
    was krankheiten alles so anrichten...
    aber mh ich weiß nicht...hab ich das jetzt richitg mitbekommen und ihr habt seit 3monaten kein kontakt mehr oder doch schon 1jahr und 3monate?
    denkst du es könnte was werden jetz wo du dich wieder besser fühlst und weißt was deine fehler waren?
    ich find es ja schonmal bemerkenswert das du sie verstehen kannst und deine fehler einsieht und dich besser willst...
    ja ich weiß das hilft dir nicht weiter, aber ich wünsch dir trotzdem viel glück
    (nach sonem langen text musst ich einfach was schreiben)
     
    #3
    zwieselmaus, 2 April 2006
  4. BaalRoG
    Gast
    0
    Wir haben uns seit Weihnachten nicht mehr direkt gesprochen, grüßen uns nur über die Eltern... Das wars... Die glauben hingegen, dass ich vielleicht noch Chancen hätte, irgendwann, sehen es aber auch eher langfristig...

    Sie sagten zu mir, ich sei ein idealer Schwiegersohn gewesen und das haute mich auch total um... Sie verstanden meine Situation besser, als meine Freundin es je getan hat...

    Ich denke, sie verbindet meine Person mit Problemen, die sie belasten... unabhängig von Liebe oder sowas... Irgendwann hat das sicher auch ihre Liebe zu mir abgetötet und ich halte es im Grunde selbst für ausweglos, dass da noch was laufen könnte...


    Seither schäme ich mich für einige Dinge, die ich zu ihr unbedarft sagte... Wahrscheinlich Dinge, die andere im Streit auch zueinander sagen, aber dennoch... Ich hätte es nicht tun dürfen...

    Ich wollte mich letztes Jahr entschuldigen bei ihr, doch sie blockte nur... und 2 Tage später durfte ich meine restlichen Klamotten bei ihren Eltern abholen...

    Wirklich eingeshen hab ich die meisten meiner Fehler leider erst nach dem Kontaktabbruch... Vorher sah ich mich doch tatsächlich in mancher Hinsicht noch im Recht.

    Und ja, erst seit es mir wieder richtig gut geht, hab ich auch die Zeit und Kraft, mir Grdanken über mein zurückliegendes Verhalten zu machen...

    Nun weiss ich halt nicht, was sie von mir denkt: Identifiziert sie mich mit den Geschehnissen oder versteht sie, dass ich in einer Extremsituation war und nur die Nerven verlor? Und verließ sie mich, weil ich untragbar geworden bin?

    Wie soll ich ihr jemals klarmachen, dass ich irgendwo die Erfahrungen brauchte, um zu lernen... Um die Dinge zu verstehen und das ich mich nie wieder so geben würde?

    Es ist nicht einfach, in jungen Jahren mit so einem "Mist" konfrontiert zu werden und ich stellte mir mein damaliges Leben auch erheblich anders vor...

    Irgendwo fühle ich mich heute doppelt und dreifach bestraft.
    Aber ich will mich hier nicht ausheulen, sondern wollte nur nach eurer ehrlichen NMeinung fragen. Danke!
     
    #4
    BaalRoG, 2 April 2006

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