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Sonstiges Wie bekomme ich stärkere Nerven?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von MissPerú, 25 August 2009.

  1. MissPerú
    MissPerú (30)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    Hallo ihr Lieben!

    Mir ist heute wieder einmal aufgefallen, dass ich mir immer alles mögliche im Leben durch meine schwachen Nerven verbaue.
    Ganz egal in welche Alltagssituation ich komme - ob ich irgendwo anrufen möchte, im Supermarkt in der Schlange stehe, versuche, mich zu konzentrieren, mich mit jemandem streite oder eine Prüfung ablege - immer mangelt es mir an Nervenstärke.

    Ich könnte ständig heulen, egal, was ich tue. Und immer fühle ich mich der Situation nicht gewachsen, einfach schwach, so als würde ich jeden Augenblick zusammenklappen - innerlich, aber auch körperlich.
    Ich habe schon etwas an meiner Ernährung verändert, ich war sehr viele Jahre Vegetarierin - nun esse ich jeden Morgen zwei Scheiben Schinken und außerdem regelmäßig Seefisch. Außerdem viel Salat, Vollkornprodukte, Nüsse, Obst und Gemüse.
    Ernährungstechnisch müsste doch mit meinen Nerven alles okay sein, denke ich. Dennoch fühle ich mich nicht sicher. Ich halte einfach nichts aus. Bin kein bisschen belastbar.
    Nun mache ich morgens immer Yoga und jogge 3x die Woche im Park.
    In der Hoffnung, dass mich das stärker macht.

    Was könnte ich noch tun, damit ich nervenstärker und belastbarer werde?
    Mein Problem ist nicht meine Wrkung auf andere (viele Menschen wissen nicht, wie ich mich fühle), es ist mehr das "innen drin".

    Habt ihr vielleicht eine Idee?
    Ich fühle mich wirklich mies so wie ich bin.:geknickt:
     
    #1
    MissPerú, 25 August 2009
  2. Wundertüte
    Sehr bekannt hier
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    Hey,
    stehst du denn viel unter Stress?
    Ich kann dir noch den Tipp geben dich Magnesiumreich zu ernähren,
    oder dir über Mineralstofftabletten Magnesium zuzuführen.
    Bei mir hilft dass immer ganz gut.
    Magnesium dämpft die Erregungsweiterleitung der Nerven,
    hilft am Abend beimi Einschlafen, stärkt generell deine Leistungsstärke.
    Aber ich würd auf jeden Fall mal grübeln was dich von innen so kaputt macht,
    denn du sollst ja die Ursache bekämpfen und nicht die Symptome

    lg
     
    #2
    Wundertüte, 25 August 2009
  3. MissPerú
    MissPerú (30)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    nicht angegeben
    Hi!

    Das mit dem Magnesium ist eine gute Idee! Ich erinnere mich daran, dass mir das schonmal irgendwann ein Arzt empfohlen hatte.
    Vielen Dank für den Tipp!

    Tja, was macht mich kaputt? Gute Frage!
    Ich weiß es nicht. Ich denke, ich bin erblich ziemlich "vorbelastet". Ich komme nach meiner Mutter und die hält auch nichts aus. Wir haben ein sehr schwaches Nervenkostüm. Bei mir war das schon als Kind so.
    Ich weiß nicht, warum das so ist. Ich meide aus diesem Grund auch Menschen - nicht meine Familie und Freunde natürlich! Aber generell macht es mich kaputt, mich mit vielen Menschen zu umgeben. Ich fühle mich danach extrem ausgelaugt und möchte tagelang nur schlafen.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 22:34 -----------

    Naja, und ich mache mir grundsätzlich viel Druck.
    ich hänge durch eine schwerer Krankheit in meiner "Lebensplanung" ziemlich hinterher, bin deswegen auch oft wütend auf michh...
     
    #3
    MissPerú, 25 August 2009
  4. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Vielleicht würden dir auch mal ein paar Erfolgserlebnisse gut tun...

    Wie wäre es mit Sport: Selbst erarbeitete sportliche Erfolge (auch wenn sie noch so bescheiden sind), die Erfahrung der Grenzen der körperlichen Leistungsfähigkeit, sowie das Überschreiten und weiter schieben dieser Grenzen sind tolle Erlebnisse, die einem Einiges an Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein bringen.
    Ob Joggen dafür aber besonders gut geeignet ist, möchte ich bezweifeln. - Eine Mannschaftssportart oder wenigstens eine Individualsportart, die man mit Gleichgesinnten im Verein betreibt, halte ich da für deutlich besser. Vielleicht ja auch eine Kampfsportart, o.Ä.

    Oder Erfolg in der Schule, im Studium oder im Beruf...

    Oder ein ehrenamtliches Engagement, das dich fordert und anstrengt und bei dem du später zufriede auf deine geleistete Arbeit zurückblicken kannst.

    Je mehr Herausforderungen du erfolgreich meisterst, desto eher wirst du dich zukünftigen Herausforderungen gewachsen sehen und nicht vor ihnen zurückschrecken, sondern sie evtl. sogar als Chance sehen.
     
    #4
    User 44981, 25 August 2009
  5. Wundertüte
    Sehr bekannt hier
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    Ein erster Schritt wäre auch mal zum Hausarzt zu gehen,
    und mal mit ihm darüber reden.
    Ich habe auch mal homäopathische Mittel zur Nervenstärkung
    verschrieben bekommen,die auch ganz gut gewirkt haben.
    Es könnte auch noch andere Ursachen haben, ev
    Schilddrüsenunterfunktion, da schläft dein ganzer
    Stoffwechsel ein und du bist auch immer nur müde und erschöpft.
    Kann auf jeden Fall nicht schaden wennst mal vorbei schaust
     
    #6
    Wundertüte, 25 August 2009
  6. MissPerú
    MissPerú (30)
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    nicht angegeben
    Bei meiner Hausärztin war ich schon. Organisch ist alles angeblich okay.
    Die meint auch, dass ich einen Coach oder Berater brauchen würde.
    Alle Leute meinen das.

    Kenne ich aber alles schon.
    War zwei Jahre in ambulanter Therapie und eine ganze Zeit in einer psychosomatischen Klinik.
    Alles was man mir gesagt hat, war, dass ich ein hochsensibler Mensch sei, der noch nicht die Werkzeuge erworben hätte um mit dieser Sensisbilität fertig zu werden.
    Außerdem würde ich Erfolgserlebnisse brauchen.
    Die habe ich aber momentan nicht. Wie denn auch? Ich verstecke mich ja vor der ganzen Welt.
    Für alles muss man belastbar sein. Und das bin ich eben nicht.
    Ich könnte ja Drogen nehmen. Die würde ich aber sowieso nicht vertragen. Ich vertrage ja nichtmal ein Glas Wein...^^
     
    #7
    MissPerú, 25 August 2009
  7. MissPerú
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    Schön, dass du mir unter die Nase reibst, dass man im Berufsleben belastbar sein muss! Danke!
    Wird es davon jetzt besser mit meiner Situation?!

    Und: Wer setzt Wein mit Drogen gleich?
    Aber wenn ich schon ein Glas Wein nicht vertrage, wie soll ich dann Drogen vertragen(die noch wesentlich heftiger auf das Nervensystem wirken)?

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 23:23 -----------

    Ja, ich hatte mehrere Psychologen.
    Die waren aber alle gut. Ich war sehr zufrieden und habe viel über mich gelernt.
    Letztlich muss ICH aber doch an mir arbeiten. Wie soll ich das tun?
    Leider sagen die einem das nicht.
    Es kommen immer nur Fragen wie: "Was würde Ihnen jetzt helfen?"

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 23:26 -----------

    Ich hoffe ja auch, dass es auf dieser Erde jemanden gibt, der mir helfen kann.
    Ich habe aber keine Kraft, jetzt wieder einen Psychologen auszuprobieren, der nett ist aber nicht hilfreich. Ich schätze, Therapie kann einem irgendwo nicht mehr weiterhelfen, nämlich da, wo man selber etwas tun muss.
    und ich will ja etwas tun, nur weiß ich nicht, was.
     
    #9
    MissPerú, 25 August 2009
  8. MissPerú
    MissPerú (30)
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    nicht angegeben
    und noch einmal zum Thema Belastbarkeit im Job: Ich bin belastbar, was die Arbeit an sich angeht. Jedoch besteht die Belastung im Job ja nicht in der Arbeit selbst sondern im Getratsche und den Intrigen im Team, der schlechten Laune und dem autoritären Verhalten des Chefs.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 23:33 -----------

    Ja, ich habe mich wohl angegriffen gefühlt. Sorry!
    Ich raste zurzeit wegen jeder Kleinigkeit aus.
    ich muss wohl einsehen, dass ich tatsächlich ein schwerwiegenderes Problem habe.
    Aber ich möchte ungerne meine Verantwortung an einen Therapeuten abgeben, der doch nur wieder Ratschläge gibt, die ich mir auch selber geben kann.

    Drogen kommen für mich überhaupt nicht in Frage. Das war nur eine zynische Äußerung von mir, weil ich so genervt bin von allem...
     
    #11
    MissPerú, 25 August 2009
  9. MissPerú
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    nicht angegeben
    Ja, ich schätze, ich habe nicht alle Karten offen auf den Tisch gelegt damals.
    Ich habe bis zum Schluss etwas von meiner "Maske" bewahrt. Vielleicht dachten die, mir würde es gar nicht soooo schlecht gehen.
    Ach ich weiß nicht....

    Ich brauche Erfolgserlebnisse, soviel steht fest.
    Aber dafür müsste ich einfach mal ins kalte Wasser springen und wieder unter Menschen gehen.
     
    #13
    MissPerú, 25 August 2009
  10. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    2.618
    Verheiratet
    Ich glaube, ich würde mir eine Stressituation nach der anderen heraussuchen und mich diese immer und immer wieder aussetzen.
     
    #15
    xoxo, 25 August 2009
  11. MissPerú
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    nicht angegeben
    Hi xoxo!

    Ja, das wäre eine Möglichkeit.
    Ich glaube, das probiere ich jetzt.
    Es kann ja im Prinzip nichts dabei passieren.

    @TopBoy:
    Ich kann sehr wohl mit Autoritäten umgehen, auch mit einem Machtwort und mit Kritik, solange der Chef fair bleibt. Er muss nicht mal nett und ruhig bleiben, aber doch zumindest fair.
    Ich hatte zuletzt zwei Chefs, die sich jedoch autoritär verhalten haben. Der eine meinte immer wieder, sich in mein Privatleben einmischen zu können (" Sie können mir nicht erzählen, dass sie glücklich sind!") und hat mich ganz gezielt gedemütigt, der andere hat seinen Frust an den Mitarbeitern ausgelassen. Und zwar immer! Er kam schon morgens ins Büro und hat es nicht für nötig gehalten, Guten Morgen zu sagen, wenn er schlecht gelaunt war.
    Die sogenannten Führungskräfte sind eben selber oft keine Spur belastbar, kommen mit den kleinsten Abweichungen des Alltags nicht zurecht, und das müssen dann die Untergebenen spüren.
    Aber so ist das Leben....
     
    #16
    MissPerú, 26 August 2009
  12. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Du befindest dich wohl in einem Teufelskreis.
    So lange du jeder noch so kleinen Belastung aus dem Weg gehst, wirst du auf keinen Fall belastbarer. Im Gegenteil: du wirst wohl immer weniger belastbar udn bist immer schneller überfordert.

    Um belastbarer zu werden, musst du dich gewissen, für dich zwar belastenden, aber schon noch irgendwie zu bewältigenden Belastungen und Herausforderungen stellen, an denen du wachsen kannst und die Grenze dessen, was dich überlastet, dach oben schieben kannst.
    So lange du nicht dazu bereit bist, dich selbst für den Erfolg anzustrengen, wir dir niemand helfen können.
    Man kann dich zwar auf deinem Weg unterstützen und dir dabei helfen, ihn zu gehen - aber man kann dich nicht tragen.
    Denn hier ist der Weg das Ziel und wenn du getragen wirst, hast du nichts davon.
     
    #17
    User 44981, 26 August 2009
  13. MissPerú
    MissPerú (30)
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    nicht angegeben
    Ja sicher muss ich mich anstrengen! :smile:
    Ich kann nur nicht so "große Brocken" auf einmal packen.

    Heute zum Beispiel habe ich zwei Sachen gemacht, die mich schon ziemlich belasten, auch wenn diese Sachen für euch sicher lächerlich sind. Für mich sind sie ein Erfolg.

    1.)Ich bin in einem kleinen Tante Emma Laden gewesen und habe ein Gespräch mit dem Verkäufer angefangen. Es hatte sich durch Zufall so ergeben und es war sehr nett. :smile:
    Wir redeten u.a. auch über "schwache Nerven" und er schenkte mir einen Vollkornkeks für meine Nerven. *g*

    2.)Ich habe eine halbe Stunde Nordic Walking gemacht und habe NICHT die Straßenseite gewechselt, wenn sich Passanten mir genähert haben. Ich habe alle dämlichen Blicke akzeptiert und habe mit einem Lächeln einfach weitergemacht, ohne im Erdboden zu versinken.

    Es ist komisch: Es gab eine Zeit in meinem Leben, da war ich viel selbstsicherer und mutiger.
    Irgendwie ist mir das abhanden gekommen. Und je mehr ich mich zurückziehe, desto schlimmer wird es.
    Ich schätze, ich muss mir meine Selbstsicherheit und Belastbarkeit wieder langsam erarbeiten - und zwar mit kleinen Schritten. So wie heute.
    Vielleicht werde ich ja nach und nach sicherer in meiner Haut...
     
    #18
    MissPerú, 26 August 2009
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  14. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    2.056
    vergeben und glücklich
    Wenn es für Dich Erfolge sind, dann verbuche sie auch als Erfolge.
    Schreibs Dir auf - nicht (nur) hier, sondern auf einen Zettel, den Du Dir irgendwohin legst, wo Du ihn oft siehst. Schreib Dir auf, was Du geschafft hast, wo Du eben einen Erfolg erzielt hast.

    Wie Topboy schon schrieb - Chefs sind autoritär, dass ist quasi der Rolle des Vorgesetzten inhärent. Das erwähnte Verhalten Deiner Chefs war nicht "autoritär" im klassischen Sinne, sondern eher "schlecht erzogen". Es war eine Ausnutzung der Machtposition und ggf. eine Überschreitung der Grenzen zwischen Vorgesetztem und Untergebenem. Eventuell hat der Vorgesetzte sich tatsächlich ursprünglich gesorgt, weil Du unglücklich wirktest - ob Du willst, dass er von Deinem Privatleben etwas weiß, ist eine andere Frage, Du hast es als "Übergriff" empfunden (ich beziehe mich auf den Satz "Sie können mir nicht erzählen, dass Sie glücklich sind"). Ich weiß nicht, inwiefern er Dich gezielt gedemütigt hat und inwiefern er einfach ungeschickt und "tölpelig" war und Du Aussagen anders aufgefasst hast als intendiert, das muss hier auch gar nicht Thema sein. Du hast hier ja auch Aussagen als Angriff aufgefasst, die so nicht angelegt waren.

    Die Frage ist, ob Du aufgrund schlechter Erfahrungen mit Kollegen und Vorgesetzten nun vor neuen beruflichen Entwicklungen solche Angst hast, dass Deine Nerven mit Dir durchgehen. Und da wäre es wirklcih gut, eine gewisse Grundstabilität aufzubauen. Positive Bestätigung und Erfolgserlebnisse könnten da helfen. Sag ich als Laie, einfach davon ausgehend, wie ich bestimmte Lebensphasen erlebt habe und was mir bei übertriebener Selbstkritik geholfen hat.

    Ich weiß nicht, welche Art von Therapie(n) Du bislang gemacht hast; wenn Du da nach eigenen Angaben immer eine Maske aufbehalten hast und somit eine Rolle gespielt hast und die Psychologen nie Einblick bekamen, wie schwach Du Dich wirklich fühlst, konnten die Therapien auch nicht wirkich erfolgreich sein. Und wenn es Dich nervt, nur Fragen zu hören statt Anleitungen zu bekommen, dann ist ggf. der Ansatz des Therapeuten für Dich nicht der richtige. Wenn Du nach Strategien suchst, um zum Beispiel eben "stärkere Nerven" zu bekommen, dann würde ich vermutlich genau diesen Wunsch an den Therapeuten herantragen. Mit "Und was meinen Sie dazu?" gäbe ich mich nicht zufrieden. :zwinker: Ggf. würde ich auch mal fragen, ob ein Rollenspiel möglich wäre, um einfach zu üben, belastende Situationen auszuhalten. Der Therapeut spielt den gemeinen Kollegen, der fiese Sprüche ablässt - und Du musst damit umgehen.

    Du hast anscheinend aufgrund gesundheitlicher Probleme Deine Ziele beruflicher Art nicht erreicht. Klar ist das nicht schön, weil Du Dich unzulänglich fühlst und meinst, deswegen weniger wert zu sein. Weil Du nicht erreicht hast, was Du willst, weil Du nicht so vorankommst, wie Du es wolltest. Nun: Du warst eben krank. Die Frage ist, was Du jetzt daraus machst. Und in welchem Tempo. Die Ziele nicht zu hoch stecken, sondern realistische Etappenziele anpeilen. Du kannst nicht ändern, dass Du eben aufgrund Krankheit nicht den normalen Karrierefahrplan einhältst.

    Es ist nicht schlimm, schwach zu sein, es ist nicht schlimm, gescheitert zu sein. Und mit dem Scheitern einige Zeit zu hadern, ist auch normal. Letztlich muss sich jeder damit arrangieren, wie das eigene Leben eben verläuft, auch wenns mal nicht so gut abgelaufen ist. Wenn es Hürden gegeben hat, sollte man versuchen, sich nicht noch durch Selbstvorwürfe weitere Hürden aufzubauen, sondern eben nach einem passendenen eigenen Weg suchen - und sich beim Abgleich des eigenen Wegs mit den ursprünglichen Ansprüchen bremsen. Ggf. hilft es da, wenn eben ein Berater bei selbstsabotierenden Runtermachphasen STOP sagt.

    Im Moment sind Deine Nerven nicht stark, Du fühlst Dich schnell überfordert. Kannst Du das als momentane Gegebenheit hinnehmen, ohne Dich selbst dafür fertigzumachen, dass Du eben keine starken Nerven hast? Dich damit zu arrangieren, dass Du gerade nicht so stark bist, wäre ein Ausgangspunkt für neue Schritte.

    Wenn Du so sehr an Dir und Deinen Fähigkeiten zweifelst, dann ist es sinnvoll, Dir eben kleine Ziele zu setzen - und Dich nicht dafür runterzumachen, dass das doch für andere normal ist. Ja und? Für Dich ist es ein Schritt vorwärts, wenn Du die Straßenseite nicht wechselst und solche Begegnungen aushältst.

    Ich denke auch, dass Du Dir wieder einen Therapeuten/Begleiter/Coach suchen solltest. Allerdings wäre es gut, wenn Du demjenigen gegenüber offen eingestehen kannst, wie Du Dich fühlst, und gegenüber dem Therapeuten oder der Therapeutin Eitelkeit und Stolz vergisst. Eventuell wirst Du mehrere Therapeuten testen müssen.

    Mein Ratschlag wäre außerdem, vielleicht einige der Texte, die Du hier über Dich und Deine Ängste und Probleme verfasst hast, mal zusammenzustellen und dem Therapeuten ausgedruckt vorzulegen, wenn Du Angst hast, Dich wieder nicht "zu trauen", Deine Maske fallenzulassen.
     
    #19
    User 20976, 26 August 2009

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