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Wie bekommt man eine therapie?

Dieses Thema im Forum "Lifestyle & Sport" wurde erstellt von User 90972, 25 Juli 2010.

  1. User 90972
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    Verheiratet
    hallo:winkwink:

    also zuerst: es geht nicht um mich! ich möchte mich für eine andere person (A) informieren um dieser person dann möglichkeiten und einen direkten "fahrplan" zu zeigen.

    A braucht hilfe. das sehe nicht nur ich so. ich stehe A sehr nahe und denke deshalb, dass ich As verhalten lange genug beobachtet habe und es ohne hilfe definitiv nicht geht. inzwischen habe ich mit einer anderen person (B) gesprochen, die sich auch sorgen um A macht und eine therapie als einzige dauerhafte lösung sieht.
    B und ich vermuten eine depressionen. sicher können wir uns natürlich nicht sein, wir sind ja keine fachleute. sicher ist jedoch, dass A probleme hat, mit denen A alleine nicht fertig wird. aber wir wollen A helfen, weil A uns eben unglaublich wichtig ist, wir aber mit der situation auf dauer nicht mehr umgehen können.
    da A den vorschlag einer therapie wohl zunächst nicht annehmen wird (was ja die grundvorrausetzung wäre) möchte ich A zeigen, dass es gar nicht so schwer und vor allem keine schande ist, sich hilfe zu holen.

    das prolem: ich habe keine ahnung, wie man eine therapie bekommt... es ist ja bekannt, dass einige hier im forum schon einmal eine therapie gemacht haben und genau auf diese leute hoffe ich jetzt.

    also: wie läuft das ab? muss man sich erst bei der Krankenkasse informieren, ob die das zahlen? sucht man zuerste einen therapeuten und der kümmerst sich um die sache mit der KK? gibt es sowas wie eine "probesitzung", wo man den doc kennenlernen kann und eventuell auch der patient begleietet werden kann? wie lange habt ihr auf einen termin warten müssen? (hier gehts mir vor allem, um leute aus großstädten, weil wir selbst auch in einer wohnen).

    ich weiß, dass jetzt wahrscheinlich posts kommen werden, dass das alles nichts bringt, so lange A das nicht von sich aus will. das ist mir auch klar. ich möchte wie gesagt, eine hilfestellung und einen anstoß geben und bin deshalb für jede hilfe dankbar.:smile:
     
    #1
    User 90972, 25 Juli 2010
  2. aiks
    Gast
    0
    Also ich bin ja Österreicherin und bei euch läuft das ja vielleicht anders. Aber bei uns ist es so, dass es Institute mit Therapien gibt, die dann auch krankenkassenunterstützt werden. Also geht man bei uns nicht zu einem privaten Therapeuten, wie sie im Telefonbuch zu finden sind, sondern wendet sich z.B. an das Trauma-Institut.

    Es gibt auch übergeordnete Organisationen, wo man allgemein nachfragen kann, an welche Stelle man sich mit dem bestimmten Problem am besten wendet.
     
    #2
    aiks, 25 Juli 2010
  3. User 90972
    Planet-Liebe-Team Themenstarter
    Moderator
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    Verheiratet
    von sowas habe ich ja noch nie gehört. :hmm:
    weiß jemand, ob es das in deutschland auch gibt? ich kenne das eigentlich nur so, dass psychologen und co. eine parxis haben. aber ich kenne mich da ja auch nicht wirklich aus und hätte jetzt ehrlich gesagt therapeuten aus dem telefonbuch rausgesucht und sie A als vorschlag und teil des "fahrplanes" gezeigt.
     
    #3
    User 90972, 25 Juli 2010
  4. ankchen
    Gast
    0
    es gibt vermittlungsstellen für psychologen/psychater, aber etwas wie oben beschrieben...hab ich noch nichts von gehört
     
    #4
    ankchen, 25 Juli 2010
  5. User 10802
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    nicht angegeben
    #5
    User 10802, 25 Juli 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  6. User 90972
    Planet-Liebe-Team Themenstarter
    Moderator
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    Verheiratet
    der link ist schonmal sehr hilfreich :smile:

    gibt es noch erfahrungsberichte?
     
    #6
    User 90972, 25 Juli 2010
  7. Erdbeere90
    Erdbeere90 (26)
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    Als ich mit 16 eine Therapie gebraucht habe haben sich meine Eltern erst mal um einen Therapeuten gekümmert. Wartezeiten sind natürlich sehr lange. Hatten aber Glück das die Kinder- und Jugendpsychiatrie in unserer Stadt mich quasi als "Notfall" zwischen rein genommen hat. Beim ersten Kennenlerngespräch wurde mir und meinen Eltern dann gesagt das natürlich alles von der Krankenkasse übernommen wird und wir einfach nur beim Hausarzt eine Überweisung holen müssen wo irgendwas drauf steht. Was da drauf stand weiß ich leider nicht mehr. Mit der Krankenkasse mussten wir gar nichts regeln. Ich war insgesamt über ein Jahr in Therapie und habe immer ohne Probleme die Überweisungen bekommen. Ich glaube, dass deine Bekannte das auch bezahlt bekommt. Gerade wenn es sich wirklich um eine Depression handeln sollte. Ist ja eine anerkannte Krankheit die dementsprechend therapiert und bezahlt wird.
    Hoffe ich konnt dir ein wenig helfen :zwinker:
     
    #7
    Erdbeere90, 25 Juli 2010
  8. User 86199
    User 86199 (36)
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    #8
    User 86199, 25 Juli 2010
  9. Miles_Away
    Miles_Away (28)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Single
    Bei mir war es so, ich bin zu meinem Hausarzt gegangen, hab ihm (unter tränen) geschildet, wie es mir geht. Daraufhin hat er sofort bei einer Psychotherapeutin angerufen und mir eine Überweisung gegeben. Zu der Psychotherapeutin konnte ich gleich am nächsten Tag, quasi als "Notfall". Sie hat dann eine erste Diagnose gestellt und mich an eine Psychologin weitergeleitet. Generell muss man mit langen Wartezeiten rechnen, mehrere Monate.
    Man kann sich seinen Therapeuten im übrigen selbst aussuchen und Probesitzungen sind kein Problem, schließlich muss die Chemie stimmen, denn man wird diesem Menschen eine ganze Menge anvertrauen. Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.
    Ich würde den Weg über den Hausarzt wählen. Man kann sich aber auch genausogut selbstständig einen Therapeuten suchen! Allerdings kann der Hausarzt da mitunter noch etwas "drehen", sodass man zwischengeschoben wird und nochmal betont wird WIE dringend es ist.
     
    #9
    Miles_Away, 25 Juli 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  10. User 43919
    User 43919 (27)
    Verbringt hier viel Zeit
    275
    103
    9
    Single
    Also bei mir war es so, das ich beim normalen Hausarzt war und mit ihm darüber gesprochen habe und er dann eine Kollegin von sich angerufen hat und mich an sie weiter geleitet hat. Die krankenkasse hat das auch übernommen etc...
    Termine... joa meisten schon etwas längere wartezeiten.
     
    #10
    User 43919, 26 Juli 2010
  11. User 90972
    Planet-Liebe-Team Themenstarter
    Moderator
    4.291
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    Verheiratet
    danke leute :smile:

    was hier so erzählt klingt wirklich nicht so schwer und ich glaube, dass ich das A auch so vermitteln kann.
    ob A das dann auch wirklich macht, ist wieder eine andere sache :hmm:

    das mit dem hausarzt klingt wirklich am besten. vllt kann der da ja auch was drehen...

    ich sammle auf jeden fall weiter informationen, also her damit :grin:
     
    #11
    User 90972, 26 Juli 2010
  12. User 87573
    User 87573 (28)
    Sehr bekannt hier
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    412
    nicht angegeben
    War bei mir auch recht einfach:
    Ich bin zum Hausarzt, hab die Lage geschildert, hab ne Überweisung bekommen und ne Liste mit Therapeuten (+ Empfehlung für eine Psychologin, die mit meiner Hausärztin befreundet ist und zusammenarbeitet) und hab mich da bei der telefonisch gemeldet und per Verweis auf meine Hausärztin auch schnell nen Termin bekommen.

    Die Psychologin war mir in der Probesitzung sympathisch also haben wir nen Behandlungsvertrag gemacht, das schickt der Therapeut an die Krankenkasse und dann bekommt man normal erst mal so 25 Sitzungen bewilligt.
     
    #12
    User 87573, 28 Juli 2010
  13. User 78196
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Bei mir und meinem Ex war es so, dass wir (natürlich getrennt und unabhängig voneinander) jeweils zu einem Psychiater gegangen sind. Und die haben uns dann weitervermittelt.
    Ich weiß nicht, wie es bei meinem Ex war, aber ich musste einen Antrag bei einem Institut ausfüllen. Ich hatte Glück, weil ich nur ein halbes Jahr auf einen Therapieplatz warten musste.

    Im Prinzip läuft es so ab, dass der Psychiater feststellt, ob man möglicherweise therapiebedürftig ist und dann wird man von ihm entsprechend weitervermittelt (+ eventuell Rezept für Psychopharmaka).
    Dann wartet man auf einen Therapieplatz (meine spätere Therapeutin hat mich nach einem halben Jahr von sich aus angerufen und einen Termin vorgeschlagen).

    Die ersten Sitzungen (bei mir sinds fünf gewesen) werden grundsätzlich von der KK übernommen (wies bei Privatkassen aussieht, weiß ich nicht), weil die dazu dienen, herauszufinden ob man überhaupt eine Therapie braucht und wie man sich mit seinem Therapeuten versteht (ums mal grob zu formulieren).
    In diesen ersten Sitzungen musste ich eine Menge Ankreuztests machen (Persönlichkeitstests, Test auf Depressionen) und mehr allgemein was über mein Leben und meine Problematik erzählen.
    Das diente dazu, um sich einen Überblick zu verschaffen und Material für die Krankenkasse zu sammeln, damit die meine Therapie zahlt. (Die Testergebnisse wurden, soweit ich weiß, an einen Gutachter der KK geschickt.)

    Die Therapie läuft nun schon eine Weile und ich muss noch immer regelmäßig zu meiner Ärztin. Einerseits um mir das Rezept für meine Medikamente zu holen, andererseits weil ich jedes Quartal eine neue Überweisung zur Therapie brauche, damit die KK weiterzahlt.

    Joah, ich denke, das wars im Großen und Ganzen.

    Achja, was ich zu diesem Thema immer nochmal extra erwähne:
    Psychiater, Therapeut und Psychologe sind nicht zwingend dasselbe!
    1. Ein Psychiater ist ein richtiger Arzt, dh. ua. nur er darf Rezepte für verschreibungspflichtige Medikamente ausgeben.
    2. Ein Therapeut hat (klinische) Psychologie studiert und eine Zusatzausbildung zum Therapeuten gemacht.
    3. Ein Psychologe hat Psychologie studiert.

    Aus diesem Grunde hab ich mich auch entschieden, den "typischen" Weg zu gehen, den ich auch bei anderen gesundheitlichen Beschwerden gehe: Erst zum Facharzt, dann gegebenenfalls weiterverweisen lassen.
     
    #13
    User 78196, 28 Juli 2010
  14. User 86199
    User 86199 (36)
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    Verheiratet
    Fast richtig :zwinker:

    1. Ein Psychiater ist ein Facharzt, d.h. u.a. nur er darf Rezepte für verschreibungspflichtige Medikamente ausgeben.
    2. Ein Therapeut hat Psychologie oder Medizin studiert und eine Zusatzausbildung zum Therapeuten gemacht. Gesetzlich geschütze Begriffe dazu: Psychologischer Psychotherapeut vs. Ärztlicher Psychotherapeut
    3. Ein Psychologe hat Psychologie studiert. (--> Darf ohne Zusatzausbildung weder kassenrechtlich noch berufsrechtlich eigenständige Therapien durchführen.)

    (Das gilt natürlich nur für die BRD in Österreich ist es ganz anders.)
     
    #14
    User 86199, 28 Juli 2010
  15. User 78196
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    nicht angegeben
    Stimmt, hatte die Psychiater vergessen, die "nebenbei" auch noch therapeutisch tätig sind.
    Dem Rest hatte ich ja nicht widersprochen. Aber danke für die Zusatzinfo.
    Ich finde, diese Unterscheidungen sollten sich mal rumsprechen. Das hilft, Verwirrungen zu vermeiden und das Richtige für sich selbst zu finden.
     
    #15
    User 78196, 28 Juli 2010
  16. User 86199
    User 86199 (36)
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    Off-Topic:
    Genau, hab es dann nur zusätzlich ergänzt, wo ich eh schon dabei war. Finde es auch wichtig, dass sich diese Infos verbreiten. Also danke fürs Aufführen. :smile:
     
    #16
    User 86199, 28 Juli 2010
  17. Delfin1989
    Delfin1989 (27)
    Sorgt für Gesprächsstoff
    29
    28
    1
    vergeben und glücklich
    Hi Mikiyo!

    Also ich war auch schon in therapie, habe aber eine stationäre Behandlung vorgezogen.
    (Was ich A auf jeden Fall raten würde!)
    Ich war 3 Monate im KH auf einer Psychotherapie Station und es hat mir sehr viel geholfen.
    Ich persönlich finde stationäre Behandlungen sinnvoller, weil einfach rund um die Uhr jemand da ist an den man sich wenden kann. Anders ist das halt wenn man 1 mal in der Woche zum Therapeuten geht...
    Ich war anfangs auch nicht begeistert davon 3 Monate im KH zu sein, aber jetzt bin ich doch froh, dass ich den Schritt gewagt habe mir Hilfe zu holen.

    Ich bin damals einfach zu meiner Hausärztin gegangen und habe ihr eben oberflächlich gesagt, was ich denn für Probleme habe und sie hat mir dann einen Vorstellungstermin fürs KH gegeben.
    Der Nachteil war halt, dass ich 1 Monat warten musste bis ich aufgenommen wurden, aber dass war mir die Zeit wert.

    Und wegen der KH brauchst du dir keine Gedanken machen, die bezahlen alles. Naja fast alles- In Österreich ist es so, dass man die ersten 28. Tage die man in einen KH ist, selber zahlen muss. Das waren so um die 300 Euro für 2 Monate. Eigentlich billig, wenn man die ganzen Therapien, Unterkunft und 3x Essen am Tag bedenkt.

    Ich wüsche A alles Gute und wenn er mal den Schritt geschafft hat, sich dazu zu überwinden Hilfe in anspruch zu nehmen, dann ist der Rest nicht mehr so schlimm. :smile:

    lg Delfin1989
     
    #17
    Delfin1989, 5 August 2010
  18. CCFly
    CCFly (36)
    live und direkt
    12.443
    218
    263
    Verheiratet
    ich bin zum hausarzt, hab mich überweisen lassen und dank der tk, bei der ich versichert bin, gleich termine bekommen.
     
    #18
    CCFly, 12 August 2010

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