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  • Dirac
    Dirac (36)
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    25 Mai 2008
    #1

    Wie Copyright auf eigene Songtexte bekommen?

    Ich hab in den letzten Monaten einige Songtexte geschrieben und bei denen, die ich sie gezeigt habe, kamen sie gut an und eine Bekannte, die selbst auch textet, hat mir geraten zu versuchen, den einen oder anderen einem Plattenlabel anzubieten, weil sie ernsthaft gut seien und bestimmt jemand Interesse hätte, die zu benutzen. Vorher müsste ich mir aber ein Copyright *) besorgen, und genau das ist mein Problem. Ich weiß, dass man theoretisch zu einem Notar gehen kann, der einem dann irgendwie bestätigt, dass man Urheber der Texte ist und damit könnte man, wenn jemand dann den Text geklaut und als eigenen ausgegeben hat, juristisch einwandfrei nachweisen im Recht zu sein. Aber das ist denke ich ziemlich teuer und ich frage mich, ob es da eine günstigere Möglichkeit gibt. Ich hab beim Googeln z.B. folgendes gefunden: Link wurde entfernt
    Günstiger wäre das sicherlich, aber die Frage ist, ist so etwas juristisch überhaupt verwertbar oder wäre das im worst case rausgeschmissenes Geld ohne dass es was bringt?

    Für Tipps, was ich am besten machen könnte, wäre ich sehr dankbar. :smile: Ich möchte meine Texte nämlich wirklich einer bestimmten Sängerin zukommen lassen und hoffe natürlich, sie könnte an dem einen oder anderen Interesse haben. Und wenn der benutzt würde, dann sollte natürlich schon auch was für mich dabei rausspringen und das Label nicht einfach behaupten können, das hätte sie selbst geschrieben...

    *) Ich weiß, dass in Deutschland strenggenommen kein Copyright existiert und das anders funktioniert, aber der Einfachheit halber nenne ich es so.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 31 August 2017
  • b123
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    25 Mai 2008
    #2
    das nennt sich hierzulande urheberrecht und muss nicht extra beantragt werden. ich bin aber kein jurist.
     
  • brainforce
    brainforce (34)
    Beiträge füllen Bücher
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    nicht angegeben
    25 Mai 2008
    #3
    1. viel Glück und v.a. Erfolg bei der Sache:smile:

    2. Würde mich die Grundfrage auch interessieren d.h. wie man seine eigenen Texte rechtlich absichert.:ratlos:

    3. sorry das ich dir nicht konkret weiterhelfen konnte.:schuechte

    jepp nur kannst ja sein das sich letztlich zwei streiten... wenn der Produzent A sagt das es sein Text ist dann ist es für "Hänschen Müller" sicher schwer das Gegenteil zu beweisen...
     
  • b123
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    nicht angegeben
    25 Mai 2008
    #4
    Dann hilft wohl wirklich nur Hinterlegung bei einem Anwalt oder Notar. Manche schicken sich die Kassette / CD auch per Einschreiben an sich selbst oder Bekannte und lassen den Umschlag verschlossen liegen. Ist von der Beweiskraft sicher nicht gleichwertig.
     
  • k-dogg
    k-dogg (31)
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    25 Mai 2008
    #5
    Alle Urheberrechte hast du automatisch, wenn du etwas geschaffen hast, was die nötige Schöpfungshöhe erreicht (das ist aber nicht weiter schwer, auch einem kleinen Zweizeiler wird normalerweise die nötige Schöpfungshöhe zugesprochen). Also darfst du dann auch bestimmen, wie dieser Text verwendet wird, etc.

    Ist dann halt nur die Frage nach der Beweisbarkeit, dass du es auch früher als jemand anders geschrieben hast. Das mit dem Einschreiben ist schon relativ gut. Ein Post-Einschreiben-Aufkleber auf dem das Datum steht ist oft schon ok. Wenn du wirklich auf Nummer sicher gehen willst, dann solltest du es wirklich bei nem Notar hinterlegen. Aber fürs erste reicht die Variante mit dem Einschreiben.
     
  • simon1986
    simon1986 (32)
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    25 Mai 2008
    #6
    Gibt es nicht Urheberrechtsgesellschaften?

    Ich hätte jetzt gedacht, dass man z.B.in der Schweiz zur SUISA geht und das Werk dort anmeldet, und die ziehen dann für mich auch die Tantiemen ein. Natürlich nicht gratis. Aber wie soll ich selber herausfinden, wer mein Werk verwertet?
     
  • k-dogg
    k-dogg (31)
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    25 Mai 2008
    #7
    Naja, GEMA (in D) und SUISA sind ja eher dazu da, dass du dein Geld bekommst, wenn ein von dir gemachtes Lied im Radio oÄ gespielt wird. Deinen Text darf ohne dein Wissen garkeiner verwenden.
     
  • Dirac
    Dirac (36)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    26 Mai 2008
    #8
    Das mit dem Einschreiben an sich selbst etc. wird so wie ich das bei der google-Recherche verstanden habe von Gerichten im Zweifelsfall nicht als Beweis anerkannt, da es angeblich zu leicht manipulierbar sei. :mad: Jedenfalls hab ich das so gelesen, inwieweit die Infos auf der Seite stimmten weiss ich natuerlich nicht. Ich hatte es bisher auch so gemacht, dass ich mir die Sachen als Brief an mich selbst geschickt habe, allerdings nicht als Einschreiben, nur als normaler Brief. Da ist ja auch ein Poststempel drauf und das ist ja ein Beweis, dachte ich. Nur siehts so aus als ob solche Sachen hoechstens als Indiz aber nie als Beweis gewertet werden.

    Theoretisch ja-nur ist halt das Problem, dass ich es beweisen koennen muss wenn jemand das Urheberrecht fuer sich beansprucht. :zwinker:


    Weiss denn jemand, was von dem Verfahren, das in dem verlinkten pdf-file beschrieben wird, zu halten ist? Das wuerde jedenfalls nur 5 Euro pro Text kosten. Notar kostet doch sicher nen dreistelligen Betrag, oder nicht? :ratlos:
     
  • löwe-leo
    löwe-leo (43)
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    26 Mai 2008
    #9
    Nein, mußt du nicht. Auf Musik oder Texte, die du selbst komponierst oder schreibst, hast du ohnehin das Copyright.

    1. Stecke sie in einen Briefumschlag den du versiegelst (Siegellack) und schicke ihn per Post an dich selbst. Anhand des Poststempels kannst du beweisen, daß dir der Inhalt zuerst eingefallen ist. Kannst es auch in diesem Umschlag auf Diskette kopieren und dort mit PGP verschlüsseln. Wenn du dazu den Private Key hast und dein Prozeßgegner nicht, dann beweist das, daß du die Daten gespeichert hast.

    2. Unterstelle dem Verlag nicht, daß sie deine Texte klauen wollen. Damit machst du dich nur lächerlich und bringst dich in eine schlechte Verhandlungsposition.

    3. Tatsächlich habe viele Verlage inzwischen soviel Angst davor, wegen Ideen-Klau verklagt zu werden, daß sie unverlangt eingesandte Manuskripte gar nicht mehr annehmen sondern ungeöffnet an den Empfänger zurückschicken. Könnte ja sein, daß da was drin ist, was sie selbst gerade in Arbeit haben und dann nicht mehr verwenden können. Besonders in USA ist das so mit Drehbüchern für Filme.
     
  • Stonic
    Stonic (42)
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    26 Mai 2008
    #10
    Bei uns in der Kanzlei wird das so gehandhabt das die Songtexte notariell hinterlegt werden mit Datum etc

    Kostet nicht die welt ich glaub irgendwas so um die 50 euronen
     
  • Dirac
    Dirac (36)
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    26 Mai 2008
    #11
    Seufz... Also nochmal: Natuerlich steht mir automatisch das Urheberrecht zu, aber wenn jemand anderes ebenfalls behauptet, Urheber zu sein, dann nuetzt mir das Recht doch nix wenn ich nicht beweisen kann, dass ich den Text zuerst geschrieben habe.

    Was meinst du mit dem Versiegeln? Ich hab die einfach nur in einen Umschlag getan und an mich geschickt, die Umschlaege sind natuerlich alle nicht geoeffnet worden.

    Wenn ich wuesste, was PGP ist... :schuechte

    Fuer wie bloed haeltst du mich?? :ratlos:

    Also dass sie dieselben Texte gerade in Arbeit haben und dann nicht mehr verwenden koennten ist doch aber sehr unwahrscheinlich. :confused: Ausserdem will ich es ja gar nicht mit der Post an irgendwelche Label schicken, sie sind wenn ueberhaupt nur fuer eine bestimmte Saengerin gedacht, der ich sie schenken moechte. Solange sie die nur privat liest oder sich meinetwegen sogar davon inspirieren laesst, ohne sie direkt zu uebernehmen, dann kann sie sie gerne fuer lau haben, nur wenn sie welche nimmt dazu ne Melodie schreibt und die dann auf CD rausbringt (was zu 99.99% nicht passieren wird, aber man weiss ja nie), dann moechte ich bitteschoen auch daran beteiligt werden. Und genau dann muesste ich einen Nachweis fuehren koennen, dass ich der Autor bin, denn auch wenn sie selbst es wohl kaum noetig hat einem Anfaenger wie mir Sachen zu klauen und einfach auch meiner Einschaetzung nach nicht der Typ fuer so ne linke Nummer ist, so koennte das Label das ja dennoch verlangen. Und dann sollen die eben nicht die ganzen Fruechte ernten sondern mir einen angemessenen Anteil *) abgeben muessen.

    *) Was kriegt man ueberhaupt realistischerweise, wenn man nur den Text geschrieben und nicht die Melodie komponiert hat, es also nur "zur Haelfte" das eigene Werk ist? :ratlos:

    Oh, doch so wenig? Haette eher eine Null mehr dahinter erwartet... :smile:

    Wo ist diese Kanzlei? :grin:
     
  • Stonic
    Stonic (42)
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    26 Mai 2008
    #12
    Notarsgebühren sind streitwertabhängig und die Hintzerlegungsgebühr dürfte hier nur in der Mindesthöhe anzusetzen sein aber die 50 Euro bezogen sich auf einen Text
     
  • Dirac
    Dirac (36)
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    28 Mai 2008
    #13
    Ah, OK, das geht dann wieder in die Region wie ich es mir vorgestellt hatte... Warum ist das denn so teuer? :mad:
     
  • Ickebins
    Ickebins (39)
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    28 Mai 2008
    #14
    na, was wohl.
    Die Hälfte der Hälfte. 50% gehen an den Verleger, zusammen 50% an den Texter und Komponisten.
     
  • Dirac
    Dirac (36)
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    29 Mai 2008
    #15
    Also das kann ich mir nicht vorstellen, das Label wird wohl deutlich mehr als 50% kassieren, bestimmt 80% oder mehr. (Ist sicher auch von Label zu Label stark verschieden) Und ausserdem vergisst du den Interpreten des Liedes in deiner Rechnung, der kriegt ja wohl auch deutlich mehr als der Autor des Songtextes.
     
  • BadboY
    BadboY (32)
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    29 Mai 2008
    #16
    Ne, der Interpret ist ganz am Ende der Kette. Von den Einnahmen eines Songes werden Studiogebühren, Produzent, Songwriter und noch irgendwas bezahlt und irgendwann erhält der Interpret auch mal was davon. Wär ja traurig wenn ein Interpret mehr für einen Song bekommen würde als derjenige der den Song geschrieben hat.
     
  • Dirac
    Dirac (36)
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    29 Mai 2008
    #17
    Kann ich mir kaum vorstellen, dann könnten Sänger doch kaum so viele Millionen verdienen, wie die internationalen Top-Acts das nun mal tun. Es sei denn, sie würden alle ihre Songs selbst schreiben, aber viele tun das gar nicht. Ich schätze mal, dass z.B. Britney Spears kaum Eigenkompositionen hat und der die Songs "auf den Leib geschrieben" werden, oder? :ratlos: Und auch andere jetzige oder ehemalige Weltstars sind ja bekannt dafür, keine eigenen Songs zu haben, z.B. Whitney Houston. Dann würden ja die Komponisten Millionäre werden und nicht die Interpreten. :ratlos:
     
  • MiniMe
    MiniMe (32)
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    vergeben und glücklich
    29 Mai 2008
    #18
    Off-Topic:
    Ich denke mal, dass Stars ihr ganzes Geld eher durch Werbeeinnahmen oder teuer bezahlte Auftritte bekommen.
     
  • Dirac
    Dirac (36)
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    29 Mai 2008
    #19
    Das könnte natürlich sein, das stimmt. :schuechte
     

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