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Wie damit umgehen?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von luvbine, 12 Januar 2003.

  1. luvbine
    Gast
    0
    Vielleicht hat ja hier schonmal jemand etwas ähnliches erlebt, auch wenn ich eigentlich hoffe, dass es nicht so ist!!

    September '01 hatte ich sie gefunden und sie mich...DIE Frau fürs Leben, für immer und ewig, die einzig richtige halt :smile: Alles war perfekt (ich hab falls sich wer erinnert schon ab und an was gepostet, u.a. über sie, mich, uns usw.), bis zum Frebruar '02, dort kam bei der 2ten regulären Nachuntersuchung im Krankenhaus (dazu sei gesagt, sie war von Mai '00 bis August '01 wegen Leukämie in Behandlung und August '01 ohne Befund - quasi "geheilt" - entlassen worden) heraus, dass wieder ein "Befund" vorliegt :frown: Das an sich war schon ein Schock, aber da sie es schonmal geschafft hatte und sie ausserdem von Anfang an ehrlich zu mir war und mir gesagt hatte, dass es passieren könnte, und sie allg. sehr offen über ihre Krankheit gesprochen hat, war es nie ein Problem für uns im Sinne von Beziehungsgefährdend oder so :engel: Es hat uns im Verlauf der Krankheit im Gegenteil noch viel näher zusammengebracht würde ich sagen!
    Die Probleme kamen erst mit der Zeit, als mal eine Behandlung hier und dann eine andere Behandlung dort nicht die gewünschte und auch nicht die mindestens erwarteten Resultate lieferte und sich die Krankheit dann sogar noch "veränderte" oder fortschritt...weiss nicht wie ichs genau sagen soll (falls jemand nachlesen will was es genau für eine Art war: "malignes non-hodgkin-lymphom" wenn ichs richtig im Kopf hab). Aber auch diese Probleme waren keine, die unsre Beziehung auch nur leicht hätten gefährden können. Sie und ich waren immer positiv eingestellt, hatten immer gedacht, dass sie auf jeden Fall gesund wird. Wir hatten auch diverse Sachen geplant und auch vor zu heiraten :smile: Aber naja...

    Das lief dann alles so weiter bis Dezember '02 (zwischendurch durfte sie auch ab und zu mal ne Woche heim), da bekam sie dann ihre Stammzellen transplantiert und durfte eine Woche später etwa heim, da man nun abwarten musste wie dies und die vorausgegangene Chemo wirken.
    Da warn wir dann ein paar Tage daheim und alles war schön und sie war immer so positiv eingestellt und ich auch, und wir hätten auch nie an das gedacht, was noch passieren würde :frown:
    Auf jeden Fall kam dann die Antwort vom Arzt bei der nach einer Woche stattfindenen Untersuchung, dass die Behandlung (Stammzellen + Chemo) eigentlich NIX gebracht hätte, und man nun bald noch etwas anderes versuchen müsste...DAS war ein Schock, da die Ärzte vorher gemeint hatten, das wäre schon die letzte Möglichkeit gewesen!
    Sie durfte dann wieder heim, bis sie dann Bescheid bekommt und die Behandlung weitergeführt wird. Hier kam nun allerdings alles anderst :geknickt:
    Ich war die ganze Zeit bei ihr daheim, und bin Sonntag Abend den 22.12. zu mir heim gefahren, noch paar Sachen für Weihnachten erledigen und so, und wir hatte geplant, dass ich Mittwoch Abend - also am 25.12. - zu ihr fahre und wir dann in ihren Geburtstag hineinfeiern :smile: (Sie konnte und wollte nicht mit zu mir, da sie noch ziemlich "schwach" war aufgrund der Behandlung, Probleme mit den Augen wegen der Krankheit hatte und ausserdem auch gern etwas bei ihren Eltern sein wollte.)
    Nur ging das leider nicht, denn am Mittwoch Mittag hat sie mich dann angerufen, dass sie schon im Krankenhaus sei, weil sie unerträgliche Schmerzen in ihren Armen hätte :eek:
    Bin dann abends auch gleich hingefahren (tagsüber waren noch ihre Eltern da, und auch wenn ich mit denen sehr gut klarkomme, möchte ich im Krankenhaus doch gerne allein mit ihr sein) und dank Schmerzmittlen ging es ihr recht gut. Und ihre Einstellung war immer noch positiv und das hat mich auch wieder aufgebaut und auch am nächsten Tag wo ich bei ihr war war alls noch "gut".
    Erst am 27.12. als ich dann zu ihr ins Krankenhaus kam, und sie und ihre Mutter weinend da sassen, wusste ich was sie mir gleich sagen würde :flennen: Eigentlich hätte sie es mir garnicht mehr sagen müssen...die Diagnose war "Noch ein paar Tage bis max Woche", doch es war schon am 28.12. vorbei :frown: Das einzig gute, dass es am Ende dann so schnell ging war, dass sie nicht leiden musste, da sie die letzten 20h etwa bewusstlos war...denn der Arzt hatte gesagt, wäre sie nicht bewusstlos geworden, wären die Schmerzen so unmenschlich und unerträglich gewesen und v.a. NICHT mit einem Scherzmittel zu lindern gewesen, da der Tumor die Hirnhaut angegriffen hat, dass sie die Zeit bis sie aufgehört hätte zu atmen bzw. bis ihr Herz aufgehört hätte zu schlagen nur noch geschrien hätte!!

    Mhm...mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen und auch das war schwer genug :frown: ...hat aber dennoch gut getan es mal alles aufzuschreiben. Und wenn man das so liest, könnte man ja auch meinen ich hätts kapiert oder halbwegs verarbeitet, aber wahhhhhhhhhhhhh...VERDAMMT, ich komm damit nit klar, ich weiss absolut nix mit mir anzufangen, ich könnt den ganzen Tag schlafen, ich hab weder Lust irgendwas zu zoggn, noch die Motivation irgendwas mit meinem Aquarium zu machen (was ich ansonsten ziemlich gern mach), noch irgendwas anderes zu erledigen und allein fortgehn mag ich nicht :frown: Ich kanns einfach net glauben, dass sie nicht mehr da ist...der Gedanke ist so abwägig und fremd und die Vorstellung so weit weg obwohl ichs doch eigentlich weiss :flennen: *verzweifelt* *hiflos* *allein*
     
    #1
    luvbine, 12 Januar 2003
  2. QuendaX
    QuendaX (31)
    Verbringt hier viel Zeit
    294
    101
    0
    nicht angegeben
    Ich weiß nicht ob du auf diesen Thread eine Antwort erwartest, aber ich will es versuchen:

    Im Leben gehört der Tod dazu. Das ist traurige Realität.

    Menschen kommen.
    Menschen gehen.
    Ein ewiger Kreislauf in unserem Dasein.

    Die wenigsten verbringen solche Momente mit dem Partner bewusst bzw. genießen es in vollen Zügen, ja nehmen es sogar als selbstverständlich hin, ohne auch nur den Gedanken daran zu verschwenden das morgen die Welt anders ausschauen könnte.

    Das einzig positive an der Sache ist:
    Ihr hattet mehr oder weniger die Zeit für das Abschiednehmen, in vielen Fällen ist es einem Partner nicht vergönnt dem anderen für immer "Lebe wohl" zu sagen.

    Das dich so ein hartes Schicksal trifft ist wirklich bedauerlich, ich hatte tatsächlich mal ähnliches erlebt, aber da hatte ich keine Zeit für das Abschied nehmen.

    Frage dich nicht warum ausgerechnet dich dieses Schicksal getroffen hat - solche Sachen passieren leider Gottes.

    Sei aber darauf stolz das du deiner Freundin eine wichtige Stütze warst, das du sie bis an ihrem Ende des Lebensweges begleitet hast. Du wirst diese Bürde des Abschiednehmens dein ganzes Leben lang tragen, doch ziehe aus dieser Erfahrung keine schlechten Konsequenzen, schaue immer nach vorne.

    Das du jetzt trauerst ist eine völlig normale Reaktion.
    Trauere so gut du kannst, weine jede Nacht, höre traurige Musik, mache dir Gedanken über das Leben.
    Gut möglich das dies mehrere Monate dauern wird.
    Solche Momente sind wichtig für die Reifeprozesse im Leben eines Menschen. Lasse es aber nicht zu Jahren werden, du musst nach vorne schauen.

    Doch vergesse nie die guten Seiten des Lebens.
    Du wirst noch vielen anderen Menschen begegnen, die dich auffangen werden, wenn es dir schlecht geht.
    Du bist ebenso wenig alleine auf der Welt.
    Mit der Zeit wirst du wieder bereit sein den Alltag auf dich zukommen zu lassen.


    Ich weiß nicht, ob dir dieser Beitrag in irgendeiner Weise hilft; doch wünsche ich dir für deine Zukunft alles Gute und viel Erfolg für deine Trauerbewältigung.
     
    #2
    QuendaX, 12 Januar 2003
  3. luvbine
    Gast
    0
    Hatte es in erster Linie geschrieben, weil ichs einfach mal aufschreiben musste, auch wenn das hier kein Papier ist.

    Aber danke für die Antwort :smile:
    Mich würde noch interessieren, wie du das "Abschied nehmen" meinst?
    Weil als ich am 27.12. nach Hause ging, hab ich nur "Tschüss, bis morgen." gesagt oder so ähnlich und sie geküsst, aber als ich am 28.12. dann kam, war sie bewusstlos :frown: Oh man war das heftig, auch wenn ihre Eltern schon vorher angerufen hatten um uns drauf vorzubereiten. Sie hat zwar schon gemerkt dass ich da war denke ich, aber sie war halt bewusstlos und so konnte ich nur "Tschüs" sagen und sie auf die Wange küssen, sie aber nichts machen :geknickt:

    Das was du hier gesagt hast "Sei aber darauf stolz das du deiner Freundin eine wichtige Stütze warst, das du sie bis an ihrem Ende des Lebensweges begleitet hast." ist wie du sagst, eine Sache auf die ich stolz bin und die mich auch glücklich macht, da ich weiss, dass ich sie glücklich gemacht und ihr Kraft gegeben habe...es ist einfach schön zu wissen, dass man für jemanden wirklich wichtig war, ihn wirklich glücklich gemacht hat und ihm wirklich helfen konnte...sie hatte mir mehrmals angeboten dass, wenn es denn zuviel für mich wird, sie mich gehen lässt, auch wenn es ihr unendlich schwer fallen würde. Aber bis auf dass ich einmal einen Abend lang nur dagehockt bin und ins Leere gestarrt habe, hab ich über diese Möglichkeit nicht wirklich nachgedacht...es hätte auch garnicht funktioniert :engel:

    Und wovor ich eine Riesenangst habe ist, dass ich nie mehr eine solche oder wenigstens ähnliche Beziehung haben werde. Nicht weil ich vielleicht keine Frau finden werde irgedwann, sondern weil ich nicht glaube, dass irgend eine Frau mit IHR mithalten kann...egal in welcher Hinsicht und ich glaube nicht, dass ich eine Frau einfach NICHT mit IHR verlgleichen kann :smile: Somit wäre jede andere Frau nur 2te Wahl :frown: und ich glaube nicht, dass das funktionieren kann :rolleyes:

    PS:
    Wir warn beide erst Anfang 20 :frown: ...sie ist am 26.12.02 22 geworden, ich werde am 18.03. dieses Jahr 22.
     
    #3
    luvbine, 12 Januar 2003
  4. May-Britt
    Gast
    0
    Hallo!!

    Das tut mir soo wahnsinnig leid für dich, aber auch für ihre Eltern. Es ist so demütigend, wenn man weiss dass der Mensch gekämpft hat und trotzdem verloren hat. Ich hasse diese Krankheit (meine Mutter hatte schon zwei Rückfälle und ist grad dabei zu kämpfen!)

    Es ist klar, dass du jetzt verzweifelt bist und am Boden zerstört bist. Du hast einen geliebten Menschen verloren, hast mit ihr Höhen und Tiefen durchgemacht; du hast sie geliebt!!! Ausserdem ist das doch alles noch so frisch; es dauert erst seine Zeit bis man es überhaupt realisiert!!
    Versuch nicth mit Gewalt wieder Alltag reinzubringen. Es ist zwar sicher hilfreich, aber nimm dir auch erstmal Zeit zu trauern. Es wird seine Zeit dauern, bis man mit den Gedanken, dass sie weit weg ist umgehen kann.
    Aber, das ist zwar ein schwacher Trost, sie hat keine Schmerzen mehr; sie muss nicht mehr leiden, ihr geht es jetzt gut!!

    Vielleicth wird niemand an diese Freundin rankommen, dazu habt ihr zwei zuviel durchgestanden und durchlebt. Aber die Trauer und der Schmerz sind bei dir ist noch zu gross, dass du dir vorstellen kannst, dass du je eine Frau so lieben wirst. Aber jede Frau ist anders und du wirst irgendwann jemanden finden und diesen Menschen lieben. Aber auf eine andere Art und Weise!! Aber wenn du es schaffst irgendwann deine Freundin als schönste deiner Erinnerungen in deinem Herzen zu bewahren, dann wirst du auch mit jemanden anderem glücklich! das ist auch im Sinne deiner Freundin!
    Aber denke jetzt ncith so viel über die Zukunft nach, versuche erstmal die Gegenwart zu meistern!!!
     
    #4
    May-Britt, 12 Januar 2003
  5. luvbine
    Gast
    0
    Mhm, für ihre Eltern isses auch mehr als schlimm, v.a. da sie ihr einziges Kind war (soll jetzt nicht heissen dass es weniger schlimm wäre wenn jemand mehrere Kinder hat...irgendwie vielleicht schon, ich denke/hoffe ihr wisst wie ich das meine) und man so eine gute Eltern-Kind Beziehung nicht oft findet :engel:

    Ich hoffe dass ich irgendwann sagen kann

    "Du hattest Recht!"

    und es mir so ergeht wie du es geschrieben hast

    "Aber jede Frau ist anders und du wirst irgendwann jemanden finden und diesen Menschen lieben. Aber auf eine andere Art und Weise!! Aber wenn du es schaffst irgendwann deine Freundin als schönste deiner Erinnerungen in deinem Herzen zu bewahren, dann wirst du auch mit jemanden anderem glücklich!"

    Doch momentan hört sich das halt alles noch so unrealtistisch an eben, auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, dass es (wie du ja auch gesagt hast) nicht in ihrem Sinne wäre, wenn ich bis in alle Ewigkeit nicht mehr richtig glücklich werden (wollen) würde :smile:

    Möchter auf jeden Fall auch dir für dein Post danken :engel: Es tut gut so etwas zu hören, auch wenn man es immer noch und wohl noch eine ganze Weile nicht so richtig glauben kann.
     
    #5
    luvbine, 13 Januar 2003
  6. Alyson
    Alyson (34)
    Verbringt hier viel Zeit
    702
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Hmm das ist wirklich schlimm, was Du da durchmachst und es ist mehr als schwierig da irgendwie die richtigen Worte zu finden. Aber ich wills trotzdem mal versuchen...

    Vielleicht kann ich Dich ein wenig besser verstehen, da ich selbst meine Mutter sehr früh verloren habe, sie hatte auch Krebs.
    Damals war ich gerade 16 geworden, jetzt bin ich 20.
    Bei meiner Mutter war es sehr ähnlich wie bei Deiner Freundin. Am Anfang klappte es eigentlich gut, die Chemo sprang an und man meinte den Krebs besiegt zu haben. Doch schon einem Monat oder so fing es von vorne an. Ich glaube meine Mutter war 4 Jahre lang krank, als sie Krank wurde war ich gerade 12. Sie hat unzählige Therapien gemacht, doch nie hat sie ihren Mut verloren und immer war Hoffnung da.
    Mir scheint bei Deiner Freundin war es ähnlich. Wenn Du von ihr erzählst, so schien sie trotz ihrer schweren Krankheit nie wirklich den Mut verloren zu haben, und dennoch ein wenig Spaß am Leben gehabt zu haben. Gerade wahrscheinlich auch durch dich. Schließlich kamst Du ja genau dann, als sie dachte sie wäre geheilt. Und die ganze schlimme Zeit über hast Du zu ihr gestanden und hast ihr Mut gemacht. Ich weiß nicht, ob das auch für Dich ein Trost ist, aber mir hat es sehr geholfen, dass ich wusste das meine Mutter nun nicht mehr leiden musste. Das letztendlich ihr Tod auch nicht so qualvoll war(man hat sie in ein künstliches Koma versetzt, da sie sonst wohl erstickt wäre - hatte schwere Atemnot). Bei Deiner Freundin war es auf ganz natürliche Weise auch so, dass sie ohnmächtig war, sie also "friedlich" gestorben ist.

    Es ist schlimm, dass Deine Freundin noch so schrecklich jung war und ihr nicht noch mehr schöne Jahre miteinander verbringen durftet. Aber wer weiß, was nach dem Tod ist?

    Ich kann mir sicherlich vorstellen, dass es nun sehr schwer für Dich ist. Aber wenn Du mal jemand zum sprechen brauchst, der ähnliches durchgemacht, dann schick mir ne Email oder PM. Ich werd Dir Antworten!

    Verlier nicht den Mut und halt die Ohren steif. Ich hoffe Du hast nun ein paar Menschen, die Dir halt geben.
    Auf jeden Fall kannst Du Dir sicher sein, dass Du Deiner Freundin ihre letzten Jahre um ein vielfaches verschönt hast, dadurch das sie einen Freund hatte, der zu ihr gehalten hat!


    Das ist ein Songtext, der ganz gut passt..auch wenn er von Pur ist:zwinker:

    In Gedanken


    Sie stand mitten im Leben
    Hat das Glück angelacht
    Für den Mann und die Kinder
    die treibende Kraft

    Sie war liebenswert, freundlich
    was man herzensgut nennt
    Jemand, der gerne hilft
    Den man auch gerne kennt


    Sie war noch zuversichtlich
    Nach dem ersten Befund
    Und sie glaubte und hoffte
    Denn es gab keinen Grund


    Von Gerechtigkeit hielt
    Diese Krankheit nicht viel
    Sie verfolgte heimtückisch
    und sinnlos ihr Ziel


    Das Grab längst verschlossen
    die Schmerzen vergeh´n
    Die Tränen vergossen
    Das kann keiner versteh´n


    Die Zeit bringt Vergessen
    Doch was auch geschieht
    Sie lebt in Gedanken
    und in diesem Lied
    All die Operationen
    All die Therapien
    Begannen den Körper
    die Kraft zu entzieh´n


    Doch sie wollte kein Mitleid
    Mit Löwinnenmut
    Oh, lachte sie weiter
    Als ging es ihr gut


    Ich sah sie und weinte
    Sie tröstete mich
    Ja, das war echte Größe
    mir war jämmerlich


    Alles Liebe,

    Alyson
     
    #6
    Alyson, 13 Januar 2003
  7. Mieze
    Mieze (31)
    Sehr bekannt hier
    5.579
    173
    3
    vergeben und glücklich
    ich weiß nicht recht, was ich dazu sagen soll, nur, dass ich dich bewundere, wie du das verkraftest und wie du ihr beigestanden hast.
    es ist sicher das schlimmste, was einem passieren kann, wenn man den menschen, den man am meisten liebt, verliert!
    wir hatten hier mal einen ähnlichen fall (orchidee glaub ich) und selbst dort wusste ich net, was ich schreiben sollte.
    ich selbst habe auch mal einen menschen verloren, der mir sehr nahe stand und bin bis heute noch nicht drüber hinweg - aber er lebt in meinem herzen weiter!
    ich möchte dir mein beileid aussprechen und wünsche dir viel glück für das weitere leben...
     
    #7
    Mieze, 13 Januar 2003
  8. luvbine
    Gast
    0
    Meine Freundin hat PUR sehr sehr gern gemocht und ich hab das Lied glaub auch schonmal mit ihr zusammen gehört...während dem Autofahrn wenn ich mich recht entsinne :smile: Sehr schön...

    Die Ähnlichkeit der Therapie ist auch sehr gross, hast Recht. Das erste mal wo sie krank war (als ich sie noch nicht gekannt hatte) hat auch alles sehr gut geklappt und am Anfang des "Rückfalls" auch, aber naja...ich habs ja schon geschrieben...aber es stimmt schon, sie war nie "müde" und hat immer gekämpft. Klar gab es ab und zu nen Tag oder so oder auch mal 2, wo sie ziemlich down war :frown: Meistens dann (und ist ja auch verständlich) wenn die Ärzte mit nem neuen Hammer (Diagnose) ankamen...aber bis zum 26.12., ihrem Geburtstag, war sie im Grunde noch fest davon überzeugt es zu schaffen, und am 27.12. kam dann die letzte Diagnose mit voller Breitseite :geknickt:
    Ob man es vergleichen kann mit dem Tod der Mutter weiss ich nicht...ohne dir zu nahe treten zu wollen würde ich spontan sagen, dass es drauf ankommt wie man zu seiner Mutter steht...ob man viel mit ihr redet, ab und an mit ihr was unternimmt sogar oder oft bei ihr ist einfach und so oder eben nicht...aber da ich diesen Fall nicht kenne möchte ich hier nicht urteilen.

    Wegen der Ohnmacht noch...auf ganz natürlichem Wege ist sie nicht in Ohnmacht gefallen...als ich am 27.12. bei ihr war, hat sie schon Morphium bekommen, da die Schmerzen sehr stark waren und 6h etwa nachdem ich gegangen war hatten die Ärzte die Dosis noch fast verdreifacht(!!!) und sie hat dennoch geschrien vor Schmerzen haben ihre Eltern erzählt :frown: Dann haben sie ihr oral so ein Mittel gegeben, das quasi als Katalysator wirkt und dem Körper hilft das Morphium schneller zu absorbieren, und da die Dosis so hoch war ist sie dann (Gott sei Dank) bewusstlos geworden.


    Paar Leute habsch schon, nur unter der Woche isses bissel ungeschickt, da fast alle anner Uni sind oder Schaffen und Abends selten Zeit haben...aber am WE is' alles paletti würd ich sagen :smile: Und da bei mir nun auch wieder die Vorlesungen angefangen haben bin ich zumindest tagsüber "unter Menschen", unter denen auch ein sehr guter Freund ist, der auch schonmal an Blutkrebs erkrankt war, aber schon seit einigen Jahren fit ist :zwinker: Der versteht zumindest recht gut was sie durchgemacht hat, weshalb ihm das alles auch verdammt nahe geht und er die Situation mit dem richtigen Respekt angehen und auch von der richtige Perspektive aus betrachten kann.

    Was ich allerdings befürchte ist, dass sich demnächst das grosse "Loch" auftut, da ich mehr und mehr merke, wie ich die Situation realisiere...v.a. merke ich es daran, dass ich schon recht gut drüber reden kann und das heisst bei mir, dass ichs langsam gechecked hab meistens :frown: Ich hoff ma, dass es entweder doch ganz weg bleibt oder nicht allzu tief wird...hatte bisher noch nichmal ne annähernd ähnliche Situation, daher weiss ich nich wie ich da etwa reagiere :rolleyes2

    Auf jeden Fall wird sie in meinem Herz weiterleben für immer und in meinem Kopf, in meinem Handy, meinem Zimmer, meinem Rechner, meinem Auto, meinem Bett, meinem Geldbeutel, meinem Schrank, meinen Klamotten und noch viel mehr...überall, in allem was mich an sie erinnert, was zur Zeit noch fast alles ist :frown:
    Naja, ich denke irgendwann sollte ich wohl versuchen das etwas zu reduzieren, da es wohl auch nicht hilft es leichter zu machen und vielleicht mal eine neue Beziehung zu finden, wenn mich alles an SIE erinnert :frown:

    Dank euch 2en für eure Worte :engel:
     
    #8
    luvbine, 13 Januar 2003

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