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  • Jevi
    Jevi (32)
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    20 März 2006
    #1

    Wie deutet ihr das Gedicht?

    Hallo!

    Ich beschäftige mich zur zeit gerne mit Gedichten doch das von Uwe Kolbe obwohl es doch sehr kurz ist macht mir zu schaffen. Ich habe leicht den Eindruck das ich dieses falsch deute:

    Hineingeboren

    Hohes weites grünes Land,

    zaundurchsetzte Ebene.
    Roter
    Sonnenbaum am Horizont.

    Der Wind ist mein
    und mein die Vögel.

    Kleines grünes Land enges,
    Stacheldrahtlandschaft.
    Schwarzer
    Baum neben mir.
    Harter Wind.
    Fremde Vögel.

    Beim ersten lesen habe ich sehr den Eindruck das er gegen DDR ist und das Recht Frei sein in Form von freien Gedanken dar legt, jedoch verwirrt mich der Textaufbau. Zum einen beschreibt er das Land als grün doch dem wiederspricht er dann wieder mit Zaundurchsetzter Ebene. Meint er damit das einst schöne Land? Wie sieht er nun das Land?
    Was meint er eigentlich mit Fremde Vögel? Fremde Gedanken die uns was vorschreiben?
     
  • zwiebel
    zwiebel (30)
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    vergeben und glücklich
    20 März 2006
    #2

    Mh...also ich würde auf die gegensätze tippen, die es nunmal überall gibt..aber es irritiert mich ebenso der textaufbau. jetzt kommt mir deine auffassung sehr naheliegend vor. das er die DDR "hasst" und sich nach Freiheit sehnt und davon träumt andere kulturen oder ähnliches zu sehen...ohje...ich hab keine ahnung :ratlos: :geknickt: :kopfschue
     
  • Jevi
    Jevi (32)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    20 März 2006
    #3
    Naja die Überschrift deutet es schon fast darauf hin, das er da in irgendwas "Hineingeboren" ist und das klingt schon nicht sehr glücklich...
     
  • zwiebel
    zwiebel (30)
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    vergeben und glücklich
    20 März 2006
    #4
    Glücklich klingt es auf keinen fall...nur...das mit den vögeln versteh ich ne ganz
     
  • User 32843
    User 32843 (30)
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    20 März 2006
    #5
    Hm... vielleicht meint er mit den Vögeln auf eine Art die Gedanken, die noch frei sind? :ratlos:
     
  • nadine_1983
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    20 März 2006
    #6
    das mit den Vögel könnte man, wenn man in die Richtung DDR denkt, auch mit den Besetzern in Verbindung bringen
     
  • Jevi
    Jevi (32)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    20 März 2006
    #7
    Hmm... Ihr scheint auch recht verwirrt zu sein. Dennoch frage ich mich ob man seine Sicht des Landes nicht einfacher umschreiben könnte um das Verständniss zu bessern.

    Edit: Ich hab es mal versucht. Was hält ihr davon?

    In dem Gedicht „Hineingeboren“ von Uwe Kolbe sieht der lyrischer Sprecher das Land zunächst als Grün und prachtvoll, doch diese Behauptung widerlegt er sofort als ob es nur eine Illusion, nicht Real währe. So ist das Land in der Realität mit Zäunen durchsetzt welche zu gleich auch für jeden Mauern Bilden. Weit entfernt am Horizont wird Blut vergossen, was darauf schließen lässt, dass das Land sich im Krieg befindet. Der Tod ist präsent und es wird Propaganda durch Fremde betrieben mit dem Ziel die Gedanken anderer zu Manipulieren.
    Doch trotz der Mauern und des Blutvergießens bleiben seine Gedanken frei ohne, dass ihm jemand hier Mauern vorsetzt.
    Wie die Überschrift es bereits andeutete ist der lyrische Erzähler in diese graue Welt hineingeboren.
     

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