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Wie erkläre ich ihm meine Depression?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von User 155184, 5 September 2016.

  1. User 155184
    Sorgt für Gesprächsstoff
    57
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    0
    Single
    Liebe Community,

    mein Freund (seit 2 Monaten) und ich kennen uns seit 9 Jahren, wir waren auch vor unserer Beziehung schon gute Freunde. Dann ging ich ein Jahr ins Ausland und habe mir dort eine mittelschwere bis schwere Depression als Begleiterscheinung einer atypischen Anorexie bzw. Bulimie "eingefangen".

    Als ich wieder zurückkam und wir zusammenkamen, musste ich zu allererst in eine Klinik. So hat er von der Essstörung erfahren, die ich inzwischen auch einigermaßen im Griff habe. Nur mit der Depression habe ich immer noch so meine Probleme. (Psychopharmaka hab ich schon genug ausprobiert, hilft nicht wirklich.)
    Ich traue mich einfach nicht, ihm zu sagen, wie es mir wirklich geht. Wenn ich bei ihm bin, ist alles gut. Aber die meiste Zeit bin ich logischerweise grundlos traurig und depressiv. Wenn er mich dann über Whatsapp fragt, wie es mir geht, dann lüge ich meistens, weil ich Angst habe, wie ein "Jammerlappen" rüberzukommen. Er kennt mich als fröhliches, sorgloses Mädchen, nicht als diejenige, die ich bin, wenn ich meine depressiven Phasen habe. Dazu kommt noch, dass er allgemein überhaupt keine Erfahrung mit psychischen Krankheiten hat.
    Ich würde es ihm allerdings doch gerne sagen. Er hat ein Recht darauf. Unsere Beziehung, die am Anfang etwas holprig war, wird langsam tiefer. Und ich erhoffe mir auch davon, dass aufmunternde Worte seinerseits mir helfen könnten. Insgesamt hätte ich gerne mehr Kontakt, aber ich habe auch Angst zu klammern.

    Was soll ich tun?

    Liebe Grüße und Danke im Voraus!
     
    #1
    User 155184, 5 September 2016
  2. User 114394
    Verbringt hier viel Zeit
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    113
    74
    vergeben und glücklich
    Hallo Naroli

    Je länger du wartest, desto schwieriger wird es dir fallen, es ihm zu sagen und desto grösser wird seine Enttäuschung sein, dass du es ihm nicht von Beginn an gesagt hast.
    Eine Depression ist nichts, wofür man sich schämen muss. Das kann jeden treffen.
    Ich würde versuchen, in einer ruhigen Minute mit ihm zusammenzusitzen und ihm erklären, wie es aussieht.
    Wenn man eine Person liebt, schafft man gemeinsam die Hürden.

    Liebe Grüsse
     
    #2
    User 114394, 5 September 2016
  3. User 155184
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    57
    31
    0
    Single
    Erstmal danke für deine Antwort.

    Das ist das Problem. Ich weiß nicht, ob unsere Beziehung so weit fortgeschritten ist bzw. wie tief seine Gefühle sind.
    Vielleicht liebt er auch nur mein altes Ich und hat keine Lust auf eine psychisch Kranke, die emotional extrem instabil ist.
     
    #3
    User 155184, 5 September 2016
  4. User 114394
    Verbringt hier viel Zeit
    153
    113
    74
    vergeben und glücklich
    Klar ist das schwierig einzuschätzen, wie er darauf reagieren wird.
    Ich denke aber, dich auf Dauer zu verstellen, kann keine Lösung sein. Das ist doch auch extrem belastend für dich und sehr anstrengend.
    Letztendlich musst du wissen, ob du es ihm sagen möchtest.
    Ich denke nur, dass es mit der Zeit immer schwieriger sein wird, ihm das mitzuteilen und er sich später vielleicht mehr hintergangen oder betroffen fühlen wird, es nicht früher erfahren zu haben.
    Vielleicht würde er dir ja gerne zur Seite stehen und dich in den schwierigen Momenten unterstützen.

    Wie auch immer du dich entscheidest, wichtig ist es, dass du dir versuchst klarzumachen, dass du nicht weniger wert bist als vorher, da du nun eine Depression hast. Es gibt so viele Menschen, die dies trifft. Es gibt so viele schwierige Situationen im Leben, die dazu führen können. Aber man ist deswegen nicht weniger wert als sein "altes" Ich.
     
    #4
    User 114394, 5 September 2016
    • Zustimmung Zustimmung x 1
  5. User 155184
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    57
    31
    0
    Single
    Das Problem dabei ist sein Charakter. Er ist selbstbewusst und unkompliziert. Wenn er merkt, dass ich es nicht bin... Ich weiß nicht. Ich glaube, er will in dem Alter seinen Spaß haben, Dinge unternehmen, feiern gehen. Da passt ein Mädchen, die einfach mal grundlos anfängt zu weinen und ihr Zimmer gar nicht verlassen will einfach nicht dazu.

    Ich hab auch in seiner Gegenwart schon einfach so geweint. Er hat mich in den Arm genommen und mich getröstet. "Warum weinst du?" - "Ich hab Angst." - "Wovor?" - "Vor Allem!" Ich denke nicht, dass er das verstehen konnte.
     
    #5
    User 155184, 6 September 2016
  6. User 135804
    Beiträge füllen Bücher
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    Verliebt
    -trau dich,ihm zu sagen,dass es dir aufgrund deiner erkrankungen schlecht geht
    -gib ihm die gelegenheit,sich umfassend über deine erkrankungen zu informieren,indem du ihm zb eine solche seite
    Informationen für Angehörige und Freunde - depressionen-verstehen.de
    schickst und ihn darum bittest,sich diese in ruhe durchzulesen.

    es ist für deine gesundung wichtig,dass dein umfeld über deine probleme bescheid weiß.und ebenso,dass diese wissen,wie sie damit umgehen sollten,denn da kann man sehr viel falsch und kaputt machen.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 6 September 2016 ---
    na und?nur weil er so ist,heißt das nicht,dass er nicht in der lage ist,deine erkrankungen zu verstehen,wenn er das will.das ist kein widerspruch.

    na wenn du ihm keine chance gibst,das zu verstehen,wie soll er das dann schaffen?also sei offen zu ihm.
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 6 September 2016 ---
    dann wäre es doch auf lange sicht nur gut für dich,genau das herauszufinden.
     
    #6
    User 135804, 6 September 2016
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  7. User 96466
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    nicht angegeben
    Aber sei dir bewusst, das er dein Freund und nicht dein Therapeut ist.
     
    #7
    User 96466, 7 September 2016
    • Zustimmung Zustimmung x 1

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