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Wie findet ihr mein Leben?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von genial-daneben, 13 August 2006.

  1. genial-daneben
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Moin Moin,
    ich weiß, das ist jetzt ein etwas komisch Threadtitel, aber ich würde von euch gerne mal wissen, was euch einfällt, wenn ihr mein bisheriges Leben betrachtet. Ich habe nämlich manchmal (oft) das Gefühl, dass es unberechtigt ist, wenn ich sage, dass es wirklich scheiße war. Aber nun, wie sollt ihr das beurteilen ohne etwas von mir zu wissen? Da ich leider kein Mensch der Seitenlange Texte schreibt hier ne Zusammenfassung:

    - meine Mutter war seit meiner Geburt sehr schwer krank. Sie hatte chron. Rheuma in der schwersten Form und konnte sich daher oftmals kaum noch bewegen. Ich hatte deswegen immer eine sehr enge Bindung zu meiner Mutter, weil ihr oft helfen musste und sie die letzten Jahre im Vorruhestand war. Seit 2004 ging es dann bei ihr immer weiter bergab (die schäden an den organen durch die vielen Medikamte wurden immer deutlicher). Als ich dann mit ihr letzen November mal wieder im Krankenhaus war (Sie hatten seit zwei Tagen Durchfall, was bei ihr immer ein schlechtes zeichen war) hat die plötzlich einen Herzinfakt bekommen bei dem ich leider zusehen musste, wie sie sich verkrampft und stöhnte (genauso wie in diesen billigen horrorfilmen). Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass das wohl die schlimmste erfahrung meines lebens war. Nun, leider hat sie diesen Herzinfakt nicht überlebt womit mir nun der wichtigste Mensch in meinen Leben fehlt.
    - Zu meinem Vater habe ich ein eher schlechtes verhältnis, weil er mich und meine Mutter seit 10 Jahren sehr schlecht behandelt. also er hat uns nicht geschlagen oder so, aber er hat nicht mehr mit uns gesprochen, uns nur angeschnauzt usw. Meine Mutter wollte sich auch scheiden lassen und mit mir ausziehen. Wir hatten schon einen Notartermin, doch vorher ist sie ja nun gestorben. Mit meinem Vater habe ich früher zum teil monatelang kein wort gesprochen, obwohl wir im gleichen haus wohnen.
    - Geschwister habe ich keine, und Großeltern alle Tod bis auf eine Oma die sich aber nicht für mich interessiert.
    - Da ich meinen Vater nicht als Familie ansehe kann man somit also sagen, dass meine gesamte Familie schon tod ist (ich bin gerade mal 18 jahre alt !!)
    - Freunde hatte ich bis ich in die 10 klasse kam gar keine. Im gegenteil, ich wurde sehr oft von anderen Mitschülern zusammengeschlagen (also bis zur 7. klasse wo ich dann angefangen habe mich zu wehren, danach wurde ich zum glück nur noch ignoriert). Seit jetzt knapp einem jahr habe ich wohl wirklich freunde (so schätze ich doch mal) aber das verhältnis ist seit dem Tod meiner Mutter zu vielen recht angespannt, weil sie damals nicht wussten wie sie mit mir umgehen sollen und deswegen mir aus dem weg gegangen sind.

    Ja ich denke, das waren jetzt mal so die wichtigsten Sachen. Ich bin jetzt aus seit den Osterferien in psychologischer Behandlung (auf eigenen Wunsch hin). Die wichtigsten Sachen die dort behandelt werden sind:
    - Traumatherapie, weil ich manchmal (gerade beim einschlafen) immer wieder dies Bilder vor augen habe wie meine Mutter gerade stirbt, oder wie ich meine Mutter schwer verletzt im keller gefunden habe (Treppensturz), oder wie sie einfach neben mir in Ohnmacht gefallen und sich für einige Sekunden lang nicht mehr gerührt hat usw......
    - Zudem werde ich "behandelt" (ist ja eigentlich mehr ein darüber reden), dass ich wieder mehr vertrauen zu meinem Mitmenschen bekomme. Ich würde früher sehr oft belogen und betrogen von sogenannten Freunde, dass ich heute sehr schüchtern geworden bin und ich oftmal in Freundschaften keine Zukunft sehe, da diese eh wieder kaputt gehen werden wie die anderen auch.

    Ich bin jetzt auch ziemlich depressiv geworden seit meine Mutter tot ist. Ich habe oftmals phasen, in denen ich denke, dass ich glücklich bin, und dann wieder phasen, wo ich mit niemanden reden will.

    Also was haltet ihr davon alles? Ich habe gerade bemerkt, dass ich sehr viel mehr geschrieben habe, als ich eigentlich wollte... Naja passiert schonmal. Also übertreibe ich, wenn ich sagen, dass meine Leben nicht gerade toll ist?

    Bis dann
     
    #1
    genial-daneben, 13 August 2006
  2. Darth Kitty
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Mein Beileid!
    Ich bewundere dich. Du hast ein schweres Leben und du kommst damit besser klar, als alle anderen. Das dein Vater sich so verhält, ist eine Gemeinheit (leider kommt mir die Beschreibung nicht gerade unbekannt vor).
    Ich glaube, du bist stark genug, deine Probleme zu meistern.
    Off-Topic:
    ich habe weit mehr geschrieben, in einem anderen Thread
     
    #2
    Darth Kitty, 13 August 2006
  3. Kuri
    Kuri (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    2
    vergeben und glücklich
    Nun ja, was soll man dazu sagen... ich finde es echt schwierig, zu antworten, wenn jemand die Frage stellt "Was haltet ihr von meinem Leben?". Ich möchte mal behaupten, dass ich bisher auch kein einfaches Leben hatte - dennoch kann man sein Leben niemals mit einem anderen vergleichen, und eigenes Leid nicht mit anderem. Vor allem sind es oft nicht die Ereignisse selbst, die das Leben bestimmen, sondern, wie man selbst darauf reagiert und mit Todesfällen in der Familie oder ähnlichem umgeht. Es gibt Menschen, die trauern, aber können mit der Zeit besser damit umgehen und auch ein "normales" Leben führen, und wiederrum andere, die so etwas auf lange Zeit verfolgt.
    Natürlich ist es sehr schlimm, wenn die Mutter stirbt, zu der man eine starke Bindung aufgebaut hat, man sonst keine Familienmitglieder hat und der eigene Vater kein Interesse zeigt. Anscheinend warst du bis vor Kurzem ein eher einsamer Mensch. Wenn man es also von der Warte betrachtet, kann man sicher schon sagen: "Das ist keine schöne Situation" (ich schreibe bewusst nicht "Leben"!!). Aber irgendwie möchte ich ungern über dein Leben an sich urteilen - denn der größte Teil dessen steht dir noch bevor!
     
    #3
    Kuri, 13 August 2006

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